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Full text of "Literaturblatt für germanische und romanische Philologie 28.1907"

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Literaturblatt 


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für 

germanische und romanische Philologie. 


II er ausgegeben 


Dr. Otto Behaghel 

o. 5. Professor der ^rmanischen Philologie 
an der ITnirertiltät Giessen. 


und Dr. Fritz Neumann 

o. ö. Professor der romsnischen Philologie 
an der UniTersitit Heidelberg. 


Verantwortlicher Redakteur: Prof. Dr. Fritz Neumann. 


Achtnndzwanzigster Jahrgang. 
1907. 



L 0 i ]) z i g. 

Verlag von 0. R. Reisland. 


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O. 011 o * 8 Uofbaohdrooktrei in DarmiUdt 


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Register. 


I. Verzeichnis der bisherigen Mitarbeiter des Literaturblatts.* 


Albert, Dr. P., Archivar in Freibnrg i. Br. 
t Althof, Dr. Herrn., Prof, am Real^mn. in Weimar. , 
t Alton, Dr Johann, Gymnasialprofessor und Privatdozent ! 

an der Universität in Wien. I 

Amira, Dr. K. von. Hofrat und Prof. a. d. üniv. München, j 
Andersson. Dr. Herrn., in Karlskrona. 

An gl ade, J., Doctenr es lettres, Maitre de Conferences de 
langne et de litterature fran^aises an der Universität Nancy, j 
Anitschkow, E., in Paris. ' 

Appel, Dr C.. Prof, an der Universität Breslau. i 

Arnold. Dr. Eob. F.. Prof, an der Universität Wien, 
t Arnold, Dr. W., Prof, an der Universität Marburg. j 

t Asb er, Dr. D., Kgl. Gericbtsdolmetscber in Leipzig. I 

t Ansfeld, Dr. Ad., Gymnasialprofessor in Heidelberg. ' 
Aymeric, Dr. J., Handelsschnloberlehrer in Leipzig. 

Bachmann, Dr. A., Prof, an der Universität Zürich. | 

t Baechtold, Dr. J., Prof, an der Universität Zürich. ' 

Bahder, Dr. K. v., Prof, an der Universität Leipzig. 

Bah 1 mann, Prof. Dr. P., Bibliothekar an der K. Paul. ^ 
Bibliothek in Münster L W. 

Baist, Dr. G., Prof, an der Universität Freiburg i. B. 

Bang, Dr. W., Prof, an der Universität Louvain. 

Bangert, Dr. F., Direktor der Realschule Oldesloe (Holstein). 
Bartholomae, Dr. Chr., Prof, an der Universität Giessen, 
t Bartsch, Dr. K., Geh. Rat und Prof, an der Universität 
Heidelberg. 

Bassermann, Dr. Alfred in Schwetzingen, 
t Becb, Dr. Fedor, Gymnasialprofessor a. D. in Zeitz. 
Bechstein, Dr. R., Prof, an der Universität Rostock, 
echtel, Dr. F., Prof an der Universität Halle. 

Becker, Dr. Ph. A., Prof, an der Universität Wien. 

Becker, Dr. Rhld., Direktor des Realgymnasiums in Düren. 
Behagbel, Dr. 0., Geh. Hofrat u. Prof. a. d. Universität Giessen. 
Behrens, Dr. D., Geh. Hof rat u. Prof. a. d. Universität Giessen. 
Berger, Dr. Heinr., in Breslau. 

Berger, K., Dr. hon. c., Gymnasiallehrer in Darmstadt I 
Berlit G., Gymnasialprofessor in Leipzig. | 

•j- Bernhardt, Dr. E., Gymnasialprofessor in Erfurt. I 

Berni, H., Prof, in Konstanz | 

Bertoni, G., Prof, an der Universität Freihurg i. Schw. j 
t Betz, Dr. Louis P., Prof, an der Universität Zürich. 1 
t Bielscho wsky, Dr. Albert, Gymnasialoberlebrer a. D. 
in Berlin. 

t Bin d e w ald. Dr. 0., Realgymnasialprofessor a. D. in Giessen. 
Binz, Dr. G., Universitätsbihliotbekar und Professor an der 
Universität in Basel. 

Bircb-Hirschfeld, Dr. A., Prof. a. d. Universität Leipzig. 
Biszegger, Dr. W., Redakteur der Neuen Züricher Zeitung 
in Zürich. 

Biörkman, Dr. Erik, in Upsala. 

Blau, Dr. Max, Assistant Prof, an der Princeton University 
in Princeton, N. J. 

Blaum, Dr., Lycealprofessor in Strasshurg i. E. 
f Bo her tag, Dr. F., Real^mnasialprofessor und Privatdozent 
an der Universität Breslau. 

Bock, Dr. Karl in Hamburg. 

Böddeker, Prof. Dr. K., Direktor der Kaiserin Augusta 
Viktoria-Schule in Stettin, 
f Böhme, F. M., Prof, in Dresden. 

Böhme, Dr. Oskar, Realscbnloberlehrer in Reichenbach i. V. 
Bo er, R. C., in Amsterdam. 

Bohnenberger, Dr. K., Prof, und Bibliothekar an der Uni¬ 
versität Tübingen. 

Boos, Dr. H., Prof, an der Universität Basel. 

*) Für Beriohtlfiuifen so oblfem lfiUrb«ll«rTerMiclu&is werd«a wir 


t Borsdorf, Dr. W., Prof, an der Wales-Universität in 
Äberystwytb (England). 

Botermans, A. J., in Zwolle (Holland), 
t Bradke, Dr. P. v., Prof, an der Universität Giessen, 
t Brandes, Dr. H., Prof, an der Universität Leipzig. 
Brandt, Dr. A., Prof, an der Universität Berlin. 

Brandt, H. C. G., Prof, am Hamilton College in Clinton 
(N.-Y. Nordamerika). 

Branky, Dr. F., Kais. Bat und Prof, an der K. K. Lehrer¬ 
innen-Bildungsanstalt im Zivil-Mädcbenpensionat in Wien. 
Braune, Dr. Wilh., Geb. Hofrat und Prof, an der Universität 
Heidelberg. 

t Breitinger, Dr. H., Prof, an der Universität Zürich. 
Bremer, Dr. 0., Prof an der Universität Halle a. S. 
Brenner, Dr. 0., Prof, an der Universität Würzburg. 
Brenning, Dr. E., Prof. a. d. Städt. Handelsschule in Bremen. 
Brey mann, Dr. H., Prof, an der Universität München. 
Bright, Dr. James W., Prof, an der Johns Hopkins Uni¬ 
versity in Baltimore (Nordamerika). 

Bruckner, Dr. Wilh., Prof, an der Universität Basel. 

Br ugm ann, Dr. K., Geh. Hofrat und Prof, an der Universität 
Leipzig. 

t Brnnnemann, Dr.K., Realgymnasialdirektor (Elbing) a.D. . 
Dürkheim a. H. 

t Buch holt z, Dr. H., Gymnasiallehrer in Berlin. 

Buck, Dr, phil., Lycealoberlehrer in Kolmar. 

Bülhring,Dr K. D., Prof, an der Universität Bonn. 
Bürger, Dr. phil., in Hagen i.W. 

Bnrdach, Rrof. Dr. Konrad, ordentl. Mitglied der Akademie 
der Wissenschaften in Berlin. 

t Caix, Dr., Napoleone, Prof, am Istituto di Studi sup. 
in Florenz. 

Canello, Dr. U. A., Prof, an der Universität Padua, 
ederscbiöld, Dr. G., Prof, an der Universität Lund, 
t Cihac, A. v., in Wiesbaden. 

Cloetta, Dr. W., Prof, an der Universität Jena. 

Coelho, F. A., Prof, in Lissabon. 

Cohn, Dr. Georg, Prof, an der Universität Zürich. 

Cohn, Dr. Georg, in Berlin. 

Coli in, Dr. J., Prof, an der Universität Giessen. 

Cornu, Dr. J., Prof, an der Universiiät Graz. 

Connson, Dr. A., Prof, an der Universität Gent, 
t Crecelius, Dr. W., Gymnasialprofessor in Elberfeld. 

Cr ei ze nach, Dr. W., Prof, an der Universität Krakau. 

Dablerup, Dr. V., in Kopenhagen. 

Dahn, Dr. Fel., Geb. Regiemngsrat und Professor an der 
Universität Breslau. 

Dannbeisser, Dr. E., Kgl. Reallehrer in Ludwigshafen. 
David, Dr. E., Redakteur u. Landtagsabgeordneter in;Mainz- 
Mombacb. 

Devrient, Dr. Hans, Oberlehrer am Gymnasium in Weimar. 
Dibelins, Dr. W., Prof, an der Akademie Posen. 

Diemar, Dr. H., Privatdozent an der Universität Marburg i. H. 
Dieterich, Dr. J. R., Grossb. Hess. Haus- u. Staatsarcbivar 
in Darmstadt. 

Dietz, Dr. Karl, Oberl. a. d Städt Handelsschule in Bremen. 
Dorn, Dr. Wilh., Prof, an der Oberrealschule in Heidelberg. 
Drescher, Dr. Karl, Prof, an der Universität Breslau. 
Droysen, Dr. G., Prof, an der Universität Halle, 
t Düntzer, Dr. H., Prof, und Bibliothekar in Köln. 

Ebeling,Dr. Georg, Privatdozent an der Universität Berlin. 
Eckhardt, Dr., Eduard, Privatdozent und Bibliothekar an 
der Universität Freiburg i. Br. 

stets dankber sein. Die Redaktion. 


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VII 


1907. Literatarblatt für germanische und romanische Philologie. (Register.) 


VIII 


t Edzardi, Dr. A., Prof, an der Universität Leipzig. 

Eger, D. K., Prof, am Predigerseminar Friedberg i. H. 
Ehrismann, Dr. G., Prof, an der Universität Heidelberg. 
Einenkel, Dr. E., Prof, an der Universität Münster i. W. 
Elster, Dr. E., Prof, an der Universität Marburg. 

Ettmayer, Dr. Karl, von, Prof, an der Universität Freiburg 
in der Schweiz. 

Fath, Dr. F., Töchterscbuldirektor in Pforzheim. 

Finnur Jonsson, Dr., in Kopenhagen. 

Fischer, Dr H.. Prof, an der Universität Tübingen. 

Förster, Dr. M., Prof, an der Universität Würzburg. 
Förster, Dr. Paul, Gymnasialprofessor in Berlin-Friedenau. 
Foerster, Dr. W., Geh. Kegierungsrat, Prof.ander Universität 
Bonn. 

t Foth, Dr. K., Oberlehrer in Doberan i. M. 

Fränkel, Dr. L„ Kgl. Reallehrer in München, 
t Franke, Felix, in Sorau. 

Franz, Dr. W., Prof, an der Universität Tübingen. 

Freund, Dr. Max, in Belfast. 

Frey. Dr. Ad., Prof, an der Universität Zürich. 

Freymond, Dr. Emil, Prof, an der Universität Prag, 
t Pritsche, Dr. H., Realgymnasialdirektor in Stettin. 
Fritzsche, Dr. R. A., Universiiätsbibliothekar in Giessen. 
Fuchs, H., Oberlehrer in Giessen. 

Fulda, Dr. Ludwig, in Charluttenburg. 

Gaehde, Dr. Christ.. Oberlehrer in Dresden. 

Gallee, Dr. J. H., Prof, an der Universität Utrecht. 
Gärtner, Dr. Th, Prof, an der Universität Innsbruck, 
t Gaspary, Dr. A., Prof, an der Universität (Böttingen 
Gaster, Dr. Moses, Chief Rabbi of the Spanish and Portu- 
guese-Jews’ Congregations in London. 

Gau Chat, Dr. L., Prof, an der Universität Zürich. 

Gebhardt, Dr. August, Privatdozent an der Universität 
Erlangen. 

Geiger, Dr. Eugen, in Bordeaux. 

Geist, A.. Realschulprofessor in Traunstein. 

Gelbe, Dr. Th., Realschuldirektor a. D., Schulrat in Leipzig. 
Gerould, G. H., Professor an der Princeton Univeisity, 
Princeton, N. J. 

Gilliöron, J , directeur adjoint an der Ecole pratique des 
des Hautes-Etudes in Paris. 

Giske, Dr. H., Prof, am Katharineum in Lübeck. 

Glöde, Dr. 0., Gymnasialoberlehrer in Doberan. 

Goerlich, Dr. E., Direktor der Realschule in Ohligs-Wald. 
Goetzinger, Dr. Wilh., Lehrer in St. (rallen. 

Gold Schmidt, Dr. M., Prof a d. Oberrealschule in Kattowitz. 
Golther, Dr. W., Prof, an der Universität Rostock. 1 

Goltz. Dr. Bruno, in Leipzig. 

Gombert, Dr. A., Gymnasialprofessor in Breslau. 

Gothein, Marie, in Heidelberg. 

Grienberger, Dr Th. Reichsritter v., Privatdozent an der 
Universität Wien. 

Grimme, Dr. F., Gymnasialoberlehrer in Metz. 

Gröber, Dr. G.. Prof, an der Universität Strassburg. 

Gr OOS, Dr. K., Prof, an der Universität Giessen. 

Groth, Dr. E. .1., Oberlehrer an der Städt. höheren Mädchen¬ 
schule in Leipzig. 

G und lach, Dr. A., Gymnasialprofessor in Weilburg a. L. 

Haas, Dr. Jos., Gymnasialprofessor in Freiburg i. B. 
Hadwiger, Dr. J., in Innsbruck. 

Hagen, Dr. Paul, in Lübeck. 

Haguenin, E., Prof, an der Universität Berlin. 

Harnack, Dr. 0., Prof, an der technischen Hochschule in 
Stuttgart. I 

Hatfield. James Taft, Prof, an der Northwestern Univer- 
sity, Evanston, Hl. 

Haupt, Geh. Hofrat Dr. H., Direktorder Universitätsbibliothek 
in (liessen. I 

Hausknecht, Prof. Dr. E., in Lausanne. I 

Hecht, Dr. Hans, Privatdozent an der Universität Bern. 
Heilig, Otto, Prof, in Ettlingen (Baden). 

Heine, Dr. Karl, Thealerdirektor und Dramaturg in Breslau. 
Helm, Dr. K., Prof, an der Universität (Hessen | 

Helten, Dr. W. L. van, Prof, an der Universität Groningen. 
Kenn icke, Dr. 0., Prof, an der Handelsschule in Bremen. i 
Henrici, Dr. Emil, Kealgymnasialprofessor in Berlin. i 

Herrmann, Dr. M.. Privatdozent an der Universität Berlin. | 
Hermann, Dr. E., Oberlehrer in Bergedorf. ! 


t Hertz, Dr. Wilh. Ritter von, Prof, an der technischen 
Hochschule in München. 

Herz, Dr. J., Prof, am Philantropin (Realschule) in Frankfurt 
a. Main. 

Herzog, Dr. E., Privatdozent an der Universität Wien. 
Heuckenkamp, Dr. F., Prof, an der Universität Greifswald. 
Heusler, Dr. A., Prof, an der Universisät Berlin. 

Heyck, Dr. E., Universitätsprofessor a. D. in Berlin. 
Heymann, Dr. Wilh., in Bremen. 

t Heyne, Dr. M., Geh. Regierungsrat und Professor an der 
Universität Göttingen. 

Hintzelmann, Dr. P., Prof, und Universitätsbibliothekar in 
Heidelberg. 

Hippe, Dr. Max, Stadtbibliothekar in Breslau. 

Hirt, Dr. H., Prof, an der Universität Leipzig. 

Höfer, Dr. A., Oberl. an der Musterschule in Frankfurt a.M. 
Hoffmann-Krayer, Dr. E., Prof, an der Universität Basel. 
Holder, Prof. Dr. A., Geh. Hofrat und Hofbibliothekar in 
Karlsruhe. 

Holle, Karl, Gymnasialdirektor in Waren, 
t Holstein, Dr. H., Prof, und Gymnasialdirektor a. D. in 
Wilhelmshaven. 

Holthausen, Dr. F., Prof, an der Universität Kiel. 

Hoops, Dr. J., Prof an der Universität Heidelberg. 

Horn. Dr. Wilh., Prof, an der Universität Giessen. 
Horning, Dr. A., Prof, in Strassburg i. E. 

Huber, Dr. Eugen, Prof, an der Universität Bern. 

Huber. Dr. Jos., in Innsbruck. 

t Humbert, Dr. C., Gymnasialprofesssor in Bielefeld. 
Hunzicker, J. Hauptlehrer an der Kantonschule in Aarau. 

Ive, Dr. A., Prof, an der Universität Graz. 

Jacoby, Dr. Martin, Prof, in Berlin. 

Jantzen, Dr. H, Oberlehr, an der Viktoriaschule in Breslau. 
Jarnik, Dr. J. U.. Prof, an der czechischen Universität Prag, 
t Jellinek, Dr. Arthur L.. in Wien. 

Jellinek, Dr. M. H., Prof, an der Universität Wien. 
Jellinghaus, Dr. Herrn., Direktor des Realprogymnasiums 
in Segeberg (Schl.-H.). 

Jiriczek, Dr. Otto L.. Prof, an der Universität Münster. 
Johansson, Dr. K. F.. in Upsala. 

Jordan. Dr. R., Privatdozent an der Universität Heidelberg. 
Joret, Charles, Prof, in Aix en Provence. 

Jostes, Dr. F., Prof, an der Universität Münster. 

Kahle, Dr. B., Prof, an der Universität Heidelberg. 

Kaiser, Dr. Hans, wissenschaftlicher Hilfsarbeiter am K. 

Bezirksarchiv in Strassburg i. E. 

Kal ff, Dr. G.. Prof, an der Universität Leyden. 

Kaluza, Dr. M., Prof, an der Universität Königsberg. 

Karg, Dr. Karl, Oberlehrer in Darmstadt. 

Karsten, Dr. G., Prof, an der University of Illinois. Urbana, 
III., U. S. A. 

Kauffmann, Dr. Fr., Prof, an der Universität Kiel. 

Keidel. Dr. G. C., Associate in Romance Languages in the 
Johns Hopkins University, Baltimore. 

Kellner, Dr. L., Prof, an der ITniversität Czernowitz. 

Kern. Dr. H., Prof, an der Universität Leiden 
Kern, Dr. J. H., Prof, an der Universität Groningen. 
Keutgen Dr. F., Prof, an der Universität Jena. 

Kinkel, Dr. Walther. Prof, au der Universität Giessen. 
Kircher, Dr. E., in Freiburg in Br. 

Klappe rieh. Dr. J., Oberrealschulprofessor in Elberfeld. 
Klee, Dr. G., Gymnasialprofessor in Bautzen. 

Klinghardt. Dr. H, Prof, am Gymnasium in Rendsburg. 
Kluge, Dr. Fr., Geh. Hofrat und Prof, an der Universität 
Freiburg i. Br. 

Knieschek. Dr.J., Gymnasialprofessor in Reichenberg (Böhm ). 
Knigge, Dr. F., Gymnasialoberlebrer in Jever. 

Knörich, Dr. W., Direktor der Städtischen Mädchenschule in 
Dortmund. 

Koch. Dr. John, Prof, in Gr.-Lichterfelde bei Berlin, 
t Koch. Dr. K.. (iymnasialoberlehrer in Leipzig. 

Koch, Dr. Max. Prof, an der Universität Breslau. 

Kock. Dr. .\xel, Prof, an der Universität Lund, 
t Kögel, Dr. R, Prof, an der Universität Basel, 
t Köhler, L)r. Reinh., Oberbibliothekar in Weimar. 
Köhler, D. W., Prof, an der Universität Giessen, 
t Kölbing. Dr. Eugen. Prof, an der Universität Breslau. 
Koeppel, Dr. E., Prof, an der Univdsität Strassburg. 


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IX 


1907. Literaturblatt für germanische und romanische Philologie. (Register.) 


X 


Koerting, Dr. G., Geh. Regierungsrat und Professor an der 
Universität Kiel. 

t Koerting. Dr. H., Prof, an der Universität Leipzig. 
Köster, Dr. A., Prof an der Universität Leipzig, 
t Koschwitz, Dr. E., Prof, an der Universität Königsberg. | 
Kossmann, Dr. E., Privatdozent an der Universität Leiden. ' 
t Kraeoter, Dr. .T. F., Oberlehrer in Saargemünd. t 

t Kraus, Dr. F. X., Geh. Hofrat und Prof, an der Universität , 
Freiburg i. Br. ' 

t Krause, Dr. K. E. II., Direktor des Gymnasiums in Rostock. | 
t Kressner, Dr. A., Realschulprofessor in Kassel. 
Kreutzberg, Dr., in Neisse. | 

Krüger, Dr. Th., in Bromberg. 

Kruisinga, Dr. E., in Winterswijk (Viederlande). ! 

Krummacher, Dr. M., Direktor der höheren Mädchenschule | 
in Kassel. i 

Kühler, Dr. A., Kgl. Gymnasiallehrer in Münnerstadt. I 

Küchler, Dr. Walther, Privatdozent an der Universität j 
Giessen. 

Kück, Dr. E., Oberlehrer in Berlin-Friedenau. 

Kühn, Dr. K., Realgymnasialprofessor a. D. in Wiesbaden. 
Kummer, Dr. K. F., Prof. u. k. k. Schulinspektor in Wien. 
Lachmund, Dr. A., Prof, am Realgymnasium in Schwerin 
f Mecklenburg). 

t Laistner, Dr. L., Archivar in Stuttgart. 

Lambel, Dr. H., Prof, an der Universität Prag. 

Lamprecht, Dr. phil.. Gymnasialprof. in Berlin. 

Lang, Henry R., Prof. a.d.YaleUniversity, NewHaven(Conn.). 
Larsson, Dr. L., in Lund. 

Las so n, Prof. Dr. A., Realgymnasial- undJUniversitätsprof. 

in Berlin^Friedenau). 
t Laun, Dr. A., Prof, in Oldenburg. 

Lehmann, Dr. phil., in Frankfurt a. M. 

Leitzmann, Dr. A., Prof, an der Universität .Tena. 
t Lemcke, Dr. L., Prof, an der Universität Giessen. 

Lenz, Dr. Rud.. Universitätsprofessor in Santiago de Chile. 
Levy, Dr. E , Prof, an der'Universität Freiburg i. B. 
Lidforss, Dr. E., Prof, an der Universität Lund, 
t Liebrecht, Dr. F., Prof, an der Universität Lüttich. 
Lindner, Dr. F., Prof, an der Universität Rostock. j 

Lion, Prof, Dr. C. Th., Schuldirektor a D. in Eisenach. 1 

Ljungren, Lic. phil Ewald, Bibliotheksassistent in Lund, 
t Loeper, Dr. Gustav v., Wirkl. Geh. Ober-Regierungsrat 
in Berlin. 

Löschhorn, Dr. Karl, Dir. der höheren Knabenschule in 
Wollstein (Posen). 

LoUbier, Dr. Jean, in Berlin-Zehlendorf. 

Löwe, Dr. phil., in Strehlen. 

Ludwig, Dr. E., Gymnasialprof. in Bremen. 

Lund eil, Dr. J. A., Prof, an der Universität Upsala. 

Maddalena, Dr. E., Lektor an der Universität Wien. 
Mahrenholtz, Dr. R., Gymnasialoberlehrer a. D. in Dresden. 
Mangold, Dr. W., Gymnasialprofessor in Berlin. 

Mann, Prof. Dr. Max Fr., Gymnasialoberl. in Frankfurt a. M. 
Marold, Dr. K., Gymnasialprofessor in Königsberg. 

Martens, Dr. W., Gymnasialprofessor in Konstanz. 

Martin, Dr. E, Prof, an der Universität Strassburg i. E. 
t Maurer, Dr. K. v., Geh. Rat und Prof, an der Universität 
München. 

Meier, Dr. John, Prof, an der Universität Basel. 

M er in ge r, Dr. R., Prof, an der Universität Graz. 

Merk, K. Jos., in Tübingen. 

Meyer, Dr. E. H., Prof, an der Universität Freiburg i, B. 
t Meyer, Dr Fr., Hof rat u. Prof. a. d. Universität Heidelberg. 
Meyer, Dr. K., Prof, an der Universität Basel. 

Meyer, Dr. R., Prof. a. D. in Braunschweig. 

eyer-Lübke, Dr. W., Prof, an der Universität Wien. ! 
Michaelis de Vasconcellos, Dr. phil. (’arolina, in Porto, i 
Mi Ich sack, Dr. G., Prof, und Bibliothekar in Wolfenbüttel. 
Minckwitz, Dr. M. J,, in München. 

Minor, Dr. J., llotrat und Prof, an der Universität Wien, 
t Misteli, Dr. F., Prof, an der Universität Basel. 

Mogk, Dr. E., Realgymnasialoberlehrer und Professor an der 
Universität Leipzig. 

Morel-P'atio, A., Directenr-adjoint an der Ecole des Hautes 
Etudes und Professor am College de France in Paris. 

Morf, Dr. IL, Prof, an der Akademie für Sozial- u. Handels¬ 
wissenschaften in Frankfurt a. M. | 

Morgenstern, Dr. G., Redakteur an der Leipziger Volks- ] 
Zeitung in Leipzig-Lindenau. 1 


Morsbach, Dr. L., Prof, an der Universität Göttingen. 

Much, Dr. Rud., Prof, an der Universität Wien. 

Müller(-Fraureutb), Dr. K. W., Oberlehrer in Dresden. 

Müller, Dr. F. W., in Haarlem. 

3Iuncker, Dr. F., Prof, an der Universität München. 

Mur et, Dr. E.. Prof, an der Universität Genf. 

t Mussafia, Dr. A., Ilofrat u. Prof, an der Universität Wien. 

Nader, Dr. E., Gymnasialprofessor in Wien. 

Nagel, Dr. Willibald, Prof, an der Techn. Hochschule in 
Darmstadt. 

Nagele, Dr. A., Prof, in Marburg in Steiermark. 

t Kerrlieh, Dr. P,, Gymnasialprofessor in Berlin. 

Netoliezka, Dr. Osk., Gymnasialprofessor in Kronstadt 
(Siebenbürgen). 

Neumann, Dr. Carl, Prof, an der Universität Kiel. 

Neumann, Dr. Fritz, Geh. Hofrat und Prof, an der Uni¬ 
versität Heidelberg. 

Neu mann, Dr. L., Prof, an der Universität Freiburg i. B. 

t Nicol, Henry, in London. 

Nörrenberg, Dr. C., Bibliothekar an der Universitäts-Biblio¬ 
thek in Kiel. 

Nyrop, Dr. K., Prof, an der Universität Kopenhagen. 

t Oncken, Dr. W., Geh. Hofrat und Prof, an der Universität 
Giessen. 

Osthoff, Dr, H., Geh. Hofrat und Prof, an der Universität 
Heidelberg. 

Ott, Dr. A. G., Dozent an der Akademie für Sozial- und 
Handelswissenschaften in Frankfurt a. M. 

Ottmann, Dr. H., Realgymnasiallebrer in Giessen. 

Otto, Dr. H. L. W.. in Leipzig. 

Paks eher, Dr. A.. Direktor der Berlitz-School, Dresden. 

Panzer, Dr. Friedr., Prof, an der Akad. für Sozial- und 
Handelswissenschaften in Frankfurt a. M. 

Pariser, Dr. L., Königl. Gerichtsassessor a. D. in München. 

Passerini, Graf G. L., in Florenz. 

Passy. Dr. Paul. Prof, und Directeur-adjoint der Ecole des 
hautes etudes (Paris) in Neuilly-sur-Seine. 

Paul, Dr. IL, Prof, an der Universität München. 

Pauli, Dr. K., Prof, am Lyceum in Lugano. 

t Bei per, Dr. R., Gymnasialprofessor in Breslau. 

Petersens, Dr. Carl af, Bibliothekar in Lund. 

Petsch, Dr. Rob, Prof, an der Universität Heidelberg. 

Petzet, Dr. Erich, Sekretär an der Hof-u. Staatsbibliothek 
in München. 

Pf aff, Dr. F., Prof, und Universitätsbibliothekar in Freiburg 
i. B. 

Pfleiderer, Dr. W., Prof, in Tübingen. 

Philippide. A., Prof, an der Universität Jassy. 

Philippstal, Dr. R., Realschuloberl. in Hannover. , 

Picot, Dr. E., Consul honoraire, Prof, an der Ecole des 
langues orientales vivantes in Paris. 

Pietsch, Dr. Paul, Universitätsprofessor (Greifswald) in 
Berlin. 

Pili et, Dr. Alfred, Privatdozent an der Universität Breslau. 

Piper, Dr. Paul, Gymnasialprofessor in Altona. 

Pogatscher, Dr. Alois, Prof, an der Universität Prag. 

f Proescholdt, Dr. L, Prof, und Direktor der Garnierschule 
in Friedrichsdorf i. T. 

Pu^cariu, Dr. Sextil, Prof, an der Universität Czernowitz. 

Rad low, Dr. E., in St. Petersburg. 

Rajna, Pio, Dr. hon. c., Prof am Istituto dei Studi sup. 
zu Florenz. 

Raynaud, G., Bibliothccaire honoraire au departement des 
manuscrits de la Bibliotheque nationale in Paris. 

Read, William Al.. Professor an der Louisiana State Uni¬ 
versity, Baton Rouge, La. 

Regel, Dr. E., Prof. a. d. Oberrealschule der Frankeschen St. 
in Halle. 

t Reinhardt. Karl, Prof, in Baden-Baden. 

Reinhardstöttner, Dr. K. v., Prof, an der techn. Hoch¬ 
schule und Prof, am Cadettencorps in München. 

Reis, Dr. H., Oberlehrer in Mainz. 

Reissenberger, Dr. K., Direktor der Oberrealschule in 
Bielitz. 

Re stör i, A., Professor in Messina. 

Reuschel, Dr. Karl, Prof, an der Techn. Hochschule und 
Gymnasiallehrer (Dreikönigsschule) in Dresden-N. 


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XI 


1907. Litcraturblatt für ^tTinaiiische 


t Roh de, Dr. A., in Hagen i. W. 

Richter, Dr. Elise, Privatdozentin an der Universität Wien. 
Risop, Dr. A., Realschulprofessor in Berlin. 

Roethe, Dr. G., Prof, an der Universität Berlin. 

Rötteken, Dr. H.. Prof, an der Universität Wurzburg. 
Rolfs, Dr. W., Hof rat in München. 

Ropp, Dr. G. V. d., Geh. Regierungsrat und Prof, an der 
Universität Marburg. 

Rossmann, Dr. Phil., Realgymnasialoberlehrer in Wiesbaden, 
t Rudow, Dr. Wilh., Redakteur in Grosswardein (Ungarn). 

Sachs, Dr. K., Kealgymnasialprofessor a. D. in Brandenburg. 
Salvioni, Dr. C., Prof, an der Accademia seientifico-ktteraria 
zu Mailand. 

Sallwürk, Dr. E. v., Geheimerat u. Direktor des Oberschul¬ 
rats in Karlsruhe. 

Saran, Dr. F., Prof, an der Universität Halle. 

Sarrazin, Dr. G., Prof, an der Universität Breslau, 
t Sarrazin, Dr. .Tos., Prof, in Freiburg i. B. 

Sauer, Dr. B., Prof, an der Universität Giessen. 
Savj-Lopez, Paolo, Prof, an der Universität Catania, 
t Scartazzini, Dr. J. A., Kirchenrat und Pfarrer in Fahr¬ 
wangen (Aargau). 

Schädel, Dr. B, Privatdozent an der Universität Halle, 
t Scheffer-Boichorst, Dr. P., Prof, an der Univ. Berlin. 
Schick. Dr. Jos.. Prof, an der Universität München. 
Schiepek, Dr. Jos., in Saaz. 

Schild, Dr. P., Secundarlehrer in Basel. 

Schläger, Dr. G., Bealschukberlehrer in Oberstein. 
Schleussner. Dr. W., (Gymnasiallehrer in Darmstadt. 
Schlösser, Dr. H., Prof, an der l’niversität Jena. 

Schmidt, Dr. Johann, Gymnasialprofessor in Wien. 
Schmidt, Tr., Gymnasialprofessor in Heidelberg, 
t Schnabel. Dr. Bruno, Reallehrer an der Königl. Industrie¬ 
schule in Kaiserslautern. 

Schneegans, Dr. F. Ed.. Prof, an d. Universität Heidelberg. 
Schneegans, Dr. H., Prof, an der Universität Würzburg, 
t Schnell, Dr. H.. Kealirymnasialoberlehrcr in Altona. 
Schneller, Chr., llofrat, K. K. Landesschulinspektor a. D. 
in Innsbruck. 

Schnorr v. (.’arolsfeld, Dr. Hans, Oberbibliothekar der 
l^niversitätsbibliothek in München 
Scholle, Dr. F., Oberlehrer in Berlin. 

Schröder, Dr. R., (Geh. Kat u. Prof, an der Univ. Heidelberg. 
Schröer, Dr. A., Prof, an der Handelsakademie in Cöln. 
t Schröer, Dr. K. J., Prof, an der techn. Hochschule in Wien. 
Schröter, Dr. A., Bibliothekar an der Landesbibliothek in 
Wiesbaden. 

Schuchardt, Dr. H.. Hofrat u. vorm. Prof, an der Univ. (Graz. 
Schüller US, Dr. A., Prof, am evang. Landeskirchenseminar 
A. B. in Hermannstadt. 

Schultz, Dr. A., Prof, an der Universität Prag. 

SchultZ'Gora, Dr. O., Prof, an der Universität Königsberg. 
Schulze, Dr. Alfr.. Direktor der Königlichen und Universi¬ 
täts-Bibliothek in Königsberg. 

Schumacher, Dr. Fr., in Kiel. 

Sch Wally, Dr. Fr., Prof, an der Universität Giessen, 
f Schwan, Dr. E., Prof, an der Universität Jena. 

Seel mann, Dr. W.. Königl. Oberbibliothekar in Berlin. 
Seemüller, Dr. J., Prof, an der Universität Wien. 

Seiler, Dr. F., Secundarlehrer in Basel. 

Settegast. Dr. Fr., Prof, an der Universität Leipzig. 

Sieb eck, Dr. 11., Geh. Uofrat u. Prof, an der Univ. Giessen. 
Sichert, Dr. Ernst, Oberlehrer a. Realgymn., Dt. Wilmers¬ 
dorf bei Berlin. 

Siebs, Dr. Theodor, Prof, an der Universität Breslau. 
Sieper, Dr. E.. Prof, an der Universität München. 

Sie Vers, Dr. E., (Geh. llofrat u. Prof. a. d. Universität Leipzig, 
t Sittl, Dr. K.. Prof, an der Universität Würzburg. 
t Socin, Dr. A.. Prof, an der Universität Basel. 
Söderhjelm. Dr. W.. Prof, an der Universität Helsingfors. 
Söderwall, Dr.. Prof, an der Universität Lund, 
t Sold an. Dr. (G., Prof, an der Universität Basel. 

Spies, Dr. Heinr., Privatdozent an der Universität Berlin. 
Spiller-Snter. Dr. R.. (Gymnasiallehrer an der Kantonschule 
in Frauenfeld (Thurgau). 

t Sprenger, Dr. R., Kealgymnasialprofessor in Northeim i. H. 
Staaff, Dr. E.. Privatdozent an der Universität Upsala, 
t Stähelin, Dr. R., Prof, an der Universität Basel. 
Steffens, Dr. (Georg, Privatdozent an der Universität Bonn. 
Stengel, Dr. E., Prof, an der Universität Greifswald. 


und romanische Philologie. (Register.) 


XII 


Stiefel, A. L., Dr. hon. c., Prof, an der Kgl. Industrieschule 
in München. 

Stjernström, Dr. G., Bibliothekar in Upsala. 

Stimming, Dr. A., Prof, an der Universität Göttingen. 
Storm, Dr. J., Prof, an der Universität (.'hristiania. 
t Strack, Dr. Ad., Prof, an der Universität Giessen, 
t Stratmann, Dr. F. H., in Krefeld. 

Strauch, Dr. Ph., Prof, an der Universität Halle, 
t Stürzinger. Dr. J., vorm. Prof, an der Univ. Würzburg. 
Stuhr mann, Dr. J., (Gymnasialdirektor in Deutsch-Krone. 
Subak, Dr. J., Prof, an der K. K. Handels- und nautischen 
Akademie in Triest. 

Suchier, Dr. H., Geh. Regierungsrat u. Prof. a. d. Univ. Halle. 
Sulger-CGebing, Dr. Emil, Prof, an der Techn. Hochschule 
in München. 

Sütterlin, Dr. L., Prof, an der Universität u. Töchterschul¬ 
professor in Heidelberg. 

Symons, Dr. B., Prof, an der Universität Groningen. 

Tappolet, Dr. E., Professor an der Universität Basel. 
Tardel, Dr. Hermann, Oherl. a. d. Handelsschule in Bremen. 
Täuber, Dr. C., in Winterthur. 

t Ten Brink, Dr B, Prof. a. d. Universität Strassburg i. E. 
Thumb, Dr. A., Prof, an der Universität Marburg. 
Thurneysen, Dr. R., Prof, an der Universität Freiburg i. B. 
Tiktin, Dr. IL, in Berlin. 

Tob 1er, Dr. A., Prof, an der Universität Berlin, 
t To bl er, Dr. L., Prof, an der Universität Zürich. 
Toischer, Dr. W., Gymnasialprof. und Privatdozent in Prag, 
t Tomanetz, Dr. K., (Gymnasialprofessor in Wien. 
Traumann, Dr. Ernst, in Heidelberg. 

Trojel, Dr. E., in Kopenhagen. 

Tümpel, Dr. H., Gymnasialprof. in Bielefeld. 

UI brich, Prof. Dr. 0.. Direktor der Friedrich-Werderschen 
Oberrealschule zu Berlin. 

Uhlirz, Dr. K., Prof, an der Universität Graz. 

Ullrich, Dr. H., Oberlehrer in Brandenburg a. H. 
t Ulrich, Dr. J., Prof, an der Universität Zürich. 

Unterforcher, Dr. A., Prof, in Eger. 

Urtel, Dr. H., Oberlehrer in Hamburg. 

t Usener, Dr. 11., Geh. Regierungsrat und Prof, an der Uni¬ 
versität Bonn. 

Varnhagen, Dr. IL, Prof, an der Universität Erlangen. 
Vercoullie, Dr. J., Prof, in (Gent. 

Vetter, Dr. F., Prof, an der Universität Bern. 

Vetter, Dr. Th., Prof, an der Universität Zürich. 

Victor, Dr. W., Prof, an der Universität Marburg. 

Vising, Dr. .1., ITof. an der Universität (Gotenburg. 
Vockeradt, Dr H., Gymnasialdirektor in Recklingshausen. 
Vogt, Dr. Fr., Prof, an der Universität Marburg. 

Volkelt, Dr. J., Prof, an der Universität Leipzig. 
Vollmöller. Dr. K., Universitätsprofessor a. D. in Dresden. 
Voretzsch, Dr. C., Prof, an der Universität Tübingen. 
Vossler, Dr. K., Prof, an der Universität Heidelberg. 

Waag, Dr. A., Oberschulrat und Prof, an der Techn. Hoch¬ 
schule in Karlsruhe. 

Waas, Dr. Chr., Oberlehrer in Mainz. 

I Wack, Dr. G., (Gymnasialprof. in Kolberg. 

I Wackernagel, Dr. J., Prof, an der Universität Göttingen. 

1 Waldberg, Dr. M. Frhr. v., Prof, an der Univ. Heidelberg. 

I Wallensköld, Dr. A., Prof, an der Universität Helsingfors. 
i Walther, Dr. Wilh.. Prof, an der Universität Rostock. 

Warnke, Dr. K., (Gymnasialprofessor in Koburg. 

I t W ätz old, Prof. Dr. 8t., Geh. Überregierungsrat in Berlin. 
Wechssler, Dr. E., Prof, an der Universität Marburg. 
Wegen er, Dr. Ph., (Gymnasialprofessor in (Greifswald. 
Weidling, Dr. Friedr., in Jena. 

t Weinhold, Dr. K., (Geh. Regierungsrat und Prof, an der 
Universität Berlin. 

Weissenf eis, Dr. R., Prof, an der Universität Göttingen. 
i Wendriner, Dr. Richard, in Breslau. 

Wen dt, (Geh. Rat Dr. G., (Gymnasialdirektor u. Oberschulrat 
a. D. in Karlsruhe. 

' t Wesselofsky, Dr. Al., Prof, an der l^niversität Petersburg 
Wetz, Dr. W., Prof, an der Universität Freiburg i. B. 

' Widmann, Dr. (G., Vikar a. d. Wilhelmsrealschule in Stuttgart. 

I Wiese, Prof. Dr. B., Oberlehrer u. Lektor an der Univ. Halle. 

‘ Willenberg, Dr. (G., Realgymnasialprofessor in Lübben. 


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XIII 


XIV 


1907. Literaturblatt für germanische und romanische Philologie. (Register.) 


Wilmanns, Dr. W., Geh. Regierungsrat und Prof, an der 
Universität Bonn. 

Wilmotte, Dr. M., Prof, an der Universität Lüttich, 
te Winkel, Jan, Prof, an der Universität Amsterdam, 
t Wissmann, Dr. Theod., in Wiesbaden. 

Witkowski, Dr. G., Prof, an der Universität Leipzig, 
t Witte, Dr. K., Geh. Justizrat nnd Prof, an der Universität 
Halle. 

Wolfskehl, Dr. Karl, in München. 

Wolff, Dr. E., Prof, an der Universität Kiel, 
t Wolff, Dr. Joh., Prof, in Mühlbach (Siebenbürgenj. 
Wolpert, Georg, Gymnasialprofessor in München. 
Wörner, Dr. Rom., Prof, an der Universität Freiburg i. B. 
Wülfing, Dr. J. Ernst, in Bonn. 


t Wülker, Dr. E , Archivrat in Weimar. 

Wunderlich, Prof. Dr. H., Bibliothekar an der Königl. 
Bibliothek in Berlin. 

Wurzbach, Dr. Wolfg. v„ Privatdozent an der Universität 
Wien. 

Zauner, Dr. Adolf, K. K. Realschulprofessor und Privat¬ 
dozent an der Universität Wien. 

Zencker, Dr. R., Prof, an der Universität Rostock. 
Ziemer, Dr. Herrn., Gymnasialprofessor in Kolberg. 
Zingarelli. Dr. 0., Prof, am Liceo in (’ampobasso (Italien). 
Zingerle, Dr. W. v., Prof, an der Universität Innsbruck. 
Zubaty, Dr. Jos., in Smicbov bei Prag, 
t Zupitza, Dr. J., Prof, an der Universität Berlin. 


II. Alphabetisch geordnetes Verzeichnis der besprochenen Werke. 


Ader, Guillaurae, po^sies de, p. p. Vignaux et Jeanroy 
(Zauner) 246. 

Albalat, Le Travail du Style enseigne par les corrections 
manuscrites des grands ecrivains (Haas) 405. 

Althof 8. Waltharii Poesis. 

Amyot, Les vies des hommes illustres grecs et romains. Edi¬ 
tion critique p. Clement (F. Ed. Sebneegans) 402. 

An gl ade, Le Troubadour Guiraut Riquier (Appel) 406. 
Askenasy, Die Frankfurter Mundart und ihre Literatur 
(Behaghel) 149. 

Aubry, Les plus anciens Monuments de la Musique frani;aise 
(Schläger) 104. 

Austfirdinga sqgur udgivne ved Jakobsen (Golther) 
238. 

Baeske, Oldcastle - Falstaff in der engl. Literatur bis zu 
Shakespeare (Proescholdt) 366. 

Barat, Le style poetique et la revolution romantique (F. Ed. 
Schneegaus) 19. 

Barbiera, La principessa Belgiojoso, i suoi amici e nemici, 
il suo tempo (Ott) 244. 

Bayer, Literar. Skizzenbuch (Küchler) 99. 

Becker, Die Auffassung der Jungfrau Maria in der altfranz. 

Literatur (Merk) 834. I 

Bedier, La legende de Girard de Roussillon (Ph. A. Becker) | 
368. 

Bedier, La legende de la conquete de la Bretagne par le roi 
Uharlemagne (Ph. A. Becker) 368. 

Bedier, La ‘Prise de Pampelune* et la route de Saint-Jacques 
de Compostelle (Ph. A. Becker) 368. | 

Bedier, Le roman de Tristan. T. 11 (Golther) 60. | 

Bedier, Les chansons de geste et les routes dTtalie (Ph. A. ' 
Becker) 368. , 

Bedier, Recherches sur les Kgendes du cycle de Guillaume 
d’Orange (Ph. A. Becker) 368. ! 

Belgiojoso 8. Barbiera. i 

Bertoni, II maggior poeta sardo Carlo Buragna e il Petrar- 
chismo del seicento (Wiese) 337. i 

Bertoni, 11 Canzoniere provenzale della Riccardiana 2909 
(Pillet) 21. 1 

de Bevotte, Le Festin de Pierre avant Moliere (F. Ed. 1 
Schneegans) 403. 

Boden, Die isländ. Regierungsgewalt in der freistaatlichen ' 
Zeit (Kahle) 362. j 

Braune, Über die Einigung der deutschen Aussprache 
(Brenner, ßehaghel) 1. 

Brugmann, Die llemonstrativpronomina der indogerman. 
Spraclien (Meringer) 233. 

Brusewitz, Ütude historiqiie sur la syntaxe des pronoms j 
personnels dans la langue des Felibres (Staaff) 115. 

Carolina s. Köhler. 

Clement s. Amyot. 

Cohen, Histoire de la mise en scCme dans le theatre religieux 
fran^ais du moyen äge (v. Wurzbach) 285. 

Corate 8. Des-Masures. l 

Counson, Dante en France (Voss 1er) 24. i 

Dante s. Counson; Torraca; Vossler. I 

Dauzat, Essai de m^thouologie linguistique dans le domaine 1 
des langues rt des patois romaiis ( M ey e r-Lüblce) 330. | 


Dauzat, Geographie phon^tiqiie d’une region de la Basse- 
Auvergne (Meyer-Lübke) 330. 

Des-Masures, Tragedies Saintes: David Combattant— David 
Triomphant — David Fugitif. Ed. critique p. Comte (F. Ed. 
Schneegans) 402. 

Deutschbein, Studien zur Sagengeschichte Englands 
(Golther) 280. 

Deutsche Texte des Mittelalters, hrsg. v. d. Königl. 
Preuss. Akademie d. Wissenschaften I—VII (Behaghel) 54. 

Ebeling, Probleme der romanischen Syntax I (Meyer- 
Lübke) 14. 

Eberhard-Lyon, Synonymisches Handwörterbuch der deut¬ 
schen Sprache (Helm) 98. 

Eckert, Das Waltherlied (Ehrismann) 270. 

Ehrismann s. Weinhold. 

Elias de Barjols, Le troubadour. Edition critique p.Stronski 
(Pillet) 409. 

Eisbet Stagel, Das Leben der Schwestern zu Töss. Hrsg, 
von Vetter (Behaghel) 54. 

Emerson, A Middle English Reader (Read) 152. 

Finnur Jönsson, Fagrskinna Noregs konunga tal (Gol¬ 
ther) 9. 

Franz, Orthographie, Lautgebung und Wortbildung in den 
Werken Shakespeares mit Ausspracheproben (Proescholdt) 
59. 

Friedrich von Schwaben. Hrsg, von Jellinek (Behaghel) 
54. 

Gärtner, Das ‘Journal ^tranger* und seine Bedeutung für 
Verbreitung der deutschen Literatur in Frankreich (Mah- 
renholtz) 243. 

Gentile, La Filosofia (Vossler) 159. 

Goethes Werke. Hrsg, von Heiuemann, Bd. Il—Vll, IX— 
XL Xlll-XV (Woerner) 145. 

Goethe s. Krüger-Westend; Magnus; Torres. 

Golther. Nordische Literaturgeschichte I (Kahle) 7. 

Grassl, Geschichte der deutsch-böhmischen Ansiedelungen 
im Banat (Ehrismann) 327. 

Gudmundsson, Island am Beginn des 20. Jahrhunderts 
(Kahle) KK). 

Guiraut Riquier s. Anglade. 

Guiraut von Calanso s. Keller. 

Gutermann, Shakespeare und die Antike (Glöde) 13. 

Hengesbach, Readings on Shakespeare illustrative of the 
poet's art, plots and characters (Löschhörn) 155. 

Heine s. llerrmann. 

Heinrich von Neustadt s. Singer. 

Held, Das Verbum ohne pronominales Subjekt in der älteren 
deutschen Sprache (Behaghel) 94. 

Held mann, Rolandsspieltiguren, Richterhilder oder Königs¬ 
bilder ? (Keutgen) 272. 

Heliand nebst den Bruchstücken der altsächsisch. Genesis. 
Hrsg, von M. Heyne. 4. Autl. (Behaghel) 96. 

Hellqiiist, Om de svenska ortnamnen pa -inge, -unge ock 
-uuga (Kahle 267 

Hermann, Zur (ieschichte des Brautkaufs bei den indogerm. 
Völkern (Bartholomae) 321. 

Herrmann, Studien zu Heines Romanzero (Woerner) 398. 

Herzog, Ncufranzitsische Dialekttext(‘ (Tappolet) 11.3. 


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XVI 


XV 


1907. Literatorblatt für germanische nnd romanische Philologie. (Register.) 


Hensler, Lied nnd Epos in german. Sagendichtung (Helm) | 
237. 

Heyne s. Heliand. 

Holländer (Lee Milton), Prefixal S in Germanic (Helm) 322. 

Hoops, Waldbänme n. Knltnrpflanzen im german. Altertum 
(ßartholomae) 40. 

Jakohsen s. Anstfirdinga SQgur. 

Jan ko, System der langen Endsilben im Altgermanischen 
(Zubaty) 89. 

Jeanroy s. Ader. 

Jellinek s. Friedrich ?on Schwaben. 

Johannes von Würzburg Wilhelm von Oesterreich. 
Hrsg, von Regel (Behaghel) 54. 

John, Sitte, Brauch und Volksglauben im deutschen West¬ 
böhmen (Helm) 364. 

Juliana. Edited by Strunk (Holthausen) 10. ' 

Jnnk s. Rudolf von Ems. 

Kaulfuss-Diesch, Die Inszenierung des deutschen Dramas 
an der Wende des 16. und 17. Jahrh. (Helm) 06. 

Kegel, Die Verbreitung der mhd. erzählenden Literatur in 
Mittel- und I^iederdeutschland, nachgewiesen auf Grund der 
Personennamen (Helm) 194. 

Keller, Das Sirventes ‘Fadet Joglar* des Guiraut von Calanso 
(Schultz-Gora) 2(»6. 

Kellner. Lehrbuch der englischen Sprache für Mädchenlyceen , 
(Löschhorn) 155. 

Kircheisen, Die Geschichte des Literarischen Porträts in 
Deutschland I (Ehrismann) 58. 

Kisch, Vergl. Wörterbuch der Nösner (siebenbürg.) und mosel- 
fränkisch-lnxemburg. Mundart (Horn) 197. 

Köhler und Scheel, Die Carolina und ihre Vorgängerinnen 
111 (Ehrismann) 195. 

Konrad von Würzbnrg s. Laudan. 

Kopp, Volks- nnd Geseilschaftslieder des 15. nnd 16. Jahr¬ 
hunderts. I. Die Lieder der Heidelberger Hs. Pal. 343 
(Behaghel) 54. 

Kraft, Heinrich Steinhöwels Verdeutschung der Historia , 
Hierosolymitana des Robertus Monachns (Helm) 271. 

Kralik, Das deutsche Götter- und Heldenbnch I—YI (Gol- 
ther) 57. ' 

KristeIlsen, Fremmedordene ijdet seldste danske skriftsprog | 
(Kahle) 150. I 

Krüger-Westend, Goethe und der Orient (Schwally) 365. 

Lambert, Cartae Sbakespeareanae (Horn) 154. 

Later, De Latiinscbe Woorden in het Ond-en Middelneder- 
duitsch (Horn) 399. 

Laudan, Die Chronologe der Werke des Konrad von Würz¬ 
bnrg (Ehrismann) 239. 

Lefranc, Les Navigations de Pantagruel (F. Ed. Schnee- 
gans) 108. 

Leitzmann, Die Lehrgedichte der Melker Handschrift 
(Behaghel) 54. 

Lenel, Marmontel. ün homme de lettres au XVIIl® siede i 
(Freund) 288. 

Lintilhac, Histoire gön6rale du thfeätre en France. I. Le 
thfeätre s^rieux du moyen äge (Schuhmacher) 203. 

Loewe, Germanische Sprachwissenschaft (Ehrismann) 236. 

Lorenzoni, Frammenti inediti di vita fiorentina. Fase. 1 
u. 2 (Wiese) 27. 

Ludwig, Das Urteil über Schiller im neunzehnten Jahr¬ 
hundert (Hatfield) 198. 

L u i c k, Studien zur englischen Lautgeschichte (K r u i - 
singa) 274. 

Magnus, Goethe als Naturforscher (Jacoby) 148. 

M a i r e t s. Marsan. 

Mars an, La Sylvie du Sieur Mairet (F. Ed. Schneegans) 
402. 

Marsan 8.‘Muse Franfjaise. 

Martuscelli, Dante spiegato nella voce del suo lettore 
(Vossler) 373. 

Matthias, Bismarck als Künstler (Wunderlich) 4. 

Maupassant s. Maynial. 

Maynial, La vie et l’oeuvre de Guy de Maupassant (F. Ed. 
Schneegans) 335. 

Meyer (Kuno), Contributions to Irish Lexicography. Vol. I, 
Part I (Thurneysen) 124. 

Meyer-Rinteln, Die Schöpfung der Sprache (Horn) 8.). 

Meyer (R. M.), Deutsche Stilistik i^Behagliel) 397. 


Mistral, Mes Origines (Monn espelido) (Hennicke) 210. 

Muse Fran^aise, La, 1823—24. Ed. critique p. Marsan 
(F. Ed. Schneegans) 404. 

V. Mutb, Einleitung in das Nibelungenlied, 2. Auf), von Nagl 
(Braune) 323. 

Nagl 8. V. Mutb. 

N e u b n e r, Missachtete Shakespeare-Dramen (D i b e 1 i u s) 400. 

Novati, Attraverso il medio evo (Vossler) 119. 

Nun es, Chrestomathia archaica. Excerptos da litteratura 
portuguesa (Huber) 294. 

Nyrop, Gaston Paris (Minckwitz) 282. 

Olrik, Danmarks Heltedigtning I (Go Ith er) 8. 

Olsen, Det gamle norske onavn Njardarlqg (Helm) 268. 

Ostermann, Lautlehre des german. Wortschatzes in der 
von Morton herausgeg. Handschrift des Ancren Riwle 
(Jordan) 199. 

Ottelin, Studier öfver Codex Bureanus II*(Kahle) 862. 

Parducci, I Rimatori Lucchesi del secolo XIII (Vossler) 
290. 

Pathelin, M.aistre, Reproduction en fac-simil6 de l’ödi- 
tion imprimöe vers 1485 (F. Ed. Schneegans) 408. 

Pestalozzi. Werdmüllers Hauptsumma. Eine spracb- 
geschichtl. Untersuchung (Helm) 397. 

Pfeiffer, Die dichterische Persönlichkeit Neidharts von 
ReuentW (Panzer) 193. 

Pitollet, Morceaux cboisis de Prosateurs et de Poötes 
espagnols (Stiefel) 160. 

Pope, fitude sur la langue du fr6re Angier (Suchier) 284. 

Pu^cariu, Etymologisches Wörterbuch der rumänischen 
Sprache (Zauner) 161. 

Pu^cariu, StudÜ si noti^ etimologice (Zauner) 72. 

Regel s. Johannes von Würzburg. 

Rieder, Der Gottesfreund vom Oberland (Helm) 326. 

Ries, Die Wortstellung im Beowulf (Reis) 828. 

Ri6u, Provenzalische Lieder. Deutsch von Weiske (Hen¬ 
nicke) 836. 

Reuter, Beiträge zur Lautlehre der Siegerländer Mundart 
(Horn) 268. 

Rockel, Goupilj eine semasiolog. Monographie (Tobler) 17. 

Rudolf von Ems Willehalm von Orlens. Hrsg, von 
Junk (Behaghel) 54. 

Saint-Pierre, Bernardin de, La Vie et les'Ouvrs^es 
de J. J. Rousseau. Ed. critique p. Souriau (F. Ed. 
8chneegans) 404. 

Schatz, Die tirolische Mundart (Horn) 268. 

Schau ff 1er, Althochdeutsche Literatur, Grammatik, Texte 
mit Übersetzung, Erläuterungen, III. Aufl. (Ehrismann) 
239. 

Scheel, Johann Freiherr zu Schwarzenberg (Ehrismann) 
324. 

Scheel s. Carolina 

Schiller s. Ludwig. 

Schmidt (Georg), Mieser Kräuter- u. Arzneibuch (Hel m) 150. 

Schücking, Die Grundzüge der Satzverknttpfung im Beo¬ 
wulf (Behaghel) 100. 

Schultz-Gora, Altprovenzalisches Elementarbuch (Her¬ 
zog) 155. 

Scbofield, English Literature from the Norman Conquest 
to Chaucer (G e r o u 1 d) 240. 

Schwarzenberg, Joh. Freiherr zu, s. Scheel. 

Schweizerisches Idiotikon. Begonnen von Staub u. 
Tobler (Pfleiderer) 196. 

Shakespeare s. Franz; Gutermann; Hengesbach; Lam¬ 
bert; Neubner; Vischer. 

S h i p 1 e y, The Genetive Case in Anglo - Saxon poetry 
(Horn) 102. 

Singer, Die Werke Heinrichs von Neustadt (Behaghel) 54. 

Smout, Het Antwerpsch Dialect (Horn) 270. 

Socifetö des Textes fran^ais modernes (F Ed. Schnee¬ 
gans) 402. 

Souriau s. Bernardin de Saint-Pierre. 

Steyrer, Der Ursprung und das Wachstum der Sprache 
indogerm. Europäer (Bartholomae) 361. 

Stossberg, Die Sprache des altengl. Martyrologiums (R. 
Jordan) 153. 

Stronski, Notes sur quelques troubadours et protecteurs 
des troubadours c61obr(’S par Elias de Barjols (Rillet) 411. 


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XVII Idol. Literatarblatt für germanische 


StroDski, Recberches bistoriqnes snr qnelqnes protectenrs 
des tronbadonrs (Pillet) 411. 

Stronski s. Elias de Barjols. 

Strnnk s. Jnliana. 

Tanbner, Sprachwnrzel, Bildnngsgesetz and harmonische 
Weltanschauung (Bartholomae) 301. 

Thuasne, Etudes snr Rabelais (F. Ed. Schneegans) 67. 

Torraca, La divina Commedia di Dante Alighieri, nuova- 
mente commentata (Voss 1er) 69. 

Torraca, Per la storia letteraria del sec. XIII (Ber- 
toni) 250. 

Tor res, Pensieri di Goethe e Lichtenberg (Ktichler) 327. 

Trampe Bodtkcr, bear and take in Middle English 
phrases (Horn) 102. 

Vasconcellos, Leite de, 0 Livro de Esopo, Fabulario 
Portugals (Zauner) 161. 

Vetter s. Eisbet Stagel. 

Vignaux s. Ader. 

Vischer, Shakespeare-Vorträge, 6. Bd. (Proescboldt) 102. 

Vitagliano, Storia della poesia estemporanea nella lette- 
ratura italiana (Vossler) 70. 

Vossler, Die Göttliche Komödie. LI. (H. Schneegans) | 
246. I 


romanische Philologie. (Register.) XVIII 


von Waldberg, Der empfindsame Roman in Frankreich 
(F. Ed. Scbneegans) 111. 

Wallner, Deutscher Mythus in der tschechischen Ursage 
(Helm) 58. 

Waitharii poesis. Das Waltharilied Ekkehards I. hrsg. 
von H. Althof. 11. (Marold) 393. 

Weinhold, Kleine mhd. Grammatik, bearbeitet von Ehris- 
mann (Behagbel) 1. 

Williams, A grammatical Investigation of the Old Eentish 
Glosses (Jordan) 199. 

Wilmanns. Deutsche Grammatik, Gotisch, Alt-, Mittel- u. 
Neuhochdeutsch. III: Flexion. 1. Hälfte: Verbum (Be¬ 
haghel) 396.. 

Wilser, Die Germanen (Helm) 265. 

Wolf, Der groteske und hyperbolische Stil des mhd. Volks¬ 
epos (Panzer) 92. 

Zeller. Das Seerecht von 016ron, nach der Handschrift Troyes 
(Suchier) 202. 

Zuchhold, Des Nicolaus von Landau Sermone als Quelle 
für die Predigt Meister Eckharts und seines Kreises 
(Helm) 363. 


111 Sachlich geordnetes Verzeichnis der besprochenen Werke. 


A. Allgemeine Literatur- und Kulturgeschichte 
(inkl. mittelalterliche und neuere lat. Literatur). 
Hermann, Zur Geschichte des Brautkaufs bei den indogerm. 

Völkern (Bartholomae) 321. 

Novati, Attraverso il medio evo (Vossler) 119. 

Gärtner, Das ‘Journal ^tranger’ und seine Bedeutung für 
Verbreitung der deutschen Literatur in Frankreich (Mäh¬ 
ren holt z) 243. _ 

B. Sprachwissenschaft 
(exkl. Latein). 

Meyer-Rinteln, Die Schöpfung der Sprache (Horn) 89. 
Steyrer, Der Ursprung und das Wachstum der Sprache 
indogerm. Europäer (Bartholomae) 361. 

Taubner, Sprachwnrzel, Bildungsgesetz und harmonische 
Weltanschauung (Bartholomae) 361. 

Brugmann, Die Demonstrativpronomina der indugerman. 
Sprachen (Meringer) 233. 

Meyer (Kuno), Contributions to Irish Lexicography. Vol. I. 
Part I (Thurneysen) 124. 

C. Germanische Philologie 

(exkl. Englisch). 

Wilser, Die Germanen (Helm) 265. 

Heusler, Lied und Epos in germanischer Sagendichtung 
(Helm) 237. 

Hoops, Waldbänme uud Kulturpflanzen im german. Alter- ; 
tum (Bartholomae) 49. 

L o e w e, Germanische Sprachwissenschaft (E h r i s m a n n) 236. 

J a n k 0 , System der langen Endsilben im Altgermanischen 
(Zubaty) 89. 

Holländer (Lee Milton). Prefixal S in Germanic Gl e 1 m) 322. 
Skandinavisch. 

Boden, Die isländ. Regierungsgewalt in der freistaatlicben 
Zeit (Kahle) 362. 

Qndmnndsson, Island am Beginn des 20. Jahrhnnderts 
(Kahle) 100. 

Go Ith er. Nordische Literaturgeschichte I (Kahle) 7. 
Olrik, Danmarks Heltedigtning I (Go Ith er) 8. 

Olsen, Det gamle norske onavn Njardarlqg (Helm) 268. 


Finnur Junsson, Fagrskinna Nöregs konunga tal (Gol- 
ther) 9. 

011 e 1 i n , Studier öfver Codex Bureanus II (Kahle) 362. 

Austfirdinga sqgur udgivne ved Jakobsen (Goltber) 238 

Kristensen, Fremmedordene i det seldste danske skrifteprog 
(Kahle) 150. 

Hellquist, Om de svenska ortnamnen pä -inge, -unge ock 
-unga (Kahle) 267. 

Hochdeutsch. 

W^allner, Deutscher Mythus in der tschechischen Ursage 
(Helm) 58. 

Grassl, Geschichte der deutsch - böhmischen Ansiedelungen 
im Banat (Ebrismann) 327. 

John, Sitte, Brauch und Volksglauben im deutschen West- 
böbmen (Helm) 364. 

Held mann, Rolandsspielfiguren, Richterbilder oder Königs¬ 
bilder? (Keutgen) 272. 

Schau! fl er, Althochdeutsche Lileratur, Grammatik, Texte 
mit Übersetzung, Erläuterungen, IIL Anfl. (Ebrismann) 
239. - 

Kralik, Das deutsche Götter- und Heldenbuch I—VI (Gol- 
ther) 57. 

Wolf, Der groteske und hyperbolische Stil des mhd. Volks¬ 
epos (Panzer) 92. 

Kegel, Die Verbreitung der mhd. erzählenden Literatur in 
Mittel- und Niederdeutschland, nachgewiesen auf Grund der 
Personennamen (Helm) 194. 

Kaulfnss-Diesch, Die Inszenierung des deutschen Dramas 
an der Wende des 16. u. 17. Jahrh. (Helm) 96. 

Kircheisen, Die Geschichte des Literarischen Porträts in 
Deutschland I (Ehrismannl 58. 

Bayer, Ldterar. Skizzenbuch (Küchler) 99. 

Gärtner, Das ‘Journal ätranger* und seine Bedentunff für 
Verbreitung der deutschen Literatur in Frankreich (Mah- 
renholtz) 243. 

Eckert, Das Waltherlied (Ebrismann) 270. 

Waltharii Poesis. Das Waltharilied Ekkehards I. hrsg. 
von H. Althof. II. Teil (Marold) 393. 

Deutsche Texte des Mittelalters hrsg. v. d. Kgl. 
Preuss. Akademie der Wissenschaften (Behaghel) 54. 

Friedrich von Schwaben. Hrsg, von Jellinek (Be¬ 
haghel) 54. 

Rudolf von Ems Willehalm von Orlens. Hrsg, von 
.Tunk (Behagbel) 54. 


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XIX 


1907. Literatnrblatt für germanische und romanische Philologie. (Register.) XX 


Johannes von Würzburg Wilhelm von Oester¬ 
reich. Hrsg, von Regel (Behaghel). 54. 

Leitzmann. Die Lehrgedichte der Melker Handschrift 
(Behaghel) 54. 

Kopp) Volks- und Qesellschaftslieder des 15. n. 16. Jahr¬ 
hunderts. I. Die Lieder der Heidelberger Hs. Pal. 343 
(Behaghel) 54. 

Eisbet Stagel, Das Leben der Schwestern zu Töss. Hrsg, 
von Vetter (Behaghel) 54. 

Singer, Die Werke Heinrichs von Neustadt (Behaghel) 54. 

V. Muth, Einleitung in das Nibelungenlied, 2. Aufl. von Nagl 
(Braune) H23. 

Pfeiffer, Die dichterische Persönlichkeit Neidharts von 
Renenthal (Panzer) 193. 

Land an. Die Chronologie der Werke des Konradvon Würz¬ 
burg (Ehrismann) 239. 

Rieder, Der Gottesfreund vom Oberland (Helm) 826. 

Znchhold, Des Nicolaus von Landau Sermone als Quelle 
für die Predigt Meister Eckharts und seines Kreises 
(Helm) 363. 

Köhler und Scheel, Die Carolina und ihre Vorgänge¬ 
rinnen III (Ehrismann) 105. 

Kraft, Heinrich Steinhöwels Verdeutschung der Historia 
Hierosolymitana des Robertus Monachus (Helm) 271. 

Pestalozzi, Waldmüllers Hauptsumma. Eine sprachge- 
schichtl. Untersuchung (Helm) 397. 

Scheel, Johann Freiherr zu Schwarzenberg (Ehris¬ 
mann) 324. 

Goethes Werke. Hrsg, von Heinemann Bd. II—VII, 
IX—XI. XIV—XV (Woerner) 145. 

Tor res, Pensieri di Goethe e Lichtenberg (Küchler) 327. 

Magnus, Goethe als Naturforscher (Jacoby) 148. 

Krüger-Westend, Goethe und der Orient (S c h w al 1 y) 365. 

Ludwig, Das Urteil über Schiller im neunzehnten Jahr¬ 
hundert (Hatfield) 198. 

Hermann, Studien zu Heines Romanzero (Woerner) 398. 

Matthias, Bismarck als Künstler (Wunderlich) 4. 

Meyer (R. M), Deutsche Stilistik (Behaghel) 397. 

Deutsche Grammatik, Gotisch, Alt-, Mittel- und Neu¬ 
hochdeutsch, von W. Wilmanns. III: Flexion. 1. Hälfte: 
Verbum (Behaghel) 896. 

Weinhold, Kleine mhd. Grammatik, bearbeitet von Ehris¬ 
mann (Behaghel) 1. 

Braune, Über die Einigung der deutschen Aussprache 
(Brenner, Behaghel) 1. 

Held, Das Verbum ohne pronominales Subjekt in der älteren 
deutschen Sprache (Behaghel) 94. 

Eberhard - Lyon, Synonymisches Handwörterbuch der 
deutschen Sprache (Helm) 98. 

Askenasy, Die Frankfurter Mundart und ihre Literatur 
(Behaghel) 149. 

Schweizerisches Idiotikon. Begonnen von Staub 
u. Tob 1er (Pf leid er er) 196. 

Kisch, Vergl. Wörterbuch der Nösner (siebenbürg.) und 
moselfränkisch-luxemburg. Mundart (Horn) 197. 

Schmidt (Georg), Mieser Kräuter- und Arzneibuch (Helm) 
150. 

Schatz, Die tirolische Mundart (Horn) 268. 

N ieder deutsch. 

Later, De Latijnsche Woorden in het Ond- en Middelneder- 
dnitsch (Horn) 399. 

Reuter, Beiträge zur Lautlehre der Siegerländer Mundart 
(Horn) 26 a 

Smout, Het Antwerpsch Dialect (Horn) 270. 

Heliand nebst den Bruchstücken der altsächsisch. Genesis. 
Hrsg. V. M. Heyne. 4. Aufl. (Behaghel) 96. 

D. Englische Philologie. 

Deutschbein, Studien zur Sagengescbichte Englands 
(Goltber) 280. 

Schofield, English Literature from the Norman Conquest 
to Chaucer (Gerould) 240. 


I Emerson, A Middle English Reader (Read) 152. 

' Juliana, Edited by Strunk (Holthausen) 10. 

I V i s c h e r, Shakespeare-Vor träge. 6 Bd. (Proescholdt) 102. 

I N e u b n e r, Missachtete Shakespeare-Dramen (D i b e 1 iu s) 400. 

' Lambert, Cartae Shakespeareanae (Horn) 154. 

I Hengesbach, Readings on Shakespeare illustrative of the 
poet's art, plots and characters (Löschhorn) 155.' 

Gutermann, Shakespeare und die Antike (G1 öde) 13. 

: Baeske, Oldcastle - Falstaff in der engl. Literatur bis zu 

1 Shakespeare (Proescholdt) 366. 

I Kellner, Lehrbuch der englischen Sprache für Mädchen- 
lyceen (Löschhorn) 155. 

L n i c k, Studien zur englischen Lantgeschichte (K r n i s i n g a) 
274. _ 

I Ries, Die Wortstellung im Beownlf (Reis) 328. 

I Schücking, Die Grundzüge der Satzverknüpfnng im Beo- 

I wulf (Behaghel) 100. 

Shipley, The Genetive Gase in Anglo-Saxon poetry 
(Horn) 102. _ 

Stossberg, Die Sprache des altengl. Martyrologinms (R. 

I Jordan) 158. 

i W i 11 i a m 8, A grammatical investigation of the Old Kentish 
Glosses (Jordan) 199. 

Ostermann, Lautlehre des german. Wortschatzes in der 
von Morton herausgeg. Handschrift der Ancren Riwle 
(Jordan) 199. 

I Trampe Bodtker, hear and take in Middle English phrases 

I (Horn) 102. _ _ 

Franz, Orthographie, Lautgebung und Wortbildung in den 

I Werken Shakespeares mit Ausspracheproben (Proescholdt) 
59. _ 

E. Romanische Philologie. 

Nyrop, Gaston Paris (Minckwitz) 282. 

Novati, Attraverso il medio evo (Voss 1er) 119. 

Counson, Dante en France (Vossler) 24. 

Dauzat, Essai de möthodologie linguistique dans le domaine 
des langues et des patois romans (Meyer-Lübke) 880. 

Ebeling, Probleme der romanischen Syntax I (Meyer- 
Lübke) 14. _ 

Italienisch. 

j Torraca, Per la storia letteraria del sec. XIII (Bertoni) 

I 250. 

Vitagliano, Storia della poesia estemporanea nella lette- 
ratura italiana (Vossler) 70. 

Gentile, La Filosofia (Vossler) 159. 

Martnscelli, Dante spiegato nella voce del suo lettore 
(Vossler) 873. 

Vossler, Die Göttliche Komödie. 1.1. (H.Schneegans)246. 

Torraca, La divina Commedia di Dante Alighieri, nuova- 
mente commentata (Vossler) 69. 

Counson, Dante en France (Vossler) 24. 

Parducci, I Rimatori Lucchesi del secolo XIII. Testo 
critico (Vossler) 290. _ 

B e r t a n i, II maggior poeta sardo Carlo Buragna e il Petrar- 
chismo del seicento (Wiese) 337. 

Lorenzoni, Frammenti inediti di vita fiorentina. Fase. 1 
u. 2 (Wiese) 27. _ 

Barbiera, La principessa Belgiojoso, i snoi amici e nemici, 
il suo tempo (Ott) 244. 

Französisch. 

Zeller, Das Seerecht von Olferon, nach der Handschrift 
Troyps (Such!er) 202. 


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XXI 


1907 . liitcraturblatt für germanische und romanische Philologie. (Register.) XXII 


A n b r y, Les plus anciens Monnments de la Mnsiqne fran^aise 
(Schläger) 104. 

Lintilhac, Histoire g4n6rale dnlith^tre en France. I. Le 
thfeätre s^rienx da moyen äge (Schuhmacher) 208. 

Cohen, Histoire de la mise en sc^ne dans le tn^ätre reli- 
gieux fran^ais du moyen äge (v. Wurz hach) 285. 

Becker (H.), Die Auffassung der Jungfrau Maria in der 
altfranzös. Literatur (Merk) 334. 


Bädier, La legende de Girard de Roussillon (Ph. A. 
Becker):368. 

Bfedier, La legende de la conquete de la Bretagne par le 
roi Charlemagne (Ph. A. Becker) 368. 

B6dier, Les chansons de geste et les routes d'Italie (Ph. 
A. Becker) 368. 

B6dier, Recherches sur les legendes du cycle de Guillauroe 
d'Orange (Ph. A. Becker) 368. 

B 6 d i e r, La ‘Prise de Pampelnne* et la route de Saint-Jacques 
de Compostelle (Ph. A. Becker) 868. 

B^dier, Le roman de Tristan T. II (Golther) 60. 


von Waldberg, Der empfindsame Roman in Frankreich 
(F. Ed. Schneegans) 111. 

Gärtner, Das 'Journal 6tranger* und seine Bedeutung für 
Verbreitung der deutschen Literatur in Frankreich (Mah¬ 
re n h o 11 zT 248. 

Counson, Dante en France (Vossler) 24. 


Socifet^ des Textes frangais modernes (F.Ed.Schnee¬ 
gans) 402. 

Maistre Pathelin. Reproduction en fac-simil6 de T^dition 
imprim^e vers 1485 (F. Ed. Schneegans) 403 

L e f r a n c, Les Navigations de Pantagruel (F. E d. Schnee- 
gans) 108. 

Thuasne, Etndes sur Rabelais (F. Ed. Schneegans) 67. 

Amyot, Les Vies des hommes illustres grecs et romains. 
Edition critiqne p. CI6ment (F. Ed. Schneegans) 402. 

Des-Masures, Trag4dies Saintes: David Combattant — 
David Triomphant - David Fugitif. Ed. critique p. Comte 
(F. Ed. Schneegans) 402. 

Marsan, LaSylvie du Sieur Mairet (F.Ed.Schneegans)402. 

deB6votte, Le Festin de Pierre avant Moli^re (F. Ed. 
Schneegans) 403. 

Bernardin de Saint-Pierre, La Vie et les Oeuvres de 
.1. J. Rousseau. Ed. critique p. Souriau (F. Ed. Schnee¬ 
gans) 404. 

Lenel, Marmontel. Un homme de lettres au XVIII« sifecle 
(Freund) 288. 

Muse Fran^aise, La, 1823—24. Ed. critique p.Marsan 
(F. Ed. Schneegans) 404. 

Maynial, La vie et Toeuvre de Guy de Maupassant (F. Ed. 
Schneegans) 336. _ ._ _ 


Albalat, Le Travail du Style enseignö par les cor- 
rections mannscrites des grands ^crivains (Haas) 405. 
Barat, Le style po^tique et la r^volntion romantique (F.Ed. 
Schneegans) 19. _ 

Rockel, Goupil, eine semasiolog. Monographie (Tob 1er) 17. 
Pope, Etüde sur la langue du fr^re Angier (Suchier) 284. 
Herzoge Neu französische Dialekttexte (Tappolet) 113. 


Provenzalisch. 

Bertöni, II Canzoniere provenzale della Riccardiana 2909 
(Pillet) 21. 

Keller, Das Sirventes 'Fadet .Toglar* des Gniraut von Calanso 
(Schnltz-Gora) 206. 

Anglade, Le Troubadour Guiraut Riquier (Appel) 
406. 

Le troubadour Elias de Barjols. Edition critique^p. 
Stronski (Pillet) 409. 

Stronski, ^cherebes historiques sur quelques protectenrs 
des tronbadonrs (Pillet) 411. 

Stronski, Notes sur quelques tronbadours et. protecteurs 
des troubadonrs cöl^br^ par Elias de Barjols (Pillet) 411. 

Ader, Guillaume, pofesies de —, p. p. Vignaux et Jeanroy 
(Zauner) 246. 

Mistral, Mes Origines (Monn espelido) (Hennicke) 210. 

Rifeu, Provenzalische Lieder. Deutsch von Weiske (Hen- 
nicke) 336. ___ 

Schultz-Gora, Altprovenzalisches Elementarbach (Her¬ 
zog) 155. 

Brusewitz, Etüde historique sur la syntaxe des pronoms 
personnels dans la langue des FMibres (Staaff) 115. 

Dauzat, Essai de m^thodologie linguistim^ dans le domaine 
des langues et des patois romans (Meyer-Lübke) 330. 

Dauzat, Göographie phonötique d’une r^gion de la Basse- 
Auvergne (Meyer-Ltibke) 330. 

Spanisch. 

Pitollet, Morceaux choisis de Prosateurs et de Portes 
espagnols (Stiefel) 160. 


Portugiesisch. 

N u n e s, Chrestomathia archaica. Excerptos da litteratura 
portuguesa (Huber) 294. 

Leite de Vasconcellos, 0 Livro de Esopo, Fabulario 
portugues (Zauner) 161. 


Rumänisch. 

Pn^cariu, Etymologisches Wörterbuch der rumänischen 
Sprache (Zauner) 161. 

Pn^carin, Stndii si noti^ etimologice (Zauner) 72. 


IV. Verzeichnis der Buchhandlungen, deren Verlagswcrke im Jahrgang 1907 besprochen worden sind. 


Alfgemeine Verlagsgesellschaft, 
München 57. 

Barth, Leipzig 148. 

Beck, München 397. 

Bell and sons, London 154. 
Berichthaus, Zürich 397. 
Bibliographisches Institut, 

Leipzig und Wien 145. 

Böhlau Nachf., Weimar 365. 

Böhm, Kattowitz 100. i 

Bouillon, Paris 67. 

Brandstetter, Leipzig 4. 

Braumüller, Leipzig u. Wien 1.274. 
Calve (Koch). Prag 99. 150. 327. 364. 1 
Champion, Paris 285. 330. , 

Cohen, Bonn 198. > 

Colin, Paris 405. i 

Cotta Nachfolger, Stuttgart und | 
Berlin 102. ! 


Didot, Paris 60. 

Diemer, Mainz 202. 

Dieterich, Leipzig 393. 

Drucker, Verona-Padova 327. 
Elsner, Berlin 400. 

Falk ft Söhne, Mainz 243. 

Ferreira u. Oliveira, Lisboa 294. 
Flammarion, Paris 203. 
Fontemoing, Paris 24. 

Fürst Co., Baltimore 822. 

Gad, Kopenhagen 8. 

Gaertner (Heyfelder), Paderborn 165. 
Garnier Fröres, Paris 160. 
Goldschmidt u. Hubert, Göttingen 
239 

Göschen, Leipzig 7. 236. 239. 
Grieben, Leipzig 98. 

Grunow, Leipzig 89. 

Gnttentag, Berlin 324. 


Hachette et Cie., Paris 19. 288. 

Hanstein, Bonn 154. 199. 

Heath and Co., Boston and London 10. 
Hiersemann, Leipzig 58. 

Hoepli, Milano 337. 

Hölder, Wien 361. 

Huber, Frauenfeld 196. 

Imprensa Nacional, Lisboa 161. 
j Imprimerie gönärale du Midi 411. 
I Istituto italiano d'arti grafiche, 
Bergamo 290. 

Junge, Erlangen 24. 205. 

' Kemink & Zoon, Utrecht 899, 

V. Kleinmayr und Bamberg, Lai- 
' bach 58. 

Knauer, Frankfurt 149. 

I Krafft, Hermannstadt 197. 

' Kühl, Berlin 861. 


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XXIII 1907. Literaturblatt für germanische und romanische Philologie. (Register). XXIV 


Laterza e figli, Bari 119. 

Ledere, Paris 108. 

Lihreria editrice fiorentina, Fi¬ 
renze 27. 

Loescher, Roma 70. 

Lundström, Uppsala 862. 

Macmillan Company. New York 
162. 240. 

Marens, Breslau 862. 

Mayer u. Müller, Berlin 02.04.366. 
Möller, Kopenhagen 0. 238. 

Niemeyer, Halle 1. 14. 21. 100. 124. 
194. 270. 272. 328. 330. 363. 

Picard et fijs, Paris 284. 409. 
Pion, Paris 209. 

Privat, Toulouse 240. 409. 411. 


Reisland, Leipzig 113. 

Rivnäc, Prag 89. 

Ruhfns, Dortmund 237. 

8chöningh, Paderborn 96. 193. 323. 

Sebubothske forlag, Kopenhagen 
150. 

Schulze, Cöthen 280. 

Socecu, Bucure§ti 72. 

Societä editrice Dante Alig¬ 
hieri. Roma-Milano 69. 

Soci6t6 du Mercure de France, 
Paris 335. 

Sociöt6 nouvelle de lihrairie 
et d'edition, Paris 402. 

Springer, Berlin 155. 

Teuhner, Leipzig 233. 

Thüringische Verlagsanstalt, 
Eisenach n. Leipzig 265. 


I Till ge, Kopenhagen 282. 

I Tipografia Pontificia Michel, 
d'Auria, Napoli 373. 

Treves, Milano 244. 

Trewendt u. Granier, Breslau 17. 
Trübner, Strassburg49.111.271.396. 

Yallardi, Milano 159. 
Vandenhoeck und Ruprecht, 

I Göttingen 334. 

Voigtländer, Leipzig 96. 
Vuylsteke, Gent 270. 

Wagner, Innsbruck 268. 326. 
Waisenhaus, Halle 195. 
Weidmann, Berlin 54. 398. 

I Weiter, Paris 104. 

I Wettergren und Kerber, Göte- 
' borg 267. 

! Winter. Heidelberg 59. 155. 161. 246 


V. Verzeichnis der Zeitschriften u s w., deren Inhalt mitgeteilt ist. 


Acadömie royale des Sciences et lettres de Danmark 304. 
Alemannia 252. 839. 

Allgemeine Evang.-Luther. Kirchenzeitung 175. 380. 
Allgemeine Zeitung [35. 80. 131. 175. 218. 257. 304. 347. 
380. 421. 

Altbayerische Monatsschrift 256. 

Alte Glaube, Der 175. 218. 

Altpreußische Monatsschrift 175. 420. 

Amateur d'autographes et de documents historiques, L’ 220. 
Araericana Germanica 176. 

American Journal of Philology, The 132. 304. 421. 
American Journal of Theolo^ 36. 

Anglia 128. 168. 169. 2’5. 840. 376. 

Anglia Beiblatt 30. 77. 128. 169. 253. 301. 340. 876. 417. 
Annales de la Sociötö Jean-Jacques Rousseau 171. 

Annales de TEst et du Nord 36. 177. 

Annales des Facultas de Droit et des Lettres d’Aix 37. 
Annales du Midi 36. 171. 178. 217. 842. 

Annales politiqnes et littöraires 36. 81. 

Annales Romantiques, Les 81. 305. 

Anzeiger für Schweizerische Geschichte 304. 
Appenzellische .Jahrbücher 34. 

Archivalische Zeitschrift 84. 

Archiv des Vereins f. siebenbürgische Landeskunde 79. 
Archiv f. d. Studium der neueren Sprachen u. Literaturen 
124. 210. 2j7. 413. 

Archiv für hessische Geschichte u. Altertumskunde 379. 
Archiv für Kulturgeschichte 34. 131. 173. 256. 879. 

Archiv für Philosophie 380. 

Archiv für Reformationsgeschichte 85. 419. 

Archiv für Religionswissenschaft 35. 174. 

Archiv für slavische Philologie 304. 

Archiv für Strafrecht und Strafprozeß 175. 

Archiv für Urkundenforschung 419. # 

Archivio deiralto Adige 133. 348. 

Archivio per lo Studio delle tradizioni popolari 28.252. 416. 
Archivio storico del risorgimento umhro 37. 

Archivio storico italiano 37. 133. 348. 

Archivio storico lomhardo 348. 

Archivio storico per la Sicilia orientale 37. 348. 

Archivio storico sardo 183. 349. 

Arkiv för Nordisk Filologi 29.. 168. 252. 301. 

Ate ne e Roma 37. 349. 

Ateneo‘veneto, L’ 88. 134. 851. 

Athenaeum, The 85. 80. 132. 421. 

Atti deir Accademia di Verona 138. 

Atti deir Accademia Pontaniana 849. 

Atti della I. R. Accademia degU Agiati in Rovereto m 
Atti della R. Accademia delle scienze di Torino ^7. 3*^. 
Atti della r. Accademia di scienze morali e politiche di Napoli 
183. 

Atti del R. Istituto Veneto 37. 133. 349. 

Atti e memorie deir Accademia di Verona 349. 

Atti e memorie della r. Accademia di scienze, lettere ed arti 
di Padova 179. 349. 


Atti e memorie della R. Deputazione di storia patria per le 
provincie modenesi 37. 133. 

Atti e rendiconti deir Accademia Dafnica di Acireale 37. 
Augnsta Pernsia 37. 134. 349. 


Beihefte zur Zs. für romanische Philologie 169. 302. 
Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache u. Literatur 
128. 299. 416. 

Beiträge zur Geschichte, Landes- und Volkskunde der Alt¬ 
mark 256. 

Beiträge zur Kunde steiermärkischer Geschichtsquellen 84. 
Berliner philologische Wochenschrift 34. 379. 419. 
Bibliofilia, La 350. 

Bihlioteca della erudizione italiana 349. 

Biblioth^que de l’Äcole des Chartes 258. 307. 421. 

Blätter für das Gymnasial-Schulwesen 172. 347. 410. 
Blätter für Volksbibliotheken u, Lesehallen 173. 
Brandenhurgia 79. 

Bremer Beiträge zum Aushau u. Umbau der Kirche 174. 
ßollettino della societä pavese di storia patria 349. 
Bollettino storico piacentino 849. , , r»* 

Bollettino ufficiale del primo congresso storico del Risorgi¬ 
mento italiano 184. 

Bühne und Welt 80. 256. 

Buletinul Societätei Filologice 378. 

Bulletti del Centre excursionista de Catalunya 220. 
Bulletin de la commission archfeologique de Narhonne 2^. 
Bulletin de la Socifetö Arch^ologique et Historique du Li¬ 
mousin 178. , . VC j 

Bulletin de la soci6t6 arch., historique et scientinque de 


Soissons 422. , _ 

Bulletin de la Socifetö de l’Histoire de Paris et de 1 Isle-de- 


rraucc iii. 

Bulletin de la Soci6t6 li^geoise de littörature wallone 378. 
Bulletin du bibliophile et du biblioth^caire 132. 220. 307. 
Bulletin du Glossaire des Patois de la Suisse Romande 


32. 254. , ^ 

Bulletin du parier franijais au Canada 220. 

Bulletin hispanique 33. 171. 255. 302. 

Bulletin italien 78. 171. 302. 845. 

Bullettino hibliografico sardo 349. 

Bullettino della Societä Dantesca italiana 37. 134. 349. 
Bullettino senese di storia patria 134. 

Bullettino storico pistoiese 134. 349. 


Chorus, Napoli 134. 

Christiania Videnskabs-Selskabs Forhandlinger 304. 
Christliche Welt, Die 80. 174. 256. 347. 

Civiltä cattolica, La 134. 350. 

Classic! e neo-latini 184. 

Commentari deirAteneo di Brescia 349. 
Correspondance historique et archöologique 177. 
Correspond an t, Le 133. 220. 807. 

Critica, La 134, 307. 422. 

Cronaca letteraria (Cosenza) 349. 


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XXVI 


XXV 


1907. Literatnrblatt für germanische und romanische Philologie. (Register.) 


Cultura, La 134. 179. 220. 259. 307. 350. 381. 422. 
Oultura espaflola 135. 221. 

Danske Studier 128. 168. 253. 

Deutsche Arbeit 131. 804. 420. 

Deutsche Geschichtsblätter 84. 178. 379. 419. 

Deutsche Kultur 80. 

Deutsche Literaturzeitung 33. 78. 180. 217. 255. 303. .346. 
378. 418. 

Deutsche Monatsschrift 80. 256. 347. 380. 

Deutsche Revue 175. 218. 

Deutsche Rundschau 80. 175. 218. 804. 847. 380. 420. 
Deutsche Welt 35. 

Deutschland 35. 80. 175. 

Diözesanarchiv von Schwaben 218. 

Emporium 134. 840. 

Englische Studien 29. 168. 215. 340. 

Ermitage, L' 22o. 

Erudizione e belle arti 87. 1.34. 340. 

Euphorien 76. 214. 874. 

Fanfnlla della Domenica 37. 134. 840. 

Favilla, La 88. 350. 

Fiaccola «350.. 

Folk-Lore 36. 421. 

Frammenti inediti di vita tiorentina 38. 

Frankfurter Scholzeitung 70. 

Frankfurter Zeitung 85. 181. 175. 3^)4. 880. 

Fuldaer Geschichtsblätter 178. 

Gazette des Beaux-Arts 87. 

Gegenwart, Die 175. 847. 

Generalanzeiger, Ludwigshafen a. Rh. 880. 
Geschichtsblätter für Stadt u. Land Magdeburg 173. 
Gesellschaft für romanische Literatur 169. 

Gids, De 132. 176. 257. 421. 

Giornale Arcadico 350. 

Giornale Dantesco. 11 33. 171. 217. 303. 

Giornale d'ltalia 350. 

Giornale storico della letteratura italiana 82. 78. 848. 
Giornale storico e letterario della Liguria 38. 134. 850. 
Giornalino della domenica, 11 350. 

Goethe-.Jahrbuch 300. 

Gottesminne 256. 

Göttingische Gelehrte Anzeigen 33. 180. 418. 

Grande Revue, La 258. 

Grenzhoten, Die 131. 256. 347. 380. 420. 

Hamburgischer Correspondent s. Zeitung für Literatur, 
Kunst u. Wissenschaft 

Handelingen en Mededelingen van de Maatschappij der 
Nederlandsche Letterkunde te Leiden 80. 

Heimat, Die 175. 256. 

Hessenland 218. 256 301. 

Hessische Blätter für Volkskunde 70. 420. 

Historische Monatsblätter f. d. Provinz Posen 178. 
Historisches Jahrbuch 34. 79. 

Historische Vierteljahrsschrift 34. 379. 

Historische Zeitschrift 131. 379. 

Historisch-politische Blätter 85. 131. 879. 

Hochland 35. 131. 175. 347. 420. 

Indogermaniche Forschungen 28. 127. 165. 388. 416. 
Internationale Wochenschrift für Wissenschaft, Kunst und 
Technik 257. 380. 420. 

Italia moderna, L' 38. 134. 351. 

Jaarboek van de Kon. Akademie van Wetenschappen 848. 
Jahrbuch der deutschen Shakespeare-Gesellschaft 258. 
Jahrhuch der Gesellschaft für bildende Kunst u. vaterlän¬ 
dische Altertümer zu Emden 419. 

Jahrbuch der Grillparzer-Gesellschaft 8^0. 

.Jahrbuch der Preussischen Kunstsammlungen 85. 
Jahrbuch des Freien Deutschen Hochstifts 172. 

.Jahrbuch des Vereins f. niederdeutsche Sprachforschung 76. 
.Jahrbücher u. Jahresberichte des Vereins f. mecklenburg. 

Geschichte o. Altertumskunde 131. 

Jahresbericht der Gesellschaft für nützliche Forschungen 
in Trier 34. 

Jahresbericht der Schlesischen Gesellschaft f. vaterländische 
Kultur 420. 

Jahresbericht (XXV) des Vereins für Erdkunde zu Metz 35. 
Jabresberieht des Vereins für Geschichte d. Stadt Nürnberg 
173. 


Journal des döbats politiques et littöraires 138. 

Journal des Savants 132. 348. 

Journal of English and Germanic Philology 214. 389. 874. 

Kantstudien 131. 

Katholik, Der 175. 

Kompass, Der 175. 

Korrespondenzblatt des Gesamtvereins der deutschen Ge- 
schichts- und Altertumsvereine 34. 173. 218. 379. 

Korrespondenzblatt des Vereins f. niederdeutsche Sprach¬ 
forschung 214. 252. 8(X). 839. 416. 

Korrespondenzblatt für die höheren Schulen Württem¬ 
bergs 304. 847. 419. 

Kritischer Jahresbericht über die Fortschritte der Roman. 
Philologie 129. 

Lehrproben und Lehrgänge aus der Praxis der Gymnasien 
und Realschulen 347. 

Lettura, La .38. 

Leuvensche Bijdragen 839. 

Libro (II,) e la stampa 850. 

Literar. Deutsch-Oesterreich, Das 80. 

Literarische Echo, Das 175. 256. 304. 420. 

Liter. Handweiser 8J. 

Literar. Zentralblatt 31. 78. 130. 172. 217. 255. 303. 346. 
.378. 418. 

Mainzer Zeitschrift 379. 

Marche, Le 851. 

März 131. 804. 

Marzocco, 11 38. 350. 

M6langes Chabaneau 376. 

M6moires de la soci^tö agricole et scientifique de la Haute- 
Loire 177. 

Mömoires de la Sociötö de Linguistique de Paris 76. 

Mömoires de la Sociötö nationale d'agriculture, Sciences et 
arts d'Angers 4'2. 

Memorie deirAccademia di Modena 1.34. 

Memorie della R. Accademia dei Lincei 351. 

Memorie della R. Accademia delle Scienze di Torino 38.308. 

Memorie della R. Accademia di archeologia, lettere e belle 
arti di Napoli 351. 

Memorie del R. Istituto Lombardo di Scienze e Lettere 851. 

Memorie storicbe civadelsi 351. 

Mer CU re de France 81 133. 177. 220. 2^8. 348. 421. 

Miscellanea di storia veneta edita dalla R. Depntazione 
veneta di storia patria 134. 

Miscellanea storica della Valdelsa .38. 351. 

Mttteilungen aus der lippischen Geschichte und Landes¬ 
kunde 173. 

M itteilungen aus der Stadtbibliothek in Bremen 218. 

Mitteilungen der Schlesischen Gesellschaft f. Volkskunde 
131. 173. 880. 

Mitteilungen des Anthropologisch. Vereins in Schleswig- 
Holstein 218. 

Mitteilungen des Copernicus-Vereins für Wissenschaft u. 
Kunst 174. 

Mitteilungen des Institus für österreichische Geschichts¬ 
forschung 

Mitteilungen des Vereins f. d. Geschichte Berlins 178. 

Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Deutschen 
in Böhmen 34. 131. 380. 

Mitteilungen des Vereins f. Geschichte der Stadt Meissen 
173. 

Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürn¬ 
berg 419. 

M itteilungen des Vereins für Geschichte u. Landeskunde 
von Osnabrück 419. 

Mitteilungen des Vereins f. Hamburgische Geschichte 34. 

Mitteilungen des Vereins für sächsische Volkskunde 131. 
218. 380. 420. 

Mitteilungen des Uckermärkiseb. Museums- u. Geschichts¬ 
vereins 37 ä 

Mitteilungen und Umfragen zur bayrischen Volkskunde 
131. 256. 347. 

Modern Language Notes 28. 75. 127. 165. 212. 251. 415. 

Modern Language Review, The 127. 212. 338. 415. 

Modern Philology 75. 165. 298. -.lö. 

Monatsblatt des Vereins für Landeskunde von Nieder¬ 
österreich 420. 

Monatsblätter der Comenius-liesellschaft 79. 256. 

Monatsblätter des Badischen Schwarzwald Vereins 80. 


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XXVII 


1907. Literatnrblatt für germanische und romanische Philologie. (Register.) 


xxviir 


MonatsschrHt !.'Gottesdienst u. kirchliche Konst 174. 
Moyen-Age, Le 132. 421. 

Musöon, Le 178. 

Museum 85. 80. 132. 176. 219. 257. 804. 347. 421. 

Musik, Die 35.. 181. 

Nachrichten von der Gesellschaft der Wissenschaften zu 
Göttingen 172. 303. 879. 

Napoli nohilissima 38. 

Nation, Die 131. 175. 

Nationalzeitnng s. Sonntagsbeilage. 

Natura ed arte 351. 

Nederl. Spectator 132. 176. 

Neue Jahrbücher für das klassische Altertum, Geschichte u. 
j ; deutsche Literatur u. f. Pädagogik 79. 130. 172. ^6. 303. 

346. 379. 419. 

Neue kirchliche Zeitschrift 85. 420. 

Neue philolog. Rundschau 34. 79.;,130. 173. 218. 256. 303. 

347. 379. 419. 

Neueren Sprachen, Die 27. 75. 126. 212. 251. 298. 837. 414. 
Neues Archiv der Gesellschaft für ältere deutsche Geschichts- 
konde 84. 

Neues Archiv f. d. Geschichte der Stadt Heidelberg 173. 
Neues Laositzisches Magazin 131. 

Neuphilolog. Mitteilungen 75. 165. 251 415. 
Niederlausitzer Mitteilungen 419. 

Nieuwe Taalgids, De 165. 3^. 415. 

Noord en Zuid 29. 167. 215. 301. 339. 

Nordisk Tidsskrift for Filologi 132. 

Nord und Süd 175. 304. 347. 420. 

Nouveile Revue, La 133. 220. 258. 307. 

Nuova Antologia 38. 134. 861. 422. 

N o 0 V a Mosica, La 88. 

Nuova rassegna di letterature moderne 88. 135. 351. 

Nuovi doveri 351. 

Nu ovo archivio veneto 135. 851. 

Nuovo giornalc, 11 3.'i0. 

Nyelvtodomäny 804. 847. 

Onze Eeuw 421. 

Oversigt ovcr det Kgl. Danske Videnskabernes Selskabs 
Forhandlinger 176. 219. 

Pädagogisches Archiv 419. 

Pag ine Istriane 38. 852. 

Palvese (Trieste), II 850. 

Patria del Friuli, La 850. 

Petermanns Mitteilungen 85. 

Pfälzisches Museum 419. 

Philologus 34. 379. 

Pommersche Jahrbücher 84. 879. 

Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung 
über das Judentum 80. 

Preußische Jahrbücher 380. 420. 

Protestantenblatt 175. 2l^. 256. 

Protestantische Monatshefte 175. 

Publications of the Modem Language Association of 
America 28. 165. 251. 338. 

Publications of the üniversity of Pennsylvania 30. 

Quarterly Review, The 348. 380. 421. 

Quinzaine, La 188. 805. 

Rassegna bibliografica della letteratura italiana 38. 129. 
171. 254 345. 

Rassegna critica della letteratura italiana 33. 185. 352. 
Rassegna d'arte 352. 

Rassegna lucchese 185. 

Rassegna Nazionale, La 38. 134. 850. 

Rassegna pugliese 135. 852. 

Ravensberger Blätter 34. 379. 

Rendiconti della R. Accademia dei Lincei 38. 
Rendiconti della R. Accademia di archeologia, lettere e 
belle arti di Napoli 38. 

Rendiconti del R. Istituto Lombardo 88 808. 352. 
Revista de Archivos, Bibliotecas y Museos 39. 221. 
Revista Lusitana 172. 345. 

Revolution fran^aise, La 177. 258. 422. 

Revue Bossuet Supplement 807. 

Revue Bourgnignonne 86. 177. 

Revue celtique 348. 422. 

Revue critique 86. 80. 176. 219. 257. 304. 348. 381. 421. 


Revue de la Renaissance 848. 

Revut de Paris, La 36. 81.133.177. 220. 807. 348. 881. 422. 
Revue de Philologie fran^aise et de littörature 31. 171. 302. 
417. * 

Revue des Bibliotheques 87. 258. 

Revue des bibliotheques et archives de Belgique 178. 
Revue des cours et conförences 36. 80. 132. 176. 2l9. 257. 
305. 421. 

Revue des deux mondes 132. 219. 306. 

Revue des ötudes historiques 219. 

Revue des Etudes Rabelaisiennes 77. 254. 842. 417. 

Revue des langues romanes 31. 170. 216. 254. 802. 

Revue des lettres, La 177. 258. 

Revue de Synthese historique 36. 258. 

Revue d'histoire diplomatique 177. 

Revue d'histoire litt^raire de la France 129. 217. 302. 377. 
Revue d'histoire moderne 132. 

Revue du Traditionnisme franqais et ötranger 220. 

Revue germanique 182. 178. 258. 807. 

Revue hebdomadaire 183. 805. 

Revue Latine, La, 36. 81. 177. 257. 306. 422. 

Revue politique et littöraire 132. 219. 305. 

Revue Savoisienne 381. 

Rheinisches Museum 172. 

Richard-Wagner-Jahrbuch 36. 

Rivista araldica 352. 

Rivista bibliografica italiana 179. 220. 807. 352. 381. 
Rivista d'arte 88. 

Rivista delle biblioteche e degli archivi 89. 135. 352. 
Rivista di filologia classica 352. 

I Rivista di filologia e d'istrazione classica 808. 

Rivista di filosofia e scienze affini 39. 

Rivista di psicologia applicata alla pedagogia ed alla psico- 
patologia 135. 

Rivista di Roma 852. 

Rivista di storia, arte, archeologia della provincia di Ales- 
sandria 352. 

Rivista d’Italia 39. 135. 352. 

Rivista filosofica 352. 

Rivista geografica italiana 852. 

Rivista ligure 89. 

Rivista marchigiana illnstrata 852.^ 

Rivista mensile di letteratura tedesca 168. 214. 252. 301. 
375. 

Rivista musicale italiana 89. 185. 

Rivista storica benedettina 135. 

Rivista storica salentina 185. 352. 

Rivista teatrale italiana 135. 

Rivista tridentina 352. 

Romagna, La 88. 851. 

Romania 30. 169. 254. 341. 

Romanische Forschungen 80. 216. 2.^3. 341. 
Romanische Forschungen s. auch M^langes Chabaneau. 

Sammelbände der Internationalen Musikgesellschaft 85. 
Schleswig-holsteinische Zs. für Kunst u. Literatur 173. 
Schriften des Vereins f. Geschichte der Neumark 256. 
Schriften des Vereins für Reformationsgeschichte 175. 
Schweizerische Theolog. Zeitschrift 420. 

Söances et Travaux de TAcadömie des Sciences morales et 
politiqnes 422. 

Sitzungsberichte der Gelehrten Estnischen Gesellschaft 35. 
Sitzungsberichte der Gesellschaft für Geschichte u. Alter¬ 
tumskunde der Ostseeprovinzen Russlands 34. 
Sitzungsberichte der K. K. Akademie der Wissenschaften 
in Wien 33. 130. 218. 378. 419. 

Sitzungsberichte der Kgl. Bayrisch. Akademie der Wissen¬ 
schaften 79. 172. 303. 

Sitzungsberichte der kgl. preussisch. Akademie der Wissen¬ 
schaften 180. 172. 218. 256. 303. 419. 

Skrifter utg. af R. Humanistiska vetenskapssamfundet i Upp- 
sala 132. 

Sonntagsbeilage zur Nationalzeitung 420. 
Sonntagsbeilage zur Vossischen Zeitung 85. 80. 175. 257. 
347. 421. 

Stimmen aus Maria-Laach 80. 131. 218. 256. 

Studien u. Mitteilungen aus dem Benediktiner- u. dem Cis- 
tercienser-Orden 131. 

Studien zur vergleichenden Literaturgeschichte 76. 166.298. 
838. 374. 

S tu dies and Notes in Philology and Literature 421. 


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XXIX 1907. Literatarblatt für germanische 


Stndies in Philology 30. 

Stndi Medievali 74. 216. 417. 

Studi romanzi editi a cara di Monaci 78. 

Stadl storici 39. 

Süddeotsche Monatshefte 35. 131. 175. 304. 380. 

Taal en Letteren 167. 839. 

Theologisches Literatnrblatt 175. 

Theologische Stadien a. Kritiken 174. 

Theologische Zeitschrift 131. 

TiidSchrift voor nederlandsche taal- en letterkande 29. 167. 
ä49. 376. 

Tijdspiegel 132. 

Tridentnm 89. 185. 352. 

Türmer, Der 175. 256. 

Twintigste Eeaw 804. 

üniversity Stndies 80. 

Unsere Heimat 79. 

Uppsala aniversitets Arsskrift 257. 

Vedetta, La 38. 351. 

Verein f. Geschichte der Stadt Nürnberg 419. 

Verslagen en Mededeelingen der Kon. .^ademie van Weten- 
schappen 848. 

Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Philosophie and 
Soziologe 880. 

Vossische Zeitung s. Sonntagsbeilage. 

Wallonia 259. 

Westdeutsche Zeitschrift für Geschichte u. Konst 379. 419. 
Wiener Wochenschrift für klass. Philologie 34. 
Wissenschaftliche Beihefte zur Zs. des Allg. Deutschen 
Sprachvereins 76. 375. 

Wochenschrift für klassische Philologie 34. 178. 419. 
Württembergische Vierteljahrshefte 79. 

Zentralblatt für Bibliothekswesen 34. 79. 173. 

Zeitfragen des christl. Volkslebens 304. 

Zeitung für Literatur, Kunst u. Wissenschaft 80. 131. 175. 
218. 256. 804 847. 380. 421. 

Zeitschrift f. Aesthetik u. allgem. Kunstwissenschaft 174. 
218. 847. 


and romanische Philologie. (Register.) XXX 


: Zs. für bildende Kunst 35. 

Zs. für Bücherfreunde 34. 131. 256. 304. 847. 419. 

Zs. für celtische Philologie 379. 

Zs. für das Gymnasial wesen 34. 131. 879. 

Zs. für den deutschen Unterricht 29. 77. 128. 167. 252. 375. 
416. 

Zs. für deutsche Mundarten 76. 800. 

Zs. für deutsche Philologie 76. 167. 374. 

Zs. für deutsches Altertum u. deutsche Literatur 166. 299. 

I Zs. für deutsche Wortforschung 128. 167. 214. 800. 

Zs. für die Geschichte des Oberrheins 173. 8 7. 

Zs. für die österr. Gymnasien 34. 131. 172.,304.f379. 419. 

I Zs. für Ethnologie 35. 174. 250. 

Zs. f. französ. u. engl. Unterricht 126. 214. 251. 299. 388. 

Zs. für französische Sprache und Literatur 81. 171. 216. 302. 
341. 377. 

Zs. für Kinderforschung 380. 

Zs. für Kirchengeschichte 174. 

Z s. für lateinlose höhere Schalen 131. 

I Zs. für Numismatik 174. 

Zs. für österreichische Volkskunde 256. 420. 

Zs. für Psychologie u. Physiologie der Sinnesorgane 174. 
j Z s. für romanische Philologie 77. 128. 169. 216. 801. 302. 340. 
I Zs. für Theologie und Kirche 80. 

Zs für vaterländische Geschichte und Altertumskunde 256. 
Zs. für vergleichende Literaturgeschichte 127. 213. 

■ Z s. für vergl. Sprachforschung 28. 127. 338. 

Zs. für wissenschaftliche Theologie 80. 

Zs. der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft 174. 

Zs. der Internationalen Musikgesellschaft 85. 

Zs. des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins 76. 167. 375. 
Zs. des Bergischen Geschichtsvereins 79. 

Z s. des historischen Vereins für Schwaben u. Nenburg 419. 
Zs. des Historischen Vereins f. Steiermark 173. 

Zs. des Vereins für Geschichte Schlesiens 879. 

Zs. des Vereins für rheinische und westfälische Volkskunde 
85. 79. 174. 380. 420. 

Zs. des Vereins für Volkskunde 85. 181. 

Zs. des Westprenßischen Geschichtsvereins 256. 

I Zukunft, Die 175. 847. 


VI. Verzeichnis der in den Personalnacbricbten erwähnten Gelehrten. 


1. Anstellung^en. Berufun¬ 
gen, Ausseicbnungen. 

Ascoli 46. 

Bang 86. 

Berger 318. 

Brandl 86. 

Castle 890. 

Counson 390. 

Farinelli 86. 8l8. 390. 
Foerster 230. 

Heiss 818. 

Hensler 890. 

Jab erg 142. 

Jarnik 230. 


Kutscher 262. 

Maync 358. 

Much 46. 

Petsch 858. 

Bajna 818. 

Beuschel 430. 

Richter, Elise 858. 

Salverda de Grave 190. 
Solmsen 318. 

Stiefel 190. 

Trautmann 858. 

Vollmüller 262. 


Walzel 318. 
Wihan 262. 
Wossidlo 86. 

V. Wurzbach 280. 


2. Todesfälle. 

Ascoli 86. 

Birö 190. 

Bobertag 318. 
Brunetiöre 46. 
Bugge 318. 

Carducci 190. 

Fischer, Kuno 818. 


van Hamei 190. 

Henry 142. 

Hetzer 46. 

Justi 190. 

Kressner 430. 

Massen'390. 

Schade 46. 

Schröder 190. 

Baron Spoelberch de 
Loewenjoul 818. 
Stern 190. 

Traube 262. 

Trübner 230. 


Vn. Verschiedene Mitteilungen. 


Arnold, Ankündigung 280. 

Barret Browning, Elizabeth: über ihre Lyrik 430. 
Oandrea u. Densusianu, Ankündigung 262. 
Hilka, Ankündigung 230. 

Ling, Ankündigung 142. 
Philologenversammlung 190. 


I Söderhjelm, Ankündigung 142. 

Strack, Ankündigung 190. 

Vertreterversammlung des Verbandes deutscher Ver¬ 
eine für Volkskunde 230. 

I Vogel, Ankündigung 480. 

I Wenker, Sprachatlas 86. 


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LITERATURBLATT 


iBIfKALLi-- 

(ÜNIV. Or -nr . 

FE6 18 lyo 


FÜB 

GERMANISCHE UND ROMANISCHE PHILOLOGIE. 


HBRAU8GBOBBBN VON 


I 


D« OTTO BEHAOHEL 

o. 5. ProfBMor «Ur f«rauuü»di«i Philolofto 
ao dar üaiTaraitit 0l«Maa. 


ÜBD 


D** FRITZ NEUMANN 

o. 5. ProfeMor der romenieehes PkUolofle 
es der UaiTeraltIt Heidelberg* 


VERLAG VOR 

Bnwfctl.t »oiiaUiet. _O^. SBISLAND, LEIPZIG, KA&LSTRASSE 20. 

XXVIll. Jahrgang. Nr. 1. Januar. 


Freia balbjihrlich M. 5.M. 

1907. 


WelBhold-BbrlftaenB, Mhd.OreametikB. A 
(Behaf hei'. 

Braaee, lieber die EiBifVBf der deataebeB Aua- 
apraebe (B r e b a e r). 

Matth laa, BiaaiarekalaKttoatler(W bb der lieb). 
O o 11 b e r, Nord. Literatarfoeohlcbte 1 (Kable). 
Olrik, Pa B B i arka HeltediftaiBf I (Oolther). 

FIB a a r‘'J o b a a o'b, Faei^ioaa. Norefe koBOBca 
IBI (Golther). 


J a 11 a B B. Bdlted by W. Straak (H o 11 b b a a e b). 
OateratBOB, Sbakeapeare a. die Antike (G1 & d e) 
Bbellof, Probleaie der rouiBaiaeheB Syatax 1 
(Meyer-LQbke). 

Book elf Goupil^ eiue aeaiaaiolof. MoBOfrapble 
(T o b 1 e r). 

Baret, Le atyle podtiqae et 1 b rdrolatioB roaiBa- 
ttqae (Sebaeef Bua). 


Bertoalf II CaoBoaiere proTeaaBle dellB Bleear» 
diBBB t909 (PI 11 et). 

O o a B a o B f Dante* ee F^aace (V o a a 1 e r). 
LoreasoBif FraauBeatl iaedltl dl Tita floreatlaa 
Faae 1 u. 2 (W leaei. 

BIbllof rapble. 

PeraonalBaebriehtea. 


SleiBe BrftlelhoebdeatBche Grammatik von K. Weinhold. 

Dritte Anitas, neu bearbeitet von G. Ehrismann. Wien n. 

Lri]nigf BranmüUer. 1905. 111 S. M. 2. 

„Der Wechsel von ch nnd ck ist ein Mittel bei der 
Bildung verwandter Worte; z. B. hache backe^ dach 
decke decken^ wachen wacker, rechen recke^ : so stand 
noch 1889 bei Weinbold S. 54 zu lesen, und vieles an¬ 
dere von ähnlicher Art. Eine gründliche Erneuerung 
tat not. Es ist ein wahres Vergnügen zu beobachten, 
mit welchem Geschick Ehrismann diese vollzogen bat, 
wie er hier unnötiges beseitigt, dort schiefes zurecht 
rückt, richtiges an die Stelle des Falschen setzt. Und 
dabei hat er es fertig gebracht, das auf 111 Seiten zu 
sagen, wozu Weinbold 134 Seiten nötig hatte. 

Ehrismann vertritt § 48 noch die Anschauung, dass 
im Mitteldeutschen der Umlaut „oft vernachlässigt* sei; 
richtiger wäre es doch wohl zu sagen, dass er „in der 
Schrift oft vernachlässigt* sei und unter deren Einfluss 
im Beim unberücksichtigt bleibe. 

Giessjen. 0. Behaghel. 


Dr. Wilh. Braune, üeber die Einigung der deutschen 

Anssprache. (Heidelberger Rektoratsrede v. 22. Nov. 1904). 

Halle, M. Niemeyer 1905. 32 S. 4* M. 1.20. 

Die von Braune behandelte Frage entzieht sich rein 
wissenschaftlicher Lösung; ja vielleicht werden praktische, 
pädagogische, politische, stammheitliche Gesichtspunkte 
einmal ausscüaggebend sein. Solche können an dieser 
Stelle nicht besprochen werden. Braune untersucht die 
Vorgeschichte unserer nhd. Aussprache, die ihm wesent¬ 
lich durch die Bühnensprache repräsentiert wird. Er 
zeigt, dass diese Anssprache nicht auf alter oberdeutscher 
Ueberlieferung beruht, dass sie nicht hochdeutsche Sprach- 
form in niederdeutscher Lautgebnng ist, sondern in star¬ 
kem Gegensatz zur französischen und englischen Ans¬ 
sprache, als spelling pronunciation der Schriftsprache ent¬ 
stamme. Sie enthält Lanttrennnngen und Lautvereini- 
gongen, die unmöglich der lebenden Umgangssprache ent¬ 
nommen sein können, da sie nirgends in dieser Art 
Vorkommen. Die Deutung der Schriftformen war vom 
16.—18. Jahrhundert von Obersachsen beherrscht, seit 
dem 19. Jahrhundert ist die niederdeutsche Leseweise 
massgebend geworden. Die Forderung „Schreibe wie du 


(richtig) sprichst!* hat sich als undurchfülirbar erwiesen, 
sie ist zu ersetzen durch die andere: „Sprich wie du 
schreibst!* und statt „Fort mit dem Schriftbild* hat es 
zu heissen: „Her mit dem Schriftbild!* Die drastische 
Aensserung, man möge der Schreibung zuliebe die Aus¬ 
sprache Wilmar (statt Filmar) zulassen, zeigt, wie kon¬ 
sequent Braune jene Forderungen dnrchgeführt wissen 
will. Nun muss er freilich zugestehen, dass die spelling 
pronunciation im Deutschen vielfach durchbroclien ist, so 
bei che, sf-, ap-, bei der Scheidung von ei und ai, von 
eti und du. Aber man könnte wohl umgekehrt sagen, 
gerade diese Nichtübereinstimmung beweisst, dass die 
Schrift nicht schlechthin Quelle unserer Aussprache ge¬ 
wesen ist. Schon die Schreibung eu für sich, die doch 
seit dem 14. Jahrhundert fest ist, scheint überzeugend 
darzutun, dass man nicht die Schrift sprechen, sondern 
die Sprache schreiben wollte; es ist also nicht oi eine 
ungenaue Wiedergabe von eu, sondern eu eine (für uns) 
nicht zutreffende Wiedergabe des gesprochenen Diph¬ 
thongen; im 16. Jahrh. war man sich noch bewusst, 
dass u = ü sein könne; da passte das Schriftbild immer 
noch besser. leb halte es für nicht unwahrscheinlich, 
dass sich in schreibknndigen Kreisen Oberdentschlands 
eine konservative Anssprache, beim Lesen etwa, erhalten 
hat, die auch die ö, ü mit Rundung versah, was durch 
die so oft daneben stehenden Stammformen mit o, u 
{au neben du) unterstützt wurde. Die Grammatiker des 
16. Jahrhunderts sehen freilich in der Schriftform das 
fest Gegebene — aber sie glauben darin ihre eigene 
Aussprache niedergelegt, gerade wie heute die Mehrzahl 
glaubt ei, eu, äu zu sprechen! Gewiss, die Schrift hat 
die Anssprache tyrannisiert, aber ganz besonders in 
Niederdentschland nnd in der Schule! Die letztere hat 
Braune so gut wie nicht beachtet, nnd Joch muss sich 
in ihr in jeder Generation die Wirkung der Schrift von 
Neuem wiederholen. So möchte ich die norddeutsche 
Anssprache geradezu Schulaussprache nennen; gerade die 
sorgfältige Herausarbeitung der Einzellante, die Ver¬ 
kennung und Verwerfung der Sandliiwirknngen, die For¬ 
derung des festen Ansatzes im Wortinnem, all das stammt 
aus der Schule, aus der Bemühung der Schrift gerecht 
za werden und das Schreibenlernen zu erleichtern. Die 
Schlussfolgerung, dass die Schrift fernerhin massgebend 

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1907. Literaturblatt für germanische und romanische Philologie. Nr. 1. 


bleiben (oder werden) müsse, weil sie bisher in manchen 
Fällen Altes künstlich erhalten, in anderen aber den 
Boden der lebendigen Rede ganz zu verlassen verleitet 
hat, dürfte nicht bindend sein. 

So lehrreich Braunes Uebei schau ist, sie bedarf doch 
auch als solche noch der sicheren Begründung. Das Ver¬ 
hältnis der Oberdeutschen zu der geschriebenen Form 
sowohl vor als nach dem Anschluss an die Gemeinsprache 
müsste doch nicht so flüchtig gestreift werden. Es be¬ 
darf da noch eingehender rntersuchungen. Im einzelnen 
wäre schon jetzt mancherlei an Braunes Beweisniaterial 
nachzuprüfen: dass nirgends altes t und ei, u und ou 
zusammengefallen seien, ist nicht richtig: i? + Labial 
ist = ou in einem erheblichen Teil des Südens, nicht 
nur in Bayern, ü = ou im Nordgauischen in noch wei¬ 
terem Umfang (s. Bay. Maa. I, 441) ? > a und ei > a 
ebd. (a. a. 0. II 97). Dass man stets liab ich spreche, 
trifft ebensowenig zu, als dass man habe ich des Flexions¬ 
zeichens wegen, als papierne Form nötig hat. Dass in 
je j nur graphisch gemeint, d. h. = i gewesen sei wie 
in jhw, ihr ist sehr zu bezweifeln. Im Iß. Jahrh. 
(Luther) ist wohl yder, yr/lich, auch jmand leicht zu 
linden, kaum aber y, dagegen ihe, yhe auch in Witten¬ 
berger Drucken; sollte hier schon missverständlich das 
oberdeutsche ie je gelesen worden sein? Hier ist doch 
wohl die Umgangssprache nachgebildet, in der leicht 
(z. B. in Verbindungen wie wenn ie, dass ie) durch Um¬ 
springen des Tones auf den schallstärkeren Vokal ie > je 
werden konnte. Für die Quantitäten war die Schreibung 
bedeutsamer als Braune zugestehen will; vor geschrie¬ 
bener Lenis wurden die Vokale von niederdeutschen 
Schülern und Lesern überlmupt gedehnt, daher gibt, 
öbst, h'ebs, obwohl hier nirgends b gesprochen wird. 
Dass die obersächsischen Quantitäten des Iß.—18. Jahr¬ 
hunderts in Niederdeutschland adoptiert worden seien — 
was ja auch eine Ausnahme von der spelling pronun- 
ciation wäre — hat Br. wie es mir scheint nicht walir- 
scheinlich gemacht. Schliesslich sei noch erwälint, dass 
Br. die Aneignung der stimmhaften Laute für leichter 
hält als die der Stärkeunterschiede von Fortis und Lenis. 
Ich muss das wie' früher leugnen, wenigstens für die 
bayrischen und schwäbisclien Gebiete. Im bayrischen 
Franken allerdings ist, wie mir Kollege M. Förster ver¬ 
sichert, der Muskeldruck ein für sein norddeutsclies Ohr 
unerhört geringer, und fränkische Schülerinnen des Mün- 
cliener Lehrerinnenseminars waren wenigstens vor 30 
Jahren die einzigen, bei denen ein Unterschied v<m Lenis 
und Fortis nicht herauszubringen war. Ob sie aber stimm¬ 
hafte Laute besser fertig kriegen? oder gar sie und 
Unterschiede wie die von Bad und Rat zusammen?? 

0. Brenner. 

Ich möchte im Anschluss an das zuletzt Gesagte 
noch auf einen Punkt aufmerksam machen. In allen 
mir bekannten mittel- und oberdeutsclien Mundarten wird 
in Zusammensetzungen wie abholen, fortholen in der 
Fuge eine Tennis aspirata gespiochen, und ich möchte 
bezweifeln, ob es irgend eine Mundait gibt, die solche 
Laute nicht kennt. Dann besitzt aber tatsächlich wohl 
jede Mundart ein p, ein t, das deutlich von der Tennis 
lenis b, d geschieden ist, und es ist also jedenfalls 
leichter, diese der ^Mundart bereits bekannte Unterschei¬ 
dung auch für andere Fälle nutzbar zu machen, als vom 
Süd- und Mitteldeutschen die Einführung der ganz frem¬ 
den stimmhaften Laute zu verlangen. 

Giessen. 0. Behaghel. 


Theodor Matthias. Bismarck als Künstler nach den 
Briefen an seine Braut und Gattin. Eine sprachlich-psycho¬ 
logische Skizze. Leipzig, F. Brandstetter (XII, 234 S.) 1902. 

Als Fürst Herbert Bismarck die Briefe seines 
Vaters herausgab, hielt er eine „Einleitung oder Erläu¬ 
terung“ für überflüssig, „sie sind so reich an warmer 
Empfindung und geistvollen Schilderungen, dass sie für 
sich selbst sprechen“. Trotzdem hat Matthias keinen 
nutzlosen Versuch gemacht, und wir können ihm für 
sein Buch dankbar sein. Denn eben in jenem Reichtum 
„an warmer Empfindung“ enthüllte sich eine Seite am 
Wesen des eisernen Kanzlers, die Manchen überraschte, 
für die die Wenigsten genügend vorbereitet waren. 
In Bismarcks Reden, in seinen bisher veröffentlichten 
Briefen und Aufzeichnungen war dem geübten Auge 
zwar schon vorher nicht entgangen, wie sich Willens¬ 
stärke und Geistesschärfe bei Bismarck von einem tief 
gründenden Gemütsleben abhoben. Aber wie warm der 
Mann mit der eisernen Faust, mit dem flammenden 
Blick, in Wahrheit empfand, das zeigt sich doch erst 
in diesen Briefen an seine Gattin. Sie weisen eine 
ganz neue Spielart des Bismarcksclien Briefstils auf: 
in ihrem grösseren Teile sind sie weder einfache Mit¬ 
teilung, noch entspringen sie der Absicht, zu über 
zeugen oder zu überreden; meist sind sie vielmehr 
StimmuTigsreflexe. Und eben deslialb hellen sie unsere 
Kenntnis und unser Urteil über den Kanzler so bedeut¬ 
sam auf. Wir sehen, mit welchen oft elementaren — 
Regungen des Gefühls die Forderungen ringen mussten, 
die der Geist erkannte, die der Wille erzwang. Wir 
sehen aber auch, dass in der Einfachheit und Gesundheit 
dieser Regungen im Grunde doch das Geheimnis des 
besten Erfolges lag, den Bismarck erreichte. 

Denn für das Bedeutsamste im Wirken dieses 
Mannes wird man doch immer die Tatsache halten müssen, 
dass es ihm gelang, auch die Geefiier, die er durch seine 
Taten von sich abdrängte, später wieder zu gewinnen. 
Gewiss bat hieran das Augenmass ein Hauptverdienst, 
mit dem er der Ausnützung seiner Erfolge jeweils die 
Grenze zog; nicht minder aber kam ihm die feine 
Kenntnis zu statten, mit der er das Empfindungsleben 
von Hoch und Niedrig beherrschte. Und diese Kenntnis 
wurzelte nicht bloss in der Beobachtungsgabe, sondern 
auch in der unverwüstlichen Gesundheit und Einfachheit 
des eigenen Gefühls, die iiim selbst auf der Höhe der 
Leistungen, der Erfolge, des Ruhmes treu blieb. Wie 
viel er nach dieser Richtung seiner Gattin, seinem 
Familienleben verdankt, das zeigen uns diese Briefe. 

Darum wird deren richtige Würdigung immer auf 
den „Menschen“ im Kanzler zielen müssen. Und das 
tut auch Matthias trotz der schwerfälligen Fassung des 
Titels, die irre führt. Eine „sprachlich-psychologische“ 
Skizze wird uns im Titel angekündigt, die dem „Künst¬ 
ler“ gelten soll. Der Künstler aber kann im Rahmen 
sprachlicli-psychologischer Untersuchung nicht erschöpfend 
beobachtet werden, davon legt eben diese Darstellung 
ein Zeugnis ab, die sehr weit in das Gebiet der höheren 
Stilistik, in die Figuren der Rhetorik und Poetik hin¬ 
überschweift, die gerade hier vielleicht ihren Höhepunkt 
erreicht. Und andererseits scheint es mir auch nicht 
gerechtfertigt, die Eigenschaft des „Künstlers“ in dieser 
Weise in den Vordergrund zu stellen. Wie ich die 
Briefe Bismarcks auffasse, und wie sie auch in der 
lebendigen und warmen Schilderung des Verfassers an 
uns vorüberziehen, zeigen sie, dass eine gewaltige Per- 


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1907. Literaturblatt ftir germanische und romanische Philologie. Nr. 1. 


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sönlichkeit, der eine umfassende Bildung doch den unbe¬ 
fangenen Blick nicht getrübt hat, in grossen Augen¬ 
blicken zum Ausdruck gesteigerter Stimmung Formen 
übernimmt, Formen entwickelt, die das Gepräge des 
Künstlers tragen. Einfachheit, Wahrhaftigkeit und Grösse, 
das sind die Eigenschaften, die Bismarck als Mensch und 
Stilist mit dem Künstler teilt. 

„Bismarck in seinen Briefen an die Braut und 
Gattin“, dieser Titel* würde den Inhalt des vorliegenden 
Buches völlig decken und richtiger kennzeichnen. Er 
würde auch einen Verzicht entschiedener rechtfertigen, 
den der Verfasser im Vorwort doch nicht genügend er¬ 
klärt, wenn er sagt: „Ein Opfer der Verehrung, ein 
Ausdruck des Bekenntnisses zu Bismarck’schem Deutsch¬ 
und Menschentum, wie das im folgenden gezeichnete 
Bild sein wird, soll es seine Unmittelbarkeit nicht durch 
kühle kritische Auseinandersetzungen mit gelehrten und 
ungelehrten Behandlungen einbüssen, welche die und jene 
Seite Bismarckschen Wesens, sein Glaube, sein Kunst¬ 
sinn, schon gefunden haben. Ebensowenig soll die Schärfe 
und Frische des Bildes, wie es uns aus den Briefen 
entgegenschaut, durch ausserhalb der Briefe liegende 
Beziehungen beeinträchtigt werden.“ 

Ich glaube, eine „sprachlich-psychologische“ Skizze 
konnte diese „ausserhalb der Briefe liegenden Bezieh¬ 
ungen“ doch nicht ganz umgehen. Vor allem müsste 
das Eigentum Bismarcks von der sprachlichen Ueber- 
lieferung der gebildeten Kreise überhaupt und von den 
Gewohnheiten der Berufs- und Stammesgenosseii im Be- 
sondern schärfer geschieden werden. Der Verfasser 
durfte aus sprachlichen Erscheinungen nur da auf die 
Eigenart Bismarcks schliessen, wo es sich entweder um 
eine Prägung seines Stils handelt oder wo er in der 
Bevorzugung einer von anderen übernommenen Form 
seine eigenen Wege geht. Für beides geben uns die 
Sammlungen von Matthias bezeichnende Beispiele an 
die Hand; aber es stört, wenn dicht daneben andere 
mit gewertet werden, die Allgemeingut sind, wie z. B. 
der einmalige Gebrauch des Wortes „Metamorphose“ 
mit unter die Erscheinungen gerechnet wird, die für 
die Beschäftigung mit Ovid sprechen. Der grösste Teil 
der in der Einleitung besprochenen syntaktischen Er¬ 
scheinungen ist in dem mündlichen Stil und ebenso in 
der zwanglosen Briefform bestimmter vornehmer Gesell¬ 
schaftskreise Norddeutschlands viel verbreitet; speziell 
Bismarckisch ist hieran mehr der Grad und die Eigen¬ 
art der Anlehnung an diese Standessprache. Und gerade 
in dieser Richtung bergen die Briefe deutliche Gegensätze, 
die einen lehnen sich enger an die Standessprache an, 
andere stehen weiter ab. Da uns eben diese letzteren 
einen charakteristischen Typus zeigen, der die Briefe Bis¬ 
marcks an seine Braut und Gattin gegen seine übrigen 
Briefe — namentlich gegen die an seine Schwester — 
abhebt, die den Gesprächsstil der norddeutschen Gesell¬ 
schaft pflegen, so hätte die Bezugnahme auf Bismarcks 
sonstigen Briefwechsel das von Matthias erstrebte Bild 
ebensowenig beeinträchtigt wie ein Versuch, die Briefe 
in sich zu gliedern. 

Schon der Titel Briefe an die „Braut und Gattin“ 
deutet eine Gliederung an. Wenn wir das Wort „Braut“ 
in höherem Sinn und in einer dem ursprünglichen Inhalt 
näher kommenden Bedeutung fassen, so gelangen wir zu 
einem deutlich wahrnehmbaren Schnittpunkt in der Reihe 
der Briefe. Eine ältere Gruppe gilt nur der Persönlich¬ 
keit seiner Gattin, eine jüngere berücksichtigt zugleich 


auch die heranwachsende Kinderschar und gilt mehr dem 
Familienleben. Und in beiden Gruppen weist Stil und In¬ 
halt bemerkenswerte Gegensätze auf. Diese werden aller¬ 
dings noch gesteigert durch die Abnahme des Einflusses, 
den die Eigenart des Puttkamer’schen Hauses auf Bis¬ 
marck aiisübt. Wenn ihn die Frömmigkeit und Glaubens¬ 
innigkeit, die da in der Stille des Landlebens aufblühte, 
anfangs ganz gefangen genommen hatte, so weisen ihm 
seine Berufspflichlen und die politischen Aufgaben, die 
ihn in das Weltgetriebe verstricken, immer mehr die 
Grenze, die er seinem Gefühlsleben zu ziehen hatte. 
Sein Ehrenhandel mit Vincke ist der erste Anfang dieser 
Entwickelung, und es ist charakteristisch, dass er sich 
darüber nicht mit der Gattin, sondern mit deren Mutter 
auseinandersetzt. Und mit dem Tode der letzteren, 
mit den letzten Altersjahren des Schwiegervaters ver¬ 
binden sich Aenderungen im eigenen Hause Bismarcks, 
die die Verhältnisse verschieben. Die Wanderjahre sind 
zu Ende, seine Familie wird sesshaft, und in dieser 
Familie wächst die neue Generation, ein Träger speziell 
Bismarck’scher Art, heran. All diese Veränderungen 
spiegeln sich so deutlich und so charakteristisch in 
dieser Reihe von Briefen, aus ihnen erklärt sich auch, 
warum die Briefe der ersten 17 Jahre mehr als fünf¬ 
mal soviel Raum einnehmen als die der letzten 28, 
auch wenn man die Sonderausgabe der Briefe von 1870 
auf 71 dazu rechnet. Der Grund liegt nicht nur darin, 
dass die Gatten nun nicht mehr so häufig und lange 
getrennt waren, die Ursache liegt, wie mir scheint, tiefer. 
Beide hatten sich auch innerlich fester verbunden. Die 
Gattin war in einen neuen Pflichtenkreis hineinge¬ 
wachsen und der Kanzler hatte sich vom Puttkaraer- 
schen Gemütsleben das zu eigen gemacht, was seiner 
Art gemäss war; das andere hatte er überwunden. Das 
gilt in erster Linie für das Verhältnis zu Gott und für 
die Stellung der Religion im Leben. Matthias hat dieses 
zu sehr in der Form einer konstanten Grösse gezeichnet. 
Und doch stammen die Belegstellen, die er anführt, alle 
aus einer enger begrenzten Periode des Briefwechsels. 

Dass es dem Verfasser nicht schwer fallen würde, 
nach dieser Seite, durch Gliederung und durch ver¬ 
gleichende Darstellung, seine Ergebnisse zu festigen, 
das hat er durch frühere Untersuchungen schon gezeigt. 
Vielleicht lässt er sich anregen, den letzten Schritt noch 
nachzuholen. Denn eben die aus dem Jahre 70 71 ge¬ 
schriebenen, in einer Sonderausgabe veröffentlichten, , 
Briefe fordern zu einem Rückblick geradezu heraus. Sie 
erinnern in ihrer ersten Hälfte an die breiter ausladen¬ 
den Stimmungsreflexe früherer Epochen und kehren in 
der zweiten Hälfte unter der wachsenden Geschäftslast 
zu der knappen Stilform zurück, die uns aus dem Ge- 
samtbriefwechsel des Kanzlers als die überwiegende ver¬ 
traut ist. 

Als besonders wertvoll in dem Buche von Matthias 
möchte ich schon jetzt die hübschen Sammlungen zur 
„Wortbildung und zum Wortgebrauch“ (S. 18 ff.) be¬ 
zeichnen, von denen ich nur die „freien Fügungen des 
Zeitwortes“ abtrennen würde. Auch die Umformung der 
rhetorischen Figuren kommt im zweiten Teile (S. 38 ff.) 
übersichtlich zur Darstellung. Hier ist namentlich die 
Aufzählung der Gebiete dankenswert, aus denen Bis¬ 
marck seine Bilder nimmt. Dass bei den Zitaten die 
volkstümliclie Literatur gegenüber der klassischen so 
sehr bevorzugt wild, das stimmt mit sonstigen Beobach¬ 
tungen überein, dagegen scheint Shakespeare in diesen 


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1907. Literaturblatt fttr germanische und romanische Philologie. Nr. 1. 


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Briefen nicht so oft zitiert zu werden, wie in den 
Reden. Die Freude am Soldatenleben, die anschaulichen 
Schilderungen ans Feld und Wald, Haus und Hof machen 
sich naturgemäss hier noch mehr geltend als in anderen 
Aufzeichnungen Bismarcks. 

Als Anregung und Einführung in die Briefe Bis¬ 
marcks und noch mehr als Rückblick und zur Sammlung 
der Eindrücke nach der Lektüre ist das Büchlein warm 
zu empfehlen. 

Berlin. Hermann Wunderlich. 

Wo 1 fgang 6olther, Nordische Literaturgeschichte. 

Erster Teu: Die isländische und norwegische Literatur des 

Mittelalters (Sammlung Göschen No. 254). 128 S. 12®. 

Leipzig, G. J. Göschensche Verlagshandlung, 1905. 

W^er sich in Kürze über die altwestnordische Lite¬ 
raturgeschichte unterrichten will, möge zu dem Bändchen 
greifen; er wird das Wichtigste darin finden, sowohl was 
den Inhalt als was den Gang der Entwicklung betriflft. 
Auszusetzen habe ich, dass gelegentlich mit allzugrosser 
Bestimmtheit Dinge als erwiesen vorgetragen werden, 
von denen der Verf. sicherlich selbst zur Genüge weiss, 
dass sie strittig sind. Das hätte zum mindesten auge¬ 
merkt werden müssen. Hierhin rechne ich, wenn S. 21 
die Prymskvida bestimmt das älteste Eddalied genannt 
wird, das vielleicht um 900 in Norwegen gedichtet sei. 
So sicher wird man das nicht behaupten können. Dass 
es dagegen zur ältesten Schicht gehört, scheint unzweifel¬ 
haft. Man wird es vielleicht noch weiter zurückdatieren 
können, wie denn G. selbst S. 12 als änsserste Grenze 
die Zeit um 850 annimmt. Finnur Jönsson setzt das 
älteste Stück der Hävamöl noch vor die Prymskvida. Für 
erwiesen hält G. ferner (S. 30) seine Theorie, dass die 
deutschen Heldensagen von Wieland, Sigfrid und den 
Nibelungen sowie von Ermenrich über England oder un¬ 
mittelbar aus dem Frankenreich nach Norwegen und Is¬ 
land gelangt seien, nicht über Dänemark. Das steht 
nun aber keineswegs so fest, wie G. meint. Noch jüngst 
sucht Sijmons in seinem Aufsatz ‘Das Lied von Ermen- 
richs Tod und die HamJ)esm9r (ZfdPh. 38, 145 ff.) zu 
zeigen, dass die Ermanarichsage von Niederdeutschland 
nach dem skandinavischen Norden, und zwar teilweise 
schon in Liedform, gewandert sei. Mit allzugrosser Be¬ 
stimmtheit wird auch (S. 43) die ursprüngliche Verschie¬ 
denheit der Walküre Sigrdrifa und der Brynhild be¬ 
hauptet. Auch hier hätte die gegenteilige Ansicht Er¬ 
wähnung verdient. Nicht ganz genau ist es, wenn G. 
die Feindschaft zwischen Egill Skallagrimsson und dem 
Norweger König Erich ßlutaxt erst durch die Erban- 
sprücbe Egils entstehen lässt, die dieser namens seiner 
Frau in Norwegen erhebt (S. 69). Das richtige findet 
sich S. 92: es handelt sich um eine Fehde des Ge¬ 
schlechts von Egils Grossvater Kveldulf her mit dem 
Geschlecht der norwegischen Könige. Die Erbansprüche 
sind nur ein weiteres Moment im Verlauf dieser Fehde. 
Dass Snorri Sturluson wirklich ernsthaft beabsichtigt 
habe, sein Heimatland der Herrschaft des norwegischen 
Königs zu unterwerfen und als dessen Jarl zu beherr¬ 
schen (S. 113), scheint mehr wie zweifelhaft. 

Ein paar Kleinigkeiten verdienten Verbesserung bei 
einer zweiten Auflage, die wir dem Büchlein wünschen. 
Warum schreibt G. den Vornamen Bugges stets Sofus 
(S. 12. 16), während er doch Sophus lautet? Björn M. 
Olsen ist zu schreiben (S. 12) nicht Olsen mit Kürze. 
Gegen die Form ‘der Skald’ will ich nichts einwenden, 
sie ist eiiigebüi-gert, und das von Heusler gebrauchte 


^das Skald* mutet uns recht fremdartig an, warum aber 
schreibt G. ‘die Wal’ (S. 59)? 

Zum Schluss sei noch anerkennend hervorgehoben, 
dass G. jetzt eine massvollere Behandlung der schwierigen 
Frage der Beeinflussung der norweg.-isländischen Lite¬ 
ratur und Geisteswelt durch irische und christliche Ein¬ 
flüsse als früher zeigt. 

Heidelberg. ^ B. Kahle. 

Axel Olrik, Danmarks Heltedigtning. Förste Del: Rolf 

Krake og den »Idre Skjoldungriekke. KobenhavD, G. E. C. 

Gad. 1903. kl 4®. 352 S. 

Olrik stellt die Bjarkamäl in den Mittelpunkt seiner 
Betrachtungen und sucht zunächst das dänische Lied, das 
Saxo benützte, in seinen Umrissen wiederzugewinnen. Er 
legt einen stellenweise gebesserten lateinischen Text vor, 
in dem angedeutet ist, was Saxo vorfand und hinzusetzte. 
Die 35 Strophen des dänischen Liedes, das Olrik ans 
dem lateinischen Text erschliesst, sind in ausführlichen 
Anmerkungen erläutert und gründlich gerechtfertigt. 
Olrik legt jede Einzelheit zu genauer Nachprüfung vor. 
Für das ursprüngliche dänische Lied, das auch in Nor¬ 
wegen und Island später verbreitet und bearbeitet wurde, 
wird ungefähr 900 als Entstehungszeit angenommen. 
Hvqt (exhortatio bei Saxo) war sein ursprünglicher Name. 
Von den Bjarkamäl aus ergibt sich nun durch sorgsam 
erwägende Vergleichung die Sagengeschichte, die vor¬ 
nehmlich mit Hilfe der altenglischen Gedichte erklärt 
wird. Zwischen 450 und 550 fällt die geschichtliche 
Grundlage der in der Sage erzählten Vorgänge. In der 
Urzeit des Dänenvolkes hatte das Königsgeschlecht, das 
wir durch drei Vertreter Halfdan, Hroar und Hrolf ver¬ 
folgen, seinen Stammsitz in Hleipra {Heorot in Beowulf). 
Die Kriegerschar der Schildleute (skjoldungar) war ihr 
Gefolge. Mit den Had-Barden unter Ingeld und Agnar 
wurden Kriege geführt, wobei Bjarke auf dänischer Seite 
sich auszeichnete und Hrolfs Schwester zum Weib er¬ 
hielt; auch mit den Schweden gab es Kämpfe. Beson¬ 
ders wichtig aber waren innere Streitigkeiten im König¬ 
stamm. Hrolf, ein Sohn des Helge und einer Frankenfrau 
namens Yrsa, stiess nach Hroars Tod dessen Sohn Hrorik 
vom Thron und verlor selber hernach durch den Ueber- 
fall seines Vetters Hjarvard Königsitz und Leben. , 

Die älteste Dichtung, die wir aus den Abspielungen 
der altenglischen Gedichte im Vergleich mit den nordi¬ 
schen erschliessen, entstand etwa im 6. Jabrh. als eine 
Auswahl aus den wirklichen Begebenheiten. Erst im 
7/8. Jahrh. traten erdichtete, mythische Bestandteile 
hinzu z. B. Skjold als Stammfader der Skjoldungar, in 
Dänemark eine Sage von Hrolfs Geburt aus der Ge¬ 
schwisterehe und die GestaltJ seiner Schwester Skuld, 
die ihren Gatten Hjarvard zum verräterischen Ueberfall 
aufreizt. Wie Olrik S. 331 vermutet, dürfte hier wohl 
Einfluss der Sigmund-Sinfjotle und Grimhildsage im Spiele 
sein. Die Bjarkamäl, deren Anspielungen Olrik auf diese 
Weise selu einleuchtend erklärt, sind nun der Ausgangs¬ 
punkt für eine reiche Sagenbildung auf den westlichen 
Inseln, in Norwegen und Island vom 10./3. Jahrh. Die 
unverständlich gewordenen Andeutungen wurden ganz 
neu ausgeiegt und so entstand eine mythisch-romantische 
Sage, die Skjoldungasaga, die mit den geschichtlichen 
Grundlagen der dänischen Bjarkamäl nur wenig mehr 
gemein hat. Norröne Erfindungen und Erdichtungen 
überwuchern immer mehr den alten Kern, den einzelnen 
Helden und Berserkern Hrolfs, die in den Vordergrund 


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1907. Literatarblatt fttr germanische und romanische Philologie. Nr. 1. 


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treten, werden lange Geschichten und allerlei Taten bei¬ 
gelegt n. 8. w. In der Hauptsache erkennt also Olrik 
drei Zweige der Rolfsage, den englischen in vielen Zügen 
eigentümlichen, wie er im Beowulf ersclieint, den däni¬ 
schen (Saxo) und den norrönen, d. h. die auf den West¬ 
inseln, in Nordengland, in Norwegen und auf Island ent¬ 
faltete Skjoldungasaga, die aus den Bjdrkamäl hervor- 

Olriks Buch besitzt alle Vorzüge, die den Arbeiten 
des ausgezeichneten Gelehrten nachzurühmen sind, Gründ¬ 
lichkeit und Klarheit. Wol behandelt es zunächst däni¬ 
sche Heldensage, aber die Ergebnisse greifen tief in die 
norwegische, englische, überhaupt germanische Sagen- 
knnde ein. Wichtig ist z. B. der Abschnitt über Skjold, 
der zur germanischen Mythologie (Ingve) und zur Schwan¬ 
rittersage führt. Das Verhältnis zwischen Skyld und 
Skeaf scheint mir durch Olrik endgiltig und richtig ent¬ 
schieden. Man beachte die einfachen und quellentrenen 
Ergebnisse, die Olrik S. 276 den überaus kühnen Deu¬ 
tungen Kembles und MüllenhofFs gegenüber stellen kann. 
Wichtig ist auch der Abschnitt über Frode und die Gold- 
mnhle. Für die Erklärung des Grottasong, insbesondere 
zum Verständnis der Fenja und Menja bringt Olrik manche 
neue Beobachtung. Wichtig vor allem ist aber die For¬ 
schungsweise an und für sich. Olrik lehrt uns unbe¬ 
fangen die Quellen selbst zu hören, die Geschichte der 
Heldensage von ihnen abzulesen, nicht aber willkürliche 
Deutungen hinein- oder herau^zulesen. 

Der Wert der altenglischen Berichte und der äl¬ 
testen Quellenzeugnisse kommt zu vollem Recht, wir 
lernen die Entwicklung der Heldensage aus einfachen 
geschichtlichen Verhältnissen begreifen und befreien uns 
vom Wahne, der aus jüngsten Zeugnissen eine reiche 
uralte Sage herstellt und eigentlich nur deren fort¬ 
schreitenden Verfall und Verderben wahrnimmt. So 
werden wir nun auch bestärkt, das Zeugnis des Beowulf 
zur Wälsingensage für durchaus echt und richtig zu 
halten, zumal nach den Ausführungen Olriks S. 155 über 
die aus Blutschande erzeugten Helden, in denen das Ge¬ 
schlecht Gipfel und Ende erreicht. Die alte Sage endete 
gewiss mitFitela; Sigfrid kam erst später in den Wäl- 
sungenstamm, verdrängte schliesslich dessen Haupthelden 
und leitete die Wälsnngensage in ganz neue Bahnen. 
Ueberall ergeben sich neue Ausblicke und Abweisungen 
alter Irrtümer z. B. auch über den Zusammenhang von 
Bjarke und andern isländischen Helden mit Beowulf, den 
Olrik durchaus verwirft. Olriks Beweise sind stets sehr 
gründlich, mit Feinsinn und Scharfsinn erbracht und 
streng sachlich; wo alte offenbare Irrtümer zu bekämpfen 
sind, geschieht es stets mit der Schonung und Achtung 
der gegnerischen Ansicht. So ist der Eindruck des er¬ 
gebnisreichen Buches überall hoch erfreulich. 

Rostock. W. Golther. 


Fagrakinna. Nöregs kononga tal, udgivet for samfund til 
udgivelse af gammel nordisk litteratur ved Finnur .I6n88on. 
Kobenhavn, Möller 1902/3. 8°. XXIX, 415 S. 

Finnur Jönsson hat mit bekannter Sorgfalt und 
Gründlichkeit eine Ausgabe hergestellt, die von der 
früheren 1847 durch Munch und Unger besorgten in 
wesentlichen Punkten abweicht. Die Fagrskinna ist in 
zwei Handschriften, A und B, erhalten, die wir aber 
vollständig nur ans isländischen Papierabschriften kennen. 
Von B ist ein Blatt erhalten, so dass wenigstens an 
einer Stelle die Pergamenthandschrift selbst zugänglich 


ist. B ist lückenhaft, A vollständiger. Munch und Unger 
gründeten ihren Text auf A, Finnur Jönsson auf B, in¬ 
dem er A nur in einzelnen Lesarten und als Lücken- 
büsser heranzieht. Der Herausgeber beabsichtigt, hier¬ 
durch den besten und ältesten Text in der Sprachform 
der ältesten und besten Handschrift zu bieten. Die 
Fagrskinna zeigt ausgeprägte norwegische Spracherschei- 
nungen, die im Text mit voller Deutlichkeit zu Tage 
treten sollen. Im Vorwort ist die sprachliche Frage er¬ 
örtert. Mit Hilfe des Pergamentbruchstückes und da die 
Abschriften genau sind, lässt sich die norwegische Text¬ 
gestalt sehr wohl wiederherstellen. „Alt i alt mä det 
siges, at B afgiver et fortrinligt billede af skriverens 
norsk ved midten af det 13. ärh.“ Somit gewinnt der 
Text auch fürs Studium der altnordischen Grammatik, 
zur Kenntnis der Verschiedenheiten zwischen isländisch 
und norwegisch grosse Bedeutung. Wie in der Literatur¬ 
geschichte II 630—9 hält Finnur Jönsson die Fagrskinna 
für das Werk eines Isländers, der um 1240 in Norwegen 
für König Häkon Häkonarson schrieb und darnach seine 
Auswahl traf. Noch kurz vor seinem Tode Hess sich 
der König daraus vorlesen. Die Schrift war natürlich 
daher auch in Norwegen besonders beliebt und wurde 
hier, nicht auf Island gelesen und abgeschrieben. 

Rostock. W. Golther. 


Jnliana. Edited by Will. Strunk, Jr., Ph.D. Assistant Pro¬ 
fessor of the English Language and Literature in Oornell 
üniversity. Boston, U. S. A., and London. D. C. Heath & 
Co., Publishers. XLIV, 138 8s. kl. 8®. 

Eine kritische Ausgabe von Cynewulfs Jnliana war 
ein wirkliches Bedürfnis, da Assmanns, ohne Rücksicht 
auf Grammatik und Metrik hergestellter Text nicht wohl 
als eine solche gelten kann. Strunk hat zunächst die 
Cäsur markiert, die Längen bezeichnet ^ und die metrisch 
notwendigen Textkorrekturen meistens richtig eingesetzt. 
Allerdings zeigen einige Fehler, dass ihm die Gesetze 
der ae. Metrik noch nicht in Fleisch und Blut über¬ 
gegangen sind, wie die falschen Cäsaren in V. 208 (vor 
mid statt pach Ä/m), 310 (vor his statt darnach), 343 
(vor wws st. darnach); die falschen Quantitäten in Jm- 
liana V. 28 u. ö. (st. Jüliana)^ Heliseus V. 25 u. 673 
(st. HÜiseus) und Heliseo V. 160 (st. Heliseo), Simon 
V. 298 (st. Simon), Adam V. 500 (st. ädam)^ endlich 
die falsche Ergänzung von fröfre V. 658. Aber auch 
sonst habe ich manches zu beanstanden, was hier den 
Versen folgend verzeichnet sei: V. 5 und öfter schreibt 
Strunk nach allgemeiner Sitte Crlst und cristen, obgleich 
für die Länge des i im Ae. m. W. kein Beweis vorliegt. 
Dieselbe ist wohl mit Morsbach als erst me. und unter 
dem Einfluss von afrz. Christ (mit halblangem i) entstan¬ 
den anzunehmen. — V. 16: darf ein Prät. breofun (von 
breotan) wirklich für die ältere Zeit angenommen werden? 

— V. 44 hätte die alte Optativform Shte nicht ihres Um¬ 
lauts beraubt werden sollen! — V. 53 lies nach V. 122 
h£t\e]8\ das t dahinter ist überflüssig. — V.83 1. winhur- 
gum mit Grein, vgl. die zahlreichen ähnlichen Komposita 
mit medo- und wfn- sowie u inseli ‘Gemach’ im Heliand. — 

— V. 90 u. 601 1. anrscd^ da daneben auch onrStd vor¬ 
kommt, worauf schon Sievers hingewiesen hat. Aller¬ 
dings finden sich in den Hss., z. B. in der Elene, Ak¬ 
zente auf dem a, woraus aber nur die Auffassung späterer 
Schreiber erhellt. Das sinnlose yrepwcorg (1. r^pe nach 

‘ Bei den „normalen“ Diphthongen leider in der beliebten 
verkehrten Weise: ea, eo etc., als ob das erste Element hier 
lang wäre! 


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1907. Literaturblatt für germanische and romanische Philologie. Nr. 1. 


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V. 140) ebenda hätte auf alle Fälle gebessert werden 
müssen, desgl. gUsdmöd V. 91.— V. 112 1. bigong «t. 
blgong. — V. 138 1. gede[e\st oder stelle um: gedSst 
nsfre^ da die Alliteration bei guten Dichtern im Typus B 
nicht auf der zweiten Hebung allein steht ^ — V. 160 
u. 227 scheint die Einsetzung von hie eam* notwendig. 

— V. 163 1. M g^dor getrennt. — V. 219 hätte pe 
bleiben können, da M ja unnötig ist 2. — V. 263 1. 
häardlicu st. 4fcu. — V. 265 1. grin- (= gryn-) st. 
gring-, — V. 208 hat schon Frucht (S. 93) sne vorge¬ 
schlagen. — V. 294 1. mit Klaeber (Beibl. XVI, 227) 
bisweop st. bispeop^ wie schon Gollancz vorschlug. — 
V. 296 1. stgrde^ da von styrian das Prät. doch styrede 
lauten würde! — V. 320 ist offenbar forlitafongen als 
Kompositum zu lesen. — V. 321 erg. Satan nach faeder^ 
vgl. die Quelle, Kap. 8, Z. 2 (S. 39): Satanas, pater 
meu8. Dadurch erst wird der Vers metrisch richtig. — 
V. 334 ist gemHe schwerlich als Adj. zu halten (Be¬ 
lege?), sondern offenbar mit Frucht in geniHte zu bes¬ 
sern. — V. 354 u. ö. schreibt Str. aus mir unerfind¬ 
lichen Gründen nalxs, obwohl ja diese Zusammensetzung 
mit nä nichts zu tun hat. Es ist doch = nalles und 
die Vereinfachung der Geminata erklärt sich aus der 
Unbetontheit des Wortes. — V. 401 1. nach V. 441 
wiä[er^8i^aU^ da wider die betonte Form des Präfixes 
ist. — V. 412 1. möd[e\ ‘im Geiste*. — V. 429 1. werga^ 
da von w^rig die betr. Form natürlich weriga lauten 
würde! Kennt St. nicht as. wörag^ wuorig, ahd. wuorac, 
•lg? Ne. weary hat offenbar f für ^ wegen des folg. r. 

— V. 465 1. prea mit Grein. — V. 482 hSoru- ist 
sicher für hyra einzusetzeu und die Bemerkung des 
Herausgebers in den Anmerkungen beweist nur, dass er 
Schreiberverseben und gute Ueberlieferung noch nicht 
zu unterscheiden gelernt hat. Wenn er hier der Hs. 
folgen will, verstehe ich nicht, warum er sie an andern 
Stellen bessert. — V. 534 1. Pone st. PaU, wegen des 
folg, faestne und hxpenne, Deofol ist m. und n., vgl. 
die Belege bei Bosworth-Toller. — V. 569 1. w^orc[e]y 
da eben der Instr. als Adverb in der Bedeutung 'schmerz¬ 
lich* gebraucht wird. — V. 570 scheint mir Einsetzung 
von ne nötig. — V. 605 1. him st. hine mit Klaeber. 

— V. 617 hätte Greins Besserung aufgenommen werden 
sollen, vgl. Frucht S. 73 oben. — V. 649 1. gefx8tnige[n]. 
Glaubt Str. im Ernst, dass dies noch eine alte nord- 
humbrische Form sei? — V. 661 1. endehfes als Kom¬ 
positum. — V. 701 ist gewiss unsgäig (auf ic bezüglich) 
zu lesen, in V. 702 gehört eine stärkere Interpunktion 
hinter Öpeme, während V. 704 nach iüdxdum (so, nicht 
Tu-) bloss ein Komma zu stehen hat; gongan ist mit 
Grein in ghongan zu bessern. Die bisher stets miss¬ 
verstandene Stelle V. 699 ff. ist also zu übersetzen: 
„Meine Seele soll aus dem Leibe auf die Reise, ich weiss 
selbst nicht wohin, unkundig bezüglich der (zukünftigen) 
Wohnung: heraus soll ich aus dieser, suchen eine andre! 
lieber die früheren Taten, die Jugendsünden des Jüng¬ 
lings, traurig wandelt CYN“ etc. — V. 719 1. wrxce 
statt wrxcej da das Prät. unberechtigt ist. 

Merkwürdig sind z. T. die Fussnoten, in denen 
nicht nur die Lesarten der Hs., sondern auch viele über- 
fiüssige und törichte Textänderungen früherer Heraus¬ 
geber verzeichnet werden. Offenbar hat Str. hier die 
Neuausgabe der „Bibliothek der ags. Poesie" als nach- 

‘ S. Fruchte Dissertation S. 95 (Mitte). 

* Vgl. Pogatscher, Anglia 23, 274 (Mitte), der allerdings 
diesen Fall nicht aufführt. 


ahmeijswertes Muster vorgeschwebt! Es ist uns doch 
jetzt ganz gleichgiltig, zu wissen, ob einmal Ettmfiller 
dide für dyde oder -scipe für -scype schreibt, ob Thorpe 
gewynnes in gewinnes ändert, Gollancz earfepa statt 
earfeda druckt und dergleichen mehr. Natürlich ver¬ 
schwindet neben diesem wertlosen Zeuge das wirklich 
wertvolle ganz, und der Studierende sieht vor lauter 
Bäumen den Wald nicht. Dagegen hat St. die elemen¬ 
tare Anstandspfiicht, die Urheber der von ihm angenom¬ 
menen Konjekturen zu nennen, öfters vergessen! Einige 
Noten sind mir lange dunkel geblieben, z. B. zu V. 342 
pTnumy V. 346 wordum^ wo die Anmerkung Tb. pinum, 
Tb. wordum bietet. Erst ein Blick in Assmanns Aus¬ 
gabe liefert des Rätsels Lösung: Die Hs. hat hier das 
Abkürzungszeichen für m, bietet also J5/wu, wordü, Thorpe 
aber hat das Verbrechen begangen, einfach wordum und 
pinum zu drucken! Str. bezeichnet nun die Abkürzungen 
der Hs. nicht, und doch schreibt er ganz harmlos jene 
Fassnoten ab! 

Die Fussnoten enthalten aber auch zuweilen exe¬ 
getische Bemerkungen, Uebersetzungen n. dgl., und kon¬ 
kurrieren dadurch unzweckmässig mit den eigentlichen 
„Notes", in denen schwierigere Stellen erörtert werden. 
Auch hier fehlte nicht an bedenklichen Sachen. So sagt 
Str. über wadgrim V. 264: „infiected like the simple ad- 
jective; not as a polysyllable* und verweist auf Aecrrd- 
licu V. 263, das er aber -Ucu schreibt. Also grim(fn) 
müsste eigentlich im N. PI. *gr%mmu lauten! — Zu 
V. 511 u. 519 bemerkt Str., dass die Aufiösung von j 
als pe (statt pxt) „not an alteration, bat a different in- 
terpretation of the Ms." sei. Ich möchte gegen diese 
Behauptung doch ganz energisch protestieren! — Desgl. 
muss ich Hart das Recht bestreiten, V, 621 p als P^f 
zu interpretieren. 

Im Glossar sind alle Stellen verzeichnet (nacbge- 
prüft habe ich allerdings nicht) und oft kurze etymo¬ 
logische Angaben beigefügt, was ich als dankens- und 
nachahmenswert begrüsse. Die Etymologie erklärt oft 
die Lautform des Wortes, zeigt auch wohl die Grund¬ 
bedeutung und fördert damit die Erklärung. Manches 
ist allerdings verfehlt. So hat aco/ nichts mit nnserm 
JEiel zu tun, sondern gehört zu aisl. eiiinn; aus dem 
Adj. ayjplede^ (*apladi) ist ebensowenig ein Verbnm 
*xpplian zu erschliessen, wie aus nhd. unbefriedigt ein 
*unbefriedigen; über anrod vgl. oben; ar ‘Bote bat 
nichts mit ne. errand (= as. arundi) zu tun; st. bügong 
1. bigong ; bütan Konj. und Präp. waren nicht zu tren¬ 
nen; über Crlst, cnsten vgl. oben; cumbolhete bedeutet 
einfach ‘war*, nicht 'hatred*; ^algador ist kein Kompos.,- 
^htnes hat nichts mit got. ögjan zu tun; das Sowu ‘sheep, 
das Str. Trautmann gläubig nachschreibt, möchte ich 
lieber aus der nächsten Aufiage wieder beseitigt sehen; 
frxtwe gehört zu got. us-fratwjan ; ein Nom. fr^gu /• 
ist unmöglich; ^ode (unter gan) hat mit got. iddja nichts 
zu tun, wie Sievers nachgewiesen hat; unter ^eminsian 
taucht wieder das scheussliche ae. min 'smaller* auf (auch 
einer von den Würmern der Anglistik, die nicht sterben); 
scolu wird unter geneatscolu von lat. scAo/a abgeleitet; 
geo mit ne. yore verglichen; gringwracu ist ein ünwort; 
grymetian desgl. (1. -ettan) ; st. hlinscüa 1. -seua ; Uas 
‘false’ ist dasselbe wie leas ‘free*; zu myrrelse vgl. ne. 
mar; st. ndlxs 1. nalaas (vgl. oben); n^ah Adv. u. Präpos. 

‘ Str. schreibt iappledel Es kann nach Analogie ähn¬ 
licher Bildungen (vgl. Schoen, Kieler Stud. N.F. 2, §68) nur 
*mit Aepfeln (Buckeln?) versehn* bedeuten! 


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1907. Literatnrblatt für germanische und romanische Philologie. Nr. 1. 


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sind identisch; ofest gehört schwerlich zu ^st (Bedeutung! ?); 
rondburg bedeutet kaum shield-troop, band of warriors’; 
st. styrian 1. stgran (unser steuern m. Dat.); st. äBs 1. 
äes] äweorhtimber ist ein reizender Ansatz (1. -time)] 
für werig 1. w^g (es hat nichts mit w^arg zu tun); 
st. wiästM\. wider-, vgl. oben; yredweorg ist ein Un¬ 
wert. 

Diesen vielen Mängeln gegenüber, die hoffentlich in 
einer zweiten Auflage verschwinden, möchte ich doch 
auch lobend auf die Zutaten hinweisen: eine ausführliche 
Einleitung, den beigefügten lat. Text der Acta S. Julianae 
und eine Bibliographie zum Gedichte. Die Ausstattung 
ist gut und hübsch, 'nur der Petitdruck der Fussnoten 
ist polizeiwidrig klein. — Das zierliche Büchlein bildet 
einen Teil der von verschiedenen Herausgebern geplanten 
„Beiles~ Lettres Series^, die über 2Ö0 Bände aus dem 
Gesamtgebiete der englischen Literatur in kritischen und 
kommentierten Ausgaben bringen soll. Eine Anzahl sind 
bereits erschienen und mehrfach besprochen worden; 
möchten Verleger und Herausgeber stets das Motto vor 
Augen haben: non multa, sed multuml 

Kiel. F. Holthausen. 


Gut er mann, Shakespeare nnd die Antike. Wissenschaft¬ 
liche Beilage zum Jahresbericht des Königl. Karls-Gym¬ 
nasiums in Heilbronn. Ostern. 23 S. gr. 8®. 

Gutermann’s Unternehmen wird den Shakespeare - For¬ 
schern durchaus interessant sein. Er hält es nach der be¬ 
kannten Forderung Goethes für die Hauptaufgabe der Bio¬ 
graphie, den Menschen in seinen Zeitverhältnissen darzustellen. 
Die Frage, welche Stellung der Dichter zur Antike und zu 
deren Neubelebung, der Renaissance, einnimmt, erscheint da¬ 
her nur lösbar, wenn wir ein Bild von den Einflüssen seiner 
nächsten Umgebung wie von den grossen Strömungen seiner 
Zeit vor uns haben. Der Verfasser hat die vorliegenden zahl¬ 
reichen Arbeiten für seine Darstellung gewissenhaft benutzt, 
so Karl Elze’s 'William Shakespeare', ten Brink’s ‘Fünf Vor¬ 
lesungen über Shakespeare* (Strassb. 1894), Th. Vischer’s Shake¬ 
speare Vorträge, Al. Brandl,'Shakespeare^(Berlin 1894), Konrad 
Hense, ‘Shakespeare*, Untersuchungen und Studien, Halle 1884 
(besonders I: John Lyly und Shakespeare und VIII: Antikes 
in Shakespeare’s Sturm) u. a. Natürlich sind die Jahrbücher 
der deutschen Shakespeare - Gesellschaft, Max Koch’s Shake¬ 
speare-Ausgabe mit dem Suppl. Band benutzt, sowie die hier¬ 
her gehörende Arbeit von Stapfer, Shakespeare et l’Antiquitö, 
Paris 1888 2 Vol. Es ist schade, dass dem Verfasser das 
Buch von Sidney Lee noch nicht zugänglich war.' Die früheste 
Jugend zeigt uns den Dichter im engsten Verkehr mit der 
Natur und den althergebrachten Sitten, Gebräuchen und Festen 
der Heimat. Diese bunten, vielseitigen Kindheits- und Jugend¬ 
erlebnisse blieben dem Mann ein oV. Es folgen die 

Schuljahre, die Eheschliessung 1582, die Verlegung seines 
Wohnsitzes nach London 1586. S. 8 flg. schildert der Verfasser 
den Einfluss des Humanismus und der Renaissance auf die 
englische Literatur. Wichtig ist besonders ein Ueberblick 
über die Uebersetzungsliteratur der Elisabethischen Zeit 
(S. 10 u. 11). Es ist wohl als sicher anzunehmen, dass Shake¬ 
speare die lateinische Sprache nicht nur in Stratford schul- 
mässig erlernte, sondern Sie sich in London völlig aneignete 
und auch in Lektüre wie im mündlichen Gebrauch beherrschte. 
Griechisch verstand er jedenfalls sehr wenig. Er las wie 
Schiller und Goethe die Uebersetzungen statt der Urtexte. 
Goethe und Schiller, die ein vieljähriges gründliches Studium 
der Antike widmeten, lasen Homer, Aristoteles und die grie¬ 
chischen Tragiker in Uebersetzungen und fühlten sich auf 
dieser Brücke viel sicherer als auf den Wellen unzulänglicher 
Sprachgelehrtheit (vgl. Schiller-Goedecke III, S. XIV und XV). 


' Sidnev Lee. William Shakespeare. Sein Leben und seine 
Werke. Rechtmässige deutsche Uebersetzung. Durchgesehen 
und eingeleitet von Prof. Dr. R. Wülker. Leipzig 1901. 409 S. 8®. 
Darin sind besonders wichtig die Kapitel VIII, IX und X. 
Die Will-Sonette, Blüte der Sonettdichtung unter Elisabeth 
1691—1597 und Bibliographische Notizen über die Sonettdich¬ 
tung in Frankreich 1550 — 1600. 


Den Homer kannte Shakespeare in der Uebersetzung. Die 
hellenische Antike war und blieb überhaupt ein Fremdling 
in der englischen Renaissance. Die griechischen Tragiker zu 
lesen und zu studieren hatte Shakespeare zu wenig Sprach- 
kenntnis und Zeit und wohl auch als Sohn seiner Zeit zu 
wenig Neigung; ins Englische waren nur zwei Tragödien des 
Euripides (Phönikerinnen von Gascoigne 1566 und Medea von 
Th. Lodge) übertragen, ins Lateinische Hecuba und Iphigenie 
von Erasmus. Auch war Shakespeare kein gründlicher Kenner 
und Verehrer der griechischen Philosophie. Von griechischen 
Historikern war er besonders mit Plutarch bekannt. Herodot, 
Thukydides, Diodorus Siculus, Aelian und Josephus standen 
ihm in Uebersetzungen zur Verfügung. Dem Einfluss des 
römischen Dramas der Kaiserzeit konnte sich Shakespeare nicht 
entziehen; schon in der Mitte des 16. Jahrhunderts wurden 
antike, griechische und römische Tragödien in Uebersetzungen 
aufgeführt. Neben Seneca, dem Vorbild der classicistischen 
Bühnenrichtung, wirkten auch zwei englische Nachbildner des 
römischen Tragikers auf den Anfänger ein, und zwar sicher 
in weit höherem Grade und in unmittelbarer Weise: es waren 
die beiden grössten Dramatiker vor und neben Shakespeare, 
Christoph Marlowe (1564 - 9.3) und Thomas Kyd (1558—94). 
Horaz scheint wenig Eindruck auf Shakespeare gemacht zu 
haben, am meisten Vorliebe hatte er für die episch - lyrische 
Dichtung Vergil’s und Ovid’s. Diese Begeisterung für Ovid’s 
Dichtung ist nicht nur eine persönliche Vorliebe Shakespeare’s 
sondern ein Charakterzug des Renaissance-Zeitalters. 

S. 23 flg. behandelt der Verfasser die Art und Weise, 
wie Shakespeare den der antiken Literatur entnommenen 
Stoff verwertet und verarbeitet. Shakespeare lässt nur vier 
Götter als handelnde Gestalten auf der Bühne auftreten, um 
so zahlreicher sind die Fälle, in denen der Dichter die Götter¬ 
und Heroensagen zu Anspielungen verwendet, und zwar nicht 
nur in seinen Römer- und Griechendraraen, wie Titus Andro- 
nicus, Coriolan, Julius Caesar, Antonius, Troilus und Timon, 
sondern auch in den romantischen und modernen Bühnenstücken, 
Tragödien wie Komödien. Aber Shakespeare begnügt sich nicht 
mit blosser Uebernahme der olympischen Göttlichkeiten und 
der festen, überlieferten Typen, sondern er erweitert sie viel¬ 
fach; er verweltlicht, modernisiert und verinnerlicht einzelne 
Göttergastalten und erniedrigt auch mehrere. Am schönsten 
kommt Shakespeare’s geniale Anpassungsgabe und tiefe Seelen¬ 
kunde zum künstlerischen Ausdruck, w'enn er antike Elemente 
(Anklänge, Erinnerungen, Vergleiche, Bilder, Ueberreste) mit 
modernen Empfindungen und Anschauungen harmonisch ver¬ 
bindet oder sie zum Lebensschmucke, ja Lebensbedürfnis schön¬ 
geistiger, tief angelegter (’haraktere und temperamentvoller 
Naturen macht oder als Mittel zur Begleitung und Erhöhung 
dramatischer oder lyrischer Stimmungen verwertet. Aber auch 
gegen die Ausartung und Uebertreioung der Renaissancebil¬ 
dung war Shakespeare nicht blind. Seine .Tugend - Komödie 
„Verlorene Liebesmüh“ (1598) verrät seine Vertrautheit mit 
den höheren Kreisen und spiegelt die Elisabethische Gesell¬ 
schaft mit ihrer Hofsitte und Sprache, mit ihrem selbstgefäl¬ 
ligen Wissensdünkel und Salongelehrtentum, besonders den 
Euphuismus, in treffenden Typen ab. Reizende Renaissance- 
Figuren von unverfälschter Natur und Vernunft sind Biron, 
Bosalinde und Porcia. Die anregende Studie Gutermanns wird 
den Shakespeare-Forschern willkommen sein. 

Doberan i. M. G. Glöde. 


G. Ebeling, Probleme der romanischen Syntax. Erster 
Teil. Halle, M. Niemeyer, 1905. 178 S. 8®. 

Die zehn in diesem ersten Hefte zusammengestellten 
Aufsätze behandeln Einzelheiten der romanischen Syntax, 
wie sie jedem, der sein Augenmerk bei der Lektüre auf 
Einzelheiten richten kann, leicht begegnen ; sie enthalten 
ein sehr reiches Belegmaterial, mitunter ein zu reiches, 
nach meinem Geschmacke, da auch für selbstverständ¬ 
liche Dinge oft mehrere Citate gebracht werden, sind 
aber schon darum verdienstlich, weil sie mehrfach die 
weniger gepflegten Gebiete wie katalanisch, namentlich 
aber italienisch betreffen. Dass der Verf. nicht nur 
konstatiert, sondern zu erklären bemüht ist, versteht 
sich von selbst. 

1. non .. altro che. Zeigt den Weg, auf dem ital. 
altro che allmählich zur aussondernden Partikel geworden 


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1907. Literaturblatt für germanische and romanische Philologie. Nr. 1. 


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ist: ausser nnd wie niente meno, span, portg. menos qu$, 
span, tntis que, katal. m$B que ähnliche Entwickelnng ein- 
schlagen, scbliesst endlich noch nfr. rien que an, wie dies 
schon Rom. Gramm. III § 702 geschehen ist, nur dass 
an dieser Stelle lediglich dnrch die Einreihnng dem Leser 
angedentet ist, wie der Fnnktionswechsel vor sich ge¬ 
gangen ist, während Ebeling sich ausführlicher darüber 
verbreiten kann. 

2. Vom Condizionalis im Rumänischen. Be¬ 
spricht Fälle wie dar aü Dumnezeu *gebe Gott’ und er¬ 
klärt als den zu dem Kondizional gehörenden, nichtaus¬ 
gesprochenen Bedingungssatz etwa Venn ich zu wünschen 
hätte*. Eine vollständigere Ueberslcht über den Umfang 
dieser Verwendung des Eondizionals hatte schon früher 
Dimand gegeben, Zur rumänischen Moduslehre 231 (Denk¬ 
schriften der Wiener Akademie 49, 1904) und zutreffen¬ 
der Venn es anginge’ ergänzt. Was dafür spricht und 
die Schwäche von Ebelings Ausführung bildet, ist der 
Umstand, dass auch die erste Singularis optativisch ver¬ 
wendet wird, wie schon Rom. Gramm. 111 § 323 ange¬ 
deutet wurde und nun für die moderne Sprache von Di¬ 
mand reichlich belegt wird, und dass, wie ich jetzt hin- 
zufügen will, der älteren Sprache dieser Optativ in der 
ersten Person schon ganz geläufig ist, wenn der Sprechende 
die Möglichkeit der Ausführung nicht in der Hand hat; 
es handelt sich eigentlich um einen Potentialis, der dann 
in den Optativ hinübergleitet und nun auch da verwendet 
wird, wo nur noch das optativische Element zum Aus¬ 
druck kommt, der Potentialis logisch nicht mehr zu 
rechtfertigen wäre^ 

3. II a dü venir: ’er muss gekommen sein*. 
Weist die Ausdrucksweise und gleichwertiges ü devait 
venir auch in den andern romanischen Sprachen nach 
nnd gibt weitere Auskunft über den Umfang von sono 
potufo venire u. dergl. im Italienischen. 

4. span, jque ojos tan hertnososl Velch schffne 
Augen*. Belege und Erklärung dahin, dass der ursprüng¬ 
liche Sinn gewesen sei Velche Augen sind so schön?’, 
dass also Uebergang von einer affektischeu Frage zum 
Ausruf stattgefunden habe. Ohne mich auf die Natur 
dieses que weiter einzulassen, das ich anders glaube 
deuten zu müssen, möchte ich doch bemerken, dass 
man, wenn Ebelings Auffassung richtig wäre, gelegent¬ 
lich die volle Form: que ojos son tan hennosos an¬ 
treffen sollte, da doch ein S. 47 angeführter portugiesi¬ 
scher Satz ganz anders geartet ist. Auch für die Weg¬ 
lassung des Hilfsverbums bedürfte es anderer Parallelen 
als die Ausrufe [que frases las suyas! Und wenn 'der 
heissblütige Spanier* beim Anblick eines schönen Angen¬ 
paars wirklich den Gedanken ausdröcken will, dass es 
überhaupt keine andere, gleich schöne Augen gebe, wäre 
die Frage nicht eher: Vo gibt es so schöne Augen*? 
Naheliegend scheint mir eine andere Deutung. Man 
nehme ique ojos! als das was es ist, als bewundernden 
Ausruf: was für Augen!* und füge dazu als weiteren 
erklärenden Ausruf [tan hei*wosos! 'so schöne*. Einen 
bestimmten Beweis für die Richtigkeit kann ich natür¬ 
lich nicht geben, aber jedenfalls liegt da alles einfacher, 
als wenn man von nicht bezeugtem ^ que ojos son tan h. ? 


‘ Der Umstand, dass die 3. Sing, später als die 1. diese 
Verwendung zeigt, lässt mich auch an der Richti^eit der von 
Subak ans Anlass seiner sehr beachtenswerten Deutung der 
formalen Verhältnisse angedeuteten, allerdings mir nicht ganz 
klaren Auffassung zweifeln, s. Archeografo Triestino 31. 


über ebenfalls nicht bezeugtes /que o. son t. hJ zu der 
allein belegten Form gelangen will. 

5. tutto *]anter*. Reichbaltige, umsichtige und 
richtige Einteilung der verschiedenen Fälle, wo tutto 
als Subjekt oder als Prädikat oder als Apposition oder 
als Objekt nicht die fiexivische Form des Nomens an- 
lümmt, zu dem es seiner Bedeutung nach gehört, son¬ 
dern desjenigen, das ihm unmittelbar folgt, also: come 
se le lingue fussero tutta arte statt tutie arte; una 
sposina giovane bella, tutto fuoco; tu fai tutti sogni 
veri sta notte u. s. w. Lasse ndie ersten Fälle sich ohne 
weiteres durch Attraktion erklären, so erscheint der letzte 
als eine Ausdehnung von der prädikativischen Ausdrucks¬ 
weise : sono tutti sogni veri zieht fai t, s. v, nach sich, 
eine wohl zweifellos richtige Auffassung. 

6. non che mit folgendem Infinitiv. Zeigt 
in welchen Fällen das den Inf. rechtfertigende Verbum 
nicht ausgesprochen wurde, weil es dem Sprechenden zu 
selbstverständlich schien, und wie dann eine Abschwächung 
des Sinnes eintritt nnd infolgedessen eine Verwendung 
der Redensart möglich wird, bei der ein Verbum zu er¬ 
gänzen nicht mehr angeht. 

7. Dispiacere non mi dispiacete 'missfallen 
tut ihr mir nicht*. Für die Ausdrucksweise, über die 
ich Rom. Gramm. III 135 und auf weiteren Sprachgebieten 
(slavisch, magyarisch, semitisch) sie nachweisend Indog. 
Forsch. XIV gehandelt habe, gibt Ebeling eine andere 
Erklärung, ohne allerdings gegen die von mir vorge¬ 
tragene etwas einzuwenden. Ich habe den Ausgangs¬ 
punkt in affektischer Rede und Gegenrede gesucht, dazu 
meint der Verf., *nm affektisebe Rede und Gegenrede 
handelt es sich nur in einer geringen Zahl von Bei¬ 
spielen’. Natürlich ist dies namentlich im Littaoischen, 
im Russischen oder in den semitischen Sprachen, wo man 
rein formelhaft jeden Infinitiv verstärkend dem gleich¬ 
lautenden Verbum finitum vorsetzt, richtig, aber Ich habe 
ja nicht vom Sprachgebrauch, sondern vom Ausgangs¬ 
punkt gesprochen, d. h. von den Bedingungen, die das 
erste Mal eine solche Ausdrucksweise ermöglichen. Dass 
affektisebe Ausdrncksweisen mit der Zeit zu usuellen 
werden, ist etwas so selbstverständliches, dass darüber 
für den, der auch syntaktische Erscheinungen historisch 
zu beurteilen pfiegt nnd glaubt beurteilen zu müssen, 
kein Wort zu verlieren ist. Ebeling selber stellt die 
Formel auf eine Stufe mit den ja überall unzutreffenden, 
wonach ein Substantiv im Subjektivus bezw. in flexions¬ 
losen Sprachen in der Normalform an die Spitze des Satzes 
gestellt wird, im weiteren Verlaufe aber der Satz sich 
so gestaltet, dass das erste Snbstantivum zum Verbum 
in andere Beziehung tritt, daher es dann in der vom 
Verbum geforderten Form nochmal wiederholt oder durch 
ein Pronomen aufgenommen wird: Karies can lo vi 
plac li fort. Sieht man sich aber die dafür gegebenen 
Beispiele näher an, so bemerkt man leicht, dass sie sich 
doch nicht ohne weiteres vergleichen lassen. Was beim 
Infinitiv das wesentliche ist, seine unmittelbare Verbin¬ 
dung mit dem Verbum finitum, fehlt hier. Sodann lässt 
sich der Inf. nicht mit einem Nomen vergleichen, chanter 
ist eine absolute Form, sie gibt den Begriff losgelöst 
von allem nnd ist eigentlich in der gesprochenen Sprache 
nicht vorhanden; der Infinitiv ist ein Satzelement, das der 
Grammatiker auslöst, das der Sprechende nicht braucht 
ausser im Affekt, wo er den Bestandteil des Satzes, der die 
Anwendung des Infinitivs möglich macht, nicht aussprlcht. 
Karies dagegen ist eine Form, die sofort die Stellung 


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za den weiteren Satzteilen prSjndiziert, die znmeist za 
Beginn einer Bede steht, die gesetzt wird, nicht weil 
man nicht weiss, wie man fortfahren will, sondern in 
der Absicht, in einer bestimmten Form fortznfahren. 
Diese Absicht kann nicht aasgeführt, es kann in anderer 
Weise fortgefahren werden and dann wird die Korrektur 
Yorgenommen. Eber Hesse sich maiy il n$ me platt pae 
vergleichen, aber gerade dieses Beispiel spricht für meine 
Anffassong, wenn es nicht etwa gar die Umgestaltang 
eines alten mai ne plaist darsteUt, wo moi natürlich 
Oblikos in Dativfonktion ist. Sonst ist mof, il ne me 
platt pae zunächst doch nicht die Antwort auf est-öe 
qufü te platt, sondern aUenfalls anf est-ce qu^ü te platt 
a toi?, wo moi dann darcb toi bervorgerufen ist, oder 
etwa auf ein qu^en dis-tu ? — moi? il ne me platt pas. 
Ich kann auch den Vergleich mit 'singen tue ich’ nicht 
für passend halten, da hier das grammatikalische Ver¬ 
hältnis der verschiedenen Satzglieder ganz in der Ord¬ 
nung ist. Mit Bezug auf das Rumänische hat auch hier 
Dimand a. a. 0. S. 245 mehr und ich mOchte meinen 
besseres gebracht. 

8. non la sta cosi 'das ist nicht der Fall’ be¬ 
handelt die namentlicl) venezianische Erscheinung, wo¬ 
nach nach der Analogie der Stellung bei Objektsprono¬ 
mina anch das Snbjektspronomen zwischen die Negation 
und das Verbum tritt. Tatsache und Erklärung sind 
schon, wenn auch natürlich viel kürzer, Rom. Gramm. 111 
§ 758 gegeben. Sodann wird hierher auch das aprov. tion 
ea intre gezogen, wofür der Gleicblaut von lai ans illac 
mit la i, den verbundenen tonlosen Pronomina, den An- 
stoss gegeben hätte, eine Erklärung, die der Rom. Gramm. 
111 § 719 gegebenen vielleicht vorzuziehen ist. 

9. Che hat paura? 'Hast Du Furcht’? Erklärt 
es zntreffend als eine doppelte Frage: che? hai paura? 
also etwa: Was, hast Du Furcht?, wie man affektisch 
im Deutschen sagen würde, und weist entsprechendes in 
andern romanischen Sprachen nach. 

10. irons tornoiier moi et vos statt oder besser 
neben jou et vos wird ans einer Vermischung mit entre 
moi et vos erklärt, auch das wohl zutreffend, nament¬ 
lich wenn man bedenkt, dass wo das eine der Sub¬ 
jekte ein Plural der ersten oder zweiten Person oder 
ein Femininum ist, ein Unterschied zwischen Oblikus und 
Subjektivus nicht bestand. Die Verwendung des Objekt¬ 
pronomens als betonte Subjektivus wird dann daraus ge¬ 
deutet, was mindestens erwägungswert ist. 

Wien. W. Meyer-Lübke. 

Karl Rockel, Qoupil, eine semasiolog. Monographie. 

Dissertation aus Breslau, ln Kommission bei Trewendt u. 

Granier, Breslau 1906. 116 S. 8^. M. 2. 

Die Schicksale eines Wortes zu verfolgen von seinem 
ersten Auftreten bis zu den Diensten, die es vielleicht 
heute noch leistet, oder auch bis zu seinem Untergang; 
aufzusucben, was durch die Mittel der Ableitung oder 
der Zusammensetzung aus ihm gewonnen sein mag, ist 
eine anziehende Aufgabe auch dann, wenn man, wie es 
des Romanisten Los fast immer ist, bis zu den noch jen¬ 
seits des Lateinischen liegenden geheimnisvollen ersten 
Anfängen hinaufEUSteigen sich versagen, und hinwieder 
darauf verzichten muss, der Sippe bis in alle Winkel 
heutigen mundartlichen Lebens nacbzugebn, anziehend 
auch dann, wenn man vom Wandel der einzelnen Laute 
absieht, sein Augenmerk lediglich auf die Verwendungen 
d^ nämlichen Wortes richtet. Man braucht um an der¬ 


artiger Arbeit Freude zu finden gar nicht einmal zu 
hoffen, es könne sich aus ihrer unablässigen Weiter- 
führung am Ende ein „die Gesamtheit aller Bedeutungs- 
Wandlungen umfassendes System*^ (S. 95) ergeben. Schon 
bescheidenere Ergebnisse, wie etwa das Erkennen immer 
wieder, aber vielleicht nicht zu allen Zeiten noch an 
allen Orten gleich mächtig hervortretender Neigungen 
des sprachgestaltenden Geistes bald so bald anders mit 
dem Besitze zu schalten, wird als ein schöner Lohn er¬ 
scheinen. Und so mag man denn Versuche von der Art 
des vorliegeuden nur immer wieder uuternehmen. (Der 
Verfasser scheint geneigt sich demnächst in ähnlicher 
Weise mit loup und renard zu beschäftigen). Es wird 
sich dann, indem gewisse allgemein gültige Dinge immer 
wieder zur Sprache kommen werden, von selbst eine ge¬ 
wisse gedrängte Kürze der Dai'legnng einstelleo, die der 
Klarheit nicht Eintrag tun wird — und hier noch nicht 
erreicht ist. 

Mancherlei Schwierigkeiten bieten derartige Arbeiten 
immer: Die sprachlichen Tatsachen können, so sehr es 
zu wünschen wäre, nicht immer der zusammenhängenden 
mündlichen oder schriftlich vorliegenden Rede entnommen 
werden, sondern man ist für sie oft auf sekundäre Quellen, 
vorzugsweise Wörterbücher angewiesen, die nicht selten 
irre fuhren. Auch andere Aussagen von Vorgängern 
müssen eigentHch immer nachgeprüft und müssen sorg¬ 
sam erwogen werden, wenn man sicher sein will, dass 
man nicht Irriges wiederholt oder Richtiges missversteht. 
Namentlich aber erfordert die Darlegung von Sinnes- 
unterschieden solcher Wörter, die der Herkunft und der 
Bildung nach einander nahe stehn, und die Kennzeich¬ 
nung des Bedeutungswandels, den ein und dasselbe Wort 
im Laufe der Zeit erfahren hat, oder dessen es je nach 
der Gelegenheit seines Gebrauches fähig ist, die gi-össte 
Behutsamkeit in der Wahl des Ausdrucks. 

So ist denn auch in der vorliegenden Arbeit, so 
viel Fleiss und Umsicht der Verfasser aufgewendet hat, 
und obschon ihm gelungen ist zu länger Bekanntem und 
zu Selbstverständlichem hie und da Eigenes zu fügen, 
bisweilen etwas zu beanstanden, vivanda wird als Grund¬ 
lage von viande (S. 24) nicht gelten lassen, wer sich 
das altit. bidanda erinnert. Die S. 31 angeführte Stelle 
aus Phil, de Thaün ist missdeutet. (Die nämlichen Bibel¬ 
worte findet man französisch anch in den Predigten des 
b. Bernhard 8, 4 Foerster). guerpilage an der S. 32 
Anm. beigebracbten Stelle aus dem Renart ist nicht 
„Feigheit**; eher würde diese Bedeutung sich aus Bern. 
LHs. 76, 4 (Archiv 42, 246) erschliessen lassen. An 
der erst erwähnten Stelle steht übrigens im Texte nicht 
retrez, sondern reiez, d. h. „beschuldigt**. Die S. 42 A. 
erwähnte Zurückführung von goupille auf goupil hat 
Littrö nicht mit Unrecht Diez zngescbrieben; dieser gibt 
sie im Wb., allerdings nur in dessen erster Ausgabe. 
S. 45 war mit Bezug auf cheville (aus clavicula) des 
von G. Paris in Rom. VI 156 erhobenen Einspruchs zu 
gedenken. S. 47 hätte der Verfasser erwägen sollen, 
dass in der Verbindung les renardes entreprises das 
letzte Wort doch sehr wohl Substantiv, das ihm voran¬ 
gehende dagegen Adjektiv sein kann. S. 30 ist mit 
einiger Uebereilung die Aussage Canellos wiederholt, 
dass die Komkrankheit golpe das Korn „fuchsfarben** 
mache; Wörterbücher, denen mehr auf die Sache als 
auf die Deutung des Namens ankommt, sprechen von 
schwarzer Farbe, die das Korn annehme. Ob die S. 50 
Godefk*oy entnommene Deutung von goupilleus irgend 

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1907. Literatnrblatt fttr germanische nnd romanische Philologie. Nr. 1. 


welche Berechtigung hat, ist ans seinem einzigen Beleg 
nicht zn erkennen. Baist spricht an der S. 16 Z. 5 
angeführten Stelle nicht von golpe „Fuchssondern 
von golpe „Streich", wie sich ans dem Zusammenhang 
ei'gibt. Das zwei Zeilen später aus Raynonard geschöpfte 
prov. volpe hat nie bestanden; man sehe die Hdss. des 
in Bartschs Grundriss unter 70, 32 anfgeföhrten Ge¬ 
dichtes nach, dem Raynonard seinen Beleg unrichtig 
entnommen hat. Für die „Durchkreuzung" von vulpes 
mit „Wolf" darf man sich nicht auf Diezens Grammatik 
berufen (S. 17), wo nur von Verwechselung zweier Laute 
die Rede ist. Gewagt scheint die Annahme eines Ueber- 
gangs von lat. anlautendem v zu frz. gou (nicht bloss g)y 
wie er S. 25 aus Anlass des erst nenfranzösisch vorhande¬ 
nen gouape angenommen ist, oder dessen von anlaut. g zu 
uvularem r S. 53. Auch Zusammenhang der Ortsnamen 
Volvestre, Verpel mit vtdpes zu vermuten, hat wenig 
Ansprechendes, so lange man die Ausgänge jener Namen 
nicht irgendwie zu deuten weiss; und die S. 87 vorge¬ 
schlagenen Erklärungen gewisser Abstrakta sehr unge¬ 
wisser Realität werden schwerlich anderer Aufnahme als 
der mit erstauntem Kopfschtitteln begegnen. Während 
die Aufnahme einiger Angehörigen der Sippe scopa in 
die hier behandelte Familie annehmbar scheint, steht der 
Ableitung des nfz. goupille von copula S. 45 mehreres 
entgegen. Störende Druckfehler sind S. 24 avanchir 
für avachivy S. 64 Z. 7 kein für ein, S. 75 Z. 7 v. u. 
Lacuruny S. 89 Z. 4 fuire für fuir, 

Berlin. Adolf Tobler. 


Emmanuel Barat, Le style po4tique et la r4volution 

romantique (thöse de doctorat*. Paris, Hachette et Cie. 

1904. In-8®. 316 8. 

Der Verfasser der vorliegenden verdienstlichen Arbeit 
bat sich zur Aufgabe gestellt, den Entwickelungsgang der 
poetischen Ausdrncksmittel von den Werken der letzten 
„Klassiker" an bis zu den Hauptwerken der französischen 
Romantiker zn verfolgen und zu zeigen, wie ganz all¬ 
mählich die Romantiker die Fesseln der Rhetorik ab¬ 
streiften und sich eine neue poetische Sprache schufen. 
Wichtige Fragen der Geschichte des Romanticismus wer¬ 
den dabei bald gestreift, bald neu beleuchtet. Ein erster 
Abschnitt führt uns in die Werkstätte des „Pseudo- 
Klassikers", der mit einem ganzen Rüstzeug von rheto¬ 
rischen Figuren die Wirklichkeit zu verschleiern bemüht 
ist, sinnreiche Umschreibungen erfindet, die Natur mit 
dem Trug mythologischer Bilder und Personifikationen 
erfüllt und die schöne „Lüge, die man als solche erkennt" 
(Marmontel) als Ziel der Poesie hinstellt. Die folgenden 
Abschnitte zeigen, wie durch das Bemühen Chateau- 
briand’s nnd der Romantiker allmählich nnd nach langem 
Ringen die Natur in ihrer nackten Schönheit frei von 
den künstlichen Blumenranken der Rhetorik wieder ent¬ 
deckt und der Literatur zurückerobert wurde. Die Ro¬ 
mantik ei*scheint nun als der direkte Weg, die vorüber¬ 
geh ende Schwärmerei für einen phantastischen farbenreichen 
Orient oder das gothische Mittelalter als ein Umweg, 
die zu einem gesunden lebenskräftigen Realismus und zur 
Wahrheit führten. Statt einen neuen „style noble“ zu 
schaffen, streben die Romantiker mehr oder weniger be¬ 
wusst danach, Stendhal am energischsten, die Poesie dem 
Leben und der Sprache des Lebens zu nähern. Paradox 
klingt die Behauptung des Verfassers, dass eines der 
Hauptverdienste der Romantiker war, den Individualismus 
der Pseudoklassiker einzuschränken und durch eine wesent¬ 


lich unpersönlichere Darstellung zu ersetzen. Der Verfasser 
denkt an das aufdringliche Gebühren der „Psendoklassiker", 
an die rhetorischen Fragen nnd Ausrufe an Schicksal, 
Götter oder an den Leser, durch die der Dichter sein 
Werk künstlich belebte und ihm den erwünschten lyrischen 
Schwung zu verleihen suchte, er weist auf den kleinlich per¬ 
sönlichen Charakter der lyrischen Gedichte des 18. und 
beginnenden 19. Jahrhunderts hin, in denen die kleinen 
Leiden und Freuden, Liebschaften der Dichter der Neu¬ 
gierde seiner Leser preisgegeben werden. Wie verschie¬ 
den davon sind die Klagen und lyrischen Ergüsse eines 
Lamartine, der seine Erlebnisse und Liebesleiden jeden 
aufdringlichen persönlichen Zuges entkleidet und in die 
Sphäre des Allgemeinmenscblichen emporhebt. Und doch, 
werden wir entgegnen, wie „unpersönlich" klingen die 
Lieder jener Psendoklassiker neben denen eines Lamar¬ 
tine oder eines Müsset, ans denen ein warmempfindendes 
Menschenherz spricht. Wir werden die Bemerkung des 
Verfassers dahin ergänzen, dass die „pseudo-klassischen" 
Lyriker über die Grenzen des Persönlichen und Anek¬ 
dotenhaften nicht hinauszngehen vermochten, dass die 
Quelle romantischer Lyrik, in ihren besten Erzeug¬ 
nissen, innerstes, leidenschaftliches Empfinden ist, das 
den Dichtern des 18. Jahrhunderts im allgemeinen ab¬ 
geht und uns menschlich berührt. Die Persönlichkeiten 
sind interessanter, ihr Seelenleben reicher, ihre Auf¬ 
fassung der Liebe tiefer und ernster, ihr Innerstes ist 
durch die tragischen Ereignisse und Konflikte der Ge¬ 
schichte aufgewühlt worden, ihr Verhältnis zur Natur 
ein innigeres geworden, daher mussten sie die Fesseln 
der klassischen Sprache und Metrik sprengen und den 
Naturschilderungen und der Darstellung menschlichen 
Treibens und Empflndens den Stempel ihrer Persönlich¬ 
keit aufdrücken. Feinsinnig wird gezeigt, wie ganz all¬ 
mählich Hugo sich von der alten Rhetorik freimacht und 
erst in den Orientales, nnd da nur teilweise, die klassi¬ 
schen Umschreibungen und Figuren aufgibt und durch 
ein zunächst aufdringliches nnd grelles, aber die Er¬ 
scheinungen der Wirklichkeit direkt wiedergebendes Ko¬ 
lorit ersetzt, während Lamartine und A. de Vigny in 
ihren ersten Werken durchaus konservativ waren. Wir 
sehen, wie die Pflege des „pittoresque", der „couleur 
locale" und der malenden Adjektivs, ein Uebergangs- 
stadinm bildete zu einer ruhigeren Betrachtung der 
Dinge, wie wir sie in den „Feuilles d’automne" und den 
folgenden lyrischen Dichtungen und den besten unter 
den epischen Gedichten Hugo’s finden, während Schüler 
des Meisters, so Müsset in den „Contes d’Espagne et 
dTtalie", die Lehren der „Orientales“ weiter eifrig be¬ 
folgten und Andere in zügelloser Phantastik sich verlo¬ 
ren. Ein letztes Kapitel ist den Metaphern bei V. Hugo 
gewidmet. Der Verf. zeigt, wie in späteren und seinen 
spätesten Werken V. Hugo eine immer bedenklichere 
Neigung hat zwischen den Erscheinungen der Natur und 
denen der „foröt de Fäme“ (Voix intdrieures) oder ab¬ 
strakten, metaphysischen Begriffen Analogien und „cor- 
respondances" zu finden und metaphorische Umschrei¬ 
bungen zn bilden, und er zählt über zweihundert Um¬ 
schreibungen des Begriffs „Gott" auf. Er erklärt dieses 
oft masslose Ueberwuchern der Metapher bei V. Hugo 
aus einem Nachleben und Wieder er wachen der alten 
klassischen Tendenz, der wir die künstlichen „p^riphrases" 
eines Abbö Delille verdanken, die direkte Anschauung 
durch sinnreiche Bilder und an den Scharfsinn des Lesers 
sich wendende Rätsel zu ersetzen. Dass viele Metaphern 


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1907. Literatnrblatt für germanische und romanische Philologie. Nr. 1. 


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bei V. Hugo seltsam oder auch abgeschmackt sind, dass 
es bedenklich ist, aus dem metaphorischen Ausdruck ein 
System der Darstellung zu machen, dass viele der ange¬ 
führten Metaphern den zu erläuternden Ausdruck uns 
nicht greifbarer werden lassen, sondern wie unnötiger 
Flitter wirken, das wird jeder Leser und Verehrer 
Hugos zugeben. Nur darin geht der Verfasser in 
seiner Kritik der klassischen Ansdrucksmittel zu 
weit, wenn er die Metapher V. Hugo’s mit der 
klassischen „periphrase“ vergleicht. Wenn ein Klassiker 
oder noch A. de Vigny statt das prosaische Wort 
„horloge“ zu gebrauchen dem Leser ein Rätsel 
zu lösen gibt, so sagt er uns nicht mehr als das Wort, 
das er aus klassischem Anstand nicht nennen will. Wenn 
V. Hugo dagegen immer wieder zwischen der Natur und 
den Eigenschaften Gottes und Erscheinungen der Aussen- 
weit geheime oder nur äusserliche Analogien findet und 
darauf Metaphern gründet, so will er durch Bilder das 
ünfassliche uns greifbar machen, „die im Sonnenglanz 
erstrahlende ruhige Meeresfläche“ wird „zum flach da¬ 
liegenden Schwert Gottes“. Auch den seltsamsten 
Metaphern Hugo’s liegt eine Kraft der sinnlichen An¬ 
schauung, ein Mitempflnden und Aufgehen in der Natur 
zu Grunde, die der Poesie der „Pseudoklassiker“ voll¬ 
ständig fehlen. Die an feinen Einzelbeobachtungen reiche 
Arbeit klärt manche Seiten der Geschichte der Romantik 
besonders in ihren Anfängen auf und lässt uns diese be¬ 
deutungsvolle Bewegung mit ihren Widersprüchen, In¬ 
konsequenzen und Unklarheiten als ein notwendiges und 
nützliches Befreiungswerk aus den Fesseln der Kon¬ 
vention und Unwahrheit erscheinen. 

Heidelberg. F. Ed, Schneegans. 


11 Canzoniere provenzale della Riccardiana n^' 2909 

Edizione diplomatica preceduta da un’ introduzione per il 
prof. Giulio Bertoni. Dresden 1905. XLVI u. 286 S. 8® 
und 2 Tafeln. [= Gesellschaft für romanische Literatur, 
Bd. 8. Vertreter für den Buchhandel: Max Nienieyer, 
Halle a. S.] 

Die Gesellschaft für romanische Literatur, die schon 
Bertonis Ausgabe der Trovatori tninori di Genova als 
Band 3 gebracht hat, veröffentlicht jetzt den Abdruck 
der prov. Liederhs. Q (Ricc. 2909) durch den unermüd¬ 
lichen Forscher. 

Q gehört zwar nicht zu den grössten und wichtig¬ 
sten Hss., verdient aber die Ehre eines Abdrucks durch¬ 
aus, zumal nachdem sie schon geringeren zu teil ge¬ 
worden ist. Die Genauigkeit der Wiedergabe könnte 
nur eine Kollation der Hs. in Florenz bestätigen, aber 
die bekannte Sorgfalt und Sachkenntnis des Heraus¬ 
gebers bürgt uns für die Erfüllung weitgehender An¬ 
sprüche. La esattezza assoluta, cosi diffidle a rag- 
giungersi^ k la principale dote d'ogni stampa diplo- 
matica, stellt er selbst als Grundsatz auf (S. VI). 
Wenn er dann bescheiden hinzusetzt; oso anche sperare 
che il mio lavoro poträ cod meritarsi vie piü la fi- 
ducia degli eruditi^ so darf man ihm wohl entgegen¬ 
halten, dass seine Arbeit dieses Vertrauen nicht erst zu 
erwerben braucht. Es genügt dazu, mit den beiden 
Facsimile-Tafeln die entsprechenden Abschnitte des 
Textes zu vergleichen: hier ist in der Tat nichts zu 
erinnern, als dass auf T. 11, Sp. 1, Z. 8 deutlich be statt 
ben, S. 21 zu lesen ist. Auch äusserlich ist durcli die 
treffliche Ausstattung alles getan, was mit typographi¬ 
schen Hilfsmitteln zu erreichen war, um die Reproduk¬ 


tion der Hs. so getreu wie möglich zu gestalten. Die 
Abteilung der Zeilen ist beibehalten, auf die Auflösung 
der Abkürzungen ist verzichtet worden. Dass auch 
sonst die Anordnung nicht angetastet ist, halte ich für 
richtig; denn dem lieser ist damit besser gedient als 
mit einer gelehrten Rekonstruktion des Originals, zu 
der gerade diese Hs. förmlich auffordert. Den Uebel- 
stand muss man nun freilich in den Kauf nehmen, dass 
die Reihe der Lieder eines Dichters mitunter durch gar 
nicht zugehörige unterbrochen ist, und dass manche 
Lieder zerrissen sind, die eine Hälfte auf diesem, die 
andere auf jenem Blatte sich herumtreibt. In solchen 
Fällen hätten kurze Bemerkungen unter dem Text auf 
das Fehlen von Strophen oder Versen aufmerksam 
machen und Fortsetzung oder Anfang nach weisen sollen. 
Das ist leider nicht geschehen, und so muss man jedes¬ 
mal in der ziemlich umfangreichen Einleitung nach¬ 
schlagen (s. S. X—XVI). 

Diese Einleitung ist sehr klar geschrieben, fast 
elegant, wie man es von Hss.-Untersuchungen nicht ge¬ 
wohnt ist. Sie zerfällt in einen beschreibenden (S. VII— 
XXIV) und einen kritischen Teil (S. XXV—XLVI/ 
Der Inhalt von Q ist bekanntlich zuerst durch Grüz- 
macher, Arch. 33, 412 ff. mitgeteilt worden. Dieses 
Register, von Bartsch, Jahrb. XI 9 ff. berichtigt und 
ergänzt, diente als Grundlage für Gröbers Quellen¬ 
forschung, Rom. Studien II 546 ff., bez. 652 ff. Dann 
hat Bartsch, Zts. für rom. Phil. IV 502 ff. nochmals eine 
vollständige Inhaltsangabe geliefert, deren Zuverlässig¬ 
keit jetzt der vorliegende Abdruck zeigt — auch eine 
Rechtfertigung seiner oftgeschmähten Arbeitsweise! 
Dazu haben schliesslich Stengel und Gröber Zts. V 89 ff. 
und 92 ff. eine Reihe von Bemerkungen beigesteuert. 
So konnte Bertoni für die Zuweisung der Fragmente 
und die Identiflzierung der Lieder nicht sehr viel mehr 
tun als die Untersuchungen abschliessen. Einmal, auf 
S. XV, hat er übrigens einen Irrtum von Bartsch, 
Zts. IV 511 wiederholt, den schon Stengel, Zts. V 90 
berichtigt hatte, nämlich dass von der teils Bl. 33 v®, 
teils 47 V® überlieferten Tenzone respondez 

me^ sius plas (Nr. 85, bez. 130 seines Registers) das Ende 
der zweiten Strophe bei einer Blattversetzung verloren 
gegangen sei. Diese Verse stehen aber Bl. 47 v®, und 
also auch in seinem Abdruck S. 95, als die letzten des 
unmittelbar vorangehenden Liedes Nr. 129. 

Um so reicher ist die Ausbeute in den Ausführungen 
über Einteilung und Datierung der Hs. Der Verfasser 
unterscheidet im wesentlichen drei Gruppen oder Schich¬ 
ten, weil er drei Hände zu erkennen glaubt, alle drei 
von italienischer Herkunft. Den Grundstock Q’ bilden 
Bl. 11®—88®, nach ihm ursprünglich eine „Folquet- 
Sammlung“; dann hat ein zweiter Schreiber auf den 
Vorgesetzten Bl. 9—10 und in den zalilreichen Lücken 
von die Tenzonen eingetragen (Q-); endlich hat 
wahrscheinlich eine einzige Hand sowolil die Bl. 88—96 
(Q^®) wie die Bl. I — 8 und 97—112 beschrieben und 
auf Bl. 110 —111 und an anderen Stellen cohlas ein¬ 
gefügt (Q^b). Während man gewöhnlich die ganze Hs. 
ins 14. Jahrhundert setzte, rückt Bertoni den ältesten 
Teil, d. h. Bi. 11®-88® mit Ausnahme der Tenzonen 
und cohlas, in eine verhältnismässig frühe Zeit* hinauf, 
bis spätestens ans Ende des 13. Jahrhunderts, sodass Q* 
eine gewisse Ehrfurcht beanspruchen dürfte; auch der 
dritte Schreiber hat nach ihm noch in der ersten Hälfte 
des 14. Jahrhunderts gelebt, und zwar in der Lom- 


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33 


24 


1907. Literatarblatt fttr germanische und romanische Philologie. Nr. 1. 


bardei, worauf auch die Rechnungen von Bl. 115 hin- 
weisen, indem sie Cremona, Pavia u. a. nennen (S. VIII). 

Die Untersuchung der Quellen, von Gröhers be¬ 
kannter Abhandlung (s. oben) ausgehend und vielfach 
seine Ergebnisse bestätigend, ist vorzüglich. Sie holt 
nicht zu weit aus, verliert sich nicht in unsichere Kon¬ 
struktionen, sondern beschränkt sich auf das Erreich¬ 
bare und bleibt sich ihres provisorischen Charakters 
bewusst. Sie erweist auffällige Uebereiiistimmungen von 
Q', dem Kerne der Hs., mit einem Teile von G und in 
geringerem Umfange und Grade mit c. Gleiche Be¬ 
ziehungen bestehen zwischen den Tenzonen von und 
denen von G. Aber weicht von G ab und scheint 
dafür eine sehr entfernte Verwandtschaft mit A zu zei¬ 
gen ^ Die Zugehörigkeit zu G springt wieder bei den 
coblas von Q^b in die Augen, während die übrigen 
Partieen von Q^b in der Richtung nach IK, R oder a 
ausweichen. Wie in den meisten Fällen gelangt man 
auch hier nicht zur Feststellung eigentlicher Abhängig¬ 
keitsverhältnisse, sondern nur zur Ableitung aus gemein¬ 
samen alten Quellen. 

Dem Abdruck ist ein Register beigegeben, zu dem 
ich ein paar Kleinigkeiten nachtrage. Die coblas Les 
(1. Ges) li poder uos (1. nos, d. h. no^s) parton per 
engal (— Nr. 260) und Altrelant leu pot hom a 
ccortesia (= Nr. 261) stehen vorher schon auf Bl. 52 v^ 
nach Nr. 142 (S. 105). Unter ^irardus (Guiraut de 
Borneill) ist hinter Nr. 249 ausgelassen: Un sonet faz 
malvag e bon (242, 80), Bl. 100 v®, S. 193. Die fran¬ 
zösische Strophe Nr. 266 Gie cuit qe ü soit grant fo- 
lie (auch Zts. IV 518 nach Q) ist schon nach G 129 
gedruckt im Arch. 35,108. Nr. 281 S^on pogers (1. 
pogues) veger en espeül steht ausser in G 130 (Arch. 
35,110) noch in f 6 (P. Meyer, Derniers Troub., p. 66) 
unter Bertran Carbonel (Grdr. 82,77), ist trotzdem 
nicht selbständig, sondern Strophe von 450,6. Die 
letzte Nummer 299 Pos tan volon tut saber ist der 
Anfang von 330,15. 

Man erlaube mir noch eine Bemerkung über Q, die 
sich nicht an Herrn Bertoni richtet. Für Bartsch 
folgte auf Bl. 71 erst Bl. 71*, dann 72 u. s. w.; jetzt 
ist Bl. 71* = 72, Bl. 72 = 73 u. s. w. Die Hs. hat 
also von dieser Stelle ab eine andere Numerierung er¬ 
halten, sodass die früheren Zitate nicht mehr stimmen. 
War das wirklich nötig? Das Unglück ist zwar hier 
nicht gross, wie auch nicht bei dem gleichfalls und sogar 
zweimal gedruckten c (Laurenziana), da man in Zukunft 
nur selten zu den Hss. selber greifen wird; schlimmer 
ist es schon um R (Biblioth^que Nationale) bestellt, bei 
dem die doppelte Numerierung seit langem im Verein 
mit dem Riesenformat das .4uf8tichen erschwert. Es ist 
ein unbehaglicher Gedanke, dass es jeden Tag auch 


‘ Sicher ist der Beweis nicht, was sich auch der Verf., 
S. XLI keineswegs verhehlt. Er beruft sich besonders auf 
die Uebereinstimmung von Q und A in der Attribution eines 
sonst sehr verschieden attribuierten Liedes: Nr. 236, Vn «o- 
vet fiovel fag (Grdr. 242, 81). Es ist daher nicht überflüssig 
zu sagen, dass Bartschs Angaben, von denen er natürlich 
ausgeht, gerade bei diesem ergäiizungs- und verbesserungs¬ 
bedürftig sind. Das Lied wird zugewiesen: Guiraut de Bor¬ 
neill in A 22 (Nr. 38), B, N (M ist Druckfehler im Grundriss), 
Q, Sg (Saragossa, Gil y Gil), a und von dem Zitat in N*; 
Kicas Novas in A 142 (Nr. 409), D», I, K; Peirol in C, E, R; 
Raimbaut d’Aurenga (?) in V. Man sieht also, die Verhält¬ 
nisse sind verwickelter, als es schien, und vor allem hat A 
doppelte Attribution. 


anderen Hss. so ergehen kann, vielleicht schon so er¬ 
gangen ist, obgleich sie seit Jahrzehnten beschrieben 
und benutzt sind. Erreicht wird durch diese falsche 
Gründlichkeit doch nichts als kleine Missverständnisse, 
scheinbare Berichtigungen und Verschwendung der auf 
fremden Bibliotheken kostbaren Zeit. 

Wie wir sahen, haben die Untersuchungen über Q 
den Herausgeber auch zur Beschäftigung mit G (Am- 
brosiana R 71 snp.) geführt. Er zieht die Lesarten 
dieser Hs. öfters heran, druckt einzelne Strophen und 
coblas (bes. S. XLV A.) und eine ganze Tenzone (97,7; 
S. XXXVIII) ab und gibt S. XLIV ein willkommenes 
Verzeichnis ihrer coblas, worin ich nur die von Appel, 
Po^sies prov. inedites tiries des wss, d^Italic^ p. 125 
herausgegebene 461,82 vermisse, die Parodie von 461,83. 
Bertonis Absicht, auch G bald zu reproduzieren kann 
nur auf Beifall rechnen. Es wird ein wertvoller Zu¬ 
wachs sein für die schon stattliche Reihe vollständiger 
Abdrucke von Troubadour-Hss. und -Fragmenten der 
italienischen Bibliotheken, mit denen einheimische und 
fremde Gelehrte uns beschenkt haben. Die florenti- 
nischen Hss. sind jetzt sämtlich zugänglich gemacht; 
sonst stehen nur noch aus G der Ambrosiana, D (mit 
Ausnahme des durch Teuliö und Rossi heransgegebeneu 
D®), a^ (Campori), d der Estense, L und g der Vaticana, 
b und e der Barberina, von denen einige kaum einen 
Abdruck verdienen. Möchte nun aber auch dieses 
Schicksal neue Hss. ausserhalb Italiens ereilen, vor 
allem die im Privatbesitz befindlichen Hss. von Chelten- 
ham (N) und Saragossa (Sg), die beiden Schmerzens¬ 
kinder der Kritik! 

Breslau. Alfred Pillet. 


Albert Counaon, Dante en France. Erlangen, Fr. Junge 
und Paris, Fontemoing, 1906. 276 S. gr. 8®. 

Immer häufiger werden seit einigen Jahrzehnten 
Untersuchungen wie Virgil, Cicero oder Ovid im Mittel- 
alter, Dante in Deutschland, Frankreich, Spanien oder 
England, Petrarca im 15. oder 16. Jahrhundert, Shake¬ 
speare in Deutschland, Heine in Frankreich usw. usw. 
Fast möchte man sagen: jeder Dichter, der etwas auf 
sich hält, macht heutzutage, ähnlich wie berühmte Schau¬ 
spieler und Tänzerinnen, seine „Tournee“ durch die 
wichtigsten Literaturgeschichten des Auslands. In näch¬ 
ster Zeit, verspricht uns Counson, sollen wir sogar einen 
„Dante in Belgien“ bekommen \ und von dem unermüd¬ 
lichen Farinelli, der die Geschichte der Gastrollen be¬ 
deutender Dichter im Ausland seit Jahren schon mit un¬ 
erhörter Meisterschaft erzählt, ist, trotz Oelsner und 
Counson, noch einmal ein „Dante in Frankreich“ zu er¬ 
warten. 

Angesichts solchen Eifers dürfte es am Platze sein, 
einige prinzipielle Bedenken oder wenigstens Ratschläge 
laut werden zu lassen, umso mehr als das vorliegende 
Werk Counsons zum Fleissigsten und Umfassendsten ge¬ 
hört, was diese Art vergleichender Forschung geleistet hat. 

„Virgil im Mittelalter“ oder „Dante in Frankreich“ 
ist ein zweideutiges, ja sogar ein dreideutiges Thema. 
Man kann darunter, wenn ich nicht irre, dreierlei ver¬ 
stehen : erstens die Bekanntschaft der Franzosen mit 
Dantes Leben und Werken, und davon handelt die Ge¬ 
schichte der Philologie oder des Schul- und Bildnngs- 
wesens; zweitens die verschiedenen Werturteile der Fran- 

' Dieser ist inzwischen auch schon erschienen. 


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1907. Literatnrblatt fftr germanische and romanische Philologie. Nr. 1. 


26 


zosen über die Dantesche Ennst, and diese gehören in 
die Geschichte des Geschmacks; drittens endlich die an¬ 
regende Wirkung, welche von Dantes Persönlichkeit und 
von seiner Kunst auf französische Dichter, Maler, Bild¬ 
hauer usw. ausgegangen ist, und darüber belehrt uns die 
Quellenforschung. Somit umfasst das Thema 1) Dante 
bei den Gelehrten und in der Schule, 2) Dante beim 
Publikum, oder bei den Kritikern, denn auch diese sind 
dem Dichter gegenüber nichts anderes als Publikum, und 
3) Dante bei den produktiven Künstlern, wozu natürlich 
auch die üebersetzer gehören. Selbstverständlich kann 
sich ein und derselbe Mensch bald als Gelehrter, bald 
als Publikum, bald als Nacheiferer zu Dante verhalten. 
Das Kriterium unserer Einteilung sind nicht die Menschen, 
sondern die Interessen. Dieser aber fanden wir drei, 
und zwar grundverschiedene: Geschichte der Philologie, 
des Geschmacks und der Quellen. Nur äusserlich werden 
sie durch das Schlagwort „Dante in Frankreich" zusam- 
mengekleistert, in Wahrheit aber wetteifern sie mit¬ 
einander. Jeder Autor, der sich ein solches Schlagwort 
zu bearbeiten verleiten lässt, konzipiert ein Werk, das von 
Anfang an an einem beillosen organischen Fehler krankt. 
Es entsteht bei der Ausarbeitung eine nachgerade fast 
epidemische Geistesverfassung unkritischer Neugier, No¬ 
tizensucht und Zettelwut, die sich auf alles, was nur 
irgend Dante, resp. Shakespeare oder Heine heisst, mit 
der Unentwe^heit des Sammlers losstürzt, um aus den 
heterogensten Funden ein Buch zu machen. 

Da nun aber eine einheitliche, d. h. kritische Dar¬ 
stellung solcher Funde mit dem besten Willen nicht er¬ 
reichbar Ist, so fragen wir: wäre es nicht besser, auf¬ 
richtiger und wissenschaftlicher, die unmögliche Einheit 
fallen zu lassen und diese Dinge als das zu bearbeiten, 
was sie ihrem Wesen nach sind: Kataloge, Sammlungen, 
Bibliographie, im besten Falle Bibliographie raisonnöe? 
Oder aber man müsste, etwa so wie es Comparetti in 
seinem „Virgilio" versucht, aber freilich nicht mit Klar¬ 
heit durchgeführt hat, die dreierlei verschiedenen Inte¬ 
ressen säuberlich getrennt in parallellaufenden Mono¬ 
graphien zur Geltung bringen. — Man wende nicht ein, 
dass unsere Bedenken rein ästhetischer Art und der aus¬ 
übenden Forschung gegenüber mehr oder weniger pla¬ 
tonisch seien. Nein, sie sind methodologisch, und es 
kommt alles darauf an, dass der Forscher, bevor er zu 
suchen beginnt, sich klar mache, was ihn eigentlich in¬ 
teressiert. Eine unorganische Darstellung verdient zwar 
konsultiert und meinetbalb auch gelesen, aber auf keinen 
Fall geschrieben zu werden. 

Counson hat sich redlich bemüht, der vieldeutigen 
Aufgabe, der er sich unterzog, gerecht zu werden und 
ihr einen einheitlichen Grundgedanken abzugewinnen. 
Ich bin weit entfernt, seine Arbeit als eine gedanken¬ 
lose Materialsammlung zu bezeichnen. Im Gegenteil, er 
ist sich der Verpflichtung, etwas Ganzes zu liefern be¬ 
wusst gewesen, „üne monographie", sagt er, „n’a de sens 
que par rapport ä un ensemble, et Tensemble, c’est ici 
la littörature fran^aise avec les influences ötrangöres 
qu’elle a subies". Mit dem ersten Teil des Satzes sind 
wir einverstanden; der zweite scheint uns, nach dem 
was wir sagten, nicht haltbar. Tatsächlich gibt auch 
Counson sehr viel mehr als eine Geschichte der fremden 
Einflüsse. Er behandelt Dante nicht nur als Inspirations- 
quelle der Dichter, sondern auch der Maler und Bild¬ 
hauer, und ebenso eingehend als Gegenstand der Kritik, 
der Forschung und der Schule. Er hat mit Blenenfleiss 


und seltener Belesenheit ein ungeheures Material zusam¬ 
mengetragen, er hat es zum Teil auch denkend verar¬ 
beitet und durch eine Fülle knapper, treffender und 
geistvoller Bemerkungen erleuchtet; er hat, was beson¬ 
ders dankenswert ist, charakteristische Geschmacksurteile 
im Wortlaut mitgeteilt, sodass sein Buch für denjenigen, 
der einmal eine Geschichte des fi*anzösischen Geschmackes 
schreiben sollte, unentbehrlich sein wird. Er hat über¬ 
haupt für alles was irgendwie Bedeutung gewinnen kann: 
Politik, Salonklatsch, Neigung, Begabung und Schicksal 
französischer Danteenthusiasten und nicht zuletzt für die 
grossen Entwicklungslinien der Geistesgeschichte seines 
Volkes ein offenes Auge. Seinen Vorgängern, besonders 
Oelsner gegenüber verhält er sich kritisch und erkennt 
z. B. sehr richtig, dass das Interesse für Dante durch 
die französische Revolution nicht gesteigert, sondern ge¬ 
hemmt wurde. Er überschätzt den Einfluss Dantes in 
keiner Weise; er bat, dank einem umfassenden Verständ¬ 
nis, eine glückliche chronologische Gliederung des ge¬ 
waltigen Stoffes gefunden; 1) Vorrenaissance, 2) Renais¬ 
sance, 3) Klassicismus, 4) Romantik, 5) Periode der posi¬ 
tiven Forschung. Er scheint auch, was ihm in unseren 
Augen zur besonderen Ehre gereicht, die obigen metho¬ 
dologischen Bedenken vorausgeahnt zu haben. Wir lesen 
in seiner Einleitung die Worte: „Pour ce qui est de la 
m^tbode, pas n’est besoin de döflnir les rögles et l’objet 
de la litt^rature comparöe ä propos d’un travail qui doit 
avoir surtout ponr but de pröparer quelques matöriaux 
en vue d’nne oeuvre d’ensemble". Aber hier ist der 
Verf. zu kleinmütig. Seine Arbeit bedeutet mehr als eine 
prSparation de quelques matiriaux^ Sie ist eine nahe¬ 
zu vollständige Bearbeitung des ganzen dreideutigen 
Themas und wird vermöge ihres ausführlichen Registers 
(ca. 20 Spalten) den verschiedensten Interessenten ihre 
guten Dienste leisten. 

Andererseits aber klingt uns das Wort des Ver¬ 
fassers gar zu verheissungsvoll. Denn das oeuvre d'en- 
semble, das er von der Zukunft erwartet, wird, so hoffen 
wir, kein Ensemble von Materialien, keine oUa podrida 
ans der positivistischen Garküche, sondern allerwenig- 
stens eine gegliederte Dreiheit sein. Wir sind gespannt, 
zu sehen, in welcher Weise Farinelli den spröden Stoff 
bezwingen wird. Die bisher bekannten Proben seines 
Werkes (Dante nelle opere di Christine de Pisan in der 
Festschrih für H. Morf, sowie Voltaire et Dante in Kochs 
Studien zur vergl. Litgesch. 1906) geben uns gute Hoff¬ 
nung. Freilich, das wahre Ensemble, das uns in letzter 
Linie als wünschenswert vorschwebt, ist eine Geschichte 
des französischen Schul- und Bildungswesens, eine Ge¬ 
schichte des Geschmacks oder der Kritik (etwa so wie 
sie Borgese für die italienische Romantik geliefert hat) 
und eine Geschichte der künstlerischen Motive, d. h. des 
jeweilig wechselnden Gefühlsgehaltes in den verschiede¬ 
nen Künsten (etwa so wie sie Waldberg an der Hand 
des französischen Romans zu geben begonnen hat). — 
Freilich, dabei hätte Dante nicht mehr als die handelnde 
Person oder der Held der Darstellung, sondern als einer 
der vielen passiven Gegenstände des Interesses^ aufzur 
treten. Eine rein passive Rolle spielt er ja tatsächlich 
auch schon in sämtlichen oben bezeichneten Arbeiten, 
weshalb sie alle keine Organismen, sondern mehr oder 
weniger lebendige Sammelsurien sind. 

Heidelberg. Karl Vossler. 


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1907. Literatarblatt für germanische und romanische Philologie. Nr. 1. 


28 


Frammenti inediti di Tita fiorentina. Pahhlicazione diretta 
dal Prof. A. Lorenzoni. Firenze, Libreria editrice fiorentina. 
Fascicolo I. Un coro di male lingue. Sonetti inediti del 
Lasca, Varchi, ecc. contro Jacopo Corhinelli con una avver 
tenza di A. Lorenzoni. 1905, X und 17 S. 8°. L. 0.50. 
Fascicolo 11. Tre sermoni del trecentista Frä Taddeo Dini, per 
ügo Scoti-Bertinelli. 1906, VII u. 11 S. 8®. L. 0.50. 

In dieser sauber gedruckten Sammlung, von welcher 
die beiden ersten Hefte vorliegen, sollen kleine Beiträge 
zur Literaturgeschichte gegeben werden. 

Das erste Heft veröffentlicht eine Anzahl Sonette 
und einige lateinische Distichen, die Freunde Leonardo 
Salviatis gegen Jacopo Corbinelli schleuderten, als dieser 
über des ersteren Gedichte auf Don Garzias Tod schlecht 
gesprochen hatte, mit einem einleitenden Briefe Salviatis 
an Caro in Prosa. Die meisten der Gedichte, 25 So¬ 
nette und die lateinischen Distichen, sind von Varchi, 
die interessantesten, drei Sonetti caudati, von Lasca. 
Eine kurze Einleitung gibt sachgemässe Auskunft über 
den ganzen Handel. Hier hätte Lorenzoni aber gut ge¬ 
tan, nicht nach den Seiten der Handschrift (S. VH Anm. 
1 — 5), sondern nach seinem Drucke zu zitieren. Ferner 
hätte er sagen sollen, in welcher Weise er die Hand¬ 
schrift wiedergegeben hat. Ist der Abdruck diplomatisch 
und stammt die vielfach sonderbare Interpunktion aus 
der Handschrift? Auf diese will ich nicht eingehen — 
öfter fehlen auch Punkte — sondern nur auf einige 
Stellen, die mir unbedingt besserungsbedürftig erscheinen. 
Im dritten Sonett ist doch wohl V. 9 das Semikolon zu 
tilgen und V. 10 Certo statt Certe zu lesen, also; 

Non raffreddi VAltrui forse maligno^ 

Certo folle hiasmar^ certo non vero, 

Sonett 5 V. 1 1. o statt d und setze das Komma 
nach sinistro statt nach voi^ denn a voi ist Objekt zu 
nuocer und nicht von sinistro abhängig. Sonett 7 V. 3 
1. Cor6’ in ello statt Corb' inello (vgl. 10 V. I). So¬ 
nett 17 V. 7 ist wohl e tutti statt a tutti zu lesen; 
wenigstens wäre der Präpositionswechsel auffällig. In 
dem Sonett unbekannten Verfassers S. 14 V. 12 muss 
es wohl gracchi statt gracchia heissen, und endlich in 
den zweiten Distichen S. 18 fehlt im dritten Pentameter 
nach der Zaesur hinter laedere ein Daktylus, wie schon 
in dem Zitat S. VIII, wo auch im Hexameter nach male 
ein mihi fehlt. 

Das zweite Heftchen bringt den Abdruck von drei 
Predigtentwürfen des Dominikanermöches Taddeo di Dino, 
der von 1282 ca^ bis 1359 lebte. Die Einleitung zu 
dem Drucke stellt das Wenige zusammen, das über ihn 
zu ermitteln war. Der hübsche Text bietet keine Schwie¬ 
rigkeiten. S. 8 Z. 12 schriebe ich non i statt 
das. Z. 7 u. ist puhlicauus Druckfehler für publicanüs, 
S. 11 Z. 3 halte ich die Stellung des tonlosen e^ für 
unmöglich und würde dafür che einsetzen. Eine merk¬ 
würdige Bezeichnung der Blätter der Handschrift ist p. 
statt c. oder fol. 

Die Sammlung hat sich mit den beiden Heftchen 
gut eingeführt, und ich hoffe, dass sie das wohlverdiente 
Interesse findet, um weiter erscheinen zu können. Wenn 
ich noch einen Wunsch aussprechen darf, so wäre es der, 
dass bei Prosaschriften die Zeilen gezählt werden. 
Halle a. S. Berthold WMese. 


Zeitschriftenu. ä. 

Die Neueren Sprachen XIV, 8: F. Dörr, Die praktische 
Ausbildung der Neuphilologen. — E. Volbeda, The Place 
of the Subject in English. — Berichte: M. Gold Schmidt, 
Neuphilologische Vorlesungen an den preussischen Univer¬ 


sitäten vom Sommersemester 1901 bis zum Wintersemester 
1905/06 inkl. III. — J. Caro, Der Londoner Ferienkursus 
des .lahres 1906.— Besprechungen: 0. F. Schmidt, 1. W. 
Steuerwald, Englisches Lesebuch für höhere Lehranstalten; 
2. R. Dammholz, Englisches Lehr- und Lesebuch ; 3. G. Dn- 
bislav und P. Boek, Methodischer Lehrgang der englischen 
Sprache. — W. Ellmer, R. Hall, Lehrbuch der englischen 
Sprache, I. u. II. Teil.— A. Gun dl ach, K. Manger, Uebungs- 
stoffe zur Wiederholung der französischen ungleichmässigen 
Verba; W. A. Hammer. Tableaux des verbes fran^ais ä l’u- 
sage des öcoles. — F. D., 1. Körner, Zriny (Tomanetz); 2. 
Kleist, Das Käthchen v. Heilbronn (Lichtenheld); 3. Goethe. 
Götz von Berlichlngen (Frick); 4. Goethe, Götz von Berli- 
chingen (Sauer).— 0. Badke, H. Jantzen, Gotische Sprach¬ 
denkmäler. — Vermischtes: W. Grote, Das London zur 
Zeit der Königin Elisabeth in deutscher Beleuchtung. I. — 
G. Belouin, Quelques röfiexions sur les cours de vacances. 

— H. Klinghardt, Französisches p geprüft an und von 
einem Pariser.— Ders., Zur Richtigstellung.— W. V., Zu 
den Studienplan-Thesen. 

Modern Langnage Notes XXI, 8: Sommer, An unknown 
manuscript and two early printed editions of the Prose-Per- 
cival. — Wood, Etymological Notes. — Morton, The 
Stanza of ‘In Memoriam*. — Warren, A possible refrain 
of a lost mediaeval French poem.— Baker, Graf Friedrich 
von Stolberg in England. — Bödtker, Partönopeus in Ca- 
talonia and Spain. — Schlotter, Anglo-Saxonica. — Mac¬ 
kall, St. Hubertus in Goethes St. Rochosfest zu Bingen. 

— Tat lock, Milton’s ‘Sin* and ‘Death. — Adams, Christ 
1665-1693. — Morrison, The French Novel of Intrigue 
from 1150 to 1300. I. — Richards, Der Teufel ist los, by 
Christian Felix Weisse. — Frajser, A study in literary 
genealogy. — Cook, Shakespeare Othello 3, 4, 74. — Levi, 
Mon Habit. — Reviews: v. Klenze, Vogel. Aus Goethes 
römischen Tagen. — Tuttle, Revista de Bibliografia Ca- 
talana. Any Tercer. 1903. — Rennert, Asensi, Victoria 
y otros Cuentos. — McBryde, Newcomer and Sew'ard, Rhe- 
toric in Practice. — Correspondence: McBryde, Anglo- 
Saxon Charms.— Weeks, The reported new edition of the 
‘Chanson de Willame*. — Klaeber, Beowulf 62. — Browne, 
‘Garmombles*. 

Pablications of the Modem Language Association XXI, 4: 
Walter Morris Hart, Professor Child and the Ballad. — Alfr. 
E. Richards, A Literary Link between Thomas Shadwell 
and Christian P'elixWeisse. — Oliv. F. Emerson, Legends 
of Cain, especially in Old and Middle English. — William 
Guild Howard, Goethe’s Essay, üeber Laokoon.— Appen¬ 
dix. Proceedings of the Twenty-third Annual Meeting of 
the Modern Language Association of America, held at Haver- 
ford College, Haverford, Pa., and at the üniversity of Wis¬ 
consin, Madison, Wis, December 27, 28, 29, 1905. — The 
Chairman’s Address. — Memhership List. 

Indogermanische Forschungen XX, 1/2: H. Osthoff, Gab 
es einen Inst. Sing, auf -m* im Germanischen? 

Zs. für vergl. Sprachforschung XL, 4: Jos. Zubaty, Die 
„maw“-Sätze. — R. Loewe, Got. dis. — Ders., Got.'wiarf- 
kreiius .— C. C. Uhlenbeck, Etymologica. — W. Schulze, 
Zur gotischen Grammatik. 

Archivio per lo Studio delle tradizioni popolari XXIII, 3: 
M. Belli, Magia e pregiudizi in P. Vergilio Marone. VH. 
VIII. IX. — Ces. Musatti, I pregiudizi volgari combattuti 
da un verseggiatore veneziano del sec. XVII. — Maurus. 
La superstizione del popolino napoletano sulla recente eru- 
zione del Vesuvio. — Euclide Milano. Leggende popolari 
piemontesi. — G. Crimi-Lo Giudice. Qnattro canzoni e 
una ninna-nanna in Naso. — 1. A. Cella, Cantilene popo¬ 
lari fanciullesche usate a Cherso. — Impronte raeravigliose 
in Italia: CXLVIII. Le ginocchia di 8. Valeriano. — CXLIX. 
Le dita del diavolo sulla Rocca di Cavour. — (’L. G. P , 
II piede del diavolo in Salerno.— CLL A. Camilli, I piedi 
di G. Cristo in Roma. — A. Lumbroso. L’origine della 
espressione francese ‘Passer ä tabac’. — Luigi Bonfigli. 
Due poesie popolaresche del Cinquecento ricordate nell’ Tnca- 
tenatura del Bianchino. — Giov. Fabris, ün’eco moderna 
di antica laude. — S. Raccuglia, Leggende plutoniche in 
Sicilia. — G. Pitrö, Di alcuni diminutivi nel dialetto sici- 
liano. — Gius. Ferraro, Preghiere popolari sarde. — Mis- 
cellanea. — Rivista bibliogratica: Luigi Natoli. D'Ancona, 
La Poesia popolare italiana.— G. Pitrö, Bonfigli. Stefano 
Guazzo e la sua Raccolta di Proverbi.— Ders., Salomone, 
Storia di Augusta. — Ders., Blömont, Le genie du Peuple. 


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29 


1907. Literatorblatt fttr germanische and romanische Philologie. Nr. 1. 


30 


— Ders., Cosqnin, Fantaisies biblico-mythologiques d’nn 
chef d’fecole. — Bullettino bibliografico. — Recenti pubbli- 
cazioni.— G. Pitr^, Sommario dei giornali.— Ders.,No- 
tizie varie. 


Zs. für den deutschen Unterricht 20, 11: L. Bräutigam, 
Neuere Heimatdichter. — E. Grünwald, Das Latein als 
Weltsprache. — G. Lorenz, Die Zeitschriftenliteratur 
in unserer Klassikerzeit — R. Bltimel, „So weit wären 
wir“. — Sprechzimmer. Nr. 1: Holzmüller, Ufflen. — 
Nr. 2: P. Vogel, Er ist ein ... freier des Reiches Fürst. — 
Nr. 3: Herrn. Henkel, Zur Autorschaft der Xenien von 1796. 

— Nr. 4: E. Hoffmann - Krayer, Glänzendes Elend. — 
Nr.5: Ed. Damköhler, Zu Goethes Hochzeitslied. — Nr.6: 
Th. Distel, Das lateinische Aufnahmepensum Lessings zu 
St. Afra und die Zugabe des Zwölfjährigen. — Nr. 7: Alb. 
Becker, Ein Urteil Schillers über die Pfälzer. — Nr. 8: 
H. Ger lach, „Ein Fass Honig in Luk“ 24, 42. 

Tgdnchrift voor nederlandsche taal- en letterkunde 25, 4: 
C. C. Uhlenbeck, Aanteekeningen bij Gotische etymologieen. 

— J. H. Kern, Germaans *marganaz? — A. Kluyver, 
Klahak. — J. A. Worp, Nog eene Iphigenia in de eerste 
jaren der 17^« eeuw. — A. E. H. Swaen, Starter V.— P. 
Leendertz jr., Straatroepen.— J. W. Müller, Naaschrift. 

Noord en Zuid XXIX, 11: C. J. Vierhout, Verklaring van 
spreekwijzen. — C. B., Boeventaal. — P. Q., Verstaut gij 
ook wat gij leest? — d.B., Uitvaart en Beaarding. — Ders., 
Looplevend. — Verscheidenheden. 

Arkiv för Nordisk Filologi 23, 2: R. C. Boer, Volundar- 
kvida.— 0. Klockhoff, Grimhildsvisan. — Magn.Olsen, 
Til Hävamäl strofe 152. — Axel Kock, Anmälan av ‘Odal 
Ottelin, Studier öfver Codex bureanus II*. — K. Lehmann, 
Anmälan av ‘Jönsbok. Kong Magnus Hakonssons lovbog for 
Island. Udgivet ved Olafur Halldörsson*. — Finnur .I6ns- 
son, Anmälan av ‘Origines Islandicas. A collection of the 
more important sagas and other native writings relating to 
the Settlement and early history of Iceland. Edited by Gud- 
brand Vigfusson and F. York Powell*.— Max v. Vleuten, 
Anmälan av ‘Norges gamle Love, anden Riekke 1388—1604, 
udgivne ved Absalon Taranger I, 1*. — Finnur Jönsson, 
En lille bemmrkning. — H. Buergel Goodwin, Tillägg- 
sanmärkning tili ävanst^ende. 


Englische Studien 37, 2: Otto B. Schlutter, Beiträge zur 
altenglischen Wortforschung. — A. E. H. Swaen, Contri- 
butions to Anglo-Saxon Lexicographie.— F. Holthausen, 
Zur Textkritik altenglisch. Dichtungen. — Besprechungen: 
Aug. Western, Franz, Orthographie, Lautgebung u. Wort¬ 
bildung in den Werken Shakespeares. — C. T. Onions, 
Smith (C. Alphonso), Studies in English Syntax. — Louise 
Pound, Andreas and The Fates of the Apostles. Two An¬ 
glo-Saxon narrative poems, ed. with introduction, notes. and 
glossary, by George Philip Krapp. — J. Koch, Chaucer- 
Schriften: 1. Chaucer Society Publications. First Series. 95 
U.96. The Cambridge Ms. Dd.4.24 of the Canterbury Tales, 
completed by the Egerton Ms. 2726 (the Haistwell Ms.). Ed. 
by F. J. Furnivall. — 97. Parallel-Text Specimens, Part 9: An 
Introduction to the 8 Specimens of Ohaucer's ‘Clerk’s Tale*, 
by John Koch. Second Series. — 34. A New Ploughman’s 
Tale, being Hoccleve’s englisht Legend of the Virgin and 
her Sleeveless Garment. Ed. by A. Beatty. — 35. The Par- 
doner’s Prologue and Tale. A critical edition by John Koch. 
— 36. The 4 days’ Journo^' from London to Canterbury and 
back of the Aragonese Ambassadors, 31. July to 3. Aug. 
1415. Ed. by R. E. G. Kirk and F.J. Furnivall. — 2. Spies, 
Chaucer s ‘Retractatio*. — 3. Lowes, The ‘Dry 8ea* and the 
‘Carenare*. — 4. Tatlock, Chaucer and Dante. — 5. Brown 
(Carleton F.), Chaucer’s ‘Litel Clergeon*. — 6. French, The 
Problem of the two Prologues to Chaucer’s ‘Legend of Good 
Women*. — 7. Lowes, The Prologue to the ‘Legend of Good 
Women* considered in its Chronological Relations. — E 
Koeppel, Luce, A Handbook to the Works of William 
Shakespeare. — .1. Delcourt, Telleen, Milton dans la Litte- 
rature fran(;aise. — Maurice Todhunter, Lawless. Maria 
Edgeworth. — E. Koeppel, Gwynn, Thomas Moore. — 
Richard Ackermann, Byron - Literatur: 1. Holzhausen, 
Napoleons Tod im Spiegel der zeitgenössischen Presse und 
Dichtung. — 2. Ders., Bonaparte, Byron und die Briten. — 
8. Varnhagen, Ueber Byrons dramatisches Bruchstück ‘Der 
umgestaltete Missgestaltete*. — 4. Leonard, Byron and Byro- 
nism in America. — ö. Üchsenbein, Die Aufnahme Lord Byrons 


in Deutschland u. sein Einfluss auf den jungen Heine. — 0. 
Glöde, Tennyson’s ‘Enoch Arden* metrisch übersetzt von 
Berth. Haase. — Ders., Ficker, Bemerkungen zu Sprache 
u. Wortschatz in Tennyson’s ‘Idylls of the King*. — Ders., 
Straede, Tennyson’s 'Lucretius*. Erklärung des Gedichtes, 
Verhältnis zu dem lateinischen Lehrgedicht ‘De rerum na¬ 
tura* des Lucretius. — E. Koeppel, Merlette, La vie et 
rOeuvre d’Elizabeth Barrett Browning.— Ders., Browning 
(Robert), ‘A Blot in the Scutcheon’, ‘Colombe’s Birthday*, ‘A 
Soul s Tragedy*, and 'In a Balcony*. Ed. by Arlo Bates. — 
Ders., Ward (Wilfrid), Aubrey de Vere. A Memoir, based 
on his Unpublished Diaries and Correspondence. — Helene 
Richter, Poems of Christina Rossetti, chosen and edited by 
W. M. Rossetti. — G. Ehrismann, Bruckner, Der Heliand¬ 
dichter ein Laie. — 0. Glöde, Herrmann, Die Geschichte 
von Hrolf Kraki. — 0. Schulze, Baumann, Der kleine 
Toussaint - Langenscheidt. English. — Ders., Dickhuth, 
Uebungsstoff und Grammatik für den englischen Anfangs¬ 
unterricht. 1. Teil: P’ormenlehre. .‘h, verbesserte Auflage. 
2.Teil: Syntax. — Ders., Görlich u.Hinrichs, Kurzgefasst. 
Lehr- und Uebungsbuch der englischen Sprache für Real¬ 
schulen, Realprogymnasien, sowie für Reformscbulen und 
Gymnasien. — PK Wagner, Püttmann und Meier, Der 
Offizier als englischer Dolmetscher. — H. Heim, Röttgers, 
Englische Schulgrammatik. — Phil. Wagner, Sevin, Ele¬ 
mentarbuch der englisch. Sprache. II. Teil. 2. Aufl. — A. 
Greeff, Swoboda, Lehrbuch der engl. Sprache für höhere 
Handelsschulen. 1., 2. u. 4. Teil. — H. Heim, Teichmann’s 
praktische Methode. Englisch sprechen u. denken.— Ders., 
Wilke, Einführung in die englische Sprache. 6., verbesserte 
Aufl. der Stoffe zu Gehör- u. Sprechübungen. — Miscellen: 
Emma Sonke, Zu dem 25. Rätsel des Exeterbuchs. — W. 
H. Williams, Ralph Roister Doister and the Apophthegmes 
of Erasmus. — Kleine Mitteilungen. 

Anglia Beiblatt XVII, 12: Sarrazin, Chambers, The Mediae- 
val Stage. — Lindner, Stoll, John Webster. The Periode 
of his Work as determined by his Relations to the Drama 
of his Day. — Kroder, Steffens, Die Alliteration bei Tenny- 
son. — Koeppel, Ein Boccaccio-Motiv in Abraham Fraunce’s 
‘Victoria*. —• Heim, Feiler, A New English and French 
Pocket Dictionary. Improved and enlarged by Prof. Dr. H. 
Rovigue; Nader, English Grammar with Exercises; Mitcalfe, 
English made easy. Eine neue Methode Englisch lesen, 
schreiben und sprechen zu lernen; Heine. EinftUirung in die 
englische Konversation auf Grund der Anschauung nach den 
Bildertafeln von Ed. Holzel; Dammholz, Englisches Lehr-u. 
Lesebuch. — Lincke, Krüger, Des Engländers gebräuch¬ 
lichster Wortschatz. 

Studies in Philology. Published under the direction of the 
philological Club of the University of North Carolina. Vol. I: 
Louis Round Wilson, Chaucer’s Relative Constructions. A 
dissertation presented to the Faculty of the University of 
North Carolina as a partial requirement for the degree of 
Doctor of Philosophy. VIII, 58 S. 8®. 

Publications of the University of Pennsylvania. Series 
in philology and literature. Vol. XI. Philadelphia, 1906. 
Winston Co. 146 S. Gr. 8®. [Cont.: The Hector of Ger- 
many or the Palsgrave, Prime Elector. Written by Went- 
worth Smith, reprinted from the Quarto of 1615 and edited 
with introduction and notes by Leonidas Warren Payne, Jr 

Romanische Forschungen XXII, 1: Jos. Schätzer, Her¬ 
kunft u. Gestaltung der franz. Heiligennamen.— G. Baist, 
Der spanische Lancelot. — Wilh. Keller, Das Sirventes 
‘Fadet Joglar’ des Guiraut von Calanzo. — Job. Gladow, 
Vom französischen Versbau neuerer Zeit. 

Romania 140 (Octobre 1906): J. L. Weston et J. Bödier, 
Tristan mönestrel. Extrait de la continuation de Perceval, 
par Gerbert. — P. Meyer, I/instruction de la vie mortelle^ 
par Jean Baudouin de Rosieres-aux-Salines.— Kr. Nyrop, 
Sone de Nansai et la Norvi*ge. — P. Meyer, Notice du ms. 
Bodley 57 (Oxford Bodleienne). — A. Thomas, Notice bio- 
graphique sur Eustache Marcadö. — P. Meyer, Extraits 
d un recueil de sermons latins composes en Angleterre. — 
F. L 0 1, Un faux Tristan wurtembergeois en 807. — A. 
Thomas, Xnc. \r. ca^igatif-ingarij gazigatiy -ingan\ L’article 
halani de Godefroy; Un document peu connu sur Alain Char¬ 
ter; Note complömentaire sur Merlin de Cordebeuf. — V. 
Henry. Marisopa ,— F. Lot, Godoine. — Comptes rendus: 
A. Jeanroy, Metke, Die Lieder des altfranzösisch. Lyriker 
Gille le Vinier. — P. M., Miret i Sans, El mös antic teit 


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1907. Literatorblatt für gennanische und romanische Philologe. No. 1. 


32 


literari escrit en catalä. — Ders., P^trarque, Trait6 De sai 
ipsius et maltornm ignorantia p. p. L. M. Capelli. — M. 
Sepet, Cohen, Histoire de la mise en sc^ne dans le theatre 
religieox francjais du moyen äge. — In der Chronique wer¬ 
den kurz besprochen: Li jus de Saint Nicholai des Arrassers 
Jan Bodel. Text mit einer Untersuchung der Sprache u. des 
Metrums ... von G. Manz (P. M.) — A. Carnoy, Le latin d’Es- 
pagne d’apres les inscriptions (M. Roques). — Vasile Dia- 
mandi, Renseignements statistiques sur la population rou- 
maine de la peninsule des Balkans (M. Roques). — Cel mal 
vechiu dictionar latino - rominesc de Tudor Corbea. Notitä 
de prof. Gr. Cretu (M. Roques). — Las dech eteds da Geb¬ 
hard Stuppaun, publicaziun da Jacob Jud (M. Roques). — 
Cartulaire de Tabbaye de Notre-Dame de la Merci-Dieu, au 
dioc^se de Poitiers, p. p. Etienne Clouzot (A. Th.). —Mon¬ 
sieur Delboulle. Quelques Souvenirs recueillis par l’abb^ A, 
Tougard (A. Th.). — P. D’Ancona, Le vesti delle donne 
fiorentine nel secolo XIV. — Le Folk-Lore de France, par 
Paul Sfebillot, T. III. La faune et la Höre (P. M.). — Re- 
cueil de documents relatifs k l’histoire de Tindustrie dra¬ 
piere en Flandres p. p. G. Espinas et H. Pirenne (P. M.). 

— Congrds international pour Textension et la cnlture de 
la langue fran^aise (P. M.). — La maison de ville de Geneve, 
par Camille Martin. — Epitre k la Maison de Bourgogne 
sur la croisade turque projtt^e par Philippe le Bon, 1464 
p. p. G. Doutrepont (P. M.) 

Revue des langues romanes Sept.-Oct. 1006: F. Castets, 
Les quatre fils Aymon (Forts.).— L.-E. Kästner, Les ver- 
sions fran(;aises in^dites de la descente de Saint Paul en 
Enfer (Schl.). — Besprechungen: Grammont, Maze, Etüde 
sur le langage de la banlieue du Havre. — M. G., Constans, 
Chrestomathie de Tancien fran(,ais.— Grammont, Ernout, 
Le parier de Pr^neste. — Ders., Boselli, il valore intensive 
di ‘cum* nei verbi composti latini. — Ders., Niedermann, 
Phon^tique historique du latin.— Vianey, Dupuy, Lajeu- 
nesse des romantiques.— Ri gal, V. Hugo, Edition de l’im- 
primerie nationale. — Ders., Latreille, Joseph de Maistre 
et la Papaut6. 

Revue de philolofie fran^aise et de litt^rature XX, 4: 

Paul Barbier fils, Sur un groupe de mots de la famille 
de *caput' (Schluss).— L. Cl^dat, Etudes de syntaxe fran- 
(;aise: Tant^rieur au futur. — H. Y v o n, A propos du Dic- 
tionnaire de TAcademie.— A. .leanroy, Etymologies fran- 
(jaises: hlague. hlaguer, — Besprechungen: L. Vignon, Loe- 
seth, Le Tristan et le Palam^de des manuscrits frangais du 
British Museum.— Ders., Brusewitz, Syntaxe des pronoms 
personnels dans la langue des Fdlibres. — H. Y’von, von 
den Driesch, La place de radjectif-(‘pith6te en vieux fran- 
gais. — F. Baldensperger, Latreille, Joseph de Maistre 
et la Papaut6. — L. Vignon, Rydberg, Die Entwicklung 
des lat. ego. 

Zs. für französische Sprache und Literatur XXX, 0/8: L. 
P. Thomas, Congres international pour Textension et la 
culture de la langue franc^aise. — H Stengel, L. Jordan, 
Die Sage von den vier Haimonskindern. — E. Brugger, 
Die Turiner Rigomer-Episode. Hrsg, von E. Stengel. — A. 
Walde, M. Niedermann, Pr^cis de phonetiqne historique 
du Latin. — G. Nehb, G. Rydberg. Zur Geschichte des 
französischen a. — J. Vising, L. E. Menger, The Anglo- 
Norman Dialect. — D. Behrens, E. Herzog, Neufranzös. 
Dialekttexte. — Ders., A. Dagnet et J. Mathurin, Le parier 
ou langage populaire cancalais.— M. Wilmotte, Travaux 
francais sur Tart d’öcrire. — M. J. Minckwitz, Guillauine 
Ader, Poesies p. p. A. Vignaux et A. Jeanroy. — W. Mar¬ 
tini, H. Dübi, Cyrano de Bergerac. — Ders., U. V. Cha- 
telain, Le Surintendant Nicolas Foucquet. — Ph. Aug. Becker, 
Th. F. Currier and E. L. Gay, Catalogue of the Moliere Col¬ 
lection in Harvard College Library. — R. Mahrenholtz, 

K. G. Lenz, Ueber Kousseaus Verbindung mit Weibern. — 
J. Haas, E. Diihren, Rötif de la Bretonne. — Ders., H. 
de Balzac, (Euvres posthumes II: Lettres k P^trang^re.— 
W. Küchler, H. Mann, Eine Freundschaft, (lustave Flau- 
bert und George Sand. — W. Hattendorf. II. Grein, Die 
‘Idylles Pnissiennes“ von Theodore de Banville. — L. Tho¬ 
mas, R. de Gourmont. Promenades litteraires.— Ders., H. 
Bordeaux, Deux meditations sur la mort. — C. Friesland, 

L. Lambert, Chants et chansons populaires du Languedoc. 

— C. Th. Lion, Freitags Sammlung franz. u. engl.Schrift¬ 
steller. — Miszelle: E. Brugger, Nochmals Eiftregales und 
Gorre. Erwiderung auf A. Schulzes Referat in Zs. f. rom. 
Phil. XXX pp. 352-354. 357-359. 


Bulletin du Glossaire des Patois de la Suisse Romande 

5, 2/3: L. Gauchat, Le Conte du Craizu. En patois de 
Lutry, publiö d’apres un ancien manuscrit in6dit. — F. 
Fridelance, Fragment d’un glossaire de TAjoie. — J.Jean- 
jaquet, Etymologie. Vaudois aatamo, chaiamo, repas de 
funerailles. 

Giornale storico della letteratura italiana XLVIII, 1/2 = 
Fase. 142/143: Ezio Levi, Guido Orlandi. Appunti sulla 
sua biografia e sul suo Canzoniere. — Franc. Lo Parco, 
Errori e inesattezze nella biograüa del Petrarca. — Maria 
Ortiz, La cultura del Goldoni. — Varietä: P. Toldo, La 
frode di Gianni Schicchi. — Valent. Pirazzoli, Gli amori 
deU’Ariosto e il suo Canzoniere. — UgoScoti-Bertinelii, 
Un fratello di Giorgio Vasari commediografo e poeta. — 
Rassegna bibliografica: Umb. Cosmo, Rassegna francescana. 
(Bibliotheca franciscana ascetica medii aevi, Bibliotheca fran- 
ciscana scholastica medii aevi und Schriften von H. Boeh- 
mer, E. u. U. D’Alengon, F. P. Robinson, N Tamassia, W. 
Goetz, H. G. Rosedale, S. Minocchi, G Garavani, W. J. Knox 
Little, F. Tarducci, L. de Kerval, L. Lemmens) — Giuseppe 
Zippel, Rem. Sabbadini, Le scoperte di codici latini e ^eci 
nei secc. XIV e XV.— Bern. Sanvisenti, Franc. Fonano, 
Il poema cavalleresco; G. Barini, Cantari cavallereschi dei 
secoli XV e XVI. — Eg. Bellorini, Gius. Ant. Borgese, 
Storia della critica romantica in Italia. — Bollettino biblio- 
grafico: Lectura Dantis. Commenti letti nella sala d’Orsan- 
michele. Inferno, canti 11, 24; Purgatorio, canti 11,12, 18, 
20, 21, 31, 32; Paradiso, canti 1, 4, 6, 10, 11, 23, 27. — 
‘Lectura Dantis’ genovese. I canti XII-XXIII delP Inferno 
interpretati. — Biblioteca storico-critica della letteratura 
dantesca, diretta da Pasquale Papa. Serie II, disp. 8a.— V. 
Grazzani, Spiegazione dell’allegoria della Vita Nuova di 
Dante Alighieri, fatta col confronto del Convito per gli Stu¬ 
diosi del sommo poeta. — E. Anzalone, Sn la poesia sa- 
tirica in Francia e in Italia nel secolo XVI. — L. Carlini, 
Girolamo Veritä, filosofo e poeta veneziano del sec. XVI. — 

M. Carmi, Pier Jacopo Martelli. Studi. I. Pier Jacopo 
Martelli, Apostolo Zeno e Gerolamo Gigli (Una pagina della 
storia del Vocabolario Cateriniano).— G. Muoni, Note per 
una poetica storica del romanticismo. — S. Peri, Ippolito 
Pindemonte, studi e ricerebe, con Taggiunta della tragedia 
inedita ‘Ifigenia in Tauri* e di liriche inedite o rare. — F. 
Pasini, Un’amicizia giovanile di Niccolö Tommaseo.— A. 
M a b e 11 i n i, Lettere inedite di Niccolö Tommaseo a Fi¬ 
lippo Luigi Polidori, pubblicate ed illustrate. — G. Agnoli. 
Gli albori del romanzo storico in Italia e i primi imitatori 
di Walter Scott. — L. Fas so, Saggio di ricerche intomo 
alla fortuna di Walter Scott in Italia.— Annunzi analitici: 
G. Bertöni und C. Foligno, La ‘Guerra d’Attila* poema 
franco - italiano di Nicola da Casola. — Ettore Piazza, 
Le anime al passo d’Acheronte e la ‘tema’ völta in ‘disio*. 

— Ant. Cipolla, Commemorazione di Francesco Petrarca 
fatta agli alunni delle scuole di Cremona.— Is. Del Lungo, 
La donna fiorentina del buon tempo antico. — V. Paoletti. 
Cecco d’Ascoli. — Em. Liguori, La tragedia italiana dai 
primi tentativi a l’Orazia dell’Aretino. — Vinc. Jovine, 
Criteri artistici deirAriosto.— Caterina Re, Un poeta tra- 
gico fiorentino della seconda metö del secolo XVI: Antonio 
Benivieni il Giovane. — Gius. Parini, Poesie, con intro- 
duzione e commento di Giulio Natali. — A. Neri, Lettere 
inedite di Ireneo Affö al Cardinale Valenti Gonzaga. — L. 
Rossi, Della vita e degli scritti di Giambattista Roberti 

— Fr. Rosso, Lettere inedite di Giuseppe Mazzoni ex-tri- 
umviro del (ioverno Provvisorio toscano ad Atto Vannucci. 

— Gius. Bologna, Di alcune relazioni tra il Klopstock e i 
poeti italiani.— Ern. Lamma, Fra i poeti della scuola ro- 
magnola dell’ Üttocento— Pubblicazioni nuziali. Nozze Fer- 
rari-Toniolo: A. Parducci, Rugetto da LuccaV; B. Soldati. 
La fortuna d’un epigramma del Pontano; G. Coggiola, Di 
un’opera del Canova destinata alla Marciana; G. Manacorda, 
La leggenda del prete Gianni in Abissinia; R. Salaris, Le 
missioni di Fulvio Testi a Mantova e a Vienna; P. D’An¬ 
cona, Le vesti delle donne fiorentine nel sec. XIV; F. Pin¬ 
tor, Le prime recitazioni di commedie latine in Firenze. — 
G. Mazzoni. La favola di Orfeo e Aristeo, festa dramma- 
tica del sec. XV (per nozze Alfani-Daneo).— Gins. Cavaz- 
zuti, Esposizione del canto XIII dell'Inferno di Dante. — 
Ant. Boselli, Aucassin e Nicoletta. Saggio di traduzione 
dairantico francese. — Giulio Bertoni, Canzonette musi- 
cali francesi e spagnuole alla Corte d’Este. — Dom. Spa- 
doni, Sonetti dodici di Franco Sacchetti, i quali raccontano 


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1907. Literaturblatt für germanische and romanische Philologie. Nr. 1. 


34 


qnanto e hnona la pace e contrario la gnerra. — Comuni- 
cazioni ed appnnti: G. Bertoni, Sasso Sassi alias Panülo 
Sassi. — R. Zagaria, La 'Cadnta* del Parini e le none 
‘A Gino Capponi’ del Giasti. — Cronaca. 

Rassegna bibliografica della letteratara^italiana XIV, 
3—5: A. Neri, Aneddoto intomo alla ‘Frnsta letteraria*. — 
A. Moschetti, II ‘dnce* nei Trionfi del Petracca (gegen Lo 
Parco). 

Rassegna critica della letteratura italiana XI, 8—4: G. 
Rosalha, Nota snl verso 105 del XXVIII del Paradiso. 

n Giornale Dantesco XIV, 4—5: Ant. Zardo, La censnra 
e la difesa di Dante nel secolo XVIII. — E. Proto, Per 
la data della canzone *italia mia* del Petrarca. — C. De 
Franceschi, Fu Dante a Pola? — D. Gaerri, Per nn 
naovo commento alla ‘Vita Nnova*.— P. Papa, Per Adolfo 
MnSsafia. — C. Cipolla di Vallecorsa. Perchd Dante 
prese in considerazione Traiano. — Recensioni: F. Ange- 
litti, Moore, The geography o! Dante. Stadies in Dante 
III; Boffito e Sanesi, La geonafia di Dante secondo Edoardo 
Moore. — G. Brognoligo, De Stefano, II Virgilio rihellante 
nella ‘Divina Commedia’; Cnrto, Osservazioni; Valerie, Sta- 
zio nella scala mistica della ‘Divina Commedia’; Berardi, 
Ancora di an passo della ‘Vita Naova’: naova interpreta- 
zione; Azzolina, La contraddizione amorosa in F. Petrarca; 
Williams, Dante as a jorist. — Im Bnllettino hihliografico 
finden sich kürzere Anzeigen von: Crescini, II bacio di 
Paolo; D’Ovidio, II ‘Porgatorio* e il sao prelndio; Gori, II 
tovagliolo del Conte Ugoliuo e qaalchecos' altro n. a. m. 

Bolletiii hispaniqne n» 4: Pörez Pastor, Nuevos datos acerca 
del histrionismo espafiol en los si^los XVI y XVII (Forts). 
— H. M6rim6e, ‘El Ayo de sa hijo*, comedia de Don Gail- 
l^n de Castro.— Cirot, Recherches sar les Jnifs esparaols 
et portagais k Bordeaaz (Forts.) — Varidt^s: C. PitoTlet, 
Un Ächo onbli^ dn ‘romance’ de Qaevedo: ‘Orfeo*. — H. 
M6rim§e, Sar la hiographie de Gaspar Agailar. — Le ca- 
talan Occidental. — Ar ticles des revnes fran^aises oa 4tran> 
g^res concemant les pays de langae castillane, catalane oa 
portagaise. — Chroniqae. 


Literar. Zentralblatt 48: Die Lieder des Troveors Perrin 
von Angicoart Hrsg, von G. Steffens. — Shearin, The ex- 
pression of parpose in Old English prose. — Aas G. C. 
Lichtenbergs Correspondenz. hrsg. von E. Ebstein. — 40: 
E. Stengel, Westen, The legend of Sir Perceval. Stadies 
apon its ori^n, development and position in the Artharian 
cycle. — Wühelm Müller, Gedichte. Vollständige Aasgabe 
bes. von J. Taft Hatfield. -> E. v. K., Kraaske, Grillparzer 
als Epigrammatiker.— 50: E. Stendel, Stronski, Le trouba- 
doar Eüas de Barjols. Edition critiqae. — M. W., van der 
Gaaf, The transition from the impersonal to the personal 
constmetion in Middle English. — M. K., Meyer, Die Ent- 
wicklang des Natargefühls bei Goethe bis zor italienischen 
Reise einschliesslich. 

Deatache Literatorzeitung Nr. 43: Voretzsch, Ernst Wachs- 
math and Ludwig Blanc, die Begründer der romanistischen 
Professur an der Universität Halle. — Enbrel, Geschichte 
der deutschen Literatur von den Anfängen bis in die Gegen¬ 
wart, von Richard M. Meyer. — Wildhagen, ein Psalter 
des Eadwine v. Canterbury, v. Imelmann. — 44: Schwartz, 
Rede aof Hermann Usener, von Kroll. — Blaser, Konrad 
Ferd. Meyers Renaissance-Novellen, von Frey. — v Zandt- 
Cortelyon, Die altenglischen Namen der Insekten, Spinnen 
und Krostentiere, von Björkman. — Gutjahr, Zur nhd. 
Schriftsprache Eykes von Repgowe, von Köhler. — 45: 
Gnerich, Andreas Gryphius und seine Herodes-Epen, von 
Landau. — Kröger, Die Sage von Macbeth bis za Shak- 
spere, von Keller. — Voretzsch, Einführung in das Stadium 
der altfranzös Literatur, von Suchier. — 46: Dieterich, 
Mutter Erde, von Kroll. — Schambach, Vergil, ein Faust 
des Mittelalters, von Wilhelm. - von Uslar-Gleichen, 
Bürger als Justizamtmann des Patrimonialgerichts Alten¬ 
gleichen. von W. von Wurzbach. — Mensch, Das Tier in 
der Dichtung Marots, von Spengel. 

Sitzungsberiebte der K. K. Akademie der Wissenschaften 
in Wien Bd. 153, I: L. v. Schroeder, Germanische Elben 
und Götter beim Estenvolke — VII: V. Junk. Ein neues 
Bruchstück aus Rudolfs von Ems Weltchronik. 

GöUin^sche Gelehrte Anzei^n IX: Heinse, Sämtl. Werke, 
Bd. iT, IX, V. Minor. — Abeaen, Goethe in meinem Leben, 
von Ilarnack 


Philologns X, 429: Zielinski, Das Ausleben des Clausel- 
gesetzes in d. röm. Kunstprosa. 

Nene philolog. Rundschau 1906, 22: H. Spies, Grimm, 
Glossar zum Vespasian-Psalter u. den Hymnen; van Zandt 
Cortelyon, Die altenglisch. Namen der Insekten u. Krusten¬ 
tiere. — H. Jantzen, Hauck, William Bullokar; ders., 
Systematische Lautlehre Bullokars. — R. Jordan, Eigen¬ 
tümlichkeiten des anglischen Wortschatzes. 

Wochenschrift für klassische Philologie 44: Speck, Ca- 
tÜina im Drama der Weltliteratur, von Ziehen. 

Berliner Philologische Wochenschrift Nr. 45: Die Ger¬ 
mania des Tacitus, deutsch von Will Vesper, von Wolff. — 
Wünsche, Die Pflanzenfabel in der Weltliteratur, von 
Stadler. 

Wiener Wochenschrift für klassische Philologie 28, 42: 
Grupp. Kultur der alten Kelten u. Germanen, von Wolff. 

Zs für das Gymnasialwesen November: Gau er, von deut¬ 
scher Spracherziehung, v. Przygode. — Tumlirz, deutsche 
Sprachlehre f. Mittelschulen, von Wetzel. 

Zs. für die österr. Gymnasien H. 10: Sahr, Das deutsche 
Volkslied*, von Bemt. — Behaghel, Die deutsche Sprache*, 
von Jelliiiek. — P. Vogt, Beowulf, von Eicbler. 

Zeutralhlatt für Bihliotkekswesen XXIII, 10: Kl. Löffler, 
Zwei unbekannte Veröffentlichungen wesHäl. Humanisten. 

Zs. f. Bücherfreunde 10, 7: A. Schlossar, Vom Freiheits¬ 
sänger Anastasias Grün. Mit einer Anzahl angedruckter 
Briefe Grüns. 

Historische Vierteljahrsschrift 17. 4: Boden, Die isländ. 
Regierungsgewalt in der freistaatlichen Zeit, von Amira.— 
Held mann, Rolandspielfiguren, Richterbilder oder Königs¬ 
bilder? von Rietschel. 

Historisches Jahrbuch XXVII, 8: Dürr Wächter, Johann 
Kaspar Zenss. 

Deutsche Geschichtsblätter VII, 11/12: G. W^ilke, Wo lag 
die Heimat der Kimbern u. Teutonen? — Hans Helmolt, 
Geschichtslügen und andere Schlagwörter. 

Korrespondenzhlatt des Gesamtvereins der deutschen 
Geschichts- nnd Altertumsvereine Nr. 8: E. Devrient, 
Nach welchen Grundsätzen soll der Historiker bei Quellen- 
ausgaben verfahren? 

Neues Archiv der Gesellschaft für ältere deutsche Ge¬ 
schichtskunde 3’, 1: A. Hofmeister, Ueber eine Hand¬ 
schrift der Sächsischen Weltchronik. 

Archiv für Kulturgeschichte IV, 4: A. Meister, Zur Deu¬ 
tung des „HantgemaP.— Historische Lieder auf Jud Süss. 
Mitget. von E. K. Blümml. 

Archivalische Zeitschrift N. F. XIII: Ivo Striedinger, 
Aus dem Briefwechsel Maximilians I. Achtzehn Schriftstücke 
aus den Jahren 1490-1492. 

Mitteilungen des Vereins für Hamburgische Geschichte 
25: H. ILFerber, Lieder im Tiroler Dialekt unter den 
hamburgischen Strassenliedem. — A. Wohl will. Zur Er¬ 
innerung an K. Koppmann. — J. H. Wilhelmi, Paten¬ 
briefe. 

Pommersche Jahrbücher VII: J. Rassow, E. Moritz Arndts 
Gedanken über die Erhebung aller Völker gegen die franz.- 
russische Weltherrschaft in den Jahren 18u7—9. 

Mitteilungen des Instituts f. österreichische Geschichts¬ 
forschung XXVII, 3: Schillers historische Schriften hrsg. 
von Fester, von Prem. 

Ravensberger Blätter 11: H. Tümpel, Aus dem Schüler- 
und Studentenleben des 16. Jahrh. 

Jahresbericht der Gesellschaft f. nützliche Forschun^n 
zu Trier 1900 1905: Max Müller, Die Ortsnamen im Re¬ 
gierungsbezirk Trier. 

Appenzellische Jahrbücher IV. 8: J. Vetsch, Herkunft u. 
ursprüngliche Bedeutung des Wortes ,Rood“. 

Beiträge zur Kunde steiermärkischer GeschichtMuellen 
32: Felix Zub, Beiträge zur Genealogie u. Geschichte der 
steirischen Lichtensteine. 

Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Deutschen 
in Böhmen 44, 1: Alois Bernt, Hohenfurter Bruchstück 
deutscher Perikopen des XIV. Jahrh. — 2: Johanneslied, 
mitget. von E. K. Blümml. — 8 u. 4: K. Müller, Miles 
christianuB. Ein noch unbekanntes Drama von Gg. Lyttich. 

Sitzungsberichte der Gesellschaft für Geschichte und 
Altertumskunde der Ostseeprovinzen Russlands 1904: 
K. Mettig, Ueber drei niederdeutsche Liebeslieder aus dem 
Notizbuche Heinrich von Münchhausens (16. o. 17. Jh.) — 
1905: N. Busch, Ueber Manuscripte Lavaters in der Rig. 
Stadtbibliothek. 

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1907. Literatarblatt fttr germanische and romanische Philologie. Nr. 1. 


36 


Sitsungsberichte der Gelehrten Eetnischen Gesellschaft 

1905: K. A. Hermann, Schiller in der estnisehen Literatur. 
XXV. Jahresbericht des Vereins für Erdkunde an Metz: 

Kenne, Der römische Grenzwall und die Saalhurg. 

Zs. fdr Ethnologie 38, 4 u. 6: P. Ehrenreich, Götter und 
Heilbringer. 

Petermanns Mitteilungen 52,*3: F. Raue[rs, Zur Geschichte 
der alten Handelsstrassen. 

Zs. des Vereins für Volkskunde 16,6: H. Carstens, Topo¬ 
graphischer Yolkshumor aus Schleswig-Holstein. — Bolle, 
Neuere Märchenliteratur. 

Zs. des Vereins für rheinische und westfälische Volks¬ 
kunde III, 4: Jacob Kemp, Zur Geschichte der Kölner 
Fastnacht. — W. Pessler, Das altsächsische Bauernhaus 
in der Rheinprovinz. — 0. Schell, Das berdsche Haus u. 
seine Zukunft. — P. Sartori, Zur Volkskunde des Re¬ 
gierungsbezirks Minden. II. Sagen. 

Archiv für Religionswissenschaft IX, 3u. 4: M. Gothein, 
Der Gottheit lebendiges Kleid. — R. M. Meyer, Mytholo^. 
Fragen. — Th. Zacharias, „Sterbende werden auf die 
Erde gelegt“. 

Archiv fttr Reformationsgeschichte III, 4: R. Meissner, 
„Ohne Hörner und Zähne“. 

Neue kirchliche Zeitschrift XVII, 10: L. Theo bald, Thomas 
Naogeorgus, der Tendenzdramatiker der Reformationszeit. 
Zs. der Internationalen Musikgesellschaft VIII, 1: £. K. 
B r ü m m 1 und R. Z o d e r, Josef Lanners Fortleben im 
Volkslied. 

Sammelbände der Internationalen Musikgesellschaft 

Jahrg. Vni, Heft 1, Oktober-Dezember 1906: Renfe Bran- 
cour, Les Mattres musiciens de la Renaissance francaise 
et leur historien (Anzeige von Les Maitres musiciens de la 
Renaissance Francaise von Henry Expert.) 

Die Musik V, 24: V. Lederer, Musikdramatische Festspiele 
bei den alten Barden. 

Richard-Wagner-Jahrbuch I: Fr. Fiscbbach, Zur Topo- 

g raphie der Nibelungen-Mythen n. Legenden. » H. Ritter, 
er leitende Faden durch Goethes Faust und die Fanst- 
idee. — H. B. G. Speck, Wagners Verhältnis zu Shake¬ 
speare. G Münzer, Einiges über die alten Meistersinger 
besonders ihre Melodien. — A. Prüfer, Novalis 'Hymnen 
an die Nacht' in ihren Beziehungen zu Wagners Tristan 
und Isolde’. 

Zs. t bildende Kunst H. 10: Giuseppe Coceva, Die jüngste 
Wiederherstellung des Laokoon. 

Jahrbuch der Preussischen Kunstsammlungen 27, 3: R. 

Förster, Laokoon im Mittelalter und der Renaissance. 
Deutschland 48: A. Hackemann, Goethes Kindergestalten. 2. 
Deutsche Welt 6/7: K. Berger, Was Schiller den Deutschen 
war und sein kann. 

Süddeutsche Monatshefte 3, 11: H. Fischer, Hermann 
Kurz in seinen Jugendjahren. 

Hochland 4, 2: Otto L. Jiriczek. Dante Gabriel Rossetti. 
Historisch-politische Blätter 138,7: Grauert, P. Heinrich 
Denifle. 

Sonntagsbeilage cur Vossischen ZeitUM 1906, 45/46: A. 
Eloesser, Hölderlins Mission. — 45: R. Fürst, Die Frauen 
und der empfindsame Roman in Frankreich. — 46: Eine in 
Südmssland gefundene altschwedische Inschrift. 
Frankfurter Zeitung Nr. 310, erstes Morgenblatt: Hans 
Schmid, Bosco, eine deutsche Sprachinsel im Tessin. — 
Nr. 336, erstes Mor^enblatt: B. Suphan, Söhne von gutem 
Hause. Alte Geschichten mit neuer Anwendung. 
Allgemeine Zeitung Beilage 259/260: E. Sieper, W^illiam 
Shakespeare in seinem Werden und Wesen. — 265/266: E. 
Fueter, Die Rahmenerzählung bei Boccaccio und Chaucer. 
Museum 14, 3: E. Slijper, Niedermann, Pr^cis de phonöti- 
que historique du latin. — J. W. Müller, Walch. De 
Varianten van yondel’s Palamedes. — H. Kern, P. Prick 
van Wely, Koloniaal-Nederlandsch-Engelsch-Fransch-Duitsch 
hulpwoordenhoek. - Fr an tzen, Sokoiowsky, Der altdeutsche 
Minnesang im Zeitalter der Klassiker und Romantiker. — 
Barnouw, Trautmann, Das Beowulflied (Text und üeber- 
setzung). — Van Hamei, Foerster, Kristian von Troyes, 
Yvain, 2. Aufl. — Salverda de Grave, Schultz-Gora, Alt- 
rovenzalisches Elementarbuch. — Fiin vanDraat, Hugen- 
oltz, Shakespeare Reader for Schools. 

The Athenaeum 4122: The letters of the first Earl of Lyt- 
ton. — The national edition of Dickens. — 4123: 'Rousseau: 
a new criticism’. — 4124: Rousseau: a new criticism. — 


4125: Shakespeare's'"birthplace. — Remarkable find o! 
a Caxton. 

Folk-Lore XVII, 3: N. W. Th?omas, The Scape-Goat in 
European Folklore. 

American Journal of Theology, Oktober: James Westfall 
Thompson, Vergil in Mediaeval Gulture. 

Revue critique 46: V. Henry, Cynewulfs Elene, hrsg. von 
F. Holthausen. — G. Lacour-Gayet, Saint-Simon, 
moires. Tome XIX®. — 47: V. H., Nansester, Denken, 
Sprechen und Lehren. II: Das Kind und das Sprachideal. 
— R., Bessert. Calvin. — 48: A. Jeanroy, Brown, The 
Knight of the Lion; Ford, To bite the dust* and symbolical 
lay communion. — 49: A. Mathiez, Roustan, Les philo- 
sophes et la soci6t6 francaise au XVIII® siede. 

Revue de syntb^se historique 1906, Avril: P. Her- 
mant, Le sentiment amoureux dans la littörature m^di^ 
vale. Etüde psycholonque et sociale. — .Tuin: Al. Levi, 
La legende de Saint Francois d’Assise, d'apres M. N .Ta- 
massia. — P. Basti er, Schiller, ä propos d'un ouvrage 
r^cent. — Aoüt: G. Ascoli, Essai sur Thistoire des idees 
f6ministes en France, du XVI« siede ä la Revolution. I. 
La Revue Latine, 5« Annöe N« 11, 25 Novembre 1906: Emile 
Faguet, La ‘Politique positive’ d'Auguste Comte. — Pani 
Sirven Littörature romande: Madame de Charir^re (ans 
Anlass von Philippe Godet, Madame de Charriere et ses 
amis 1906. 2 Bde.) 

Revue des cours et Conferences XV, 2: Abel Lefranc, 
La vie et les ouvrages de Moliere. Les smiours de Made¬ 
leine Bejart et de G. de Scudöry; La troupe de Möllere de 
1645 ä 1648: Moliere ä Lyon(?); ä Bordeaux (?); ä Nantes (?j. 
— Aug. Gazier, Pierre Corneille et le thö&tre fran^s: 
‘Don Sanche* et ‘Nicomede*. — 8: Abel Lefranc, La vie et 
les ouvrages de Moliöre. Les pördninations de Moliöre. La 
vie des acteurs nomades d'apres le^Roman comique’ de Scar- 
ron. — Em. Faguet, Les ^tes fran^ais du temps du Pre¬ 
mier Empire: Millevoye traducteur.— Aug. Gazier, Pierre 
Corneille et le thöätre fr. L’öchec de ‘Pertharite’. L'‘Agri^ 
pine’ de Cyrano de Bergerac. La ‘Mort de Cyrus’ de Qni- 
nault. — 4: Abel Lefranc, La vie et les ouvrages de Mo¬ 
liere. Les regus de Montpellier. Moliöre ä Pözenas, äCar- 
cassonne, ä Grenoble, ä Lyon (1650—1652). — Aug. Gazier. 
Pierre Corneille et le thöätre fr.; Le ‘Timocrate’ de Thomas 
Corneille. La traduction de ITmitation’ de Pierre Corneille. 

— 5: Abel Lefrang, La vie et les ouvrages de Moliöre: 
Les pörögrinations de Moliöre (Forts.); L’‘Etourdi’. — A. 
Gazier, Pierre Corneille et le thöätre frangais: ‘L’Oedipe* 
de Pierre Corneille. 

Revue de Paris 1. Nov.: F. Brunot, La simplification de 
Torthographe. I. — L. Söchö, La ‘Marraine’ d'Alf red de 
Müsset. — 15. Nov.: G. Simon, V. Hugo, le Duc et la 
Duchesse d'Orlöans. — F. Brunot, La Simplification de 
Forthographe. II. — 1. Dez.: L. Söchö, Alfred et Paul de 
Müsset. I. 

Annales politiques et littöraires Nr. 1218: Coquelin cadet: 
Mon Premier voyage ä Paris. — 1220: J. Claretie: Gaston 
Boissier (aus Anlass seines achtzigsten GeburtstagesX — 
1221: A. Brisson: Chez La Fontaine (Schilderung von des 
Dichters etwas vernachlässigtem Hanse in Chätean.-Thierry 
Und Anregung eines Denkmals für ihn und eines Museums 
zu 8. Andenken). — J. Bois, ‘La dixiöme muse’ (der neueste 
Roman von Ohnet). — J. Thouvenin, Die neuen Stücke 
von C. Mendös ^a Vierge d’Avila) und von P. Adam (Les 
Monettes). — 12^: Sergines, Oertlichkeit und Datum der 
Gehurt Voltaires (20. II, 1694, Chätenay). — Aus dem Buche 
von Georges Grappe über Leben und Werke von Jules 
Claretie. 

Annales de l’Est et du Nord Octobre 1906: Besprochen 
werden u. a.: Cohen, Histoire de la mise en scöne dans 
le thöätre religieux frangais du moyen-äge. — Druon. 
Föneion. — Delangre, Le thöätre et Fart dramatique ä 
Toumay. 

Revue Bourguignonne publiöe par FUniversitö de Dijon 1906 
(T. XVI. Nr. 1—2) Charles Cestre La Rövolution Ftangaise 
et les Poetes Anglais (1789—1809) (570 Seiten). 

Annales du Midi 72. Octohre 1906: S. Stronski, Recherches 
historiques sur quelques protecteurs des trouhadours. — B- 
Caillemer, Le ‘Codi* et le droit provengal au XJl« siöcle. 

— A. Thomas, La bible de Fressac (Gard). — Besprech¬ 
ungen: G. Millardet, Daugö, Grammaire gasconne (Ex- 
trait du Bulletin de la Sociötö de Borda; Dax, Laböque 1905. 
XX, 207 S. 8®.). — A. Jeanroy, Lambert, Chants et eban- 


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1907. Literatarblatt fttr germanische and romanische Philologie. Nr. 1. 


38 


Sons popnlaires da Languedoc. — Ders., B. Monaci, Testi 
romanzi per aso delle scaole. — Ders., Yidal, Doaze comptes 
consalaires d’Albi da XIV« si^le. 

Rcyae dea Biblioth^qaes 16. aun^e 1906 Nr. 7—8 (Jaillet— 
Aoüt): Emile Chatelain, Les secrets des vieilles reliores. 
(ln Bucheinbänden von Incanabeln der Pariser Universitäts¬ 
bibliothek entdeckte Fragmente von Pronostication de J. 
Laet poar Tan 1516; Rondeaax sar la mort de la reine 
Claade 1524; Le D6bat des deax‘ soears dispatant d'amonrs 
[= Rec. de po^s. fr. des XV. et XVI. s. t. IX 92—147); 
Qringore Menns Propos 1522, dess. Le blazon des h6r6ti- 
qaes 1524; Raoul Le F^vre, Recueil des hystoires de Troyes; 
La Melusine de Jean d'Arras; Le Joavencel de Jean de 
Baeil; Florimont 1528; Le Passe temps ou le Songe da 
triste; J. Goevrot, Sommaire de m6decine; [Voragine] Vie 
de Saint Georges; Raoul de Montfiquet, du Sacrement de 
Mariage; Lateinische Texte, liturgische Fragmente). 

Ganette des Beaax-Arts Octohre 1906: Joseph Rein ach, 
Une lettre de Gambetta (an eine Unbekannte, wohl c. 1865 
in BrOgge geschrieben mit eingehender Schilderung von 
Jan von Ey^'s Madonna mit S. Georg und S. Donatian). 

Annales des Facalt4s de Droit et des Lettres d*Aix. II, 
Nr. 1 (Janvier-Mars 1906): E. Spenl6, Henri Heine et Fäme 
contemporaine. 

Archivio storico del risorgimento ambro I, 4: G. Degli 
Azzi, Poesie patriottiche di Assunta Pieralli. — G. Maz- 
zatinti, Canzonetta delFanno 1796 in lode della vergine 
che si venera nella chiesa de'Bianchi in Gubhio. — II, 1: 
M. Morici, Poesie patriottiche di un sacerdote nmbro del 
sec. XIX (Natale Severini). 

Archivio storico italiano XXXVIII, 1: U. Kantorowicz, 
Cino da Pistoia e il primo trattato di medicina legale. — 
L. Frati, Tre antichi inventarl. — F. Rizzelli, Un poe- 
metto latino inedito in lode d’Alfonso d’Aragona. 

Archivio storico per la Sicilia orientale lÜ, 1: P. Savj- 
Lopez, Una redazione francese della*Visio Pauli* in Catania. 

— F. Marletta, Pietro da Eboli 6 Pietro Ansolino? 

Atene e Roma IX, 85/86: V. Rossi, Plauto o Marino? — 

87: B. Cotronei, Ouriositä di gesuiti umanisti: il*Cippus* 
di Tommaso Ceva. 

Atti della R. Accademia delle sciense di Torino XLI, 6* 
L. Fassö, Intomo alla fortuna di Walter Scott in Italia. 

— 7: A. Levi, Toscano 'aschero* ed affini. — Vol. XLI, 
disp. 13—15: A. Beccaria, Le redazioni in volgare della 
sentenza di frate Accursio contro maestro Cecco d'Ascoli. 

Atti del R. Istitnto Veneto LXV, 3: V. Lazzarini, II vero 
autore della *Storia arcana della vita di fra* Paolo Sarpi*. 

— 4: G. Biadego, Ancora di Rinaldo da Villafranca. — 
5: G. Fahris, II piü antico documento di poesia maca- 
ronica, la Tosontea di Gorado edita e illustrata. 

Atti e memorie della R. Depntazione di storia patria 
per le provincie modenesi Serie V, Vol. IV: T. Sandon- 
nini, Di un codice del XIV secolo e dell* antico Studio 
modenese. — Bertoni e Vicini, I codici di an medico 
modenese del sec. XIV. — Dies., Gli studi di grammatica 
e la rinascenza a Modena. 

Atti e rendiconti dell* Accademia Dafhica di Acireale 
Serie II Vol. I: R. Valerio, Stazio nella scala mistica della 
Div. Commedia. 

Angosta Pemsia 1,3: A. Salza, Vittoria Accoramhoni e 
Cesare Caporali in an dramma ignorato. — 4: E. Zani- 
boni, II Goethe nell Umhria. 

Bnlleftino della SocietA Dantesca ital-ana XII, 11—12: 
C. Salvioni, Scana. — G. Vandelli, Inf. XIV, 81—36. 

Emdisione e belle arti HI, 1: G. Cavatorti, Una lettera 
inedita di Alberto Nota sul 'Vitalizio* di Giovanni Para- 
disi. 

Fanfhlla della domenica XXVIll, 11: A. Castaldo, La 
riabilitazione di Chabelain. — 13: R. Renier, Agio- 
grafia scientifica. — A. Pilot, Poesia e poeti del Cinque¬ 
cento in alcuni versi vemacoli veneziani. — 14: F. Picco, 
Cbapelain e Marino. — A. Salza, Spigolature Savioliane. 
15: G. Bertoni, San Francesco cavaliere. — 16: A. Cas¬ 
taldo, L'ironia di Cbapelain. — C. Segr4, Un amico del 
Petrarca.— 18: G. Stiavelli, Un Giuseppe Giusti che non 
6 il poeta di Pescia. — 19: G. Grimaldi, Poesia astro- 
logica. A. Bonaventura, Postille Foscoliane. — 21: V. 
Crescini, Il bacio di Paolo. -- 22: G. Salvador!, Gli 
antecedenti della teoria d'amore di Guido Cavalcanti. —^ 
23: G. Bertoni, La leggenda Jacoponica. — 24: A. Carini, 


n romanzo storico. — 26: E. Caetani Lovatelli, Presso la 
tomba del Tasso. 

Frammenti inediti di vita florentina 2: U. Scoti-Berti- 
nelli. Tre sermoni del trecentista Taddeo Dini. 

Giornale storico e letterario della Ligaria VH, 7—9: F. 
L. Mannucci, Giunta al lessico delF antico dialetto ligure. 
— A. Neri, La stampa originale dell*ode a Luigia Palla- 
vicini. 

II Marsocco XI, 11: G. A. Fahris, Seicento prezioso. — 
12: G. S. Gargäno, Folklore e poesia italiaqa. — 22: G. 
Nascimbeni, Per un pregiadizio snlPArcadia. 

La Favilla XXV, 1—2: G. Biadego, Maria Luigia e an 
carme inedito di Aleardo Aleardi. — G Bustico, Alcane 
lettere inedite a Carlo Emanuele Muzzarelli. 

La Leitara VI, 4: L. Battistelli, Gli ex-libris italiani an¬ 
tichi. — A. Galletti, Un poeta-pittore delFamore e della 
morte, Dante Gabriele Rossetti. — VI, 6: L. Rasi, La cari- 
catura e i comici vecchi e nuovi. 

La nnova mnsica X, 118—114: D. Alalerna, Su Emilio 
de' Cavalieri, la 'Rappresentazione di anima et di corpo* e 
alcane sue composizioni inedite. 

La Rassegna Nazionale 16. 4. 1906: G. Volpi, Su la com- 
posizione e T ordinamento delle novelle di Franco Sacchetti. 
— G. Lanzalone, Sulla Griselda del Boccaccio. — 1. 6. 
1906: B. Felice, Clarice Orsini, moglie del Magnifico Lo- 
renzo. — 16. 5. 1906: F. Tocco, L'ideale francescano. 

La Romagna III, 2: U. De Maria, Francesca da Rimini 
nel teatro. - H: G. Gasperoni, Ancora della scuola clas- 
sica romagnola. 

L’Ateneo veneto XXIX, 1, 2: L. Filippini, Le donne nei 
*Proroessi Sposi’ e SMcialmente Lucia. 

La Vedetta I, 1: G. ricciola, Sulla Vita Nuova. 

L*Italia modema rv, 11: A. Momigliano, L'anima e Tarte 
di Cecco Angiolieri. 

Memorie della R. Accademia delle Scienze di Torino 
Serie II, vol. XLVI: G. Bertoni e C. Foligno, La *Guerra 
d'Attila’, poema franco-italiano di Nicola da Casola. 

Miscellanea storica della Valdelsa XIV, 38: A. Del Pela e 
G. Mazzoni, Di Anton Maria Vannucchi. 

Napoli'nobilissimalXV, 8—4: B. Croce, 11 giuoco delle 
canne o il carosello. — E, Proto, Per la dimora di Nic- 
colö Acciaiuoli nella costiera amalütana« — 5: E. Meie, 
Don Leandro Femandez de Moratin a Napoli.— B. Croce, 
Don Onofrio Galeota poeta e filosofo napoletano. 

Nuova Antolo^a 821: R. Fornaciari, Francesco Vettori e 
il suo ‘Viaggio in Alemagna*. — 828: A. Panzini, Per Se- 
I verino Ferrari poeta. — 824: D. Zanichelli, La libreria 
di Nicola Zanichelli. — 827: G. Livi, Cultori di Dante in 
Bologna nei secoli XIII e XIV. — D. Gnoli, L'epitaffio c 
il monumento d'Imperia cortigiana. — P. Costa, Stendha- 
liana. — 828: A. Tenneroni, Le laude di Jacopone da 
Todi nel VI centenario della saa morte. 

Nnova rassema di letterature moderne IV, 1—4: G. Ra- 
bizzani, Note leopardiane. — 2—3: A. Pilot, Un altro 
poeta veneto del Cinquecento. 

PMine Istriane IV, 1—2: F. Pasini, H Tartini a G. V. 
Vannetti.— C. Musatti, Una maccheronica per la caduta 
della Repubblica di Venezia. — 3—4: F. Babudri, Rime 
e ritmi del popolo istriano. — G. Curto, Malafede del prof. 
F. Angelitti (zu Parad. I, 48 ff.). 

Rendiconti della* R. Accademia dei Liocei XIV, 11—12: 
Paoletti, Il piü antico documento autentico su Cecco 
d'Ascoli. — Vol. XV, serie 5a: Vinc. Jovine, Criteri ar- 
tistici delTAriosto. 

Rendiconti della R. Accademia di archeologia, lettere e 
belle arti di NaMli 1906: F. Colagrosso, Sulla collo- 
cazione delle parole. 

Rendiconti del R. Istitnto Lombardo XXXIX, 5: R. Benini, 
Sulla data precisa e la precisa durata del mistico viaggio 
di Dante. — 6: R. Sabbadini, Il primo nucleo della bibfio- 
teca del Petrarca. — 7: R. Benini, Quando nacque Can- 
grande I della'Scala? — 8/9: C. Salvioni, Il dialetto di 
Poschiavo. (Forts, in 10/11). 

Rivista d’arte IV, 1—2: G. Po^gi, Della prima partenza di 
Michelangelo Buonarrotti da Firenze. — 8—4: G. Gronau, 
Una lettera inedita di Giorgio Vasari. 

Rivista delle biblioteche e degli archivi XVI, 10—12: F. 
Baldasseroni e P. D'Ancona, La biblioteca della basi- 
lica florentina di S. Lorenzo nei secoli XIV e XV. — XVII, 
2—4: Ces. Levi, Saggi di bibliografia degli studi critici su 
Carlo Gozzi. —‘ C. Mazzi, Del modo di comporre Tazzurro 


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40 


1907. Literatorblatt für germanische und romanische Philologie. Nr. 1. 


oltremarino, trattatello di frate Domenico Baffo. — Giorgio 
Rossi, Appunti sulla composizione e pnbblicazione del 'Ci¬ 
cerone*. 

Riviata di fllosofla e scienae affin! VIII, 5—6: E. Foä, Le 
guide di Dante nella ‘Divina Commedia*. 

Rivista d’ltalia IX, 4: F. Lo Parco, 11 Petrarca nel Casen- 
tino e la ricognizione di 'Daed&lus* (za Ecl. IV). — 6: G. 

A. Cesareo, L’ultimo Dante (über Zingarellis Buch). 

Riyista lignre XXVIII, 1: A. Novara, Un poema latino del 
Quattrocento (la Sforziade di Filelfo). — 4: G. Bustico, 
Un competitore di Vittorio Alüeri, Alessandro Pepoli. 

Rivista mnsicale italiana XIII, 1: I. Pizzetti, 11 Faust 
della leggenda, del poema e del dramma mnsicale. 

Stadl storici XIV, 3: P. Pecchiai, II libro di ricordi d’un 
gentiluomo pisano del sec. XV. in volgare. 

Tridentum VIII, 8—10: C. Battisti, Una farsa dialettale 
fassana. 

Revista de Archivos, Bibliotecas y Maseos. Tercera ^poca. 
Afio X, Abril-Mayo PJOÖ: Ramun Men^ndcz Pidal, El dia- j 
lecto leones.— Juan Menendez Pidal, Leyendas del ültimo | 
Rey godo. i 


Neu erschienene Bücher. 

Böckel, Otto, Psychologie der Volksdichtung. VI, 432 S 
gr. 8°. Leipzig, B. G. Teubner 190(5. M. 7 

Bizzarro, Gae., Sulla utilitä degli studi parallel! delle lingue 
e delle diverse letterature: saggio di letteratura comparata. 
Napoli, tip. Prete, 1905. 8®. p. 22. 

Breul, Karl, The Teaching of Modern Foreign Languages 
and the Training of Teachers. Third edition. Cambridge, 
llniversity Press. XI, 156 S. 8®. 2 s. 

Frnchtscliale, die. Eine Sammlung, kl. 8®. München, R. | 
Piper & Co. [II. Bd.: Vauvenargues, Gedanken u. (irund- I 
Sätze. Mit e. Einführg. v. Ellen Key u. 1 Portrait. Uebers. I 
V. Eug. Stöffler. XXVII, 186 8. llK)6. M. 2.50.— 12. Bd.: | 
Elfenmärchen, irische. Uebers. u. eingeleitet v. den Brüdern 
Grimm. Hrsg. v. .Jobs. Rutz. CXXIII, 224 8. 1906. M. 3. 
— 13. Bd.: Theater, französisches, der Vergangenheit, Szenen 
u. Abhandlgn v. 8cud(‘ry — Corneille — Scarron — Moliere 
Lesage — Diderot — Rousseau — Mercier. Uebertr. u. ein¬ 
geleitet V. Paul Wiegier. Mit vielen Porträts, Kollenkupfern 
u. Bühnenbildern nach alten Vorlagen. (^XXII, 275 S. 1906. 
M. 3.5(t — 14. Bd.: Suso, Heinr., Eine Auswahl aus seinen 
deutschen Schriften. Mit der Einleitg. v. Josef Görres zur 
Suso-Ausg V. 18.9. Hrsg, von Wilh. v. Scholz. XCI, 219 S. 
m. Abbildgn. 1906. M 3.] 

— dasselbe. (Neue Aufi.) kl. 8®. Ebd. [9. Bd.: Chamfort, 
Nicolas, Aphorismen u. Anekdoten. Mit e. Essay v. Herrn. 
Esswein u. 1 Porträt. 2. Aufl. XLV. 227 S. 1906. M.3.] 

Hirt, Herrn.. Die Indogermanen. Ihre Verbreitung, ihre Ur¬ 
heimat u. ihre Kultur 2. (Schluss-)Bd. V u. S. 409—772 
m. 9 Abbildungen u. 4 Karten, gr. 8®. Strassburg, K. J. 
Trübner 19u7. M. 9. 

Palaestra. Untersuchungen u. Texte aus der deutschen u. 
engl. Philologie. Hrsg, von Alois Brandl, Gust. Roethe u. 
Erich Schmidt, gr. 8®. Berlin, Mayer u. Müller. (LIV. 
Schmidt, Karl, Margareta v. Anjou vor u. bei Shakespeare. 
XI, 286 S. 1906. M. 8. — LIX. Di eis, Paul, Die Stellung 

* des Verbums in der älteren althochdeutschen Prosa. II, 
204 S. 1906. M. 7.60.1 

Sternplinger, Eduard, Das Fortleben der Horazischen Lyrik 
seit der Renaissance. XVIII, 476 S. m. 9 Abildungen 8®. 
Leipzig, B. G. Teubner 1900. M. 8. 


Aall, Anathon, Henrik Ibsen als Dichter und Denker. VII. 

272 S. m. 1 Bildnis. 8®. Halle, M. Niemeyer 1906. M. 4 
Arnim, Bettina von, Goethes Briefwechsel mit einem Kinde. 
Hrsg. V. Jonas Frankel. Bd.I: XXX u. 264 S., 2 Beilagen: 
Bd. 2: 234 S. 3 Beilagen; Bd. 8: 228 S. m. einem Anhang 
und 3 Beilagen. Jena, Eugen Diederichs. 

Bertram, Karl, Quellenstudie zu Gottfried Kellers ..Hadlauh“. 

III, 85 S. gr. 8®. Leipzig, Buchh. G. Fock 1900. M. 1.60. 
Bo er, R. C., Untersuchungen über den iTsprung u. die Ent¬ 
wicklung der Nibelungensage. 2. Bd. VII, 224 S. gr. 8®. 
Halle, Buchh. des Waisenhauses 1907. M. 8. 

Brentano’s, Klem., ausgewählte Schriften. Von Joh. Bapt. 
Diel, S. J. 2. AuH., neu durchgeseh. v. Gerh. Gietmann, S. J. 
Mit d. Bildnis Brentanos u. 6 lllustr. von Eduard v. Steinle 
in Lichtdr. 2 Bde. VHl, 524 u. \T, 512 S. kl. 8®. Frei¬ 
burg i. B., Herder 1906 M. 7. 


Crome, Bruno, Das Markuskreuz vom Göttinger Leinebusch. 

Ein Zeugnis und ein Exkurs zur deutschen Heldensage. 
Strassburg, Trübner. 49 S. 8®. M. 1. (Zur Teil- u. Wieland¬ 
sage). 

Delbrück, B., Synkretismus. Ein Beitrag zur germanischen 
Kasuslehre. Stiassburg, Trübner. 8®. IV, 242 S. M. G. 
Goethe’s Werke. Unter Mitwirkung mehrerer Fachgelehrter 
hrsg. von Prof. Dr. Karl Heinemann. Kritisch durchgeseh. 
u. erläuterte Ausgabe. 8®. Leipzig, Bibliograph. Institut. 

M. 2. [28. Bearb. von Prof. Dr. 0. Harnack. 411 S. 1906.] 
Goethe's sämtliche Werke. Jubiläums-Ausg. in 40 Bänden. 
Hrsg, von Eduard v. der Hellen. 8®. Stuttgart, J. G. Cotta 
Nacbf. Jeder Bd. M. 1.20. [15. Dramatische Fragmente u. 
Uebersetzungen. Mit Einltg. und Anm von Otto Pniower. 

X u. 297 S. — 29: Aus e. Reise in die Schweiz 1797. Am 
Rhein, Main u. Neckar 1814 u 1815. Mit Einleitg. u. An- 
merkgn. v. Otto Heuer. XXVIII, 876 S.] 

Goethe im Gespräch. Hrsg, von Frz. Deibel u Frdr. Gundel- 
finger. XIV. 365 S. 8®. Leipzig, Insel-Verlag 19()0. M.O. 
Hugo V. Montfort, Lieder, m. den Melodien des Burk Man¬ 
gelt hrsg. V. Paul Runge. Mit l Fksm. VII, 76 S. schmal 
Lex. 8®. Leipzig, Breitkopf & Härtel 1906. M. 5. 
Immermanns Werke. Hrsg, von Harry Maync. Krit. durch¬ 
gesehene und erl. Ausg. Bd. 1-5. Leipzig, Bibliograph. 
Institut. 

Irm 1er, Karl, Ueber den Einfluss von Zacharias Werners 
Mystik auf s. dramatisches Schaffen. Diss. Münster. 40 S 8®. 
Janko, Josef, Germanisch e* und die sogen, reduplizierenden 
Praeterita. Sonderabdruck aus den igm. Forschungen. XX. 
Strassburg, Trübner. (8. 229-816). 

Kühn, A., Rhythmik und Melodik Michel Beheims. Diss. 
Münster. 88 S. 8®. 

Kultur, die. Sammlung illustr. Einzeldarstellungen. Hrsg, 
von Cornel. Gurlitt, kl 8®. Berlin, Bardt, Marquardt & Uo. 
[10. Bd. Simmel, Geo., Kant u. Goethe. Mit l Heliograv. 
u 12 Vollbildern in Tonätzg. 71 S. 1906. Kart. M. 1.50.] 
Laesser, Louis, Die deutsche Dorfdichtung von ihren An¬ 
fängen bis zur Gegenwart dargestellt. Salzungen. L Scheer- 
messer. M. 1.80. 

Lucas, Fr., Zur Balladentechnik der Annette von Droste- 
Hüllshoff. Diss. Münster. 70 S. 8®. 

Maass, Otto, Die pädagogischen Ideale des jungen Herder. 

Eine kritische Studie. Progr. Rastenburg. 45 S. 8®. 
Magnus, Rudolf, Goethe als Naturforscher. Vorlesungen. 

Leipzig. J. A. Barth. Geb. M. 7. 

Meyer, Ernst A., Deutsche Gespräche. Mit phonet. Einleitg. 
und Umschrift. IV, 105 S. 8®. Leipzig, 0. R. Reisland. 
1906. M. 1.50. 

Meyer, Hans, Die Brüder Contessa. Ihr Leben und ihre 
Werke. Ein Beitrag zur Kenntnis der Unterhaltungs-Lite 
ratur der klassisch. Epoche. 241 S. Berlin, Rieh. Schröder. 
Mitteilungen über volkstümliche Ueberlieferungen in Würt¬ 
temberg. Nr. 1: Aus Glaube und Sage. Von Dr. Bohnen¬ 
berger. 26 S. 1904. Nr. 2: Festgebräuche. Von Dr. Rud. 
Kapff. 20 S. 1906. Stuttgart, W. Kohlhammer. 

Mörike’s, Eduard, Briefe u. Gedichte an Margarete v. Speeth. 
Mit 3 Portr. - Silhouetten. 80 S. 8®. Stuttgart, K. A. E. 
Müller 1906. M. 1. 

Müller-Fraureuth, Karl, Sächsische Volkswörter. Beiträge 
zur mundartl. Volkskunde. 115 S. gr. 8®. Dresden, \\L 
Baensch 1906. M. 1.50. 

Ordbok öfver Svenska Spräket. Utgifven af Svenska Aka¬ 
demien. H. 82. Dag — Dam. Lund, Gleerup Kr. 1.50. 
Paape, Ueher die Heimat der Arier u. die der Ostgermanen. 
Progr. Schöneberg. 21 S. 4. 

Parry, E. C., Friedrich Schiller in America Philadelphia. 
8®. 8, 116 pp. M. 7.50. 

Pelican, Bertha, Annette Freiin von r)roste - Hülslioff. Ein 
Bild ihres Lebens und Dichtens. Mit dem Portr. der Dich¬ 
terin u. 8 Abb. XIII u. 245 S. Freiburg i. B., Herdersche 
Verlagshdlg. 

l*rediger, der, v. Sanct Georgen, ans der Freiburger Hand¬ 
schrift hrsg. von Karl Rieder. Berlin, Weidmann. M. 6. 
Richter, R., (Goethes Beziehungen zu Elbogen a. d. Eger. 

40 S. gr. 8®. Wien, Manz 1906. M. 0.85. 

Rist, Job., Das Elbschwanen-Büchlein. Zum Andenken an 
Johann Rist, kaiserl. Pfalzgrafen zu Wedel, gehörend 8.111. 
1607. Mit Auszügen aus seinen Schriften. Von Alb. Rode. 
96 S. m. 2 Taf. 8®. Hamburg, 0. Kaven 1907. M. 1.25. 
Schmelzer, Job., LTnterschiede zwischen dem süderländischen 
und siegerländischen Wortschätze. Diss. Münster. 38 S. 


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41 


1907. Literatnrblatt fllr germanische and romanische Philologie. Nr. 1. 


42 


Schmidt, E., Zur Entstehungsgeschichte und Verfasserfrage 
der Virginal. Prag, Bellmann. 6:i S. 8®. Prager deutsche 
Studien hrsg. von C. von Kraus und A. Sauer. 2. Heft. 
Scholl, J. F., Friedrich Schlegel and Goethe, 1790—1802. A 
Study in early German Romanticism. Cambridge, Maas., 
1906. 4®. 2, 40, 192 pp. M. 5. 

Schoof, W., Beiträge zur Kenntnis der Schwälmer Mundart. 
JI. Das französische Fremdwort in der Schwälmer Mund¬ 
art. S.-A. aus der Zs. f. d. Mundarten 1906, H. 1—4. 
Theatergeschichtliche Forschungen. Hrsg, von Berth. 
Litzmann. XX. Die ersten deutschen üebersetzungen eng¬ 
lischer Lustspiele im 18. Jahrh. Von Jacob N. Beam. Ham¬ 
burg u. Leipzig, Leop. Voss. 1906. M. 3. 

Tilo’s V. Kulm Über de septem sigillis, aus der Königsberger 
Handschrift hrsg. v. Karl Kochendörffer. Berlin, Weidmann. 
M. 6. 

Untersuchungen zur neueren Sprach- u. Literaturgeschichte. 
Hrsg, von Prof. Dr. Osk. F. Walzel. 8®. Bern, A. Francke. 
[10. Heft. Singer, 8., Schweizer Märchen. Anfang e. Kom¬ 
mentars zu der veröffentlichten schweizer Märchenliteratur. 
1. Fortsetzg. Mit 1 Abbildg. VI, 167 S. 1906. M. 4.] 
Walch, J. L., De Varianten van Vondel’s Palamedes. ’s-Gra- 
venhage, Nijhoff. Leidensche Dissertation. F. 2. 

Wihan, Jos., Johann Joachim Christoph Bode als Vermittler 
engl. Geisteswerke in Deutschland. Prag, C. Bellmann. M. 4. 
Wissenschaft u. Bildung. Einzeldarstellungen aus allen 
Gebieten des Wissens. Hrsg. v. Paul Herre. 8®. Leipzig, 
Quelle & Meyer. Jedes Bdchn. M. 1.25. [1. Kluge, Frdr., 
Unser Deutsch. Einführung in die Muttersprache. Vorträge 
u. Aufsätze. VI, 146 S. 1907.] 

Wossidlo, Rieh., Mecklenburgische Volksüberlieferungen. 
IIl. Band: Kinderwartung und Kinderzucht. Wismar, Hin- 
storff. XIX, 453 u. 10 S. Noten. 8®. 

Ziesemer, Walther, Nicolaus von Jeroschin und seine Quelle. 
Berliner Diss. 79 S. 8®. 

Zupitza, Jul., Einführung in das Stadium des mittelhoch¬ 
deutschen. Zum Selbstunterricht für jeden <Tebildeten. 8. 
verb. Aufl. VI, 122 S. 8®. Chemnitz, W. Gronau, 1906. 
M. 3. 


Beiträge, Wiener, zur englischen Philologie. Hrsg. v. Prof, 
Dr. J. Schipper, gr, 8®. Wien, W. Braumüller. [24. Bd.: 
Weissei, Josefine, James Thomson der Jüngere, sein Leben 
u. seine Werke. VIII, 159 S. 1906. M, 4,] 
Bibliography of Folk - Lore, 1905. Compiled by N. W. 

Thomas. 8vo, pp. 36, sd. Lo., Nutt. 1/—. 

Blake, William, Poetical Works. Edit. and Annotated by 
Edwin J. Ellis. 2 vols. 8vo, pp. 588, 498. Lo., Chatto & 
Windus. 12/—. 

-Songs of Innocence. Illust, (English Masterpieces.) 

16mo, pp 32. Lo., Jack. 1/—. 

Bleibtreu, Karl, Der wahre Shakespeare. „Das neue Evan¬ 
gelium“. „Shakespeare“ Tragikomödie in 5 Akten. 175 S. 
München, Georg Müller. 

Browning, Robert, Poetical Works. With an Introduction 
by Rev. Edward Frederick Hoeml6. Cr. 8vo, pp. 736. Lo., 
W. P. Nimmo. 2/-. 

Canning, S. G., Shakespeare studied in six plays. London, 
T. Fisher Unwin. 

Chaucer. The Story of Patient Griselda. From the Clerk’s 
Tale of Geoffrey Chaucer. Done into Modem English with 
a few Notes by Walter William Skeat. Illust. Cr. 8vo. 
pp. 93. Lo., Routledge. 3/6. 

Coleridge, S. T., Poems. Selected, and with Introduction 
by Prof. E. Dowden. (Golden Poets.) Cr. 8vo, pp. 322. 
Lo, Jack. 3/6. 

Conversations of Ben Jonson with William Drummond of 
Hawthornden. Edit, with Introduction and Notes, by Philip 
Sydney. Cr. 8vo, pp. 68. Lo., Gay & Bird. 2/—. 

Cook, Albert 8., The Higher Study of English. Boston, 
Houghton, Mifflin & Co. 

Cooke, G. W., Bibliography of Ralph Waldo Emerson. Lon¬ 
don, A. Constable & Co. 

Dickens, Charles, Speeches, 1841—1870. Edit. with intro¬ 
duction, by Richard Herne Shepherd. Fine Paper Edition. 
12mo, pp. 328. Lo, Chatto & Windus. 3/—. 

Duff, J. Wight. Homer and Beowulf. A Literary Parallel. 
London. The Viking Club. 

Evelyn’s Sculptura. With the Unpiiblished Second Part. 
Edit by C. F. Bell. (Tudor and Stuart Library). Cr. 8vo, 
pp. 40. Oxford, Clarendon Press. 6/—. 


Forschungen, anglistische. Hrsg. v. Prof. Dr. Jobs. Hoops 
gr. 8®. Heidelberg, C. Winter, Verl. 21. Heft: Köhler, 
Joh. Jak., Die altenglischen Fischnamen. VII, 87 S. 1906. 
M. 2.40.1 

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Juliet; Othello; Hamlet; l’Ur-Hamlet nello Hamlet shake- 
speariano). Roma, Societä editrice laziale (E. Voghera), 
1904-1906. 8®. 4 fase. (p. 80; 49; 46; 24). 

Garlanda, Fed., L’alliterazione nel dramma shakespeariano 
e nella poesia italiana. Roma, Societä editrice laziale (E. 
Voghera), 1906. 8®. p. xj, 77. L. 5. 

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Holt & Co. 

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englischen. Diss. Münster. 100 S. 8®. 

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With an Introduction by Prof. Edward Dowden, and an 
Index. Portrait. Cr. 8vo, pp. xx—585. Lo., G. Routledge. 2/6. 

Johnston, Samuel, Lives of the English Poets. 2 vols. 
(World’s Classics ) 12mo, pp. 498. 500. Lo , H. Frowde. 1/6. 

Keats, John. Poetical Works. Edit, with an Introduction 
and Textual Notes, by H. Buxton P'orman. 8vo, pp. 572. 
Oxford, Clarendon Press. 7/6. 

Knobbe, Alb., Die Faust-Idee in Lord Byrons Dichtungen. 
Progr. Stralsund. 19 S. 4. 

Lee, Sidney, Shakespeare and the Modem Stage, with Other 
Essays. 8vo, pp. 268. Lo.. J. Murray. 9/—. 

Lounsbury, Thomas R.. The Text of Shakespeare: its 
History from the Publication of the Quartos and Folios down 
to and including the Publication of the Edition of Pope 
and Theobald. New York, Charles Scribner’s Sons. 

Lounsbury, T. R., The First Editors of Shakespeare. Pope 
and Theobald. 8vo, Lo., Nutt. 10/6. 

Martin. Friedr., Die produktiven Abstraktsuffixe des Mittel¬ 
englischen. Strassburger Diss. 79 S. 8®. 

Moorman, FrederieW., An introduction to Shakespeare. 
With a frontispiece and 3 full page illustr. IV und 82 p. 
Leipzig, B. G. Teubner. 

Palmgren, Carl, English Gradation-Nouns in their relation 
to Strong Verbs. Inaugural-Dissertation. Uppsala. 92 S. 8®. 

Reed, Edward Bliss.. Selections from the works of Joseph 
Addison. Edited with an introduction and notes. New 
York, H. Holt & Co. 

Ripon, Bishop of, Address on the Study of Shakespeare. De- 
livered at the special meeting of British Empire Shakespeare 
Society at the Garrick Theatre. London, British Empire 
Shakespeare Society. 

Scott, Sir Walter, Poems. Selected, and with Introduction, 
by Oliphant Smeaton. (Golden Poets.) Cr. 8vo, pp. 342. 
Lo., .lack. 3/6. 

Shakespeare: The Complete Works. Reprinted from the 
first folio. Edited, with an Introduction to Each Play, Com¬ 
plete Glossaries and Variant Readings, by Charlotte Porter 
and H. A. Clarke. With General Introduction by John Ch. 
Coli ins. In thirteen volumes. London, G. G. Harrap & Co. 
1906. 

-Comedies. (Everyman’s Library.) 12mo, pp. 866.' Lo., 

Dent. 2/—. 

— — Historical Plays, Poems, and Sonnets. (Everyman’s Li¬ 
brary.) 12mo, pp. 896. Lo., Dent. 2/—. 

-Tragedies. (Everyman’s Library.) 12mo, pp. 990. Lo., 

Dent. 21—. 

Stobart, J. C., Epochs of English Literature. Vol. 4. The 
Milton Epoch. Cr. 8vo, pp. 160. Lo., E. Arnold, r. 1/6.^ 

Thomson, C. Linklater, A First Book in English Literature. 
Part 3. Lyndsay to Bacon. Cr. 8vo, pp. 356. Lo., H. Mar¬ 
shall. 2/6. 

Treasury of English Literature, A, From the Beginning to 
the 18th (’entury. Selected and Arranged with Translations 
and Glossaries by Kate M. W’^arren. With an Introduction 
by Stopford A. Brook. Cr. 8vo, pp. xiii-973. Lo., A. Con¬ 
stable. 7; 6. 

Varnhagen, Herrn ,'De duobus foliis libri cuiusdam anglici 
adhuc ignoti exeunte saeciilo quinto decimo typis excusi 
quae in Museo Britannico asservantur. 19 S. 4. mit 5 faks. 
Taf. Erlanger Univ. Progr. 

Waldschmidt, Carl. Die Dramatisierungen von Fielding’s 
Tom Jones. Rostocker Diss. 104 S. 8®. 

Whitcomb, S. L., Chronological Outline of American Lite¬ 
rature. Cr. 8vo. Lo., Macmillan. 6/6. 


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43 


1907. Literatarblatt für germanische and romanische Philologie. Nr. 1. 


44 


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erstenmale vollständig übersetzt, eingeleitet u. m. Anmerkgn. 
von Alfr. Semerau. Mit 10 Bildbeilagen von Frz. v. Bayros. 
München, Gg. Müller. 

Apo stoli, Fr., Le lettere Sirmiensi, edite ed annotate da A. 
D’Ancona e G. Bigoni. Roma-Milano, Albrighi e Segati. 

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Constant — Andr^ Chenier — Hugo — Sully Frudhomme.] 
Pr6face de Franc^ois Coppee. Un fort volume in-12. Paris, 
H. Oudin. fr. .‘*{.50. 

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Paris, Champion. 8®. fr. 1.50. 

Baldari, Adele, Le romanziere italiane conteniporanee, con 
breve cenno sul romanzo moderno. Napoli, tip. C. Gargiulo, 

1905. 8®. p. Sb. 

Bardazzi, Pa,, Felice Cavallotti nelCarte: il poeta, il dram- 
maturgo, l’oratore: conferenza. Roma, Ofticina poligratica 
italiana, 190ti. 8®. p. 20. 

Bartoli, Matteo Giolio. Das Dalmatische. Altromanische 
Sprachreste von Veglia u. Ragusa und ihre Stellung in der 
Apennino-Balkanischen Romania. 1. Einleitung und Ethno¬ 
graphie Illyriens. Mit einer Karte. II: Glossare u. Texte. 
Grammatik und Lexikon. Mit einer Tafel. Wien, Alfred 
Holder. XIV, 818 und 468 S. 4. 2 Bände. Kaiserliche 
Akademie der Wissenschaften. Schriften der Balkankom¬ 
mission. Linguistische Abteilung. IV und V. 

Boiardo, Mat. Maria, Orlando Innaiiiorato, riscontrato sul 
codice trivulziano e su le prime stampe da Francesco Fof- 
fano. Vol. I. Bologna, Romagnoli-DalTAcqua (Mareggiani), 

1906. 8®. p. 507. L. 14. [Collezione di opere inedite o 
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della r. Commissione pe’testi di lingua nelle provincie del- 
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Bosio, Z., Il teätro dialettale veneziano e Topera di Luigi 
Sugana. Roma-Milano, Albrighi e Segati. 

Brunot, Ferdinand, Histoire de la langue francaise des ori- 
gines ä 1900. Tome 11: Le seizi^me siede. Un volume in-8 
raisin de 536 pages, avec 8 planches hors texte. Paris, libr. 
Arm. Colin, fr. 15. 

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127 p. Paris, lib. Bloud et Cie, 1907. [Science et Religion. 
Etudes pour le temps present^ n^® 416-417.] 

Carnoy, A., Le Latin d'Espagne d’apres les inscriptions. 
Etüde linguistique. 2e ed. Paris, Champion. 293 S. 8®. 
fr. 8. 

Claretie, L6o, Histoire de la litterature francaise 9(Kj-1900. 
Tome troisieme: Le dix-huitieme siede. Un volume in-8. 
Paris, Soci^tä d’edit. litteraires et artist. fr. 7.50. 

C16d^t, L., Grammaire raisonnee de la langue francaise. Avec 
prfeface de Gaston Paris. Nouvelle edition entierement re- 
vue. Un volume in-18 jt^sus. Paris, H. Le Sondier, fr. 3.,50. 

Clot, Alb., La fortuna di Dante in Francia sino al principio 
del secolo XIX. Girgenti, tip. Formica e Gaglio, 19U6. 8®. 
p. 22. 

Dejob, Ch., La foi religieuse en Italic au XIVe si^cle. Paris, 
Fontemoing. fr. 3 50. 

Dionisi, Livia. Saggio di vernacolo onegliese: cr.ntributo al 
folk-lore italiano. Roma-Milano, Societa ed. Dante Alighieri, 
di Albrighi, Segati e C. 1906. 8®. p. 127. 

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greca e latina dichiarati. Terza edizione. Milano, tip. F. 
Genolini. 1906. 16®. p. 64. 

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della Commedia di Dante e poeta, Filippo Sassetti. Novara, 
tip. Miglio. 

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342, con ritratto. L. 2.50. 

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Responsorio di s. Antonio di Padova: Studio. Terza edizione. 
Roma, tip. Artigianelli s. Giuseppe, 1906. 16®. p. 14. [Se¬ 
gne il testo della lauda di Nicomede o Comedio Venuti da 
Cortona.] 

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greco e nel sanscrito: Studio. Seconda edizione. Koma, 
Societä editrice laziale (E. Voghera), 1906. 8®. p. xj, 22. 

L. 3. 


Gatti, P., Esposizione del sistema filosofico di Giacomo Leo¬ 
pard! Due volumi. Firenze, Le Monnier. 

Giraud, Victor, Livres et questions d’aujourd’hui. [Pascal et 
la critique contemporaine. — Bossuet et son dernier histo- 
rien. — Les principaux courants de la litterature francaise 
au XIXe siede. — L’oeuvre de Sainte-Beiive. — La troisieme 
France. — Anticlericalisme et catholicisme — Notes sur la 
litterature suisse contemporaine.] Un volume in-16. Paris, 
Hachette et Cie. fr. 3.50. 

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Her Friends and Her Times 8vo, pp. 348. Lo., Dent. 10;6. 

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paysans dans les comedies de Moliere. Progr. Schleusingen. 
18 S. 4. 

L’IIermite, Tr., Osman, tragedie (suite et fin). et Amarillis, 
Pastorale, adaptation au tlieätre de ‘la Ct^.imene’, de Rotrou 
(Ire Partie). Textes collationnes par Edmond Girard. Post- 
face de N. M. Bernardin. Petit in-8, 1 ‘j 7 p. Paris. Publi- 
cations de la Maison des poetes, 82, avenue Felix Faure. 

Literatur, die. Sammlung illustr. Einzeldarstellgn. Hrsg, 
von Geo. Brandes, kl. 8®. Berlin, Rard, Marquardt & Co. 
[:8. Bd. Conrad, Mich. Geo., Emile Zola. Mit 7 Vollbildern 
in Tonätzg. u. 2 Fksms. 100 S. 1906. M. 1.50.] 

Lumbroso, Alb., Souvenirs sur Maupassant. Sa derniere ma- 
ladie. 8a mort. 2e ^d. Rom, Bocca. 708 S. 8®. fr. 12.50. 

Martuscelli, Franc., Dante spiegato nella voce del suo let- 
tore. Consigli ad un alunno liceale. Napoli. 399 S. 8®. 
L. 2.50. 

Medin, A., Due letture dantesche: canti VIII e XIII delP In¬ 
ferno. Padova-Verona, Drucker. 

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6 investigaciones. Madrid, Rev. de Arch. Bibi, y Mus. 1996. 
8®. 200 S. 5 pes. 

Menendez Pidal. R., El dialecto leon(^s. S.-A. aus: Revista 
de Archivos, Bibi, y Mus. Madrid PK)6. 

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tip. G. Fagnani, 1906. 8®. p. 138, con prospetto. 

Meyer, Alfr., Das Kulturhistorische in „Le Myst5re du siege 
d'(Orleans“. Diss. IV, 195 S. 8®. Leipzig, Dr. Seele & (’o. 
imi M. 2. 

Michaelis. H., Praktisches Wörterbuch der italienischen u. 
deutschen Sprache, m. besond. Berücksichtg. der Umgangs¬ 
sprache, der techn. Ausdrücke des Handels, der Gewerbe, 
der Wissenschaften, des Kriegs- u. Seewesens, der Politik 
u. s. w. 15. Aull. XII. 878 u. VI, 911 S. 8®. Leipzig, F. 
A. Brockhaus HK)7. M. 15. 

Montaigne: Essays. Translated by John Florio. (World’s 
Classics ) 12rno, pp. 446. Lo., H. Frowde. 1/6. 

-Essays. Translated by J. Florio (i603). Museum ed. 

6 vols. 18mo. Lo., (iibbings. 12/—. 

Morandafras ca, .loseph (beste, La com^die ä travers les 
siecles jusqirä Moliere. Modica. (L Maltese, 1906. 8®. p. 54. 

Negri. Giov., Sui ‘Promessi Sposi* di Alessandro Manzoni: 
commenti critici, estetici e hibliei. pre messovi uno Studio su 
Topinione del Manzoni e quella del Fogazzaro intorno all'a- 
more. Parte IV. Milano, tip. Salesiana. 1906. 8®. p. :486. 

Pascal. P(‘ns(?es sur la religion et sur quehjues aiitn'S Su¬ 
jets. Edition de Port-Boyal. Corrigee et completee d'apies 
les manuscrits originaux. Avec introdnetion. notes, repro- 
ductions et fac-similes, tables analytique et de concordance. 
607 8. Par A. Gazier. Paris, Soc. fr. d'iinpr. et de libr. fr. 4. 

Passy, Paul, Abrege de prononciation francaise (phouetiqiie 
et orthoöpie) avec un glossaire des mots contenus dans le 
Francais parle. 3. ^d. 52 8. 8®. Leipzig. 0. R Keislaiid, 
U106. M. 1. 

Primas, P., L’Antologia di (Han Pietro Vieusseux. Storia 
di una rivista italiana. Koma-Milano, .\lhrighi e 8egati. 

Rein hold. Joachim Floire et Blanchetlor. Etüde de littd- 
rature comparee. Paris. E. Larose. IV', 179 S. M®. 

Salle de Rochemaure. I>uc de la. Becits (^arladezien.*^. Dia- 
lecte du Carladez. ITeface de A. V’ermenouze. Capiscol de 
L'Ecole .Vuvergnate. Aurillac. Impr. Moderne XX. 428 S. S®. 

Savj Lopez. Pa. 11 canto XXX del Paradiso, letto nella 
sala di Baute in Orsanmichele. Firenze, G. C. Sansoni (G. 
Carnesecchi e üglij, 1906. 8®. p. 38. L. 1. 


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45 


1907. Literatarblatt fttr germanische and romanische Philologie. Nr. 1. 


46 


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(lÄlce Stil nuovo — L'nltimo äroratore — Mistica profana 
— La morte di Laura — üccelli in poesia e in leggenda — 
Poesia spagnaola in Italia). — Milano-Palermo-Napoli, R. 
Sandron. Biblioteca Sandron di Scienze e Lettere 30. 246 S. 
8«. L. 3. 

Schubert, Richard, Probleme der historischen französischen 
Formenlehre. 1. Teil. Berlin, Ebering. 71 S. 8®. Roman. 
Stadien, veröffentlioht von E. Ebering. VII. 

Schwan, Ed., Grammatik des Altfranzösischen. Neu bear¬ 
beitet von Dietrich Behrens. Siebente Auflage. Leipzig, 
Reisland. 8®. M. 5.50. 

Sfeailles, Gabr., Löonard de Vinci, Tartiste et le savant. Nou- 
velle ödition. Paris, Perrin. 

Silcher, G., Tierfabel, Tiermftrchen u. Tierepos mit besond. 
^rflckmchtigung des Roman de Renart. Progr. Reutlingen. 

Stael, Mde. de, Auswahl aus ihren Schriften. Hrsg. u. erklärt 
V. H. Qoayzin. Berlin, Weidmann. M. 1.8ü. 

Tallgren, 0. Job., Apuntes sobre algunas voces raras que 
ocurren en la Gaya 6 Consonantes de Pero Guillen de Se- 
govia (Manuscrito del siglo XV). Articulo pnblicado en la 
Kevista 'Coltura Espaflola* 1906, 761 ff. Madrid. 

Ti liier, C., Pamphlets (1840-1844). Edition critique publiöe 
avec introduction, notices historiques et notes par Marius 
Gerin. XXVIII - 689 p. et portrait. Paris, libr. Bertout 
1906. 

Todaro, Giov., II tipo ideale del Cortigiano nel Cinquecento. 
Vittoria, tip. T. Cabibbo, 1906. 8®. p. 140. L. 2.50. 

Tognozzi, Omero, V. Alfieri e A. Chönier. Edizione postuma 
con prefazione di Guido Mazzoni. Pistoia tip. Cino dei fra- 
teUi Bracali. 91 8. 8®. 

Trivella, ü., II canto III del Purgatorio: confer^nza. Ca- 
serta, tip. La Minerva, G. Turi e ngli. 24 S. 8®. 

Vaganay, H., Amadis en fran^ais. livres I-XlI. Essai de 
bibliographie et d'iconographie. Paris, Champion. 

Vaganay, H., (Euvres poötiques de P. de Ronsard. Index 
alphabötique. Lyon, Tauteur. 32 S. 8®. 

Valentin!, Franc., Taschen-Wörterbuch der italienischen u. 
deutschen Sprache. 21. Orig.-Aufl. 2 Teile. VIII, 447 u. 
619 S. 8®. Leipzig, F. A. Brockhaus 1906. M. 8.^. 

Vernani. Guido, Tractatus de reprobatione Monarchiae com- 
positae a Dante Aligherio florentino. Edito e tradotto da 
Jarro (G. Piccini). Firenze, Bemporad. 

Verschuer, Undine Freiin v., Die Homosexuellen in Dantes 
,Göttlich. Komödie^. [Aus: „Jahrb. f. sex. Zwischenstufen“.] 
S. 351-363. 8®. Leipzig, M. Spohr 1906. 


Vies des Poötes Francois de Guillaume Colletet. [Restitution 
de 212 Vies de Portes des XIIIe, XIVe, XVe, XVIe et XVIIe 
siöcles, d'aprös un Manuscrit unique conservö ä la Biblio- 
thöque Nationale et diverses versions relevöes sur les origi- 
naux de Tancienne Biblioth^qne du Louvre. Publiöes intö- 
^alement, annotöes et mises au point selon les ressources 
de la critique contemporaine, precödöes d’une Etüde sur Guil¬ 
laume Colletet et ses ouvrages et suivies: 1® d’une biblio¬ 
graphie relative k chaque poöte; 2® de Tables alphabötiques, 
möthodiques et chronolo^ques et 3® d’une Carte de la France 
poötique du XlVe au XVIIe si§cle.] Par Ad. van Bever. 
Paris, Champion. (In Subscription, 5 Bände k fr. 16. Vom 
1. 1. 1907 ist der Preis 100 fr.). 

Vogler, H., Die literargeschichtlichen Kenntnisse u. Urteile 
des Jean-Louis Guez de Balzac. Kieler Diss. 219 S. 8®. 

Vossler, Karl, Die Göttliche Komödie. Entwicklungsgeschichte 
und Erklärung. I. Band, 1. Teil: Relipöse und philosoph. 
Entwicklungsgeschichte. Heidelberg, Winter. XI, 265 S. 8®. 

Wassermann, J., Flaubert, Berlin, Oesterheld & Co. M. 3. 

Wawra, Ferd., Das französische Lantsystem Rousselots ver¬ 
glichen mit dem Paul Passys. 2 Hefte. Wien, C. Fromme. 
M 1.25. 

Wyndham, George, Ronsard and La Plöiade. With Sele^ 
tions from their Poetry and some Translations in the Ori¬ 
ginal Metres. 8vo, pp. 272. Lo., Macmillan. 6/—. 

Za'rdo, Ant., II canto V del Paradiso, letto nella «ala di 
Dante in Orsanmichele il di 22 gennaio 1905. Firenze, G. 
C. Sansoni. 34 S. 8^. L. 1. 


Personalnachrichten. 

Der ao. Professor Dr. R. Much in Wien wurde zum ord. 
Professor der germanischen Sprachgeschichte und Altertums¬ 
kunde ernannt. 

G. I. As coli in Mailand wurde zum Mitglied der Mün¬ 
chener Akademie der Wissenschaften ernannt. 

t zu Naumburg a. d. S. Dr. Kort Hetzer, der Verfasser 
der ausgezeichneten Bonner Preisarbeit „Die Reichenauer 
Glossen. Textkritische u. sprachl. Untersuchungen zur Kennt¬ 
nis des vorliterarischen Französisch“. 

t zu Paris am 9. Dezember Ferdinand Brunetiöre, im 
Alter von 57 Jahren. 

t Ende Dezember zn Königsberg i. Pr. der ord. Professor 
der germanischen Philologie Dr. Oscar Schade. 


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1007. Literatorblatt fttr germanische and romanische Philologie. Nr. 1. 


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Vom XXXIV. Jahrgange (Bände 129—132) des 

Jahresberichts 

über die Fortschritte der klassischen Altertumswissenschaft 

begründet von C. BurSian, herausgegeben von W. Kroll 
Preis jährlich M. 36.—, Subskriptionspreis M. 32.— 
sind bis jetzt 6 Hefte ausgegeben. — Dieselben enthalten folgende Berichte: 

Griechische Tragiker. Von Siegfried Mekler, Wien. 

Literatur zu den Scrlptores historiae Augustae. Von H. Peter, Meissen. 

Plutarchs Moralla. Von B. Weissenberger, Günzburg. 

Vergll. Von P. Jahn. 

Mathematik, Mechanik und Astronomie. Von E. Tittel, Leipzig. 

Römische StaatsaltertQmer. Von W. Liebenam. 

Literatur (1901—1904) zur zweiten Sophlstik (rednerische Epideiktik, Belletristik). Von W. 
Schmid, Tübingen. _ 

Der vorige (XXXIII.) Jahrgang enthält folgende Berichte: 

lieber die Erscheinungen auf dem Gebiete der griechischen und römischen Metrik von 1808 bis Anfang 1903. Von 
H. Gleditsch. — Ueber die Literatur zur griechischen Rhetorik (mit Ausschluss der zweiten Sophistik) aus den Jahren 
1894—1900. Von Georg Lehnert. — Ueber die Literatur zu Thukydides für die Jahre 1900—1903. Von S. Widmann.— 
Ueber die die griechischen Tragiker betreffende Literatur der Jahre 1898-1902. Von Siegfried Mekler. — Ueber die 
Lucrezliteratur aus den Jahren 1901—1903. Von Adolf Brieger. — Ueber die Literatur zu Horatius für die Jahre 1900- 
1904. Von J. Häussner. — Ueber die Literatur zu Catullus für die Jahre 1897—1904. Von Hugo Magnus. — Ueber die 
Literatur zu Phädrus und Avianus für die Jahre 1899—1903. Von Prof. H. Draheim. — Ueber die Literatur zu den rhe¬ 
torischen Schriften Ciceros aus den .Jahren 1903 und 1904 (1905). Von Georg Ammon. — Ueber die Literatur zu den 
römischen Annalisten in den Jahren 1893—1905. Von Hermann Peter. — Ueber die griechischen Historiker mit Ausschluss 
des Herodot, Thukydides und Xenophon, 1900—1904. Von F. Reuss. — Ueber Paläographie und Handschriftenkunde (1901 
und 1902). Von W. Weinberger. — Ueber die römische Geschichte für 1894—1900 (1904). Von Ludwig Holzapfel. — 
Ueber die Arbeiten auf dem Gebiete der römischen Staatsaltertümer von 1889—1901 (1903). Von W. Liebenam. — Biblio- 
theca philologica classica 1905. — Biographisches Jahrbuch 1905. 

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Dr. Herrn an Schiller, 

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Erziehung und des Unterrichts. B. Die ethische Grundlage. — Dritter Teil: Die Schulzacht. — Vierter Teil: Unter¬ 
richt. A. Die allseitige und einheitliche Geistesbildung B. Allgemeine Bestimmungen über das Unterrichtsverfahren an den 
höheren Schulen. C. Methodik der einzelnen llnterrichtsfächer. 

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Ausgegeben am 15. JanuarylSOTQöJ^ 





UTERATURBLATT 


^ÖTAlLfBRAh, 

ÜNIV. OF MICH. 

10 1907 


FÜR 


GERMANISCHE UND ROMANISCHE PHILOLOGIE. 


HERAU 80 E 0 EBEN VOR 


DR OTTO BEHAOHEL 

o. 5. ProfMtor der fenumiMhen Phlloloffe 
en der UniTtfiitit OleMen. 


UND D'^ FRITZ NEUMANN 

o. ö. ProfMtor der romenitehen Philolofie 
en der UBlTortHit Heldelberf. 


Emckelat noBatlieli. 


VERLAG von 

O. R. RBI8LAND, LBIPZI6, KARLSTRASSB 80. 


XXVIll. Jahrgang. 


Nr. 2. Frbruar. 


Prell hilbJKhrliih M. S.SO. 

idütT 


Hoope. Weldb&oae o. Keltarpfleneea im fermen. ' 
Altemim (B e r t h o I o m e e). 

Doeteehe Texte doe M 111 e 1 el t er e. Hreg. 
TOB dw PreoM. Akademie der Wlaeeneehef«en 
Bend 1- 7 (Behefhel. 

Kra) i k, Dm deuteebe 05tter« a. Ueldeobaeh I—VI 
<Oo 11 h e r). 

KireheieoB, Die Oeeehiehto des liter. Portrits 
iB DemfsehlBBd (Bbrismenn). 


W e 11 D e r, Deatscher Mjtbiu in der tsebeebisoben | 
Drsefe iH e 1 mi. 

Frans, Orthograpbie, Laotfebanf o. Wortblldong i 
in den Werken Shakeopeares (Pr 5sob o 1 dt». j 
B 4 d i e r, te ronun de Tristan per Thomas. T. II ; 

(aoltben. I 

T h u a s n e , Etades snr Rabelaio (8 e h n e e f a n s). ' 
Torraca, La Dirina Commedia, naoTasMnte oom> | 
mentata (V o s s I e r). 


Vitaglfano, Btoria della poeela eetemporanea 
nella letteratnra ItaHana (V o s s 1 e’r). 
Pusearin, StndU ei notite etimolofiee (Zanner). 
Bibliof rapb ie. 

Personaloaebriobten. 

W e n k e r , Notls Qber den Dentsohen SpraohaÜM. 


Johannes Hoops, Waldbänme and Knltarpflannen im 
Sermanisclien Altertum. Mit 8 AbbUdungen im Text and 
einer Tafel. XVI n. f)89 S. gr. 8®. Strassbarg, Karl J. 
Träbner 1006. 16 M. 

Ein schönes, durch SachkenntnT»%nd Methode gleich 
bervorragendes Buch. 

Entsprechend seinem Titel zerfällt es In zwei Hanpt- 
teile: I. Waldbänme and U. Raltnrpflanzen. Im ersten 
Teil (S. 1—273) werden zunächst „die Wandlungen der 
Banmflora Nord- nnd Mittel-Europas seit dem Ende der 
Eiszeit" besprochen. Das Thema des zweiten Kapitels 
bildet „die Banmflora Nord- and Mittel-Europas im Stein¬ 
zeitalter". Dann folgen (3) „Wald nnd Steppe in ihren 
Beziehungen zu den prähistorischen Siedelangen Mittel- 
Europas", (4) „die Banmnamen und die Heimat der Indo¬ 
germanen", (5) „die Waldbänme Deutschlands zur Römer¬ 
zeit und im Aröheren Mittelalter", endlich in einem Zn- 
satzkapitel, dem sechsten „die forstliche Flora Alt- 
Englands in angelsächsischer Zeit". Die heutige Flora 
Nord-Enropas ist verhältnismässig jung, insofern wenig¬ 
stens ihre danernde Ansässigkeit anf dem grössten Teil 
des Gebiets erst vom letzten Zurückweichen des Eises 
au, das dort die Flora der Tertiärzeit vernichtet hatte, 
gerechnet werden darf. Was die nordische Banmfiora 
augeht, so setzte sie, wie die Moorfnnde dartnn, mit 
einer Kiefernperiode ein, in der neben der Kiefer die 
Birke und Espe herrschte. In ihrem Verlauf wandern 
eine Anzahl weiterer Lanbbänme ein, so die Erle, der 
Vogelbeerbanm, die Bergnime; aber sie dienen nur ge- 
wissermassen als Quartiermacher für die Eiche, den 
charakteristischen Baum der zweiten Periode. Anf die 
Kichenperiode endlich folgt als dritte die Fichten- 
und Bachen Periode. Den Grand für „das allmähliche 
Vonücken der Pflanzenwelt Mittel-Europas io die nor¬ 
dischen Länder seit dem Ende der Eiszeit" sieht der 
Verfasser in der stetig fortschreitenden Erwärmung des 
Klimas*, die während der ganzen Ancylnsperiode an- 
dauerte, d. h. während der Zeit, da das Ostseegebiet 
▼on einem Süsswassersee bedeckt war, und kurz vor dem 
liöchsten Stand des salzigen Litoriiiameers, das bei der 
Sprengung der Landbrücke zwischen Jütland and Schonen 
das frühere Süsswasserbecken aasfüllte, ihren Höbepnnkt 
cireichte. Und damit fällt etwa der Beginn der Fichten- 


nnd Bachenzeit zusammen. Für Mittel-Europa lassen 
sich allgemein gültige Perioden der Vegetationsgeschicht«^, 
wie sie für Nord-Europa anfgestellt werden können, nicht 
ansetzen. Dazu ist das Gebiet zu wenig einheitlich, 
ebensowohl in geographischer als in geologischer Hin¬ 
sicht. Es ist wahrscheinlich, dass schon bald nach der 
letzten Eiszeit die verschiedenen Striche Mittel-Earopas 
eine ähnliche Verschiedenheit nnd dabei Manchfaltigkeit 
der Banmflora anfgezeigt haben, wie wir sie auch heute 
noch vorfinden. 


Es fragt sich nun: Wann geschah es, dass von 
Mittel-Europa her der Mensch in das nordenropäische 
Gebiet einrnckte, nachdem es durch den Rückzug des 
Eises für ihn bewohnbar geworden war? Für die Kiefem- 
periode ist das gleichzeitige Vorhandensein des Menschen 
im Norden nicht erweislich. Die Untersuchung der 
Kjökkenmöddinger von Jütland and Dänemark haben 
ergeben, dass die Wälder, die das Fenernngsmaterial für 
jene Kjökker geliefert haben, beinahe ausschliesslich ans 
Lanbholz bestanden. Die Reste von Holzkohle, die man 
den Kjökkenmöddinger entnommen bat, stammen mit fast 
vollkommener Ausschliesslichkeit von Lanbbänmen, and 
zwar so, dass die weitaus überwiegende Mehrzahl der 
gefundenen Koblenstückchen Eichenholz ist, während 
Buchenholz gänzlich fehlt. Also muss die Anschüttung 
der Kjökkenmöddinger in dem Zeitraum stattgefunden 
haben, der zwischen der Verdrängung der Kiefer nnd 
vor dem Eindringen der Buche liegt: in der Eichen¬ 
periode. Es ergibt sich somit, dass die Steinzeit des 
europäischen Nordens ganz wesentlich jünger anznsetzen 
ist, als man es bisher getan hat. dass es nach der Be¬ 
freiung vom Eis noch viele Jahrhunderte währte, bis 
das Land so geartet war, dass es zur Besiedelung an- 
reizen konnte. Sie begann wahi-scheinlich schon in der 
AncyInszeit; sicher aber fällt sowohl die ältere Steinzeit 
des Nordens wie auch die Uebergangsperiode von der 
älteren znr jüngeren mit der Zeit des Litorinameers 
zusammen; das beweisen gewisse In den Abfällen ge- 
fnndene Muscheln, deren Vorhandensein grösseren Salz¬ 
gehalt and höheren Wärmednrchschnitt des Meers vor- 
anssetzen, als sie hentzntage der Ostsee eignen. — Ein 
wesentlich anderes Bild zeigt die Banmflora der Schweiz 

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1^7. Literaturblatt für germanische und romanische Philologie. Nr. 2. 


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zur Zeit der Pfahlbauten. Zwar herrscht die Eiche 
auch hier vor, aber es finden sich daneben auch Nadel¬ 
bäume, insbesondre die Weisstanne, und, was von Wich¬ 
tigkeit ist, die Buche, deren Eindringen auch in der 
Schweiz zuletzt stattgefunden hat. wie die Moorfunde 
mit Sicherheit ergeben. Am Mass der Waldbaumfolge 
gemessen, ist somit die Kultur der Schweizer Pfahl¬ 
bauten jünger als die der Kjökkenmöddinger- aber sie 
braucht darum nicht zeitlich jünger zu sein, da sich die 
Buche in der Schweiz unzweifelhaft viel früher ange¬ 
siedelt hat, als im Norden von Europa. — Wie war 
Mittel-Europa in vorgeschichtlicher Zeit landschaftlich 
gestaltet? Man hat es sich gern als ein von endlosen 
Urwäldern bedecktes Gebiet vorgestellt, darinnen da und 
dort kleine Menschenhorden hausten, die ihren Lebens¬ 
unterhalt allein durch die Jagd bestritten. Das Bild 
ist falsch. Hätte das Land so ausgesehen, so wäre es 
zur Wohnung und zur Ernährung von Menschen un¬ 
geeignet gewesen; denn ,,der Urwald ist der Feind und 
nicht der Freund des Menschen“. Sichel- war Mittel- 
Kuropa in alter Zeit viel stärker bewaldet als heute; 
aber grosse Strecken sind dauernd ohne Walddecke ge¬ 
wesen. Das Land war nicht ein Wald-, sondern ein 
Waldsteppen gebiet, und es sind gerade die ehemaligen 
Steppenlandsrhaften, die in Deutschland die meisten und 
ältesten Spuren prähistorischer Niederlassungen aufweisen. 
Sie haben sich aus verschiedenen Ursachen dauernd wald¬ 
frei erhalten können, auch nachdem ihr Steppencharakter 
,beira Uebergang des kontinentalen in ein ozeanisches 
Klima“ untergegangen wai, und sind so immer „die 
grossen Heerstrassen“ geblieben, „an denen die mensch¬ 
lichen Niederlassungen sich am dichtesten zusammen¬ 
drängten, die Zentren, von denen aus sich die Kultur 
verbreitete“. — Die Beschreibung der alteuropäischen 
Baumflora, in Zusammenhang mit der Tatsache, dass 
jedenfalls bereits in jüngerer, prähistorischer Zeit Indo¬ 
germanen in Mittel- und Nord-Europa ansässig gewesen 
sind, bringt den Verfasser selbstverständlich auf die 
Frage, was die Namen der Bäume über die Heimat der 
Indogermanen aussagen. Es ist noch nicht gar lange 
her, dass man den ungeteilten Indogermanen auf Grund 
gemeinsamer Benennung nur die Kenntnis von zwei Wald¬ 
bäumen sicher glaubte zusprechen zu dürfen: der Birke 
und der Weide; so z. B. Schräder Sprachvergleichung 
und Urgeschichte 2. AuÜ. (1890) 8. 398 f. Im Real¬ 
lexikon der indogermanischen Altertumskunde (1901) fügt 
Schräder wenigstens noch eine Fichtenart hinzu, auf 
Grund der Zusammenstellung aind. pltu-ddru und griech. 
Tiirvc Mit Recht aber, wie mir scheint, erweitert Hoops 
diese Banmreihe noch um weitere zwei: die Eiche und 
die Buche, indem er sich, was diese angeht, zu der 
von mir in den Indogerm. Forschungen 9 (1898). 271 
aufgestellten Gleichung bekennt; s. dazu noch die Nach¬ 
träge bei Hoops S. 654. Da nun aber die Buche in 
ihrem Auftreten durch scharfgezogene Grenzen eingeengt 
ist, so gewinnt sie für die Heimatsbestimmung der an¬ 
getrennten Indogermanen eine besondere Bedeutung. War 
die Buche bei den Indogerraanen heimisch und kann 
Asien aus andern Gründen als Wohnsitz der Indoger¬ 
manen nicht in Betracht kommen, so hat man ihn west¬ 
lich von der Linie Königsberg-Odessa zu verlegen, da 
diese Linie die Ostgrenze für die Verbreitung der Buche 
in Europa bezeichnet. Und so folgert denn auch Hoops 
(8. 129 f.): „Es bleibt somit als mögliche Heimat der 
Indogermanen nur ‘das mit Wald durchmischte Gebiet 


des nordalpinen Europas* westlich der Linie Königsberg- 
Odessa übrig“. Dass ein linguistisches Beweisstück auf 
diesem Forschungsgebiet untrüglich sei, wird kein Ver¬ 
ständiger behaupten wollen, aber es gewinnt an Wert, 
je mehr es zu den Beweisstücken anderer Art stimmt; 
dann kann es unter Umständen sogar zu Ausschlag 
gebender Bedeutung gelangen. ‘ Das umfangreiche 
fünfte Kapitel sucht die Art der Bewaldung in den ver¬ 
schiedenen Walddistrikten Deutschlands während der 
Römerzeit und im frühen Mittelalter festzustellen, und 
zwar vor allem mit Hilfe von Orts- und Flurnamen, 
ferner die geographische Verbreitung der einzelnen Holz¬ 
arten im alten Deutschland, endlich deren Wechsel in 
historischer Zeit. Bemerkenswert ist dabei das Ergebnis, 
dass „die Wälder in der Umgebung des rätischen Limes 
zur Römerzeit, wie heute, auf der einen 8eite aus Laub-, 
auf der andern aus Nadelwald bestanden haben, oder, 
anders gesagt, dass die Römer ihren Wall vor dem 
Tränkischen Nadelholzgebiet aufrichteten, in dessen un¬ 
wegsame Oede sie nicht einzudringen wagten“ (8. 157 f.i 
Der zweite, etwa um die Hälfte stärkere Teil 
(S. 275 -651) umfasst zehn Kapitel: (7) die Kultiir- 
ptianzen Mittel- und Nord-Europas im 8teinzeitalter. 

(8) die Kulturpflanzen der ungetrennten Indugernianen, 

(9) Rückschlüsse auf die Lage der Heimat der Indo¬ 
germanen, (10) die Kulturpflanzen Mittel- und Nord- 
Europas zur Bronze- und älteren Eisenzeit, (II) die 
Kulturpflanzen der Germanen in vorröniis(‘her Zeit, (12) 
die Stellung des Ackerbaus im Wirtschaftsleben der Ger¬ 
manen zur Röinerzeit, (13) die Einführung der römischen 
Obstkultur in die transalpinischen Provinzen, (14) die 
kontinentale Heimat der Angelsachen und die römische 
Kultur, (15) die Kulturpflanzen Alt-Englands in angel¬ 
sächsischer Zeit, und (16) die Kulturpflanzen der alt¬ 
nordischen Länder in frühliterarischer Zeit. Wie uns 
neuere Funde aus den ältesten Kulturstätten Europas 
erweisen, ist „das Alter des Landbaus bisher bei weitem 
unterschätzt worden. Die Anfänge der Bodenkultur liegen 
jenseits der Grenzen der Geschichte selbst der ältesten 
Kulturvölker“. Zw'ar geht sie in Mittel-Europa nicht 
in so frühe Zeiten hinauf wie im Mittelmeergebiet und 
in Frankreich; aber sie „reichtauch hier überall in die 
neolithische Periode zurück“. Dabei beschränkt sich im 


* Schi ader Sprachvergleichung u. Frgeschichte. 3. AuH. 
(1906). S. 184 will freilich jetzt dem Buchenbew’eis jeden 
Wert absprechen. Man wa*rd«‘ es schwerlich jemals hew’eisen 
können, dass der Sinn des Frworts ‘Buche’sei. Aber früher, 
in der 2. Auflage (189(J). S. 395 hatte er sich doch ganz an¬ 
ders darüber vernehmen lassen, l nd noch im Keallexikon 
der indogerm. Altertumskunde (1901) S. 117 hiess es: „Da nun 
die vorhistorische Bedeutung dieser Wortsippe . . als Buche 
feststeht. vgl. dazu oben 1905 Sp. 187 f. Es war also 

der von Schräder seihst vertretene Standpunkt, auf den ich 
mich gestellt habe, und ich konnte nicht erwarten, mir da¬ 
durch sein Missfallen zuzuziehen. Wenn freilich der Banmnamt 
ursprachlich ist und ursprachlich‘Buche* bedeutet, so ist das 
mit der Annahme Schräders a. 0. 124, die Heimat der Indo- 
I gernianen habe im Steppengebiet des südöstlichen Europas 
gelegen, schlecht in Einklang zn bringen. — Bei der Wort- 
1 messung der auf ursprachlich *hhäg<n^ \ *hhüiJos zurückgehen¬ 
den einzelsprachlichen Wörter ist jedenfalls wohl im Auge zu 
behalten, dass sie in den Sprachgebieten, darin die Buche 
heimisch ist, auch wirklich überstimmend die Buche be- 
j zeichnen — so im germanischen und italischen —, während 
I in den übrigen überall ein anderer I aubbaum damit be- 
I nannt wird, die Speiseeiche bei den Griechen, der Hollunder 
I bei den Slaven und die fTlme bei den Iraniern. Hoffentlich 
' ist nun doch wenigstens der greulichen Herleitung des Bachen¬ 
namens von den ‘essbaren Früchten’ der (daraus gemacht. 


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SS 


1907. Literatnrblatt hlr gemanisclie and romanisctie t^tiilologie. Nr. 2 . 


S4 


Norden Mittel-Earopas die Zahl der steinzeitlichen Kul- 
tnrpflanzen ansschliesslich auf Getreide, während im 
S&den, in den nördlichen Alpenvorländern, ausserdem 
auch Hulsenfrüchte, Flachs, Obst und Beeren ang^ebaut 
wurden. Unter den Getreideaiten stehen an Alter die 
Gerste und der Weizen obenan, ohne dass sich sagten 
Hesse, welcher von beiden der Vorrang: geböbre. Als 
dritte kam frühzeitig: die Hirse hinzu. Auf welchem 
Weg die Getreidekultur nach Nord-Europa gelang:t ist, 
lässt sich vorläufig nicht feststellen; vielleicht ist sie 
dem sfidHchen Teil von Süden, dem circumalpinen Ge¬ 
biet her, dem nördlichen von Westen, von Nordfrank¬ 
reich her zugeführt worden. — Dass die ungetrennten 
Indogermanen bereits den Feldbau betrieben haben, darf 
für sicher gelten, und für wahrscheinlich, dass sie dabei 
schon über das Stadium des Hackbaus hinaus, zum Pflug- 
ban gelangt waren, zur Feldbestellung mit dem Haken- 
pflug, wie solche mehrfach auf allen Abbildungen dar¬ 
gestellt und in Meeren gefunden worden sind (S. 500 ff.). 
Dass den Ariern eine grössere Anzahl der urindoger- 
manischen Ackerbau-Ausdrücke verloren gegangen ist, 
findet seine Erklärung darin, dass sie nach der Trennung 
aus dem Hauptstock eine Periode des Nomadentums 
durchgemacht haben; später wieder zum Feldbau zurück- 
gekehrt, haben sie neue technische Bezeichnnngen dafür 
geschaffen. Der Feldbau der ungetrennten Indogermanen 
erstreckte sich ansschliesslich auf Getreide. Aber welche 
Getreideart zuerst angebaut wurde, ist nicht zu er¬ 
mitteln, doch ist es wahrscheinlich, dass die Gerste die 
vornehmste Nährfimcht bildete; dafür treten eine Beihe 
sprachlicher Zeugnisse ein, ferner die bedeutsame Rolle, 
die die Gerste im Kulturleben der Inder, Griechen und 
Germanen spielt, endlich die Tatsache, dass das Gersten¬ 
korn bei einer grösseren Anzahl asiatischer und euro¬ 
päischer Indogermanen als kleinste Hass- und Gewichts¬ 
einheit verwendet wurde. Der Umstand, dass die Indo- 
germanen ausschliesslich Getreide bauten, scheidet sie 
von den Bewohnern des südlichen Mittel-Europas, wo 
man in der Pfahlbautenzeit auch andre Nutzpflanzen 
kultivierte. Der weitere Umstand, dass von ihnen vor¬ 
wiegend die rasch reifende Gerste gebaut wurde, ver¬ 
weist sie in ein Land mit kurzen Sommern, also in ein 
nöriHches Land. Nimmt man diese beiden Argumente 
mit dem Buchenargument zusammen, so gelangt man 
dazu, die mutmasslichen Stammsitze der Indogermanen 
vor ihrer Trennung nach Deutschland, besonders in dessen 
nördlichen Teil zu verlegen, vielleicht mit Einschluss 
Dänemarks, wenn dorthin die Buche doch schon früher 
eingedrungen sein sollte, als es nach den bisherigen 
Fundergebnissen den Anschein hat, jedenfalls aber mit 
Ausschluss des weiteren Nordens. Das Meer der Indo¬ 
germanen ist somit die Nord- und Ostsee; es war den 
meisten indogermanischen Stämmen unter einem gemein¬ 
samen Namen (lat. mare, got. marei, lit. märSs u. s. w.) 
bekannt; nur die südlicher, landeinwärts sesshaften 
(Griechen, Armenier, Arier) kannten es nicht, daher sie 
später, als sie anderswo mit dem Meer in Berührung 
kamen, neue Namen dafür geprägt haben. 

Von den folgenden Kapiteln, auf die ich nicht näher 
eingehen will, sei noch das zwölfte besonders hervor- 
g^oben, worin der Reihe nach „das angebliche Nomaden- 
tam der Germanen", „die technische Höhe des altger- 
manischen Ackerbaus**, „der jährliche Wechsel der Wohn¬ 
sitze und Feldmarken in Cäsars Zeit", „das Agrarweseii 
ZV Zeit des Tadtus" und „ZengnisBe für Mhzeitige 


Sesshaftigkeit" behandelt werden. — Die letzten 38 
Seiten des Buchs werden von Nachträgen (4 Seiten) 
und Registern ausgefüllt. 

Ich scheide von dem Buch mit aufrichtigem Dank 
für die vielfache Belehrung, die es mir gewährt hat, 
und wünsche, dass die von mir gebotene Skizze seines 
Inhalts ihm recht viele aufmerksame Leser zuführen 
möge. Natürlich habe ich auch öfters Widerspruch zu 
erheben; ich verspüre mir das für andere Gelegenheit. 
Giessen. Bartholomae. 

Deafsche Texte des Mittelalters her ansgegeben von der 
Königl. Preuesischen Akademie der Wissenschaften (Verlag 
von Weidmann, Berlin): I. Band: Friedrich von Schwaben. 
j Hrsg, von Max Herrn. Jellinek. XXII u. 127 S. 8®. M. 4 40. 
— JI. Band: Rudolfs von Ems Willehalm von Orlens. Hrsg, 
von Victor .1 unk. XLIll u. 277 S. 8®. M. 10. — III. Band: 

I Johannes von IVürzburg Wilhelm von Oesterreich. Hrsg, von 
I Ernst Regel. XXII u. H84 S. 8®. M. 10. — IV. Band: 

I Die Lehrgedichte der Melker Handschrift. Hrsg, von Albert 

1 Leitzmann. XIV u. 55 S. 8®. M. 2.40. — V. Band: Volks¬ 
und Gesellscha/tslieder des 15. u. 16. Jahrhs. 1. Die Lieder 
der Heidelberger Handschrift Pal. 343, hrsg. von Arth. Kopp. 
XVHI u. 254 S. 8®. M. 7.60. - VI. Band: Elshet Stagel, 
Das Leben der Schwestern zu Töss^ hrsg. von Ferd. Vetter. 
XXVI u. 182 S. 8®. M. 5. - VII. Band: Die Werke Hein- 
! richs von Neustadt, hrsg. von Samuel Singer. XIII u. 684 S. 

; 8®. M. 15. 

Mit Neid blicken wir auf die klassische Philologie, 
der seit einigen Jahrzehnten eine ungeahnte Fülle neuer 
kostbarer Stoffe zugeführt worden ist, der jeder neue 
Spatenstich, jeder neu entzifferte Papyrus eine wert¬ 
volle Kunde verheisst. Das grosse Unternehmen der 
preusdiscben Akademie, die von ihr heransgegebenen 
Texte des Mittelalters, verspricht unserer Forschung ein 
Material zuzuführeu, das zwar nicht dem Schosse der 
Erde entsteigt, das, schon bisher dem Einen oder dem 
Andern bekannt, nicht gerade als Ueberraschnng wirken 
wird, das aber für die Jünger der Wissenschaft im 
ganzen eine Ausgrabung bedeutet. Jetzt erst werden 
wir in der Lage sein, wie Roethe in seinem Geleitswort 
sagt, „die zukunftsschwere Periode deutschen Geistes¬ 
lebens" zu erforschen, „in der die eigentlich mittelalter¬ 
liche Kultur abblüht und die kommenden Phänomene, Hu¬ 
manismus, Reformation, Schriftsprache heranreifen". Ich 
möchte noch eines binzufugen. Es handelt sich auf 
sprachlichem Gebiet keineswegs bloss um die Schrift¬ 
sprache. Vielmehr ganz allgemein stellt sich das 15. 
Jahrh. als eine Zeit des tiefgreifenden sprachlichen Um¬ 
schwungs dar. Jetzt wird es sich zeigen müssen, wie 
weit dieser Anschein auf Wahrheit beruht, wie weit die 
Vorgänge des 15. Jahrh. ihre Wurzeln in frühere Zeiten 
zurücksenken, bisher verdeckt durch den Bann einer fest- 
geschlossenen UeberHVfernng. 

So sind wir der Akademie zum allerlebhaftesten 
Danke verpflichtet. Aber freilich, die Freude ist keine 
ganz ungemischte. Schon im Interesse des schnellen 
Fortgangs der Veröffentlichungen hat man grundsätzlich 
auf kritische Ausgaben verzichtet; „es soll durchweg 
eine möglichst gute und alte Handschrift wiedergegeben 
werden". Jedoch hat man der Anforderung an die Les¬ 
barkeit der Texte das Zugeständnis gemacht, dass sichere 
Schreibfehler der Handschrift gebessert, Lücken aus an¬ 
deren Handschriften ergänzt werden sollen. Blossen Ab¬ 
drücken von Handschriften rühmt Roethe den Vorteil 
nach, dass sie „annähernd die Gestalt veranschaulichen, 
in der die Werke des Mittelalters wirklich gelesen wor¬ 
den sind." Ich verstehe das nicht recht. Ein solcher 


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56 


190t. Literatnrblatt (tlr gennanisclie und romanisclie Philologie. Nr. 8. 


Abdruck bietet höchstens eine Gestalt, und solcher Ge¬ 
stalten können es mehrere recht weit auseinandergehende 
sein. Wer z. B. von der Eneide einen blossen Abdruck 
entweder der Berliner oder der Heidelberger (H), oder 
der Wiener Hs. geben wollte, würde zwischen den ver- i 
schiedenen „Gestalten** zu wählen haben. Boethe meint 
weiter, der Handschriftenabdrnck leiste für die Geschichte 
der Sprachentwicklung, wie des Publikums und seines 
Geschmacks Dienste, die durch kritische Ausgaben nie 
ersetzt werden können. Auch hier möchte ich ein Frage¬ 
zeichen setzen und bezweifeln, ob das der einzelne Ab¬ 
druck für sich wirklich ohne weiteres tut. Solange ich 
nicht weiss, ob eine Erscheinung etwa dem Dichter des 
13. Jahrhs. oder dem Abschreiber des 15. angehört, d. h. 
solange ich die kritische Ausgabe nicht habe oder mir 
im gegebenen Fall selber herstellen kann, ist die Be¬ 
lehrung, die ich ans der Erscheinung schöpfen kann, von 
stark eingeschränktem Wert. 

Aber halten wir uns an den Spruch, dass das Bes¬ 
sere der Feind des Guten, und freuen wir uns dankbar 
des Gebotenen. Eine jede der Veröffentlichungen bietet 
wertvolles und lehrreiches, literarisch oder sprachge- 
schichtlich, oder in beiden Beziehungen. Vielleicht das 
eigenartigste unter den uns dargebotenen Werken ist 
der Friedrich von Schwaben mit seinem märchenhaften 
Stoff und vor allem mit seiner merkwürdigen fast rein 
mechanischen Mischung von zwei weit auseinander¬ 
gehenden Bestandteilen. In den zahlreichen Entlehnungen 
aus älteren Dichtern der Ton der klassischen Dichtung 
und reines klassisches Mittelhochdeutsch; auf der an¬ 
dern Seite des Dichters eigene Zutat, ein jüngerer Ge¬ 
schmack und viel jüngere Sprache. Ich verweise z. B. 
auf die Erzählung, wie der Held eines Nachts im Freien 
rasten muss; seinem Ross trägt er Gras zu: ich selb äpffel 
und bieren fand, die auss ich all zehannd; auf die 
köstlich naive Antwort, die der Bruder des Helden auf 
die Erzählung von dessen Schicksalen in Bereitschaft i 
hat; wir wölleti essen gan Unnd ainen gütten mut 
han ; auf die Anteilnahme des Erzählers, der seinen Be¬ 
richt über den falschen Zauberer mit den Worten unter¬ 
bricht: Oot geb im ach und swärt auf die Verneinung 
im Stile des Volkslieds: 3020 wann ich geUb die stund, 
das alle wilde Her zu meinem gebot stand, so sol unser 
baide lieb zeryan, die sprichwörtliche Redensart 3064: 
Jerome zoch er das helmlin vor. Von sprachlichen Er¬ 
scheinungen hebe ich vor allem die starke Verwendung 
von ümschreibnngen des Verbum finituni hervor: durch 
tun mit Infinitiv, z. B. 70, 157, 347, 474, 593, 700, i 
804, 923, 949, 974, 988; durch sein mit dem Infinitiv: ' 
z. B. 2460, 2662, 2783, 2999 (lauter Reimbelege), durch , 
können mit Infinitiv: z. B. 999, 3018, 3112, 3228. Auch 
{be)gunde ist nicht selten rein umschreibend geworden 
unter Aufgabe der perfektivierenden Bedeutung: z. B. . 
2794: ain wil gund in nit verdriessen, und wachet 
zu der stund, 3303: nach dem hiers gund ich gauchen, 
nutz die nacht ward her nahen. Ich verweise weiter 
auf Fälle des Genitivs ohne Endnng: 2271, 2816, auf 
Auslassungen des Verbum finitum, auf das absolute Par- < 
ticip 307: was hinnan mag wesen, gar nichtes uß 
gelesen, das sich ich alles ganntz, auf die Verwendung 
von was als Dativ bei der Präposition: in was wesens 
285, in was landen 12§5. 

Die Art, wie in den einzelnen Bänden die gestellte 
Aufgabe gelöst worden ist, verdient im allgemeinen volle | 
Anerkennung. Ich möchte allerdings wünschen, dass ge- ' 


wisse Zugaben, die der eine oder der andere der Heraus¬ 
geber bietet, zum eisernen Bestand eines jeden Bandes 
gehören möchten. Dahin rechne ich bibliographische An¬ 
gaben; ferner sollte auf den photographischen Nachbil¬ 
dungen von Teilen der Handschriften das Stück des 
Textes bezeichnet sein, dem sie entsprechen; in den 
Wortverzeichnissen sollten die Wörter einen Stern er¬ 
halten, die bei Lexer fehlen. Regel hat diesen guten 
Brauch geübt und ermöglicht uns so die Feststellung, 
dass unter den neuen Wörtern des Wilhelm von Oester¬ 
reich der substantivierte Infinitiv eine besonders grosse 
Rolle spielt; ich zähle nicht weniger als 33 neue Bil¬ 
dungen dieser Art. 

Die Einrichtung des Wortverzeichnisses in Bd. I 
hat man später mit Recht verlassen; wenn den Wörtern 
die Bedeutung nicht beigeschrieben ist, so nützt das 
nicht dem Leser des Textes, und es fehlt für andere 
der Anreiz, im übrigen ganz gebräuchliche Wörter nach- 
Zuschlägen. — Nicht ganz auf der Höhe steht Vetters 
Wortverzeichnis, wie folgende Bemerkungen zeigen mögen. 
dunstag j grosser, wird erklärt als Hohendonnerstag: 
dieses Wort ist mir selber, den von mir nachgeschlage¬ 
nen Wörterbüchern, den von mir befragten theologischen 
Kollegen völlig unbekannt. — dormitar: als Geschlecht 
wird lediglich, auf Grund von 26, 21, das Neutrum an¬ 
gegeben, obwohl nach Vetters eigener Annahme in 57, 9 
das Masculinum vorliegt. — drisgost: der einzige Be¬ 
leg: ir drisgost (Acc.) zeigt, dass das Wort Neutrum, 
nicht Masculinum, denn die Umwandlung in das Possessiv¬ 
adjektiv ist bereits in dem Texte vollzogen. — entpfenc- 
lieh: das Zitat Ist falsch. — etter: Vetter schreibt: 
„Oheim, Vetter 30, 16**; ohne das von ihm sonst in 
zweifelhaften Fällen angewandte Fragezeichen. Natür¬ 
lich ist nur eines von beiden möglich; und dies ist sicher 
der Oheim, denn dem Vetter kann doch schwerlich ein 
Verfügungsrecht über das Kind zu. — fenster: V. gibt 
zwei Bedeutungen: 1) Fenster. 2) Fensternische, die 
letztere auf Grund einer Stelle, wo eine Schwester den 
Teufel zwingt, Ringe „in ir fenster** zu legen. Ich 
sollte denken, dass auch hier die Grundbedeutung voll¬ 
kommen ausreicht; die Ringe werden vermutlich auf die 
Fensterbank gelegt. — fransmutikait: das Zitat fehlt. 
— günlichi: V. bemerkt: „Schreibfehler für gdulichi**, 
mir unverständlich, denn das Wort hat doch alten Di¬ 
phthong. — heben: das Zitat, das den Plural hettin be¬ 
legen soll, ist unzutreffend. — kemnate: „inneres heiz¬ 
bares Gemach?** Gibt es auch äussere Gemächer? — 
non: „neunte Tagesstunde**. Wann ist das? was wird 
der harmlose Leser mit dieser Angabe anzufangen wissen, 
wenn er liest (27, 2): nach dem tischsegen nam si in 
dem kor ain veni und rüwet nutz zu non? — nun: 
in dem Sinn von nur soll das Wort entstanden sein aus 
„nuwan, niht wan**; niht wan hat jedoch mit nuwan 
gar nichts zu tun. ~ pilder: falsches Citat. — schonen: 
„vb. c. dat. und mit*^; Beleg: wollend ir die schwestren 
da mit Sf honen. Woher weiss Vetter, dass dieses ir 
Dativ und nicht Genitiv ist? — strak: der einzige Be¬ 
leg dieses als Adj. bezeichneten Wortes lautet: mit fünf 
strak venyen ; kann ein Adjektiv so aussehen? ist zu 
ändern oder eine Zusammensetzung anzunehmen? — 
undergang: das Zitat ist falsch; aber auch ohne Nach¬ 
prüfung der Stelle möchte ich es für ganz unmöglich 
halten, dass das Wort Selbsttötung bedeuten kann. ~ 
uugeleichet: „Ungleichheit, verschiedene Gesinnung**; 
wie soll das zu dem Beleg passen? die fraw was ein 


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57 


1907. LHeratorblatt für germanische und romanische Philologie. Nr. 2. 


5S 


vU große Uiderinne^ und die kam allermeist vofi der 
widerireriigen ungeleichet die ei von ir hauswirt ketten. 
— verlasenheit: »Weltlichkeit?“ Die Antwort wäre hei 
Lexer zn finden gewesen. — Schliesslich zwei Fragen: 
Za 98, 31 der ainvaUent got fragt V.: „einfach, einzig?“ 
Wie diese Bedeutung zustande kommen soll, weiss ich 
nicht. Ich möchte glauben, dass zn lesen ist: ainwal- 
tent, d. h. *der allmächtige. — 77, 11 wird die Sorge 
ausgesprochen, ein Turnier müsste zu riechlich werden. 
Sollte das nicht richlich sein, d. h. Ableitung von rächen^ 
ein Turnier, das nicht Spiel bleibt, sondern zn Rache 
Veranlassung gibt? 

Giessen. 0. Behaghel. 


Das deutsche Götter- und Heldenbuch. Erneuert Ton 
Richard von Kralik. Volksausgabe in 6 Bänden. Bd. I. 
Ameltmgensage. Hugdietrich, Ortnid, Wolfdietrich. Amelnng. 
Brosch. M. 1.35 (K. 1.60.) Geb. M. 2.- (k. 2.40.) - Bd. II. 
Witzen- und WtleungenecMt. Wilze. Osericb. Etzel. Gudrun. 
Wieland. Orwendel. Amlet. Beownlf. Helge Herwardsohn. 
Weisung. Helge Hundingstöter. Siegmnnd. Siegfrieds Jugend. 
Brosch. M. 1.35 (K. l.' O). Geb. M. 2.- (K. 2.40). — Bd. 
III. Die deutsche Göttersage. Riesenalter. Zwergenalter und 
Goldalter. Menschenalter. Wanenkrieg und Frodefriede. 
Balders Tod. Balders Rächung. Des Hehren Sprüche. Donners 
Fahrten. Wodans Heimkehr. Fros Hochzeit. Aegirs Mahl. 
Götterdämmerung. Brosch. M. 1.35 (K. 1.60). Geb. M. 2.— 
(K. 2.40). — Bd. IV. Dietrich und seine Gesellen. Walter 
und Bildend. Dietrich und Sälde. Virginal. Siegenot. Her> 
bort und mlde. Iron und Isolde. Heime. Wittich. Ecke und 
Fasold. Biterolf und Dietleib. Wildeber und Ilsung. König 
Isung. Brosch. M. 1.85 (K. 1.60). Geb. M. 2.- (K. 2.40). — 
Bd. V. Rosengarten und Rahenschlacht. Siegfried in Worms. 
Der Nibelungenhort. Der Roseng^ten zu Worms. Siegfrieds 
Hochzeit. Dietleibs Rache. Laurin. Walberan. Sibichs Ver< 
rat. Albharts Tod. Dietrichs Flucht Dietrich bei Etzel. 
Rabenschlacht Brosch. M. 1.85 (K. 1.60). Geb. M. 2.» 
(K. 2.40). — Bd. VI. Nibelungennot und Dietrichs Ende. 
Siegfrieds Tod. Etzel und Rri^ild. Der Nibelungen Not. 
Etzels Tod. Schwanhild. Dietrichs Heimkehr und Ende. 
Aslang. Nomegast. Brosch. M. 1.85 (K. 1.60). Geb. M. 2.— 
(K. 2.40). Müncmen, Allgemeine Verlags-Gesellschaft m. b. H. 
1904. 

Aus dem langen Titel erhellt schon Art und Ab¬ 
sicht dieses umfangreichen Werks, das mit viel Liebe 
und Begeisterung geschrieben, aber doch ganz verfehlt 
ist und hinter Simrocks Heldenbuch weit zurttckbleibt. 
Kralik erstrebt grösste Treue und Vollständigkeit, will 
die Werke in bester Ordnung und lesbarer Form ohne 
eigene Zutaten und Aenderungen vorlegen und damit 
die Arbeit des Mittelalters abschliessen. Er wählt den 
HUdebrandston und Stil der mhd. Gedichte, verzichtet 
aber auf strofische Gliederung. Allein schon die Form, 
ganz abgesehen von der Frage, ob sie gut angewandt 
ist, scheint mir sehr wenig glücklich, um dem heutigen 
Leser eine Vorstellung von der Schönheit der alten 
Sagen zu geben. Die Edda im Bänkelsängerton klingt 
unerträglich stillos. Und der Inhalt ist ein arger Misch¬ 
masch, der Einheit und Zusammenhang vortäuscht, wo 
die Quellen in Zeit und Raum, Gehalt und Form weit 
auseinander liegen und gerade nur in ihrer Verschie¬ 
denheit richtig verstanden werden können. Die I^idreks- 
saga z. B. ist ein wahres Muster von künstlerischer 
Schönheit und Einheit im Vergleich zu Kraliks Ge¬ 
dicht. Natürlich lassen sich auch die Widersprüche der 
Berichte nicht beseitigen. Wie wird nur z. B. das 
Nibelungenlied zerrissen und mit unmöglichen Einschüben 
und Zusätzen ans der Edda verwirrt! Es gibt zu dem 
von Kralik verfolgten Ziele nur zwei Wege: selbstän¬ 
dige Nendichtung oder strenge Bearbeitung der ein¬ 
zelnen Quellen mit Wahrung ihrer Sonderart. Bei Ktalik 


I sind die alten Quellen nur ganz äusserlich zusammen- 
I gestoppelt. Das Ganze wirkt durchaus unbefriedigend, 

! niemand zn Dank und Nutz. Dem Bedürfnis der Schule 
i und Laien weit ist damit schlecht gedient. Ich bedanre, 
dass die gute Absicht und der Fleiss des Verfassers 
sich kein besseres Ziel erwählten. Das deutsche Götter- 
nnd Heldenbuch müssen wir vom ästhetischen und philo- 
j logischen Standpunkte ans ganz ablehnen, 
j Rostock. W. Golther. 

I Friedrich M. Kircheiseu, Die Geschichte des Lite- 
I rarischen Porträts in Deutschland. Bd. I. Von den 
I ältesten Zeiten bis zur Mitte des zwölften Jahr¬ 
hunderts. Leipzigs Karl W. Hiersemann, 1904. VIII, 
170 S. 8®. 

Das Verdienst des Verfassers besteht darin, einen 
so bedeutenden Stoff als Arbeitsgebiet gewählt zn haben, 
die Ausführung aber ist an der Oberfiäcbe haften ge¬ 
blieben. Der II. Teil, »Die Geschichtschreiber“, ist 
I in der Hauptsache eine den »Geschichtschreibern der 
deutschen Vorzeit’ (den deutschen üebersetzungen 1) ent¬ 
nommene Materialsammlnng; die aus den Beispielen ge¬ 
zogenen ^Ergebnisse’ beschränken sich auf einen ganz 
allgemein gehaltenen Ueberblick. Die deutsche Litera¬ 
tur des früheren Mittelalters behandelt Teil I, „Helden¬ 
lied und volkstümliches Epos“. Von letzterem werden 
nur das Nibelungenlied und die Gudrun behandelt, und 
zwar ungenügend. Der Verfasser ist in dem Gebiete 
der älteren deutschen Literatur und Sprache nicht 
heimisch. Dieses kann schon der „neue und ausschlag¬ 
gebende“ Grund für die Entstehung des Nibelungenliedes 
zeigen: da hier die Charakteristik der Persönlichkeit 
in der ursprünglichsten und einfachsten Art gehalten 
sei, so müsse es „einer früheren Entwicklungsstufe an¬ 
gehören als die am Anfang des 9. Jahrhunderts ver¬ 
fasste Biographie Karls der Grossen“ (S. 20 ff. und 
S. 153). Die einzige weiter ausgefdhrte Schilderung 
einer Persönlichkeit in althochdeutscher Sprache, die 
Ludwigs des Deutschen von Otfrid, ist unberücksichtigt 
geblieben. 

Heidelberg. G. Ehrismann. 


Anton Walluer, Deutscher Mythus in der tschechischen 
Ursage. Laibach, J. v. Kleinmayr und Fed. Bamberg, 1905. 
85 S. (Sonderabdruck aus dem Jahresbericht der k. k. 
Staats-Ooerrealschule in Laibach 1904/05. 

Wallner vergleicht die in der Thidrekssaga cap. 
349—355 enthaltene Sage vom Kampf Hertnits gegen 
Isung, Fasolt und Thetleif mit der tschechischen Sage 
vom Kampf des Satzer Herzogs Wlastislaw gegen den 
Prager Herzog Neklan und seinen Helfer *Tur (d. h. 
der Stier; bei Cosmas von Prag: Tyrus, in Hajeks 
Chronik von Böhmen Styr). Beide Sagen zeigen in 
mehreren Punkten merkwürdige Cebereinstimmnngen, die 
nicht auf Zufall beruhen können; W. nimmt deshalb mit 
Recht an, dass die tschechische Sage von der Deutschen 
abhängig ist. 

Er unternimmt es dann, die Sage als einen Jahres- 
mythns zu deuten und mit dem Brauch des Todanstreibens 
in Zusammenhang zn setzen. Es lässt sich nicht leugnen, 
dass mythische Züge in der Sage begegnen, aber sie 
deshalb mit all ihren Einzelheiten, auch solchen, die 
ganz offenbar sekundäre Zutaten sind wie die Gestalt 
Thetleifs, als einen alten einheitlichen Mythus ansznden- 
ten, halte ich für ganz verfehlt. Dies Bestreben hat 
I andererseits auch den Nachteil gehabt, dass es Ws. Blick 


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1907. Literaturblatt für germanische und romanische Philologie. Nr. 2. 


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dafür verschlossen hat, welche Bedentung für die Kritik 
der Hertnitsage der tschechischen Sage znkommt. Den 
Satz, diese hiete für eine ursprünglichere Gestalt der 
deutschen Sage keinen Anhaltspunkt, kann ich durchaus 
nicht anerkennen, sondern glaube, dass sich gerade das 
Gegenteil dartun lässt; man vergleiche darüber meine 
weiteren Ausführungen in Paul und Braunes Beiträgen, 
Bd. XXXII, S. 113 ff. 

Giessen. Karl Helm. 

Wilhelm Franz, Orthographie. Lantgebnng und 
Wortbildung in den Werken Shakespeares mit Ans- 
spraclieproben. Heidelberg 1905. Karl Winters üniver- 
sitfttsbacnhandlung. IV u. 125 8. 8®. 

Von Spenser auf der einen und von Milton auf der 
anderen Seite kennen wir die individuelle Orthographie 
bis in die kleinsten Züge, w’eil beide ihre Werke nicht 
nur selbst in Druck gaben, sondern auch die Korrektur 
auf das sorgfältigste überwachten. Von dem zwischen 
beiden stehenden Shakespeare wissen wir dagegen so 
gut wie nichts von der Art, wie er seine Sprache äuser- 
lich einkleidete. Es ist ja männiglich bekannt, dass ein 
Teil seiner Werke, von flüchtigen Stenographen während 
der Vorstellung fehlerhaft nachgeschrieben, oder von er¬ 
kauften Schauspielern aus den Rollenbüchern kümmerlich 
zusammengestoppelt, dem Setzkasten überliefert und der 
Willkür ungebildeter Setzer und Drucker überlassen wur¬ 
den. Die gesammelten Dramen, von Shakespeares Kol¬ 
legen Henninge und Condell herausgegeben, erschienen 
erst sieben Jahre nach dem Tod des Dichters, und so¬ 
mit kann auch die erste Folio von 1623 nicht als die 
Rechtschreibung Shakespeares wiedergebend angesehen 
werden. Das einzige, was Shakespeare vielleicht selbst 
zum Druck beförderte, waren die Epyllien Venus und 
Adonis und der Raub der Lucrezia. Sie stellen aber 
im Verhältnis zum Gesaratfiprachschatz der Dramen einen 
so geringen Ausschnitt dar, dass man, selbst wenn in 
ihnen die Rechtschreibung von des Dichters Hand in 
unzweifelhafter Art iiiedergelegt sein sollte, doch nicht 
von einer umfassenden Kenntnis der Shakespeare’schen 
Orthographie reden könnte. Vielleicht muss man sich, 
wie es unser Verfasser auch getan hat, damit beschei¬ 
den, dass man von der Rechtschreibung in den Werken 
Shakespeares spricht, ln dieser Hinsicht war ihm von 
Luramert, Würzner, Sweet, Vietor, Morsbach, Kluge, 
Jiriczek u. a. schon reichlich vorgearbeitet worden; es 
darf aber freudig anerkannt werden, dast Franz in seinem 
kurzen Kapitel von S. 1 —10 alles Wesentliche in klarer, 
übersichtlicher Form zusammengestellt hat. Mehr Ge¬ 
legenheit, Neues, Eigenes zu bieten, gab ihm der folgende 
Abschnitt (S. 11—63)< Hier galt es, die Metrik, die 
Schreibung und die Angaben der Grammatiker des 16. 
und 17. Jahrhunderts auf ihre Verlässlichkeit hin zu 
prüfen, und sie ergänzend, berichtigend und klärend für 
eine Feststellung in der Aussprache der Zeit Shake¬ 
speares auszunutzen. Dabei musste streng geschieden 
werden zwischen der konservativen, in Gelehrtenkreisen 
üblichen Aussprache, wie sie in Alexander Gills Logo- 
nomia Anglica (hrsg. v. Jiriczek 1904) niedergelegt ist, 
und der mehr volkstümlichen Lautgebung eines Bullokar 
(1580), Butler (1633), Wallis (1653) u. a. Als im Brenn¬ 
punkt der Betrachtung stehend ist die Sprache um die 
Wende des 16. und 17. Jahrhunderts gedacht, die Zeit 
in der Shakespeare etwa seinen Hamlet verfasste. Als 
die äusseren Pole dieser Zwischenstufe sind einerseits 
die Sprache Chaucers, andererseits die Entwicklung zum 


heutigen Neuenglisch gedacht. Im Gegensatz zur geo¬ 
graphischen Wirklichkeit sind diese beiden Polargegen- 
den wissenschaftlich genau durchforscht, während für das 
Frühneuenglische des 17. Jahrhunderts nicht eher das 
letzte Wort gesprochen sein dürfte, bis alle ürthoepisten 
jener Zeit veröffentlicht sind. Gewiss hat Ellis in seinem 
grundlegenden Werk schon manches für die Festlegung 
der Aussprache getan; manches Wertvolle ist von Vietor 
in seiner Phonetik hinzugefugt worden und manches wird 
auch noch in dem Werk, das der letztere Gelehrte über 
die Aussprache Shakespeares zu veröffentlichen gedenkt, 
zu erwarten sein. Allein für eine abschliessende Lösung 
aller Probleme scheint die Zeit noch nicht gekommen 
zu sein. Als Endergebnis der Franz’schen Anssprache¬ 
studien können die beiden Proben gelten, die er von 
S. 60—63 gibt, und zwar wählt er für die phonetische 
Umschrift in die Gelehrtensprache Gills einen Abschnitt 
aus dem 2. Akt von Julius Cäsar, für diejenige in die 
Verkehrssprache der Gebildeten des 17. Jahrhunderts 
Akt II, Sz. I, Z. 246-296 von ‘Much Ado about Nothing 
(nach dem Reprint der Qu. 1600 von Praetorius). Soweit 
meine ei^ne Nachprüfung in Betracht kommen kann, er¬ 
weisen sich die Umschreibungen von Franz als vollkom¬ 
men zuverlässig und geben jedem, der sich bisher ver¬ 
geblich eine Vorstellung von der Aussprache Shakespeares 
zu machen wünschte, ein treues Bild von dem Ton, in 
dem die unvergänglichsten aller Dramen zuerst von der 
Bühne herab geklungen haben mögen. 

In dem vierten Abschnitt (S. 64—115), der sich 
mit der Wortbildung befasst, entfernt sich der Verfasser 
weiter von Shakespeare als in den vorhergehenden. Denn 
in Sachen der Wortbildung wurzelt der Dichter ziemlich 
fest in dem Boden des Allgemeinenglischen. Die wenigen 
individuellen Züge hätten also besonders scharf heraus- 
gehoben werden sollen. Im allgemeinen kann man sich 
aber sowohl mit der Methode als auch den Ergebnissen 
dieses Kapitels einverslanden erklären und dem Verfasser 
Dank wissen für seine ernsten Bemühungen, die sprach¬ 
liche Shakespeareforschung mehr und mehr auf eine 
exakt-wissenschaftliche Grundlage zu stellen. Ein ge¬ 
naues Wörterverzeichnis (S. 116 —125) macht den Schloss 
des auffallend sauber und zuverlässig gedruckten Werk- 
chens. 

Friedrichsdorf i. T. Ludw\ Proescholdt (f). 


Jo8efB4dier,le roman de Tristan par Thomas po^me 

dn XII e Si^cle. Tome second: Introduction *. Paris, Firmin 
Didot, I9ü5. 8® 462 S. Fr. 12. (Soci^te des anciens textee 
fran<;ais). 

Der zweite Band zerfällt in zwei Teile: der eine 
betrifft das Gedicht des Thomas selbst, der andere seine 
Vorgeschichte, seine unmittelbare Vorlage, weiterhin die 
Tristansage im ganzen Umfang. S. 401—58 enthalten 
ein vollständiges Wörterbuch zu den 3144 Versen des 
ersten Bandes, S. 1-94 erörtern die wichtigsten Thomas 
und die Wiederherstellung seines Gedichtes betreffenden 
Fragen. Der Beschreibung der Handschriften folgt eine 
Abhandlung über Sprache und Verskunst mit dem Er¬ 
gebnis, dass Thomas anglonormännisch schrieb. Im all¬ 
gemeinen wahrt B^dier die Schreibart der Handschriften, 
in der Hauptsache also die der Douce-Handschrift; nur 
wo offenbare Fehler aus dem Zusammenhang, Reim oder 
Vergleich zweier Handschriften sich ergeben, wird der 

‘ l'eber den ersten, den Text enthaltenden Band vgl. 
meine Anzeige im Literaturbtatt XXV 1904, S. 49—63. 

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1907. Literatnrblatt für germanische und romanische Philologie. Nr. 2. 


Text berichtigt. Dass Thomas in England dichtete, geht 
ans mehreren Stellen deutlich hervor; aber dass er ein 
Engländer war, ist dadurch nicht erwiesen. Thomas 
besass literarische Bildung; aber Novatis Behauptung, 
er sei ein Geistlicher gewesen, ist nicht begründet. Die 
Zeit des Tristan fällt zwischen 1155 und 1170, weil 
Waces Brut im Tristan ben&tzt ist und der Tristan 
seinerseits auf Kristians Öliges and Lancelot wirkte. 
Fein und richtig sind die Bemerkungen S. 51 f. über 
die Verschiedenheit des Liebesgedankens im Tristan und 
Lancelot. S. 60 if. charakterisiert B6dier die verschie¬ 
denen Bearbeitungen des Thomasgedichtes: die Saga, 
Gottfried, Sir Tristrem, la Tavola ritonda, das nieder¬ 
fränkische Bruchstück und die Folie Tristan der Douce- 
Handschrift. Vom Sagaschreiber sagt B^dier S. 74: 
„il n’invente gu^re, n’ajoute guere. Ou bien il traduit 
— et litt4ralement — des 6pisodes entiers, ou il sup' 
prime — et radicalement — des ^pisodes entiers. Il 
semble donc, qn’on puisse maintenant dire, que tont ce 
qui est en S, — ou presqne tont — ^tait dans le po^me 
de Thomas; mais la r^ciproque est loin d’etre vraie; 
S a rejet4 plus de la moiti^ des vers de son modele. 
11 a rejet^ nombre d’^pisodes, de faits, d’actes des per- 
sonnages. Mais il a rejet4 ou rednit plus volontiere 
encore pr^cis^ment ce qui faisait le prix du po^me fran- 
qais: ces discours sentimentaux, ces dissertations morales 
Chores ä Thomas, son Emotion, son lyrisme, le jeu mala- 
droit et joli de sa pr^ciosite. Ce que le plus volontiere 
il a snpprim^ de son original, c’en est la po^ie ** Von 
Gottfried urteilt B6dier sehr günstig, wie ja auch Piqnet^ 
soeben in einer besonderen Schrift über Gottfried dessen 
dichterische Begabung sehr hoch einschätzt. Für die 
Benutzung Gottfrieds zur Wiederherstellung der fran- 
züsischen Vorlage müssen zunächst die Entlehnungen aus 
Elilhart festgestellt und abgezogen werden (vgl. S. 81/6). 
Kurz und bündig sind S. 88 ff. auch die Entlehnungen 
znsammengefasst, die die Folie-Douce aus Thomas ent¬ 
hält und die teilweise wörtlich sind. Die Abschnitte 
der Tavola ritonda, die aus Thomas stammen, hat Bödier 
im ersten Band abgedrnckt (vgl. dazu auch II S 91). 
S. 93/4 wird eine möglichst genaue Berechnung der 
Verszabl des Thomasgedichtes angestellt: etwa der sechste 
Teil ist erhalten, der Gesamtumfang betrag ungefähr 
19,500 Verse. 

Die Untersuchungen über die Tristansage haben 
alimählig zu der Ansicht geführt, dass alle uns be¬ 
kannten Fassungen auf ein einheitliches ursprüngliches 
Tristangedicht zurückgehen. Wie das Thomasgedicht 
aus seinen Bearbeitungen wiederhergestellt werden kann, 
80 müssen auch die Grandzüge des alten Tristangedichtes 
erschlossen werden können, sobald wir die uns erhal¬ 
tenen Epen, also Thomas, Eilhart, Berol, den altfran- 
züsischen Prosaroman, die Anspielungen der Berner Hand¬ 
schrift der Folie ins richtige Verhältnis zu einander 
setzen. Dieser Aufgabe sind S. 194—306 gewidmet: 
*determination, Episode par Episode, de la Version donnöe 
par le poöme primitif. Das Verfahren ist dadurch vor- 
gezeichiiet, dass Eilhart und Berol durch eine gemein¬ 
same Zwischenstufe, die übrigen aber selbständig und 
anmittelbar aus dem ürgedicht abstammen. Damit ge¬ 
hört jeder doppelt oder dreifach bezeugte Zug ins alte 
Gedicht, während alle Einzelheiten der verschiedenen 
Bearbeitungen vermutlich Neuerungen sind. Bedier stellt 

^ F. Piquet, roriginalit^ de Gottfried de Strassbourg 
dans son po4me de Tristan et Isolde. Lille 1906. 


zuerst die ‘Concordanzen*, hernach die ‘Varianten* über¬ 
sichtlich zusammen und bespricht in einer jedem Ab¬ 
schnitt nachgestellten ‘Discussion’ die dabei anfgetanch- 
ten Schwierigkeiten. Vor allem war es notwendig, den 
Teil des afz. Prosaromanes, der auf ein altes Tristan¬ 
gedicht zurückgeht, allgemein zugänglich zu machen. 
Das geschieht S. 321—95 durch Aushebung der hierfür 
in Betracht kommenden Abschnitte des Prosaromanes 
nach der Handschrift 103 bezw. 757. Diese Vermehrung 
unsrer Tristanquellen ist unter allen Umständen sehr 
verdienstlich, wenngleich die Ausschaltung der alten und 
ächten Teile des Bomans ans dem Wust der wertlosen 
späten Erfindungen manche Fragen aufwirft, die von 
BMier noch nicht erledigt wurden. 

Man wird Bediers Wiederherstellungsversuch des 
alten Tristangedichts im Ganzen als berechtigt und ge¬ 
langen anerkennen, auch wenn gegen einzelne Ansätze 
Einwände zu erheben sind. Besondere Bedenken habe 
ich beim Abenteuer von den Sensen, an denen Tristan 
und Isolde sich verschneiden, und bei der Geschichte 
vom zweideutigen Gerichtseid Isoldes. Die Sensenfalle 
ist durch Eilhart und den Boman, aber auch durch eine 
von Muret und Bedier nicht erkannte Anspielung bei 
Berols Fortsetzer 3550^2 bezeugt. Bei Eilhart ist die 
Geschichte mit Artus verknüpft, d. h. sie ereignet sich 
bei dem Besuch, den Tristan im Gefolge des Königs 
Artus bei Marke macht (E. 4998—5847). Dieselbe Vor¬ 
aussetzung besteht bei Berols Fortsetzer. Denn Artus, 
von Perinis zum Erscheinen beim Gerichtseid eingeladen, 
lässt der Königin sagen: „membre li de Tespie d’acier, 
qui fu en restache fern: eie savra bien ou ce fu." Das 
ist genau Eilharts „bloch mit wulfesseiszen** (5305). Im 
frz. Prosaroman steht das Sensenabenteuer da, wo die 
andern Quellen vom Mehlstreuen erzählen: bei Tristans 
Sprung bricht seine Wunde auf nnd befieckt Isoldes Bett 
mit Blut. Das blutbefieckte Bett begegnet auch im 
Boman, aber in andrem Zusammenhang (vgl. Bedier II 
S. 354). Den zweideutigen Gerichtseid, den Isolde im 
Beisein des Artus und der Tafelrunde ablegt, erzählt 
Berols Fortsetzer in wilderer ursprünglicherer Fassung 
als Thomas. Durch Eilhart, Berols Fortsetzer und den 
Prosaroman wird also die Sensenfalle durch Berols Fort¬ 
setzer und Thomas der zweideutige Eid als ursprünglich 
erwiesen. Aber wie und wo kamen diese Geschichten 
in den Tristonroman? B6dier S. 265 hält beim Eid 
„une de ces v^g^tations parasites, qui se sont d6ve- 
lopp^es autour de Thistoire*' für möglich. Jedenfalls 
müssen sich die beiden Szenen fester und besser in den 
Zusammenhang des ursprünglichen Bomanes einfügen 
lassen, als es bei Bedier der Fall ist. Gemeinsam ist 
ihnen die Verbindung mit Artus, unter dessen Bittern 
vornehmlich Gauvain mit Tristan sich anfreundet. Dass 
Thomas beim Eid Artus und die Tafelrunde ansschied, 
ist dadurch bedingt, dass bei ihm Artus ein Vorgänger, 
kein Zeitgenosse des Königs Mark ist. Wenn also diese 
Szenen dem Ürgedicht angehörten, so fügten sie sich 
wohl derart in den Zusammenhang, dass Tristan nach 
dem Abschied von Isolde an den Artushof ging, wie bei 
Eilhart. Nach dem Sensenabentener muss er in Isoldes 
Nähe geblieben sein, um ihr beim Eid zu helfen. Man 
muss sich also Eilhart 4994—5857 und Berols Fort¬ 
setzer 3031 fif. hinter einander denken, unter dem von 
Bedier S. 177, 6 „la Separation"* angedeuteten Gedanken. 
Die zwei Artusszenen bildeten den Uebergang zur voll¬ 
ständigen Trennung der Liebenden, die durch Tristans 


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1907. Literatnrblatt für germanische and romanische Philologie. Nr. 2. 


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Vermählnng mit Isoldes Weisshand sich vollzog. Vor¬ 
bereitet sind die Artusszenen schon bei Eilhart-Berol 
(Bedier S. 249 Annr. b), wo Mark Tristan mit einer 
Botschaft an Artus beauftragt. 

Andererseits aber erscheinen die Szenen doch nur 
wie eine überflüssige Wiederholung der Geschichten vom 
Mehlstreuen und von den blutbefleckten Betten sowie 
von der Verurteilung Tristans und Isoldes. Als störende. 
Zusätze erschienen sie wohl auch den Bearbeitern des 
Ui-Tristan, von denen keiner alle diese Szenen zusammen 
und in der ursprünglichen Reihenfolge aufnahm, die viel¬ 
mehr aus der Ueberlieferung eine ziemlich willkürliche 
Auswahl treffen. Artus spielt in der Tristansage keine 
wichtige Rolle, er tritt nur wie eine nachträglich ein¬ 
gestellte Nebenfigur auf. Sollte es sich darum um spä¬ 
tere Einschaltung von Tristanlais handeln, um Erfin¬ 
dungen, die nicht dem alten Tristandichter zur Last 
fallen? Der Zusammenhang der Erzählung würde ent¬ 
schieden nur gewinnen, wenn die Artusszenen fehlten, 
die den sonst so wohlgegliederten Gang der Ereignisse 
störend unterbrechen. Aber auf welcher Stufe der Ceber- 
lieferung kam dann dieser Zuwachs hinzu, der ja durch 
alle uns erhaltenen Vertreter der Tristandichtung durch¬ 
greift? Hier liegt eine noch nicht geklärte Schwierig¬ 
keit vor. 

Die Einstellung von Tristans Narrenverkleidung 
nach Eilhart und der afz. Prosa (Handschrift 103 und 
Drucke) ins Urgedicht, die Bedier S. 482 96 vertei¬ 
digt, scheint mir ebenso bedenklich. Auch hier unter¬ 
bricht diese Folie den Fluss und Zusammenhang der fort¬ 
laufenden Erzählung merklich. Man erkennt deutlich 
die Nähte des späteren Einsatzes. Die Folie war ein 
selbständiges Tristanlai, das ja auch in der Berner und 
Douce-Handschrift vorliegt. Die Berner Folie setzt be¬ 
kanntlich das alte Tristangedicht, die Douce-Folie das 
Thomasgedicht voraus. Von der gemeinsamen Vor¬ 
lage Eilharts und der afz. Prosa wurde die Folie als 
Episode aufgenommen. Mit dieser Ansicht berühren wir 
aber einige Fragen, die noch der Lösung harren und 
von Bedier kaum erwähnt wurden. Die Handschrift 103 
stammt aus dem Ende des 15. Jahrhunderts, der fran¬ 
zösische Prosaroman, dessen übrige Handschriften einen 
frei amgedichteten Schluss bieten, ist um 1230 verfasst. 
Bedier selbst hat zuerst in der Romania 15, 481 ff. die 
enge Zusammengehörigkeit von Eilhart und der afz. 
Prosa 103 erwiesen. In seinem jetzigen Stammbaum 
(II, 309) rückt aber der afz. Prosaroman weit von 
Eilhart ab. Ich glaube, man muss die Handschrift 103 
anders beurteilen als die übrigen alten Teile des Romanes, 
Um 1230 wurde ziemlich frei das alte Tristangedicht 
vom Romanschreiber verwertet, im 15. Jahrhundert be¬ 
richtigte die Vorlage von 103 und den Drucken den 
Schluss des Romans nach der von Bedier II, 309 an¬ 
gesetzten gemeinsamen Vorlage Eilharts und Berols, in 
der das Urgedicht bereits mit Einschaltungen versehen 
war. Eine nachträgliche Einwirkung anderer Tristan¬ 
gedichte auf einzelne Handschriften des Romans kommt 
auch sonst vor, z. B. bei der Tavola ritoiida, wo Stücke 
aus dein Thomasgedicht begegnen. Somit ist das Ver¬ 
hältnis des Prosaromanes zu seinen Vorlagen, worunter 
ich hier nur Tristangedichte meine, weder einfach noch 
einheitlich. 

Bei der Folie w'urde schon die Frage der Tristanlais 
berührt. Bedier II, S. 321 f. behandelt sie nur kurz 
und unvollständig: „parmi ces episodes, les uns peuvent 


repr^senter de tr^s anciens contes, ant6rieurs ä Tarche- 
type; les autres des floraisons plus r6centes, de petites 
poemes episodiques Imagines sur le tard, ecrits, si Tou 
peut dire, aux marges du grand poeme.“ Hier müssen 
wir volle Klarheit gewinnen, auch wegen der Geschichte 
der Tristansage, ob überhaupt vor dem ersten Tristan¬ 
epos Tristanlais bestanden und wie sie beschaflTen waren. 
Jedenfalls haben sie hernach auf die Epen gewirkt, in 
deren Bericht sie aufgenommen wurden, so die Folm 
und noch andere Verkleidungen Tristans in Eilhartu 
Vorlage, so Tristans Mönchtum in der Forsetzung Ulrichs 
von Türheiin zu Gottfrieds Tristan, so endlich die „Nach¬ 
tigallstimme“ aus dem „Domnei des Amanz“ in der 
schönen Neudichtung Bediers Kap. XIII. Bedier ver¬ 
fährt als Poet ganz unwillkürlich genau so wie die 
Nachfolger des ersten Tristandichters im Mittelalter, er 
verknüpft die verschiedenen ihm bekannten Gesamtdar¬ 
stellungen mit einander und schaltet so gut als möglich 
auch einzelne Lais ein. Trotz der verschiedenartigen 
Bestandteile, aus denen er im einzelnen sein Werk zu- 
sammenfügt, gewinnt er durch die gleichmässige Dar¬ 
stellung eine im Ganzen einheitliche und künstlerisch 
wirkende Erzählung. Er beraeistert seinen Stoff durch 
seine persönliche Auffassung, Gliederung und Durch¬ 
führung. 

Der Nachweis eines ursprünglichen Tristangedichtes, 
von dem alle erhaltenon abstamraen, wirkt nach zwei 
Seiten hin klärend. Wir haben ein festes Mass ge¬ 
wonnen, nach dem die Tätigkeit eines jeden einzelnen 
Dichters zu bemessen ist. So hebt sich das Bild des 
Thomas auf diesem Hintergrund vollkommen deutlich ab. 
Wir können feststellen, wo er änderte, was er w^egliess 
und hinzufügte. Am meisten selbständig verfuhr er am 
Anfang des Gedichtes, bei der Geschichte von Riwalin 
und Blanchefleur und bei Tristans Jugendschicksalen 
und in der Mitte, bei der Entdeckung und Trennug 
der Liebenden. Die Veränderungen, die sachlich meist 
nicht glücklich sind und die herbe Wildheit des Ur- 
gedichtes ins Höfisch - romantische abschwächen, lassen 
sich fast immer bis ins Einzelne erkennen und ver¬ 
folgen. Zum andern aber tritt auch die Frage nacli 
dem Ursprung der Tristansage in neues helles Licht, 
wenn dem ersten Tristandichter eine bedeutende selbst¬ 
ständige, schöpferische Tätigkeit zugewiesen werden darf. 
Wir haben jetzt nicht mehr mit einem unbestimmbaren, 
dehnbaren Lieder- und Sagenkreis zu rechnen, aus dem 
die verschiedenen Tristangedichte unabhängig von ein¬ 
ander hervorsprossten, sondern mit dem festen, planvollem 
Gefüge einer umfangreichen und umfassenden Roman- 
dichtung, in der wir das bewusste Kunstwerk eines hoch¬ 
bedeutenden Dichters erkennen, „la cr^ation d’un grand 
poete.“ Von allgemeiner Giltigkeit ist Bediers Schluss¬ 
satz: „dans l’historie des legendes, dites populaires, il 
fallt de moins en moins croire ä la collaboration in- 
stinctive des generations, k I’apport presque inconscient 
de lignees de conteurs anonymes; de plus en plus k 
Faction reflechie, individuelle, de quelqiiea ^crivains 
createurs; et cette vue, moins poetiqiie que l’autre, ou 
moins romantique, est peut-etre plus vraie.“ 

Man wird nun Zeit, Heimat und Quellen diesem 
Romanes festzustellen haben. Um 1154 war er bereits 
vorhanden. Bedier möchte ihn bis 1120, in die Nähe 
der Chanson de Roland hinaufrücken. In der Darstellung 
steht der Ur-Tristan den Chansons de geste viel näher 
als den Ritterromanen. Thomas ersah ja seine vor- 


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1907. Literatnrblatt für germanische und romanische Philologie. Nr. 2. 



nehmste Aufgabe darin, den nrsprünglichen Spielmanns- 
ton auf den höfischen Ton nmznstimmen. Die von Sucliier 
and 6. Paris anfgestellte Behauptung eines altenglischen 
Tristangedichtes muss wohl ganz und gar verworfen 
werden. Auch B^dier bezweifelt ihre Berechtigung. 
Somit bleibt nur die Wahl zwischen einem anglonor- 
männischen und französischen Tristan. Ich möchte letz¬ 
teren vorziehen wegen der den Chansons de geste nächst 
verwandten Darstellungsweise. Damit ist die Möglich¬ 
keit, dass der Verfasser in England dichtete, nicht aus¬ 
geschlossen. 

Der Tristanroman verläuft vom Anfang bis zum 
Ende nach festem Plan, dem die in die Erzählung auf- 
genommenen Märchen, Novellen und antiken Sagenznge 
genau angepasst und unterworfen sind. Die Tristansage 
‘st ein planvolles Gefüge, keine lose, unzusammenhängende 
Novellenreihe. Die Gestaltungskraft des Tristandichters 
bewährt sich gerade in der Verschmelzung der verschie¬ 
denartigen, vorher getrennten und selbständigen Teile 
zn einem neuen Ganzen. Dass die Märchen, Novellen 
and antiken Züge vom Tristandichter selbt zusammen- 
gefasst und verarbeitet, nicht aus keltischen Vorlagen 
geschöpft wurden, kann nicht mehr ernstlich bezweifelt 
werden. Zn den antiken Motiven möchte ich ganz ent¬ 
schieden aber auch die von B^dier gar nicht erwähnte 
Oenonegeschichte zählen, die zusammen mit dem der 
Theseussage entlehnten Segelinotiv den Schluss des Tris- 
lanroraanes bildet. Ueberhaupt lässt sich ein einheit¬ 
licher poetischer^ Gesamtplan in der Umrahmung der 
ganzen Erzählung noch viel deutlicher nach weisen, al 
es durch Bödier geschah. Als wichtigste Frage bleibt 
der keltische Anteil der Tristansage übrig. Denn hi*^ 
liegt doch der Keim und Kern des Tristanromanes. Bedi jr 
arteilt sehr sachlich und vorsichtig. Ein sicheres Ei • 
gebnis ist dabei aber noch nicht erzielt, vor allem noch 
keine bestimmte Begrenzung des keltischen Anteils. Und 
darauf kommt schliesslich alles an, auch die dichterische 
Selbständigkeit des ersten Tristandichters. Auf Grund 
der Namen unterscheidet B^dier einen pik tischen, kym- 
rischen und bretonisch-anglonormännischen Stand der 
Sage. „Tristan de Loonois s’appelait primitivement 
Drostän, fils de Talorc. II etait un h^ros picte, et sa 
legende avait pour berceau et pour premier th^ätre le 
Lothian sur les confins actuels de TAngleterre et de 
l’fecosse, le Murray sur les plateaux de la Haute-^Icosse“ 
(S. 110). Vom kymrischen Stand sagt Bedier S. 116: 
„les Kymry ont adopt6 Drostdn, fils de Talorc, roi du 
Lothian. Ils ont transfere sa legende dans leur propre 
pays pour le mettre en rapport avec le roi Marc de 
Comouailles. Soit que Tristan füt dejä un amoureux 
cel^bre, soit qu’ils aient imagin^ les preiniers de com- 
pleter par Tamour son type heroique, ils ont fait de Ini 
Tamant de la femme du roi Marc.“ Der kymrische Ur¬ 
sprung der Liebessage gilt für erwiesen durch die Triade, 
womach Drystan den Schweinehirten Marchs mit Bot¬ 
schaft an Essylt schickt, um sie zum Stelldichein zu 
iaden, und mittlerweile selbst die Herde hütet und gegen 
Arthur, March, Kei und Bedwyr siegreich verteidigt. 
Diese und andere S. 155/9 zusaramengestellten Szenen 
»md Zuge betrachtet Bedier als eine Art von „Deca- 
ni^ron barbare“, aus dem der erste Tristanroman her¬ 
vorging. Es kamen aber, wie die Namen beweisen, auch 
noch bretonische und französische Einfiüsse hinzu. Den 
Streit über den kymrischen und bretonischen Anteil an 
Tristansage entscheidet Bedier meines Erachtens 


I glücklich. Mit der Eroberung kamen auch viele Bre- 
I tonen nach England. Durch ihre Vermittlung konnten 
I kymrische Stoffe den Anglonormannen zukommen. Daher 
stammt die bretouisch-kymrische Mischung der Tristan¬ 
sage. Der erste Tristandichter lebte und wirkte in der¬ 
selben Umwelt wie Marie de France. 

Neu ist B^diers Gedanken insofern, als die Mit¬ 
wirkung der Bretonen sich erklären lässt, ohne dass 
wir eine Wanderung der kymrischen Tristansage nach 
der Bretagne anzunehmen haben; ferner dass der erste 
Tristandichter sehr wohl ein Franzose gewesen sein kann, 
obwohl er in England dichtete. 

Den bretonischen Einfiuss im Roman halte ich für 
wichtiger als Bödier. Wenn Tristan als Sohn Riwa- 
lins erscheint, wird er damit zum bretonischen Hoch- 
j adel gezählt (vgl. Hertz, Gottfried von Strassburg ^ S. 

I 491). Schon der alte Tristanroman, nicht erst Thomas, 
wie Bedier S. 123 Anm. behauptet, verlegt Tristans 
Vaterland in die Bretagne. Eilliarts Vorlage hielt schwer¬ 
lich Riwalin für einen britischen Fürsten, der zu Lande 
in Marks Königreich kam. Wesentlich und ursprünglich 
ist die Entführung der Blanchefienr zu Schiff und Tristans 
Geburt während der Ueberfahrt, die auch der Tristan 
de Nanteuil erwähnt: „en la mer fustez nez, s’aves 
Tristan ä nom“ (Hertz, Gottfried^ S. 500). Damit kann 
doch wohl nur die Rückfahrt in die Heimat, nach Löon- 
nois in der Bretagne gemeint sein. Im alten Roman 
war vielleicht die Trennung der Liebenden in der Art 
erzählt, dass Tristan von Marks Hof zunächst zu Artus, 
dann heim in die Bretagne fuhr, wobei die Beziehung 
zu Hoel von Carhaix, also wiederum zur Bretague sich 
ergab. Trefflich scheinen mir die gegen G. Paris ge¬ 
richteten Ausführungen S. 152 ff. und 161 ff., dass Geist 
und Gewand der alten Tristandichtnng nicht barbarisch¬ 
keltisch, sondern im Spielmannston der Chansons de geste 
gehalten ist. Der Liebestrank und die ganze Auffassung 
der Ehe widerspricht sogar völlig den keltischen An¬ 
schauungen. Mithin ist der Tristanroman zweifellos eine 
französische Schöpfung. Und dennoch soll ein kymi ischer 
‘Decamerone* vorhanden gewesen sein, worin die Liebe 
Tristans zu Marks Frau in wilden Schwänken behandelt 
wurde. Den in seiner poetischen Erfindung so reichen 
und selbständigen Roman und die kymrische Liebessage 
kann ich mir nicht recht zusammenrdmen. Die kym¬ 
rischen Schwänke in der Mabinogionweise scheinen mir 
immer noch eher verwälschte Nacliklänge französischer 
Romane als umgekehrt. So insbesondere auch die von 
Ivor B. John in den „Transactions of the gnild of gra- 
duates of the university Cardiff“ Wales 1904 veröffent¬ 
lichte wälsche Tristanepisode. S. 125 schreibt Bedier: 
„Rivalin est un nom armoricain, Blanchefienr est un 
nom fran^ais. Les denx personnages forment nii couple 
ins^parable. Ils n’existent que Tun par Tautre, ils ont 
ete inventes Tun pour Tautre, le meme jour: et pour- 
tant. Tun de ces noms a öt^ invente par un homme 
parlant breton, Tautre par un homme parlant fran^ais. 
Ces deux hommes doivent n*en faire qu*un.“ Die pik- 
tisch-kymrische Herkunft des Namens Tristan undi die 
fränkisch-französische des Namens Ishilt > Iselt sind 
sicher erwiesen. Damm ziehe ich für Tristan und Isolde 
denselben Schluss wie Bedier für Riwalin und Blanche- 
fleur. Ich erachte den Liebesroman für eine Schöpfung 
t des ersten Tristandichters. Ich meine, wir müssen eine 
keltische Heldensage mit dem Morholtabenteuer als Mit¬ 
telpunkt und einen französischen Liebesroman mit Iselt zu 

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67 1907. Literatnrblatt für germanische und romanische Philologie. Nr. 2. 68 


unterscheiden suchen. Dann erst werden wir den kel< 
tischen nnd französischen Anteil richtig gegen einander 
abgrenzen. Der Schöpfer der Sage von Tristannnd Isolde, 
der Verfasser des ältesten französischen Tristangedichtes, 
hat den piktisch-kymrischen Eönigssohn znm Helden eines 
tragischen Liehesromanes gemacht. 

Den vortrefflichen, weitaasgreifenden Studien B6diers 
verdanken wir drei wertvolle Ergebnisse: die inhaltlich 
sehr genaue Wiederherstellung des ganzen Thomas¬ 
gedichtes; eine in der Hauptsache richtige Skizze des 
ursprünglichen, allen erhaltenen Fassungen zu Grande 
liegenden Tristangedichtes; eine anregende und frucht¬ 
bare Erörterung über die Entst«)hung dieses Ur-Tristans, 
über das Verhältnis des ersten Tristandichters zu seinen 
Quellen, über den keltischen und französichen Anteil an 
der Tristansage. Der künftigen Forschung sind hiermit 
feste Bichtpunkte gegeben und erreichbare Ziele ge¬ 
wiesen. 

Nachtrag: Zur Ergänzung der obigen Ausführungen 
verweise ich auf meinen Aufsatz über das älteste fran¬ 
zösische Tristangedicht in den neuen Jahrbüchern für 
das klassische Altertum u. s. w. 1906, Bd. 17 S. ö92 ff. 
und auf Zeitschrift für französische Sprache u. Literatar 
Bd. 29 S. 150 ff. Die gesamte Tristandichtung alter und 
neuer Zeit werde ich nächstens in einem besonderen 
Buche (bei S. Hirzel, Leipzig) behandeln. 

Rostock. Wolfgang Golther. 


Louis Thuasne, Etudes siir Rabelais (Sources monasti- 
ques du Boman de Rabelais - Rabelais et Erasme — Ra¬ 
belais et Folengo — Rabelais et Colonna - M^Ianges.) 
[Bibliotb^qne littöraire de la Renaissance] Paris. Kmile 
Bouillon, fediteur. 1904. 8®. XllI u 450 8. fr. 10. 

Wer es unternimmt den verborgenen Quellen eines 
Werkes von dem Bilder- und Gedankenreichtum der Ro¬ 
mane Rabelais’ nachzuforschen. muss sich einer strengen 
Selbstzucht unterwerfen, mit feinem Takt und mit Vor¬ 
sicht Vorgehen; sonst bleibt seine Arbeit ein unterhal¬ 
tendes Spiel. Er muss mit den mühsam angesammelten 
Schätzen znrückhalten und stets mit der Möglichkeit 
eines zufälligen gedanklichen Zusammentreffen verschie¬ 
dener Schriftsteller rechnen, blosse Analogien von wirk¬ 
licher, bewusster oder unbewusster Nachahmung sorg¬ 
fältig zu scheiden suchen. H. Thuasne ist sich der 
Schwierigkeit seiner Aufgabe wohl bewusst nnd definiert 
trefferd die Methode, die bei derartigen Untersuchungen 
anzuwenden ist^ Aber nur wenige von den mit vielem 
Fleiss und umfassender Literaturkenntnis gesammelten 
Stellen ans Erasmus, Folengo, Colonna werden dem vor¬ 
urteilslosen Leser sich als Ausgangspunkt und direkte 
Vorbilder für ähnliche Stellen bei Rabelais aufdrängen. 
Es gilt dies nicht allein von den im ersten Kapitel 
„Sources monastiques du Roman de Rabelais"^ angeführ¬ 
ten Citaten aus Predigern des 15. und 16. Jahrhunderts, 
die allgemeine Klagen über Missstände der Kirche, des 
Mönchtums enthalten. Diese interessanten Bemerkungen 
über R.’s Montage zeigen den Zusammenhang R.’s mit 
dem Mittelalter, von direkter Beeinflussung kann nicht 
die Rede sein. Das folgende Kapitel, Rabelais et Erasme, 
zeigt uns Rabelais in geistiger Gemeinschaft mit dem 
grossen Humanisten. Warum soll aber Rabelais seine 

^ ^On ne pcut arguer d'un emprunt, que si, dans un 
meme theme developpe d’apr^s le meme mode, il se rencontre 
de ces traits particuliers, de ces phrases ou de ces mots typi- 
ques comme le o ter quaterque henti ! qui d^celent soit l’imi- 
tation soit le plagiat.** i,S. 115 Anm.). 


Klagen über die schaudererregenden Zustände in dem 
College de Montaigu, über die „taulpetiers^ und ihre 
neue Auffassung der Ehe (Pantagruel 111, 48) bestimm- 
' ten Stellen in Erasmus Werken entnehmen? Genügt in 
I dem einen Falle die Anschauung und Erfahrung nicht 
I und wissen wir nicht andererseits, dass Rabelais durch 
seine Freundschaft mit Tiraqueau, dem Verfasser von 
„de legibus connubialibus", über die Ehefragen wohl 
unterrichtet war? Pantagr. III, 21, 22 wird erzählt 
wie der Dichter Raminogrobis die Mönche von seinem 
Sterbebett forttreibt und sie mit Fliegen und bunten 
: Tieren wegen der Farbe ihrer Kutten vergleicht. Eras- 
I raus gebraucht zwar ein ähnliches Bild; derselbe Ver¬ 
gleich wird aber in dem „Journal de Louyse de Savoie^ 
nachgewiesen und später (S. 204) sehen wir Folengo 
I ganz ähnlich die „fratres“ nach der Farbe ihrer Ge- 
I wänder komisch in Gruppen einteilen. Der naheliegende 
I Scherz über die bunten Scharen der Mönche war also 
I Erasmus^ nicht eigen. Nicht besser steht es mit dem 
i nächsten Kapitel „Rabelais et Folengo^, in dem man 
I einen Hinweis auf Heinrich Schneegans’ Bemerkungen 
in seiner „Geschichte der grotesken Satire*^ vermisst 
Das Kapitel über „Rabelais et Colonna^ enthält kaum 
mehr als was bereits in der Arbeit von Söltoft-Jensen 
(Rev. d’hist. litt, de la Fr. Bd. III) über das Verhältnis 
: des Rabelais’schen Romans zum „Traum des Poliphilus^ 

' mitgeteilt ist^. Unter ^den zahlreichen Citaten findet 
I sich jedoch mancher wertvolle Hinweis auf wahrschein- 
I liehe Vorbilder Rabelais’. So erinnert die glänzende 
i Schilderung der Rüstungen der Koriflthier (III. Prol.) 

> an eine ähnlich bewegte Darstellung im Baldo. —• Aus 
, der scheinbar erdrückenden Menge von Parallelstelleni 
I die Thuasne und Delarnelle anführen, schliessen beide 
Kritiker, dass Rabelais vor allem ein „splendide metteur 
en Oeuvre de lieux communs“ ist (Delarnelle). Dass 
I Erasmus auf Rabelais mächtig eingewirkt hat, liegt 
ausser Zweifel und ist von Rabelais selbst freudig be¬ 
kannt worden; von Delarnelle ist nachgewiesen worden, 
dass zahlreiche Citate Rabelais’ ans antiken Schriftstel¬ 
lern den Werken des Erasmus entnommen sind. Rabe¬ 
lais teilte die humane Anschauung seines Meisters, den 
Abscheu gegen frevelhafte Eroberungskriege. Waren 
aber diese Anschauungen von den Herrscherpflichten und 
Menschenrechten, zur Zeit Rabelais’ „lieax communs^? 
Es brauchte die Arbeit eines Jahrhunderts und blutige 
Umwälzungen um sie dazu zu machen. Bei Rabelais 
sind sie nicht vorübergehende geistreiche Einfälle, sie 
hängen mit seinem innersten Wesen zusammen, sie stim¬ 
men zu dem Charakter des Meisters des „pantagru61is- 
me“, des Erbauers von TheUme, Ist er zu diesen Ideen 
durch den geistigen Umgang mit Erasmas angeregt wor¬ 
den, so hat er sie sich vollständig zu eigen gemacht, 
er hat ihnen den Stempel seiner Eigenart aufgedrückt. 
Es mag von Anregungen, Beeinflussung gesprochen wer- 
I den, von Nachahmung nur in bestimmten Fällen, ganz 
abgesehen von den Anekdoten, Sentenzen, die Rabelais 
direkt oder über Erasmas den Alten entlehnt. Vergleicht 
I man die Stellen in Rabelais’ Romanen mit den von 
I Thuasne' angeführten Parallelstellen bei Erasmus oder 

‘ Die Ausfübrangen Thuasne's decken sich z. T. mit den 
Resultaten einer gleichzeitig erschienenen Arbeit von Dela- 
i melle (R. d’h. lit. de la France 1904 ) Ce que R. doit ä Eras- 
' me et ä Bud^“. deren Verfasser jedoch vorsichtiger und me- 
1 thodischer vorgeht. 

I * Auf die Frage der Authenticität des fünften Baches 
t gebt Thuasne nicht ein. 


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1907. Literatnrblatt für germanische und romanische Philologie. Nr. 2. 


70 


bei Foleugo, so""fällt die Originalität Rahelais’ auf. Gibt 
der bedächtige Humanist seinen Gedanken die Form einer 
geistvollen Plauderei oder einer ernsten sittlichen Er¬ 
mahnung, so finden wir bei Rabelais ähnliche Motive künst¬ 
lerisch belebt, die Bilder häufen sich, der ganze Strom 
des Witzes, der grotesken Einfälle ergiesst sich über die 
Darstellung; was Folengo mit dem Auge des Realisten 
sieht und meisterhaft schildert, erhält bei Rabelais eine 
tiefere Bedeutung, einen unerwartet neuen vSinn. — Trotz 
der Einwände, die man gegen die Schlussfolgerungen des 
Verfassers erheben kann, wird man aus seiner Arbeit 
grossen Nutzen ziehen ; die zahlreichen Belegstellen aus 
z. T. entlegenen Schriftstellern gestatten uns Rabelais 
in die geistige Atmosphäre seiner Zeit zu stellen und 
zeigen ihn unter den Besten und den Vorkämpfern jener 
ersten siegesbewussten Epoche der Renaissance. — Die 
letzten Abschnitte „Melanges“ und „Appendices“ beziehen 
sich auf einzelne Kapitel der Romane Rabelais und Epi¬ 
soden seines Lebens; ich hebe hervor die lehrreichen 
Ausführungen über die Rede des „escolier limousin“ und 
ähnliche Verspottungen der „escumeurs de latin“ bei 
Geofroy Tory und in einer scherzhaften, „Littera Phi- 
lippi“ betitelten Stilprobe eines Anonymus aus den letzten 
Jahrea des 15. Jahrh.s, die Darstellung der Angriffe des 
Protestanten Jean Voulte gegen Rabelais, des Streites 
zwischen Rabelais und Calvin ^ Leider fehlt ein In¬ 
haltsverzeichnis, das den Gebrauch des seltsam kompo¬ 
nierten Buches mit seinem reichen in Anmerkungen, 
Nachträgen und Zusätzen zerstreuten Material wesentlich 
erleichtern würde. 

Heidelberg. F. Ed. Schn^egans. 


Francesco Torraca, La diviua Commedia di Dante 
Alighieri, nuovamente commentata. Koma-Milano, Societä 
editrice Dante Alighieri 1905. Vlll u. 653 S. 8'\ L. 4.50, 

Von allen Dante-Kommentaren, die ich kenne, ist 
dieser der erfreulichste. Er bedeutet eine neue Wendung 
in der Kunst des Kommentierens; er ist für <lie italie¬ 
nischen Schulen bestimmt und wird ihnen gewiss die 
trefflichsten Dienste leisten. Der zaghaften Gelehrsam¬ 
keit, die keinen strittigen Punkt zu entscheiden, kein 
falsch gestelltes oder veraltetes Problem unter den 
Tisch zu werfen, keine Torheit, die von mittelalterlichen 
Kommentatoren behauptet wurde, totznschweigen wagte, 
ist hier ein energisches Ende gemacht. Alle Polemik 
ist verbannt. Kurz, die Dante-Erklärung ä la Scartazzini 
ist überwunden — womit ich gewiss nicht behaupten 
möchte, dass Scartazzini dem Spezialisten nützlich zu 
sein aufgehört habe. Aber erfreulich war er nie. In¬ 
dem Torraca die allegorische Erklärung, die er aus dem 
Gang des Gedichtes selbst herauswachsen lässt und nicht 
gewaltsam vorwegnimmt, tunlichst beschränkt, gewinnt 
er Raum für seine ausserordentlich feinsinnigen sprach¬ 
lichen und stilistischen Erläuterungen. Ich wüsste keinen 
andern Kommentar, in welchem die Sprache des Dichters 
nach ihrer zeitlichen Bedingtheit sowohl wie nach ihrer 
Eigenart verständnisvoller gewürdigt wäre. Sogar auf 
Metrum und Betonung wird überall hingewiesen, wo 


^ Thuasnc sieht mit rnrccht in der Schrift ('alvins ..(’ontre 
la Secte phantastique et farieuse des libertins qui se nomment 
'^piritiiels" Anspielungen auf Thrleme und .fais ce que voul- 
dras*. Calvin richtet sich offenbar gegen die christliche Secte 
der -Spirituels’^, die bei Margarethe von Navarra und dem 
Kreise von Xörac Schutz gefunden hatte, s. die Ausführungen 
von Ang. .Tiindt: Hist, du panthüisme au moyen äge et au 
16. siede 1875. Cap. 111. 1 


etwas Besonderes vorliegt. Kurz, der Dichter kommt 
endlich zu seinem Recht. Zeitgenössische Stilmuster, 
Legenden und Chroniken werden beigezogen, sodass sich 
der Leser in mittelalterliche Atmosphäre versetzt fühlt. 
Trotz der sparsamen und guten Auswahl, trotz der lapi¬ 
daren Kürze, die sich Torraca auferlegt, ist sein Kom¬ 
mentar zu gewaltigen Dimensionen angeschwollen. Die 
bisher erschienen enggedruckten 633 Seiten enthalten 
erst das Inferno und Purgatorio, das Paradiso soll im 
Laufe dieses Jahres ausgegeben werden.* Möge dieses 
Werk ernster, liebevoller und durchaus selbständiger 
Vertiefung in den Geist der Danteschen Dichtung uns 
bald vollendet vorliegen! 

Heidelberg. Karl Vossler. 


Adele Vitagliano, Storia della poesia estemporanea 

nella letteratara italiana — dalle origini ai nostri giorni. 

Koma, Ermanno Loescher 1905. XVII und 268 S. gr. 8®. 

Lire 5. 

In keiner anderen Literatur des Abendlandes lassen 
sich die Eigenarten und Abarten der Stegreifdichtung 
besser verfolgen als in der italienischen, wo die Poesia 
estemporanea mit einer staunenswerten Fülle der Formen 
auftritt und von den ältesten Zeiten bis auf den heutigen 
Tag sich ununterbrochen behauptet und sich die rück¬ 
haltlose Bewunderung so ernster und kritischer Leute 
wie Parini, Alfieri und Manzoni errungen hat. Der leb¬ 
hafte Italiener mit seinem ausgeprägten Formtalent ist 
ein geborener Improvisator und hat unter den verschieden¬ 
artigsten Kulturbedingungen diese Anlage niemals ver¬ 
leugnen können. Selbst die bildenden Künste mit ihrem 
schweren technischen Apparat hat er zur Improvisation 
gezwungen und z. B. im Fresco eine Pittura estein- 
poranea geschaffen. Für die Psychologie der Stegreif¬ 
dichtung wäre es von Vorteil gewesen, wenn die Ver¬ 
fasserin auch auf diese Dinge ihr Augenmerk gerichtet 
hätte. Zunächst aber hat sie wohl daran gethan, ihren 
weiten und flüssigen Stoff so scharf wie möglich zu um¬ 
grenzen. Sie will nur diejenige Stegreifdichtung be¬ 
trachten, die als bewusste literarische Gattung im Gegen¬ 
satz zu der Poesia pensata oder nieditaia auftritt. Da¬ 
mit ist eigentlich die ganze volkstümliche Improvisation, 
der, wie man mit einem nicht eben glücklichen Ausdruck 
zu sagen pflegt, das „Unbewusste“ anhaftet, ausgeschlos¬ 
sen. Trotzdem wird ein kurzes Wort auch über diese 
spontanen Anfänge der Stegreifdichtung voraufgeschickt. 
Hätte die Verfasserin die zahlreichen Arbeiten moderner 
Folkloristen und Völkerpsychologen, und, um ein grund¬ 
legendes, wenn auch durchaus nicht ein wandsfreies Werk 
zu nennen, Büchers Arbeit und Rhythmus zu Rate ge¬ 
zogen, so wäre ihr einleitendes Kapitel etw’as weniger 
unbestimmt und phantastisch ausgefallen. 

Ob und inwiefern die provenzalischen Trobadors und 
ihre „sizilianischen“ Nachahmer Improvisatoren waren, 
ist eine Frage, die erst noch näher untersucht, aber 
nicht ohne weiteres bejaht werden dürfte. Das Par- 
timen und Joc partit ist von der Verf. gar nicht in 
Betracht gezogen worden. Den ersten namhaften italie¬ 
nischen Stegreifdichter findet sie in Jacopone äa Todi 
und anderen franziskanischen „Spielleuten des Herrn“. 
Es folgt Antonio Pucci und die Schar der epischen und 
didaktisch-politischen Bänkelsänger in den Städten Tos- 

‘ Das .Tahr 1906 jiat indess die erste Hälfte des Paradiso 
gebracht. 


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1907. Literatorblatt für germanische und romanische Philologie. Nr. 2. 


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canas and Oberitaliens. Die Namen, die Sparen and 
Zeagnisse lassen sieb noch bedentend vermehren ^ 

Die Qnellen der hamanistischen, griechischen und 
italienischen Improvisation (Filelfo, Pico della Miran- 
dola, Poliziano etc.) hätten besonders untersucht za wer¬ 
den verdient. Mir scheint, dass sich hier zwei ver¬ 
schiedene Zweige vereinigen: die Tradition der vulgären 
Stegreifdichtung lyrischen und epischen Charakters er¬ 
hält einen starken Zufluss klassischer and vorwiegend 
bukolischer Improvisation. Die Eclogen Virgils mögen 
hier vorbildlich gewesen sein. Aehnlich lässt schon Boc¬ 
caccio im Ämeto und später Sanazzaro in der Arcadia 
seine Hirten in improvisierten Wechsel- und Wett-Gesängen 
sich ergehen. Dieses literarische Spiel auf dem Papier 
scheint nun von den Hamanisten aach frühe schon in 
Wirklichkeit amgesetzt and durch tatsächliche Improvi¬ 
sation sozusagen inszeniert worden zu sein. Wie ich mir 
denn überhaupt die Liebe dieser gelehrten Leute zur 
Volksdichtung, wenn auch nicht ausschliesslich, so doch 
grossenteils nur auf dem Umweg über die antiken Buko¬ 
liker und Idylliker recht erhlären kann. An dieser Stelle 
als einem historisch entscheidenden Punkte hätte die 
Untersuchung viel kräftiger eindringen müssen. Mit der 
an und für sich richtigen Bemerkung: tuttavia i pas- 
saggi dai canterini putzzaiuoll a quelli giä mezzo au- 
lici e cortigiuni, sono a gradi infiniti e quasi Insert- 
sibili (S. 31) wird das Problem nur verdeckt, aber nicht 
gelöst. — Vermutlich hängt auch die maccheronische 
Dichtung in ihren Anfängen mit der Improvisation zu¬ 
sammen. — Kurz die ganze Geschichte der Stegreif¬ 
dichtung im Mittelalter und in der Renaissance muss ab 
ovo noch einmal gemacht werden. 

Weit besser unterrichtet zeigt sich die Verf. über 
die Improvisatoren der Neuzeit. Hier liegt der Schwer¬ 
punkt und der Wert ihrer Arbeit, und hier habe ich im 
ganzen nur Neues von ihr lernen können. — Der Erste, 
von dem wir bis jetzt wissen, dass er über vorgeschlagene 
Themata improvisierte, ist Cristoforo de* Sordi, genannt 
il Cieco di Forli, zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Wenn 
inan vom Hofe Leos des X., vom Unico Aretino (Ber- 
nardo Accolti) und von der Commedia deW Arte, über 
die uns eine besondere Arbeit versprochen wird, absieht, 
so tritt im übrigen die Stegreifdichtung im Laufe des 
Cinquecento mehr und mehr in den Hintergrund. Sie 
findet einen hervorragenden Vertreter erst wieder in 
Bernardino Perfetti, der 1725 auf dem Kapitol zum 
Dichter gekrönt wird^. Regelrecht organisiert wurde 
die Stegreifdichtung durch die Gründung einer Accadernia 
d' intprowisazione in Rom, die alsbald mit der Arcadia 
zu einem Ganzen verschmolz (Crescimbeni, Commeiitari, 
vol. I, III). Und nun zieht eine lange Reihe der merk¬ 
würdigsten Figuren, die in klaren Umrissen mit Liebe 
und feinem Verständnis gezeichnet sind, an uns vorüber: 
Bartoloraeo Lorenzi, Gorilla Olimpica, Teresa Bandettini, 
Francesco Gianni und viele Andere. Von den wichtig¬ 
sten werden interessante Proben mitgeteilt. — Mit Tom- 
maso Sgricci wagt sich die Improvisation sogar an die 
historische Tragödie heran; und schliesslich tritt sie in 
der . bewegten Zeit des Risorgimento aus ihrer akademi- 

‘ Einige Ergänzungen z. B. in Burckhardts Kultur der 
Renaissance, Bd. II, Excurs LXXXIX. 

* Dass Metastasio den Perfetti um diesen Lorbeer be¬ 
neidet habe, ist nicht richtig, denn dieselbe Ehre ist auch 
ihm angetragen worden, und sein abschätziges Urteil über 
Perfetti findet sich gerade in jenem Briefe (1761, nicht 1766) 
wo er die Einladung zurückweist. 


scheu Sphäre heraus uud zieht durch alle Städte Italiens, 
um mit begeisterter Empöruug und unter unendlichem 
Jubel das Lied der Freiheit zu singen. Die heroischen 
Töne eines Gabriele Rossetti und Giuseppe Regaldi and 
die hingebungsvollen Lieder der Giannina Milli haben 
durch den hoben Zweck, dem sie dienten, das arkadische 
Odium, das auf der Stegreifdichtung der vergangenen 
Tage lastet, hinweggenommen. Das müssige und oft 
grausame Spiel ist auf kurze Zeit wenigstens zu einer 
blanken Waffe im politischen Kampfe geworden — hat 
sich jetzt aber wieder vor dem Licht des modernen Tages 
in die dumpfen Räume der italienischen Dichterakademien, 
die noch immer nicht sterben können, verkrochen. 

Ganz besonderes Lob endlich verdienen die Kapitel 
X und XVII, wo die Verf. die kulturellen und psychi¬ 
schen Bedingungen studiert, die der Stegreifdichtung 
besonders günstig waren. Man kann ihr zu der Reife, 
Schärfe und Klarheit des Urteils, die in einer Erstlings¬ 
arbeit überraschen muss, nur Glück wünschen. Einen 
näheren Bericht über diese trefflichen Ausführungen ver¬ 
sage ich mir, denn es wird sie doch jeder, der sich mit 
dem Phänomen der Stegreifdichtung beschäftigt, im Ori¬ 
ginale lesen müssen. — Schade dass der Druck nicht mit 
der nötigen Sorgfalt überwacht wurde. 

Heidelberg. Karl Vossler. 


Pn^icaria, Sextil, Stndii si notite etimologice. Etimo- 
logii. Bucure^ti, Atelierele grafice I. V. Socecu 1905 (Ex¬ 
tras din „Convorbiri literare“). 32 S. 8®. 

Unter diesem bescheidenen Titel bergen sich ausser 
einer Anzalil Etymologien, die neuerlich von dem Scharf¬ 
sinne des Verfassers Zeugnis ablegen, auch mehrere 
wichtige Beiträge zur Lautlehre des Rumänischen. 

Das lat. 1 wurde bekanntlich auf zwei verschiedene 
Arten gesprochen, wie die Angaben der Grammatiker 
und auch die weitere Entwicklung in den rom. Sprachen 
(über diese s. besonders Meyer-Lübke, Einf., § 128) 
lehren: es hatte einen sonus tenuis oder exilis am An¬ 
fänge der Wörter, den sonus plenus oder pinguis zwischen 
Vokalen; geminiertes 1 hatte immer jenen. Das griechische 
X zwischen Vokalen muss dagegen, wie aus dem Schick¬ 
sale von y.apijXoq geschlossen werden kann, den sonus 
exilis gehabt haben, d. h. es muss für das Vulgl. dem 
lat. 11 gleichgestellt gewesen sein. Von diesen bekannten 
Tatsachen ausgehend stellt nun P. (S. 14) die Chrono¬ 
logie des Wandels des intervok. 1 zu r im Rum. fest. 
Eine relative Zeitbestimmung gestattet nach ihm der 
Vergleich zwischen linum > /'m (maz.) > in (dak.) mit 
felice > ferice. Aus diesem Verhältnisse schliesst P., 
dass der Wandel des intervok. 1 zu r älter sein müsse 
als der des anlautenden li zu Vi (denn sonst hätte man 
ja auch * feice haben müssen). Dieser Schluss ist aber 
nicht zwingend. Denn da eben anl. 1 den sonus exilis, 
interv. aber den s. pinguis hatte, so handelt es sich hier 
um zwei verschiedene 1; jenes, das vermutlich weiter 
vorne artikuliert wurde, konnte dem palatalisierenden 
Einflüsse des i nicht standhalten; dieses, das weiter hinten 
im Munde gesprochen wurde, konnte ihm widerstehen 
und mit den anderen interv. 1 zu r werden (gallina da¬ 
gegen ergab gäinä: 11 wurde wie anlaut. 1 behandelt). 
Wenn ich nun auch diesen Schluss P.s nicht als be¬ 
weiskräftig ansehen kann, so folge ich ihm umso «lieber 
bei seinem Versuche, die Chronologie des Wandels von 
1 zu r absolut festzustellen. Er stützt sich auf die Ge¬ 
schichte des Wortes basilica. An der Hand eines Ar- 


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1907. Literaturblatt für germanische and romanische Philologie. Nr. 2. 


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tikels von Kretschmer in der Zschr. f. vergl. Sprachf. 
(1905, S. 539 ff.) zeigt er, dass basilica für „Kirche“ 
um die Mitte des 4. Jahrh. volkstümlich wurde; etwa 
im 7. Jahrh. verschwand es wieder aus der allgemeinen 
Sprache: nur im Osten (rum. rät.) blieb es als der üb¬ 
liche Ausdruck bestehen, während die anderen rom. 
Sprachen ecclesia dafür verwenden. Daraus ergibt sich 
nun, dass zur Zeit, als basilica ins Romanische Dakiens 
aufgenommen wurde, der Wandel von 1 zu r noch nicht 
eingetreten sein konnte. Da ferner die späteren Lehn¬ 
wörter aus dem Griech. und aus dem Slaw. das 1 be¬ 
wahren, so kann man jenen Lautwandel für die Zeit 
zwischen dem 4. bis zum 7. Jahrh. festsetzen. Es er¬ 
gibt sich weiter daraus — was P. nicht anftthrt, aber 
ohne Zweifel meint —, dass entweder vor jener Zeit das 
griech. 1 noch nicht den sonns exilis gehabt habe, oder 
dass basilica und ähnliche Wörter so stark romanisiert 
worden seien, dass sie sich dem Lautstande des Lat. 
angepasst hatten. Gegen die erste Alternative spricht 
die Entwicklung von im Romanischen. Es gibt 

noch eine Anzahl griech. Lehnwörter jener ältesten 
Schicht im Rum., so Nicoarä Nixalag (gegen Nicolae. 
das natürlich durch slaw. Vermittlung aufgenommen 
wurde) und maz. Särunä Saloniki. Aus der Entwick¬ 
lung dieses Städtenamens zieht P. den Schluss, dass in 
der Zeit vom 4. bis zum 7. Jahrh. in dieser Stadt oder 
in ihrer nächsten Umgebung Rumänen gewohnt haben. 

Anschliessend an diese scharfsinnigen Schlüsse, die 
von bekannten Tatsachen ausgehen, bringt dann P. einen 
neuen Beitrag zur rom. Lautlehre. Bekanntlich zeigt 
es sich häufig, dass an Stelle eines erwarteten i (aus 
lat. i) ein statt e (aus vulg. lat. e, i) ein ä erscheint, 
z. B. rtd rideo, ran reus. Man hat die Ursache dieser 
Verdumpfunng längst in dem vorausgehenden r gesucht, 
dabei aber freilich nicht erklären können, warum sie 
z. B. in frig^ greü u. a. nicht eingetreten sei. P. meint 
nun (S. 20), da r zweierlei Wirkung ausübe, so habe 
man es eben mit zwei Arten von r zu tun. Er gruppiert 
die Beispiele und kommt zu dem Schlüsse, dass r, ganz 
parallel dem 1, je nach der Stellung ganz verschiedene 
Aussprache gehabt haben müsse. Die Trübung der Vo¬ 
kale trete nämlich ein nach anlautendem r und nach 
rr, nicht aber nach inlautendem r (auch dem aus 1 
entstandenen) und nach Kons. + r. Das r sei also in 
jener Stellung anders gesprochen worden als in dieser 
und zwar sei jenes „aller W^ahrscheinlichkeit nach“ mit 
Energie, mit stärkerer Schwingung gesprochen worden. 
Ich glaube nun zwar nicht (trotz des vom Verfasser 
angeführten phonetischen Experiments), dass hierin der 
Unterschied zwischen den beiden r zu suchen sei; mir 
scheint eher, dass die Zurückziehung der Zunge bei der 
Artikulation des folgenden Vokals (die sich eben akustisch 
als „Trübung“ äussert) auf eine Verschiedenheit der bei 
der Bildung des r tätigen!Zungenstelle schliessen lasse. 
Sei dem wie immer, festzuhalten ist, dass der Paralle¬ 
lismus in der Entwicklung zwischen 1 und r nur schein¬ 
bar ist und sich auf das rein änsserliclie Moment be¬ 
schränkt, dass jedes der beiden zwei verschiedene Laute 
einer früheren Sprachperiode fortsetzt. Dagegen besteht 
der Unterschied, dass sich diese Zweiheit bei 1 in der 
Entwicklung des Konsonanten selbst offenbart, bei r aber 
in der Wirkung auf den darauf folgenden Vokal. Es 
scheint aber, dass trotzdem P. mit seiner geistreichen 
Vermutung das Richtige getroffen habe. Eine — übrigens 
nicht bedeutende — Anzahl von Wörtern, die dem anf- 


gestellten Lautgesetze widersprechen, erklärt der Verf. 
völlig befriedigend durch Analogiewirkungen. Nur wenige 
entziehen sich für ihn einer Erklärung, nämlich 1) strtgy 
stric (neben strig, stric), straqinä (neben streqinä) 
2) siringy sMml, fringhie, fnü, 3) prorf, pradä. Ich 
glaube, dass bei den unter 2) angeführten der Nasal die 
Trübung herbeigeftthrt hat; die Annahme P.s, dass 
die Ursache davon in dem anlautenden s- liege, scheint 
mir schon aus phonetischen Gründen unhaltbar; die an¬ 
gezogenen Parallelen 5m, singut% sint^ siifig zeigen 
ebenfalls Nasal nach i; — pradä darf man wohl als 
postverbal auffassen (vgl. span.prea, Meyer-Lübke, RGr. 
I § 437). Es blieben also nur die unter 1) zusammen¬ 
gestellten Wörter, die sich einer Erklärung entziehen; 
möglicherweise lassen sie sich durch Einfluss sinnver¬ 
wandter Wörter deuten nach Art der von P. auf S. 13 
Anm. angeführten. 

Die interessanten Etymologien, die den übrigen In¬ 
halt der Schrift bilden, mögen kurz hier angegeben 
werden. Ar. marat „arm“ male habitu; buk. nasut 
„naseweis“ nasutu; bih niner „verzärtle“ ninnilo oder 
ninnino; megf. nuXh „begegne“ inobvio; pup „Kuss“ zu 
ital. poppa u. s. w.; bau. rapag „Schlittschuhlaufen“ 
rapidu (eine Reihe anderer Beispiele für diesen Suffix¬ 
wechsel werden angeführt); refec (in 7aü pe cineva la 
refec „durchprügeln“) postverbal zu refricare mit dissi- 
milatorischem Falle des r; refez „stutze“ recaediu- mit 
Dissimilation; nicht sehr glaublich trotz der angeführten 
Parallele; spariu expariare „in der Paarung begriffene 
Tiere trennen“ dann „erschrecken“, ansprechend; sprih 
jesc für gewöhnlicheres spuzesc Vermischung vou spuzä 
spodium mit spruna aus pruna, das seinerseits sein 5- 
von jenem bezogen hat; megl. suiVedz „schere die 
Schafe an Hals, Bauch und Schwanz“ subilio; megl. 
surin „sonniger Ort“ solinu; ^rm „Ufer“: das Verhält¬ 
nis zu terminu wird erörtert; tusina „stutzen“ von 
tonsionare, nti.^wä „Ameisenhaufen“ mistione; megl. 
uorbU'OcVu „seitlicher Teil des Auges unter der Schläfe“ 
orbis oculi; urlu „erhebe mich“ orulo (von orior) wie 
urc von oricare; vintricel ventricellu, das im Lat. be¬ 
legt wird; vioarä „Geige“ viula (gleichsam das „leb¬ 
hafte, lustige Instrument“); afz. vielle würde vivella vor¬ 
aussetzen; lautgesetzlich wären prov. viula, rum. vioarä 
(über viurä, Conv. lit. XXXV, 819 ff.); port. span. ital. 
viola, frz. viole wären Lehnwörter. Aber das aspan. 
vihuela, das P. nicht anführt, stösst seine Aufstellung 
um, wenn man nicht etwa darin eine falsche Hispani- 
sierung eines prov. Wortes sehen will; dafür ist aber 
schwerlich ein Grund vorhanden. 

Wien. Adolf Zauner. 


Zeitschriften u. ä. 

Studi Medievali II, 1: Oliv. M. Johnston. The Story of the 
Bliie Bird and the Lay of Yonec. — A. F. Masst'‘ra, An- 
cora dei codici di rime volgari adoperati da G. M. Barbieri. 
— Ces. Foligno, Epistole inedite di Lovato de’Lovati e 
d'altri a lui. — Sant Dchoncdotti. T^n tra^t.-itc^lo del 
sec. XIV sopra la poesia inusicalf. — Ant. de Stefano, 
Un nuovo testo della Nohla Leiron. — Ach. Pellizzari, 
Su la pin aiitica testimonianza dell’esistenza del volgare 
nelle Gallie. — Franc. Xovati, Per la mia interpretazione 
(risposta ad A. Pellizzari). — (Giiseppe (’avatorti. l'n epi- 
granima di Marziale da secoli confnso fra le poesie di Mar- 
hudo. — G. A. (jarufi, La piü antica tirnia autografa di 
Pier della Vigna. — R. S.. Gano Tosi da Pisa. — F. N., 
Sonetti latini e seinilatini nel trecento. — Art. Ferretto. 
Docunienti intocrno ai trovatori Percivalle e Simone Doria 


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75 


1907. Literaturblatt für germanische und romanische Philologie. Nr. 2. 


70 


(Continua). — Bullettino hibliografico (R. Renier). — f John 
Schmitt (cenno necrologico). 

Die Neueren Sprachen XIV, 9: M. Walter. Aneignung u. 
Verarbeitung des Wortschatzes im neusprachlichen Unter¬ 
richt.— H. Smith, English Bovs’ Fiction. 111. — Berichte: 
Harnisch, Jahresbericht des Vereins für neuere Sprachen 
zu Kassel. — ('. Scriba, Bericht über das X. Vereinsjahr j 
des Neuphilologischen Vereins zu Bremen. — Besprechungen: | 
Willib. Klatt, K. Böddeker, Die wichtigsten Erscheinungen , 
der französischen Grammatik; ders., Das Verbum im französ. 
Unterricht; S. Alge und W. Rippmann, Leeons de fran(;ais 
basees sur les tableaux de Holzel; Henri Quayzin, Premieres 
lectures h Tusage des ecoles sup^rieures de jeunes filles. — j 
B. Meyer-Harder, Methode Pommeret. 1. u. 2. Teil; Du- 
cotterd, Die Anschauung auf den Elementarunterricht der 
französischen Sprache angewendet. Dazu Lehrerheft; Eberle, 
Amüsements dans l’^tude du francais; Stahl, Maroussia 
(Wespyj; Sardeau, Madeleine {(iürke). — O. Roll, 1. Dr. i 
Friedr. Glauning, Lehrbuch der engl. Sprache; 2 H. Runge, | 
Engl. Gespräche (English Dialogues) od. Engl. Konversations¬ 
schule; 3. W. Dickhuth, Uebungsstoff u Grammatik für den ' 
englisch. Anfangsunterricht. I. Formenlehre.— B. Eggert, ! 
Walter Rippmann, A First English Book. — H. Kling- , 
har dt, E. Brandenburg u. C. Dunker, The English Clerk. — | 
Seb. Schwarz, G. Eskuche, Deutsche Sprachlehre u. Lite- 
raturgeschichte; Freytags Schulausgaben: Fr. Cllsperger, l 
Schillers Wallenstein; M. Maulik, Lessings Laokoon; E. I 
Aelschker, Schillers Maria Stuart; Graesers Schulausgaben: 

E. Castle, Schillers Wallenstein; Fr. Prosch, J..essings Na- ' 
than; 0. Lyon, Deutsche Dichter des neunzehnten Jahr¬ 
hunderts. Nr. 11—20; Colmar Schumann. Lübecker Spiel- 
und Rätsel huch. — Vermischtes: W. Grote, Das London 
zur Zeit der Königin Elisabeth in deutscher Beleuchtung. 
II. — W. V., Nachklänge vom Münchener Neuphilologentag. 

I. — W. V., Natalie Wickerhauser f» — Lehrergesuch. 

Modern Langnage Notes XXII, l: Broadus. Addison’s Dis- 
course on Ancient and Modern Leariiing. — Gerber, All 
of the Five Fictitions Italian Editions of Writings of Machia- 
velli and Three of Those of Pietro Aretino printed by John , 
Wolfe of London 1584-1588. — Morrison, The French Novel 
of Intrigue from 1150-1300. 11. — Brun er. The Subsequent 
Union of Dying Dramatic Lovers. — Klein, A Rabbinical , 
Analogue to Patelin. — Be am, Richard Strauss’ Salome and 
Heine’s Atta Troll. — Reviews: Fitzmaurice-Kelly, Me- 
nendez y Pelayo, Origines de la Novela. — Hamelius. 
Cohen, Histoire de la Mise en scene dans le Theätre reli- 
gieux franrais du Moyen-Age. — Clark S. Northup, Recent 
Studies of ‘The Peari*. — Schinz, Annales de la Soci^tö 
Jean-Jacques Rousseau.— Jessen, Lohmeyer, Die Kasseler 
Grimm-Gesellschaft 1896—1905.— Huebener, Williarason 
up Dike Vreeland, Etüde sur les rapports litteraires entre 
G6neve et TAngleterre jusqu ä la publication de la Nouvelle 
Heloise. — Correspondence: W. A. Nitze, Dr. SommeFs Al- 
leged Discovery of a new Manuscript. — J. M. Hart, Tu- 
dor Pronunciation of ou <C 0. E, ü\ Oa <i O. E. ä. — E. 11. I 
Wilkins, Margutte and the Monkey.— J. L. Gerig, The ; 
Archives of Southern France. — A. A. Livingston, Peler , 
le geai (Note to La Fontaine's Fahles). — Morton, Hug- 
gin's Orlando Furioso again. — Licklider, Alexander 
ScotCs ‘A Hondel of Luve*. 

Modern Philology IV, 3: A. E. H. Swaen, The Authorship 
of ‘What If a Day*. and its Various Versions. — A. R. 
Skemp, The Transformation of Scriptural Story, Motive 
and Conception in Anglo-Saxon Poetry. — J. E. Matzke, j 
The Source and Composition of ‘Jlle et (4aleron*. — F. A. 
Wood, Studies in (iermanic Strong Verbs. — A. Miller, 
The Sixth Quarto of Hamlet in a New Light. — M Schütze, i 
Repetition of a Word as a Means of Suspense in the Ger¬ 
man Drama under the InÜuence of Romaiiticisra. — B. S. ^ 
Monroe, French Words in La^amon. — E. Voss, Nach- | 
rieht von J. Wimpfelings Deutschland. 

Nenphilolog. Mitteilungen 1906, 7/8: Jos. Mandelstam, 
A. N. Wesseloffsky.— Hugo Pipping, Zur altschwedischen 
Wortkunde. — J. Poirot. Sur renseignement de la pro- 
nonciation franraise dans les öcoles. — Besprechungen: J. 
Poirot. Nicolin, Les expressions tigur(*es d'oriirine cynege- 
tique en francais.— A. Wallensköld, Ad. Zünd-Burguet, 
Exercices pratiques et methodiques de prononciation fran- 
(■aise. — H. Suolahti, Joh. Hoops, Waldbiiume u. Kultur- 
ptlanzen im germanischen Altertum. — A. R., E. Rodhe u. 


0. Abshagen. Tysk Elementarbok; OrdförteckningtiliTysk 
Elementarbok; Tysk ljudskrift. 

M^moires de la Societi^ de Lingnistiqne de Paris XIV. 8; 

L. Sainöan, Les noms romans du chien et leurs applica- 
tions m^taphoriques. 

Stadien zur vergleichenden >Literatargescbichte VH, 1. 

W. Creizen ach. Ein Bericht über Festaufführungen zu 
Ehren der Bartholoinaeusnacht. — R. Asmus, Hypatia in 
Tradition u. Dichtung. — Alb. Pick, Studien zu den deut¬ 
schen Anakreontikern des 18. Jahrhunderts. 1.— W. Voll¬ 
hardt, Ein italienischer Fallstaff. — H. Henkel, Nach¬ 
träge: I: Vom Blankvers bei Shakespeare und im deutsdun 
Drama; II: Zu Goethe u. die Bibel. — Besprechungen: Kr. 
Skutsch, H. Reich, Der Mimus 1. — K. Appel, Ednioiid 
Dreyfus-Brisac, Tartuffe annote ou la Muse de Moliere. — 
Br. Golz, Friedrich Hebbels Tagebücher herausgegeben von 
R. M. Werner. — E. Kilian, K. Hermann Kaulfuss-Diesch. 
Die Inszenierung des deutschen Dramas. — H. Hof mann, 

M. Drescher. Die Quellen zu Hauffs Lichtenstein. — Ders.. 
Wenger, Historische Romane deutscher Romantiker. 

Zs. für deutsche Philologie 39, 1: H. Jaekel, Die altfries. 
Verse vom Hute des Abba. — J. Tedsen, Der Lautstand 
der föhring. Mundart (Schlussb — Th. von Grien bei ger. 
Neue Beiträge zur Runenlehre 11. — Besprechungen: R.M. 
Meyer, Braun, Types of Weltschmerz in German Poetry. 

— Ph. Strauch. Rieder, Der Gottesfreund vom Oberland, 
eine Eründung des Strassburger Jobanniterbruders Nikolaus 
von Löwen.— Fr. Kauffmann, Detlefsen, Die Entdeckung 
des germanischen Nordens im Altertum.— Ders.. Schräder. 
Totenhüchzeit. — Ders., Drechsler, Sitte. Brauch u. Volks¬ 
glaube in Schlesien. — R. M. Meyer, Tliayer, Laurence 
Sterne in Germany. 

Euphorion XIII, 4: Reinhard Buchwald. Zu Adam Pusch¬ 
manns Lehre vom Sprechvers des 16. .lahrbs.— N. Scheid. 
Der Verfasser des Wiener Genovefa-Dramas. — H. Droysen. 
Die ‘Montperniaden* in Lessings Epigramm auf Voltaire.— 
J. E. W ackern eil, Ein Tiroler Dichter auf den Pfaden 
Klopstocks und Lessings. — 0. Unrein, Schillers Absicht 
der Rückkehr nach Jena im Jahre 1804. — Konr. Weich¬ 
berger, Grälin Julie Zicby in Eichendorffs Roman ‘Ahnung 
und Gegenwart*. — Paul Czygan, Neue Beiträge zu Max 
von Sclienkendorfs Leben, Denken, Dichten. 1. Literarische 
Tätigkeit in Königsberg i. Pr. — Ludwig Geiger, Ernst 
Ortlepp und die Uensur. — Ein Brief Kants an Kästner.- 
Rezensionen und Referate: Heinr. Riet sch. Brandsch. Zur 
Metrik der siebenbürgisch-deutschen Volksweisen. — Ottok. 
Fischer, Enders, Zeitfolge der Gedichte und Briefe Johann 
Christian (liinthers. — Richard M. Meyer, Hoffmann, l>ie 
Theologie Semlers.— Stefan Hock, Fuchs, Johann Gabriel 
Seidl. — Rieh. M. Meyer, Devrient, Jugenderinnerungen 

— Bibliographie. 

Wissenschaftliche Beihefte zur Zs. des AI lg;. Deutschen 
Sprachvereins IV, 28: Theodor Matthias, Molkte in der 
Sprache seiner Briefe. 

Zs. des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins 21, 12: A. 

Hackern an n, Zur GeschicJite unserer mehrfachen Vornamen. 

— P. Pietsch, Nochmals (jt- beim Äfittelwort der Ver¬ 
gangenheit. — 11. Dünger, seither oder zeither'i 

Zs. für deutsche Mundarten 1907. 1: Osk. Philipp. Die 
Hach (Fortsefzg ). — A Lang. Grenzen, Unterschiede und 
Herkunft des Westerzgebirgischen. — Carl Müller, Ober- 
siiclisisehe Feminina auf eite [ke). — Wilh. l^nseld, Schwab. 
Sprichwörter und Redensarten.— Otto Heilig, Alte Flur¬ 
benennungen aus Baden (Fortsetzung). — Walther Hopf. 
Wörterbuch der Mundart von llabkern. — W. Reuss. Die 
Deklination des Substantivs in der Priedberger Mundart. — 
Büclierbesj)rechuiig: (iustav Kisch. Vergl. Wörterbuch der 
.Nösner (siebenbürgischen) u. moselfränkisch-luxemburgischen 
Mundart, bespr. v. J. Franck. — 11. Reis, Untersuch untren 
über die Wortfolge der Umgangssprache, bespr. von L. Süt- 
terlin.— Jos. Bacher. Die deutsche Sprachinsel in Lusern, 
bespr. von Gthm. Meisingcr. — Joh. Peter Hebel. Sänitl. 
poetische Werke nebst einer Auswahl seiner Predigten, Aiif- 
siitzc u. Briefe, bespr. v. Othm Meisin gor. — Em. Fried li. 
Bänidütsch als Spiegel bernischen Volkstums, bespr. von 
Othrn. Meisinger. — Alfr. Lang, Die Zschorlauer Mundart. 
besj)r. von Oskar Philipp. 

Jahrbuch des Vereins f. niederdeutsche Sprachforschung 
1906. XXXll: E. Mackel, Die Mundart der Prignitz. H 
Hauptgesetze für die Geschichte der Mundart. III: Relative 


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77 


1907. Literatnrblatt für germanische und romanische Philologie. Nr. 2. 


78 


Zeitfolge der Lautgesetze. — K. Caro, Kinderspiele and 
Kinderreime vom ^ederrhein. — C. Borchling, Ein nieder¬ 
deutscher Katechismus-Auszug des 16. Jahrh. — W. Seel- 
mann, Beiträge zur Reuter-Forschung: Zur Entstehungs¬ 
geschichte einiger Läuschens Reuters; Die Fliegenden Blät¬ 
ter und andere literarische Quellen der Bäuschen Reuters; 
Fritz Reuters Reise nach Braunschweig. — Ed. Damköhler, 
Diminutiva in d. Mundart von Cattenstedt. — H. Carstens, 
Dat Törfmdkn. — Ders., Dat Klein. — Ders., DcU Tegeln. 
— R. Sprenger, Zu Meister Stephans Schachbach. — R. 
Böger, Die Schwalenbergische Mundart. 

Zs. ffir den deutschen Unterricht XX, 12: Paul Zinck, 
Die Kaiseridee im deutschen Lied. Ein kurzer Streifzug 
durch die politische Lyrik. — A. Denecke, Goethes polit. 
Drama .Die Aufgeregtenund Sudermanns Komödie „Der 
Sturmgeselle Sokrates“. — Arfert, Das Weibliche in der 
germanisch. Mythologie. — Sprechzimmer. Nr. 1: J. Benne¬ 
witz, Zur Wortbildung. — Nr. 2: R. Sprenger, Fürst 
Bismarck als Namenforscher. — Nr. 3: H. K. Schilling, 
Ortsnamen mit Resten des Artikels im Anlaut. — Nr. 4: 
Nietzki, Zu Ztscbr. XIX, S. 699. — Nr. 5: H. C. G. Brandt, 
Zu Fuldas „Talisman“, V. 1181. — Gotth. Klee, Rieh. M. 
Meyer, Die deutsche Literatur des 19. Jahrhunderts. — W. 
Scheel, Gotth. Boetticher, Deutsche Literaturgeschichte. 


Anglia Beiblatt XVIII, 1: Binz, Deutschbein, Stadien zur 
Sagengeschichte Englands. 1. Teil. — Wülfing, vonVin- 
centi, Die altenglischen Dialoge von Salomon u. Saturn. — 
Koeppel, Die Chapman zu geschriebene Tragödie ‘Revenge 
for Honour*. — A New English Dictionary on Historical 
Principles. 


Zs. für romanische Philologie XXX, 6: 0. M. Jobnston, 
Use of de and que after the comparative in old French. — 
K. Ettmayer, Zur Aussprache des lateinischen L — A. 
Parducci, Notizia di an ms. contenente componimenti re- 
ligiosi in antico dialetto piccardo. — A. Levi, La famiglia 
fanfarone. — G. A. Cesareo, Un romanzo d'amore nel 
secolo XIII. — Lucien Foulet, Le Prologue du Franklin's 
Tale et les Lais bretons. — H. Schuchardt, Zu den Fisch¬ 
namen des Polemius Silvius. — Th. Gärtner, Bruchstücke 
einer Girbert-Handschrift. — Ad Tobler, Zu Murets Aus¬ 
gabe von Berouls Tristan.—- H. Schuchardt, Piac. 

Galiz. wtmr; Yen.folpo; Poschiav. sdramd, sdräm. — Ders., 
Romano-griechisches. — W. Meyer-Lübke, H. Schu- 
chardt, G. G., Romania No. 187. — Zu Ztchr. XXX, 5.— 
F. Ed. Schneegans, Register. 

Revue des Etudes Rabelaisiennes 1906, 4e fase.: Pietro 
To Ido, Les voyages merveilleux de Cyrano de Bergerac et 
de Swift et leurs rapports avec l’oeuvre de Rabelais. — 
Abel Lefranc, Rabelais, les Sainte-Marthe et r*enraig6* 
Putherbe. — W.-F. Smith, Rabelais et Servius. — H. 
Patry, Topographie Rabelaisienne (Saintonge). — J. Plat- 
tard, Tiraqueau et Rabelais. — Dr. P. Albarel, Origine 
du mot *Gargantaa*. — Henri Clouzot, La Devini^re contre 
La Deviniere (deichnamige Orte in Chinonais und Basse- 
Marche) — J. Plattard, Licenciatus pro doctore non ha- 
beatur? — Comptes rendus; Emile Picot, Les FrauQais 
italianisants au XVI. s. (J. Boulenger). — Albert Baur, 
Maurice Sceve et la Renaissance lyonnaise (J. Boulenger). 

— Dr. Cabanes et Barraud, Remädes de bonnes femmes 
(H. Clouzot). — Chronique: .1. de la Perriere, La d6fi- 
nition göomfetrique de Dieu. — J. Plattard, Les Conte- 
nances de Quaresmeprenant. L’Isle Sonante. — La Tour de 
de !la Lanteme ä la Rochelle, L’abb^ de Turpenay (Garg. 
XXXVII). Notes d’^tymologie romane (aus Zeitschr. f. rom. 
Phil. XXX Artikel von Lazare Sain6an, croquignoie, trepi- 
gner, trotigner, morpiaiUe, pape/ard, poulemart, azemine, 
tauchte, herguamotte, chasmate, conte de la Ci tuoingne, eroquer 
le piot). — Abel Lefranc. Le succ^s des „Grandes et inesti- 
mables Cronieques“, Rabelais et Pasquier. — Kurze An¬ 
zeigen von: J.-A. Armaingaud, La Bo6tie, Montaigne et 
le Contre un (aus Revue politique et parlementaire mars 
avril 1906). — P. Toldo, La frode di Gianni Schicchi (Giom. 
Stör, della lett. it. 1906). — Maitre Pierre Patelin par Pro¬ 
kop M. Hadkovec. Les Marrons de Rabelais (Monde Mo¬ 
derne aoüt 1906). — Artikel von Charles Whibley über 
George Buchanan (Blackwood’s Magazine no. 1(‘89 juli 1906). 

— H. Hau der, Les sources de Thistoire de France. — F. 
Brunot, Histoire de la langue francaise T. 11. — Ad. van 


Bever, Oeuvres poötiqaes du sieur de Dalibray. — N6cro- 
logie. Table des Matidres. 

StodJ romansi editi a cora di B. Moaaei IV: M. Pelaez, 
Un nuovo testo veneto del Milione di Marco Polo. — G. 
Vidossich, La lingua del Tristano veneto. — C. Merlo, 
Grillotalpa vulgaris. — S. Pieri, Ancora delle esplosive 
‘ sorde tra vocali neU'italiano. — P. E. Guarnerio, L’an- 
j tico campidanese dei sec. XI—XIII secondo *Le antiche carte 
volgari dell’ archivio arcivescovile di Cagliari*. — V. De Bar- 
tholomaeis, II Troviero Chardon de Croisilles.— S. Sant- 
angelo, Carmina Burana. N. LII. 

Gioriiale storico della letteraturä italiana Fase. 144 (== 

I XLVIII, 8): G. Lega, II cosi detto *Trattato della maniera 
I di servire*. — N. Zingarelli, Appunti lessicali danteschi. 

— Fr. Picco, Quattro sonetti inediti di Vittoria Colonna. 

I — Edm. Clerici, Intorno all’‘Antolo^a’, a proposito di un 
recente Studio. — Gius. Gallavresi, Per la storia delle 
j *Grazie’. — Rassegna bibliografica: ^am. Pellegrini, II 
1 canzoniere Vaticano latino 3953 (giä Barb. XLV. 47) pub- 
blicato per cura di Gino Lega. — Vitt. Rossi, Benedetto 
Soldat!, La poesia astrologica nel Quattrocento.— V. Ci an, 
Ludw. Pastor, Geschichte der Päpste seit dem Ausgang des 
Mittelalters, vol. IV, P. I. — Pietro Toldo, Th. Roth, Der 
I Einfluss von Ariosts 'Orlando Furioso’ auf das französische 
' Theater.— Bollettino biblic^afico: E. Proto, L’Apocalissi 
I nella ‘Div. Commedia*. — F. D’Ovidio, Nuovi studi dan¬ 
teschi. n Purgatorio e il suo peludio. — Lectura Dantis. 
Le opere minori di Dante Alighieri.— A. De Gubernatis, 
I Giovanni Boccaccio. — St. Ferrara, Un mercante del se- 
I colo XVI, storico, difensore della ’Divina Commedia’ di Dante 
e poeta, F. Sassetti. — Sad. Tomaselli, II madrigale nella 
I Seconda metä del secolo XVI. — Fr. Picco, Salotti fran- 
cesi e poesia italiana nel Seicento. — G. Scopa, Saggio di 
nuove ricerche sulla origine del secentismo. — P. Prunas, 
L’Antologia di G. P. Vieusseux. — L. Fass6, Giambattista 
Bazzoni. — Annunzi analitici: Gr. Laj^olo, Simboli ed enig- 
mi danteschi. — G. Bertoni ed B. P. Vicini. Poeti mo- 
denesi dei secoli XIV—XV.— Leo Jordan, Gedichte eines 
lombardischen Edelmanns des Quattrocento. — G. Fabris, 
II piü antico documento di poesia macaronica. La Tosontea 
di Corado edita e illustrata. — L. Bonfigli, Stefano Guazzo 
e la sua raccolta di proverbi. — 1. Zocco, Petrarchismo 
e petrarchisti in Inghilterra. — A. Belloni, Vita e lette- 
ratura nell’Italia del Seicento. — Al. Lazio, Profili bio¬ 
graflei e bozzetti storici. — Fr. Beneducci, Scampoli cri- 
tici. — Pubblicazioni nuziali: Gius. Cavazzuti, Alcune 
lettere di Luigi Fornaciari a Marc’ Antonio Parenti. — Marco 
Vattasso, Otto sonetti attribuiti a Francesco Petrarca.— 
Luigi Suttina, üna lettera d’amore del sec. XIV. — Comu- 
nicazioni ed appunti: G. Cavazzuti, Del padre Cristoforo 
nella storia. — E. Bellorini, Un manoscritto cuneese della 
‘Morale cattolica’. — Cronaca. 

Bulletin Italien no. 4: Pa^tToynbee, English translations 
of Dante’s works.— P. I)uhem, Leonard de Vinci, Cardan 
et Bemard Palissy. — J. Luchaire, Lettres de Vincenzo 
Monti ä Mm« de Staöl pendant l’annöe 1805 (8e et dernier 
article). — Bibliographie: Rigillo, Paolino e Polla, poe- 
metto drammatico giocoso del sec. XllI di Ricardo da Venosa. 
— Proto, Beatrice beata. — Giordano, La dimora di Vit¬ 
toria Colonna a Napoli. — Padnla, Oamoens Petrarchista. 
I — Bertani, II Maggior poeta Sardo, Carlo Buragna e il 
I Petrarchismo del Seicento. — Mars an, La pastorale drama- 
tique en France, ä la fln du XVI e et au commencement du 
XVIIe siöcle. — Bonacci, Saggio sulla storia civile del 
Giannone. — Rocchi, Pace d’Olivi. — Chronique. 


Literar. Zentralblatt 51: R. W., The Queen or the Excel- 
lency of her Sex, nach der Quarto 1658 in Neudruck hrsg. 
von W. Bang; Abraham Fraunce, Victoria, a Latin Comedy. 
Ed. by G. C. Moore Smith; Crawford, A concordance to the 
. works of Thomas Kyd. — H. Schmidt, Benson, Walter 

I Pater. — M. K., Schwabe, Erinnerungen eines alten Wei- 

I maraners an die GoethezeiL — 52/63: K. V., Hetzer, Die 
! Reichenauer Glossen. Textkritische und sprachliche Unter¬ 
suchungen zur Kenntnis des vorliterarischen Französisch. — 
M. K, Tardel, Der arme Heinrich in der neueren Dichtung. 
— 1: K. Thumser, Speck, Katilina im Drama der Welt¬ 
literatur. — M. W., Kruisinga, A grammar of the dialect 
I of West-Somerset. 

Deutsche Literatuneitung Nr. 47: A. Meusel, Enea Silvio 
I als Publizist, von Michel. — Bruckner, Der Helianddichter 

e 




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1907. Literaturblatt für germanische und romanische Philologie. Nr. 2. 


80 


ein Laie, von Marold. — The works of R. W. Emerson, ed. 
by Sampson, von Brandl. — Kück, Das alte Bauernlcben 
der Lüneburj^er Heide, von Darpe. — 48: Hiegstad. vest- 
norske Maalfore fyre 13')(^ Inleiding: latinsk skrift i ga- 
mal norsk maal. von Neckel.— Prezzolini. Tarte de per- 
snadere, von Vossler. — Schmied er, Natur und Sprache, 
von Bruchmann. — Vietor, Sliakespeare’s Pronunciation. 
von Franz. — 49: R. M. Werner. Neueste Hebhelliteratur. 

— Un vocabulaire franrais-rnsse de la tin du XVIe siede. 
pubL par Boyer, von Boehrne. — Spenle. Novalis, von .To- 
achimi. — Dellit, Ueber lateinische Elemente im Mittel¬ 
englischen, von Schröer. 

Sitzungsberichte der Kgl. Bayrischen Akademie der 
Wissenschaften. 1. 12. 1908. 1. Philosophische-philolog. 
Klasse: Muncker, Teber einige Vorbilder für Klopstocks 
Dichtungen. 

Neue Jahrbücher für das klassische Altertum, Geschichte 
u. deutsche Literatur u. f. Pädagogik 9. .lahrg 17. u. 
18. Band, 10. Heft: W. Holt her, Das älteste französische 
Tristangedicht. 

Neue philolog. Rundschau 1906. 24: H. Spies, W. Bang, 
Materialien zur Kunde des älteren englisclien l)ranias; W. 
Bang, The Queen or the Excellency of her sex; A. Fraunce, 
Victoria; Ch. Crawford, A concordance to the works of 
Thomas Kyd. — 2o: H. vS p i e s , Jespersen, (irowth and 
structure of the Engli.sh language. — H. Saintsbury, A 
history of English prosody from the twelfth Century to the 
present day. 

Frankfurter Schulzeituug Nr.22; Anton Hörne, über Ver¬ 
deutschung von Fremdwörtern. — 23: Ders., Mainkur. 

Monatsblätter der Comeniiis-Gesellschaft 15,5: Eb. König, 
Goethe und der h()chste Wunsch. 

Zentralblatt für Bibliothekswesen 2:4, 12: P. Tromms¬ 
dorff, Zur Bibliographie von E. M Arndt — H. Paalzow, 
Ernst Förstemann f* 

Historisches Jahrbuch 27, 4: Dürrwäch[ter, .loh Kaspar 
Zeuss. 

Brandenbnrgia XV, 6: Wilke, Unser Herjott sitt in’n Beer¬ 
boom. — Handtmann, .Musikproblem aus der Liegnitz (zur 
h^ntstehung der preussischen Königshymne). 

Zs. des Bergischen Geschichtsvereins 89: F. Seitz, Der 
Eiberfelder Sprachmeister Nicolas de Londose. Ein Beitrag 
zur Geschichte des französisch. Unterrichts am Niederrhein. 

— H. Forst. Zur clevischen Stammessage. 

Unsere Heimat VI, 2: W. C. Pfau, Die Vorstellung des 
Drachens in Westsachsen. 

Württembergische VierteIjahrshefte XV, 2: G. Lachen¬ 
maier, Die Okkupation des Limesgebietes. — K. Weller, 
Der Vorstreit der Schwaben und die Reichssturmfahne des 
Hauses Württemberg. — Hermelink, Die Anfänge des 
Humanismus in Tübingen. — Bessert, Der Humanist 
Theodor Reysmann in Tübingen. — 3: Fehleisen, Uhlands 
„Schenk von Limpurg“. - 4: E. Holzer, Schubartiana. 

Archiv des Vereins f. siebenbürgischo Landeskunde 33. 3: 
Pauline Schullerus, Rumänische Volksmärchen aus dem 
mittleren Harbachtale. 

Zs. des Vereins für rheinische und westfälische Volks¬ 
kunde 111, 3: E. K. Blüml, Das Volkslied „ich liebe dich, 
so lang ich leben werde", eine literar- und musikhistor. 
Studie. — Schildbürgerstückchen und Ortsneckereien, mit- 
get. durch Franz Kapell. — P. Sartori, Zur Volkskunde 
des Regierungsbezirks Minden. J. Hexen, Werwölfe und 

. andere dämonische (lestalten. — Unser, Einiges über Schau¬ 
spiele und Volksbelustigungen in Warbung in vergangener 
Zeit. — Lochner, Kindei’iieder aus Elten. 

Hessische Blätter für Volkskunde V, 2 u. 3: A. En giert. 
Ein kleiner Beitrag zur Geschichte der Hexenprozesse. — 
Diehl. Zur (beschichte der Kirchhöfe. — Alb. Hellwig, 
Zwei eigenartige Fälle von Grabschändung. — Br. Sauer. 
Oberhessische Dorfkirchen (mit Tafel I und H). — E. K. 
Blümml, Kunstdichtung und Volkslied. — F. Kaumanns, 
Der Adlerstein als Hilfsmittel bei der Geburt. — H. Hep- 
ding. Eine neue volkskundliche Quelle aus dem 14. Jahrh. 

— Ders., Die falsche Braut.— A. Ostheide, Medizinisches 
aus einer Handschrift in Essen a d. Ruhr. — 0. Schulte, 
K. Henkelmann, Das Odenwälder Baucunhaus. — K. Helm, 
G. Schräder, Sprachvergleichung und l'rgeschichte. 3. AuH. 
1. Teil: Zur Geschichte und Methode der linguistisch-histor. 
Forschung. — Ders., R Andree. Votive und Weibegaben 
des katholischen Volkes in Süddeutscbland. 


I Monatsblätter des Badischen Schwarzwald vereine IX, 11: 

0. Heilig, Sagen aus dem Albtal. 

' Zs. für wissenschaftliche Theologe 50, 1: .T. Dräsecke, 
Der Goten Sunja und Frithila Präfatio zum Uodex Brixia- 
, nus. — H. Ziegler, Sebastian Franck’s Bedeutung für die 
Entwicklung des Protestantismus. 

Zs. für Theologie nnd Kirche 16, 6: Stephan, Schleier¬ 
machers .Reden über die Religion“ und Herders .Religion, 
Lehrmeinungen und Gebräuche. 

Die christliche Welt öl: M. Christlieb, Schiller-u. Goethe¬ 
literatur 1. 

Stimmen ans Maria-Laach 19(46, 10: A. Baumgartner, 
Petrarcas Liederbuch und Triumphe. Eine literar. Skizze. 

Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung 
über das Judentum 26, 11/12: Biach, Joh. (lottfr. Seome. 

Liter. Handweiser 1906, 22 u. 23/24: Engelbert Günthner. 
Calderon-Literatur. (Sehr eingehende Besprechung von Brey¬ 
manns Buch). 

Deutschland 51: J. Krähmer, Tennyson als Frauenrechtler. 

Deutsche Rundschau 33, 3: R. Steig, Schiller und Berlin. 
— Lady Blennerhassett, Schiller und Frankreich. 

Deutsche Kiiltnr 2. 20: F. W. H. Hellwig, Volkslied und 
Gassenhauer. — K. L. Walter, Heinrich von Kleist, 

Deutsche Monatsschrift 6, 8: A. Sewett, Heinrich Heine 
— A. Biese, Goethe als Philosoph in der obersten Schul¬ 
klasse. 

Das literarische Deutsch-Oesterreich 6,12: E. Ironside. 
Mephistopheles. Philologische Studie. — R. Hawerland. 
Die Herrschaft der Schlagworte in der Literatur. 

Oesterreichische RundschanO, 4: R. M. Werner, Die erste 
Hebbel-Biographie. 

Bühne und Welt 9, 6: R. Woerner, Münchener Theater u. 
Literatur im 18. Jahrhundert. — H. Stümke, Neues von 
nnd über Heinrich Laube. - St. Hock, H. Laube und die 
' Schiller-Stiftung. 

I Zeitung für Literatur, Kunst und Wissenschaft Beilage 
des Hamburg. Uorrespondenten 21: F. Lienfaard, Schillers 
Ehe. — H. Ellenberg, Handschriftenfunde altdeutscher 
Literatur. - 24: L. Geiger, Ein Brief der Sophie Schröder 
an den Hamburger Theaterdirektor Ludwig Schmidt. 

Sonntagsbeilage zur Vossischen Zeitung 47; Hermann 
Krüger-Westend, Die Schleswigschen Literaturbriefe. — 
48 u. 49: J. Frankel, Bettine und Goethe. 

Allgemeine Zeitung Beilage 290: E. Sieper, Der wahre 
! Shakespeare. 

Museum 14, 4: Heymans, Leroy, Le Langage. — Beets. 
Smout, Het Antwerpsch dialect. — van der Gaaf, Jesper¬ 
sen, Growth and structure of the English Language. — 
Valkhoff. Canat, La litterature fr. par les textes. 

Handelingen en Mededelingen van de Maatschapplj der 
Nederlandsche Letterkunde te Leiden 1905-6: L. Knap- 
pert, Oude Nederlandsche Psalmberijmingen. 

The Athenaeum 4126: Mr. Lee’s Shakespearean essays. — 
Ronsard and the Pleiad. — The Shakespeare-Society of New 
i York and the New York Shakespeare Society. — 4129; 
Ferdinand Bruneti^re. — The Vicar of Wakefield. 

üniversity Studies VI, 8; Alma Hösir, On the comparison 
of adverbs in English in the fourteenth Century. 

Revue critique 50: Ch. Dejob, Hanvette, Litterature italien- 
ne. — E. ßourciez, Les Essais de Michel de Montaikme 
publics d’apres Texemplaire de Bordeaux .. . par F. StrowskL 
— Ders., Les grands philosophes: Montaigne, par F. Strows- 
ki. — 51: F. Baldensperger, Pierre Martino, L’Orient 
dans la litterature fran(;aise au XVIIe siede. — A. C., Bor¬ 
deaux. Paysages romanesques. — 1: E. Bourciez, Hetzer. 
Die Reichenauer Glossen. Textkritische nnd sprachl. ünter- 
I • suchungen. — Ders., Schmidt, Petit Supplement au Diction- 
naire de Du ('ange. — F. Baldensperger, T. R. Davies. 
I French Romanticism and the Press; the Globe. — 2: V. 

] Henry, Meillet, De quelques innovations de la Declinaison 

I Latine. 

; Revue des cours et Conferences XV, 6: Em. Faguet, Les 
1 poetes fran(;ais du temps du premier empire: Millevoye; ses 

I satires et ses romances. — Abel Lefranc, La vie et les 

t Oeuvres de Moliere. La comedie de T‘Etourdi*.— A. Gazier. 

Pierre Corneille et le thöätre francais: ‘La Toison dW et 
‘Sertorius’.— 7: A. Lefranc. La vie et les oeuvres de Mo- 
I liere: Leeon douverture. — A. Gazier, P. Corneille et le 
j theätre francais: ‘OthoiT. ‘Agösilas’, ‘Attila*. — 8: E. Faguet. 

Les poetes du temps du premier empire. Millevoye poetv 
, elegiaque. — Abel Lefranc, La vie et les ouvrages de 


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1907. Literaturblatt fttr germanische and romanische Philologie. Nr. 2. 


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Moliere. Moli^re ä Beziers; le ‘Dt^pit amoureux*. — 9: E. 
Fagaet, Les poetes du temps de premier empire. Le cha- 
valier de Parny. — A. Gazier, Pierre Corneille et le th6- 
4tre frangais: *Tite et B^r6nice*. 

La Revoe latine 5« ann^e, 25 D6ceinbre 1906: E. Faguet, 
Sociologie et litt^rature (Besprechung v. P. Bourget’s gleicF- 
betiteltem Werke). — Ders., La ‘Politique positive* d’Au- 
guste Comte (suite et fin). — Sainte-Beuve. Lettre de 
Sainte-Beuve ü M. Talbot (6. Juni 1864. Zu dessen Arbeiten 
über .Tulianus Apostata und Pierre Saliat). — Lionel Dau- 
riac, La Psychologie musicale dans Robert Schumann. — 
G. Mi eil aut, *Le Roman de Sainte-Beuve*. 

Leg Annales Romantiques 3® ann^e 19vJ6, Juillet-Octobre: 
J. de la Rouziere, Le Centenaire de F61ix Arvers (Reden 
von Leon S^ch6 und Etienne Port.;. — Louis Arnould. 
Post - Scriptum k une soiröe chez Victor Hugo ( num^ro de 
raai-juin) ‘Carr6 par la base* (in Preface de Cromwell, nach 
Napoleon, Memorial I, 48). — Le Sejour d’Elvire ä Aix-les 
Kains. — Lfeon S6ch^, Alfred de Müsset ü l’Arsenal et au 
(’^nacle. — L’Ami d’Alfred de Müsset. — Trois lettres ine- 
(litos de Lamartine (an Lamennais, an Cb. Nodier. an Bou¬ 
cher de Perthes). — L6on S6ch6, Les derniers moments d’Al- 
fred de Vigny. — Le Romantisme ä travers les Journaux 
et les Revues (Revue de Paris. Revue Latine. Revue des 
deux Mondes. Journal des D^bats. Temps.) 

La Revae de Paris 1. Iv^. 06: L. S6ch6, Alfred et Paul de 
Müsset. 

Mercure de France 15. 12. 1906: XX, une amie de Sainte- 
Beuve. Lettres, Entretiens et Souvenirs publ. par J. Troubat. 

Annales politiqaes et litt^raires 1.^28: E. Faguet, Le 'sur- 
homme* d’apres Nietzsche. — P. Bourget, Charakteristik 
des Stifters des Montyou - Preises (aus seiner Rede bei der 
letzten Preisverteilung durch die Akademie). — 1224: V. 
Sardou, Les candidats ä l’Academie. G. Lenotre (zur Nach¬ 
folge für Sorel). — 1225: Sergines, Nekrolog für Brune- 
tifere (geh. 1849 in Toulon). — E. Faguet, L’ceuvre critique 
de F. Brunetiere. — 1226: ,1. Lemaltre, Pour l’anniver- 
saire de Racine (Vergleichung mit Corneille). — Probe aus 
dem von der Akademie der Goncourt gekrönten Roman der 
Brüder Tharaud, Dingley, l’illustre 6crivain. 


Neu erschienene Bücher. 

Frey, Karl, Wissenschaftliche Behandlung und künstlerische 
Betrachtung. Mit besonderer Berücksichtigung der akadem. 
Interpretation literarisch. Kunstwerke. Zürich, Grell Füssli. 
47 S. M. 1.2^). 

La Grasserie, R de, Etudes de linguistique et de Psycho¬ 
logie. Particularit^s linguistiques des noms subjectifs (Par¬ 
ties du corps; Armes et Outils; Animaux domestiques; Noms 
propres; Pronoms). In-18 j^sus, 226 p. Paris, libr. Leroux, 
1906. fr. 6. 


Besson. P., Rob. Hamerling poete et romancier. (Trenoble, 
Libr. Dauphinoise. 97 S. 8®. 

-, ün po^te de la vie intime. Les romans et nouvelles 

de Theodore Storm. S. - A. aus Revue germanique 11, 8. 
Paris, Alcan. 25 S. 8®. 

Boesche, W., Sprachl. Untersuchungen zu Dietrichs Flucht 
u. Rabenschlacht 71 S. 8®. Münch. Diss. (Leipzig, Fock). 

Collin, J., Henrik Ibsen. Gedächtnisrede. 24 S. 8®. Giessen, 
A. Töpelmann 1906. M. 0.50. 

Ehrlicher, K., Zur Syntax der Sonneberger Mundart. Ge¬ 
brauch der Interjektion, des Substantivs und des Adjektivs. 
Leipziger Diss. Hl S. 8® (Leipzig, Fock.) 

Gassmann, A. L., Das Volkslied im Luzerner Wiggertal u. 
Hinterland. Aus dem Volksmunde gesammelt und heraus¬ 
gegeben. Schriften der Schweizerisch. Gesellschaft für Volks¬ 
kunde IV. Basel. X, 215 S. Fr. 4,50. 

Goethe's Werke. Hrsg, im Aufträge der Grossherzogin Sophie 
von Sachsen. 11,5; IV, 88. 8®. Weimar, H. Böhlau’s Nachf. 

I II. Abt. Naturwissenschaftliche Schriften. 5. Bd. 2. Abt. 
^aralipomena zu Bd. 1—5. Register zu Bd. 1 — 5. 2. Abt 
XX, 582 S. 1906. M. 7.20. — IV. Abt Briefe. 88. Bd. 
Jan.—Oktbr. 1824. Xll, 894 S. 1006. M. 5 60 ] 
Hammer. W. A., Deutsche und französische PHanzennamen. 
Progr. Wien. 84 S. 8®. 

Hardeland, Können die Gottesleugner Horneffer und Stern 
sich mit Recht auf Schiller und Goethe berufen? 8 volks- 
tüml. Vorträge üb. Schillers Gedichte u, Dramen u. Goethes 
Faust. Zittau, R, Menzel Nachf. M. 1.25. 


Idiotikon, Schweiz. 56. Heit. Frauenf., Huber & Co. M. 2. 
Jacobs, C., Zu Neidhart von Reuental." Münch. Diss. 46 S. 
8®. (Leipzig, Fock.) 

Janko, Jos, Die Allegorie der Minnegrotte bei Gottfried v. 
SStrassbiirg. [Aus: „Sitzungsber. d. böhm. Gesellschaft d. 
Wiss.“*] 14 S. gr. 8®. Prag, F. Rivnäc, 1900. M. 0.80. 
Kinder- und Ammen-Reime in plattdeutscher Mundart. 
Hrsg, von Heinr. Smidt. 8. Autl. X. 74 S. kl. 8®. Bremen, 
E. V. Masars 1906. M. 1.2-1. 

Knüttel, J. A. N., Het geestelijk lied in de Nederlanden v66r 
de kerkhervorming. Rotterdam. W. L. A J. Brusse. 16 en 
548 bl. gr. 8®. Fl. 6.75. 

Köster, Alb., Gottfried Keller. 7 Vorlesgn. 2. Autl. VI, 
160 S. mit 1 Bildnis. 8®. Leipzig, B. G. Teubner, 1907. 
M. 8.20. 

Kohm, Jos.. Grillparzers goldenes Vlies und sein handschrift¬ 
licher Nachlass. XXIV, 185 S. 8®. Wien, C. Gerold’s Sohn. 
1906. M. 4. 

Koopmans. J., Letterkundige Studien. I. Hooft als allegorist. 
Vondel als christen-svmbolist. Amsterdam, Versluys. 8 en 
817 bl. 8® Fl. 2.75.^ 

Luther’s, D. Mart., Werke. Kritische Gesamtausgabe. Die 
deutsche Bibel. 1. Bd. Mit 4 Nachbildungen Lutherischer 
Handschriften. XXIV. 639 S. Lex. 8®. Weimar, H. Böhlau’s 
Nachf. 1906. M. 19.45. 

Martin, E., u. H. Lienhart, Wörterbuch der elsässischen 
Mundarten. Im Aufträge der Landesverwaltung v. Elsass- 
Lothringen. II. Bd. 6. Lfg. Mit e. alphab. Wörterverzeichnis 
u. e. Mundartenkarte v. Hans Lienhart. V u. S. 801—1160. 
Lex. 8®. Strassburg, K. J. Trübner, 1907. M. 12. 
Ostwald, Hans. Rinnsteinsprache. Lexikon der Gauner-, 
Dirnen- und Landstreichersprache. 187 S. kl. 8®. Berlin, 
Harmonie, 1900. M. 1.50. 

Palaestra. Untersuchungen u. Texte aus der deutschen u. 
englisch. Philologie, hrsg. v. Alois Brandl, Gust. Roethe u. 
Erich Schmidt, gr. 8®. Berlin, Mayer A Müller. [XLIV. 
Krähe. Ludw., Carl Friedrich Gramer bis zu seiner Amts¬ 
enthebung. V, 260 S. 1907. M. 7.50. — XLVI. Stachel, 
Paul, Seneca und das deutche Renaissancedrama. Studien 
zur Literatur- und Stilgeschichte des 16. u. 17. Jahrh. X, 
888 S. 1907. M. 11.] 

Rabenlechner, M. M., Hamerlings Tragi^die *Danton und 
Robespierre* u. die Geschichte. Eine Studie. 24 S. Progr. 
Wien. 

Rattke, Robert, Die Abstraktbildungen auf -heit bei Meister 
Eckhart u. seinen Jüngern. Ein Beitrag zur Geschichte der 
deutschen wissenschaftlichen Prosa. Jenaer Diss. 42 S. 8®. 
Reis, H., Untersuchungen über die Wortfolge der Umgangs¬ 
sprache. Jahresber. des Ustergymnasiums zu Mainz. 21 S. 4®. 
Schiller’s sämtliche Werke in 6 Bdn. (irossherzog Wilhelm 
Ernst-Ausg. Hrsg, im Aufträge von Allred Walt. Heymel. 
Druckleitung von Harry Graf Kessler und Emeiy Walker. 
2 — 6. Bd. M. 24. [2. Dramatische Dichtungen. 2. Band. 
Hrsg. V. Alb. Köster. 688 S. 19 )6. M. 4. — 3. Gedichte 
u. Erzählungen. Hrsg. v. Alb. Köster. 5'8 S. P.X)k M. 4. 
— 4. Philosophische Schriften. Hrsg. v. Alb. Köster. 687 S. 
1906. M. 4. — 5. Historische Schriften. Hrsg, von Alb. 
Köster. 871 S. HX)0. M. 4. — 6. Uebersetzungen. Hrsg. 

V. Alb. Köster. 485 S. 1906. M. 8.50.] 

Schönbach, Ant. E.. Studien zur Geschichte der altdeutschen 

Predigt. [Aus: „Sitzungsber. d. K. Akad. d. Wiss.“] gr. 8®. 
Wien, A. Hölder. [7. Stück. Ueber Leben, Bildung u. Per- 
simlichkeit Bertholds von Regensburg. I. 142 S. 1906. 
M. 8.80.1 

Smout, Herrn., Het Antwerpsch dialect. Met eene schets 
van de geschiedenis van dit dialect in de I7e en de 18e 
eeuw. Gent, J. Vuylsteke. 80e Fascicule des ‘Recueil de 
travaux publiös par la facult^ de Philosophie et lettres* 
der Universität (lent. 

Sommermeier, H., Die Klage in der Hs. des Nibelungen¬ 
liedes. Marb. Diss. 187 S. 8®. (Leipzig, Fock.) 

Stern. Adf., Otto Ludwig. Ein Dichterleben. 2., verm. AuÜ. 

IX, 898 S. 8®. Leipzig, F. W. (Trunow. 190<i. M. 4. 
Stifter, Adalb., Aus Adalbert Stifters Briefen. Hrsg. v. Dr. 
K. Dieterich. XI, 14-5 S. kl. 8®. Leipzig, C. F. Amelang. 
1906. M. 1. 

Stunden mit Goethe. Herausgegeben von W. Bode. 8, 2: 

W. Bode, Goethes mündliche Aeusserungen über Schulen 
und Universitäten. — K. Muthesius u. L. Martens, Von 
Goethe gelerntes.— J. Gensei, Friedr. Preller als Schütz- 

6 


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1907. Literatarblatt fttr germanische und romanische Philologie. Nr. 2. 


84 


ling Goethes and Karl Augusts. — W. Bode, Noch drei 
Briefe ans der Weimarischen Notzeit 1806. 

Weise, 0., Unsere Mutter^rache, ihr Werden u. ihr Wesen. 
6., Terb. Aufl. 21 — 'i6. Taus. VIII, 276 S. 8*. Leipzig, 
B. G. Teubner 1907. M. 2.60. 


Beiträge, Mttnstersche, zur englischen Literaturgeschichte. 
Hrsg. V. Prof. Dr. Otto L. Jiriczek. gr. 8®. Münster, H. 
Schöningh. [I. Dicke, Ludw., Ch. Kingsleys Hereward the 
Wake. Eine Quellen-Untersnchg. IV, 65 S. 1906. M. 1.80. 
— II. Bartels, Heinr., William Morris’ The Story of Si¬ 
gurd the Volsnng and the Fall of the Niblnn^. Eine Studie 
über das Verhältnis des Epos zu den Quellen. VL 80 S. 
1906. M. 2.1 

Castelain, M., Ben Jonson. Discoveries. A critical edition 
with an introduction and notes on the true purport and 

f enesis of the book (th^se). In-8, XXV-166 p. Paris, libr. 
[achette et Cie., 1906. 

Castelain, M., La Vie et l’CEuvre de Ben Jonson (these). 

In-8, XXVn-954 p. Paris, libr. Hachette et Cie., 1906. 
Chapman, G., and J. Shirley, The tragedie of Chabot, Ad- 
mirall of France; reprinted from the quarto of 1639; ed., 
with introd. and notes, by Ezra Lehmann. Publ. for the 
üniversity of Pennsylvania by Winston Co., Philadelphia. 
124 p. 4. (Publications of the üniversity of Pennsylvania, 
ser. in philology and literature.) $ 1.50. 

Eilers, Friedrich, Die Dehnung vor dehnenden Konsonanten¬ 
verbindungen im Mittelenglischen mit Berücksichtigung der 
neuenglischen Mundarten. Göttinger Diss. 44 S. 8®. 
Herbst, Carl, Cnpid’s Revenge bv Beaumont and Fletcher 
und Andromana, or the Mer^ante Wife in ihrer Beziehe^ 
zu einander u. zu ihrer Quelle. Königsberger Diss. 74 S. 8®. 
Kaluza, Max, Historische Grammatik der englischen Sprache. 
2., verb. u. verm. Aufl. 8®. Berlin, E. Felber. [11. Laut- 
u. Formenlehre des Mittel- u. Neuenglischen. XVI, 546 S. 
1907. M. 11.] 

Parvus Cato, Magnus Cato. Translated by Benet Burgh. 
Printed by William Caxton at Westminster about the year 
1477. Photogravure Facsimile. Cambridge, üniversity Press, 
net 15/—. 

Reiche, Curt, Untersuchungen über den Stil der mitteleng¬ 
lischen alliterierenden Gedichte Morthe Arthure, The De- 
struction of Troy, The Wars of Alexander, The Siege of 
Jerusalem, Sir Gawayn and the Green Knight. Ein Beitrag 
zur Lösung der Huchown-Frage. Königsberg. Diss. 85 S. 8®. 
Riedner, W., Spensers Belesenheit. Münch. Diss. 40 S. 8®. 
(Leipz., Fock). 

Robertson, W. A., Tempus u. Modus in der altengl. Chronik. 
Hss. A und E. (CCCC. 173, Land 636). Marb. Diss. 80 S. 
8®. (Leipz., Fock). 


Atlas linguistique de la France publiö par J. Gilli6ron 
et E. Eomont. */5e Fascicule: 1124. quinze. 1125. rabot. 
1126. racine. 1127. rage. 1128. raide. 1129. raisin. 1130. 
raison. 1181. ramoner. 1132. räteau — räteaux. 1133. rave. 
1134. ravenelle. 1135. recevoir. 1136. il re^oit. 1137. qu’il 
reQoive. 1138. reculer. 1139. le regain. 1140. regandez- 
donc. 1141. r^glisse. 1142. reins. 1148. rempailler. 1144. 
je le remplis. 1145. tu remplis. 1146. tu remplissais. 1147. 
renard. 1148. rendions. 1149. pour rentrer. 1160. quand 
il rentra. 1151. en rentrant. 1154. respirer. 1153. ressem- 
ble. 1164. nous ne le revimes plus. 1155. rhume. 1156. 
liebes. 1167. rideau. 1168. rien — sans rien. 1159. la ri- 
vi6re. 1160. robinet. 1161. dans un rocher. 1162. rompt. 
1163. ronce. 1164. ronfler. 1166. rose. 1166. le roseau. 
1167. rosier. 1168. rossignol. 1169. roter. 1170. roue. 1171. 
rouge.— 26e Fascicule: 1172. rougeole. 1173. rouille. 1174. 
ruche, rucher. 1175. outre un ruisseau. 1176. du sable fln. 
1177. sabot. 1178. sac de bl6. 1179. sage-femme. 1180. 
saigner. 1181. l’a saignö. 1182. les Saisons. 1183. saler. 
1184. saliere. 1185. salsifis. 1186. samedi. 1187. le sang. 
1188. sanglier. 1189. sangsue. 1190. sapin. 1191. sarcler. 
1192. sarrasin. 1193. sauce. 1194. saucisse. 1195. sauge. 
1196. saule. 1197 sauter.. 1198. sauterelle. 1199. sauvages. 
1200. nous savions. 1201. savoir. 1202. je saurai qa. 1203. 
j’ai SU ^a. 1204. savon. 1205. scie. 1206. scier. 1207. 
sciure. 1208. seau. 1209. sec, seche. 1210. sicher. 1211. 
seigle. 1212. seize. 1:^13. le sei. 1214. la semaine. 1215. 
semelle. 1216. semer. 1217. sene^on. 

Ayr, Giuseppina, Vittoria Colonna. Potenza, tip. Garramone 
e Marchesiello, 1906. 16®. p. 32, 


Barone, G., Reminiscenze etiche e pedagogiche nello Studio 
della Divina Commedia. Napoli, A. Chiurazzi. 1906. 16®. 
p. 47. 

Bibliotheca Romani ca. 23/24: Oeuvres de Beaumarchais. 
Le Barbier de Sfeville. — 25: Obras de Luis de Camoes. Os 
Lusiadas III, IV.— 26/27/28: Le Th^ätre d’Alfred de Müs¬ 
set (Com6dies et Proverbes: La Nuit V4nitienne; Andre del 
Sarto; Les Caprices de Marianne; Fantasie; On nc ba¬ 
dine pas avec l’amour). — 29: Oeuvres de Pierre Corneille. 
Horace. Tragödie. 16^. - 30/31: Opere di Dante. Divina 
Commedia II. Paradiso. Strassburg, .1. H. Ed. Heitz (Heitz 
& Mündel), ä 40 Pfennige. 

Birö, E., Chateaubriand; Victor Hugo; H. de Balzac. In-8, 
862 p. Paris, libr. Vitte. 1907. 

Boinet, A., ün bibliophile du XVe siede. Le Grand B&tard 
de Bourgogne. In-8, 17 p. et 8 plancbes. Paris, 1906. [Ex- 
trait de la ‘Biblioth6que de l’Ecole des chartes*. Ann^ 1906. 
T. 67.] 

Borghesi, Bart., Curiositä letterarie e lettere inedite, pubbli- 
cate da Paolo Mastri. Savignano di Romagna, tip. P. Ughi 
e C., 1906. 8®. p. 10. [Per le nozze di Vico Cresciani con 
Cina Michelacci.] 

Ca sc io, Anton., L’influenza del teatro tragiep francese in 
quello italiano della decadenza. Castelvetrano, tip. L. S. 
Lentini, 1906. 8®. p. 72, (6). L. 1.50. 

Champion, P., üne mention inconnue du nom de ‘Garguen- 
tuas*. In-8, 4 p. Paris, lib. Champion, 1906. [Extrait de la 
‘Revue des Etudes rabelaisiennes*. 4e ann^e, 3e fascicule.] 

Crocioni, Giov., Nota sul dialetto del Diario di G. B. Belluzzi 
edito da P. Egidi. Roma, tip. Forzani e C., 1906. 8®. p. 14. 

Daub, G., Der Parallelismus zwischen Chateaubriand u. La¬ 
martine. Kieler Diss. lOl S. 8®. (Leipzig, Fock). 

Dante Alighieri, La Divina Commedia riveduta nel teste 
e commentata da G. A. Scartazzini. Quinta edizione curata 
da G. Vandelli, col rimario perfezionato di L. Polacco e in- 
dice dei nomi propri e di cose piü notabili. Milano, ü. 
Hoepli, 1907. 16®. p. xxxij, 1047. 124. L. 4.50. 

Dante Alighieri, La Vita Nuova (The New Life) secondo 
la lezione del cod. Strozziano VI, 146, trascritta e illustrata 
da A. Razzolini. Firenze, tip. Domenicana, 1906. •8®fig. 
carte 74. 

Depoli, Guido, Le origini dell’italianitä di Fiume. Fiume. 
Circolo letterario (P. Battara), 1906. 8®. p. 22. [Pubbli- 
cazioni della Vedetta, vol. 1.] 

Faguet, E., Amours d’hommes de lettres (Pascal; Corneille; 
Voltaire; Mirabeau; Chateaubriand; Lamartine; Guizot; 
rim6e; Sainte-Beuve; George Sand et Müsset). In-16, 507 p. 
Paris, Soci^tö franejaise d'imprim. et de libr. 1907. fr. 3.50. 

Folet, H., Rabelais et les Saints pr6poses aux maladies. In-8. 
18 p. Paris, libr. Champion. 1906. [Extrait de la ‘Revue 
des 6tudes rabelaisiennes*, 4e ann6e, 3e fascicule.] 

Fortina, A., H cicisbeismo, con riguardo speciale al Giorno 
di G. Parini e alla satira contemporanea al Parini. Arona. 
tip. C. Brusa, 1906. 8®. p. 82. 

Galante, Sarah, Le sentiment chez Lamartine. Pistole, impr. 
Flori, 1906. 8®. p. 15. 

Gazier, G., Notes sur Bernardin de Saint-Pierre, d’apres des 
documents inödits de la biblioth^que de Besannen. In-8. 
10 p. Besan(jon, impr. Dodivers, 19C6. [Extrait des ‘M^- 
moires de la Soci^t^ d’ömulation du Doubs* (7e s6rie, t. 10. 
1905.) 

Hippe, M., Le myst^re du roy Avenir par Jehan du Perier 
dit le Prieur. Greifsw. Diss. 54 S. 8®. (Leipz., Fock). 

Historia del Emperador Carlos Magno, en la cual se traU 
de las grandes proezas y hazaflas de los Doce pares de Fran- 
cia y como fueron vendidos por el traidor Ganalön y de la 
cruda batalla que tuvo Oliveros con Fierabräs, Rey de Ale- 
jandria, traducido por Nicoläs de Piaroonte. Barcelona. 
Impr. de la Casa editorial Maucci. 1908. En 8.® men., 248 
pägs. 0,50 y 0,75. 

Holl, F., Mars et Justice. Moralitä. Ms. Paris, Bibi. Nat. 
fonds fr. 24340. Hrsg. u. m. Einl. versehen. Progr. Schwa¬ 
bach. 50 S. 8®. (Leipzig, Fock). 

Hüdepohl, E, Weitere Studien zur Chanson de Lion de Bour- 
ges. Analyse des Schlussteils. Text der Joieuse-Tristouce- 
Episode. (Sage vom Mädchen mit der abgehauenen Hand.' 
Greifsw. Diss. 108 S. 8®. 

HurtadodeMendoza, D., Vita e avventure di lazzarino 
da Tormes. (La vida de Lazarillo de Tormes y sus fortu- 
nas y adversidades). Traducida al italiano por Ferdinande 
Carlesi. Prato, Tipografia Guiachette, Figlio e C., 1907 


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85 


1907. Literaturblatt für jrermanische utkI romanische Philologie. Nr. 2. 


86 


En 8.®, XXIX-77 pags. 1.25 pesetas en Madrid y 1,50 en 
provincias. 

Lecomtc, J. If.. HisOnre des Theatres de Paris. liC Th^ätre 
National, le Th^ätre de TEgalite (1708-1704). 164 p. 

et grav. Paris, lihr. Daragoii. 1007. fr. Ö. 

Ledieu, A.. Blason populaire de la Picardie. Dictons et So- 
briquets, Contes et liegendes, Tsages. Coutumes et Tradi- 
tions recueillis. T. 1er. In-16, 284 p. l’aris, lihr. Weiter. 

Maro 11 es. G. de. Langage et Ternies de venerie. Etiide 
liistorique, philologique et criti(|ue. Grand iD-4, 111-847 p. 
avec grav., croquis scheinatique et planches. Paris, lib. Ro¬ 
main. lOilÖ. 

MauveaiiN., Hngins B<)is de Chesne. po^-te et chroniqneur 
montbeliardais (158H-1671). d'apres des dociiments inedits. 
In-8, 81 p. et fac-simile. Montbeliard. Soci^te anonyme d'im- 
priraerie niontla'diardaise. lOoO. [Extrait des ‘Meinoires de 
la .Suciete d’eniulation de Montbi'diard'. | 

Metay. A., Etnde siir le patois et le pays bas-poitevin. ln-8, 
24 p. avec rnnsique. Vannes, iin])r. Lafolye freres. 1006. 
IExtrait dt* la ‘Revue du l»as-l\jitou’|. 

Michelau geli. L. A., Sul disegno delb Inferno dantesco. Se¬ 
conda edizioiie, notevolmente ritoceata e accresciuta di quat- 
tro appendici. Bologna. N. Zanichelli 16®. p. vj. 1.89, con 
tavula B 8. 

Mistral. Fr.. Mireio. Provenzaliscbes Ep«>s. Deutsch von 
Franzi.^ka Stt initz. Mit einem Essay von Herrn, (-irimm, 
nebst Vorbemt-rkung als Einleitung. Mit Kartenskizze der 
(Ymu und der Wanderg. Älireios. Vlll. 186 S. 8®. Halle, 
Hell del. 

Montaigne. K^sais de. Texte original accompagne de la tra- 
dnction en laiiguLo^ de nos jours par le General Michand. 
(ler volume. Avertissement, table generale des chapitres, 
texte et traduction du commencement au chapitre 6 inclus 
du livre II. Un volume in-8. Paris, libr. Firmin-Didot et C. 
fr. 15. 

Montaigne .fournal de voyage, publie avec une introduc- 
tion, des notes, une table des noms propres et la traduction 
du texte Italien; par Louis Lautrey. J’etit in-8. 589 p. 
Paris, libr. Hachette. 

Nicol in, E., Les expressions ligurees d’origine cyn^getique 
en fran<;ais. Upsal,-These. 92 S. 8®. 

Ohlert, Arn., Die Umformungen im fremdsprachlichen Unter¬ 
richt. Französisch (1. TI.). Die Lautgesetze als Grundlage 
des Unterrichts im französ Verb. 2 Programme 1005 und 
1906. 44 S. 8® Hannover, C. Meyer, 1907. M. 0.75. 

Pasdera, A., Giosu^ Carducci nei ricordi di Annie Vivanti 
e nella memoria di Capodistria. Capodistria, tip. C. Priora, 
1906. 4®. p. 11. [Estr. dalle Pagine istriane. anno IV 
(1906;, ni 8-9.] 

Pasquetti, Guido, L’oratorio musicale in Italia: storia cri- 
tico - letteraria, con una lettera del prof. Guido Mazzoni e 
prefazione del p. Alessandro Ghignoni. Firenze, succ. Le 
Monnier, 1906. 8®. p. xxiij, 505. L. 5. 

Pilot, Ant, Un altro poeta veneto del 600: Girolamo Veritä. 
Firenze, Nuova rassegna di letterature moderne, 1906. 8®. 
p. 24. 

Plattner, Ph., Ausführliche Grammatik der französ.Sprache. 
Eine Darstellung des modernen französ. Sxtrachgebrauchs m. 
Berücksichtigung der Volkssprache. 111. TI.: Ergänzungen. 
2. Heft: Das Pronomen u. die Zahlwörter. 210 S, 8®. Frei¬ 
borg i. B., J. Bielefeld, 1907. M. 3.60. 

Rabizzani, Giov., Note leopardiane. Firenze, Nuova rassegna 
di letterature moderne, 1906. 8®. p. 80. L. 1. 


Rosso, Aless. G., La Madonna nella letteratura italiana. I 
(Dalle origini al riiiascimento). Roma, tip Artigianelli s. 
Giuseppe, 1906. 16®. p. 72, con tavola. 

Saint-Simon, de, Memoires du duc de Saint-Simon publi^s 
par MM. Cheruel et Ad. Regnier fils et collationnes de nou¬ 
veau pour cette Edition sur le manuscrit autographe, avec 
une notice de M. Sainte - Benve. Nouvelle edition. T. 7. 
ln-16, 487 p. Paris, libr. Hachette et (^-ie.. 1906. fr. 8.60. 
Salverda de Grave, .1, J., De Franse Woorden in het Neder- 
lands. Vcrhandelingen der Koninklijke Akademie van We- 
tenschappcn te Amsterdam. Afdeeling Letterknnde. Nieuwe 
reeks, Deel VII. Amsterdam, .loh. Müller. December 1906. 
894 S. gr. 8®. 

Sanctis, De, Fr.. Studio sii (Hacomo Leopardi, a cura del prof. 
Raff. Bonari. Terza edizione. Napoli, A. Morano. 16®. 
p. viij, 849. L. 4..50. 

Simon, G., Victor Hugo. Annees d'enfance. 2e edition. In-8, 
188 p. avec 10 grav. Paris, libr. Hachette et <'ie., 1906. 
fr. 2 

Storia dei generi letterari italiani. Fase. 48-50. Milano, F. 
V5illardi, 1906 8®. p. 1 48; 1-96. [1. La satira, di Vitt. 

Ciaii (disp. 48>. 2. La commedia. di Ireiieo Sanesr (disp. 
49-50).! 

Vigny, A. de, (Euvres completes. Journal d’un poete recueilli 
et publiö sur les notes intimes, par Louis Ratisbonne. Edi¬ 
tion definitive, in-18 jösus, ‘ 23 p. Paris, libr. Delagrave. 
fr. 3.50. 

Visconti, Fil., II Filippo di V. Alfieri e il Don Garlos di F. 

Schiller. Avellino. tip. E. Pergola, 1906. 8®. p. 38. 
Vision de Tondale, La, (Tiiudgal) Textes Frangais. Anglo-Nor- 
mand et Irlandais publies pour la premiere fois par V. H. 
Friedei et Kuno Meyer. In-8. Paris, Champion, fr. 7.50. 
Weigert, L., Untersuchungen zur spanischen Syntax auf 
Grund der Werke des Cervantes. VMJl, 241 S. gr. 8®. 
Berlin. Mayer & Müller, 1907. M. 4. 

Zeller, H., Das Seerecht von Gleron iiäch der Handschrift 
Troyes (1386). Diplomatischer Abdruck nebst deutscher 
Uehersetziing. F^inleitung, Glossar und einer Handschriften¬ 
probe. Sammlung älterer Seerechtsquellen herausgegeben v. 
H. Zeller. Heft 1. Mainz, .1. Diemer. VI, 43 S. 8®. 

P e r 8 o n a 1 n a c h r i c h t e n. 

Dem Herausgeber der Mecklenburg. Volksüberlieferungen 
Oberlehrer R. Wossidlo in Waren ist von der philosophischen 
Fakultät der Universität Rostock der Doctor h. c. verliehen 
worden. 

Die ord. Professoren der englischen Philologie Dr. Al. 
Brandl in Berlin und Dr. W. Bang in Löwen sind von der 
Malone Society in London zu Ehrenmitgliedern ernannt worden. 

Prof. F a r i n e 11 i (Innsbruck) folgt einem Ruf als ord. 
Professor für germanische l>iteratur an der Universität Turin, 
t zu Mailand am 21. Januar G. J. Ascoli, 78 Jahre alt. 


Sprachatlas des Deutschen Reichs. 1906 sind fol¬ 
gende Karten abgeliefert worden: ur(j nw. sw., deiner j die 
(Satz 7. 11. 17 871], hinten^ fiört, ohne, sehr (Satz 29], ait 
[Satz 87j. und [Satz 4. 7. 91. 9II], unten, wollen sw., wollten. 
Gesamtzahl der fertigen Karten 851 (vgl. 1906 Sp. 86). 
Marburg. Wenker. 


Direkt per Post liefere ich ohne Portoberechnung zum Ladenpreise: 

Literaturblatt für germanische und romanische Philologie 

herausgegeben von 

Dr. Otto Behaghel und Dr. Fritz Neumann 

sowie alle anderen Journale und Artikel meines Verlages, wenn es unmöglich oder schwierig ist, durch 
Sortimentsbuchhandlungen zu beziehen. 

Leipzig, Karlstrasse 20. 


O. R. Reisland. 

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Pr«i« fBr drelgefpalten« Patltsaile 
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ted with Introdnction and Notes. M. 4.5Ü. 

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INHALTSVERZEICHNIS. 


WiJT Hierzu eine Beilage von B. 6. Teubner in Leipzi 


Verantwortlicher Redakteur Prof. Dr. Fritz Neumann in Heidelberg. — Druck v. G.Otto’s Hof-Buebdmekerei in Darmstadt. 

Ausgregreben am 16. Pebpuar 1907. 

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Vorwort. — Soblfiasel sur phonetischen Umschrift — Ab- | PIdchätel. — Das Tier von Milvain. La Doree. — Perche: 
kfirzungeu und Zeichen. - Binleitung: Lautlehre. — { Gedichte. Matbanvilliers(,?). — Normannisch: Gedichte. 
Formenlehre. — Zar Wortbildnngslehre. - Zur Syntax. — Gaernesey. — a. Die Witwe. Wo? b. Der .Tahrmarkts- 
Bemerknng zur Stillehre. — Berichtigungen and Brgän- künstler. Beaumont. — Lieder, a. Trevieres. b. Fon- 

anngen. - Texte. Franko-Französisch. Wallonisch: tenay-le-Marmion. c. Dives-snr-Mer. - Eifersucht. Ronen. 

Weihnachtslieder. Lüttich. - Anekdoten, a. Hannnt. - Bauerngespräch. Hantot-Saint-Sulpice. — Pikarditch: 

b. c. Boninne-lez-Namnr. d. Herve. — Weihnachtslieder. Ehrfurcht vor dem Alter. Um Beauvais. — Spott- 

Verviers — Weihnachtslieder. Stavelot. — Eine Wer- lieder. Amiens. — Der Geigenspieler. Saint-Pol. — 

bung. St. Hubert. — Pastonrelle. Revin (Ardennes). — Erinnerungen. Lille. — Couplets. Roubaix. — Bor- 

Champagnisch: Ehegeschichten. Buzancy. — Banern- gnndo-FranzÖsiseb. Jurassisch: Banerngespräche. a. 

gespräch. Somme - Tourbe. — La Bai!lette-de-Six- Amancey und Deservillers. b. Bannans. — Tienon Zazas 

Mille. Gaye. — Lothringisch: Schöner Traum und. Reise nach Paris. Urans. — Romand: Fabeln, a. Sa- 

schlimme Fahrt. Mangiennes. — Der Fischer. Aman- vagnier. h. c. C’ressier. d. Gorgier. — Lieder über die 

Weiler. — La famille ridicule. Metz. — Poaetpnee. Ehe. a. Estavayer. b. Aumont. c. Grange (Waadt). — 

Montiers-sar-SauIx. — Die widerspruchlnstige Frau. a —c. Lustige Gedichte, d. e. Anekdoten. Jurten. — 

La Chapelle.— Der Galgen von Martinpre. La Bresse. Die verlassene Schäferin. Freiburg. — Volkslieder. 

— Erzählungen and Spottlied. Les Oranges. — Fran- a. Lentigny. b. Posienx. c. Belfaux. — Tanz- n. Spott- 

ohe-Comte (vgl. auch Nr 45 a bis c): Die Verzweiflung lieder. Greyerzer Gegend. - Märchen. Torgon. — Ge- 

der Leute von Valentigney. Exincourt.-- Der lästige schichte von Pequin. Champ6ry. - OberwalTisisch: Die 

Hans. Bonrnois. — Bourgogne, Nivernais: a-g. Schild- Feen von Grand’ Combe. 6vol6ne. — Savoylsch: Wolf 

bürgergeschichten. h. S. Peter and der Teufel. nnd Fuchs. Bernex. — Gedichte. Rumilly. — Drei 

Bonrberain. - Erzähinngen. a. Demigny. b-f. Ger- Arten von Burschen. Seez. — Lyonnesisch (vgl. auch 

molles. — Volkslieder. Gegend von Chäteau-Chinon. -- Nr. 20b-f): Die drei geschickten Brüder. St.-Sym- 

Die Werbung. Charaplemy. — Orteanais: Geschichte phorien-sur-Coize. — Oeffentl. Kundmachnng. Saint- 

von Vater Croutechou. Bei Blois. — Gespräch. C’r^- • Maurice-de-rExil. — Burg.-Fr. Kolonie in Italien: An die 
painville. — Poltevinlsch: Der Vogeldieh. La Chaise. | unbefleckte Jungfrau, b. An den Fürsten v. Troja. 
-Der Ochse. Um Arcbiac.— Eine Banernlist. Annis. | Faeto. — Anhang. Kreolisch: Der Tote auf dem Esel. 

— Die vier Haymonskinder. Um Niort. — Unter- i Mauritius. — Wörterverzeichnis, 
haltnng. Lezay. — Bretagne, Maine: Der schlaue Hans. ! 








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UNIV.OF MICM. 

m 19 I90 i 


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GERMANISCHE und ROMANISCHE PHILOLOGIE. 


HERAU80EQKBEN VON 


DR OTTO BEHAQHEL 

•. 6. ProfMtor d«r Phllolofto 

an d«r UnWaraitit Ql6M«n. 


UND 


D“ FRITZ NEUMANN 

o. d. ProfMMr dar roflUuüMhm Philolofl« 
an dar Unlrerait&t Haidalbarf. 


Braekelat aiOBaUUN« 

XXVIli. Jahrgang. 


VERLAG VOK 

O. R. RBISLAND, LEIPZIG, KARL STRA SSE 2^ 

Nr. 3. 4. März-April. 


Frei« balbjkhrlieb N. S.kO. 

1907. 


Mayar-Rinlaln« Dia Scböpfdoff dar Sprache 
(Horn). 

Jaako« Sjataa dar lanfaa Endsilben im Altger* 
■aniirhen <Znbaty). 

Wal ff Dar frataaha and hjparballsebe Stil des 
■hd. Tolkaapoa (Panaar). 

Heldf Daa Wertmm ohna pronealnalaa Sabjakt io 
dar iltaran daatseban Sprache (B e b a g b e 1). 

Heiland. Hrag. von M. Hayna. 4. Aaflafa 
iBabarhal). 

Kaalfnsa-Dleachf Dia Inasenierniif daa daat- 
saban DraaMw an der Wende das 16. a. 17. Jahrh. 
(Heia). 


Eberhard -l^yoD, Synoa. UandwSrtarbaeh der 
dantsohen Spraoha (H e 1 an. 

Bayer, LIterarlaobas Bklsxenbneh < K fi o b 1 e r). 

Oadaandssonf Island am Be^n des Jabrb 
(Kahle). 

Scbflokinf, Die GmndsBfe der SatzrerknSpfkof 
Ira Baownlf (B e h a g b e 1). 

Traape Bodtker, drav and /aAr ln M. B. 
pbraaes (Horn). 

S h I p 1 e y. The Oen. Gase in Anglo-Saxon Poetry 
(Horn). 

Vischer, Sbakeapaara-Vortrice6 (Prbsoboldt). 

A a b r y f Las plns anciens aonnaents de la anslqnc 
franfaisa (Söhliger). 


ju e ■ r » D c , uv* 






(Sah neegan s). 

▼ on Waldberg, Dar eapflndsaae Roaan ln 
Fankreloh (Schneegans). 

Her sog, Seufrantös. DUlekttexte (Tappolet). 
Brnsewita, Etüde bist sar la syofaxe des pron. 

pers. dans la langoa des Pdllbres (Staaff>. 
Not all. Attrarerso 11 aedlo aro (Voss 1er). 
Meyer, Confrlbatlons to Irish Lexlcograpby 
(Thnrneysen). 

Bibliographie. 

LIt. Mitteilungen, Parsonalnaohrich- 
t e n n. s. w 


Wilhelm Meyer-Rinteln, Die Schöpfung derSpracbe. | 
Leipzig, F. ^ Grnnow, 1905. XVI und m S. 8® | 

Dieses Buch enthält die sprachwissenscbaftlicben | 
Entdeckungen von Wilhehn Meyer aus Rinteln, Entdeck- 
ongen von ungeahnter Tragweite. Seine Sprachgesetze | 
geben den Vokalen ihre unumschränkte Freiheit wieder, | 
und auch die Konsonanten dürfen sich wieder nach Be- 
lieben bewegen. Die Wurzel tu an- ‘fliessen* z. B. spaltet 
sich auf Grund von nicht gerade beengten „Sprach- 
gesetzen“ in Main, Rhein, Memelf Leine, Mur, Ruhr 
und viele andere Flnssnamen. Ich brauche nicht zu 
sagen, dass Meyers Sprachgesetze ein schauderhaftes 
Erzeugnis des krassesten Dilettantismus darstellen. 

Aber das Ist noch nicht das Interessante an der 
Sache. Solche revolutionären Bücher kommen immer 
einmal von Zeit zu Zeit. Aber nicht jeder Sprach- 
wittcnschafts-Revolutionär hat einen Bruder, der sich 
für seine Ideen gewinnen lässt. Wilhelm Meyer ans 
Rinteln jedoch bat einen Bruder, Dr. Ernst Meyer. Der 
„beschäftigte sich in der ersten Zeit seines akailemischen 
Studiums eifrig mit Sprachfragen, wandte ihnen aber 
mehr und mehr den Rücken, da er auf diesem Gebiete 
die grosse Notwendigkeit des Seins vermisste“ (S. X). 
Dieser sachverständige Bruder ist wohl identisch mit 
Dr. Emst Meyer in Rnbrort, der sich bemfen fühlt, die 
Welt bekannt zu machen mit den epochemachenden Ent¬ 
deckungen, die dem „forschenden Menschengeist“ (d. h. 
Wilhelm Meyer ans Rinteln) gelungen sind. Und wer 
druckt seinen von Unsinn und Lobsprüchen auf den gros- 
len Entdecker strotzenden Artikel ab? Die „Zeitschrift 
für deutschen Unterricht“ (XX, 145 bis 171), die 
auf jedem Titelblatt die Erinnerung an Rudolf Hilde- 
brand weckt! 

Giessen. Wilhelm Horn. 

Senatava dlonhych koacoyych y staiA germänötiiie. Nap- 
sal Dr. Jose! Janko, lektor ^eskfe university v Praze (System 
der langen Endsilben im Altgermanischen. Von Dr. Josef 
Janko, Lektor a. d. böhm. üniv. in Prag). Prag 1908. Ver¬ 
lag der KgL Böhm. Ges. d. Wiss. (Komm. F. Bivnä^). XI 
und 894 8. 

Das vorliegende Buch, des Verfr. Habilitationsschrift, 


gehört zn jenen, die sehr schwer zu besprechen sind, 
wenn die Bespreclinng keinen grossen Raum beanspmehen 
darf; schon die Inhaltsangabe allein wurde, sollte sie 
einigermassen erschöpfend sein, bei der Mannigfaltigkeit 
der darin besprochenen sprachlicben Tatsachen einen be¬ 
trächtlichen Umfang erreichen müssen, znmal das in der 
böhmischen Sprache geschriebene Buch gar, manchem 
Forscher nicht direkt zugänglich sein dürfte. Doch ist 
der Ref. diesmal in der angenehmen Lage, auf Janko’s 
unlängst erschienene Selbstanzeige (im Anzeiger der Idg. 
Forsch. 15, 246—271) verweisen zn können. 

In der Einleitung gibt J. eine Uebersicht der bis¬ 
herigen Versuche, die Geschichte der langen Anslant- 
silben im Germ, anfznbellen; im folgenden „Allgemeinen 
Teile“ spricht er sich über Tatsachen, die als Mittel 
dazu in Betracht kommen können und insbesondere über 
die Unterschiede in der Tonqualität von langen Silben 
aus, deren Bedeutung in der ganzen Frage anch für J. 
den Ansschlag geben, wobei er anch die lantkombina- 
torischen Umstände, die Umgebnng, in der sich die be¬ 
treffende Länge befindet, d. h. ob und was für ein kon¬ 
sonantisches oder balbvokalisehes Element ihr nacbfolge, 
ferner die Silbenzahl der betreffenden Wortform ge¬ 
bührend gewürdigt wissen will. U. a. bezweifelt J. die 
Stichhaltigkeit des vermeintlichen Beweises für das Vor¬ 
handensein der geschleiften Tonqualität im Ai., nämlich 
der sog. vediseben Zerdehnnng. Diese Zweifel hat Ref. 
anf dem Gewissen. Ohne auf den Gegenstand hier näher 
einzngehen, möchte derselbe doch die Frage anfwerfen, 
ob dem lit. und gr. Unterschiede zwischen gestossenen 
und geschleiften Anslantslängen im Ai. nicht eher jener 
zwischen gewöhnlichen ans]. Langvokalen und den sog. 
pra^Aya-Vokalen entspricht? Die letzteren unterschei¬ 
den sich bekanntlich dadurch von jenen, dass sie im 
Veda nicht der Regel vocalis ante vocalem, in der spä¬ 
teren Sprache nicht den sonst üblichen Sandbierschei- 
nnngen nnterworfen sind: inwiefern ein pragfhya anf 
eine bereits ursprachlieh geschleifte Länge zurückzn- 
fnbren, wäre natürlich erst zn untersuchen. Z. T. mag 
anch der Unterschied zwischen dem emrita- nnd ud(Uta- 

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1907. Literatorblatt für germanische and romanische Philologie. No. 3. 4. 


Akzent etwas ähnliches gewesen sein, wiewohl es sich 
hier beim Akzent bereits wohl sicherlich um eine 

speziell ai. Erscheinung handelt. 

Der eigentliche Schwerpunkt der Arbeit liegt in 
dem „Systematischen Teile“ (S. 36 ff.), wo die in 
Betracht kommenden gerra. Auslaute besprochen werden. 
J. behandelt zunächst unter selbstverständlicher bestän¬ 
diger Berücksichtigung der Tonqualitäten die offenen 
langvokalischen Endsilben urgerm. -ö (urspr. -d, -ö), -ö, 
-f, -w, ferner die langen Nasalauslante urgerm. -ö" (ur¬ 
spr. -dm, ’öin usw.), -5", -f*, -d", die kurz- und lang¬ 
diphthongischen Endungen urgerm. -ai (urspr. -at, -oi), 
-aa, -ei, -öi (urspr. -ai, -öi), -öu, -^i, -ön, die langen 
-f*-Auslaute urgerm. -ör, -er, und scliliesslich die langen 
-s- Auslaute urgerm. -ös -öz, -Bs, ts -iz, -ms -üz, -aiz, 
-auz -iuz] überall werden nach Gebühr ein- und mehr¬ 
silbige Belege der einzelnen Fälle auseinander gehalten, 
üeberall wird eingehend die bisherige den Einzelfragen 
gemidmete Literatur vorgeführt und geprüft, ein Um¬ 
stand, der dem Buche auf den ersten Blick einen vor¬ 
wiegend referierenden Charakter verleiht, den man dem¬ 
selben jedoch in Anbetracht des einheitlichen Bildes, 
welches der Verf. durchzuführen beflissen ist und des 
wirklichen Fortschrittes, den jegliche systematische Kritik 
eines Gegenstandes in allen seinen Einzelnheiten zur 
Folge hat, nur mit Unrecht zum Vorwurf machen würde. 
Mit mehr Recht könnte man vielleicht in der Anlage 
des Werkes eine vollständige Folgerichtigkeit vermissen. 
Nachdem ja den auslautenden Kurzdiphthongen -ai, -au 
usw. ein selbständiger Abschnitt zuteil geworden, würde 
man erwarten, dass dies auch bei den kurzvokalischen 
Endungen mit ausl. Nasalen und r der Fall sein wird; 
wir wollen ja ausdrücklich erwähnen, dass es an ge¬ 
legentlichen Ausführungen über dieselben nicht fehlt. 
Und nachdem ursprüngliche -s-Auslaute für sich behan¬ 
delt werden, wäre es vielleicht nicht unangemessen ge¬ 
wesen, auch den urspr. Endungen auf -t, -d (usw.) einen 
besonderen Abschnitt zu widmen; weil urspr. auslautende 
Explosiven bereits im Urgerm. abgefallen waren, werden 
die betreffenden Wortbildungen mit unter den urspr. 
vokalisch, bezw. diphthongisch auslautenden besprochen, 
aber eine Sonderstellung wäre vielleicht schon aus dem 
Grunde zu empfehlen gewesen, weil dadurch gewisse 
chronologische Präjudizien z. B. den Nasal anslauten 
gegenüber würden vermieden worden sein (womit ja 
nicht gesagt sein soll, dass auch dem Ref. das frühere 
Datum des Abfalls von ausl. urspr. Explosiven nicht fest 
stehen würde). Doch sind dgl. Fragen ja immer von 
einem mehr subjektiven Charakter. 

Auf die Einzelnheiten des „Systematischen Teiles“ 
einzugehen, ist dem Ref. unmöglich; des Mangels an 
Raum wegen und auch deshalb, weil er da das Wort 
Forschern überlassen muss, die den germanischen Aus¬ 
lautsverhältnissen näher stehen als er. Um was für 
Formen es sich da handelt, ersieht man wohl aus der 
oben gegebenen Uebersicht der im Buche besprochenen 
Auslaute am besten, wobei abermals an des Verfs. ein¬ 
gangs erwähnte Selbstanzeige verwiesen werden möge. 

Ref. braucht nicht des Näheren darauf aufmerksam 
zu machen, dass im Buche gar oft verwickelte, im einzel¬ 
nen wohl für immer unlösbare Fragen aufgerollt werden: 
wie soll man schon heute über die Vorgeschichte der im 
ältesten Germ, vorliegenden Endungen überall genauen 
Bescheid wissen, wo ihr Ausgangspunkt, die ursprach- 
lichen Verhältnisse, deren Aufhellung ja selber wiederum 


von den gegebenen historischen Tatsachen ans veimht 
werden muss, noch immer in vielfacher Hinsicht so recht 
nebelhaft sind? W’ie der wohltuend gesonnene und be¬ 
scheidene Ton, in welchen sich Janko*s Darstellungsweise 
hält, beweist, ist er sich selber wohl bewusst, auf einem 
wie schlüpfrigen Boden er sich in seinem Buche meist 
bewegt; fügen wir noch hinzu, dass das Buch auf Schritt 
und Tritt nebst dein von inniger Vertrautheit mit dem 
Gegenstände und mit der demselben gewidmeten Lite¬ 
ratur sowie von einem richtigen Sinn für Sprachgeschicht- 
liche Erscheinungen zeugt, so sehen wir eine Reihe von 
Eigenschaften beisammen, die jedenfalls für Jauko’s wei¬ 
tere wissenschaftliche Tätigkeit die günstigste Prognose 
nahe legen. 

Smichov bei Prag. Josef Zubaty. 


Leo Wolf, Der groteske und hyperbolische Stil des 
mittelhochdeutschen Volksepos. Berlin, Mayer u Müller. 
1903. (Palaestra XXV). 161 S. S«. M. 4.50. 

Die vorliegende Schrift bietet einen wichtigen Bei¬ 
trag zur Erforschung des Stils unserer nationalen Epen, 
die seit einigen Jahren mit so erfreulichem Eifer ein¬ 
gesetzt hat. 

Eine Einleitung charakterisiert das Problem. An¬ 
sprechend stellt der Verfasser eine Reihe von Zeugnissen 
zusammen zum Beweise, dass die fragliche Eigentümlich¬ 
keit des epischen Stils schon in der Zeit seiner Geltnng 
empfunden und kritisiert wurde. Man wundert sich billig, 
hier die älteste und interessanteste Stelle nicht mit anf- 
geführt zu finden, an der ein Kritiker das ‘yperbolice 
Reden mit einem Zitate ans deutscher Dichtung belegt: 
Notkers Anführung jener bekannten Verse von dem un¬ 
geheuren Eber in der Sankt Galler Rhetorik. 

Nach stofflichen Gruppen geordnet legt der Verf. 
sodann sein Material vor. Er entfaltet alle die grotes¬ 
ken und hyperbolischen Elemente, die bei der Schilderung 
des Helden, des Kampfes, der Elementar- und Fabel¬ 
wesen (Riesen und Zwerge, wilden Tiere, Engel und 
Teufel), der Frau und der Liebe begegnen; ein Schluss¬ 
kapitel bespricht noch die Schilderung von Verkleidungen 
und Betrügereien, von Wunderdingen, grossem Reichtum 
und fürstlicher Freigebigkeit. Die Belege wollte der 
Verf. nur für die „extremeren Hyperbeln“ vollständig 
geben, um sonst sich mit einer Auswahl von Beispielen 
zu begnügen. Es ist aber auch beim Selteneren nicht 
immer Vollständigkeit erreicht und man wünschte wohl 
durch gehende, dass der Verf. mit Mitteilung des Gesam¬ 
melten freigebiger gewesen wäre. Einzelne Abschnitte 
sind auch in den Beobachtungen etwas dürftig ausge¬ 
fallen (z. B. Epitheta des Helden oder das grosse und 
höchst anziehende Gebiet des Kampfwitzes); wenige 
Punkte vermisst man ganz. , Nicht ohne Vorteil wäre 
eine sorgfältigere Benutzung der einschlägigen Fach¬ 
literatur gewesen. Die sagengeschichtlichen Untersuch¬ 
ungen Heinzeis z. B. hätten dem Verf. für manches Mo¬ 
tiv, das er bespricht, reichhaltigere Sammlungen und zu¬ 
gleich anregende Gesichtspunkte für die Beurteilung ge¬ 
boten. Unbekannt scheint ihm auch des Rezensenten 
‘Hilde-Gudrun* geblieben zu sein, wo ebenfalls manches 
Einschlägige besprochen und vollständiger belegt war, 
als hier geschehen ist. 

Auch so aber bieten die Zusammenstellungen des 
Buches ein nicht geringes Interesse. Und nicht nur um 
ihrer selbst willen. Deutlich geht aus ihnen hervor, wie 
stark doch die einzelnen Dichtungen, die wir als „Volks- 

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1907. Literatorblatt für gemanische and romanische Philologie. Nr. 8. 4. 


epen* zasammenzufassen pflegen, auch in ihren Ansdmcks- 
formen von einander abweichen. Der Verf. nnterscheidet 
sie in drei Gruppen; eine ‘höflsch stark beeinflusste’, die 
Nibelungenlied, Gndrun, Biterolf und Klage umfasst, eine 
zweite in „verhältnismässig echtem Volkston(Dietrichs 
Flucht, Rabenschlacht, Ecke, Sigenot, Virginal), endlich 
eine „spielmännisch gefärbte" dritte Gruppe, aus Lanrin, 
den lü)sengärten, Ortnit und den Wolfdietrichen beste¬ 
hend. Innerhalb jeder einzelnen Gruppe zeigen sich aber 
wieder sehr bedeutende Abstufungen. Dazu kämen nun 
noch die Spielmannsepen im engeren Sinne, die für die 
Darstellung selbst durchaus herangezogen sind. Hier 
wäre wohl eine strengere Sonderung erwünscht gewesen; 
denn es ist klar, dass durch Stoff und Darstellung eines 
Salman, mehr noch eines Orendel und Oswald manches 
fremde und störende Element in eine Beschreibung des 
Stils der mhd. Volksepen, d. h. der epischen Darstellung 
unsrer Heldensage, hinein kommen musste. 

Weniger befriedigend als die Zusammenstellung des 
Stoffes ist seine Beurteilung in der vorliegenden Schrift 
ausgefallen. Es fehlt hier etwas an Sicherheit und Reife, 
an weiteren Ausblicken. Der Verf. betont grundsätzlich 
und sehr richtig, dass sein Material nicht mit modernem 
Empfinden beurteilt werden dürfe. Er ist dieser Gefahr 
aber nicht überall entgangen; es fehlt auch jede Bemer¬ 
kung, wie weit manches, was uns hyperbolisch oder gro¬ 
tesk scheinen möchte, etwa in der Kultur einer ver¬ 
gangenen Zeit begründet war. Nirgends auch findet man 
bei den kritischen Erörterungen die Individualität des 
Dichters in Anschlag gebracht. Es ist, als ob der Verf. 
unter der romantischen Vorstellung gestanden hätte, dass 
diese Epen sich gleichsam von selber gedichtet hätten, 
ans den Elementen nämlich, die dafür ein für allemal 
vorhanden waren. Das wäre ungefähr, als wenn man 
sich vorstellte, dass ein jeder auch immer ganz das 
gleiche Gemälde (nicht stofflich natürlich, sondern der 
künstlerisch - technischen Eigenart nach) hervorbringen 
könnte, wenn er sich nur eben derselben Farben wie die 
anderen bedient. Dem Verf. schwebt bei seiner Beurtei¬ 
lung immer nur ein Wollen vor; Kunst aber kommt von 
können und dies war beim Einzelnen und zu verschiedenen 
Zelten ein verschiedenes. Nicht minder aber wechselten mit 
den Zeiten auch geistige Verfassung und Ansprüche des 
Publikums und es ist unzulässig aus einer Aendernng in 
der Tendenz der Kunstwerke immer gleich schliessen zu 
wollen, dass diese nun auf eine andere soziale Schicht 
der Nation orientiert gewesen seien. Ganz abgesehen 
davon, dass auch ein standesmässig abgegrenztes Publi¬ 
kum nie eine durchaus homogene Masse daratellt; in 
seinem Hause waren zu allen Zeiten gar mancherlei 
Wohnungen. 

Die Schwäche des Buches liegt eben überhaupt da¬ 
rin, dass es ausschliesslich beschreibend ist. Nur durch 
geschichtliche Untersuchung aber kann das gesammelte 
Material richtig beurteilt und wahrhaft fruchtbar ge¬ 
macht werden. Freilich wäre dazu ein ziemlich weites 
Ansgreifen nötig gewesen. Es musste durchgängig der 
Stil der alliterierenden Epik herangezogen werden, wo¬ 
bei man sich nicht auf die deutschen Denkmäler hätte 
einschränken dürfen. Dänische Volkslieder hat der Verf. 
mehrfach verglichen, warum nicht deutsche? Die höfische 
Epik ist hie und da, ganz vereinzelt und zufällig, beran- 
ffezogen; ihre durchgehende Vergleichung würde manches 
scharf beleuchten. Die Vergleichung des Stils der Chan¬ 
sons de geate, zu der in der Einleitung ein schüchterner 


Ansatz gemacht wird, müsste fhichtbare Gesichtspunket 
bieten. Aber auch stoffgescbichtliche Erörterungen kön¬ 
nen hier, wo es vielfach gleichzeitig um stofiTliche und 
stilistische Motive sich handelt, gar nicht vermieden 
werden; der Verf. bringt da öfter ganz vage Betrach¬ 
tungen, wo er in den einschlägigen sagengeschichtlichen 
Untersuchungen schon bestimmte Auskunft über Ursprung 
und Entwicklung aer betreffenden Motive hätte finden 
können. 

Doch genug der Wünsche, die ja gewiss leichter 
auszusprecben als zu erfüllen sind. Wir wollen nicht 
undankbar von der Arbeit scheiden und gerne nochmals 
ausdrücklich anerkennen, dass der Verf. in dieser Erst¬ 
lingsschrift umsichtig und fleissig ein sehr reiches Ma- 
teriäl zusammen getragen hat, das jeder, der mit unseren 
alten Epen sich beschäftigt, immer wieder gerne und 
mit Nutzen einsehen wird. 

Frankfurt a. M. Friedrich Panzer. 


Karl Held, Das Verbum ohne pronominales Subiekt 
In der älteren deutschen Sprache. [Palaestra X^I.] 
Berlin, 1908. Mayer und Müller. 163 S. 8*. M. ö. 

Es verdient lebhaft Anerkennung, dass Held sich 
eine Aufgabe gestellt bat, wie sie leider noch immer 
sehr selten in Angriff genommen werden. Die Syntax 
— wie die Stilistik — bedarf vor allen Dingen, dass 
einzelne Erscheinungen durch grössere Gebiete hindurch 
verfolgt werden. Das hat denn auch Held getan, indem 
er das Auftreten oder Fehlen des pronominalen Subjekts 
neben dem Verbum in den Fällen, wo kein nominales 
Subjekt vorhanden ist, nntei*sucht und zwar für die Zeit 
vom Auftreten deutscher Sprachqnellen bis hinein in das 
sechzehnte Jahrhundert. Es ist ein umfangreiches Ma¬ 
terial, das Held bewältigt hat, und so erfahren wir denn 
eine ganze Reihe von interessanten Tatsachen und er¬ 
halten ein elnigermassen zuverlässiges Bild von der Ent¬ 
wickelung. Namentlich der Abschnitt, der dem 16. Jahrh. 
gewidmet ist, bietet Dinge, die bis jetzt wenig bekannt 
waren. 

Freilich nicht alles, was H. bringt, ist neu und be¬ 
merkenswert. Es ist ein lustiges Stücklein, wenn er 
S. 25 ausführt, dass „die Möglichkeit, das Pronomen der 
3. Pers. ganz isoliert fehlen zu lassen, im Ahd. bereits 
gering geworden, die Auslassung vielmehr nur dann statt¬ 
haft ist, wenn der jeweilige Zusammenhang eine äussere 
Kennzeichnung des Subjekts für das Verständnis entbehr¬ 
lich macht". Man fragt sich erstaunt: gibt es denn im 
Gotischen, gibt es im Lateinischen, Griechischen oder 
sonst irgendwo dritte Personen des Verbums, die „der 
äusseren Kennzeichnung des Subjekts" entbehren können, 
wenn dieses nicht ans dem Zusammenhang erschlossen 
werden kann ? Natürlich machen die Verba Impersonalia 
und Fälle wie lat. dicunt „man sagt" eine Ausnahme. 

Wenn ich vorhin das uns von Held gezeichnete Bild 
als „einigermassen zuverlässig" bezeichnet habe, so habe 
ich zu dieser Einschränkung einen doppelten Anlass. Ich 
habe im allgemeinen nicht nachgeprüft, wieweit man auf 
Heids Angaben bauen darf, aber an einer S eile kann 
ich ohne weiteres zeigen, dass er mit sträflicher Leicht¬ 
fertigkeit gearbeitet bat. S. 36 wird die asyndetische 
Parataxe besprochen {stuant^ roz). Daraus geht zunächst 
hervor, dass er an dieser Stelle seiner Arbeit meine Ab¬ 
handlung Germ. 24, 167 noch nicht gekannt hat. Er 
selber behauptet nun, dass, abgesehen von Tat. 59, I 
Tatian sonst stets eine Konjunktion {inii) zwischen beide 


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1907. Literatarblatt für germanische nnd romanische Philologie. Nr. 8. 4. 


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Verba setze oder Partizipialkonstrnktion an wende. Ich 
weiss nicht, was Held hier mit seinem Tatian angefangen 
hat: ich habe a. a. 0. 168 fF. nicht weniger als 40 Bei¬ 
spiele für das Asyndeton aus Tatian verzeichnet. Und an 
einer andern Stelle ertappe ich ihn auf derselben Fährte. 
S. 40 steht die merkwürdige Regel, dass die meisten 
Beispiele für das Fehlen des Pronomens im übergeord¬ 
neten Satze sich bei vorstehendem Temporalsatz fänden. 
Dafür werden 9 Belege gegeben unter Zufügung eines 
n. 0.; ihnen wird dann ein einziges Beispiel aus Tat. 
gegenübergestellt, wo das Gleiche bei einem Bedingungs¬ 
satz der Pall ist. Ich habe nun die Belege für oha 
nachgeschlagen, die Sievers in seinem Wörterbuch in den 
ersten 18 Zeilen seines diesem Wörtchen gewidmeten 
Artikels verzeichnet, und kann daraus 9 weitere sichere 
Belege beibringen, die sich dem einzigen von Held zur 
Seite stellen: 65, 2; 67, 10; 96, 2 (zweimal); 104, 5; 
119, 7; 135, 5 (zweimal); 135, 24. Also Vorsicht gegen¬ 
über Heids Aufstellungen! 

Ein Mangel grundsätzlicher Art ist aber für die 
ganze Arbeit verhängnisvoll geworden. Held hat keine 
Ahnung von der Bedeutung der statistischen Methode für 
sprachgeschichtliche Forschungen. -Angaben wie „gern“, 
„häufig“, „gewöhnlich“ werden oft genug angewandt. 
Aber man erfährt nicht, in welchem Verhältnis diese 
„häufigen“, „gewöhnlichen“ Fälle zu dem Auftreten an¬ 
derer Möglichkeiten stehen; man i t nicht sicher, ob die 
Seltenheit oder Häufigkeit gewisser Erscheinungen etwa 
bloss daher rührt, dass die Möglichkeit für ihr Auftreten 
sehr gering oder sehr gross ist; der Verf. hat sich und 
uns nicht einmal immer gesagt, ob andere Möglichkeiten 
überhaupt vorhanden sind. Dass durch diesen Mangel 
die Erklärung und AulFassung der Erscheinungen wesent¬ 
lich beeinträchtigt wird, versteht sich von selbst. S. 10 
und 11 wird behauptet, das Pronomen beim Imperativ 
stehe im Sinn einer gemilderten AuflTorderung, oder um 
der Aufforderung eine gewisse Emphase zu verleihen. 
Um das wirklich zu beweisen, müsste einerseits gezeigt 
werden, dass in anderen Bedeutungsverhältnissen das Pro¬ 
nomen weniger häufig steht, anderseits, dass bei der ge¬ 
milderten Aufforderung und in der Emphase die Form 
ohne Pronomen seltener auftritt, als es dem Gesamt¬ 
verhältnis entspricht. Natürlich können solche statisti¬ 
sche Angaben nicht für das gesamte Material gemacht 
werden, sondern es müssen einzelne Abschnitte zum Durch¬ 
zählen ausgewählt werden. S. 12 wird behauptet, dass 
der emphatische Imperativ mit dem Pronomen am häufig¬ 
sten in der Gebetsanrede an Gott erscheint: keine Spur 
von der Erwägung, ob nicht eben der emphatische Im¬ 
perativ überhaupt gerade in dieser Verwendung im Ge¬ 
bet besonders häufig ist. S. 23 u. 24 wird gesagt, bei 
Otfrid fehle das Pronomen „gern“ in der Anrede an den 
Leser, „aber auch iniferhalb der Erzählung“ ; für das 
erste 8 Beispiele, für das zweite 9 Belege, also auch 
nicht die Ahnung eines Versuchs, das „gern“, zu be¬ 
gründen durch die Beibringung von Verhältniszahlen. 
S. 39 wird gelehrt, dass in Relativsätzen öfters das 
Pronomen der 1. u. 2. Person fehle {ih him druhtin^ 
dher dhih nenmin), dass aber die Originaldenkmäler 
keine Beispiele für fehlendes Pronomen in Relativsätzen 
böten: kennt denn Held alid. Beispiele für der ich dich 
nenne^ der du bist? S. 75 wird gesagt, das Fehlen des 
Pronomens in der 3. Pers. des Optativs sei am häufig¬ 
sten in der Lyrik, komme daneben auch im Epos, zu¬ 
mal in späterer Zeit vor. Sollte nicht am Ende der 


Optativ in der Lyrik überhaupt öfter auftreten als im 
Epos? Wenn für das Epos der Zusatz gemacht wird 
„zumal in späterer Zeit“, so beruht das hauptsächlich 
auf der bemerkenswerten Tatsache, dass Thomasins wel¬ 
scher Gast ein Epos ist! S. 78 wird die Wahrnehmung 
gemacht, dass im Nibelungenliede fast alle Fälle des ein¬ 
geschobenen waene dem zweiten Teil angehörten ; wieder 
ist nicht gefragt, ob etwa im Auftreten der I. Pers. Sgl. 
überhaupt ein Unterschied zwischen erstem und zweitem 
Teil bestehe. 

Gegen die Erklärungen, die der Verf. gibt, hätte 
ich im einzelnen noch gar manches einzuwenden. Der 
Einfiuss des Metrums ist nicht sorgfältig genug geprüft; 
S. 112 begünstigt es im Frühnhd. den Wegfall des Pro¬ 
nomens, während es S. 117 die Hinzufügung befördert. 
Die Tatsache, dass die Sprache der Poesie archaisch ist, 
spielt kaum eine Rolle in den Erwägungen des Verfassers. 
Giessen. 0. Behaghel. 

Heliand nebst den Bruchstücken der altsächsisch. Genesis. 

Mit ausführlichem Glossar hrsg. von M. Heyne. Vierte Aull. 
Paderborn, Schöningh. 1905. 402 S. 8®. M. 6. 

Heynes Heliandausgabe, der die Heliandforschung 
und der germanistische Unterricht so wesentliche För¬ 
derung verdankt, liegt nunmehr in vierter Auflage vor. 
Der Text ist auf Grund der neueren Arbeiten durch- 
gesehen, die Genesisbruchstücke und die Vorreden neu 
aufgenommen. Das Rückgrat des Werkes ist sein aus¬ 
führliches Wörterbuch, um das es jede spätere Ausgabe 
zu beneiden hat. Zu ihm möchte ich zugunsten der fol¬ 
genden Auflagen einige Berichtigungen geben, bei denen 
es sich insbesonders um die Ausfüllung alter Lücken 
handelt. Unter aldar 1. 725 statt 74. — alowaldo: 
der Gen. Sgl. steht auch 294. — ansinui fehlt (58071). 

— bidan : was soll zu Ende des Artikels der Verweis 
auf 3540? — anbiodan: die Bedeutung bringen, dar¬ 
bringen ist ganz zu streichen; 5317 heisst anb. nichts 
anderes als entbieten. — gibod: es. fehlt der Dat. Sgl. 
4552. — fardon: es fehlt das einzige verbale Beispiel 
aus dem Heliand 5378. — fard: die Bedeutung be¬ 
tretener Weg, Fahrt passt nicht; weder vom einen 
noch vom andern kann etwas hinweg genommen werden. 

— biforan: let man simla then enon biforan steht 
2788, nicht 4820. — haldan: die erste Bedeutung ist 
zu streichen; sie entspricht zwar der früheren, aber 
nicht der jetzigen Lesung des Verses, der doch unter 
thingstedi Rechnung getragen ist. — hem: wie kommt 
man eigentlich hier zum Ansatz des männlichen Ge¬ 
schlechts, da doch das einzige Beispiel mit deutlichem 
Geschlecht das Neutrum aufweist? — Es fehlt hitean 
(2461), ebenso gihnegian (5657), kribbia (382), lioßico 
(381), lindirerod (2899, 4157), nenig (4369), nidura 
(2421), obarhugd (4256), uanon (3629), biwardon 
(2562), farwardoyi (4980). 

Giessen. 0. Behaghel. 

Carl Hermann Kanlfuss-Diesch, Die Inszenierung 

des deutschen Dramas an der Wende des sechzehnten u. 
siebzehnten Jahrhunderts. Ein Beitrag zur älteren deut¬ 
schen Bühnengeschichte { — Probefahrten. Erstlingsarbeiten 
aus dem deutsclien Seminar in Leipzig, hrsg. von Albert 
Köster. Band Vlll). R. Voigtländers Venag, Leipzig, 
1905. VHl, 226 S. 

Zweck dieser Schrift ist es, die Entwicklung der 
deutschen Bühnenkunst in der Zeit des Einflusses der 
englischen Komödianten zu untersuchen. Nach zwei Rich¬ 
tungen hatte das zu geschehen: es musste einerseits die 


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1907. Literatarblatt für germanische nnd romanische Philologie. Nr. 8. 4. 


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Bühneneinrichtung seihst anderseits die Darstellung nn- 
tersncht werden. Vorausgeschickt wird in der Einleitung 
eine Orientierung über die alteren deutschen Bühnen- 
verliältnisse nnd eine Charakterisierung der drei streng 
nach den Gattungen der Stücke geschiedenen Bühnen¬ 
typen nümlich 1) der Bühne der Mysterien mit ihren 
drei festen Standorten (Himmel, Welt, Hölle) zwischen 
denen auf der Bühne seihst ein Verkehr nicht möglich 
ist, 2) der Bühne des Fastnachtspieles, die eine ursprüng¬ 
lich völlig neutrale Bühne ist, auf der jedoch nach Be¬ 
darf für einzelne Szenen vorübergehend Standorte ge¬ 
schaffen werden, und 3) der Bühne des Schuldramas, die 
im wesentlichen mit der Terenzschen Bühne (einfaches 
Böhnenfeld mit fünf durch Vorhänge abgeschlossenen 
Türen (‘Szenen*) in der Rückwand) identisch ist. Das 
Meistersingerdrama benutzt die Bühne des Fastnachts¬ 
spieles und dieselbe Technik herrscht auch noch in den 
unter dem Titel Llebeskampf vereinigten und 1(530 als 
zweiter Teil der englischen Tragödien und Komödien 
publizierten sechs Dramen. 

Die englischen Komödianten haben diesen deutschen 
Buhnen gegenüber einen ganz anderen Bnhnentypus an¬ 
gewendet, bestehend ans der stets neutralen Vorder¬ 
bühne, der stets eine bestimmte Oertlichkeit darstellen¬ 
den überdeckten Hinterbühne und der Oberbühne; zu 
ihrer weiteren Ausgestaltung gehörten Galerien, Aus- 
nnd Eingänge, Nebenräume nnd Versenkung. Dagegen 
haben wir keinen Grund, wie es vielfach geschieht, 
zwischen Vorder- nnd Hinterbühne einen Vorhang anzu- 
nebmen. Alles spricht vielmehr gegen die Existenz eines 
solchen (K. S. 31 ff.), und K. vermutet deshalb, dass der 
Zwiscbenvorbang auf italienischen Ursprung zurückgeht. 
An die Ausführungen über die englische Bühne schliesst 
K. den ausführlichen Nachweis, dass ihr die von Herzog 
Heinrich Julius von Braunschweig gebrauchte Bühne voll¬ 
ständig entspricht; er hat die englische Einrichtung be¬ 
wusst und in vollem Umfang übernommen. Ebenso hat 
er von den Engländern auch das Grundprinzip der Dar¬ 
stellung übernommen: einen auf die Spitze getriebenen 
Naturalismus, der auch vor Uebertreibungen nnd Roh¬ 
heiten ärgster Art nicht zurückscbreckt; wie jene so liebt 
auch er übertriebene mechanische Ausdrucksbewegungen 
zur Hervorhebung starker seelischer Affekte, und den 
Typns des Narren hat er ganz getreu seinen Lehrmeistern 
entlehnt, die in diesem Punkte allerdings zum Teil wieder 
unter Einfluss der deutschen Tradition standen. 

Bei Ayrers Dramen erhalten wir kein ebenso ein¬ 
heitliches Bild. Wir haben hier zwei Abschnitte zu 
unterscheiden: die Zeit ehe Ayrer von den Engländern 
beeinflusst ist, und die nach dem Eintreten dieses Ein¬ 
flusses. In die erste Zeit gehört nach K. nur ein Stück: 
das Drama von Kaiser Heinrich II. und der/Gründung 
Bambergs. Seine gegen Robertsons abweichende Chro¬ 
nologie der Ayrerschen Dramen gemachten Einwendungen i 
sind durchaus einleuchtend. Tn diesem ersten Drama ist 
die Heistersingerbühne vorausgesetzt. Schon in seinem | 
zweiten Stück zeigt sich der Einfluss der Engländer. | 
Aber er hat sich an sie nicht so eng angelehnt wie | 
Herzog Heinrich Julius. Seine Bühne ist eine Verbin- ' 
düng der Meistersingerbühne und der englischen Bühne. ' 
Von jener hat er die nicht in Vorder- und Hinterbühne 
geteilte Neutralbühne und die Standorte, wobei beach¬ 
tenswert ist, dass er nie zwei Standorte nebeneinander 
legt, die nicht auch in Wirklichkeit nebeneinander liegen. 
Die Versenkung ist ebenfalls schon der Meistersinger- i 


bühne bekannt, sodass es nicht nötig ist, ihre Verwen¬ 
dung dem englischen Einfluss zuzuschreiben. Von den 
Engländern hat er dagegen den Balkon (die Zinne) über¬ 
nommen, nnd mit ihm die dom Meistersingerdrama fehlen¬ 
den Türen der Rückwand, den sogenannten Aufgang. 
Er gab diesen Türen den Charakter der Szenen im 
Schnldrama und näherte sich so der Terenzbühne. 

Ganz ähnlich ist das Bild das wir von Ayrers Dar¬ 
stellung erhalten. Auch hier ist natürlich im ersten 
Drama noch kein englischer Einfluss zu verspüren; zwar 
liebt Ayrer von Anfang an starke Effekte, aber es fehlt 
noch die naturalistische Herausarbeitnng derselben, die 
Aeusserungen bleiben konventionell. Das ändert sich 
dann unter dem Einfluss der Engländer, ohne dass 
jedoch derselbe Grad naturalistischer Darstellung er¬ 
reicht wurde, der uns bei jenen und bei Heinrich Julius 
entgegentritt. Hat dies seinen Grund ln dem mangeln¬ 
den „Können" Ayrers, so zeigen andere Punkte, dass 
er sich doch auch absichtlich und bewusst nicht so aus¬ 
schliesslich dem fremden Einfluss hingegeben hat wie 
jener. Sowohl in der Darstellung des Teufels wie der 
komischen Figuren begegnen bei ihm viele Züge, die 
nicht den englischen Vorbildern entsprechen, sondern tief 
in der heimischen Tradition wurzeln; die beiden volks¬ 
tümlichen deutschen Narrengestalten: Claus Narr und 
Till Eulenspiegel hat er sogar zu Helden zweier Sing¬ 
spiele gemacht. Auf das Vorbild des alten deutschen 
Dramas, nicht der Engländer, gehen auch Ayrers Kinder¬ 
szenen zurück. So schliesst K. mit Recht, dass für 
Ayrer das englische Element immerhin nur eine Zutat 
war, die er mit mehr oder weniger Geschick mit der 
alten Tradition des Meistersingerdramas verband, auf der 
er weiterbaute. 

Im Anhang I werden kurz einige weitere Dramen 
aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts behandelt, bei 
welchen ebenfalls eine Verschmelzung der englischen 
Bühne mit der deutschen, teils mit der der Meistersinger 
teils mit der des Schuldramas, erscheint. Im zweiten 
Anhang gibt K. einen Paralleldrnck eines Stückes von 
Ayrers erstem Römerdrama nach der Hs. und nach dem 
alten Druck im Opus theatricum, woraus sich ergibt, 
dass dieser Druck für wissenschaftliche Zwecke durch¬ 
aus unbrauchbar ist. Endlich sind zwei Zeichnungen: 
Ansicht und Grundriss der Bühne der englischen Komö¬ 
dianten beigegeben. 

Die Arbeit ist ein höchst wertvoller Beitrag zur 
Geschichte der Anfänge des modernen Theaters. 

Giessen. Karl Helm. 


Johann August Eberhards synonymisches Handwörter¬ 
buch der deutschen Sprache. 16. Auflage. Durchgängig 
umgearbeitet, vermehrt und verbessert von Prof. Dr. Otto 
Lyon. Mit Uebersetzung der Wörter in die englische, fran¬ 
zösische, italienische und russische Sprache und einer ver¬ 
gleichenden Darstellung der deutschen Vor- und Nachsilben 
unter erläuternder Beziehung auf die englische, französische, 
italienische und russische Sprache. Leipzig, Th. Grieben's 
Verlag (L. Fernau) 1904. XLIV, 1131 Seiten. 


Ein Buch, das sich durch so lange Zeit wie E.’s 
Wörterbuch bestens bewährt hat, bedarf beim Erscheinen 
einer neuen Auflage kaum einer weiteren Empfehlung. 
Doch sei darauf hingewiesen, dass auch diese 16. Aus¬ 
gabe vielfach verbessert nnd durch eine stattliche Reihe 
von Artikeln vermehrt ist. Wünsche ansznsprechen ist 
bei einem Gegenstand, der kaum erschöpft werden kann, 
leicht und soll keinen Tadel enthalten. Vielleicht bringt 
uns die nächste Auflage z. B. noch Artikel über De^e^ 


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1907. Literatarblatt für germanische and rcmanische Philologie. Nr. 3. 4. 


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— Säbel — Schtrert, Schatten — Dunkel^ Bavch — 
Leih, Beer — Menge — Schwarm — Zug, Gestank — 
Geruch, ebensogut wie But — Mütze — Bauhe könnten 
auch Stiefel — Schuh a. s. w., Strumpf — Socken be¬ 
handelt werden, und so gut wie Lauf würden auch an¬ 
dere geläufigere Ausdrücke der Jägersprache {Löffel, 
Srhweiss) Berücksichtigung verdienen. Bei weiterem 
Anwachsen der Stoffe wird es aber wohl empfehlenswert 
sein, für das Buch zu einem höheren Format überzu- 
gehn, um dem Wachstum in die Dicke Einhalt zu tun. 

Die einleitende Behandlung der Vor- und Nachsilben 
kann immer noch weitere Verbesserungen ertragen, auch 
in den rein grammatischen Anfangsseiten, wo manches, 
wohl nur infolge des Bestrebens möglichst kurz zu sein, 
ungenau ist. 

Die Fünfsprachigkeit des Buches wird nach wie vor 
sowohl Deutschen beim Lernen der berücksichtigten frem¬ 
den Sprachen, wie Ausländern beim Lernen des Deutschen 
und tieferem Eindringen in dasselbe treffliche Dienste 
leisten. 

Giessen. Karl Helm. 

Josef Bayer, Literarisches Skizzenbnch. Gesammelte 
Aufsätze. Bibliothek dentscher Schriftsteller ans Br>hmen 
16. Band. Prag 1905. J. G. Calve’sche k. u. k. Hof- und 
Universitätsbuchhandlung (Josef Koch). 

Das Skizzenbnch vereinigt eine Anzahl in den Jahren 
1874—1905 geschriebener, meist in grösseren Zeitungen 
veröffentlichter Essais, welche „Allgemeines über Sprache 
und Dichtung“, Gegenstände „Aus unserer klassischen 
Epoche“, sowie „Charakterskizzen zur deutschen Litera¬ 
tur“ und „Höhepunkte auswärtiger Literatur“ behandeln. 

Diese Aufsätze gehen nirgends in die Tiefe, son¬ 
dern sind flott geschriebene, aber z. t. doch auf eigenen 
Studien beruhende Feuilletons. Der Verfasser erscheint 
in ihnen als ein Mann von warmer deutscher Gesinnung, 
von liberalen Anschauungen, jedem Dogmatismus in ästhe¬ 
tischen, religiösen und politischen Dingen abhold. Was 
Bayer 1880 in dem kleinen, einleitenden Aufsatz „Wie 
wir sprechen und schreiben“ zur Charakteristik unseres 
Stils und über die Forderungen einer von Unarten und 
Unbestimmtheiten freien, kraftvollen und schöpferischen 
Sprache schrieb, kann auch in unseren Tagen nur wieder¬ 
holt werden. Ein anderer Aufsatz „Zum Gedächtnistage 
Calderons“ (1881) hat sogar eine unerwartete Gegenwarts- 
bedeutung gewonnen. In München hat sich nämlich eine 
„Calderon-Gesellschaft zur Pflege christlicher Bühnen¬ 
kunst“ oder vielmehr, wie Prof. Grauert in der konstitu¬ 
ierenden Versammlung vorgeschlagen hat, „zur Pflege höhe¬ 
rer und vornehmlich christlicher Bühnenkunst“ gebildet. 
Bayer zeigt recht beredt, auch unter Berufung auf ein Wort 
Goethes, welcher Art die Bülinenkunst Calderons war, wie 
sie auf einer national-religiösen Beschränktheit beruht, auf 
spezifisch katholischem, grimmigen Glaubenshass. Er zeigt 
den verhängnisvollen, erschlaffenden spanischen Einfluss 
auf die österreichische Dramatik. Er warnt eindringlich 
bei der Beschäftigung mit Calderon und der spanischen 
Dramatik über das objektiv-besonnene, rein literarische 
Fachinteresse hinauszugehen und in reaktionärer. Gesin¬ 
nung die moderne Bühne wieder „ein bischen spanisch“ 
machen zu wollen. Es klingt wie ein Protest gegen den 
wunderlichen Münchener Calderon - Verein, wenn Bayer 
einmal sagt: „Seien wir denn fortan redlichen Herzens 
deutsch, auch in dem Erfassen der dramatischen Auf¬ 
gaben, wie es uns geziemt und allein auch frommt.“ 
Giessen. Walther Küchler. 


I Valtyr Gudmundsson, Island am Beginn des 20. Jahr- 
I hunderte. Ans dem Dänischen von Kichard Palleske. 
I [Mit einer Einleitung über die Natur des Landes von Th. 
1 Thoroddsen.] Gebrüder Böhm, Kattowitz O.-S., 1904. 8®. 
I XV Q. 233 8. 

Das von Palleske besorgte Buch ist mehr als eine 
blosse üebei*setzung des von dem um die Kulturgeschichte 
j Islands verdienten Dozenten an der Kopenhagener Uni¬ 
versität und einflussreichen isländischen Politikers ver¬ 
fassten Werkes Islands kultur ved aarhundredskiftet 
1900 med en indledning om Islands natur af Th. Thor- 
! oddsen, Kobenhavn 1902*. Vom Verfasser selbst ist es 
durch zahlreiche Zusätze vermehrt worden und die Ab¬ 
schnitte über die Literatur und die Erwerbszweige wer¬ 
den völlig umgearbeitet und bedeutend erweitert*. Neue 
Literaturpi oben wurden hinzugefügt, zum Teil in erst- 
I maligen deutschen Uebersetzungen, (als Uebersetzer mach¬ 
ten sich verdient: Baumgartner, M. Lehman-Filhes, Poe- 
stion, Schweitzer, Küchler), die Zahl der Abbildungen 
wurde um das vierfache vermehrt durch das Entgegen¬ 
kommen des bekannten Altertumsforschers Daniel Bruun. 
Auch konnten einige neuere statistische Daten noch be- 
j nutzt werden. Die ganze Ausstattung des Buches ist zu 
loben. Der Uebersetzer, der sich seiner Aufgabe mit 
Geschick entledigt hat, hat noch zwei Beilagen hinzu¬ 
gefügt: die eine, hauptsächlich auf den Angaben des er- 
! wähnten Brunn beruhend, enthält praktische Winke für 
I Islandreisende, deren Zahl ja in neuerer Zeit in erfreu- 
j lieber Weise wächst, und die bisher entweder ganz nn- 
I vorbereitet nach Island gingen oder aus vorhandenen 
Reise werken mühselig das Nötige zusammen suchen muss¬ 
ten, oder aber auf private Erkundigungen angewiesen 
waren. Die zweite enthält ein willkommnes Verzeichnis 
deutscher Bücher und grösserer Aufsätze über Island 
mit Ausschluss der älteren Zeit. Wer sich auch lite¬ 
rarisch für eine Islandreise vorbereiten will — und nur 
dann wird er den wahren Genuss von einer solchen 
I haben — wird hier reichliches Material finden. Er¬ 
wünscht wäre es gewesen, wenn der Uebersetzer auch 
I einige deutsche Ueberetzungen älterer isländischer Lite- 
I raturwerke angegeben hätte, um dem Wissensdurstigen 
I wenigstens einen Einblick in die Verhältnisse der alten 
Zeit zu ermöglichen. 

Das Buch enthält, ausser den erwähnten Beilagen 
' folgende Kapitel: I. Die Natur. II. Die Bevölkerung. 

I Züge aus dem täglichen Leben. III. Das öffentliche Leben. 
Die Behörden. IV. Volksbildungswesen. VI. Grundlagen 
und Verhältnisse des praktischen Lebens. VII. Gesund¬ 
heitswesen und Werke der Nächstenliebe. 

Wer sich mit dem heutigen isländischen Leben nach 
allen seinen Zeiten vertraut machen will, kann nichts 
besseres tun, als nach diesem Buch zu greifen. 

Heidelberg. B. Kahle. 


Levin Ludwig Schticking, Die Grundzfige der Sats- 
verknüpfung im Beownlf. I. Teil. [Studien zur engl, 
Philologie, hrsg. von L. Morsbach XV]. Halle, Niemeyer. 
19^4. XXIV, 149 S. 8®. M. 4. 

Schückings Arbeit ist ausgezeichnet durch die grosse 
Besonnenheit, mit der die Tatsachen gewürdigt werden. 
Mit ungemeiner Vorsicht wird gejirüft, ob überhaupt Be¬ 
ziehungen zwischen zwei Sätzen vorhanden sind, werden 
die verschiedenen möglichen Arten solcher Beziehung 
gegen einander abgewogen, wird gefragt, ob Nebensatz 
oder Hauptsatz vorliege. Und so ist auch die Bedeutung 
der einzelnen Konjunktionen im Wesentlichen durchaus zu- 


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1907. Literatnrblatt fttr germanische and romanische Philologie. Nr. 3. 4. 


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treffend festgestellt, die Art ihrer Verwendung beschrie¬ 
ben, und manche interessante Beobachtung geglückt. Ich 
hebe die „auffallende Erscheinung“ hervor. (S. 60), dass 
Nebensätze im Beowulf selten negiert erscheinen. Frei¬ 
lich ist die Beschreibung in zahlreichen Fällen nicht ge¬ 
nau genug. In temporalen Perioden sollte man doch er¬ 
fahren, ob die Verben perfectiv oder imperfectiv sind. 
Obwohl die Unterscheidung von pxt in konsekutiver und 
Pxt in finaler Bedeutung als mehrfach unsicher bezeich¬ 
net wird (S. 26), wird doch kein Wort über den Modus 
dieser Sätze gesagt, und so geschieht es, dass in den Bei¬ 
spielen Sätze mit Indikativ und mit Konjunktiv durch¬ 
einander stehen; natürlich gehören nur die letztem zu 
den Finalsätzen. S. 80 wird eine ganze Reihe von Be¬ 
deutungen für ond angegeben, aber wann die eine oder 
die andere vorliegt, erfahren wir nicht. Ueber die Be¬ 
deutung von ge wird gesagt (S. 85): „weicht nicht ab 
von owd“; diese Angabe gründet sich auf im ganzen zwei 
Stellen, während unter ond etwa ein halbes Dutzend Be¬ 
deutungen angegeben wird: passen nun diese alle auch 
auf die zwei Belege für ge? 

Für eine genaue Beschreibung wäre aber vor allem 
nötig, dass die Konjunktionen, die im allgemeinen dem 
gleichen Zweck dienen, also z. B. der Begründung, in 
ihrer Verschiedenheit gekennzeichnet werden; das ist 
aber nur in sehr unvollkommener Weise geschehen. 

Falsch ist die Behauptung (S. 84), dass der durch 
eac angeknüptte Satz inhaltlich stets neu sei; z. B. in 
97 wird einfoch durch eac einem und demselben Verbal¬ 
begriff ein neues Objekt beigelegt. 

TheorefTsch hat Sch. ganz richtig erkannt, dass das, 
was wir die Bedeutung der Konjunktion nennen, vielfach 
nicht in der Konjunktion selber steckt, sondern sich nur 
aus dem logischen Verhältnis der beiden durch die Kon¬ 
junktion verbundenen Sätze ergibt. Trotzdem bringt er 
es fertig, in seinen Belegen mehrfach nur den einen Teil 
einer ^Periode abzudrucken, den notwendig dazu ge¬ 
hörigen fortzulassen. 

Für die Anordnung des Stoffes ist in erster Linie 
die Bedeutung massgebend. Es werden also die Kon¬ 
junktionen in solche der Zeitbestimmung, der Begründung, 
der Bedingung etc. eingeteilt, und es kann ein und die¬ 
selbe Konjunktion unter verschiedenen Abschnitten er¬ 
scheinen. Aber dieser Grundsatz wird vielfach durch¬ 
brochen, so dass doch wieder temporale und kausale, 
lokale und temporale Bedeutung einer Partikel zusammen- 
behandelt wird; in dem Abschnitt, der überschrieben ist: 
Verknüpfung durch Konjunktionen der Art und Weisij 
(S. 30), werden unter swa auch der damit eingeleitete 
Temporalsatz, Kausalsatz, Relativsatz, Folgesatz behan¬ 
delt. Sch. spricht von Büchern, die Landkarten gleichen, 
auf denen man die grossen Städte nicht findet, weil zu 
viel darauf verzeichnet sind. Ich fürchte, das Auffinden 
würde sich auf der Karte doch noch schwieriger ge¬ 
stalten, wenn man München in Sachsen, Augsburg am 
Inn suchen müsste. Ich gebe gern zu, dass die Tren¬ 
nung der Erscheinungen, die Sch. seinem Einteilungs¬ 
grund zuwider zusammenfasst, nicht immer ganz leicht 
ist. Aber darum halte ich eben diesen Einteilungsgrund 
für falsch: das Richtige wäre, unter einer bestimmten 
Partikel ihre sämtlichen Bedeutungen abzuhandeln. 

Unrichtig ist die Annahme eines explikativen hu 
S. 36; es handelt sich in den beigebrachten Beispielen 
lediglich um reine Fragesätze, die nur das eigentümliche 
haben, dass sie ein Substantiv variieren, diesem parallel 


sind, vgl. PBB XXX, 432 Anm. 1. — Den Erörterungen 
über das an 6 mivov S. 78 ff. kann ich schon deshalb 
nicht beitreten, weil hier aus allgemeinen psychologischen 
Erwägungen abgeleitet werden soll, was sprachlich mög¬ 
lich sei oder nicht. Die angeblich „echte“ Konstruktion 
I an6 xnivov ist nichts anderes als eine alte Asyndese, 
1 vgl. Germ. XXIV, 167. — Zu den abhängigen Sätzen 
werden auch „abhängige Infinitive“ gerechnet, S. 81 u. ff. 
I — Dass hwilum — hwilum zu den Konjunktionen ge- 
! zeichnet wird (S. 104), will mir doch bedenklich erschei- 
I neu; dann müsste man auch nhd. einige . ., einige oder 
I zum Teil . ., zum Teil als solche bezeichnen, 
j Die Darstellung ist im allgemeinen klar und ange¬ 
messen. Soll mich aber wundern, ob auf S. 11, Z. 5 v. 
unten die eingeklammerten Worte („wie auch der Konj. 
ausdrückt“) von Vielen verstanden werden, 
j Giessen. 0. Behaghel. 

I A. Trampe Bodtker, hear and take in Middle Bnglish 

g hrases. In: Videnskabs-Selskabets Skrifter, II. liist.-filos. 
lasse, 1905, Nr. 6. 

I Der Verfasser weist überzeugend nach, dass die 
me. (ne.) Wortgruppen bear arms, take example usw., 
die Fr. H. Sykes, French Elements in Me, (Oxford 
1899) als Nachbildungen afrz. Sprachgebrauchs zu er- 
I klären suchte, ihre Quelle im Altenglischen haben, „ln 
I spite of prendre cours^ tourn, we derive take course, 
turn from weg niman, The words are foreign, the 
structure remains English.“ 

' Giessen. Wilhelm Horn. 


I George Shipley, The Genitive Case in Anglo-Saxon 
Poetry. Dissertation Baltimore 1903. Gr. 8®. 126 S. 

Eine sehr sorgsame und nützliche Untersuchung über 
den Gebrauch des Genitivs in der altenglischen Poesie, 
soweit sie in Grein-Wülkers Bibliothek abgedruckt ist. 
Das Material aus einigen kleineren Gedichten trägt Holt¬ 
hausen, Anglia-Beiblatt XV, 178—180 nach und spricht 
dabei den beherzigenswerten Wunsch aus: „Wer wieder 
über eine syntaktische Erscheinung in der altenglischen 
Dichtung handeln will, sei dringend gebeten, sich nicht 
auf die bei Grein - Wülker gedruckten Stücke zu be¬ 
schränken.“ 

Der Verfasser hat es leider versäumt, von den 
Untersuchungen über die verwandten Erscheinungen auf 
deutschem Sprachgebiet gerade die wichtigste einzusehen: 
er kennt zwar die Arbeiten von Baldes über den Genitiv 
I im Ahd. und von Branhofer über den Genitiv im Nibe¬ 
lungenlied, nicht aber Behaghels Heliandsyntax. 

Von Einzelheiten seien hervorgehoben die Erörte¬ 
rungen über den Dativus possessivus (S. 89) und die 
Zurückweisung der Ansicht, dass im Ae. manchmal der 
Genitiv als Vergleichungskasus nach Komparativen ge¬ 
braucht werde (S. 106). 

Giessen. Wilhelm Horn. 

Friedrich Theodor Vischer, Shakespeare - Vor¬ 
träge. 6. Bd. (Julius Cäsar, Antonius und Kleopatra, 
Coriolan.) Für das deutsche Volk herausgegeben von Robert 
Vischer. Stuttgart u. Berlin 1905, J. G. Cotta’sche Buch¬ 
handlung Nachfolger. XI u. 398 8. 8®. 

Das monumentale Werk der Vischer’schen Shakes¬ 
peare-Vorträge ist fertig. Und was dem verdienstvollen 
Herausgeber seine pietätvolle Arbeit noch mehr zu einer 
„labour of love“ gemacht haben wird, ist wohl der Um¬ 
stand, dass noch vor dem Erscheinen des Schlussbandes 
sich eine zweite Auflage des ersten Bandes als nötig 


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1907. Literatnrblatt für germanische und romanische Philologie. Nr. 3. 4. 


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erwies. Man sieht also, wie rege das Interesse der 
deutschen Lesewelt an Shakespeare ist, wie besonders 
es aber auch die Art liebt, wie Vischer seinen Shake¬ 
speare auffasst und darstellt. Der vorliegende sechste 
Band bringt die Römer-Dramen, und zwar nicht etwa 
in ihrer geschichtlichen Aufeinanderfolge, sondern in der 
Reihe, wie sie aus des Dichters Feder geflossen sind. 
In Bezug auf die innere Anordnung ist am sechsten | 
Band nichts geändert worden. Auf eine kurze Einlei- i 
tung folgt der Text des Dramas, und daran knüpft sich i 
ein Schlusswort, in dem die Probleme, die das Stück | 
bietet, zusammenfassend erörtert werden. Dabei kommt j 
es Vischer nicht auf einen fortlaufenden Text an; er 
ersetzt wohl auch einmal weniger wichtige Stellen durch 
ein eingeschaltetes Referat und unterbricht die drama- j 
tische Rede durch eingestreute Bemerkungen sachlicher 
und charakterisierender Art. Im Hinblick auf die Ueber- | 
Setzung geht Vischer seinen eigenen Weg, ohne der ^ 
Mithilfe bereits vorhandener guter Uebertragungen zu 
entraten. Im vorliegenden Bande schliesst er sich bei 
Julius Cäsar den Texten von Schlegel und Gilderoeister 
an, bei Antonius und Kleopatra benutzt er neben der 
Verdeutschung von Baudissin diejenige von Paul Heyse, 
und für Coriolan macht er sich die üebersetzung von 
Adolf Wilbrand dienstbar. Genauen Nachweis über diesen 
Teil der Vischer’schen Geistesarbeit flndet der lieser auf . 
S. 258—265 des vorliegenden Bandes. Daran reihen 
sich dann noch Verbesserungen und Zusätze zu den 
früheren Bänden. Besonders setzt sich der Herausgeber 
mit einer Rezension Brandls auseinander, die in der 
deutschen Literaturzeitung erschienen war. Auch Pro¬ 
fessor Morsbach steuert noch einige Nachträge bei, die 
sich hauptsächlich auf die neuere Shakespeareforschung 
beziehen. — Einzelne Aussprüche oder Urteile von Vischer 
zu zitieren, ist eine ebenso verlockende wie gefährliche 
Sache; man tut dabei zu leicht dem Verfasser oder dem 
Dichter oder gar beiden Unrecht. Zudem kann man 
mit ein paar ans dem Zusammenhang gelösten Sätzen 
kein Bild von dem Reichtum eines Vischer’schen Buches 
geben. Ein solches will in seiner Ganzheit und Un¬ 
mittelbarkeit genossen werden. Und so will ich durch 
meine heutige Anzeige des letzten Bandes dieses breit 
angelegten Werkes nur von neuem die Anregung geben, 
es möchten recht viele Fach- und Kunstgenossen nach 
den vortrefflichen Büchern des alten und doch ewig 
jungen Vischer greifen. In einer Zeit wie der unsrigen, 
wo man von oben wie von unten nur darauf bedacht 
ist, jedem menschlichen Einzelwesen seine etwa vorhan¬ 
denen Kanten und Ecken abzuschleifen, tut die geistige 
Einwirkung eines körnigen Charakters wie Vischers dop¬ 
pelt not. Wie er durch seinen „Auch einer“ Tausende 
von denkenden Lesern angeregt hat, so ist auch seine 
Shakespeare-Auslegung wert, von unserm Volk als das 
Vermächtnis eines reichen Geistes hingenommen und be¬ 
wahrt zu werden. Der wahrhaft moralische Gewinn 
wird für keinen Verehrer der Vischer’schen Geistes¬ 
erzeugnisse ausbleiben! 

In Nachstehendem möge noch auf einige Versehen hin¬ 
gedeutet werden, die der Herausgeber bei einer zweiten 
Auflage des sechsten Bandes verbessern kann. Auf Seite 
12 (Anmerkung) wird von F 1623 als von der ztceiten 
Folio geredet; sie ist bekanntlich die erste; S. 68 Zeile 2 
lies das statt dassy ib. Z. 18 Winter^s statt Winther's; 
S. 71 Z. 1 V. u. it statt if\ S. 72 Z. 8 v. u. das statt 
dass] S. 77 Z. 12 ist Anstoss zu nehmen an dem Aus¬ 


druck: „es ist der wuchtige dritte Stil des Dichters“ 
(soll natürlich heissen; „es ist der wuchtige StU der 
dritten Schaffensperiode des Dichters“). S. 109 Z. 20 
lies geplagt statt gezwagt. Nicht unerwähnt darf blei¬ 
ben, dass ein nicht genannt sein wollender aufmerksamer 
Leser der Vischer’schen Shakespeare-Vorträge ein über 
hundert Seiten umfassendes Inhaltsverzeichnis angefertigt 
hat, das über alle in den sechs Bänden angeschlagenen 
Themata leicht orientiert. Leider ist darin der Name 
des bekannten Verfassers der Shakespearian Grammar 
wieder als Abbot (statt Abbott) angegeben. 

Friedrichsdorf i. T. Ludw. Proescholdt (f). 

Pierre Aubry, Les plus anciens Monuments de U 
Mnsiqne fran^aise (Mälanges de Mnsicologie critiqne). 
Paris, Weiter, 1895. 4®, 23 S. Text, 24 Tafeln Lichtdruck 
mit ebensoviel Seiten Uebertragung. Fr. 30. 

Demselben, offenbar mit grossem Kostenaufwand 
unternommenen Sammelwerk, aus dem ich früher die Aus¬ 
gabe der Lais und Descorts besprochen habe (Band XXIV, 
Sp. 286—291), gehört auch diese neue Veröffentlichung 
des rührigen Verfassers an. Da die photographischen 
Aufnahmen und ihre Wiedergabe, soweit ich urteilen 
kann, vortrefflich sind, ist damit ein sehr brauchbares 
paläographisches Hilfsmittel geschaffen. Mögen es denn 
die jungen Romanisten recht fleissig benutzen, um sich 
einen Einblick in die verschiedenen Arten der Noten¬ 
schrift des Mittelalters zu verschaffen! Es gehört wirk¬ 
lich nicht so viel dazu, wie manche zu denken scheinen, 
und es ist nun einmal zu einer allseitigen Kenntnis der 
alten Lyrik unerlässlich. 

Das letztere ist auch die Meinung Aubrys und hat 
ihm offenbar den Anstoss zu seiner Arbeit gegeben. Ich 
schliesse mich völlig dem an, was er am Schlüsse seiner 
Abhandlung sagt: „Puisque dans les manuscrits, qui nons 
donnent fidelement et originairement l’ötat ancien de 
notre poesie lyrique avant le seizi^me siede, la musique 
est la compagne oblig^e de tout un d^veloppement litte- 
raire que les contemporains n*ont poiut conqu sans eile, 
il Importe que nous admettions aussi cette conception de 
la vieille lyrique franqaise du moyen äge et que les trou- 
v^res et les troubadours, que Jehannot Lescurel, que 
Guillaume de Machaut, nous apparaissent comme des 
musiciens autant que comme des poetes“. Ja, man kann 
es noch deutlicher aussprechen als es aus den letzten 
Worten klingt, dass für einen grossen und wichtigen 
Teil der gesamten lyrischen Dichtung des Mittelalters 
diese beiden Seiten gar keine gesonderte Betrachtung 
zulassen. 

Erfüllt nun das vorliegende Buch aufs beste den 
Zweck, zu einer Anschauung der musikalischen Seite zu 
verhelfen, so spricht es der Verfasser anderseits selber 
aus, dass es nicht seine Absicht war, eine Geschichte 
der altfranzösischen Musik auch nur im Abrisse zu geben. 
Ein solches Unternehmen wäre auch verfrüht, denn wir 
stecken auf diesem Gebiete noch in den Anfängen der 
wissenschaftlichen Forschung. Immerhin kann es nicht 
ausbleiben, dass der eine dieses, der andere jenes gern 
aufgenommen sähe. Doch findet manche scheinWe Lücke 
eine ungesuchte Erklärung. So sind die lateinisch-pro- 
venzalische Alba und der reiche Inhalt der Handschrift 
von Saint-Germain offenbar deswegen nicht berücksich¬ 
tigt, weil es dem Herausgeber darauf ankam, nur Un¬ 
veröffentlichtes zu bieten; strenggenommen hätte dann 
freilich auch die Passion wegbleiben müssen. Man kann 
es bedauern, dass nach diesem Grundsatz auf die ein- 


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1907. Literatnrblatt für germaniBche und romanische Philologie. Nr. 3. 4. 


106 


seinen Gattungen nicht gleichmässig und umfassend Rück¬ 
sicht genommen werden konnte, aber einen Vorwurf darf 
man Auhry ans dieser selbstgewählten Beschränkung 
nicht machen. 

Jeder der 24 Tafeln ist eine genaue üebertragung 
des Textes und der Notenschrift (in Quadratnoten) bei¬ 
gegeben; nur bei den Neumen ohne Linien ist auf eine 
solche üebertragung mit Recht verzichtet. Eine Anzahl 
Melodien sind ausserdem in heutiger Notenschrift wieder¬ 
gegeben. Die Tafeln enthalten Folgendes: I. Anfang 
der Passion; II. Hs. Bibi. nat. lat. 1139, 49 r® (zwei 
südfranzösische geistliche Lieder); III. Erfurt, Amplo- 
niana, 32 (Kreuzlied CÄerai/er, mult estes guariz); IV. 
Brit. Mus. Harl. 1717 (Kreuzlied Parti de mal et a 
bien aturni); V. Bibi. nat. lat. 3461 A, 18 r® (Nicho- 
laus hodie fit causa leticie); VI. Bibi. nat. fr. 2163, 
224 r® (französische üebersetzung der Letabundus-Prose 
Hui enfantez fu li fiz dieu)\ VII. Boulogne-sur-Mer 
119 (Mariengebet Virgne glorieuse et mere diu clamee); 
VIII. Bibi. nat. fr. 1536, 112r® (Marienlied Mere diu 
virge senee^ nee fus en plain croissant) ; IX. Bibi. nat. 
fr. 844, 174v® (Guios de Dyon, Chanterai por mon 
corage; De moi dolereus vos chant; Par grant fron- 
chise me convient chanter Anfang); X. Bibi. nat. fr. 
845, 140 V® (Li Cuens de la Marche, L^autrier chevau- 
ehoie seus); XI. Bibi.’ nat. fr. 846, 45 r® {De la pro- 
cession au bon ahhi Poingon); XIl. Bibi. nat. fr. 847, 
176 {Uautrier m'en aloie chevauchant) \ XIII. Bibi, 
nat. fr. 12615, 57 r® (Audefroi, Destrois pensis en es- 
mai und Bele Yzabeaus); XIV. Bibi, nat., nouv. acqu. 
fr. 1050, 190 r® (Robert de Rains, Bergier de vile cham- 
pestre); XV. Vat. Christ. 1490, 26 r® (üges de Bregi, 
S'onkes nus hom pour dure departie)] XVI. Arch. Tour¬ 
nay, Aktenstück von 1270 {A li suidounes; vgl. Bulletins 
de TAcad. roy. de Belg., 3. Reihe, Band XXXII, Nr. 7); 
XVII. Bibi. nat. fr. 25566, 41 v® (Robin und Marion ; 
Bobin, par l*ame ten pere) \ XVIII. Bibi. nat. fr. 12483, 
25 V® {Agniaus dous, agniaus gentis); XIX. Bibi. nat. 
fr. 24406, 16 v® (Thibaut de Champagne, Du tres douz 
non a la virge Marie); XX. Bibi. nat. fr. 146, 57 r® 
(Jehannot de Lescurel, A vous, douce debonaire; Amours, 
Cent mille merciz; Amours, voules vous acorder); XXL 
Bibi. nat. fr. 1584, 482 r® (Guillaume de Machaut, He 
dame de vaillance; LoyauU vueil tous jours mainte- 
nir); XXII. Chantilly, Musee Conde (Baude Cordier, 
Canon 6nigmatique); XXIII. Bibi. nat. fr. 12744, 87 v® 
{Gentüz gallans de France); XXIV. Bibi, du Coiiserv. 
de Mus., Paris (Druckseite aus der Harmonice Musices 
Odhecaton, 1501). 

Das Ganze ist durchzogen von einem nur kurzen 
und andeutenden, aber bei dem heutigen Stande der 
Kenntnis doch sehr dankenswerten Ueberblick über die 
Entwicklung der altfranzösischen Musik. Es ist natür¬ 
lich, dass grade hierbei die Verschiedenheit der Auf¬ 
fassung viel mitzureden hat, und ich hätte deswegen in 
manchem grössere Ausführlichkeit gewünscht. Das gilt 
gleich im Anfang für die scharfe Scheidung zwischen 
geistlich-gelehrter und volkstümlicher Musik; dem Stu¬ 
dierenden, der sich nur mit den Texten befasst hat, 
wird es nicht klar werden, was er sich unter der letz¬ 
teren vorstellen soll, denn was sagen ihm Ausdrücke 
wie ‘fruit du g6nie frangais*, wenn es dann doch wieder 
scheint, als sei die eigentlich französische Musik das zu¬ 
fällige Ergebnis einer mühsamen äusserlichen Anpassung 
(S. 6j? Ja, die Schwierigkeit selber, von der Aubry an 


dieser Stelle spricht, ist nicht recht einzusehen oder 
rückt vielmehr in die mittellateinische Musik zurück, 
denn wir müssen doch annehmen, dass in Frankreich 
das Latein, wie noch heute, dem französischem Tonfall 
angenähert wurde. Auch in der Beurteilung der welt¬ 
lichen lateinischen Lyrik und besonders auch der zwei¬ 
sprachigen Stücke wird sich der Anfänger schwer zu 
raten wissen. Ich glaube,, dass etwas weiteres Ausholen 
hier ganz von selbst zu grösserer Klarheit geführt hätte. 

Von besonderem Interesse ist der Abschnitt über 
die Mensuralmusik (S. 9 ff.), denn er fuhrt uns in wich¬ 
tige, heute schwebende Streitfragen hinein. Da möcht 
ich denn als erfreuliches Ergebnis voranstellen, dass 
Aubry, anders als in seinem früheren Buche, H. Riemanns 
Forschungen nicht nur erwähnt, sondern sich ihnen be¬ 
reits wesentlich genähert hat, obwohl er noch daran 
festhält, die ganze grosse Menge der altfranzösischen 
Musik in ihrer Blütezeit als Mensuralmusik aufzufassen 
und nach dem Tripeltakte der frankonischen Theorie zu 
lesen. Auch hier ist freilich nicht recht zu erkennen, 
wie er selber sich die Entwicklung verstellt. Ich setze 
zunächst seine Auffassung vom Ursprung der Mensural¬ 
musik hierher und erlaube mir, besonders Wichtiges durch 
Sperrdruck hervorzuheben: „Les th6oriciens, se rendant 
compte de Tinsuffisance rythmique de la langue 
vulgaire, out cherch6 dans la musique eile meme le 
rythme et la mesure. Sous Tinfluence des id^es th6o- 
logiques et philosophiques, ils ont cherch^ dans la per- 
fection ternaire l’^l^ment g6n6rateur de la nouvelle doc- 
trine musicale et tonte une th6orie meusuraliste, 
nee au donzi^me si^cle, a inspir6 l’oBUvre musi¬ 
cale des troubadours et des trouv^res franqais*^. 
Das heisst also; 

1) Die Mensuraltheorie ist zwar von theologischen 
Spekulationen beeinflusst, ihre Wurzel liegt aber ganz 
wo anders, nämlich in den Bedürfnissen der volkssprach¬ 
lichen Dichtung. 

2) Sie ist im zwölften Jahrhundert entstanden. 

3) Sie beherrscht die gesamte mittelalterliche Musik 
Nord- und Südfrankreichs. 

Dagegen ist folgendes einznwenden. Zunächst lassen 
sich Satz 2 und 3 schwer in Einklang bringen. Wie 
soll es demnach mit den Melodien der ältesten Trouba¬ 
dourlieder, Epen und Romanzen stehen? Wenn auch 
nur die Anfänge ans der Mensuralmusik herausfallen, so 
ist es von vornherein unwahrscheinlich, dass diese naivere 
Kunstübung gänzlich erloschen sein sollte, und um so 
mehr, als nach Aubry selbst (S. 20) im 14. Jahrhundert 
plötzlich der gerade Takt auftaucht — offenbar vom 
Himmel gefallen. Wie viel einfacher sieht sich die 
ganze Entwicklung an, wenn wir ununterbrochene Fort¬ 
dauer der älteren, dem Texte nachgehenden Musik¬ 
übung annehmen! Satz 1 fällt natürlich dann von 
selbst, aber er ist auch tatsächlich unhaltbar, denn die 
mensurierten Melodien passen zu den Texten häufig wie 
die Faust aufs Auge; so wird’s bei der älteren Auf¬ 
fassung bleiben müssen, dass die Mensuraltheorie, den 
Texten zum Trotz, rein musikalischen Ursprungs und 
von der Ausbildung der Mehrstimmigkeit nicht zu tren¬ 
nen ist. — 

Nach einer gedrängten Anweisung, die Mensural- 
noten zu lesen (S. 10), folgt die eigentliche Auseinander¬ 
setzung mit H. Riemann und den anderen Gelehrten, die 
die einstimmigen Melodien des Mittelalters der Choral¬ 
notierung zuweiseu und nach den Anforderungen des 

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1907. liiteratarblatt fttr germanische and romanische Philologie. Nr. 8. 4. 


Wort- und Satzakzentes lesen wollen. Aabry findet diese 
Auffassung willkürlich und den Handschriften wider¬ 
sprechend; er erhebt zwei Einwände dagegen: 

1 ) Manche Handschriften, z. B. fran^. 844 und j 
12615 der Bibi, nat., enthalten einstimmige und mehr- I 
stimmige Stücke in derselben Notenschrift. „Comment I 
la notation aurait eile selon les cas deux siguifications, 
Sans que nous en soyons pr 6 venus?“ 

2) Hs. frang. 846 unterscheidet ganz genau Längen 
und Kürzen „poursuivre lerythme modal de cette 
piece“. Also haben auch wir uns darnach zu richten. I 

Ich erwidere darauf folgendes. Satz 1 enthält eine j 
unrichtige Voraussetzung: die mehrstimmigen Stücke sind j 
in Wirklichkeit durch den beigefügten Tenor ausreichend 
bezeichnet. Satz 2 verwendet die Behauptung im Be¬ 
weise, denn ob die Längen und Kürzen der Handschrift i 
den ursprünglichen Werten der Melodie entsprechen, das | 
steht ja eben in Frage. Solche Fälle wie der ange- j 
führte beweisen zunächst nur, dass auch die einstimmigen l 
Stücke in das Prokrustesbett der Mensur gezwängt wor- j 
den sind, woran niemand zweifelt, aber nicht, dass sie ! 
von Haus aus hinein gehören. Im Gegensatz dazu haben ' 
wir den anderen, weit häufigeren Fall, dass ältere und 
jüngere Lieder durchgängig in gleichwertigen Noten ge- | 
schrieben sind — ich brauche nur an die bekannte Lieder- | 
handbchrift von St-Germain zu erinnern. Auch daraus 
lässt sich natürlich kein bündiger Schluss gewinnen. Wir 
brauchen nicht zu bestreiten, dass auch einstimmige Sätze j 
der späteren Zeit nach den Mensurairegeln verfasst sind, i 
Die letzte Entscheidung muss in den Melodien selbst 
liegen. Adam de la Haie war ein hervorragender, ge¬ 
schulter Musiker; sein bekanntes Liedchen Robvis m'ai- | 
we, Robins m^a verträgt nicht nur die Mensur, sondern 
es gewinnt durch sie besonderen Reiz. Aber bei den 
allermeisten Stücken ist es ganz anders, und auch das | 
von Aubry besonders angezogene (De la procession Au 
hon abhi Poin^on^ Tafel XI) ist in der Mensuralauf- | 
fassung derartig verrenkt, dass niemand von selbst auf | 
den Gedanken kommen w'ürde, es so zu singen, und dass . 
wir einen solchen Vortrag jedenfalls nicht als das all- I 
gemein Massgebliche betrachten können. | 

Indes hat Aubry selber eingesehen, dass es mit der i 
blossen üebertragung nach den Vorschriften der Theore- : 
tiker nicht mehr getan ist. Er hilft sich, indem er die i 
alten (im allgemeinen mit den Silben zusammenfallenden) | 
Mensuraltakte in Gruppen zusammenfasst „en superposant i 
un rythme, ternaire ou binaire, selon les cas, appro- | 
prie au sens musical de la melodie“ (hiei über s. u.!). j 
Dabei geht denn in der grossen Mehrzahl der Fälle der | 
Tripeltakt völlig in dem früher von Aubry gemiedenen I 
graden Takt unter. Man betrachte daraufhin ein Stück L 
wie Vautrier en une praele S, 12 : es könnte, statt in | 
Sechsachteltakt, genau so gut in Zweivierteltakt uinge- 1 
schrieben sein, denn die verdrehten Längenverhältnisse I 
der Ligaturen verlieren beim sinngemässen, raschen Vor¬ 
trag jede Bedeutung. Alles in allem: der Tripeltakt ' 
steht nur noch auf dem Papiere; das ganze Verfahren 
ist ein verschämtes Zugeständnis an Riemann, mit dem 
dieser wohl zufrieden sein kann. Ich will nur noch auf j 
zweierlei hinweisen, was in dieser Hinsicht bedeutsam | 
ist: das wahrhaft Massgebende für die Auffassung des I 
Rhythmus ist doch auch hier am letzten Ende der Text; 
und die von Riemann zum Grundsatz erhobene Vier- 
taktigkeit lässt sich durch Aubrys Umschriften ganz 
ebenso verfolgen, zumal dieser auch die Ausfüllung durch 


Pansen in grossem Umfang anwendet, obwohl sie in den 
Handschriften keine Stütze findet. — 

Ich füge noch einige Bemerkungen zu einzelnen 
Stücken an. 

Taf. III. Worauf beziehen sich die Ziffern in der 
üebertragung? etwa auf P. Meyers Recueil? 

Taf. V, Chanson ä St-Nicolas. Die Melodie der 
1 zweiten Zeile ist nicht richtig amgeschrieben. Anbrys 
Schlussnote (sowohl bei leticie wie bei cunabuUs) ist 
willkürlich zugesetzt, während anderseits die zweite Note 
der Zeile nicht berücksichtigt ist. Die richtige Lesung 
dchgahcha macht die zweite Zeile der ersten 
8 

gleich. — Die Wörter glorie, wemorie, estoire sind 
nach Ausweis der anderen Strophen nur zwei- und drei¬ 
silbig, was auch zur Notierung aufs beste passt (fed 

3 

zusammen); die Zeile yof05^ est la memorie möchte eher 
die gleichen Noten wie die damit reimenden Zeilen haben, 
lässt sich auch so lesen. 

Taf. VIII, Umschrift. Die Noten werte der Handschrift, 
die von Aubry selbst als besonders zuverlässig bezeichnet 
wird, sind doch an einigen Stellen willkürlich geändert, 
was für die mensurale Auffassung nicht eben empfehlend 
ist. Mit vollendeter Willkür sind die Notenzeichen auf 
Tafel XIII behandelt. 

Taf. X 8 p. 2 , Z. 12 ist nCester statt mesHer auf¬ 
zulösen (S. 16 richtig). 

Taf. XI. In der Umschrift S. 14 kann der vor¬ 
letzte Takt nicht richtig sein. 

Taf. XIII. In Destrois peusis en esmai von Aude- 
froi muss es zu Anfang der letzten Zeile v je, nicht vie 
heissen; derselbe Fehler bei Brakeimann (hgg. v. Stengel, 
S. 90). 

Taf. XV, Umschrift Sp. 2, Z. 9 und 20 lies can- 
tans und del atendre, 

Taf. XVI. Die Noten zu 'i^orai sind S. 17 falsch 
umgeschrieben. 

Taf. XVII. Druckfehler in der üebertragung: die 
letzte Note von Sp. 1 , Z. 4 muss gestielt sein. — 

Möchte der Verfasser aus dieser ausführlichen Be¬ 
sprechung entnehmen, dass ich seine Bemühungen für 
sehr dankenswert halte und weiteren Arbeiten auf diesem 
Gebiete mit Anteil entgegensehe. 

Oberstein a. d. Nahe. G. Schläger. 


Abel Le fr an c, Les Navigations de Pantagmel, 6tade 
sur la geographie Rabelaisienne. Paris, Henri Ledere. 

1905. 8 ^. 333 S. (12 Frs.). 

Rabelais* Gargantiia und Pantagruel waren lange 
und sind es zum Teil noch jetzt ^ der Tummelplatz, auf 
dem verwegene Deuter nach „tresliaultz sacremens et 
mysteres horrifieques“ jagten. Die neuere Kritik strebt 
bescheideneren Zielen zu und sucht mit sicherer Methode 
die Grundlagen des kühnen Phantasiebaues zu erforschen. 
Abel Lefranc, der verdienstvolle Herausgeber der Revue 
des etudes rabelaisiennes und Führer der französischen 
Rabelaisforscher, hat sich zur Aufgabe gestellt zu zeigen, 
wie auch Rabelais’ Werke, im Goethe’schen Sinne »Ge¬ 
legenheitsgedichte“, „durch die Wirklichkeit angeregt“ 
sind und „darin Grund und Hoden“ haben. Nachdem er 
uns über die Familie und die Heimat Rabelais’ näher 

* 80 P(^ladnn, Le socrot des corporations. La cl 6 de 
Rabelais. Paris, K. 8 ansüt 19U5, 


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1907. Literatnrblatt fttr germanische und romanische Philologie. Nr. 3. 4. 


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nnterrichtet und gezeigt hatte, wie ein hartnäckiger 
Grenzstreit zwischen Gaucher de Sainte-Marthe und sei¬ 
nen Nachbarn in der Gegend von Chinon von Rabelais 
zu der gewaltigen „guerre pichrocholine“ ausgebaut 
wurde, wie die heftige Polemik über Frauenfrage und 
Eheproblem zu den Erörterungen und Gesprächen des 
dritten Buches Anlass gaben, hat Abel Lefranc in der 
vorliegenden Arbeit Pantagruel auf seinen abenteuer¬ 
lichen Seefahrten nach Utopien und dem Orakel der gött¬ 
lichen Flasche begleitet und die Erzählung Rabelais’ 
mit gelehrten Randbemerkungen bereichert. Bei einem 
Schriftsteller wie Rabelais haben solche Erörterungen 
mehr als ein rein wissenschaftliches Interesse, sie tragen 
dazu bei die Werke besser verstehen zu lassen und er¬ 
lauben uns uns in die Lage der Freunde und Zeitgenossen 
Rabelais’ zu versetzen, für die er zunächst seine unter¬ 
haltenden Bücher schrieb, und mit ihnen die Macht seiner 
Phantasie und schöpferischen Gestaltungskraft zu be¬ 
wundern. Wir sehen wie der winzige Grenzstreit in 
Chinon Rabelais zu tiefsinnigen Erörterungen über den 
Krieg und seine Berechtigung, über Humanität und 
HeiTscherpflichten veranlasste, mit welcher rührenden 
Anhänglichkeit sein Herz sich immer wieder nach den 
heimatlichen Fluren hingezogen fühlte, auf denen er 
seine hochgesinnten Riesen sich tummeln lässt. Rabelais 
lässt Pantagruel zwei Seefahrten ausführen und ent¬ 
wirft den Plan einer weiteren Fahrt, die im spätem 
Verlauf der Darstellung durch die Reise nach dem 
Flaschenorakel ersetzt wurde. Abel Lefranc weist über¬ 
zeugend nach \ dass die Fahrt nach Utopien (Buch II, 
24), über Cap de Bona Speranza, Pantagruel nach der 
Ostküste von Asien führte, wo Utopien (nach dem Vor¬ 
bilde von Thomas Morus) gedacht ist nahe bei Catay 
(China). Kapitel XXXIV verkündet Rabelais, der hier 
abbricht weil „ma teste me faict nng peu mal^, die 
weitern Schicksale Pantagruels und seine geplante Reise 
durch den Atlantischen Ozean (also wiederum von Europa 
aus) über die „isles de Perlas“ nach dem Reiche des 
Pretre Jean, dem fabelhaften „Inde Superieure“, China 
oder Mandschurei. Pantagruel sollte die Reise aus¬ 
führen, die Rabelais mit den damaligen Geographen für 
möglich hielt, und die ihn von den südlichen Antillen 
aus (isle de Perlas) durch eine zwischen Nord- und Süd- 
Amerika angenommene Strasse nach Asien führen sollte. 
Die im dritten Buch angeregten Probleme und die Fort¬ 
schritte der geographischen Forschungen, veranlassten 
Rabelais im vierten und fünften Buch die Reiseroute 
Pantagruels zu verändern. Mit vielem Scharfsinn und 
unter Benutzung zeitgenössischer Reiseberichte und Karten 
weist der Verfasser in fesselnder Darstellung nach, dass 
Pantagruels Reise nach dem Orakel der „Dive Bouteille“ 
keine phantastische Abenteuerfahrt ist, sondern Rabelais 
mit verwunderungswürdiger Konsequenz und Sachkenntnis 
seinen Helden den von den kühnsten Entdeckern seit 
dem 16. Jahrhundert bis zu Anfang des 19. Jahrhun¬ 
derts umsonst gesuchten Weg über Nord-Amerika nach 
Asien siegreich zurücklegen lässt. Die Ausführungen 
des Verfassers stützen sich darauf, dass Rabelais ganz 
bestimmt und mit deutlichem Hinweis auf reale Zustände 
den von Pantagruel gewählten Weg der langwierigen 
und beschwerlichen Fahrt über Südafrika nach Asien 
entgegenstellt; da die, von anderer Seite angenommene 
Reise über Nordeuropa und Nordasien der Darstellung 

* Seine Arbeit erschien zuerst in kürzerer Form in der 
Revue de Paris 1004 (Pantagruel Explorateur). 


Rabelais nicht entspricht, bleibt nur die gerade um die 
Zeit vielbesprochene, gesuchte und umstrittene , Nord¬ 
westfahrt“ allein übrig. In wie mir scheint unwider¬ 
leglicher Weise gelingt es dem Verfasser in den Be¬ 
gleitern und Ratgebern Pantagruels, Jamet Brayet und 
Xenomanes, zwei um die Erforschung von Neufundland 
und Labrador hochverdiente französische Reisende zu 
erkennen, Jacques Cartier und Jean Fonteneau, dit Al¬ 
fonse le Saintongeois, Verfasser einer von Rabelais an 
entscheidender Stelle erwähnten „Cosmographie“. Ebenso 
überzeugend wird als Ausgangspunkt der Reise le Talart 
bei Saint-Malo („Thalasse“ bei „Sammalo“ in Rabelais’ 
Texte) nachgewiesen. Die von Rabelais gewählte Route 
hatte den Vorzug dem Erzähler zu gestatten, Pantagruel 
und seine Gefährten durch unerforschte Meere zu führen, 
in die er seine fabelhaften Inseln und phantastischen 
Ungeheuer verlegen kann. Der Verfasser folgt Panta- 
grnel bis in die arktische Zone, wo die Reisenden die 
„paroles d^gel^es“ finden; er bringt in ansprechender 
Hypothese Medamothi mit Canada zusammen, erkennt in 
den rothäutigen Bewohnern der „Isle des Alliances“ mit 
ihren „nez en figures d’un as de treuffles“ Indianer 
und plattnasige Eskimos und widmet der Beschreibung 
der „Ile des Macreons“ ein interessantes Kapitel. Eine 
Stelle Plutarchs über die Inseln der Dämonen an der 
Küste Englands, sagenhafte Berichte von Seeleuten und 
die Tatsache, dass auf allen Seekarten eine „Ile des 
Dämons“ bei Labrador verzeichnet ist, sind die Elemente, 
die Rabelais zu seiner schwungvollen Darstellung ver¬ 
arbeitet hat. Es reihen sich sinnreiche Vergleiche und 
wohlbegründete Hypothesen an und immer wieder wird 
auf die nie versagende Sachkenntnis und Anschaulichkeit 
der Darstellung hingewiesen, mag Rabelais den See¬ 
sturm mit seinen vielfach wechselnden Bildern oder den 
Wallfischfang oder die Langeweile der Reisenden bei 
Windstille schildern. Bei Besprechung des fünften Buches 
drängt sich die Frage nach der Echtheit dem Verfasser 
auf. Neben Argumenten subjektiver Art, die aus den 
stilistischen Vorzügen und der Eigenart der Darstellung 
zu Gunsten einzelner Episoden und Kapitel gezogen 
werden und den Verfasser dazu führen, das fünfte Buch 
in der Hauptsache Rabelais znzuschreiben, wenn auch 
Interpolationen * und Ueberärbeitungen zugegeben wer¬ 
den, weist die Arbeit auf die konsequente Durchführung 
der im dritten und vierten Buche erzählten Fahrt. Wie 
in den vorhergehenden Büchern, so wird auch im fünften 
eine Entdeckungsreise geschildert mit allen Einzelheiten 
und Zufälligkeiten, die eine genaue Kenntnis realer Ver¬ 
hältnisse und des Lebens zur See beweisen. Im Ein¬ 
zelnen fehlt für dieses Buch, das Pantagruel in terrae 
incognitae führt, die Möglichkeit der Kontrolle, wie 
für die vorhergehenden Kapitel die zeitgenössische Kar¬ 
tographie sie bot; beachtenswert aber ist der Hinweis 
auf die Beschreibung der „Isles des Oiseaux“, wie sie 
Jacques Cartier in seinem Reisebericht gibt und die mit 
den Schilderungen der Ile Sonnante auffallende Aehn- 
lichkeit zeigt. Die vielfachen Anklänge des unter ver¬ 
schiedenen Titeln gedruckten „Disciple de Pantagruel“ 
an Episoden des fünften Buches, erklärt A. Lefranc 
dadurch, dass er das Büchlein Rabelais zuschreibt, oder 
wenigstens unter starker Beteiligung Rabelais’ entstehen 

‘ So das Kapitel „Tournoi de la Quinte“ und „des 
Apedefte“, wozu aber ein Nachtrag des Verfassers S. 383 und 
die Bemerkungen von J. Boulenger im Neudruck der „Isle 
Sonante“ (Eev. des 6t. rabel. 1906) zu vergleichen sind. 


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1907. Literatnrblatt für germanische and romanische Philologie. Nr. 3. 4. 


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lässt and als „suite provisoire au II. livre“, als Volks¬ 
buch von der Art der Chroniques gargantuines auffasst. 

Der letzte Teil der Arbeit ist einer Besprechung 
der Schlusskapitel des fünften Buches gewidmet, die der 
Verfasser in ansprechender und lehrreicher Darstellung 
mit dem Fühlen und Denken Rabelais’ in Verbindung 
bringt. Rabelais’ Wissensdurst, seine hoffnungsfrohen 
Ausblicke in die Zukunft, sein prophetisches Ahnen von 
Errungenschafen künftiger Jahrhunderte auf dem Ge¬ 
biete der Technik, sein tiefer und kraftvoller Natur¬ 
sinn, der den Pantagruelisten demütig und freudig der 
Natur sich unterwerfen lässt ohne auf sein stolzes „Fay 
ce que vouldras“ zu verzichten, alle diese Seiten in 
Rabelais’ Wesen werden feinsinnig besprochen und die 
dionysische Stimmung, die in den letzten Kapiteln herrscht, 
eingehend geschildert und mit ähnlichen Erscheinungen 
im griechischen Altertum und der Renaissance (Leonardo 
da Vinci) verglichen. — Nachträge, die Einzelfragen 
eingehender behandeln, bereichern das mit Wiedergaben 
von Karten, Schiffsmodellen, einer Darstellung des Wall¬ 
fischfanges bereicherte w'ertvolle Buch. 

Heidelberg. F. Ed. Schneegans. 

Max Freiherr von Waldberg, Der empfindsame 
Roman in Frankreich. Erster Teil. Die Anfänge bis zum 
Beginn des XVIII. Jahrhunderts. Strassburg und Berlin, 
Verlag von Karl J. Trübner. 1906. In-8®. XIII u. 499 S. 

Nicht als „ungebetener Gast“, wie er sich nennt, 
sondern wohlausgerüstet und vorbereitet hat der Ver¬ 
fasser von dem deutschen Roman aus eine Forschungs¬ 
reise in das wenig bekannte Gebiet des französischen 
Romans der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts unter¬ 
nommen. Ein Buch wie das vorliegende setzt eine solche 
Summe von entsagungsreicher Arbeit voraus, dass schon 
allein die materielle Bereicherung unserer Kenntnis des 
französischen Romans in einer Zeit bedeutungsvoller Um¬ 
gestaltung die Anerkennung und den Dank des Lesers 
in reichstem Masse verdient. Der Titel des Buches be¬ 
darf einer Erklärung. Der „empfindsame Roman“ ist 
nicht eine Abart des Romans wie der Ritter- oder der 
Schäferroman oder selbst der realistische oder der idea¬ 
listische Roman und der Verfasser will uns nicht ein 
Kapitel aus der Geschichte des Romans in historischer 
Darstellung geben. Er hat es vielmehr unternommen 
uns zu zeigen, wie unter dem Einfluss eines gesteigerten 
und verfeinerten Empfindungslebens der starre historische 
und heroische Roman der ersten Hälfte des 17. Jahr¬ 
hunderts sich mit pulsierendem Leben erfüllt, wie die 
Romanfiguren greifbarer werden, individuelle Züge er¬ 
halten, wie der Roman aus der unbestimmten Ferne 
historischer Vorzeit in die Gegenwart gerückt wird, wie 
die Seelenkonflikte sich verwickeln, die Situationen sich 
reicher gestalten, starres Heldentum durch weiches Em¬ 
pfinden ersetzt wird. Das Buch behandelt einen beson¬ 
ders wichtigen Abschnitt der Geschichte des modernen 
Romans, zugleich aber bildet es einen wertvollen Bei¬ 
trag zur „Genealogie der modernen Seele“. Der Ver¬ 
fasser hat sich bemüht die literarhistorische Forschung 
durch Hinweise auf die Kulturbewegung der Zeit, durch 
Heranziehen von parallelen Erscheinungen auf andern 
Gebieten der Kunst, der Philosophie, der Religion, des 
Gesellschaftslebens zu beleuchten und die Romane in die 
geistige Atmosphäre zu stellen, in der und aus der heraus 
sie entstanden sind. Einzelne ^Fragen, wie der Einfluss 
der religiösen Mystik und der spanischen Literatur auf 
den französischen Roman werden nur gestreift und sollen 


im zweiten Teile eingehend behandelt werden. Da der 
Verfasser es mit wenig bekannten Werken zu tun bat, 
von denen keines die klassische Einfachheit und Gedrängt¬ 
heit der Princesse de Cleves besitzt, ist er gezwungen 
aus langatmigen vielbändigen Romanen diejenigen Epi¬ 
soden oder eingeflochtenen Novellen herauszugreifen, in 
denen die Richtung zum Ausdruck kommt, die er zu be¬ 
leuchten unternommen. Die Darstellung wird dadurch 
notwendig lückenhaft und einseitig gefärbt. Man hat 
zunächst den Eindruck eines bewussten Fortschreitens 
einem bestimmten Ziele, einem künstlerischen Ideale zu. 
Bei näherem Zusehen findet man, dass die zahlreichen 
Schriftsteller, die uns vorgeführt werden, von einer mäch¬ 
tigen Zeitbewegung getragen werden, auf die sie aller¬ 
dings durch ihre Werke wieder eingewirkt haben, dass 
wir es mit einzelnen immer wieder erneuerten Versuchen 
zu tun haben, mit einem ganz allmählichen Vorwärts¬ 
schreiten, dass der Verfasser mit sicherem Blicke uns 
die Quintessenz aus der damaligen Romanliteratur bietet. 
Wenn wir von der Princesse de Claves und den Lettres 
Portugaises absehen, sind es im allgemeinen gewandte 
Schriftsteller aber keine hochbegabten Künstler, die an 
der Entwickelung und Umgestaltung des Romans gear¬ 
beitet haben. Sie haben in langer Arbeit allmählich das 
Instrument vervollkommnet, mit dem geschicktere Hände 
im 18. Jahrhundert Meisterwerke schaffen sollten. In 
vortrefflicher Darstellung werden uns diese allmählichen 
Fortschritte vorgeführt. Von dem heroischen Roman 
ausgehend, über den Boileau das Todesurteil in seinem 
Dialog „les Heros de Roman“ ausspricht, erreichen wir 
mit La Fontaine’s Psyche einen ersten Höhepunkt in der 
Entwickelung des Romans. Der Verfasser zeigt wie in 
dem liebenswürdigen Werke in der Gestalt der Heldin und 
Amors moderne Menschen dargestellt sind mit weichen 
Regungen, einem Hang zur Träumerei und zur Welt¬ 
flucht (mechancholie); schon fallen bedeutsame Worte, 
die die kommende Zeit der Empfindsamkeit ankündigen: 
„La compassion a aussi ses charmes“. Sucht der fein¬ 
sinnige Epicureer La Fontaine den Leser in weiche Stim¬ 
mung zu versetzen, so ertönen in den merkwürdigen 
„Lettres portugaises“, die der Verfasser eingehend und 
meisterhaft behandelt, kräftigere Töne einer verzehrenden 
Liebesleidenschaft. Die Briefe wirkten wie ein Befrei¬ 
ungswerk von den Schranken der Konvention, sie wur¬ 
den nachgeahmt und die portugiesische Nonne fand in 
der Pr^sidente Ferrand eine ebenbürtige Leidensgefähr¬ 
tin. Mit den Briefen dieser leidenschaftlichen Frau und 
den bedeutsamen Werken der Frau von La Fayette 
wurde dem Roman ein neues Gebiet eröflhet: das Seelen¬ 
leben der verheirateten Frau, der physische oder seelische 
Ehebruch, nicht mehr als der Ausgangspunkt komischer 
Verwickelungen aufgefasst sondern ernster dramatischer 
Situationen und Seelenkämpfe. M^ne de La Fayette wagt 
sich an ein besonders schwieriges Problem heran und es 
gelingt ihr eine edle Frauengestalt voll Leidenschaftlich¬ 
keit und tiefem Pflichtgefühl zu schaffen und in der viel¬ 
bewunderten und nachgeahmten Bekenntnisscene für die 
reiche Romanliteratur der folgenden Jahre, an der be¬ 
sonders Frauen beteiligt sind, vorbildlich zu wirken. 
Der Verfasser hebt aus dem reichen Schatze seiner Lek¬ 
türen diejenigen Episoden und Roraansituationen hervor, 
in denen die Fortschritte in der Charakteristik, die Ver¬ 
vollkommnung der technischen Mittel, die Verfeinerung 
der Seelenanalyse, das Umsichgreifen der Sentimentalität, 
besonders deutlich hervortreten. Sehr schön wird nach- 


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1907. Literatarblatt für gennanische and romanische Philologie. Nr. 8. 4. 


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gewiesen wie die Bereicherung und Verfeinerung des 
Seelenlebens eine Vertiefung des religiösen Empfindens 
zur Folge hatte, wie aber zugleich die äusseren Schranken 
der Moral sich zu lockern beginnen und die Menschen 
bald einem veredelten Sinnengenuss zuneigen bald aber 
stärkere Naturen jene Schranken abwerfen und wie Mo- 
li^re’s Don Juan den Typus des libertin ausbilden. Hand 
in Hand mit Beobachtungen über das Seelenleben der 
Zeit gehen treffende Bemerkungen über die Ausbildung 
der Technik des Romans, der immer schärfer den Men¬ 
schen erfasst, im Dialog sich der Wirklichkeit nähert, 
allmählich aus dem künstlichen Milien der höfischen Ge¬ 
sellschaft in die Natur, sogar in die romantischen Gegen¬ 
den des Nordens hinaustritt. Auf diesem Wege musste 
der Roman die Fürstenhöfe einer ferneren oder näheren 
Vergangenheit verlassen und dem Studium der Gegen¬ 
wart und bürgerlicher Kreise sich zuwenden. Diesen 
Schritt wagt der fast unbekannte Robert des Challes in 
seinen „Illustres franQoises, Histoires veritables“ (1713 
und 1715), mit dessen „Rettung“ das an Belehrung so 
reiche Buch schliesst. Wir hoffen, dass der Verfasser 
bald die von ihm in Aussicht gestellte Neuherausgabe 
dieser merkwürdigen sozialen Studien Des Challes* uns 
schenken wird. — Der Verfasser hat seine Ausführungen 
durch sorgfältig gewählte Ci täte beleuchtet und einen 
reichen Apparat an Anmerkungen und bibliographischen 
Notizen an den Schluss des Buches verlegt. Die Dar¬ 
stellung ist vorti’efflich und durch eine Fülle von An¬ 
spielungen und Ausblicken auf Kunst, Literatur und Ge¬ 
sellschaftsleben des 17. Jahrhunderts, treffende Bilder 
und Vergleiche anziehend. 

Heidelberg. F. Ed. Schneegans. 


Engen Herzog, Nenfiranzösische Dialekttexte. Mit 

grammatischer Einleitung und Wörterverzeichnis. X, E 79 

u. 130 S. 8 ®. Leipzig, Keisland 1906. 

In den letzten Jahren sind eine Reihe von Lehr- 
und Handbüchern zu Händen der Studierenden erschienen, 
deren Vortrefflichkeit mancherorts die Besorgnis wach- 
gernfen hat, es möchte damit denen, die geraden Weges 
aufs Examen lossteuern, der Studienweg allzusehr ge¬ 
ebnet werden. Die vorliegende Publikation, obschon auch 
zu Händen der Studierenden geschrieben und kundiger 
Feder entsprungen, ist wie keine dazu angetan, jene 
Besorgnis zu verscheuchen. Herzog führt uns weit ab 
vom geradlinigen Studium, er führt uns von der klassi¬ 
schen Literatursprache weg zur volkstümlichen Rede der 
Ungebildeten, aus der Bibliothek in der Bauernstube, 
aus Paris hinaus ins entlegene Dörfchen der unbekann¬ 
ten Provinz. 

Es war ein äusserst glücklicher Griff, den der 
rührige Wiener Gelehrte getan. Wo nur immer das 
Dialektstudium an der Universität gepflegt wird, machte 
sich das Bedürfnis nach leicht zugänglichen Texten fühl¬ 
bar. Dieses Bedürfnis hat H. für Nordfrankreich in 
trefflicher Weise befriedigt. Seine „Neufranzösischen 
Dialekttexte“ enthalten 60 Stücke von durchschnittlich 
etwa zwei Seiten Länge, in denen alle charakteristischen 
Patoisgruppen — mit begreiflicher Ausnahme der Ile de 
France — meist mehrfach vertreten sind. Auch die 
französische Kolonie in Faeto und das Kreolische sind 
nicht vergessen. Es ist eher des Guten zu viel als zu 
wenig, jedenfalls reicht der hier gebotene Stoff, so gründ¬ 
lich durcbgenommen wie es die Einleitung andeutet, 
leicht für 3—4 Semester aus. Die Texte sind, wie 


natürlich, nach sprachlichen Gesichtspunkten ausgewählt, 
meist aus Zeitschriften, wobei die treffliche Revue des 
Patois Gallo-romans mit Recht stark beigezogen wurde. 
Ein bündiger Titel in Deutsch orientiert über den In¬ 
halt. Die Mehrzahl der Texte wird in uniformer phone¬ 
tischer Schrift wiedergegeben, lehrreicherweise sind meh¬ 
rere in gewöhnlicher Dilettantenschrift beigefügt. 

Bei der immer schwierigen Wahl einer Lautschrift 
hat sich der Wert*, im wesentlichen an die Grammatik 
Meyer-Lübkes angeschlossen. Abgesehen von einigen Ab¬ 
weichungen und Ergänzungen, die erschwerend wirken, 
wäre es nicht überhaupt vorteilhafter gewesen, eine ans 
dem engen Kontakt mit neufranz. Mundarten herausgewach¬ 
sene Transkription wie die von Gillieron in globo zu adop¬ 
tieren? Und wie viel bequemer und sicherer wäre es ge¬ 
wesen, die Texte von H. und die Karten des Atlas in 
gleicher Schrift zu besitzen! Was Einzelheiten anbelangt, 
so scheinen mir zwei Dinge unglücklich; die Verwendung 
eines Strichleins über dem Vokal, ö, nicht etwa zur 
Bezeichnung der Länge, sondern zur Bezeichnung der 
schwachen Nasalierung; dann der Passy entnommene 
Doppelpunkt, a:, zur Bezeichnung der Länge. Eine 
nirgends motivierte Belastung des Auges ist die Doppel¬ 
bezeichnung 6 = ts und dz (s. Bemerkung S. E 36). 
Solange wir nicht mit Sicherheit die Natur des Lautes 
bestimmen können, scheint mir neben den wohl ebenfalls 
einfachen Lauten is^ dz die Bezeichnung <5, dz die ge¬ 
gebene. 

Doch die Hauptarbeit des Verf. — und daher der 
Hauptwert des Buches für die Wissenschaft — liegt 
nicht in der Neuherausgabe der 60 Patoistexte, sondern 
in dem, was H. bescheiden aber falsch „Einleitung“ 
nennt. Diese sog. „Einleitung“, die in bezug auf ihr 
Verhältnis zu den Texten richtiger deren linguistischer 
Kommentar genannt würde, diese „Einleitung“, 79 Seiten 
umfassend, ist eine in dieser Art noch nie versuchte 
Uebersicht über die dialektischen Spracherschei- 
nungen Nordfrankreichs. Sie enthält 1 . eine aus¬ 
führliche Lautlehre mit Kapiteln über Bindungserschei- 
nnngen, Assimilationserscheinungen, Kurzformen etc., 2. 
eine gedrängte Formenlehre mit einem Anhang über 
Wortbildungslehre, 3. 8 V 2 Seiten Syntax. Diese über¬ 
raschend reichhaltige Uebersicht ist im Gegensatz zu 
manchen ähnlichen Versuchen in andern Chrestomathien 
ein Muster weise geordneter, durchsichtiger Darstellung. 
Die Lesbarkeit wird etwas beeinträchtigt durch die vielen 
Belegstellen und durch dreierlei Arten von Klammern. 
Noch öfter als es geschieht, dürfte statt der jeder Vor¬ 
stellung baren Nummer der Name der Ortschaft oder — 
wo eine Umgrenzung möglich — der Gegend stehen, in 
der die Erscheinung vorkommt, dadurch würde die Ueber¬ 
sicht an Allgemeinheit und an Anschaulichkeit gewinnen. 

Endlich ist dem Textteil ein Wörterverzeichnis 
beigegeben, das — zur Enttäuschung des Anfängers — 
nur die nicht - schriftfranzösischen Wörter und Bedeu¬ 
tungen enthält. Dafür aber findet er vorsichtigen Auf¬ 
schluss über Etymologie, meist in lateinischer, oft aber 
auch in altfranz. Form. Wenn nicht überall die Wort¬ 
art, so sollte wenigstens bei den Substantiven das Ge¬ 
schlecht jeweilen angegeben werden. 

Von Einzelheiten sei nur Folgendes erwähnt; Zu 
E 17 „Nasqlierung ohne klaren Grund“. In den meisten 
hier vermerkten Fällen erklärt sich mir die illegitime 
Nasalierung durch die nasale Umgebung des Wortes. So 
ist^f aus histoire de JNoHj vierz aus vierge de Marie, 


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1907. Literaturblatt für germanische and romanische Philologie. Nr. 8. 4. 


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hU ans faisons une belle rnusique, besonders dentlicli 
in dö tä = du tempe, do ramö, ö momä = au mo- 
ment, oder in je vinrai anvec tna tante. — Eben¬ 
daselbst § 131; in epB (6tain) liegt ohne Zweifel Assi¬ 
milation vor. — Zu E 25 § 208, wo von pi, pya die 
Eede ist, sollte auf den Artikel Gauchat*s Eom. 27, 270, 
der die weitere Literatur angibt, verwiesen werden. — 
Zum Wörterverzeichnis: armaVi bedeutet nicht ‘Hirt*, 
sondern ‘Senn, Käser*; iayon heisst an der betr. Stelle 
wohl eher ‘Ahnen’ als speziell Urgrossvater. — Ich ver¬ 
misse z. B. trejiu (trestout) vgl. tertu, tortii E 47 § 382. 

Mögen auch die vom Verf. im Vorwort erwarteten 
Ausstellungen sich mit der Zeit mehren, das Buch wird 
die Feuerprobe des Unterrichts gut bestehen. Auch sind 
wir überzeugt, dass die Neuprovenzalischen Texte, 
die uns Herzog in Aussicht stellt, dieselbe Signatur sorg¬ 
fältiger Knappheit tragen werden. 

Basel. E. Tappolet. 

Victor Brnsewitz, Etade historiqne sur la gyntaxe 

des pronoms personnels dann la langae des F^libres. 

These pour le doctorat (Uppsala). Stockholm 1905. XIV u. 

120 p. 8«. 

Die neuprovenzalische Syntax ist eines der am wenig¬ 
sten bearbeiteten Gebiete der romanischen Grammatik. 
Von hierher gehörigen Arbeiten sind — mit Ausnahme 
einzelner kleinerer Artikel oder Notizen in den Zeit¬ 
schriften und der Gasamtgrammatiken Diezens und Meyer- 
Lübkes — nur zwei zu nennen, Koschwitz, Grammaire 
historiqne de la Langne des F^libres und Herzog, Ma¬ 
terialien zu einer neuprovenzalischen Syntax. Der Verf. 
vorliegender Arbeit ist, glaube ich, der erste, der dem 
fraglichen Gebiete eine gründliche historische Spezial- 
untersuchnng gewidmet hat. Als Gegenstand seiner Ar¬ 
beit hat er ein schwieriges, aber an interessanten und 
wichtigen Fragen reiches Kapitel, das der persönlichen 
Pronomina, gewählt. Im Titel hätte Verf. ebensogut 
vom Ehonedialekt als von der Felibersprache reden kön¬ 
nen, delin in syntaktischer Hinsicht scheinen diese Be¬ 
griffe sich gegenseitig zu decken, und die in gewisser 
Beziehung artifizielle Beschaffenheit der Felibersprache 
beeinträchtigt durchaus nicht den wissenschaftlichen Wert 
einer Untersuchung dieser Art. Verf. erklärt den gegen¬ 
wärtigen Stand der neuprovenzalischen Syntax streng 
historisch als ans der Sprache rhonisch schreibender Ver¬ 
fasser voriger Jahrhunderte hervorgegangen. W^enn er 
den Namen „Felibersprache“ dem anderen „Ehonedialekt“ 
vorgezogen hat, so beruht das wahrscheinlich darauf, 
dass nur literarische I’rodnkte seiner Abhandlung zu¬ 
grunde liegen. Er hat, wie er in der Vorrede sagt, 
nicht die Gelegenheit gehabt, die gesprochene Sprache 
lange genug zu studieren, um seine Beobachtungen auch 
auf sie zu stützen. 

Unter den modernen Schriftstellern hat Verf. am 
gründlichsten Eoumanille studiert, dessen Sprache von 
allen die volksmässigste sein mag. Aber auch Aubanel, 
Gras, Mistral und viele andere liefern reichliche Ma¬ 
terialien und geben zusammen ein sicheres und voll¬ 
ständiges Bild des heutigen Sprachzustandes. Für die 
zwischen dem Mittelalter und unserer Zeit liegende Pe¬ 
riode war es dem Verf. schwer, genügendes Material 
aufzulreiben. Die provenzalische Literatur ist bekannt¬ 
lich während jener Jahrhunderte sehr arm und viele der 
einschlägigen Werke sind selten. Im allgemeinen schei¬ 
nen jedoch die vom Verf. benutzten Quellen hinreichend, 
um die historische Entwickelung zu zeigen. Für das 


16. Jahrhundert fand er kein im Ehonedialekt geschrie¬ 
benes Denkmal, hat aber für diese Zeit Verfasser ans 
Marseille benützen können, da die Marseillermundart be¬ 
sonders in syntaktischer Hinsicht dem Ehonedialekte sehr 
nahe steht. Vielleicht wäre es nicht unmöglich gewesen, 
durch Akten und Dokumente die Materialien ein wenig 
zu erweitern (cf. zum Beispiel Paul Meyer, Documents 
linguistiques des Basses Alpes, 15 e et 16 e si^cles Eom. 
XXVll S. 337). 

Im ersten Kap. behandelt Verf. das unbetonte Per¬ 
sonalpronomen, zuerst als Subjekt. Es gilt hier, soweit 
möglich die Fälle festzustellen, in denen das Subjekt im 
Provenzalischen besonders ausgedrückt wird. In den 
zahlreichen prov. Dichtwerken, die von den Verfassern 
selbst mit franz. Uebersetzung nebenbei publiziert wor¬ 
den sind, hat Verf. gefunden, dass das prov. Pronomen, 
obgleich ohne Zweifel betont, doch sehr oft mit dem 
unbet. franz. Pronomen übersetzt wird. Man kann also, 
sagt Verf., über die Absicht des Schreibenden keine 
sichere Schlussfolgerung ziehen. Oft, sagt er, scheint 
auch das Pronomen im Prov. gesetzt, ohne dass man 
den Grund dazu sehen kann. Hier wären, glauben wir, 
ein wenig eingehendere Untersuchungen wünschenswert 
gewesen. Es scheint a priori natürlich, dass im Prov., 
wo das pronominale Subjekt gewöhnlich nicht ausge¬ 
drückt ist, ein sehr geringes Bedürfnis nach Hervor¬ 
hebung des Subjektes genügen muss, um die Setzung des¬ 
selben herbeizuführen. Andererseits ist im Franz, das 
unbetonte Pron. eines gewissen Tones fähig. Es muss 
also ein Gebiet geben, wo das prov. Subjektspronomen 
franz. unbet. Pron. gegenübersteht. Dieses Gebiet hätte 
unter Anziehung einer grösseren Anzahl Beispiele zwar 
nicht im ganzen bestimmt, aber doch als gewisse Fälle 
umfassend bezeichnet werden können, ln allen hier vom 
Verf. angeführten Beispielen scheint uns die Setzung des 
Subjektes unschwer erklärbar. — Eine derartige Unter¬ 
suchung wäre auch für den Betonungswert des soge¬ 
nannten unbet. Subjektpronomens im Franz, beleuchtend. 

Nachdem Verf. der Interrogativpartikel ti, die er 
mit G. Paris als franz. Lehngut ansieht, gebührende 
Aufmerksamkeit gewidmet, geht er zur Behandlung des 
Neutralpronomens als Subjekt über. Er berührt hier die 
alte Verwendung von lo als Subjekt, die der modernen 
Sprache fast ganz unbekannt zu sein scheint. In älterer 
Zeit war dies lo (= fr. unpers. il) nicht ungewöhnlich. 
In zwei aus J. David (17. Jahrh.) genommenen Bei¬ 
spielen kommt die Verbindung le nia {= il y en a) 
vor. Verf. sieht in le die aus dem Franz, entlehnte 
Form für lou. Das wäre aber befremdend, da sonst 
bei diesem Verfasser die Form des Pronomens lou ist 
und die fragliche Ausdrucksweise in dieser Form im 
Franz, nicht existiert. Ich glaube, le nia ist eine Schrei¬ 
bung für Ven ia, wo l lou mit gewöhnlicher Elision re¬ 
präsentiert. Diese Schreibung ist ja nicht auffällig, wenn 
man die eigentümliche prov. Wortzerteilung in Betracht 
sieht (Vy = /i, ne'n = nen etc.). Von derartigen Eigen¬ 
tümlichkeiten findet man in der Abhandlung des Verfs. 
ungemein zahlreiche Beispiele. 

Im nächsten Hauptabschnitt untersucht Verf. ein¬ 
gehend die Syntax des unbet. Objektpronomens und be¬ 
rührt dabei viele Fragen von grossem Gewicht. Zuerst 
behandelt er die Stellung des Pronoms und konstatiert, 
dass im Prov. die Stellung nach dem Verb im Falle, wo 
das Verb den Satz eröffnet oder ihm et, mais vorhergeht, 
sich relativ lange erhalten hat. — Die gegenseitige 


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1907. Literaturblatt fttr gwmanisclie and romanische Philologie. Nr. 3. 4. 


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Stellung der verschiedenen Pronominalformen gibt Verf. 
za mancher feinen Beobachtung Anlass. Im allgemeinen 
ist der Gebraocli in dieser Hinsicht derselbe im Prov. 
wie im Franz. So war in den beiden Sprachen in äl¬ 
terer Zeit die regelmässige Wortfolge le me, le te, le se 
etc. Die Veränderung im Prov. erklärt Verf. als auf 
franz. Beeinflussung beruhend. Für die Veränderung im 
Französischen bietet er einen neuen Erklärungsversuch. 
Er konstatiert, dass die Umstellung U me> me le etc. 
zeitlich mit einer anderen syntaktischen Erscheinung zu¬ 
sammenfällt, nämlich mit der soeben im 16. Jahrh. zur 
Regel werdenden Setzung des Subjektpronomens. Diese 
Setzung hatte zur Folge, dass bei allen reflexiven Verben 
Verbindungen wie je me, tu te etc. gewöhnlich wurden. 
Da man also je me figure sagte, so begann man auch 
je me le figure zu sagen, weil die Verbindung je me 
dem Ohre geläufig geworden war. Und da man je me le 
bei einer so bedeutenden Verbalgmppe wie der der refl. 
Verben sagte, so verbreitete sich diese Wortstellung 
mehr und mehr, um mit der Zeit die einzige regel¬ 
mässige zu werden. Diese Erklärung scheint der Jung’- 
scben von Meyer-Lubke angenommenen Theorie gegen¬ 
über ernstlich in Betrachtung gezogen werden zu dürfen. 
Jedenfalls muss das von B. beachtete Verhältnis von be¬ 
deutendem Einflüsse gewesen sein. 

Es folgen dann interessante und inhaltreiche Ab¬ 
schnitte über Wiederholung und Auslassung des Objekt¬ 
pronomens, über pleonastische Verwendung desselben und 
über das unbetonte Reflexivpronomen. Verf. behandelt 
hier die sonderbare Anwendung von se als Reflexivum 
der 1. P. Plur., die man in einigen prov. Mundarten 
und auch im Rhdnedialekte findet. Er gibt eine geist¬ 
reiche und plausible Erklärung dieses Gebrauches, den 
er als vom Infinitiv ausgehend betrachtet. Beim Inf. 
konnte leicht besonders nach einem unpersönlichen Aus¬ 
drucke eine Vermischung entstehen (z. B. e fan se sa- 
tira tont lou franc jour de Diöu, tious estripa la levado 
per gagna miseräbili cinqnanto-cinq soü! S. 64). Auch 
muss man den gewöhnlichen Gebrauch von nous für on 
als eine beitragende Ursache ansehen. — Verf. spricht I 
auch hier von der Verwendung des Reflexivums, um das 
Passivem auszudrücken, einem im modernen Prov. sehr 
verbreiteten Gebrauch, und gibt ein Verzeichnis von 
Verben, die im mod. Prov., nicht aber im Franz, reflexiv 
gebraucht werden. Wenn er in dem bei Roumanille ge¬ 
fundenen Beispiele Levas-vous d^aqui^ levas^ eine „kuri- 
üse Ellipse*^ sieht, möge doch daran erinnert werden, 
dass lever in den meisten rom. Sprachen alt auch in¬ 
transitive Bedeutung hat. — Interessante Beobachtungen 
bietet der Verf. auch über das Personalpronomen als 
Prädikativ; er zeigt hier, wie abweichend vom Franz, 
das Pron., auf ein Adjektivum hinweisend, in Numerus 
und Geschlecht mit diesem übereinstimmt. 

Der zweite Hauptabschnitt ist den betonten Pro¬ 
nominalformen gewidmet. Unter den vielen schwierigen 
Fragen, die hier in intelligenter und lehrreicher Weise 
zor Behandlung kommen (das Eindringen der Subjekts¬ 
formen 1. und 2. P. in den Akkusativ, die seltene Ver¬ 
wendung von my als Nom. etc.), mögen besonders die 
Auseinnndersetznngen über die Plnralform eli hervor¬ 
gehoben werden. Verf. zeigt, dass die gegenwärtige 
Mask.- und Fem.-Form eli mit dem lat. Nom. illi nichts 
VI schaffen hat, sondern eine Umgestaltung der Obl.-Form 
dies, Mas ist. Nachdem eis < illos in den Nominativ 
eiogedmngen war, wurde diese Form im 15. Jahrh. 


durch Beeinflussung des Artikels los zu ellos umgeformt. 
Im 16. Jahrh. findet man die Form elets und im 18. 
Jahrh. dringt sie auch ins Fern, ein, wo sie das bis da¬ 
hin gebrauchte elos ersetzt. Aus elei{s) ist die jetzige 
Form eli der Felibersprache entstanden. Eoschwitz 
glaubt, die auf -t endenden adjektivischen Pluralformen 
tendriis)^ poulidi(8) u. s. w. seien aus altem tendres etc. 
entstanden, an das -as durch die Zwischenstufe -os mit 
dumpfem o sich angeschlossen hätte. Durch den Ueber- 
gang von s in t vor folgendem Konsonant sei -es zu -ei 
geworden, und das -» habe sich dann audi vor Vokal 
eingeschlichen. So hatte man vor Eons, tendrei^ vor 
Vokal tendreiSf Formen, die noch im Marseillerdi^ekte 
vorhanden sind. B. stimmt mit Eoschwitz in der An¬ 
sicht überein, dass die Endung -t ans -ei entstanden sei, 
glaubt aber, dass die Adjektivformen in -et nicht ganz 
phonetisch, sondern aus dem analogischen Einflüsse des 
Artikels zu erklären sind. Denn, wie er zeigt, war der 
Artikel viel früher zu lei(s) geworden, als die Formen 
auf -et(e) beim Adjektive belegt sind. Diese Beeinflussung 
des Artikels hätte zuerst bei dem lautlich und begriff^- 
lich nahestehenden bet. Pron. gewirkt, um sich später 
auf das Adj. anszudehnen. Diese Ansicht wird durch 
die Untersuchung des Verfs. sehr wahrscheinlich gemacht. 
Verf. sagt aber nicht, wie er die fragliche Entwickelung 
des Artikels erklärt. Beruht sie vielleicht darauf, dass 
die Verbindung des Artikels mit dem folgenden Worte 
viel konstanter und fester ist als die des bet. Pronomens 
oder des Adjektivums ? Um seine Ansicht vom Einflüsse 
des Artikels zu stützen, hätte Verf. ausser der Form 
elloSf die er S. 86 anführt, auch die von Paul Meyer 
Rom. XVIII S. 428 nnd XXII S. 125 angeführten For¬ 
men zitieren können. Bibliographische Erwähnung hätte 
auch das von demselben Gelehrten Rom. XIV S. 291 
über die Adjektivendung -i Gesagte verdient. — Verf. 
bietet in diesem Kap. eine gründliche Untersuchung über 
den Gebrauch des betonten Reflexivpronomens und gibt 
zuletzt eine Uebersicht aller Fälle, in denen das betonte 
Personalpron. verwendet wird, in welcher Uebersicht je¬ 
doch auch der wichtige S. 20 erwähnte Fall verkommen 
sollte, wo der Ack. ein Pronomen der ersten oder zweiten 
Person oder das Refl. se ist, denn unter dieser Bedingung 
muss der Dativ immer in bet. Form nach dem Verbum 
gesetzt werden. 

Im dritten nnd letzten Abschnitte spricht Verf. von 
den Pronominaladverbien und betrachtet dabei sowohl 
ihre nicht leicht zu erklärenden Formen als deren syn¬ 
taktische Verwendung. Ich will hier nur von der ersten 
Frage sprechen; es handelt sich dabei vor allem um die 
Adv. nen und ie. Verf. widerlegt die Theorie Herzogs, 
nach welcher nen aus einem Missverstehen der alten Form 
m’oh (= non inde) entstanden wäre, die man in einer 
Zeit, da die Negation schon ausschliesslich durch die 
negativen Komplemente pas etc. ansgedrückt wurde, und 
da n'on von en beeinflusst zu nen geworden war, als 
eine pleonastische Kombination von n’ < inde + sn < 
inde gefasst hätte und zeigt, dass nen schon in einer 
sehr frühen Periode^ belegt ist, in der non noch ganz 
ohne Komplement als Negation füngierte. B. bringt eine 
andere Erklärung. Er erinnert daran, dass die Form 
en sehr oft mit dem Personalpronomen verbunden war, 
und dass man also oft die Kombinationen m’en, fsn, s^en^ 
Ven etc. hätte. Vor einem Vokal war inde zu m’ ge¬ 
worden, man hatte also oft z. B. n*a = inde habet. 
Andererseits brachte die Verbindung der persönlichen 


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1907. Literatnrblatt für germanische and romanische Philologie. Nr. 3. 4. 


120 


Pronomina mit einem yokalisch anlautenden Worte For¬ 
men wie m’a, fa, s’a, n^a etc. hervor. Man versteht 
also leicht — sa^ Verf. S. 111 —, dass m!en etc. die 
Form n^en hervorrnfen konnte und zwar durch die fol¬ 
gende proportionale Analogie: 

m’a : n’a = m’en : x 
X = n’en 

Das scheint mir kaum annehmbar. Denn in einer 
derartigen analogischen Gleichung muss doch die Be¬ 
deutung, die eben die wirkende Kraft ist, sich mit den 
Formen decken. Das vierte Glied soll eine Form an- 
nebmen die zum dritten im selben Verhältnis steht wie 
das zweite Glied zum ersten, weil der Begriff, den 
es ansdrücken soll, eben diese Relation hat. Wie 
verhält es sich aber in dieser Hinsicht mit der vom Verf. 
aufgestellten Gleichung? ATa = mich hat: «’a = da¬ 
von hat wie m*en = mich davon: n!en = davon. Dieses 
Räsonnement ist mir unbegreiflich und es scheint mir das 
Einfachste, in nen nur eine durch den gewöhnlichen in 
begrifflicher Hinsicht unterschiedslosen Gebrauch von n 
und en enstandene Eontaminationsform zu sehen. 

Was ie betrifft, so erklärt der Verf. diese Form 
aus der Kombination ly + en^ welche, obgleich Verf. 
nicht viele Belege gefunden hat, sehr gewöhnlich ge¬ 
wesen sein soll. Im 18. Jahrh. ist l vor bet. ie ver¬ 
stummt, man hatte also ien. Das hat man nach der 
Analogie von m^en^ Ven^ s'en, die man als we'n, te^n^ 
se^n verstand, als aus ie n bestehend aufgefasst, und 
auf diese Weise wäre man zum jetzigen i«, das schon 
im 18. Jahrh. existierte, gekommen. Diese Erklärung 
ist ansprechend und wäre überzeugend, wenn der Verf. 
die Gewöhnlichkeit der Kombination ly -f” beweisen 
könnte. Das ist aber nicht der Fall. Dem franz. U y 
en a entspricht hier en ia, das allmählich zu gnia wird. 
Und verweist man auf das Franz., so ist doch ein mit y 
verbundenes en ausser dem Ausdrucke il y en a ver¬ 
hältnismässig selten. Warum sollte eine derartige Ver¬ 
bindung im Prov. häuflger sein? 

Ich habe mich im Vorhergehenden bei einigen Fragen 
aufgehalten, bei denen mir die Ansicht des Verfs. mehr 
oder.weniger zweifelhaft erscheint. Viel zahlreicher sind 
aber die Punkte, die er in überzeugender Weise erledigt 
uhd als allgemeines Urteil glaube ich aussprechen zu 
können, dass sein Buch als eine sehr wertvolle Leistung 
zu bezeichnen ist. Er hat darin einen ebenso inhalts¬ 
reichen und sorgfältigen wie oft scharfsinnigen Beitrag 
zur prov. Syntax gegeben. 

Uppsala. Erik Staaff. 

Francesco Novati, Attraverso il medio evo. Bari 

1906; Gius. Laterza e figli. 415 S. 8®. 

In dem ersten Aufsatze (un poema francescano 
del dugento, S. 9—115) dieses wertvollen Sammelbandes 
g:ibt Novati umfangreiche Proben und eindringende Ana¬ 
lysen von einem Lehrgedicht, das bisher im Cod. Chigian. 
H. V. 151 verborgen lag. Der Verfasser, ein gewisser 
Bongiovanni aus Cavriana bei Mantua muss gegen Ende 
des 12. Jahrhunderts geboren sein und lebte als Mino- 
ritenmonch im Kloster S. Maria dell’ Incoronata zu Man¬ 
tua. Das Opus besteht aus 1415 rhythmischen latei¬ 
nischen Versen verschiedener Struktur und führt den 
stolzen Titel Anticerberus, weil, wie der Prolog ver¬ 
kündigt, seine Pfeile gegen den Höllenhund gerichtet 
sind und das Ganze darauf zielt, dem bösen Feinde seine 
Opfer abzujagen. Das erste Buch enthält eine Beleh¬ 


rung über die christlichen Dogmen, handelt von den 
Sakramenten, den zehn Geboten und dem christlichen 
Gebet; wozu ein Kommentar in Prosa beigegeben ist; 
es folgt eine eindringliche Schilderung der tausend Ge¬ 
fahren, die das Seelenheil des Menschen bedrohen. Das 
zweite Buch bringt eine Beschreibung der Laster und 
sieben Todsünden, das dritte die Aufforderung zu strengster, 
finsterster Askese; das vierte und letzte, welches Novati 
vollständig veröffentlicht, handelt vom Antichrist, vom 
jüngsten Gericht, von Hölle und Paradies. 

Cerberus est victus; qui vicit sit benedictus. 

Der künstlerische Wert des Machwerks ist gleich 
Null. Es wurde überhaupt nicht komponiert, sondern aus 
allen möglichen Reminiszenzen zusammengenäht, und man 
könnte es einen Centone nennen, wenn der Mönch nicht 
hin und wieder mit eigenem Faden gearbeitet hätte, um 
die fremden Lappen aneinander zu flicken. Aber eben 
darum, weil das Gedicht einen Sammelplatz der belieb¬ 
testen asketischen, satirischen und moralischen Reime¬ 
reien der lateinischen Literatur des Mittelalters darstellt, 
ist es kulturhistorisch so interessant. Die Quellenforschung 
Novatis stellt sich der trefflichen Arbeit Haureau’s (Des 
pohyies latins attrib. ä Saint Bernard, Paris 1890) 
nicht unwürdig an die Seite und zeigt in anschaulichster 
Weise, wie der wackere Mönch seinen Traktat zusammen¬ 
stoppelte aus Motiven des beliebten Liber Floreii, aus 
Bruchstücken der sog. Epistola ad Rainaldum, aus 
einem wenig bekannten und unedierten anonymen Traktat 
De doctrina recte vivendi (Cod. Braidensis AD IX, 14 
und Hs. in der Bibliothek zu Cremona 36, 12, 2) und 
schliesslich aus einer Fülle sogenannter Epigramme. Diese 
Epigramme sind vereinzelte moralische und satirische 
Rhythmen, deren der mittelalterliche Kleriker eine bunte 
Menge im Kopfe trug, geflügelte Worte, Memorierverse, 
^ie man in der Schule lernte und die sich, von Mund 
zu Munde wandernd, veränderten, verschmolzen, zer¬ 
bröckelten. Indem Novati diesem literarischen Flugsande 
nachgeht, erweitert er seine Anmerkungen zu kleinen 
Dissertationen über die beliebtesten mönchichen Motive 
lateinischen Mittelalters. 

Endlich hat unser Bongiovanni auch klassische Zi¬ 
tate in seinen Anticerberus aufgenommen: Verse aus 
Lucan und in reichlichstem Masse Ausdrücke und Vor¬ 
stellungen aus Virgil (bes. Buch VI der Aeneis), den er 
des mit Stolz seinen Landsmann nennt. 

Der zweite Aufsatz (il Lotnbardo e la lumaca) 
(S. 117—151) handelt von dem bekannten, schon mehr¬ 
fach studierten Geschichtchen des Lombarden, der eine 
Schnecke bekämpft. G. Baist (Gröbers Zeitschr. 1878, 

11, 303 ff.) vertritt die Ansicht, dass die Erzählung von 
einem frsnzösischen Spielmann etwa um die Mitte des 

12. Jahrhunderts erfunden worden sei, um die Lombar¬ 
den als feige unritterliche Leute zu verhöhnen (vgl. 
dazu Tobler in Gröbers Zeitschr. III, 98 ff.). Novati 
findet die ältesten Spuren der Erzählung nicht in der 
vulgären, sondern in der lateinischen Litteratnr. Schon 
Johann von Salesbury erwähnt sie als vielverbreitet in 
seinem Policraticus. Er hat sie vermutlich als Student 
in Paris (1136) gehört; und in französischen Kleriker¬ 
kreisen, meint Novati, sei sie auch tatsächlich enstan- 
den. Ein beliebtes Motiv in den Miniaturen der Codices 
ist die umgekehrte Welt; da verfolgt zwischen grotesken 
Schlingpflanzen und Arabesken der Hase den Hund, das 
Lamm den Wolf, das Pferd reitet auf dem Ritter und 
die gehörnte Schnecke stürmt gegen eine Burg oder 


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1907. Literatarblatt für germanische und romanische Philologie. Nr. 3. 4 . 


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einen hewafiheten Mann. Ans diesem Vorstellnngskreise 
mag unser Geschichtchen entnommen and znm Spott 
gegen die Italiener verwendet worden sein. Die älteste 
poetische Fassung haben wir in der lateinischen Elegie 
De Lombardo et limaca, als deren Verfasser im Mittel- 
alter Ovid galt. Novati ^bt das hübsche Stückchen, 
das bereits von Sedlmayer und von Boucherie je nach 
einer Hs. veröffentlicht worden war, in einem auf Grund 
von neun Hss. stabilierten Texte. Ans dem Pseudoovid 
wanderte es in die Beispielsammlnngen der Schalgram¬ 
matik oder Sutnmae dictandi, und aus dem Mund der 
Vaganten in das Repertoire der Spielleute. Zu Anfang 
des 15. Jahrhunderts verliert die Geschichte ihre gegen 
die Lombarden gerichtete Spitze, lebt aber noch heute 
in der Volkstradition, so z. B. auf Elba. — Sollte nicht 
anch die Heldentat der sieben Schwaben damit zusammen- 
h&Ilgen? 

Weniger Neues bringt uns der dritte Aufsatz (i7 
passato di Mefistofele^ S. 153—209). Dass der jüdische 
Satan und seine Sippe nicht der einzige Verwandte des 
Mephistopheles ist, sondern dass vor allem die dienenden 
Geister und Hanskobolde des germanischen Altertums 
sein Wesen bestimmt haben, dürfte bekannt sein. Die 
älteste Spur solcher Kobolde findet Novati in den St. 
Galler Oesta Karoli Alagni I, 23. Die merkwürdigen 
Dienste eines Kobolds in Pavia erzählt Jacopo da Acqui 
in seiner Imago Mundi 111, c. 1593. Neben der von 
Novati analysierten freien künstlerischen Bearbeitung 
dieses Motivs in Walter Scotts Lay of the last Mini- 
strel kann sich als würdiges Gegenstück unser „Stutt¬ 
garter Hutzelmännlein** von Eduard Mörike sehen lassen. 
— Bald aber wird der dienende Kobold znm dienenden 
Teufel, und es bildet sich die Erzählung vom Ritter, dem 
ein verkappter Teufel Dienste leistet, wie wir sie in 
der Legenda aurea und schliesslich in allen Vulgär- 
literaturen haben. — Was die Etymologie des Namens 
Mephistopheles betrifft, so entscheidet sich Novati für 
die von Roscher aufgestellte ans /aeyiinofpiXt^Qj 

der zufolge Mephistopheles mit den Pan-artigeu Gott¬ 
heiten der Griechen (Ephialtes) in Zusammenhang tritt. 
Im Anhang werden zwei Dokumente zur Geschichte des 
Kobolds in Italien mitgeteilt: das eine aus der Lucula 
Noctis des Fra Giovanni Dominici, das andere aus dem 
Speculum vüae des Bellino Bissolo aus Mailand. 

Mit der vierten Studie (il frammento Papafava^ 

S. 211—233) betreten wir das Gebiet der italienischen 
Vulgärliteratur. Das frammento Papafam ist das 
rätselhafte Bruchstück eines Gedichtes in venezianischem 
Dialekt, das um die Mitte des 13. Jahrhunderts verfasst 
sein muss und in der Literaturgeschichte unter dem un¬ 
passenden Namen ü lamento della sposa padovana läuft. 
Novati geht von einigen Bemerkungen Reniers im Giorn, 
stör, IV, 423 ans und kommt zu der scharfsinnigen Ver- 
mntung, dass das Fragment weder einem lyrischen noch 
einem erzählenden, noch überhaupt einem volkstümlichen 
Gedichte zngehöit, sondern einem didaktischen, wahr¬ 
scheinlich allegorischen Epos nach Art des Rosenromans. < 
Der geheimnisvolle Pilger wäre dann wohl die Haupt¬ 
person und zwar niemand anders als der Liebhaber auf 
der Fahrt nach wahrer (— ritterlicher oder gar über¬ 
sinnlich abstrakter? —) Minne. Die Metapher desLiebes- 
pUgers gehört seit dem Roseuroman znm gewöhnlichsten 
Küstzeng des Minnesangs. Auf dieser Fahrt nun gelangt 
der Pilger vor eine Art Liebeshof — dass solche auch 
der italienischen Gesellschaft üblich waren, beweist 


Renier im Giom. stör, XIII, 382 — wo die ehrbare 
Ehefrau mit der leichtfertigen Donna Frisa tenzoniert. 
— Alles das hat sehr viel für sich, und, wenn das Poem 
auch nicht genau so ansgesehen hat, wie Novati möchte, 
so hat er doch den Nachweis erbracht, dass es nicht 
der volkstümlichen, sondern der höfischen Sphäre zu¬ 
gehört. — In die Verse 

Ke quando el b da lei apresso 
de dir parole sta confesso 
e sta contento en lo guardare 
altro no i aolsa demandare 

wäre leicht durch eine kleine Korrektur der vom Zu¬ 
sammenhang geforderte Sinn zu bringen. Man lese statt 
confesso : con esso^ statt e sta: d sta, was aber nicht 
einmal nötig ist, und es lautet: „Wann er in ihrer Nähe 
ist, so enthält sie sich (sta di = rista dal) der Zwie¬ 
sprache mit ihm, und er begnügt sich mit dem blossen 
Anblick und wagt nicht, weiteres zu fragen.* Viel ein¬ 
facher aber wäre es, confesso als gelehrte, an confixus 
(gehömmt) angelehnte Bildung zu nehmen. 

Der fünfte Aufsatz (t detti d^amore d^una contessa 
pisana, S. 235—254) unternimmt es, nachzuweisen, dass 
im 13. Jahrhundert eine pisanische Gräfin namens Bom- 
baccaia di Montescudaio gelebt und eine beliebte, leider 
verlorene Sammlung erotischer Novellen und detti dtamore 
verfasst hat. Sie wird zuerst von Francesco da Bar- 
berino im lateinischen Kommentar zu den DocumenH 
d*amore, sodann von Sercambi in vier Novellen und 
schliesslich in den Facetiae des Poggio erwähnt. Wir 
haben keinen wesentlichen Grund, an der historischen 
Realität dieser schlagfertigen Dame, die freilich nidit 
immer mit den saubersten Worten schlug, zu zweifeln. 

Greifbarere und zahlreichere Spuren des französi¬ 
schen Ritterwesens in Italien treten uns im sechsten 
Aufsatz entgegen {i eodici francesi dei Gonzaga, S. 
255—326). Der Verfasser beginnt mit einigen wert¬ 
vollen Ergänzungen zu Paul Meyers Vortrag De Pex- 
pansion de la langue fr. en Italic p^ndani le m. ä. 
(Atti del congresso intemaz. Roma 1904, Sez. Stör. d. 
lett. S. 61 ff.) und sammelt eine Reihe von Zeugnissen 
gegen das alte Vorurteil, dass die Propaganda des Alt¬ 
französischen an den Grenzen der Toskana Halt, ge¬ 
macht habe. — Der Bibliotbekskatalog des Francesco 
Gonzaga aus dem Jahr 1407 (veröff. Romania IX, 1880 
S. 497 ff.) verzeichnet eine stattliche Zahl französischer 
Werke, die grossenteils schon in der zweiten Hälfte des 
14. Jahrhunderts in den Besitz der Gonzaga gekommen 
waren. Das beweist uns ein von Novati entdeckter 
Briefwechsel der Herrn von Mantua mit verschiedenen 
italienischen Adeligen, die sich ans dieser Bibliothek 
französische Bücher zu entlehnen pflegten. Der Brief¬ 
wechsel (aufbewahrt im Archivio Storico Gonzaga) er¬ 
streckt sich von 1366 — 1380. 

Da ist der Herr Manfredino di Sassuolo, der sich 
einen Guillaume d^Orange und einen Meliadus von 
Guido Gonzaga ausbittet; Francesco di Carrara entlehnt 
I von dem Brüderpaar Lodovico und Francesco Gonzaga 
eine französische Version des Livins; vermutlich handelt 
es sich um die Uebersetzung aus der Feder des Pierre 
Bersnire. Ambrogio Visconti bittet um den pulcrum 
Aspretnontem tractantem de Karulo Magno-, Bichino 
da Marano, der Günstling des Niccolö von Este, bemüht 
sich um eine französische Chronik genannt Cretus, welche 
die Weltbegebenheiten von der Schöpfung bis auf Julias 
Cäsar enthalten soll und nicht me^ leicht zu identi- 


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1907. Literatnrblatt für germanische and romanische Philologie. Nr. 3. 4. 


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fizieren ist. Giberto da Corregio lässt sich den Guillaume 
d^Oranff€, den Roman de Troie und den Phebus li fori 
schicken. Ob es sich bei diesem letzteren nm einen 
selbständigen Roman oder um die Episode ans dem 
Falamedes resp. Guiron le Courtois handelt, ist nicht 
zu entscheiden. — Dass diese Herrn auch manchmal 
lateinische Werke verlangen und neben den höfischen 
schon humanistische Interessen verraten, braucht un^ 
nicht Wunder zu nehmen. — Tn wenigen Worten werden 
schliesslich die späteren Schicksale der gonzagischen 
Bücherei bis zu ihrer Auflösung erzählt. 

In der siebenten Abhandlung {le poesie sulla na- 
iura delle frutta e i canterini di Firenze, S. 327 bis 
365) werden zwei didaktische Scherzgedichte über ver¬ 
schiedene Arten von Obst veröffentlicht und erklärt. Das 
erste stammt von Pietro di Viviano Corsellini, einem 
sienesischen Canterino (geboren 1343, gestorben nach 
1410), der uns noch einige andere dichterische Erzeug¬ 
nisse von geringerem Werte hinterlassen hat. Das zweite 
hat den Barbier und Canterino Benuccio ans Orvieto 
zum Verfasser und ist an die Herrn Prioren von Florenz 
gerichtet, damit sie sich durch diese poetischen Obst¬ 
körbe bewegen lassen, ihrem Sänger endlich ein Geschenk 
zu machen. Novati schildert auf Grund von Dokumenten 
die merkwürdige gesellschaftliche Stellung derartiger 
Canterini in toskanischen Städten. Oft vereinigten sie 
in ihrer Person das Amt eines offiziellen Araldo, Sängers, 
Sindaco und Referendario der Republik. 

Zum Schluss eine folkloristische Untersuchung (una 
vecchia cauzone a ballo S. 367—397) über das be¬ 
kannte italienische, übrigens nicht spezifisch italienische, 
Reigenspiel Madonna Pollaiola, Die Form, in der es 
heute in Ober- und Mittelitalien lebt, ist offenbar aus 
zwei verschiedenen Motiven zusammengeschweisst. Das 
erste Motiv von der Hühnerfrau (resp. Henne) und dem 
Hühnerdieb ist uns schon 1552 in einer Ballata: Quanti 
polli i in Stil pollaio . . . bezeugt und steht in enger 
formaler Verwandtschaft mit dem von Boccaccio im De- 
cameron VIII, 2 erwähnten Tanzlied: Vacqua corre alla 
borrana. Auch existiert dieser erste Teil des heutigen 
Spieles in Süditalien unabhängig für sich. In Oberitalien 
aber* hat sich als zweites Motiv das Spiel von der Fall¬ 
türe daran .angeschlossen. Diese Falltüre wird von zwei 
Personen mit erhobenen Annen gebildet, worunter die 
Uebrigen in einer Kette durchsschlüpfen, aber der letzte 
wird gefasst und einem Verhör unterworfen u. s. w. 
Auch hier liegt offenbar eine alte Ballata zu Grunde: 
Aprite aprite porte 
a povero farcone, 

die im neapolitanischen Gebiet zu Anfang des 17. Jahr- { 
huiiderts bezeugt, aber zweifellos viel älter ist. | 

Die meisten der hier versammelten Aufsätze sind, 
mit weniger reichlicher Beigabe von Beweisstücken, schon 
früher da und dort veröffentlicht worden: der erste in , 
der Rivista storica Mantov, vol. I; der zweite im 
Giorn. sior, d, lett. ital, XXII, 335 ff.; der vierte im 
Giornale Ligustico XVI, 1889, S. 219 ff.; der sechste 
in der Romania, XIX, S. 161 ff.; der siebente im Giorn, 
stör, d. lett, ital, XIX, S. 55 ff. und der achte im 
Achivio per Io stndio d, tradiz, popol, IV, 1885, 

S. 3 ff. 

Heidelberg. Karl Vossler. 


Kano Meyer, Contribationa to Irish Lexicography. 

Vol. I, Part I. Halle, Max Niemeyer, 1906. XXXI u. 574 S. 

8®. M. 20. 

Bei den vielen Fäden, welche die germanische so¬ 
wohl als die romanische Philologie mit der Keltologie 
verknüpfen, wird es nicht abwegs sein, ruch hier auf 
ein Werk aufmerksam zu machen, das sich als ein höchst 
förderliches Arbeitsmittel erweist. Bisher war es nicht 
nur für den Fern erstehenden, sondern selbst für den 
Fachmann sehr schwierig, sich einen üeberblick über 
den älteren irischen Wortschatz zu verschaffen. Ascoli’s 
aus dem 6. Band des Archivio Glottologico Ital. heraus¬ 
wachsendes Glossarium Palaeohibernicum, das die Wörter 
der ältesten irischen Denkmäler vollständig zu verzeich¬ 
nen unternahm, scheint auf halbem Wege stecken zu 
bleiben. Windisch’s Wörterbuch zu seinen Irischen Texten 
I, das ein grösseres Wortmaterial mit Belegen zusammen- 
stellte, ist schon 1880 erschienen. Eine schätzenswerte 
Ergänzung bildete Atkinson’s vollständiges Glossar zu The 
Passions and the Homilies from Leabhar Breac (1887). 
Und seither hat fast jeder Herausgeber älterer irischer 
Texte die Wörter, die in den beiden letztgenannten 
Werken fehlen, aufgezählt. Aber dieser Ausgaben sind 
nach und hach so viele geworden, dass der Stoff sehr 
zersplittert und namentlich für jemand, der nicht über 
eine vollständige irische Bibliothek verfügt, fast uner¬ 
reichbar ist. Kuno Meyer hat es nun unternommen, 
nicht nur alles dieses neu Hinzugekommene zu vereinigen, 
sondern er hat auch aus seinem umfangreichen Studium 
irischer Handschriften sehr viel Neues oder Unbelegtes 
mit verzeichnet. Etwa ein Viertel der Aufgabe ist mit 
diesem ersten Teil (A—C) erfüllt. Von einer erschöpfen¬ 
den Darstellung des alt- und mittelirischen Wortschatzes 
werden wir zwar auch so noch ziemlich weit entfernt 
sein; aber sehr viel besser beraten als bisher ist man 
sicherlich. Eine Verunstaltung etymologischer Arbeiten, 
die Keltisches beizogen, bildete bisher immer die grosse 
Anzahl zweifelhafter oder in ihrer Bedeutung unsicherer 
Wörter, die mit verwendet wurden. Es wird von nun 
an die Pfiicht jedes auf diesem Gebiete Arbeitenden sein, 
mindestens zuerst in Meyers Contributions nachzuseben, 
ob das Wort wirklich belegt ist. Anfangs plante der 
Verf., die von Windisch oder Atkinson behandelten Wör¬ 
ter ganz wegzulassen. Vom 5. Bogen (von Almu) an 
hat er sich aber entschlossen, sie gleichfalls wenigstens 
mit kurzem Verweise aufzuführen, so dass man den 
ganzen bis zum Erscheinen der Lieferungen bekannten 
Wortschatz überblickt. Möge das nützliche Werk so 
rüstig wie bisher seiner Vollendung entgegenschreiten. 

Freiburg i. B. R. Thurneysen. 


Zeitschriften u. ä. 

Archiv für das Studium der neueren Sprachen u. Lite¬ 
raturen 117. 8/4: Arth. Kopp, Die Liederhandschrift des 
Petrus Fabriciiis. II. (Schluss). — P. Kabel, Die Quellen 
für Heines ‘ßimini* und ‘Mohrenkönig*. — H. Logeman, 
On sonie cases of Scandinavian influence in English. II. 
(Schluss). — P. Toldo, Dali’Alphabetum narrationum. II. 
(Forts.). — Leo Jordan, Studien zur fränkischen Sagen¬ 
geschichte. IV.— R. To bl er, Der Schuster u. der Reiche. 

— L. Gau Chat, Sprachgeschichte eines Alpen Übergangs 
(Furka—Oberalp). — H. Hamann, Zu Brentanos Märchen. 

— Erik Björkman, Zu den altenglischen Insektennamen. 

— A. J. Barnouw, Nochmals zum ags. Gebrauch des Ajt- 
tikels. — Max Förster, Zur altengl. Mirabilien-Version. — 
Ders., Zu dem mittelenglischen ABC of Aristotle. — Be¬ 
urteilungen u. kurze Anzeigen: Paul Lucht, F. N. Finck, 
Die Aufgabe u. Gliederung der Sprachwissenschaft, — Alb. 


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1907. Literatorblatt ftir germanische und romanische Philologie. Nr. 3. 4. 


196 


Leitsmann, K. Enling, Das Priamel bis Hans Rosenplüt. 

— Paal Wttst, W. Aradt, Die Personennamen der deat> 
sehen Schauspiele des Mittelalters. — Rieh. M. Meyer, F. 

E. Bryant, On the Umlts o! descriptive writing. — Joseph 
Plant, Paal Merker, Studien zur neuhochdeutschen Legen¬ 
dendichtung. — Rieh. M. Meyer, Fr. Hebbel, Briefe. B. Y. 
1852—1856. Histor.-krit. Ausgabe, besorgt v. R. M. Werner. 

— R. Fischer, A. Stoekius, Naturalism in the recent Ger¬ 
man drama with ^cial reference to Gerhart Hauptmann. 

— Ders., Kuno Zwymann, Aesthetik der Lyrik. I. Das 
Geon^he Gedicht. — R. M. M., R. Wessely, Zur Geschichte 
der deutschen Literatur. — R. M. M.. Otto Schroeder, Vom 
Mpiemen Stil. 6. durchgesehene Aufl. — R. Fischer, M. 
H. Lideil, An introduction of the scientific study o! English 
poetry. — Fr. Klaeber, Beowulf, fibersetzt von P. Vogt. 
~ Ders., Die altenglischen Namen der Insekten, Spinnen- 
u. Krustentiere von John van Zandt Cortelyou. — G. Herz¬ 
feld. F. Stossberg, Die Sprache des altenglischen Martyrp- 
logiams. — Paul Lucht, Otto Dellit, lieber lateinische Ele¬ 
mente im Mittelenglischen. — E. Rfihl, W. D. Brie, Ge- 
sduchte und Quellen der me. Prosachronik The Brate of 
England. — Paul Lucht, C. Grimm, Glossar zum Vespasian- 
Psalter und den Hymnen. — R. Fischer, W. Vershofen, 
Gharakterisierung durch Mithandelnde in Shakespeares Dra¬ 
men. — Erik Bjfirkman, £. H. Schomburg, The taminu of 
the shrew. — Emst Kröger, Shakespeare, Hamlet, erklärt 
von H. Pritsche, hrsg. von H. (Conrad. — R. Fischer, A. 
H. Tolman, The views abont Hamlet and other Essays. — 

F. W. Moorman, G. Becker, Die Aufnahme des Don Qui- 
wte in die en^L Literatur (1605—c. 1770). — R. Fischer, 
£. Rfihl, Grobianus in England. — Ders., F. Resa, Natha- 
niel Lees Trauerspiel Theodosius or the force of love. — 
F. W. Moorman, C. Thfirnau, Die Geister in der englisch. 
Literatur des 18. Jahrbs. — Wilh. Dibelius, £. Oswald, 
Thomas Hood und die soziale Tendenzdichtung seiner Zeit. 

— R. Fischer, S. Saenger, English humanists of the nine- 
teenth Century. — Ders., J. Elapperich, Outline of the hi- 
story of the English langnage and literature. — Otto Kra- 
ckow, G. Krfiger, Schwierigkeiten des Englischen. III. TI: 
Syntax der englischen Sprache. — Alfred Pillet, Mildred 
K. Pope, Etüde sur la langue de Fr^re Anner. — Martha 
Langkavel, Faust, trag6die de Goethe. Tradnetion nou- 
velle compl^te strictement. coniorme au texte original par 
Ralph Roderich Schropp. — J. Block, Metzger und Ganz¬ 
mann, Lehrbuch der französ. Sprache auf Grundlage der 
Handlung und des Erlebnisses. 2. vollst. umgearb. Aufii^e. 

— Ea^ne Pariselle, C.-M. Robert, Phraseologie frangaise. 

— K. VoBsler, Anna Lfideritz, Die Liebestheorie der Pro- 
ven^en bei den Minnesingern der Stauferzeit. — Berthold 
Wiese, Osc. Hecker, H piecolo Italiano. Seconda edizione. — 
A. Ludwig, Crönica de Enrique lY. Escrita en latin por 
Alonso de Palencia. Traduceiön castellana por D. A. Paz y 
Melia. — 8. Gräfenberg, Carl Deraehl, El Comerciante. 
Spanisches Lehrbuch für Kaufieute etc. Unter Mitwirkung 
Hamburger Kaufieute und der spanischen Lehrer Ezequi^ 
Solana und Claudio Herreros. — Ders., A. Nadal de Mariez- 
currena, Deutsch - spanische Handelskorrespondenz. — K. 
Sachs, L'Amik di Ladins, prima zaitun ladina. — Yer- 
zeichnis der vom Ende Juli bis Anfang Dezember 1906 bei 
der Redaktion eingelanfenen Druckschriften (mit kurzen An¬ 
zeigen von: W. Wackernagel, Poetik, Rhetorik und Sti¬ 
listik. 3. Aufl. — W. Rattae, Der neusprachliche Unter¬ 
richt— Yietor A. Reko, Ueber einige neuere Yersuche mit 
Sprechmaschinen. — Wolfg. Golther, Nordische Literatur¬ 
geschichte. I. Teil: Die isländische und norwej^che Lite¬ 
ratur des Mittelalters. — F. Marlow (Ludwig Hermann 
Wolfram), Faust. Ein dramatisches Gedicht in drei Ab¬ 
schnitten. Neu hrsg. von Otto Neurath.— G. S. Viereck, 
Niniveh und andere Gedichte.— Rieh. Wfilker, Geschichte 
der engl Literatur von den ältesten Zeiten bis zur Gegen- 
wart. 2. Auflage. — Beowulf nebst dem Finnsburg-Brnch- j 
stfick. Uebersetzt u. erläutert von H. Gering. — J. Deroc- i 
quigny, A contribution to the study of the French element ! 
in Engfisb. — A fourteenth Century English biblical Version 
ed. by Anna C. Paues. — The squyr of lowe degre, a M. E. 
metrical romance ed. by W. E. Mead. — Eduard Hauck, 
Systematische Lautlehre Bullokars (Vokalismns). — Cam¬ 
bridge English classics. — Minor poets of the Caroline period ! 
ed. by G. Saintsbury. Yol. I. — Shelley, The complete i 
poetii^ Works, ed. by Thomas Hutchinson. Shelley, The ! 
poetical works, ed. by Thomas Hutchinson.— Ludw. Dicke, I 


Charles Kingsleys ‘Hereward the Wake*. — Heinr. Bartels, 
William Morris, The story of Sirard the Yolsui^ and the 
faU of the Nibelungs. — Gebh. Schatzmann, Zehn Vor* 
trä^ Aber die Aussprache der engl. Schriftzeichen. — Ar- 
nold's School Shakespeare. General editor: J. Churton Col- 
lins. — W. Meyer-Lfibke, Die Ziele der roman. Sprach¬ 
wissenschaft. — La vie St. Edmund le rei, an Anglo-Nor¬ 
man poem of the twelfth Century by Denis Piramus, ed. by 
Florence L. Ravenei. — Aucassin e Nicoletta, cantafa- 
I vola francese del secolo XII per la prima volta tradotta in 
italiano da A. Boselli. — Fr. Klincksieck, Chrestomathie 
der französischen Literatur des 17. Jahrbundertr. — Gaston 
Paris, Esquisse historique de la littärature fra^ise au 
moyen äge, depuis les origines jusquA la fin du XVe siäcle. 
— H. Euler, Recht n. Staat in den Romanen des Crestien 
von Troyes, — W. Kfichler, Die Cent Nouvelles Nouvelles. 
— G. Wenderotb, Die poetischen Theorien der französ. 
Plejade in Martin Opitz' deutscher Poeterei.— A. Lefranc, 
Ddfense de Pascal. Pascal est-il un faussaire? — 0. Wen- 
I derotb, Der junge Quinet u. seine Uebersetzung von Her- 
I ders ‘Ideen*. — A. Lumbroso, Souvenirs sur Maupassant 
Sa derni^re maladie, sa mort.— J. Boub6e, La littörature 
beige. — K. Rockel, GoupH, Eine semasiolomsche Mono- 
^ graphie.— F. Brunot, Histoire de la langue franqaise des 

I origines ä 1900. Tome II: Le seizi^me siäcle. — Goldene 

j Schfilerbibliothek. Wie werde ich versetzt? — 1 Fioretti di 
San Francesco e il Cantico del Sole, con una introduzione 
di Ad. Padovan. — G. A. Borgese, Storia della criticaro- 
mantica in Italia. — E. Staaff, Etüde sur les pronoms 
abrög6s en ancien espagn^. 

Die Neueren Sprachen XIY, 10: P. Sakmann, Charakter¬ 
bilder ans Voltaires Weltgeschichte. — Chr. Eidam, Ueber 
Kordelias Antwort (King Lear, 1,97—100) sowie über die 
Neubearbeitung des Schlegel-Tieck. — Berichte: Jul. Voigt, 
Der erste Ferienkursus in Marseille, Sommer 1906. — W. 
Dörr, Maifest der Kleinsten in einer Londoner Volksschule. 
— Besprechungen: Otto Badke, 0. Jespersen, Growth and 
Structure of the English Langni^e; 0. Weise, (Charakteristik 
der lateinischen Sprache; Rud. Kleinpaul, Deutsches Fremd¬ 
wörterbuch. — Gustav Herberich, Friedr. Panlsen, Die 
höheren Schulen Deutschlands und ihr Lehrerstand in ihrem 
Verhältnis zum Staat u. zur geistigen Kultur; Gerb. Budde, 
Bildung und Fertigkeit; Friedr. Schwend, Gymnasium oder 
Realschule; Franz Meder, Inwiefern kann der französische 
Unterricht an den höheren Schulen eine Vertiefung erfahren?; 
0. Weise, Unsere Muttersprache, ihr Werden und Wesen; 
Jan V. Roswadowski, Wortbildung u. Wortbedeutung; Adolf 
Klages, Fremdländis^es Liederbuch ffir gemischten Chor. — 
F. D., 0. Weise, Praktische Anleitung zum Anfertigen deut¬ 
scher Aufsätze; 0. Behagbel, Die deutsche Sprache; 0. 
Weise, Musterstficke deutscher Prosa; R. Ausfeld, Deutsche 
Aufsätze ffir die höheren Mädchenschulen. — Seb. Schwarz, 
A. Belli, Wechselseitige Einwirkungen der italienischen und 
deutschen Kultur. — Art. Buchenau, E. W. Ba^ter-Col- 
lins, The Teaching of German in Secondary Schorns. — B. 
Eggert, Emil Sutro, Das Doppelwesen des Denkens u. der 
Sprache; H. Gaudig, Didaktische Ketzereien; Ad. Zfind-Bur- 

f uet. Das französische Alphabet in Bildern; J. Perrot et F. 

au, N. Weiller, R. Meadmore, V. Paraire, 8 verschiedene 
Sch^bücher; L. Sudre, Kleines Handbuch der Aussprache 
des Französischen; Th. Rosset, Exercices ^atiques d'Arti- 
euiation et de Diction. — Vermischtes; W. Grote, Das 
London zur Zeit der Königin Elisabeth in deutscher Be¬ 
leuchtung. (HI. Schluss). — W. V., Nachklänge vom Mfin- 
chener Neuphilologentag. II. ~ Ders., I am looking in a 
family. — Ders., Ferienkurse ffir 1907. 

Zs. für französ. n. engl. Unterricht VI, 1: Ruska, Neue 
Wege zu alten Zielen. — LescoBur, La division et l'orga- 
nisation du territoire (Suite). — Mitteilungen: Jahresbericht 
des Vereins ffir neuere Sprachen zu Kassel. — Kirkpatrick 
und Sotteck, Nochmals die Edinburger Ferienkurse. — 
Br an dl, Zu Conrad's Revision von Sctuegel-Tiecks Shake- 
speare-Uebersetzung. — Conrad, Erwiderung. — Eidam, 
Die von Conrad neubearbeitete i^hlegel - Tieck'sche Shake¬ 
speare-Uebersetzung und die Kritik. — Literaturberichte u. 
i^zeigen: Spies, Urbat, Ein Studienaufenthalt in England. 
— Br un, Le mouvement intellectuel en France durant l'annöe 
1906. — Jantzen, Mauerhof, Shakespeare-Probleme. — 
Ders., Heinemann's Favourite Classics. — Gidionsen, 
Neuschler, Militär-Wörterbuch L U. — Zeitscbriftenschau: 
Jantzen, The Journal of Engliim aud Germanic Philology. 


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127 


1907. Literatarblatt für gennanische und romaniBche Philologie. Nr. 3. 4. 


128 


— Weyrauch, Lehrproben und Lehrgänge aus der Praxis 
der Gymnasien und Realschulen. 

Modern Langnage Notes XXII, 2: A. S. Cook, The Con- 
cordance Society. — Ders., Marlowe. Faustus 13, 91—92. 

— E. W. Fay, Ancient words with living cognates. — A. 
E. Richards, Some Faustus Notes. — P. M. Buck, Add. 
Ms. 34064, and Spenser’s ‘Ruins o! Time* and ‘Mother Hub- 
berd’s Tale*. — A. R. Benham, Two Notes on Dante. — 
Fr. Tupper, Samson Agonistes 1665—6.— A. A. Living- 
ßton, Grifon-Greek, Grifaigne-Greek.— E. Pr. Hammond. 
Two Chaucer cruces. — .1. P. W. Crawford, A rare Col¬ 
lection o! Spanish entremeses. — H. C. Lancaster, The 
Date of ai in connaitre and paraitre. — A. Schinz, Ferd. 
Bruneti^re, 1849—1906. — Reviews: W. H. Carruth und 
P. R. Pope, Deutsches Liederbuch für amerikanische Stu 
denten.— J. Ged des, Ford, The Romances o! Chevalry in 
Italian Verse. — 0. B. S u p e r, Guerlac, Selections from 
French Authors. — Correspondence: A. S. Cook. Henryson. 
Testament o! Cresseid 8—14. — S. B. Hemingway. Cyne- 
wulfs Christ LL. 173b-176b.— J. B. Fletcher, ‘The Wid- 
dowes Daughter of the Glenne*. — CI. S. Northup. An Ar- 
chais min ‘The Ancient Mariner*.— Lane Cooper, Mummia 
in ‘Purchas bis Pilgrimage*. 

The Modem Langnage Reyiew II, 2 (Jan. 1907): Paget 
T 0 y n b e e , Boccaccio’s (’ommentary on the ‘Divina Com¬ 
media*. — Alb. S. Cook, Two Notes on Milton. — Arthur 
Tilley, The Authorship of the ‘Isle Sonnante* II. — R. 
Priebsch, Quelle und Abfassungszeit der Sonntagsepistel 
in der irischen ‘Cain Domnaig*.— L. E. Kästner. Thomas 
Lodge as an Imitator of the Italian Poets. — Perey Simp¬ 
son, An Allusion in Webster. — H. Bradley, The Word 
‘Moillere *in ‘Piers the Plowman*. — W. W. Greg, Drayton s 
Sonnets. — Edw. Dow den, The Text of Gray’s Poems. — 
Paget Toynbee, ‘Connoissance* in the‘New English Dictio¬ 
nary*. — R. W. Chambers, ‘Sir Gawayne and the Green 
Knight* 11. 697—702. — A. E, H. Swaen, Notes on Bar¬ 
nabe Bamabe Barne’s‘DeviTs Charter*.— Reviews: M. Me- 
n^ndez y Pelayo, Origenes de la Novela I; M. Mir, Pre- 
dicadores de los Siglos XVI y XVII, I; M. Serrano y Sanz, 
Autobiografias y Memorias; E. Cotarelo y Mori, Comedias 
de Tirso de Molina I (H. A. Rennert). — G. P. Krapp, 
Andreas and the Fates of the Apostles (J. H. G. Grattan). 

— M. Deutschbein, Studien zur Sagengeschichte Englands 
I (W. P. Ker). — A. R. Waller, Cowley’s Essays, Plays 
and Sundry Verses (G. C. Macaulay). — F. W. Moorman, 
The Interpretation of Nature in English Poetry from ‘Beo¬ 
wulf to Shakespeare (C. H. Herford). — R. Warwick Bond. 
Montaigne, A Study (E. Dowden). — A. B a u r, Maurice 
Sc^ve et la Renaissance Lyonnaise (A. Tilley).— M. Cito- 
leux, La Poesie Philosophique au XIXe siede: Lamartine; 
the same, Madame Ackermann (F. Gohin).— H. VV. Thayer, 
Laurence Sterne in Germany; W. A. Br«un, Types of Welt¬ 
schmerz in German Poetry (K. Breul). — P. Boy er and 
N. Speranski, Russian Reader (W. R. Morfill). — Minor 
Notices: T. B. Rudmose-Brown, Etüde compar^e de 
la Versification franf;aise et de la Versification anglaise. 

— W. W. Skeat, Pierce the Ploughmans Credle. — F. J. 
Sn eil, The Age of Transition. — L. Magnus, Documents 
illustrating Elizabethan Poetry. — A. Bonaventura, Dante 
e la Musica; N. Scaranno, Saggi Danteschi; P. Chistoni, La 
seconda fase del pensiero dantesco; P. A. Menzio, II travia- 
mento intellettuale di Dante Alighieri; G. A. Scartazzini, 
La Divina Commedia. — T. Rea, Schiller’s Dramas and 
Poems in England. 

Zs. für vergleichende Literaturgeschichte N. F. XVI, 6: 
W. Wetz, Shakespeare’s Stellung zu seiner Zeit. II.— J. 
Eberz, Hölderlins Nachtgesänge. II: Andenken. III. Der 
Rhein. IV: Die Wanderung. V: Germania. VI: Der Ein¬ 
zige.— R. M. Meyer, Zoologia poetica. — Vermischtes: B. 
Heller, Zur Geschichte der Parabel vom echten Ringe. — 
Besprechungen. 

Zs. für vergl. Sprachforschung auf dem Gebiete der indo- 

f ermanischen Sprachen 41, 1/2: Ed. Hermann, lieber 
as Rekonstruieren. — W. Schulze, Gotica. — P. Diels, 
Zur Entstehung der indirekten Rede im Deutschen. 
Indogermanische Forschungen XX, 3/4 5: ,1. .1 anko, lieber 
germanisch e* und die sog. reduplizierenden Präterita. — F. 
Holthausen, Etymologien: B,e. äfjiäc-, Q.e.ßnta; Q,e. ämerian; 
ae. d^alL’^ ae. meugol, aisl. mügr\ got. gilptt; ae. sleac, nl. 
sluik; ahd. seim; ndd. kän; mhd. riine, nl. ruin] ae. hosp; 
ae. n^gan; ac ofost, as. obast] ae. ropp] ai. germ. su-; ae. 


sw^otol] ae. hop; ae. galg] ae. *craga. ahd. kragOy nhd. krug] 
ae. forpylman: ae. pearl; ae. uöm{(i), nhd. wimmern] ae. 
pafian] ae. as. lef] ae. teori/in; ae. tiedre, nl. teeder; nhd. 
knall, ne. to knell] ae. yce, ahd. got. barusnjan, ae. «r; 

&e. hunta] Sie. pyssa, dii. tavas] &e. slrrd; &e. getan] got, jiuka, 
ae. wridan] nl. pier; ae. reoc\ Sie.reow] rede, ahd.rwtd] 
ae. recen] ae. eteidan; ne. tripe] ne. shriek; ital. scriccio, 
nfrz. crailler, ne. crack] ae. reofan. ahd. äHup] ndd. klätem, 
mhd. klaz\ ndd. kläter] ne. thtcack] nl. gieren. — N. van 
Wijk, Zum indogermanisch. Ablaut. — C. Marstrander, 
Etymologische Miszellen: Germ. *rukka{ny ‘Rocken*. — E. 
Strömberg. Die Entstehung von -öz- in der germanischen 
Comparation. — H. Petersson. Etymologische Beiträge: 
ahd. thwesbeti] ahd. zerben] d. Stimme] d. kehren. 


Zs. für Deutsche Wortforschung VIII, 4: Alfred Götze, 
Treffen. — 0. Behaghel, Zum substantivierten Infinitiv. 

— Hugo Wehrle, i»ie deutschen Namen der Himmelsrich¬ 
tungen und Winde. — Lexikographische Berichte: Alfred 
Götze, Das Wörterbuch der Elsässischen Mundarten.— F. 
Kluge, Das schwäbische Wörterbuch. — Ders., Der latein. 
Wortschatz.— F. Kluge und Alfred Götze, Bücherschaa. 

— A. Gombert, Zeitschriftenschau.— F. Burg, Programm¬ 
schau. — .1. E. Wülfing, H. Krebs und E. Hoffmann- 
Krayer. Kleine Beiträge zum neuhochdeutschen Wortschatz. 

— Wen ker. Sprachatlas des Deutschen Reichs. — F. Kluge, \ 
Ernst Förstemann f- 

Beiträge zur Geschichte der deutschen fSprache und 
Literatur XXXI1, 2: R. (\ Boer, Das Eckenlied u. seine 
Quellen. — G. Ehrismann. Zur ahd. Literatur. 3. Zum 
H ildebrandsliede. Beiträge zur Erklärung des Textes. — F. 
Holthausen, Die westfälischen Feminina auf -te. — C. C. 
Uh len heck. Zu Beiträge 32, 139, Fussn. 5. — E. Sever. 
Zu Oswald von Wolkenstein. — A. Leitzmann. Die Ab¬ 
fassungszeit des Ackermann aus Böhmen. 

Zs. für den deutschen Unterricht 21, 1: Heinr. Gersten¬ 
berg, Rudolf Hildebrand u. Ludwig Erk. — Bruno Baum¬ 
garten, Phantasie und Temperament. Aesthetische und 
sprachpsychologische Studie. — Otto Ladendorf, Heyses 
dramat. Erstling. — Witzmann, Max Eyth (geb. 6. Mai 
1836; gest. 25. August 1906). — Carl Müller, Die freie 
Fortsetzung des Relativsatzes. — Sprechzimmer. Nr. 1: H. 
Gerstenberg, In seinem esse sein. (Zu Heft 1 XX. Jahrgs. 
S.60). — Nr. 2: K. Liebmann, Kon tusche. — Nr. 3: WiTh. 
Uhde, Etymologisches. — Nr. 4: 0. Behaghel, Zu T'fflen. 

— Th. Matthias, Horst Stephan, Herders Philosophie. — 

E Göpfert, F. W. Hunger, Lesebuch für deutsche Tolks- 
schulen. — Edm. Bassenge. Osk. Weise, Deutsche Spracb- 
und Stillehre. — Georg Proffen, Velhagen und Klasings 
Sammlung deutscher Schulausgaben. 

Danske Studier IV, 6: G. Christensen, H. C. Andersen og 
de danske folkeeventyr. — Axel Olrik, Riboldsvisen. — 
Kultur og folkeminder de forhistoriske tider i Europa. 


Anglia XXX, 1: K. Lu ick, Nachträge zur englischen Gram¬ 
matik V: Zur Quantitierung der romanischen Lehnwörter 
und den Quantitätsgesetzen überhaupt. — Th. Eich hoff, 
Versuch einer praktischen Hamlet-Kritik. — 0. L. Hatcher. 
The sources of Fletcher’s ‘Monsieur Thomas*. — W. Heuser, 
Die Ancren - Riwle — ein aus angelsächsischer Zeit über¬ 
liefertes Denkmal.— 0. B. Schlutter, Anglo Saxonica,— 
E. Einenkel, Nachträge zum ‘Englischen Indefinitum* H. 

Anglia Beiblatt XVIH, 2: Jordan, Schuldt, Die Bildung der 
schwachen Verba im Altenglischen; Schön, Die Bildung des 
Adjektivs im Altenglischen. — Price, Poems by Abraham 
Cowley. The text edited by A. R. Waller; Poems by Mat¬ 
thew Prior. Ed. hy A. R. Waller; Poems by George Crabbe. 
Edited by A. W. Ward.— Brie, Melchior, Heinrich Heines 
Verhältnis zu Lord Byron; Ochsenhein, Die Aufnahme Lord 
Byrons in Deutschland und sein Einfluss auf den jungen 
Heine; Eichler. Jolin Hookham Frere. Sein Leben u. seine 
Werke. Sein Einfiuss auf Lord Byron. — Brereton, Notes 
on Greene and the editor from Birmingham. — A new English 
Dictionary on Historical Principles. 


Zs. für romanische Philologie XXXI, 1: H. Schuchardt, 

Zur romanisch. Wortges(‘hichte: Altit. cio/o; negozza, nassa; 
^Mwk.troeniare] \ 2 it. gramynatica und-w^; \xi\x\z,^pingle] lat. 
hgstriculus] graub.-lad. salip, mark, salippo ‘Heuschrecke’; 
faluppa, calupa (-/a); span, babazorro] lat. locusta ‘Hummer*: 
‘Maulwurfsgrille'im Romanischen; cauetts] ital. tecoweco; 


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1907. Literatnrblatt für germanische and romanische Philologie. Nr. 3. 4. 


130 


papparo ‘Kropf*; span. port. amorio; berg./^cwa, eg*7%a^ 
«cna‘Epheu*; Kelto-baskisches.— Lor. Mascetta-Caracci, 
Sülle pretese rime prepostere del Petrarca. — G. Bertoni, 
Zu G. Faba, parlamenta. — H. Schuchardt, lomb. smetiga. 

— Der8., Zur Methodik der Wortgeschichte. — W. von 
Wurzbach, Vergara y Martin, Ensayo de una colecciön 
bibliografico-biogratica de noticias referentes ä la provincia 
de Segovia. — P. de Mugica, R. Monner Sans, Con motivo 
del verbo Desvestirse; Sermones del P. Fr. Alonso de Ca- 
brera; Unamuno, Vida de Quijote y Sancho. — B. Wiese 
und D. Behrens, Zeitschrifttnschau. 

Kritischer Jahresbericht über die Fortschritte der Ro¬ 
manischen Philologie VIII, 1 (1904): A. Walde, Sprach¬ 
wissenschaft: Sprachphilosophie, allgemeine und indogerman. 
Sprachwissenschaft, mit indogermanisch. Kulturwissenschaft. 

— R. Weeks, Allgemeine Phonetik. — J. Vinson, Les 
etudes basques de 1901 ä 1905.— C. F. Seybold, Arabisch. 

— F. Skutsch, Lateinische Sprache 1902—1904. — G. 
Landgraf, Ilochlatein.— W. Kroll, Spätlatein. — Ders.. 
Bibel- und Kirchenlatein. — J. Pirson, Latin vulgaire et 
bas-latin. — W. Kalb, Juristenlatein. — E. Richter, Ver- 
jfleichende romanische Grammatik. — G. Weigand, Rumän. 
Sprache.— G. Hartmann, Rätoromanische Sprache.— M. 

G. Bartoli, Italienische Sprache.— C. Salvioni, Dialetti 
italiani antichi. — Ders., Dialetti moderni dell’Alta Italia. 

— H. Schneegans, Süditalien. Dialekte. — P. E. Guar- 
nerio, Dialetti sardi.— R. Weeks, Französische Phonetik. 

— K. Sachs, Franz. Lexikographie. — E. Stengel, Alt¬ 
franz. Textausgaben.— A. Doutrepont, Le Wallon. — J. 
Vising, Anglonormannisch. — J. Anglade, Altprovenzal. 
Grammatik. — Neuprovenzalische Grammatik und Lexiko¬ 
graphie. — Ders., Altprovenzalische Texte. — Ders., Neu- 
provenzalißche Texte.— B. Schädel, Katalanische Sprache. 

— G. Baist, Spanische Sprache. — H. Pedersen, Alba- 
nesisch.— J. Ged des, Canadien-French. — R. Basset, Die 
afrikanischen Sprachen und Literaturen. — K. Borinski, 
Literaturwissenschaftu Poetik.— E. Stengel, Die histor. 
Literatur des fr. Mittelalters.— R. Mahrenholtz, Franz. 
Literatur von ca. 1030 an.— M. Mayr, Die franz. Literatur 
im Jahre 1904.— J. Anglade, Altprovenzalische Literatur. 

— Ders., Neuprovenzalische Literatur. — M. Pelaez, La 
Poesia italiana XII—XIV sec. 

Revue d’histoire litt^raire de la Franoe 13, 4: Jules Mar- 
san, Notes sur la bataille romantique (1813-1820). — Paul 
Bonnefon, Les dernieres ann^es de Charles Perrault. — 
Henri Potez, Deux ann^es de la Renaissance (d’apr^s une 
correspondance in6dite |lin].— M^langes: Gustave Lanson, 
Deux voyages en Angleterre. Voltaire et Cesar de Saussure. 

— Eugene Griselle, Un sermon ihedit de Bourdaloue. — 
G. Mich aut, Le ‘La Bruyere* de Sainte-Beuve [fin]. — P. 
Villey, Le v^ritable auteur du ‘Discours de la Servitude 
volontaire*. Montaigne ou la Bo6tie? — Paul Bonnefon, 
Post-scriptum (ä Tarticle de M. Pierre Villey). — Comptes 
rendus: Henri Chatelain, Ferd. Brunot, Histoire de la Lan- 
gue franc^aise des origines ä 19 )0. Tomes 1 et II. — J. 
Bury, L6on Brunschvicg, Nouvelle edition des Pensees de 
Blaise Pascal. — Paul Bonnefon, Fr^deric Lachevre, Edi¬ 
tion des Satires de Boileau commentees par lui-m6me. — 
Ders., Ernest Dopuy, La jeunesse des romantiques. Victor 
Hugo, Alfred de Vigny. — Periodiques. — Livres nouveaux. 

— Chronique. 

Rassegna bibliografica della letteratura italiana XIV, 
6—7—8: F. Scandone, Notizie biografiche di rimatori della 
scuola poetica siciliana con documenti (M. Pelaez). — F. 
Viglione, Sul Teatro d'Pgo Foscolo (F. C. Pellegrini). — 
Atti del congresso internazionale di scienze storiche (D'A.). 

— D. Compagni, La Cronica, con introduzione e commento 
di G. Luzzatto (L. Suttina). — L’originale del Canzoniere 
di Fr. Petrarca, Codice Vaticano Latino 3019 (A. Solerti). — 
F. Rizzi, Parva Selecta. Studi storici e letterari (A. Pel- 
lizzari). — G. A. Borgese, Storia della critica romantica 
in Italia (G. Manacorda). — Dante Alighieri, La Vita 
Nuova con Introduzione commento e glossario di G. Melodia 
(F.Flamini). — B. Soldati, La poesia astrologica nel Quat¬ 
trocento (P. G. Boftito).— N. Tamassia, S. Francesco d'As- 
sisi e la sua leggenda (1. Della Giovanna) — G. Barini, 
Cantari cavallereschi dei secoli XVI e XVII (L. B.). — Co- 
municazioni: G. Zonta, La ‘Partenia* di Barbara Torelli- 
Benedetti. — A. F. Massera, Una ballata sconosciuta di 
Bonagiunta Orbicciani. — Cronaca. — 9—10: C. Trabalza, 
Studj Bul Boccaccio preceduti da saggi di storia della critica 


e stilistica (P. Tommasini Mattiucci). — A. Corbellini, 
Questione di amore (P. Rajna). — Poesie di G. Parini con 
introduzione e commento di G. Natali (V. Cian). — P. Ne- 
diani. Dal Boiardo al Berni (P. Micheli). — Comunlcazioni: 
E. T., ‘Briller par son absence*. dettera ad A. D’Ancona).— 
L'innocenza trionfante di P.S.Romano.— M. Sterzi, Vin- 
cenzo da Filicaia e il teatro volterrano. — Annunzi biblio- 
graüci: E. Proto, L'Apocalissi nella Divina Commedia. 
Studj sul significato della visione del Paradiso terrestre in 
relazione alle dottrine etiche, politiche e religiöse di Dante. 
— A. Parducci, I rimatori lucchesi del secolo XIII (Bona¬ 
giunta Orbicciani — Gonnella Antelminelli — Bonodico — 
Bartolomeo — Fredi — Dotto Reali). — Cronaca. 


Literar. Zentralblatt 2; M. M., Hrotsvithae opera edidit K. 
Strecker. — N. S., Zangroniz, Montaigne, Amyot et Saliat. 
Etudes sur les sources des Essais. — -tz-, Beowulf nebst 
dem Finnsburg - Bruchstück. Uebersetzt und erläutert von 
Hugo Gering. — E. v. K., Castle, Lenau und die Familie 
Löwenthal. — 3: M. K., Engel, Geschichte der deutschen Lite¬ 
ratur. — 4: Hoede, Die sächsischen Rolande. — P. F., Ren- 
nert, The Life of Lope de Vega. — H. C., Luce, A Hand- 
book to the Works of Shakespeare. — Bchn., Ewald, Die 
Probleme der Romantik. — 5: W. Streitberg, Brugmann u. 
Delbrück, Grundriss der vergleichenden Grammatik der indo¬ 
germanischen Sprachen. 2. Band. — N. S., Ulrich, Proben 
der französischen Novellistik des 16. Jahrhunderts. — M. W., 

Andrews, Readings in English Literature.-tz-, Vorkampf- 

Laue, Zum Leben und Vergehen einiger mhd. Wörter. — 
Fr. S. Krauss, Der Volksmund. Alte und neue Beiträge zur 
Volksforschung. 1: F. Tschischka u. J. M. Schottky, üester- 
reichische Volkslieder; 3: Ausseer u. Ischler Schnaderhüpfel. 
Als Anhang: Vierzeiler aus dem bayerisch - österreichischen 
Sprachgebiet. Mit Singweisen gesammelt und heransgegeben 
von E. K. Blümml und Fr. S. Krauss; 4: Oesterreichische 
Volksmärchen. Von Franz Ziska. Als Anhang: Kinderlieder 
und Kinderreime aus Niederösterreich. Neu herausgegeben 
von E. K. Blümml. 

Deutsche Literaturzeitung 50: Rudolf von Ems, Wille¬ 
halm von Orlens, hrsg. von V. Junk, bespr. von Zeidler. — 

H. Hungerland, Das wissenschaftliche Studium der deut¬ 
schen Sprache u. Literatur, von H. Michel. — K. Maurer, 
Vorlesungen über altnordische Rechtsgeschichte I, 1, von K. 
Lehmann. — 51/52: 0. Meisinger, Wörterbuch derRappe- 
nauer Mundart, v. E. Martin. — 1907, 1: F. Kluge, Unser 
Deutsch, bespr. von R. M. Meyer. — Gesellschaft für ver¬ 
gleichende Mythenforschung (Referat über E. Siecke, Götter¬ 
sinnbilder und heilige Tiere). — 2: Lieder der Edda, hrsg. 
von Sijmons und Gering, I, 3 Einleitung, von G. Neckel. — 
Gesellschaft für deutsche Literatur (Referat). — 3: A. No¬ 
va k, Menzel, Boeme, Heine, von Krejci. 

Göttingische Gelehrte Anzeigen 168, 12: E. H. L. K. Krause, 
Hoops, Waldbäume u. Kulturpflanzen im germanischen Alter¬ 
tum. — E. Schröder, Heinrich von Freiber^hrsg. von A. 
Bemt. — G. Finsler, Knoke, Begriff der Tragödie nach 
Aristoteles.— Ph. A. Becker, Breymann, Calderon-Studien 

I. — E. (iraf, Abert, Die Musikanschauung des Mittelalters 
und ihre Grundlagen. 

Sitzungsberichte der kgl. prenssischen Akademie der 
Wissenschaften 1907. Philos.-histor.Klasse 8: Er. Schmidt, 
Deutsche Reimstudien 2. 

Sitzungsberichte der Kaiserlich. Akademie der Wissen¬ 
schaften in Wien. Philosoph.-Historische Klasse 9/1, 1907: 
H. Loserth, Die Genesis von Wiclifs Summa Theologiae 
und Wiclifs Lehre vom wahren und falschen Pabsttum. — 
K. Worel, Das Jotasuffix als ein im Sprachbewusstsein der 
deutschen alpenländischen Mundarten noch gegenwärtig reges 
indogerman. Sprachelement. — Ders., Mittelhochdeutsche 
Wortformen, die der deutschen Schriftsprache fremd sind, 
in steirischem Dialekt. — A. E. Schönbach, Studien zur 
Erzähliingsliteratur des Mittelalters. VI. Des Nicolaus Schle¬ 
gel Beschreibung des Ilostienwunders zu Münster in Grau¬ 
bünden. — Ders., Mitteilungen aus altdeutschen Handschrif¬ 
ten. 9: Bruder Dietrich. Erbauliches in Prosa und in Versen. 

Neue Jahrbücher für das klassische Altertum, Geschichte 
u. deutsche Literatur u. f. Pädagogik XIX—XX, 1: A. 
Hildebrand, Lenaus Faust. 

Neue philolog. Rundschau 1907, 1: H. J a n t z e n , Holt¬ 
hausen, Beowulf nebst dem Finnsburg-Bruchstück. — Broder 
Carstens, Repetitorium der engl. Grammatik. — Walter 
W. Skeat, A Primer of Classical and English Philology.— 


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131 


1907. Literatnrblatt fttr germanische and romanische Philologie. 8. 4. 


132 


W. Franz, Die treibenden Kräfte im Werden der englisch. 
Sprache. 

Za. für das Gymnasialweaen 40, 12: 0. Weissenfels, Der 
pädagogische Wert der Phantasie. 

Zs. für die österreichisch. Gymnasien 57, 11: R. Latzke, 
Ueber die subjektiven Einschaltungen in Wirnts 'Wigalois*. ' 

— N. Wickerhauser, Die neuphilologiscbe Bewegung u. 

ihre Einwirkung auf Oesterreich-Ungarn. — 12: A. Fries, j 
Beobachtungen zu Goethes Stil und Metrik.— v. Weilen, ! 
Bielschowski, Friederike und Lilli. i 

Zs. für lateinlose höhere Schalen 18, 3/4: R. v. Kienitz, . 

Der dritte Gesang des Inferno des Dante Alighieri. I 

Zs. für Bücherfreunde 10, 9: H. H. Houben, Aus dem Leben | 
Heinrich Laubes. — .T. Loubier, Antoine de la Sales Fünf¬ 
zehn Freuden der Ehe. — P. Tromsdorff, Briefe von Karl I 
Phil. Conz und Karl Friedrich Stäudlin an Herder. j 

Historische Zeitschrift 98, 1: E. Fabricius, Das römische 1 
Heer in Obergermanien und Rätien. — W. Goetz, Mittel- I 
nlter und Renaissance. I 

Archiv für Kulturgeschichte 5, 1: F. G. Schultheiss, Der | 
Einfluss der Romantik auf die Vertiefung des National- j 
gefühls. I 

Jahrbücher u. Jahresberichte des Vereins für mecklen- < 
bnrgische Geschichte und Altertumskunde 71: Johann | 
Jacob Engel an A. von Kotzebue, von C. Schroeder. | 

Neues Lausitzisches Magazin 82: R. Jecht, Ueber die in i 
Görlitz vorhandenen Handschriften des Sachsenspiegels und ' 
verwandter Rechtsquellen. I 

Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Deutschen | 
in Böhmen 4.5, 2: E. Frhr. von Künssberg, Das deutsche | 
Rechtswörterbuch. 

Stadien n. Mitteilungen ans dem Benediktiner- und dem 
Cistercienser-Orden XXVII, 4: Tezelin Haluäa, Adalbert 
Stifter 1805-08. 

Zs. des Vereins für Volkskunde XVI, 4: 0. Dähnhardt, 
Beiträge zur vergleichend. Sagenforschung 1: Sintflutsagen. ! 

— H. Carstens, Topographischer Volkshumor aus Schles¬ 
wig-Holstein. — B. Chalatianz, Kurdische Sagen. 

Mitteilungen des Vereins f. sächsische Volkskunde IV, 4: 
Helbig, Die Steinkreuze im Königreich Sachsen als Grenz¬ 
zeichen. — Sinz, über Volkseide und Frondienste im 17. 
Jahrh. — 0. Grüner, Gedanken zur Volkskunde. 
Mitteilungen der Schlesischen Gesellschaft für Volks- j 
künde H. XVI: Th. Siebs, Die Sprache der Tiroler in , 
Schlesien. i 

Mitteilungen und Umfragen zur bayrischen Volkskunde i 
190ti, N. F. Nr. 8: Das Mundartwort: kreisten-, i 

Die Musik V, 19: G. Münzer. Hans Sachs als Musiker. ' 
Kantstudien XI, 3 u. 4: Vaihinger, Schillers Lied „an die 
Freude“ und sein freimaurcrischer Ursprung. | 

Theologische Zeitschrift 40, 7: II. v. I)ruten. Geschiedenis 
der Nederlandsche Bijbelvertaling, 2e deel, bcspr. van de 
Vooys. 

Die Grenzboten 66, 1: II. G. Graf, Goetheerinnerungen im 
nordwestlichen Böhmen. 

Die Nation 24, 12: Rud. Herzog, Brentano u. sein Godwi. I 
Hochland III, 7: E. Hasse, Der Läuterungsweg in Dantes 
Purgatorio. 

Deutsche Arbeit 6, 4: V. Pollak, Adalbert Stifter u. Goethe. 

Eine Studie zu Stifters Entwicklungsgang. 

Süddeutsche Monatshefte 111, 11: H. PTscher, Kurz in s. 

Jugendjahren. , 

März I, 4: Ernst Traumann, Goethe der Bildner, Prof. H. 
Thodes Weimarer Festrede (Scharfe Verurteilung des In- 1 
halts von Th.’s Rede.) ! 

{stimmen aus Maria-Laach 1907. 1: A. Baumgartner, 
Die italienische Ritterdichtung bis auf Pulcis Morgante. 
Historisch-politische Blätter 139, 1: Ed. Korrodi., R. M. 
Meyer’s Literaturgeschichte. 

Allgemeine Zeitung Beilage 297: M. J. Minckwitz, Fer¬ 
dinand Brunetiere. — 298/299: J. Jacobs, Das Leben .Tesu 
in der altgermanischen Dichtung. — (Goethe-Ausgaben. — : 
299: J. Köhler, Die irdische u. himmliche Liebe bei Dante. 

- 5: F. Dahn, über den Bau der Ballade.— 6: K. Bleib¬ 
treu und E. Sieper, Der wahre Shakespeare. — 12: L. 
Geiger, Zwei neue Brief bände der Weimarer Goethe-Aus¬ 
gabe.— 13/14: H. Paul, Der Ursprung der Sprache. — 14: ' 
Arnim an Iffland. Mitgeteilt von Erich Schmidt. 
Frankfurter Zeitung Nr. 5, erstes Morgenblatt: R. Fürst, 
eine Dichterbraut (^ie Braut Herweghs). 

Zeitung für Literatur, Kunst und Wissenschaft. Beilage 


des Hamburg. Conrespondenten 2: K. E. Knodt, Goethes 
‘politische* Anschauungen. 

Museum 14, 5: J. S. Speyer, Skeat, A Primer of Classical 
and English Philology. — A. J. Barnouw, Beowulf nebst 
dem Finnsburg - Bruchstück. Herausgegeben von F. Holt¬ 
hausen; (/ynewulfs Elene, herausgegeben von F. Holthausen. 

— A. Beets, Dahlerup, Geschichte der dänischen Sprache. 
Uebersetzt von W. Heydenreich. — A. G. van Hamei, Sa¬ 
ran, Der Rhythmus des französischen Verses. — J. J. Sal- 
verda de Grave, Plattner, Ausführliche Grammatik der 
franz. Sprache. II, 3: Das Verbum in syntaktischer Hin¬ 
sicht; Bergmann, Die sprachliche Anschauung u. Ausdrucks¬ 
weise der Franzosen. — J. Mettrop, Ulrich, Proben der 
französ. Novellistik des 16. Jahrhunderts. — R. C. Boer, 
Herrmann, Deutsche Mythologie in gemeinverständlicher Dar¬ 
stellung. — Bericht über die Sitzung der ‘Maatschappij der 
Nederlandsche Letterknnde* vom 11. Jan.: S. G. De Vries, 
Het Büdinger fragment van Lodewijk van Velthem’s Spiegel 
Historiael; F. Buitenrust Hettema, Oude glossen en hun 
betekenis. 

Nederl. Spectator 1906, 51: Koster, Een nieuw boek over 
Shakespeare (van J. H. Hotsenburg). — 52: Koster, Byrons 
Cain. 

Tijdspiegel 1907, Januar: Van Geer, Christiaan Huygens’ 
reis- en studiejaren. 

De Gide 1907, Januar: Boer, Heldensage en mythologie. 

The Athenaeum 4130: Minor poets of the Caroline Period. — 
Shakespeareana. — Portraits of Keats. — Flowers from 
Shakespeare’s garden. 

American Journal of Philology XXVII, 3: Kirby Flower 
Smith, A note on Marston’s Malcoiitent. 

Nordisk Tidsskrift for Filologi. 3die raekke XV, S. 32- 
59: Erik Staaff, Om stafvelseräkningen i vissa fomspanska 
versarter. 

Skrifter utg. af K. Humanistiska vetenekapesamfundet 
i Uppsala IX, 6: 0. v. Friesen, Till den nordiska sprak- 
historien., Bidrag 11. (89, II s.) Kr. 0.75. — XI, 2: Erik 
Staaff, Etüde sur les pronoms abr^gös en ancien espagnol. 
(2, 152 8.) Kr. 2.50. Uppsala, akad. bokh. 

Revue des conrs et conf<^rence8 XV, 10: Abel Lefranc. 
La vie et les ouvrages de Moliäre: *Le D6pit amoureux’ 
(Forts.); Moliere ä Rouen; Son retour ä Paris — 11: N.-M. 
Bernardin, Le Th^ätre de Sedaine: ‘Le Philosophe sans 
le savoir*. — E. Faguet, Les po^tes fran^ais du temps du 
Premier empire: Parny; sa biographie (Forts.). — A. Gazier, 
Pierre Corneille et le th^atre frangais: La traduction de la 
‘Thcbaide*; ‘Psychfe*. — 12: E. Faguet, Les poetes du temps 
du Premier empire: Parny; ses felegies. — A. Gazier, P 
Corneille et le th^ätre franf;ais: ‘Pulch^rie* et ‘Suröna*. 

Revue germanique II, 1906, 2: Ern. S eiliiere, Thomas 
Hobhes et la volonte de puissance. — J. Lese off i er, ‘Au 
delä des forces* et l’övolution religieuse de Björnson. — H. 
Cordelet, La femme dans l’oeuvre de Meredith. — 3: W. 
Thomas, La coiiception de Pamiti^ dans Bacon et Shake¬ 
speare. — P. Besson, Les romans et nouvelles de Th. 
Storm. — 4: E. Legouis, Les deux ‘Sir Roger de Coverley’ 

Revue politique et litteraire 7. 7: J. Lux, Albert Sorel.— 
28. 7.. 4. 11. 18. 25. 8: Mlle. de S6nancour, Vie in^dite de 
Senancour (mit Vorwort und Anmerkungen von G. Michaut). 

— 11. 18.25.8.: Abel Lefranc, Defense de Pascal: Pascal 
est-il un faussaire? — 18.8.: E. Des Essarts, Les theories 
litteraires de Benjamin Constant. — 8.9.—13.10: Mlle. Me- 
nant, Lettres de Mme. le Pesant de Bois-Guilbert ä Ber¬ 
nardin de Saint-Pierre. — 8. 9: Abel Lefranc, Post-crip- 
tura k la defense de Pascal. — J. Nointel, Les lettres. 
Oeuvres et idees: ‘Sociologie et litt^‘rature* par Paul Bourget 

— 22. 9.; E. Tis so t, La nationalit^ de Victor Cherbuliez. 

Le Moyen-Age Septembre-Octobre 1906. Comptes rendus: C. 

Voretzsch, Einführung in das Studium der altfranzösisch. 
Literatur (G. Hiiet). — Livres nouveaux — Pöriodiques. 

Revue d’histoire moderne VII, 8—9: V. L. ßourrilly, Ra¬ 
belais, sa vie et son eeuvre; d’apres des travaux r^cents. 

Journal des Savants 1906: Döcembre: A. Thomas, Jaques 
d’Armagnac bibliophile. 

Bulletin du bibliophile et du biblioth^caire Aug.-Sept: 
L.-G. Pölissier, Lettres de divers öcrivains fran(;ais (u. a. 
Briefe von Benj. Constant, Frau von Stael, Frau von Genlis. 
Chateaubriand, H. de Balzac). 

Revue des deux mondes 1. 7.: Ch. Benoist, Macbiavel et 
le Machiav61isme. — 15. 7.: Benjamin Constant, Lettres ä 
Prosper de Barante (Forts, in 1 .8.). — R. Doumic, L'ceuvre 


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133. 


134 


1907. Literatnrblatt für gennanische and romanische Philologie. Mr. 3. 4 . 


d'Albert 8orel. — 1. 8.: F. Brnneti^re, La inaladie da 
Borlesqae. ~ 15. 8: A. Filon, Mme. de Charri^re, d'apr^s 
an livre r^nt. — R. Doamic, Le retoar k la po^sie in¬ 
time et familiäre. — 1. 9.: Balzac, Lettre snr le travail. 

- F. Brnneti^re, Pablications rdcentes sar Montaigne 
Rene de Paris 1. 7.: H. Haavette, Snr la litt^ratore ita- 

lienne. — 15. 7.: L. S6ch^, F^lix Arvers. — E. Dard. 
H^raalt de S^helles. — 1. S,: Comte de Comminges, 
Stendhal homme de cbeyal. — 15. 8. and 1. 9 : Sainte- 
Benve, Lettres k Alfred de Vigny. 

La Nonvelle Revoe 1. 7.: J. Bayet, H. Ibsen. — H. Char- 
Tet, Les origes de TOp^ra-Comiqae. — 16. 7.: Gaathier- 
Ferri^res, Sonyenirs snr Albert Sorel. — Stan. Rzewaski, 
Alexandre Dnmas fils. 

Merctre de France 1. 7.: E. Masson, Histoire d'nne bio- 
graphie: Carlyle et Fronde. — R. Canado, Stendhal cor- 
rectenr de Stendhal. ~ 15. 7: L. 8^cb4, Un ami d'Aryers: 
lettres in^dites d'Alfred Tattet (Schloss in 1. 8.). — 15. 8.: 
M. Yersin. George Meredith romancier (Schloss in 1 9.). 

M. Pellisson, Un allemand apologiste de la langnr 
fran^ise (Schwab). — 15. 9.; J. Sageret, Les grands con- 
vertis: H. Copp4e.— J. Blnm, La Philosophie de M. Berg- 
8on et la po6sie symboliste. 

Reyie hebdomadaire 2. 6.: E. Magne, (Corneille et Thötel 
de Bambooillet — F. Pascal, H. Ibsen.— 16.6.: A. S4ch^. 
nn onbli4: le yicomte d’Arlincoart.— J. Bertaat, Alexandre 
Domas fils et le pnblic. — 7. 7.: E. Fagnet, La rMonne 
de rorthograpbe — L. Madelin, Albert Sorel. — 21. 7.: 

A. Sfech4, Ffelix Aryers. — la 8: Alph. Roax, Mme. de j 
StaSl et le f^minisme. — 15.9: Comte Octaye de Barral, Le 
Salon de la princesse Belgiojoso. — 29. 9.: E Rod, Le 'Bal¬ 
zac* de M. Broneti^re. — 20. 10.: J. L. Charpentier, La 
renaissance de la po^sie scientifiqne dans le N^o-Pamasse. 

— 27. 10: Ch. Gailly de Tanrines, Les Myst^res et lenr 
mise en sc^ne. 

La Qninzaine 1. 7.: H. Gaillard de Champris, Vigny: Le 
moraliste 4piqae; L*6criyain. 

Le Oirrespondant 10. 7.: V. Da Bled, Les salons litt6raires 
de Paris an XJXe siMe. ~ 25. 7.: E. Fagnet, L*art des 
vers. — M. Salomon, La jeanesse de Charles Nodier, d*a- 
pres des docoments in^dits. — 25. 8.: B. de Pnybnsqae, 
Une po^tesse ombrienne: Maria-Alinda Bronamonti. — 10. 9.: 

E. Bir^, Une Mection soos le second empire: le comte de 
Fallonx et Pr^yost Paradol. — 25.9.: H. Bordeao, Etndes 
litt^raires: Les M^moires de Mistral. — L. de Lanzac de 
Laborie, Paris soos Napoleon: qoelqnes aspects de la yie 
sociale, ayec des lettres in^ites de Madame R^mier. 
Jonmal des ddbats politiqaes et littdraires 1. 7.: A. 
Thomas, Gargantna en Limonsin ayant Rabelais. ~ 17. 7: 

B. Bidoo, H4raalt de S^chelles. — 21.7.: E. des Essarts, 
Inconnns et m4connas (Les enfants perdos da romantisme. 
par M. Lardancbet). — 18.8.: P., La Philosophie de Leonard 
de Vinci, d*apres ses mannscrits. 18. 9.: H. Albert, 
Ooethe et la Legion d'bonnenr. — 21. 9: P. Ginisty, Lc 
▼rai Cbatterton. - 30. 9.: H. Albert, Goethe et Napoleon. 

Arebivio delPalto Adige I, 1: G. As coli, I dialetti ladini 
soiralto Adige e snH'alto Piaye. — A. D*Ancona, II yiag- 
gio del Montaigne dal Brennero a Trento. — A. Zenatti, 

Un canto popolare d'Ampezzo e Giosn^ Cardocci. 

Arebivio storico itallano XXXVII, 2, 242: L. Frati, Poesie 
satiricbe per la gnerra di Castro. 

Arcbiyio storico sardo II, 1: M. L. Wagner, Intomo alla 
voce 'papera* degli antichi docomenti sardL 
Atti della I. R. Accademia degli Agiati in Rovereto 
Serie III, XII, 2: D. Reich, Sol confine lingnistico nel sec. 
XVI a Pressano, Ayisio, S. Michele, Mezocorona. 

Atti della r. Accademia di scienze morali e politicbe di 
Napoli XXXVI: F. Masci, II pensiero filosofico di Giaseppe 
lUoinL — F. Persico, Spigolando so Leopard! — A 
Cbiappelli. L*arte e la saa azione sociale. 

Atti deir AccademU di Verona Serie IV, VoL VII, fase. 1: 

G. Bolognini, Soll'anno di nascita di Cangrande I della 
Scala. 

Atti del R. Istitnto Veneto LXV, 6: V. Todesco, II latino 
volgare negli scritti degli agrimensori romani. - 7: N. Ta- 
nassia, L*Italia yerso la fine del sesto secolo. — E. Teza, 
Alle osseryazioni sol Villehardonin aggiante. — 8: A. Fa- 
▼aro, Amici e corrispondenti de Galileo Galilei. 

Atti e memorie della R. Depntazione modenese di storia 
patria Serie V, Vol V: G. (3ayazzati, Di Alfonso III , 
d'Este. * I 


Angnsta Pemsia I, 7—8: G. Nicasi, Folk-lore tifemate. — 
9: U. Frittelli, I canta-maggio nell'alta yalle del Teyere. 

Bollettino nfflciale del prUno congre^ storico del Risor- 
s^ento italiano 4: G. Gallayresi, Una lettera inedita 
di Ugo Foscolo. — R. Barbiera, Una lettera del conte 
Lnin Porro dall'esilio (zn Pellico).— L. Mancini, Poesie 
inecute di Lnigi MercantinL 

Bollettino della SocietA Dantcsca itaÜana N. S. XIII, 1: 
U. Dorini, Ancora dei beni rnrali confiscati a Dante; Le 
diyise fatte dai figlinoli Piero ed Jacopo nel 1841 e 1347. 

— 2: G. Parodi, Modemo antidantismo. 

Bollettino genese di storia patria XIII. 1—2: C. Rai- 
mondi, Lettere di P. A Mattioli ad Ulisse Aldroyandi. — 
£. Casanoya, Lettere di Alessandro Piccolomini. 

Bnllettiiio storico pistolese VIII, 3: A. Corbellini, <^es- 
tione d*amore. — S. Debenedetti, Lettera inedita di Al- 
bertino Mnssato a fayore del maestro Francesco di Ginnta 
di Tizzana. — G. Zaccagnini, Le postille foscoliane ine- 
dite a Cino da Pistoia. — A. Chiti, Di an sonetto di Gio- 
yanni Prati contro le sette gesnitica e mazziniana. 

Chorns, Napoli 15. 9. 1906: M. Ortiz, Goldoni in Francia. 

Classici e neo-latini II, 8—4: E. Rota, La concezione di 
Fortana e Sapienza nel medioeyo. — A. Cinqnini, Elegie 
latine di Martine Filetico, nmanlsta del Lazio. 

Bmporinm XXIII, 188: P. Molmenti, La biblioteca mar- 
ciana. — XXIV, 140: Ders., Arti e mestieri nella yecebia 
Venezia. — 141: Fr. Noyati, La storia e la stampa nella 
prodnzione popolare italiana. 

Erndüsione e belle arti III, 2—8: F. Rayagli, Una poesia 
del Gaadagnoli colpita dalla censnra. 

FanfolladeUa Domenica XXVIII, 26: P Molmenti, La fa- 
miglia yeneziana nel Rinascimento. — 27: C. Fräs ehe tti, 
Tra le pagine di an 'Liber expositornm*. — 28: E. Gia- 
nelli, Di nna yecchia 'Francesca da Rimini*. — 31: U. 
Fleres, U 'Pastor fido* in Italia e in Spagna. — 83: R. 
Renier, La yecchia 'Antologia*. — G. Berteni, Amori e 
ayyentnre nella letteratara franco-italiana. — 84: A. Segrä, 
Accademie ed accademici in Italia nel Secento. — 35: V. 
Cian, Ulla scala dei poeti italiani. — G. Mnsotto, Un 
bnffone poeta nel Cinquecento. — 37: G. Barini, Ferdi¬ 
nande Gregoroyins in Italia. — A. Belleni, Bettinelleide. 

Oiomale storico e letterario della Lignria VII, 10—12: 
F. L. Mannacci, Un nnoyo troyatore della Corte Angioina 
(Peire Imbert). 

La ciyiltA cattolica 1848: FrA Jacopone da Todi; La con¬ 
cezione del Porgatorio dantesco secondo Francesco D'Ovidio. 

La Critica IV, fase. Vl (20 noy. 1906): B. Croce, Note snlla 
letterat ital. nella seconda metA del sec. XIX. Nr. XXI: Ada 
Negri. — Riyista bibliografica enthält n. a. folgende Be¬ 
sprechungen: G. Gentile, Laberthonni^re, Essais de Philo¬ 
sophie religiease; Le rAalisme chr^tien et Viddalisme mc. 

— B. Croce, Fr. Newton Scott, The most fnndamental diffe- 
rentia of poetry and prose. — Ders., M. Rossi, Contro la 
stilistica. — VarietA. — Anno V, fase. I, Jan. 1907: B. Croce, 
Gioyanni Pascoli: parte prima. — G. Gentile, Francesco 
Bonatelli e Tinflasso di Lotze in Italia. — Rirista biblio¬ 
grafica enthält o. a. Besprechungen yon: A. Garginlo, W. 
Wandt, Mythus and Relinon. — G. Gentile, J. Lachaire. 
Essai snr T^yolution intenectaelle de ITtalie de 1815 A 1830. 

— A. Garginlo, G. Harasim, Sali*insegnamento della lin- 
gna matema. — Ders., E. Zanette, Retorica. — Ders., M. 
Porena, Dello Stile. — VarietA. 

La Cnltara XXVI, 1: C. de Lollis, Strowski, Montaigne. 
Ferdinande Bronetiere. 

La rasssgna nazionale 16. 6. 1906: G. Snrra, Denina ac- 
cademico (Forts, in 1.7.).— 1.8.: P. Molmenti, Leprime 
rappresentazioni teatrali a Venezia. — 16. 9. 1906: R. de 
Rensis, Gabriele Pepe e il sao soggiomo a Firenze. 

L’Ateneo veneto XXIX, II, 1: G. Franceschini, La psico- 
logia della Diy. Commedia. 

L*Italia modema IV, II, 18: A, Momigliano, Tmffaldino 
e Smeraldina nel ‘Senritore di dne padroni*. — 19: Ders., 
Raggi d'arte nnoya in una laada di Jacopone. 

Memorie dell* Accademia di Modena 1906: G. Bertoni, 
Monnmenti antichi yolgari. 

Miscellanea di storia veneta edita dalla R. Depntaaione 
veneta di storia patria Serie II, Vol. XI: S. Rumor. Gli 
scrittori yicentini nei secoli XVIII e XIX. 

Nnova Antologia 829: I. Boccazzi, Lettere inedite di Maz- 
zini e Kossnui a P. F. CalyL — 830: A. Cbiappelli, n 
segreto delTarte. — 831: V. Cian, La prima riyista ita- 


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135 


1907. Literatnrblatt für germanische and romanische Philologie. Nr. B. 4. 


136 


liana. — F. Nunziante, Gli Italiani in Inghilterra dnrante 
i secoli XV e XVI. — F. Bertolini, Sordello. — 83B: B. 
Labanca, Costantino il Grande nella storia, nella leggcnda 
e neirarte. — E. Bellorini, II prezzo d’una cantata del 
Monti. — 835: E. Meie, La novella ‘El celoso extremefio’ 
del Cervantes. 

Naova rassegna di letteratnre moderne IV, 5 — 6: P. 

Toynbee, Traduzioni inglesi di Dante nel secolo XVIII.— 
7—8: A. Pilot, L’elezione del doge Nicolö Tron. — A. R. 
Levi, Gli original! di Otello. 

Nnovo Archivio veneto XI, P.II: G. Dalla Santa, Di un 
patrizio mercante veneziano del Quattrocento e di Francesco 
Filelfo suo debitore. — XII, P. I: T. Copessi, Scipione 
Maffei, il duca Francesco Farnese e Tordine costantiniano. 
Rassegna critica della letteratnra italiana XI, 5-6: D. 
Santoro, Pietro Paolo Parzanese. — 7—8: V. Spampa- 
nato, Somiglianze tra due commediografi napoletani. 
Rassegna Incchese 19^)6: L. Bonfigli, Otto lettere e una 
canzone di Bonaccorso Pitti. 

Rassegna pngliese XXII, 7/8: N. Quarta, Intorno ad al- 
cuni punti della prefazione del Salvo-Cozzo alla sua edizione 
critica del ‘Canzoniere*. — A. Dispenza, Sulla data della 
canzone ‘Italia mia* del Petrarca. 

Rivista delle biblioteche e degli archivi XVII, 5—7: A. 
Solerti, Un altro ms. della ‘Gerusalemme* ritrovato. — G. 
Biagi, Per la cronica di Firenze nel sec. XVI. — C. Levi, 
Saggio bibliogralico su Pietro Cossa. 

Rivista di psicologia applicata alla pedagogia ed alla 
psicopatologia II, 4: Dino Provenzal, I nuovi orizzonti 
del folk-lore. 

Rivista d’Italia IX, 8: N. Scarano, Il Manfredi di Dante- 

— Zabughin, L’insegnamento universitario di Pomponio 
Leto. — 9: N. Zingarelli, Per Tultimo Dante (Erwiderung 
auf eine Rezension von Cesareo in der gleichen Zeitschrift). 

— P. Rotta, La leggenda medievale angelologica. 

Rivista musicale italiana XIII, 2: H. Kling, Madame de 

Stael et la musique. 

Rivista storica benedettina I, 3: A. DeAngelis, Torquato 
Tasso ospite del monastero di Santa Maria nuova in Roma. 
Rivista storica salentina III, 2: G. Laneri, Alcuni affreschi 
e an nuovo ritratto di Dante a Napoli. 

Rivista teatrale italiana XI, 8: A. Neri, Fra i comici del- 
r arte. 

Tridentnm IX, 1: G. Fogolari, La ruota della fortuna sul 
duomo di Trento (mit Bemerkungen zu Dante). — 2: C. 
Battisti, Il gergo dei calderai della valle di Sole nel Tren- 
tino. — 4: E. Benvenuti, Volfango Goethe e Giovanni 
Prati. 

Cnltnra espahola 2: R. M6nendezPidal, Sobre los ori- 
genes de ^E1 convidado de piedra’. 


Neu erschienene Bücher. 

Bertram, F., Die Timonlegende, eine Entwicklungsgeschichte 
des Misanthropentypus in der antiken Literatur. Heidel¬ 
berger Diss. 99 S. 8°. 

JFränkel, L., Adolf Ebert der Literarhistoriker. Zugleich ein 
Beitrag zur Geschichte der neueren Philologie. I. Teil. Pro¬ 
gramm der Kgl. Ludwigs-Kreisrealschule in München. Mün¬ 
chen, C. Gerber. 

Mythologische Bibliothek. Herausgegeben von der Gesell¬ 
schaft für vergleichende Mythenforschung. I. Band. 1. Heft. 
Leipzig, Hinrichs. 123 S. 8®. M. 3. (Inhalt: E. Siecke, 
Drachenkämpfe. Untersuchungen zur indogermanisch. Sagen¬ 
kunde). 

Vedel, V., Ridderromantiken i fransk og tysk Middelalder. 
Copenhagen, Gyldendal. 8 Kr. 


Arnold, Frdr., Das deutsche Volkslied. Ausg. A (2 Teile in 
1 Bde.) III, III, 71 u. IV, 73 S. gr. 8®. Prenzlau, C. Vin¬ 
cent 1907. M. 2.20; Ausg. B in 2 Tin. je M. 1.20. 

Aus dem geistigen Leben und Schaffen in Westfalen. Fest¬ 
schrift. Münster, Coppenrath. (Darin u.a.: A. Börner, Das 
literarische Leben in Münster bis zur endgültigen Rezeption 
des Humanismus.) 

Bertram, K., Quellenstudie zu Gottfried Kellers -Hadlaub“. 
Diss. Berlin 1906. 85 S. 8®. 

Brodführer, Ed., Beiträge zur Syntax Willirams unter be¬ 
sonderer Berücksichtigung der Wortstellung. 74 S. 8®. 
Hallenser Diss. 


Carlyle, Thomas, Goethe. Carlyle’s Goetbeportrait nachge¬ 
zeichnet von Samuel Saenger. Berlin, Oesterheld & Co. 8®. 
M. 5. 

Eckelmann, E. 0., Schillers Einfluss auf die Jugenddramen 
Hebbels. Die Jungfrau von Orleans und Hebbels Judith. 
Eine Studie über das Drama. Heidelberger Diss. lOH S. 8®. 

Eichendorff, Frhr. Jos. v., Aus dem Nachlass. Briefe und 
Dichtungen. Im Auftrag seines Enkels, Karl Frhrn. v. Eichen¬ 
dorff, hrsg., eingeleitet u. erläutert v. Wilh. Kosch. 111 S. 
gr. 8®. Köln, J. P. Bachem 1906. M. 1.80. 

Engelsk-dansk-norsk ordbog af J. Brynildsen. For dans- 
kens vedkommende gennemset af Jobs. Magnussen. Udtale- 
betegnelsen af 0. Jespersen. 36. Hefte: — word. Kopen¬ 

hagen, Gyldendal. 8®. 50 Oere. 

Freye, Karl, Jean Pauls Flegeljahre. Materialien und Unter¬ 
suchungen. Berliner Diss. 77 S. 8®. 

Goldstein, Moritz, Die Technik der zyklischen Rahmen¬ 
erzählungen von Goethe bis Hoffmann. Berl. Diss. 112 S. 8®. 

Goethe’s Werke. Unter Mitwirkung mehrerer Fachgelehrter 
hrsg. von Prof. Dr. Karl Heinemann. Kritisch durchgeseh. 
u. erläut. Ausg. 18. Bd. 8®. Leipzig, Bibliograph. Institut. 
M. 2. (18. Bearb. von Prof. Dr. Thdr. Matthias. 477 8. 

1906. ] 

Goethe’s sämtliche Werke. Jubiläums-Ausg. in 40 Bänden. 
Hrsg, von Eduard v. der Hellen. 8®. Stuttgart, J. G. Cotta 
Nachf. ä M. 1.20 [36. 37. Schriften zur Litteratur. Mit Ein¬ 
leitung u. Anmerkungen von Oskar Walzel. 2 Tie. LXXV, 
362 u. 8;38 S. 1906.] 

Goetze, Alfred, Martin Butzers Erstlingsschrift (Ain schöner 
dialogus vnd gesprech zwischen aim Pfarrer vnd aim Schult- 
hayß, betreffend allen übel Stand der gaystlichen, 1521). 
64 S. Gr. 8®. Leipzig, Heinsius Nach!. Freiburg i. B. 
(Habilitationsschr.). 

Günther, H., Romantische Kritik und Satire bei Ludwig 
Tieck. Heidelb. Diss. 214 S. 8®. 

Hering, M., Untersuchungen über Judith, ein mitteldeutsches 
Gedicht des 13. .lahrhunderts. Hall. Diss. 71 S. 8®. 

Homeyer, F., Stranitzkvs Drama vom „Heiligen Nepomuck“. 
Teil I. Diss. Berlin 1906. 78 S. 8®. 

Hugsvinnsmäl. Eine altisländ. Uebersetzung der Disticha 
Catonis. Hrsg. v. Hugo Gering. (Festschrift der Universität 
Kiel zur Feier des Geburtsfestes Sr. Maj. des Kaisers und 
Königs Wilhelm II.) XIV, 89 S. gr. 8®. Kiel, Lipsius & 
Tischer 1907. M. 0.60. 

Hykel, Ed., Josef Emanuel Hilscher. Sein Leben und seine 
Werke. (Zur hundertsten Wiederkehr seines Geburtstages.) 
Progr. Jägerndorf 1906. ^18 S. 8®. 

Jespersen, 0., Modersmälets Fonetik. Kopenhagen, Schu- 
bothe. 156 S. og 1 Bilag. 8®. Kr. 3. 

Kaiser, Wilhelm, Untersuchungen über Immermanns Roman¬ 
technik. Hallenser Diss. 85 S. 8®. 

Kehrmann, Al., Die deutsche Uebersetzung der Novellen des 
Ritters vom Turn. Marb. Diss. 76 S. 8®. 

Klopfleisch, Joh., Johann Christian Brandes, ein Angehöriger 
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Kemming, forts. a! R. Geete. IV, 2 (slut). S. 1^ -287. 4. 
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Blond et Cie., 1907. 60 cent. [Science et Religion. Btudes 
ponr le temps präsent, n® 406-407.] 

Pascoli, Gioy., Matelda. Parma, L. Battei, 1906. 8®. p. 15. 
Pasqnetti, G., L'oratorio musicale in Italia. Storia critico- 
letteraria. Florenz, Le Monnier. L. 5. 

Pedrazzoli, Ugo, La scienza in qnattro passi incerti della 
Dirina Commedia: le colombe, il yento coi fiori e il messo 
Celeste, il freddo animale, e i qnattro cerchi con tre croci. 
Terza ricreazione dantesca. Roma, tip. Casa editrice ita- 
liana, 1906. 8®. p. 46. 

P^rez Pastor, C., Bibliografia madrilefia 6 descripciön de 
las obras impresM en Miärid. Parte segnnda (1601-1620). 
Madrid, Tip. de la Rev. de Archivos. 15 pes. 

Popescn Cioconel, G., Quelques mots roumains d'orinine 
arabe, turque, persane et h^braique. Paris, Leroux. fr. 4.50. 
Popnlaire, L^ Etüde sur Estienne Jodelle. Li^ge. 

Rolland, R, Faune populaire de la France. T. 7: les Mam- 
mifkes sauyages, compl6ment In-8, 276 p. Paris, rauteur, 
5, me des Cbantiers. 1906. fr. 8. 

Rolland, E., Flore popnlaire ou Histoire naturelle des plan¬ 
ten dans leurs rap^rts ayec la linguistiqne et le folklore. 

T. 6. In-8, 311 p. Paris, Tauteur, 5, me des Cbantiers. 
1906. fr. 7. 

Rossi, Lu., La Treccia donata, poemetto eroicomico di Lo- 
renzo Pignotti: raffronti ed osseryazioni. Padoya, tip. fra- 
triü Gallina, 1906. 8®. p. 23. 

Saitschick, R., Französische Skeptiker. Voltaire, Mörim^, 


Renan. Zur Psychologie des neuen Indiyidualismus. Berlin, 
Hofmann. M. 5. 

Salyadori, G., Sulla Vita Gioyanile di Dante. Roma, Al- 
brighi, Serati e C. 8®. 276 S. L. 10. 

Santi, A., fl canzoniere di Dante Alighieri. VoL II. RomiL 
Ermanno Loescher & Co. 506 S. 8®. L. 6. (Der 1. Band 
erscheint später). 

Schien sog, H., Lucelle, tragicom6die en prose franqaise yon 
Louis le Jars (1576) und Lucelle, tragicom^die mise en yers 
franqais yon Jacques Duhamel (1607) nebst einem Anhang: 
De FArt de la Tragödie yon Jean de la Taille. Greifswald, 
Diss. 56 S. 8®. Leipz^, Fock. 

Simioni, Attilio, lacopo Yittorelli (1749-1885): la yita e gli 
scritti, con la bibliografia delle opere, documenti e poesie 
inedite. Rocca S. Casciano, L. Cappelli, 1907. 16®. p. x, 
200 xciij. L. 8. (Indagini di storia letteraria e artistica 
dirette da Guido Mazzoni, YIII.] 

Strowski, F., Histoire du senüment religieux en France au 
XYIIe si^cle. Pascal et son temps. Premiere partie: De 
Montaigne ä Pascal. Paris, Plon-Nourrit & Cie. fr. 3.50. 

Taylor, H. C. C., Moliere, a bionaphy. Wlth an Introduction 
by T. F. Crane. New York, Duffield. 8 dol. 

Theelen, Job., Die pikardische Mundart yon Saint-Pol (Pas- 
de-Calais) auf Grund yon Edmont's Lexique Saint-Polois. 
Hallenser Diss. 96 S. 8®. 

Torre, Della, Arnaldo, Per la storia interiore del Petrarca 
ayanti V innamoramento per Laura. Prato-Firenze, tip. fra¬ 
telli Passerini e C., 1906. 16®. p. 31. 

Vasari, G., Le opere, con nuoye annotazioni e commenti di 
G. Milanesi. 9 Bände. Florenz, Sansoni. L. 100. 

Weigand, G., Rumänen u. Aromunen in Bulgarien. Leipzig, 
J. A. Barth. M. 8. 

Wendel, Hugo, Die Entwicklung der Nachtonyokale aus dem 
Lateinischen ins Altproyenzalische. YII, 128 S. 8®. Leipzig, 
0. Harassowitz 1907. Tüb. Diss. M. 2. 

Wenderoth, 0., Der junge Quinet und seine Uebersetzung 
yon Herders ^Ideen*^. Ein Beitr^ zur Geschichte der lite¬ 
rarischen Wechselbeziehungen zwisch. Frankreich u. Deutsch¬ 
land. Tübinger Diss. 88 S. 8®. 

Wohlgemutb, Fr., Riesen u. Zwerge in der altfranzösiscben 
erzählenden Dichtung. 110 S. 8®. Leipzig, 0. Harrassowitz. 
1907. Tüb. Dies. M. 2. 

Weltmann, L., Die Germanen in Frankreich. Jena, Diede- 
richs. Gr. 8®. mit 60 Bildn. berühmter Franzosen. M. 7.50. 

Zumbini, B., Studi di letteratura italiana. 2a edizione ri- 
yeduta dalF autore con F aggiunta di nn saggio sulle stanze 
del Poliziano. Florenz, Le Monnier. 379 8. 16®. L: 4. 


Literarische Mitteilungen, Personal- 
nachrichten etc. 

Cand. phil. Harald Ling an der Hochschule zu Gotben- 
burg (Schweden) bereitet eine Arbeit über die Sprache des 
Dichters Paul Fleming yor, die demnächst drackfertig sein wird. 

Von Professor Dr. Werner Söderhjelm in Helsi^ors 
wird eine Studie über die lateinischen und romanischen Texte 
der Disciplina clericalis erscheinen. 

Dr. K. Jaberg, Priyatdozent an der Cniyersität Zürich, 
wurde zum ao. Professor der roman. Philologie an der Uni- 
yersität Bern ernannt 

t zu Paris Anfang Febraar der Professor der yergleichen- 
den Sprachwissenschaft an der Sorbonne Victor Henry, im 
Alter yon 57 Jahren. 


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herausgegeben yon 

Dr. Otto Behaghel und Dr. Prltz Neumann 

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Leipzig, Earlstrasse 20. O. R. Reisland. 

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148 


1907. Literaturblatt fttr germanische and romanische Philologie. Nr. 3. 4. 


144 


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während der Jahre 1793—1857 irt arel ttaan M i ni . Oeb. M. 1.80. Geb. M. 8.—. 

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vollständig umgearbeitete Auflage mit 157 Illu¬ 
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Bestimmung der Preise 

während der Jahre 1793—1857 
von 

Th. Tooke und W. Newmarch. 

Antorisierte Ausgabe. 

Uebersetzt von 

Dr. C. W. Aaher. 

Zwei Bände. 110 Bogen. Gr. 8 ®. 

Leipzig:, März 1907 . O. R. Reisland. 


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Geb. M. 2.30. 1907. 11*/» Bogen. 1906.24»/,Bogen. 

1905. 18 Bogen. 

AMrkaniiCBdc Znaehriften liegen vor von den fienen 
Oberstodienrat Günnler-Stuttgart, Prof. Dr. von der Ropp* 
G A eesew, Prof. Dr. Scböll-Mtinchen, Prof. Dr. Schirrmachcr- 
Rostock, Prof. Dr. Stndemund-Stragebarg i. E., Ephoms 
Schnldt am Seminar Schönthal nnd Rektor Gntekunat- 
Stnttgart. 

Obige Bflcher sind ln Antiqua gedruckt. 


VerantwoTtlicber Redakteur Pro!. Dr. Fritz Nenmann in Heidelberg. — Druck v. G.Otto’s Hof-Buchdruckerei inDarmitadt. 

Ausgregreben am 22. MR'rz 1907. 


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6ENERAL LIBRARY 
UNfV. OF Micn. 

JUM 19 1» 


LITERATURBLATT 

FÜB 

GERMANISCHE UND ROMANISCHE PHILOLOGIE. 

HERAU8GBGEBEN VON 

OTTO BEHAGHEL ukd D“ FRITZ NBUMANN 

o. 5. Professor der femonlsehwi Phllolofls o. 5. Professor der romeniseheB Phllolofie 

an der UnirersiUU Qieesen. an der UnWersiUU Heidelbwf. 


VERLAG VON 

Inefeelat ■oBatli«li. O. B. BEISLAND, LEIPZIG, KABLSTBASSE 20. Preis balbjahrlieb M. 5.60. 

XXVlll. Jahrgang. Nr. 5. Mai. 1907. 


Oootket Werke. Hrs^. von K. Heinemann 
Bd II-VII. IX-XI, Xm-XV (Woerner). 

Msfsss. Qoetbe als Naturforscher iJaooby». 

▲ tkeaasy. Die Frankfurter Mundart und ihre 
Ltteratur (Behafhel). 

Sebaldt. Mieser Xrftnter-u. Arzuelbuch (H elm). 

Kristensen, Premmedordene i det »Idste danske 
■kriftsprof (Kahle). 

laerton, A Middle Entlieh Reader (Read). 

Stoiiber^, Die Sprache des alten^l. Martyro- 
logtas (Jordan). 


Lambert, Cartae Shakespeareanae (Horn). 

Hen^esbaeh, Readings on Shakespeare 
(L S s 0 h ho r n). 

Kellner, Lehrboeh der eo^l. Sprache (Losch- 
horn). 

Schults-Oora, Altpror. Elementarbneh 
(H e r a o ff). 

Q e n t i 1 e, Storia dei ffeneri letterarU itallanl: La 
Filosofia <V o s s 1 e r). 

P i t o 11 e t, Morceaux cboisis de prosateurs et de 
poMes espaffnols (Stiefel). 


Leite de Vasconeellos, O Lirro de Bsopo 
Fabnlario portuffuds (Zauner). 

Pnscarin, Etym. Wörterbuch der rnmin Spraehe 
1 (Zauner). 

Biblioffraphie. 

Lit.Mitteilnnffen,Personaloaehrieh.. 
t e n n. B. w. 


Goethes Werke. Unter Mitwirkung mehrerer Fachgelehrter 
heraosgegeben von Prof. Dr. Karl Heinemann. Kritisch 
darehgesehene nnd erläuterte Ausgabe. Leipzig und Wien. 
BibUographisches Institut. Bde II—VII, IX—XI, XIII—XV. 
(Mojers Klassiker-Ausgabe). 

Schon die zuerst erschienenen nnd im Literatnrblatt 
(1903, Nr. 1) besprochenen Bände I, VIII, XII erlaubten 
mir, dem gesamten Unternehmen guten Erfolg zn weis- 
ßigen. Dass ich — nicht durch meine Schuld — nun 
erst die folgenden anzeigen kann, gewährt mir wenig¬ 
stens den Vorteil, meine Voraussage als erfüllt bezeich¬ 
nen zu dürfen. Erkenntnis des rechten Masses für Ein¬ 
leitung and Erläntemng, schlichte Sachlichkeit, Beherr¬ 
schung des Stoffes nnd gute Darstellung sind der ganzen 
Reihe, fast uneingeschränkt, nachznrühmen nnd gewinnen 
dieser Ausgabe unter andern ähnlichen den wohlverdien¬ 
ten Vorrang. 

Der Herausgeber Heinemann bat wie den l. so 
ineb den 2. Teil der Gedichte (II) mit Anmerknngen 
versehen, in denen eine Fülle gründlicher Arbeit mit 
Geschmack niedergelegt ist. Ausserdem behandelt er die 
Dramen in Versen (VI), Dichtung nnd Wahrheit (XII, 
XIII) und die Kampagne in Frankreich (XV, 2. Hälfte). 
Oie Einleitungen zu Iphigenie, Tasso, der Natürlichen 
Tochter sehen mit Recht von vorgreifender ästhetischer 
Würdigung oder gar Anpreisung ab und bieten auf be- 
^enztem Räume lieber alles Hilfreiche, das Verständnis 
Fördernde zur selbständigen Benntznng dar. Nnr, wo 
cs not tat, wird ein Fingerzeig gegeben, wie z. B. über 
den wahrhaft tragischen, wenngleich das Leben schonen¬ 
den Schloss des Tasso. Eines freilich vermisse ich hier 
wie überall ungern: einige Stilanalyse, — wenigstens ein 
paar Hinweise anf die ansserordentliehen Schwankungen 
des Stils, die mehr nnd mehr in den drei Werken den 
nnwillkürlichen Kampf des charakteristischen Goethe mit 
dem klassizistischen, der „freiwilligen tätigen Natur" 
mit der hartnäckig ihr anfgezwnngenen Kunst]ehre offen¬ 
baren. Doch diesem entwicklnngsgeschichtlichen „Phä¬ 
nomen" schenkt man ja noch immer so gut wie keine 
Beachtung, obwohl uns allein solche von Ten Brink, 
Erich Schmidt u. a. längst geforderten stilistischen Wer¬ 


tungen endlich von den leidigen Urteilen in Bausch 
nnd Bogen bewahren würden. Doch darüber nur Klage, 
keine Anklage! — Dichtung nnd Wahrheit ohne Um¬ 
schweife nnd überflüssige Gelehrsamkeit zn einem be¬ 
quemen Bache für den bloss geniessenden Leser einzn- 
richten nnd dem forschenden doch alle Wege zu weiteren 
Stadien anfzntnn, ist eine schwierige, von Heinemann 
glücklich gelöste Doppelanfgabe. Ueber die Notwendig¬ 
keit einzelner Anmerkungen unterm Strich zu rechten, 
wäre müssig; die literarhistorischen am Ende des Bandes 
halten jeder Probe stand. Vielleicht sollten im Sach¬ 
register die Hanptstellen dorch fettgedrnckte Zahlen be¬ 
zeichnet sein; sonst ist es handlich. (Unter „Herder" 
muss es heissen XII, 440—444). — Der Kampagne in 
Frankreich geht eine übersichtliche Darlegnng der poli¬ 
tischen Weltlage im Jahre 1792 voraus, die nach den 
besten Quellen gearbeitet erscheint. Ueber die Glaub¬ 
würdigkeit der Schilderung Goethes, sein Verhältnis zn 
eignen and fremden Tagebüchern, deren er sich bei der 
Abfassung bedient bat, seiner einordnenden Tätigkeit 
n. 8. w. geben die Anmerknngen Ansknnft nnd Rechen¬ 
schaft. Einem fachmännischen und -künstlerischen Meister¬ 
werk wie A. Doves Einleitnng nacheifern za wollen, wäre 
so unbescheidene wie frnchtlose Anstrengung gewesen. 
Der Verfasser hat also gnt getan, nur das Nützliche 
im Ange zu behalten und gewissenhaft das Notwendige 
zn leisten. 

Der HI. Band (die Gedichte ans dem Nachlass a. 
dgl., Xenien, Hermann nnd Dorothea) ist von Georg 
Ellinger, der IV. (Achilleis, Reineke, Westöstlicher 
Diwan) von Ellinger nnd Gotthold Klee bearbeitet. 
Wieder gebührt den wissenschaftlichen Erläoternngen 
das Lob grosser Sorgfalt und Gediegenheit. Einzelne, 
z. B. über das Sesenheimer Liederbuch oder über die 
Quellen und Vorbilder zu Hermann nnd Dorothea, sind 
erschöpfende Abbandlnngen in knapper Form. In der 
Einleitung zn Hermann und Dorothea verdiente Biel- 
schowskys schöne Vermutung Raum, dass Lilis Flacht 
nicht nur des Dichters Phantasie, sondern vor allem 
sein Gemüt diesem Stoffe zngeneigt habe. In der Ent- 

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1907. Literatarblatt ftlr gennamsche und romanische Philologie. Nr. 5. 


148 


stehimgsgeschichte des Diwans dürfte Goethes Wieder¬ 
jangwerden — das Erleben einer „wiederholten Pnber- 
tät“! — dentlicher hervorgehoben sein. (Zn S. 194 
wäre etwa Möbins S. 173 und sonst zu vergleichen ge¬ 
wesen). Die 12 Gesänge des Reineke hat G. Klee mit 
allem Wissenswerten aasgestattet and ist in der Ein- 
führnng überdies noch der Herkunft and Entwicklung 
der Tiersage nachgegangen. 

Dem wichtigen V. Bande, Faust, hat 0. Harnack 
seine Akribie (er ist ein Fremdwörterfreand!) und be¬ 
währte Gelehrsamkeit zagewendet. Mit mustergültiger 
Klarheit weiss er auf 15 Seiten die Entstehung und 
Entwickelung dieses Lebenswerkes zu skizzieren und da¬ 
bei noch eine und die andre Hauptstreitfrage — über 
die Einheitlichkeit des Faust-, des Mephistocharakters — 
in bündigem Für und Wider aufzunebmen. Sehr spär¬ 
liche Anmerkungen unter dem Wortlaut finden durch 
zahl- und gehaltreiche am Schluss in jeder wünschens¬ 
werten Hinsicht ihre Ergänzung. Verdienstlicher Weise 
wird da auch Grundsätzliches betont (S. 516 zu S. 10, 
36; 517 zu S. 11, 8), Törichtes widerlegt (zu V. 442, 
V. 11495) und der „zersetzenden Kritikdurchaus die 
Spitze geboten. Dass nun Verständnis gegen Verstand 
endlich Recht behalte, ist allerdings nie zu erhoffen. 
Natürlich können auch die künstlerisch Auffassenden ver¬ 
schiedener Ansicht bleiben über manches Wesentliche — 
wie z. B. über die Kerkerszene in Prosa, die Harnack 
nur für einen Entwurf hält und deren höhere Schätzung 
er der vorübergehenden naturalistischen Mode zurechnen 
will. Solcher Widerstreit, sowie Auseinandersetzungen 
über Einzelheiten (Schuld = Geldschuld V 11384 u. ä.) 
seien einer günstigeren Gelegenheit Vorbehalten. Den 
starken Band vervollständigt eine gute Auswahl Para- 
lipomena mit einigen von W. abweichenden Lesungen 
nach eigener Betrachtung der Handschriften. Der ür- 
faust und andres Zubehör ist in XX und XXI unter¬ 
gebracht. 

Band VII umfasst die Dramen in Prosa — Bear¬ 
beiter Th. Matthias; Band VIII nnd IX die Werke 
der Erzählungskunst in Prosa* Werther, Wahlverwandt¬ 
schaften, Wilhelm Meister 1 bis 6 — Bearbeitei* V. 
Schweitzer. Der Rest des Meister, die Novellen und 
die Wanderjahre, in den Bänden X und XI, sind Harry 
Maync zugefallen. Um nicht durch stetig wiederholte 
Anerkennung zu ermüden, darf ich wohl auf die voran¬ 
gestellten Ruhmestitel der Ausgabe zurückweisen und 
mich nun mit einigen Zusätzen und Wünschen begnügen. 
So wären vielleicht der'anschaulichen Vergleichung der 
beiden ersten Formen des Goetz füglich ein paar Bei¬ 
spiele der Verschlimmbesserungen anzureihen: wie der 
junge Goethe da und dort lebenstreu Geschautes, echt und 
kühn Wiedergegebenes im Eifer ^ man möchte sagen — 
verlessingt hat. Stella als „eines von Goethes blendend¬ 
sten Bühnenwerken** bezeichnet und in Superlativen preisen 
zu hören, wird doch vielen Literaturft^ennden so neU sein 
und so wenig überzeugend klingen, wie mir. In der Ein¬ 
leitung zu den Wahlverwandschaften brechen die ange¬ 
führten Worte aus einem Briefe an Zelter (1. VI. 1809) 
zu früh ab: wo dann der Roman, gleich dem Faust, 
„ein offenbares Geheimnis** genannt wird. Auch das 
Bekenntnis der Tag und Jabreshefte von der tief leiden¬ 
schaftlichen Wunde, die im Heilen sich zu schliessen 
scheut, fehlt dem etwas zu dürftigen Absatz über „eignes 
Fühlen und Erleben**. Was endlich den 1. Teil des 
Meister anlangt, so nennt ihn Goethe wohl nicht, wie 


Schweitzer meint, deshalb eine „Pseudokonfession**, weil 
er das Schauspielertum niemals für seinen Lebensbemf 
gehalten hatte, sondern weil der autobiogiaphische Cha¬ 
rakter der ursprünglichen Fassung verwischt wurde, ln 
Mayncs wertvollen Einleitungen zu den Erzählungen deut¬ 
scher Ausgewanderten und zur Novelle verdient beson- 
dem Beifall die kunslgemässe kräftige Abwehr alle¬ 
gorischer, politischer und sonstiger Deutungen, von denen 
wir aber künftig so wenig verschont bleiben werden, wie 
vor immer neuen Auslegungen des ganzen Faust als eines 
— Hexeneinmaleins. Desgleichen stimme ich gerne dem 
geschickten Bemühen zu, die vom „Durchschnittsleser“ 
verschmähten Wanderjahre dem „besseren Leser** ein¬ 
ladend nabe zu bringen — dem „menschlichen** Leser, 
wie Chr. Schrempf sagen würde. Hier gilt in der Tat 
St. Josephs Mahnung: „auch das Wunderliche ernsthaft 
zu nehmen**. 

Den vielen Eordemngen, die gerade die Italienische 
Reise (XI'\^) und der zweite Römische Aufenthalt an einen 
gewissenhaften Erklärer stellen, hat Robert Weber mit 
Umsicht und Gründlichkeit entsprochen. Was den Schil¬ 
derungen an eignen „entschiedenstenDokumenten** Goethes 
zugrunde liegt, was er andern Beobachtern verdankt, 
legen die Einleitungen nicht nur im allgemeinen dar: 
bis ins Einzelne verzeichnen die Anmerkungen alles Be¬ 
nutzte, auch jede Entlehnung aus, jede Abweichung von 
zeitgenössischen Reisewerken, Schriften, Briefen u. s.w. 
Ein Uebriges aber ist in dankenswertester Weise da¬ 
durch geschehen, dass für die beschriebenen Kunstwerke 
jeweilen noch die neuesten Forschungen von Furtwängler, 
Mau u. a. beigezogen werden, die den Nachle^eoden 
zu genussreich-belehrender Vergleichung damaliger ond 
heutiger Kunstbetrachtung mühelos anregen. 

Von den 15 Bänden der zweiten Abteilung sind 
bereits 12 erschienen, so dass wir nächstens im Besitz 
der ganzen Ausgabe sein werden. 

Freiburg i. B. R. Woerner. 

Rudolf Magnus, Goethe als Naturforscher. Vor¬ 
lesungen gehalten im Sommer-Semester 1906 an der Univer¬ 
sität Ilei&lberg. Mit Abbildungen im Text und auf acht 
Tafeln. 836 Seiten. Leipzig, Joh. Ambr. Barth, 1906. 

Von verschiedenen Seiten aus hat man sich neuer¬ 
dings bemüht, einen genaueren Einblick in die Bedeutung 
Goethes als Naturforscher zu gewinnen. Einmal weil 
seit der Herausgabe der naturwissenschaftlichen Werke 
Goethes in der Weimarer Ausgabe derartige Studien 
erst eine zureichende Grundlage erhalten haben. Sodann 
aber erkennt man auch in den Kreisen, die der Natur¬ 
wissenschaft ferner stehen, immer mehr, dass die natur¬ 
wissenschaftlichen Arbeiten des Dichters nicht entbehrt 
werden können, wenn man zu einem vollen Verständnis 
Goethes gelangen will. Was bisher in der Literatur 
vorlag, bezog sich nur auf Analysen der Forscherarbeit 
Goethes auf Spezialgebieten der Naturwissenschaft. Das 
ist begreifiieh, weil entsprechend der überaus mächtigen 
Entwicklung der Naturwissenschaft es besondere Schwierig¬ 
keiten bereitet, die Fachkenntnisse zu besitzen, die zum 
kritischen Eindringen in die fast das Gesamtgebiet der 
Naturwissenschaften nmfa senden Werke Goethes not¬ 
wendig sind. Bedenkt man ferner, dass eine Studie über 
Goethe als Naturforscher naturgemäss eine hinreichende 
Kenntnis Goethes als Dichter und vorbildlichen Menschen 
voraussetzt, so kann es nicht Wunder nehmen, wenn wir 
bisher ein Buch über Goethe als Naturforscher nicht 
besessen haben. 


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1907. Literatnrblatt für germanische and romanische Philologie. Nr. 5. 


150 


Magnus hat mit seiner Monographie ein wertvolles 
Werk geschaffen. Offenbar kam ihm dabei zu statten, 
dass sein Spezialfach, die Pharmakologie, eine weit¬ 
gehende Orientierung in den anorganischen wie in den 
biologischen Naturwissenschaften notwendig macht. Das 
intensive, philosophische Interesse, das die Heidelberger 
Naturwissenschaftler augenblicklich erfüllt, machte ihn 
noch geeigneter, das wissenschaftliche Lebenswerk Goethes 
in anschaulicher Weise klar zu legen. Natürlich wird 
der naturwissenschaftliche Laie einige Schwierigkeiten 
haben, den Fachausführungen zu folgen. Doch hat Magnus 
durch leicht fassliche Einführungen sich bemüht, das Ve^- 
ständis möglichst zu erleichtern. 

ln der Einleitung gibt Magnus einen Ueberblick 
über die Quellen, über die Eigenart Goethescher Natur¬ 
forschung und weist in sehr interessanten Ausführungen 
auf die Analogie zwischen Goethe und Lionardo da Vinci 
in Bezug auf harmonische Vereinigung von Kunst und 
Naturwissenschaft hin. Dann folgt ein sehr instruktiver 
Ueberblick über das Leben Goethes, des Naturforschers. 
Und nun ziehen in anregender Darstellung die botani¬ 
schen, anatomischen, physikalischen und physiologischen 
Studien an uns vorüber. Mineralogie, Geologie und 
Meteorologie werden kurz durchgesprochen, üeberall 
erfahren wir, wie die moderne Wissenschaft sich zu 
Goethes Arbeiten stellt. Besonders klar wird, inwiefern 
Goethe anf die Weiterentwicklung der Wissenschaft Ein¬ 
fluss gewonnen hat. 

Es muss anerkannt werden, dass Magnus mit der 
ehrerbietigen Bewunderung vor dem grossen Meister 
eine strenge Kritik und sachliche Objektivität verbindet. 
Den Höhepunkt scheint mir seine Darstellung bei der 
Besprechung der Farbenlehre zu erreichen. Man er¬ 
kennt unschw^er, wie das gewaltige Ringen um optische 
Naturerkenntnis tief in des Dichters Veranlagung be¬ 
gründet war und wie seine Farbenlehre zu den Funda¬ 
menten der modernen, physiologischen Optik geworden* ist. 

Endlich sei darauf hingewiesen, dass der Wert des 
überaus lesenswerten Buches noch durch die Aufnahme 
sonst schwer zugänglicher Abbildungen erhöht wird und 
dass ein sorgfältiges Register beigefügt ist. 

Berlin. Martin Jacoby. 


A. Askenasy, Die Frankfurter Mundart nnd ihre Lite¬ 
ratur. Frankfurt a. M., Knauer 1904. 359 S. 8®. M. 5. 

Das vorliegende Werk besteht aus zwei Teilen. Der 
zweite gibt ein sehr wertvolles, ungemein reichhaltiges 
Verzeichnis von Texten, die in Frankfurter Mundart ab¬ 
gefasst sind. Der erste, viel umfangreichere breitet die 
Mundart selber vor uns aus und zwar hauptsächlich, nach 
sachlichen Gruppen geordnet, ihren Wortschatz, während 
die Uebersicht der „grammatikalischen Eigentümlich¬ 
keiten“ nur wenig Raum einnimmt. Auch dieser sprach¬ 
liche Teil ist recht wertvoll, freilich nicht in dem Masse, 
wie man es wohl wünschen möchte: „literarisch nicht 
belegte Wörter sind nur vereinzelt aufgenommen, wenn 
sie sehr gebräuchlich sind. Eine abschliessende Bear¬ 
beitung zu liefern, konnte dem Verfasser, der weder 
Philologe noch geborener Frankfurter ist, nicht in den 
Sinn kommen“. Daraus kann man dem Verfasser natür¬ 
lich keinen Vorwurf machen, und so darf es nur humo¬ 
ristisch berühren, wenn sich in der grammatischen üeber- 
sicht folgende üeberschriften finden: „überfiüssige Buch¬ 
staben“ (z. B. heint für heute^ schilchen für s -kielen)^ 
«fehlende Buchstaben“ z. B. Piff für P/iffy Schiller¬ 


häuser für Schilderhäuser)^ „geänderte Buchstaben“ 
(z. B. Aerjemusz für Aergerniss^ Renftche für Bänd¬ 
chen), 

Dass seine Sammlung niclit vollständig sei, nimmt 
Askenasy selber mit Bestimmtheit an. Bei flüchtigem 
Blättern in Stolze’s Gedichten (17. Aufl., 1895), Bd. I, 
habe ich mir folgende Wörter angemerkt, die in A.’s 
Wörterverzeichnis fehlen: Aeppelranze 347, Frei-Hääs 
332, gestoppelt 141, Hin- un Hergezacker 141, Hipper 
145, hopperfs 338, iwwernuppe 337, Käste 337, Küchels 
337, Menschespiel 140, putnpse 146, Rutsch 141, 
Schnipper 145. 

Von besonderem Interesse sind die Hinweise auf die 
Sprache des jungen Goethe. 

Giessen. 0. Behaghel. 


Mieser Kräuter- und Arsneibuch. Heraasgegeben v. Georg 

Schmidt (= Beiträge zur deutsch-böhmischen Volkskunde. 

Bd. V, Heft 3). Prag, J. G. Calve, 1905. XIV, 66 S. 

In der Familie Reisser zu Mies war durch mehrere 
Generationen hindurch der löbliche Brauch in Uebung, 
in die Kalender regelmässige Einträge über Familien¬ 
angelegenheiten, Zeitereignisse, Witterungserscheinungen 
u. s. w. zu machen. Wir besitzen allein von A. M. Reisser 
(t 1804) aus der Zeit von 1749—1803 noch 30 solcher 
Kalender, denen sich dann andere von seinen Söhnen und 
Enkeln anschliessen. Von einem Mitglied dieser Familie, 
Ignaz R. (1766—1841), stammt wahrscheinlich auch das 
handschriftlich am 9. Febr. 1787 vollendete Kräuter- 
nnd Arzneibuch, das ein wertvolles Dokument volkstüm¬ 
licher Heilkunde ist, umso wertvoller weil es örtlich und 
zeitlich genau fixiert ist. Der Herausgeber hat den Text 
wortgetreu wiedergegeben und in den Anmerkungen zahl¬ 
reiche Belege gesammelt, welche über die sonstige Ver¬ 
breitung der hier genannten Mittel orientieren. Im 
allgemeinen beschränkt er sich dabei auf Böhmen, das 
Vogtland, Tirol und Bayern, wohl mehr aus praktischen 
als aus sachlichen Gründen, denn die Anwendung dieser 
Mittel ist auch im übrigen Deutschland in ganz ähnlicher 
Weise erfolgt. Die ältere Literatur — Schmidt be¬ 
schränkt sich auf die von Pfeiffer herausgegebenen 
Arzneibücher — hätte wohl etwas reichlicher heran¬ 
gezogen werden dürfen, namentlich der doch auch noch 
ins bayrische Gebiet gehörige Konrad von Megenberg, 
bei welchem sich manche auffallende Parallele zu den 
Mieser Rezepten findet. Wie wir hier bei der Nieswurtz 
lesen (I, 42): „es erfordert starke Leuth“ so heisst es 
auch bei Megenberg (ed. Pfeiffer, S. 399, 31): ez zimi 
neur manlichen läuten und starken jungefi läuten u. s. w. 
Auch das Fledermausblut als Enthaarungsmittel (II, 
31), wozu Schmidt weitere Belege nicht anzugeben ver¬ 
mag, ist schon Megenberg (227, 7 f.) bekannt; dazu 
hätte dann aus Schwaben noch die verwandte Anschau¬ 
ung verzeichnet werden können, dass der Urin der Fleder¬ 
maus Kahlköpfigkeit bewirkt (vgl. Wuttke 628). 

Giessen. Karl Helm. 


Marias Rristensen, Fremmedordene i det mldste 
danske skriftsprog (för omtr. 13G0). 79 S. 8®. Koben- 
havn, det Schubotheske forlag, 1906. 

Kristensen hat sich einer dankenswerten Aufgabe, 
die Fremdwörter der älteren dänischen Schriftsprache 
zu sammeln, mit Geschick und Sachkenntnis unterzogen. 
Die in Betracht kommende Zeit reicht bis gegen 1300, 
die Literatur besteht hauptsächlich aus Gesetzbüchern, 
Kräuter-, Stein- und Kochbüchern. Eine bedeutsame 


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151 


1907. Literatorblatt für germanische and romanische Philologie. Nr. 5. 


152 


Gruppe der Lehnwörter bilden die ans dem Englischen 
(§ 16—19), die meisten ans dem Altenglischen, seltener 
ans dem Mittelengl., unter ihnen ein Teil, der ins Engl, 
selbst ans andern Sprachen eingedrnngen ist, es sind 
dies hauptsächlich Wörter der Kirchenspracbe. Es zeigt 
sich also hier der grosse Einfluss, den die englische 
Mission auch auf Dänemark gehabt bat. Für das Alt¬ 
westnordische habe übrigens, ausser Taranger, auch ich 
diesen Einfluss in meiner im selben Jahr (1900) wie 
Tarangers Arbeit erschienenen Abhandlung *Die altnor¬ 
dische Sprache im Dienste des Christentums, I. Prosa 
(Acta germanica I, Heft 4), behandelt. Diese Arbeit 
scheint Er. nicht zu kennen, wenigstens erwähnt er 
sie nicht. In der Einleitung habe ich dort die kirch¬ 
lichen Wörter znsammengestellt, von denen ich annehme, 
dass sie aus dem Aengl., resp. Mengl. stammen, oder 
aus dem As., ferner die, bei denen es zweifelhaft er¬ 
scheint, ans welchem der beiden Dialekte sie eingedrnngen 
sind. Diese Wörter decken sich zum Teil mit den alt- 
dän. Es braucht übrigens ein Lehnwort, das im Westn. 
englisches Lehnwort ist, dies nicht auch im Dän. zu sein, 
wie Er. solches einigemale annimmt, sondern kann auch 
ans 46m Ndd. stammen, wie z. B. awestn. klatistr 
gegenüber adän. klöstcer zeigt, was Er. selbst S. 30 
angibt. Das j in kirkice, kyrkice (S. 29 f.) scheint eher 
auf das ae. palatale k in cyrice hinznweisen als auf das 
as. kirike, worauf W. Braune AG. I, S. 317 Anm. 1 hin¬ 
weist, vgl. auch das Verhältnis von almysse zu almusse, 
womit qlmussa hätte verglichen werden können (AG. I, 
S. 317); scriuce (S. 32) kann wohl ebensogut vom ae. 
Serif an stammen wie vom as. skrtban, vgl. Elnge, 
Pauls Grdr.^ 1, 344 b. Ein Hinweis auf die Behandlung 
der Wortsippe durch Zimmer, Zfda 36, 145 ff., wäre 
erwünscht gewesen. Zum adän. nbbat (S. 33) stellt sich 
die awestn. Form abbaUj auf deren wahrscheinliche Her¬ 
kunft ans dem Lat. bereits H. Henning, AG. I, 316 
Anm. 1, hingewiesen hat: altari (S. 33) könnte ebenso¬ 
gut auch wie direkt aus dem Lat. ans ae. altdre^ oder 
as. alt Ar i stammen, und diaucel könnte auch durch Ver¬ 
mittlung des as. diabol eingedrungen sein.. 

Nachdem Er. so die Lehnwörter ans dem Ae., dem 
As., und die direkt aus dem Lat. stammenden behandelt 
hat, geht er zu der wichtigsten und umfangreichsten 
Eiasse über, zu den mndd. Lehnwörtern. In die Sprache 
der Gesetze beginnen sie ihren Einzug zu halten in der 
2. Hälfte des 12. Jahrhunderts, zur Zeit der aufstreben¬ 
den Hansa (S. 14 f.). Dieser Einfluss wird stark und 
stärker bis zum Eindringen deutscher Endungen wie 
•celsice) und -eri (S. 16). Die eindringenden Worte sucht 
der Verf. in Bedeutungsgimppen unterzubringen, so dass 
wir einen guten Ueberblick über die Gebiete erhalten, 
auf denen sich diese neue Eulturströmung besonders 
geltend machte. Solche sind z. B. die höflsche Sprache 
heertugh usw.), Becht und Staatsrecht {roeicfr^ 
aldcsrmann^ undeerdanugh usw.), Handwerk {skreddeer^ 
tymbermann usw.), Handel {krembceri^ liispund usw.), 
Mode Qioemeth)^ Heilkunde (quicksilf^ krampee usw.). 
Dass füi’ einige Gebiete, wie fürs Kriegswesen, sich nur 
wenige Beispiele Anden (orlugh), mag seinen Grund in 
der Beschaffenheit der Quellen haben. Aher nicht nur 
Substantiva dringen ein, sondern auch Verba (plceghae^ 
skcBndce) und wenige Adjektiva und Participia. Ausser 
den schon erwähnten Suffixen -eise, -ere, spielen dann 
die urspr. ndd. -an, cen; -ugh, dgh, teilweise mit alter 
nordischer Bildung zusammenfallend; -celik] dik{oer) eine 


bedeutsame Rolle, ebenso wie einige Präfixe wie das 
schwachbetonte /br-. Man sieht den gewaltigen Ein¬ 
fluss, den das Ndd. bereits vor 1300 auf das Dänische 
ausübte, der in später Zeit noch wachsen sollte. Die 
Arbeit Kr.’s ist somit auch für die besondere ndd. 
Sprachforschung von Wichtigkeit. 

Heidelberg. B. Eahle. 


A Middle English Reader. Bdited, with Graromaticil 
Introduction, Notes and Glossary. By Oliver Farm 
Emerson. A. M., Ph. D., Professor of Rhetoric and En- 
glish Philology in Western Reserve University. New York, 
The Macmillan Company, 1906. CXIX + 476 pp. Intro- 
dnetion price | 1.90. 

This Middle English Reader is intended, as stated 
in the author’s Preface, to serve as an introdnetion to j 

the langnage and literatnre of the period extending fron I 

1100 to 1500. It consists of a Grammatical Introduc- 
tion of one hundred and six pages, devoted to the Lan- 
guage and the Dialects, Orthography and Pronunciation, 

I Phonology, and Inflexions; selections representative of 
the dialects in their pnrity, and accompanied by expla- 
natory Notes; a Glossary prepared on the basis of the 
Midland dialect, but inclnding in alphabetical order all 
words not found in the Midland selections, with cross- 
references when necessary to the forms of the other 
dialects; and a list of Irregulär Verbs. 

The Introduction is, so für as I know, the best 
outline of Middle English grammar that has appeared 
in English, presenting clearly and accurately the main 
facts of the Midland dialect, with appropriate notes on 
the Principal variations of the other dialects. If it, oa- 
turally, owes much to Morsbach’s ME. Grammatik as 
well as to other special stndies of the period, tbia mm- 
mary cannot be too highly coromended far its systematic 
' arrangement of the material and concise presentation of 
the subject. 

• As to the selections, tiie anthor is to be coogra- 
tulated on having cbosen texts which not only are based 
on the best mannscripts, but are in many cases not 
readily accessible to the teacher or the Student in other 
books. It is, indeed, refreshing to find a man who bas 
the taste and judgment to bring out new selections in 
a time when every year sees the appearance of a new 
edition of some simple work like *The Lady of the Lake, 
annonnced as it were with the blare of publishers* tnun* 
pets and overloaded with commonplace notes and criti 
cisms! In the Midland dialect, to which most space 
has very properly been given, are thirteen selections, I 
taken for the most part from Midland of the thirleenth | 
and fourteenth centuries, Early East Midland being re- | 
presented by extracts from only The Peterborough 
Chronicle and The Ormulum, In the Northern dialect 
are The Death of St. Andrew^ The Signs of the Doom, 
with extracts from The Cursor Mündig Richard Rolle, 
Lawrence Minot, and Barbour’s Bruce. Next comes 
the Southern dialect, inclnding Kentish, with eight se¬ 
lections, amoiTg which may be mentioned those from 
The Poema Morale, The Life of Saint Juliana, Old 
Kentish Sermons, and The Ayenhite. Last of all is 
the Dialect of London, which is represented by The 
English Proclamation of Henry III., Adam Davy’s 
Dreams about Edward II., The First Petition to Par- 
liamenf in English, and Chancer’s Tale of the Par- 
I doner. 

I The Notes on each selection give a brief account 


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153 


1907. Literatnrblatt für germanische and romanische Philologie. Nr. 6. 


154 


of tbe text, the dialect, the anthor, the time and place 
of composition, witb comments on difficnlt passages and 
references to the bibliograpby of the snbject 

1 have noted the following typographical errors: 

Intro. p. xxix, Note 1, for show read shows; p. Ixv, 
Note, for sJfc < OE. 8c\ read s < OE. 8C; p. Ixxiii, 
Note 2, strike ont Nth. in *with ML. Nth. c^ld from 
OAng. cäld*; p. Ixxix, 'the distinctions of grammatical 
gender . . . was [read u^ere] qoickly lost*; p. Ixxxi, for 
tbe plnral of nonns read es, not e; p. 21, 1. 17, for he 
read hif; p. 62, 1. 21, for 8Qpe read 8öße; p. 79, 1. 4, 
for hSre read here; p. 340, for OE. hrgche read brgce\ 
p. 367, for forwerpen, etc., read forwerpeti; p. 390, 
for Uac read l^ac; p. 391, for lie8on read h€8an, p. 419, 
for TQW read räw ; p. 445, for ‘infl. by |)enchen, 8eem\ 
read ‘infl. by |)enchen, think\ 

The Glossary fails to record: dge, which occnrs in 
tbe text, p. 214; deppen^ 'embrace*, forms from which 
are fonnd on pp. 39, 40, 41; ‘boy’ as one of the meanings 
of ME. cnäVBy in the text, pp. 77, 78, 79, 83; d^rltche, 
in ibe text, p. 196; farouten^ in the text, pp. 172, 173; 
bqryng, praise’, in the text, p. 102; mildnes, in the text, 
pp. 102,103; 8pending, in the text, p. 134; peine8 < OE. 
in the text, pp. 186, 187. 

Here and there appear a few inaccnracies and er¬ 
rors of Statement. Thns, p. Ixviii, granbed that Scot- 
landy ScoUisch owe their sc to the Northern Scot^ this 
fact does not explain the form Scot itself; p. 392, lat 
is tbe pr. 3 sg. of htdtn, not of Uten\ hilaven, p. 334, 
and Wtw, p 337, are incorrectly classed as infinitives; 
p. 343, chartre^ charytB^ and e8chäpe{n\ p. 358, are 
from Central, not Norman, French; p. 382, h% is not 
an infinitive, bat a substantive, occnrring in the ex- 
preasion 'in ht = ‘in haste’, p. 141, 1. 19. 

As is evident from the nomerons references to Old 
English grammar and forms of the earlier period, this 
book is intended primarily for those who have some 
knowledge of Old English; and if preceded by the study 
of so excellent a text-book, for instance, as Bright’s 
Anglo-Saxon Reader, Professor Emerson’s work will do 
mach toward gniding the Student through the labyrinth 
of the Middle English dialects, while lightening at the 
same time the task of tbe instructor in the special 
period of which it treats. 

Louisana State University. William A. Read. 

Frans Stossberg, Die Sprache des altenglischen Mar- 

tTTologioms. Bonn, P. Hanstein. 1905. 1% S. M. 6. 

Das altmerciscbe Martyrologium, dessen Sprach- 
charakter bereits der letzte Herausgeber Herzfeld (EETS. 
116, 1900) im wesentlichen richtig skizziert hat, wird 
von Stossberg einer sehr eingehenden grammatischen Be¬ 
handlung, namentlich in bezug auf den Lautstand, unter¬ 
worfen. Als neues Resultat kann die am Schluss gegebene 
genauere Darstellung des Handschriftenverhältnisses und 
der allmählichen Abnahme des anglischen Elements unter 
den Händen westsächsischer Schreiber gelten; auch wird 
eine vollständige Durcharbeitung des Sprachstoffes vom 
Standpunkt der neuesten Forschung, d. h. für die Lautlehre 
im engen Anschluss an Bülbrings Elementarbach, nicht 
miwillkommen sein. — Auf den Wortschatz ist St. nicht 
mngegangen; vielleicht wären Herzfelds interessante Be¬ 
obachtungen über hierauf bezügliche Unterschiede zwischen 
den Hss. B u. C, die für die Kenntnis des anglischen 
mid Wests. Wortschatzes lehrreich sind, noch zu ver¬ 
vollständigen gewesen. Zn Stossbergs fleissigen und i. a. 


sorgfältigen Aufstellungen seien folgende Einzelheiten 
angemerkt. 

S. 14 Z. 7 V. 0 . gesegnade wäre als Fremdwort 
konsequenterweise abzusondern. — S. 39 Z. 11 v. o. 1. 
drüwung statt prüwung. — S. 52, § 42. Die Her- 
leitung von Sode aus *iföda lässt sich nicht** mehr auf¬ 
recht erhalten, vgl. Holthausen I F. 14, 342. — S. 59 
Z. 17 V. u. genotn dürfte wohl mit Sievers Gram. § 390 
lang anzusetzen sein (mit Länge nach Analogie des 
Plurals). St. nimmt ja auch in €{w)ofn Länge an (§ 53). 
S. 73 Z. 4 V. 0 . 1. gyrstan, — § 75. Aus Absctoitt a 
(i-Umlaut von urgerm. ö) sind nach c (i-Umlaut von ur- 
germ. an vor Spirant) zu versetzen: Sßian ‘atmen’ (< *an- 
pUj vgl. orop < uz-anp- Sievers Gram. § 43 an. 4) und 
fspe-Uas 'unfähig zu gehen* (zu fSpe n. ‘das Gehen’, as. 
fathi vgl. ahd./ewdeo‘Fussvolk*, also <i*fanpja-). Auch 
6ele ‘Kälte’ Mart. 20, 11 (ne. chül) hat nicht t-Umlaut 
von ö. — S. 88. Part, gesewen bat doch nicht f-Umlaut 
von »\ Derselbe Fehler begegnet S. 153, § 176 gegen 
Schluss. — S. 126, § 147. In nShst liegt natürlich nicht 
‘westgerm.’ au zugrunde. — S. 157. Unter I 5 ist statt 
§ 8 § 81 gemeint. 

Heidelberg. Richard Jordan. 


D. H. Lambert, Cartae Sbakespeareanae, Shake¬ 
speare Documents, a cbronological cataloj^e of extant 
evidence relating to the life and works o! William Shake¬ 
speare. London, George Bell and Sons, 1904. Kl. 8*. XU 
.und 107 8. 

Das Büchelchen enthält eine sehr praktische, über¬ 
sichtliche Zusammenstellung aller auf Shakespeare be¬ 
züglichen Dokumente bis zum Erscheinen der ersten Ge¬ 
samtausgabe seiner Werke: die Einträge in die Strat- 
forder Kirchenbücher, Urkunden, Eintragungen in die 
Liste der Bachhändlergilde, Titelblätter und Widmungen 
seiner Werke, Aeusserungen von Zeitgenossen über Shake¬ 
speare u. B. w. — also die zuverlässige Grundlage für 
die Shakespeare - Biographie. Eine angenehme Beigabe 
sind die Nachbildungen von Bildnissen und Titelblättern. 
Die neuesten Entdeckungen fehlen natürlich noch. 

Ich möchte wünschen, dass diese Dokumente künftig¬ 
hin die alleinige Grundlage bieten für die Darstel¬ 
lung des äusseren Lebensgangs Shakespeares. Es ist 
sonderbar, dass es den meisten Biographen einfach nicht 
gegeben ist, sich an dieser freilich spärlich fliessenden 
Quelle genügen zu lassen. Freilich lässt sich daraus 
nur ein dürftiges Lebensbild gewinnen, aber es hat vor 
den phantastischen Biographien den Vorzug der Zuver¬ 
lässigkeit voraus. Von italienischen Reisen z. B. wird 
in einem solchen Lebensbild keine Rede sein, auch nicht 
von den neuerdings behaupteten Reisen nach Holland 
und Dänemark (vgl. Garnett u. Gosse, English Lite- 
rature II, 199 ff.). Auch die alte, heiss umstrittene 
Frage, ob Shakespeares Ehe glücklich oder unglücklich 
war, käme dann zur wohlverdienten Ruhe. Ich weise 
nicht, warum es bei Shakespeare so schwer sein soll, 
sich nicht einen Roman auszudenken. Freilich, wer 
sich vornimmt, eine umfängliche Biographie zu schreiben, 
ist in schlimmer Lage. Die im vorliegenden Bändchen 
auf geringem Raum gebotene nackte Zusammenstellung 
der Tatsachen muss, meine ich, ernüchternd wirken 
auf jeden mit noch so lebhafter Phantasie ausgestatteten 
Shakespearebiographen. Die herzerfrischende Abhandlung 
von Delius über den Mythus von Shakespeare (1851) 
ist leider immer noch beachtenswert. 

Giessen. Wilhelm Horn. 


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1907. Literatorblatt für germanische und romanische Philologie. Nr. 5. 


156 


Beadings on Shakespeare illastratiye of the poet’s art, 
plots and characters. Ein Lesehnch für höhere Scholen, 
inshesondere Gymnasien ond zom Selhststodiom. Von Dr. 
J. Hengeshach, Oberlehrer am Königl. Gymnasiom zu 
Paderborn. Berlin 1001. R. Gaertners Verlag (H. Heyfelder). 
M. 2.40. 

Das Bach bezweckt mit Rücksicht darauf, dass nach 
den Lehrplänen der preossischen Gymnasien vom Jahre 
1001 im wahlfreien englischen Unterricht der drei obersten 
Klassen, wo höchstens im letzten Jahre ein oder zwei geeig¬ 
nete leichtere Schriftsteller behandelt werden, aber keines¬ 
wegs Shakespeare gelesen werden kann, hauptsächlich in der 
eschilderten Weise unterrichtete Gymnasiasten in den Geist 
es gossen Dichters einzuführen. Es muss daher immerhin 
als ^ recht dankenswertes Unternehmen bezeichnet werden, 
dass der Herausgeber neun geistreiche Essigs, nämlich In¬ 
haltsanalysen, einfache oder vergleichende Charakteristiken 
und eine Zusammenstellung trefflicher Lebensbilder englischer 
Könige, zu einem Ganzen vereinigt und so dem Schfier ein 
für ihn völlig ausreichendes Bild Shakespeares gezeichnet hat. 
Acht hervorragende Shakespeare-Kenner, unter denen sich auch 
einige Amerikaner befinden, haben an der Arbeit mitgewirkt. 
Dem Berichterstatter haben ausser den eben erwähnten Por- 
traits of English Kings von E. Dowden, mit denen das Werk 
beginnt, besonders Nr. 8 Plutarch and Shakespeare von R. Cb. 
French, worin das Abhängigkeitsverhältnis des Dichters von 
Plutarch in seinen Römerdramen und vorzugsweise in Julius 
Caesar klargelegt wird, Nr. 6 Hamlet und Nr. 0 The Tempest 
von Cyril Ransome, sowie Nr. 8 Macbeth von L. A. Sherman, 
in denen die Kunstform des Dichters überall gebührend her- 
vorgeboben wird, zogesa^. Erwähnen wollen wir noch, dass 
die einzelnen Stücke in durchweg gutem Englisch geschrieben 
sind und keine für den Schüler unverständliche, gelehrte sach¬ 
liche oder sprachliche Bemerkungen enthalten, auch sich in 
fruchtbarer Weise für den deutschen Unterricht der Primaner, 
die meist die hervorragendsten historischen Dramen Shake¬ 
speares nach der Schlegel - Tieck'schen Uebersetzung kennen, 
verwenden lassen. Jedenlalls werden durch Hengeshäch's Werk 
die an manchen Lehranstalten noch bis in die neueste Zeit 
hinein gebrauchten ähnlichen Auszüge und Ersählungen, nament¬ 
lich die der Geschwister Lamb. wenigstens mit der Zeit wohl 
ganz verdräng werden, was für den Unterricht nur von Vor¬ 
teil sein würde. 

Die kurze dem Buche vorgescbickte Bibliographie nebst 
den am Schlüsse beigefügten erklärenden Zusätzen erhöben 
die Brauchbarkeit der Arbeit noch wesentlich. 

Karl Löschhorn. 


L. Kellner, Lehrbach der englischen Sprache für 
Mädchenlyceen. Berlin 1902. Verlag von J. Springer, 
gr. 8®. IV u. 238 S. M. 2. 

Das Buch verdient wohl empfohlen zu werden, zumal es 
unter völliger Verwerfung der alten grammatisierenden Unter¬ 
richtsmethode vor allem Sprachgewandtheit bei den Schülerinnen 
zu erzielen bestrebt ist. Die Einteilung der Arbeit ist der¬ 
artig, dass zunächst der Lesestoff abgedruckt ist, weiter die 
Vokabeln zu dem englischen Text nebst einigen deutschen 
Uebungsstücken folgen und zuletzt (S. 124—205} eine vielfach 
mit den Lesestücken in Verbindung stehende ausführliche Dar¬ 
stellung der Grammatik gegeben wird. Diese beginnt mit der 
Lautlehre und schliesst mit der Wortbildung. 

Hervorbeben wollen wir noch als besonders dankenswert, 
dass Verf. die englische Aussprache recht genau berücksichtigt 
und in den gewählten syntaktischen Beispielen vielfach die 
beiläufige Erlernung einer ganzen Anzahl häufig vorkommen¬ 
der Phrasen im Auge gehabt bat 

Das beigefügte genau gearbeitete Wörterverzeichnis er¬ 
leichtert die Benutzung des gediegenen Baches wesentlich. 

Karl Löschhorn. 


O. Schulte-Gora, Altproyenealisches Elementarbnch. 

(Sammlung romanischer Elementarbücher. 1. Reihe. 8). 

Heidelberg, C. Winter, 1906. X u 187 S. Kl. 8®. 

Das Erscheinen dieses gediegenen, zwar elementaren, 
aber doch im ganzen auf der Höhe der Zeit stehenden 
Büchleins kann nur willkommen geheissen werden. Bis 
jetzt hatte der Anfänger mit giessen Schwierigkeiten zu 
kämpfen, wenn er sich in die literarisch wie linguistisch 
gleich wichtige Sprache der Troubadours einarbeiten 


wollte. Zwar kam ihm die AppePsche Chrestomathie 
durch die sorgfältig aasgearbeitete Einleitung und das 
musterhaft angelegte Glossar bis zum halben Weg ent¬ 
gegen; aber einen Ueberblick über den lautlichen Anf- 
ban der altprovenzalischen Sprache, über ihre syntak¬ 
tischen Eigentümlichkeiten u. s. w. konnte er sich nur 
mühsam durch ausgedehnte Lektüre der im allgemeinen 
recht schwer zu verstehenden Texte und durch Studinm 
grammatischer Werke allgemeinen Cliarkters, wie Diez 
oder Meyer-Lübke, erwerben. Von nun an braucht er 
bloss das vorliegende Büchlein gründlich zu studieren. 

Er hat nun für das Altprovenzalische ein Hilfsmittel, 
wie er es für das Altfrz. in seinem Schwan • Behrens 
schon lang besessen hat. Es bietet ihm in maoclier 
Hinsicht noch mehr, da auch ein Abschnitt über Wort- 
bildnngslehre, einer über Syntax und eine Sammlnog 
sehr passend ausgewäblter, leichter Texte darin zo 
finden ist. 

Andrerseits ist es allerdings, wie es dem Charakter 
der Sammlung, der es angebört, entspricht, etwas el^ 
mentarer gehalten als die erwähnte altfrz. Grammatik. 
Statt einer die einzelnen Paragrapbe begleitenden ans- 
fübrlichen Bibliographie hat es nur im Anfang eine all¬ 
gemeine bibliographische Uebersicht, die dem Anfänger 
ja vollauf genügen wird. In das Für und Wider strit¬ 
tiger Fragen lässt es sich noch weniger ein als jene. 
Wenn es sich aber auch sonst noch nicht ganz mit ihr 
messen kann, so ist das aus drei Gründen sehr begreif¬ 
lich. Erstens hat Schwan-Behrens erst durch langjährige 
Bemühungen des jetzigen Bearbeiters und durch roaonig- 
facbe Mitarbeit anderer Gelehrten seine heutige, in viel¬ 
facher Hinsicht mustergiltige Gestalt bekommen. Zweitens 
sind für das Altfranzösische unvergleichlich mehr Vor¬ 
arbeiten und Materialsammlungen vorhanden, die benutzt 
werden konnten. Drittens sind für das Altfranzösische 
die sprachgeographischen Verhältnisse viel klarer, ilt 
die altfrz. Autoren im grossen und ganzen in ihrem 
heimatlichen Dialekt schreiben. So konnte hier ein be¬ 
stimmter altfranzösischer Dialekt, der der De de France, 
obwohl literarisch und linguistisch von untergeordneter. 
Bedeutung, zugrunde gelegt werden. Von diesem festen 
Stützpunkt aus ist dann durch Berücksichtigung der unter¬ 
scheidenden Züge auch ein Eindringen in die Verhält¬ 
nisse der andern altfrz. Mundarten möglich. Ganz an¬ 
ders im Provenzalischen, wo über den Dialekten eine 
wirkliche Schriftsprache steht, die Merkmale verschiede- i 
ner Mundarten vereinigt, aber darin keine Konsequenz 
aufweist und wie ich im Gegensatz zu Sch.-G. § 6 ur¬ 
teile, kein einheitliches Gepräge zeigt, wenigstens bei 
weitem kein so einheitliches Gepräge wie die modernen 
Schriftsprachen. Diesen Umständen muss der Verfasser 
einer altprovenzalischen Grammatik Rechnung tragen 
und seinen Leser auf die mundartlichen Differenzen auf¬ 
merksam machen. Das tut nun der Verf. auch öfter, 
z. B. § 80 b für caicha^ § 82 b für ct > ch/it ; aber 
noch lange nicht oft genug: z. B. nicht bei der Be¬ 
handlung des intervok. d (Bewahrung, ^ oder § 77a; 
nicht bei intervok. j (S. 52) und dj (S. 54), das nach 
ihm „ein i ergibt, das vielleicht ein / Laut gewesen ist“. 
Dagegen sprechen Schreibungen wie moffer, pogei und 
die heutigen Verhältnisse: Mistral weist neben t-Formen 
für modiolu u. medianu solche wie langued. mijoul 
(d. h. midzul), langued., lim. meja (= medza) auf. 
Klarere Aufschlüsse über die geographische Verteilung 
der beiden Reflexe würden sich bei Heranziehung des 


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1907. Literatnrblatt f&r germanische and romanische Philologie. Nr. 5. 


158 


Gilli^ron'sehen Atlasses ergeben; ich verweise auf die 
Karte: que nous ayons. appuyi scheint im weiten Um¬ 
fang franzisiert zn sein, doch stehen noch als Reste ein 
apüdza and ein apudza, jenes in der Aavergne (812), 
dieses im Limousin (707); wenn man, was allerdings 
sehr zweifelhaft ist, intervokalisches gj ohne weiteres 
zn / and (f/, schlagen dürfte, so gäbe die Karte essayer 
weitere wertvolle Belehrungen. — Desgleichen liegt eine 
dialektische Entwicklung dem Wandel ll > r.(§ 90), der 
sich besonders im Auslaut findet, zugrunde. Vf. meint, 
das Ul in belh sei zunächst dort entstanden, wo die Form 
htUi sich vor vokalischem Anlaut befanden hätte: heüi 
et batii > belh e bo^ von hier aus Uebertragung in den 
Singular und auf Wärter mit Suffix -ellu. Ich verweise 
auf ML I S. 457 und frage, wie Sch.-G. die 1. Person 
apelh (im Reim: Appel, Chr. 578), ferner Formen wie 
cabelhf eaveUh, nulh^ aber auch sadolhar^ galhinö^ me- 
zdUia^ maieelha mit seiner Ansicht in Einklang bringt. 

Auch sonst hätten die modernen Dialekte manche 
wichtige Aufklärung geboten. Die Frage (§ 86), ob 
man aujol glaujol oder aviol glaviol zn lesen babe^ 
wird durch die modernen Formen audzqu glaudzqu, 
audzol glaudzol, auyol glauyol ohne weiteres im Sinne 
der ersten Möglichkeit beantwortet. Dass altprovz. u 
wie ü gelautet habe, mag immerhin zweifelhaft erschei¬ 
nen, wenn auch die von Sch.-G. erwähnte Dissimilation 
nuu> niuy puuzela >piuzela dafür zu sprechen scheint. 
Dass es aber nicht angeht, das aus o entstandene u in 
den Nebenformen murir etc. (S. 11) von dem aus ti her- 
rnhrenden zu trennen, wie es der Verf. für den Fall 
tot, dass diesem die Aussprache ü beiznlegen wäre, zeigt 
die beute gerade im Limousin weitverbreitete Form 
mun(r), möri(r). 

Hie und da scheint mir die vulgärlateinische An¬ 
satz-Form keine Berechtigung zu haben, so § 68 b *cacii- 
üum, § 82 *fagerey § 96 *excuüare : escoUar kann auf 
romanischer Neubildung (Präfixeinmischung) beruhen, die 
sich unabhängig in mehreren Sprachen vollzog; nqgrum 
(§ 21) als Ansgangsform für nier anzusetzen, scheint 
mir gewagt, da wir selbst innerhalb des provz. nfr 
durch Reim bestätigt finden (Erdm. Rw. S. 7), ein Fe¬ 
mininum nqirUy nieira aber nirgends bezeugt scheint. 
Für *nqira hätte sich ja reichlich Reimgelegenheit ge¬ 
boten, für fffira gibt es kaum eine solche. So finden 
wir denn nur n^gra in Reimstellung. Auch moderne 
Dialektformen weisen darauf hin, dass die Form mit ie 
orsprünglich bloss Maskulin war; beachte den Anlaut in 
GUI. Atl. 816 aber nqyray 815 nqr aber n^ra^ ähn- 
lidi 845, 806 nq aber niro. (Allerdings ist in manchen 
i Gegenden das n auch ins Feminin gedrungen [837, 847] 
und 814, wo für das Masknl. die Konkurrenzform nfgre 
\ angegeben ist, ist es sogar bloss im Femininum bezeugt). 
So wird wohl Raynouard recht haben, der nier vom 
Nomin. niger ableitet, also etwa eine Entwicklung niger 
^ nfer (Schwund des g wie in magis > maa, pagese 
^ paee etc.) > nier annimmt. Dass oire 'Schlauch* 
«ein *üter statt kl. üter zur Basis verlangt“ (§ 33), 
beruht auf einem Versehen, kl. lat. nur üter, — Andrer¬ 
seits ist Sch.-G. hie und da mit den Sternen zu frei¬ 
gebig und versieht z. B. smpectionem § 52, caldus 
§ 96 b, deosum u. dossttm § 97 (letzteres bei Velius 
Longus) mit diesem unverdienten Schmuck. 

Im folgenden noch eine kleine Reihe Einzelbemer- 
knngen und Korrektnren. § 5, Z. 6 1. südöstlicher statt 
südwestlicher*. § 28 ßzql könnte sein i auch einer An¬ 


lehnung an fizar fizansa verdanken. Ich vermisse in 
diesem § nqu (nive). § 31 In penteegsta geht p, wie 
oft, auf griech. Omikron zurück. § 49 In dem i von 
guiren und 8irt>en sehe ich den Einfiuss des i der ehe¬ 
maligen Endung -iente. In diesen Paragraph gehörte 
etwa noch Felip^ devis, erguelh, § 52 Es ist nicht 
ohne Interesse, dass ein zwischentoniger Vokal, wo er 
in unbeeinfiussten Wörtern durch die umgebenden Kon¬ 
sonanten gerettet wird, stets die Lautung e annimmt: 
Petrocorios > PeiregorSy Cadurcinu > Caerciy petro- 
selinu > peireesilh, menesprezar neben tneeprezar. § 68 b 
tnr pt > t wären set, setmana deutlichere Belege ge¬ 
wesen als eecrtt; p mu auch in neuSy mezeus, § 75 b 
für vetulus -veclue hätte eine Regel formuliert werden 
sollen, die auch für selha; usclar, asclOy ^rastulare 
> rqsclar passt. § 82 b essai statt *ei8sai Dissimilation 
oder Einfiuss von zu letzterem (escandiry ressedar 
etc.) und Joste ML I S. 321. § 82 c Dagegen, dass der 
di-hsLUt in domengier sich aus eriu erkläre, spricht z. B. 
*nucariuy wo wir trotz notz noguier haben, heute nugie 
neben nicht beweisendem nuye und nudze, nudzjßy die 
z. T. auch auf nucariu beruhen, z. Tr von ngtz beein- 
fiusst sein können, *rumicariUy -a > roumegueiraj durch 
dessen Einfiuss erst statt romez ein romec romega mög¬ 
lich war. § 94 b Es hätte hervorgehoben werden sollen, 
dass mens mit festem n gegenüber po(n)$, vi(n)8 and 
besonders ge{n)8 nnregelmässig behandelt ist. Es ver¬ 
dankt seine Form wohl der Einwirkung von menre 
menor, während die Nebenform menhs vielleicht auf ein 
*miniHS (nach melius etc.) zurückgeht. § 110 Wirk¬ 
lich sedzey aber dotzey tretze? setzesme M. v. Mont. I97. 
dozentas mit lantkorrektem z App. Chr. 832. § 112 

neben quint : cinquen (Mv Mt I 31 ). dezen ebda ei. § 115 
Man vermisst (hier oder in der Syntax) die Bemerkung, 
dass der Dativ der 3. Person zuweilen durch den Ak¬ 
kusativ ersetzt wird. § 126 ff. (Verbalfiexion). Vieles, 
was in Abschnitt I. ‘schwache Verba* steht, wäre besser 
in das Kapitel 'Allgemeines* aufzunehmen gewesen, da 
es auch für starke Verba gilt. Wenn der Lernende 
zufällig bei einem starken Verb auf eine dieser Eigen¬ 
tümlichkeiten stösst, muss er lange suchen, bis er findet, 
wo davon die Rede ist. § 132, 150 Formen wie can- 
teCy vendecy partiCy pareCy correcy cazec sind doch wohl 
ganz klar. Es ist von ro/c, conoCy deCy cric u. s. w. 
auszugehen. Zunächst mag sich parec nach er ec ge¬ 
richtet haben {pareisser = creisser etc.), dieses als zu 
parer gehörig anfgefasst mag corec veranlasst haben 
{par = cor). Andrerseits waren est^y dqt mit ihrem 
t isoliert, konnten daher leicht unter Einfluss von dgc 
plac etc. es in c verwandeln: estqc dqCy wodurch wieder 
anary vender und nun die andern Verba von I n. III 
gefährdet waren. — S. 100 neben dem jedenfalls sel¬ 
tenen planga wäre die gewöhnliche Form planha (ebenso 
fenhUy tanhUy ponha etc.) anzuführen gewesen, App. dir. 
6122 , 93i 6, BChr"* 583 , 1284 , B. de B.* 766, 2440, M. 
V. Mont, unächtes Lied 845 . — § 154 vauc estauc fauc. 
Das c wird zunächst von diCy trac u. a. auf vau estau 
übertragen sein, nach diesen wurde dann fauc gebildet. 
— Wortbildungslehre. Auf den 8 Seiten, die darüber 
handeln, ist mit vielem Geschick das wichtige und ge¬ 
rade für den Anfänger in Betracht kommende zusammen¬ 
gestellt. Man vermisst vielleicht einige Andeutungen 
über den Gebrauch und die Bedeutung der Präfixe, 
eUy es-, entre-y re- etc. Namentlich auf die einfach 
negierende Rolle von des- in desconoisser, desenansar. 


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1907. Literaturblatt ftlr germanische and romanische Philologie. Nr. 6. 


160 


desbateiat, desconvidat etc. wäre der Studierende auf¬ 
merksam zu machen. Das S. 118 über die Bildung der 
Adverbia gesagte gehörte hierher. § 157 Es dürfte 
doch wohl unnötig sein, perda^ renda, venda als De- 
Yerbalia anzusehen und sie so von frz. perte^ rente, 
venie (und südfi^z. perde, rende, vende?) zu trennen. 
Für tente—tenda scheint man allerdings ohne die 
doppelte Basis tenda - tendita nicht anskommen zu kön¬ 
nen. — Der Abschnitt „Syntaktisches** verdient dasselbe 
Lob. Obwohl er nicht einmal zwei Druckbogen umfasst, 
wird man kaum etwas vermissen, was zu den wesent¬ 
lichen Vorkenntnissen gehört, um Texte zu verstehen; 
höchstens etwa einige Worte über den Gebrauch der 
HilfiBzeitwörter und besonders über die Verteilung von 
aver und esser zur Bildung der zusammengesetzten Zeiten, 
von deren Existenz man merkwürdiger Weise beinahe 
nichts erfährt. Was die Bedingungssätze anbelangt, so 
wäre das S. 130 unten gesagte präziser so ausgedrückt 
worden: ln der nicht-realen Periode (nicht: *im hypo¬ 
thetischen Satzgefüge’) bestehen zwei Möglichkeiten a) 
Nebensatz: Imperf. Ind. — Hauptsatz: Kondlt. a. b) 
Nebensatz: Imperf. Eonj. — Hauptsatz: Kondit. b. Ab¬ 
weichungen finden sich ja unter gewissen Umständen 
(z. B. Hauptsatz im Konjunktiv, wenn er etwa von 
einem Verbum des Fürchtens oder dergl. gedanklich ab¬ 
hängt) und wohl auch gelegentlich ohne solche. Diese 
seltenen Ausnahmen kommen aber gegenüber der er¬ 
drückenden Mehrheit der die Regel befolgenden Fälle 
für den Anfänger nicht in Betracht. Zwischen a) und 
b) dürfte übrigens noch ein Bedeutungsunterschied be¬ 
stehen ; in b) wird die Nicht-Wirklichkeit nachdrücklich 
hervorgehoben, a) hat mehr potentiellen Charakter. In 
dem 1. Beispiel von § 194 ist der ^t/e-Satz (ans Stück 
XIIso) wohl eher kausal: *denn', nicht m der Art, dass’. 

Stücke: IV 29 pieita^ 1. pietat, — IVss das seltene 
referre fehlt im Glossar. — VII 42 die Form sauhi, die 
in der Grammatik nicht erwähnt wird, hätte in einer 
Anmerkung erklärt werden sollen. — VIIs? Hier bereits 
ein Versteckname, während eine diesbezügliche Anmer¬ 
kung erst zu XV 48 zu finden ist. Ueberhaupt wären 
Erklärungen sachlicher, resp. geschichtlicher Art dem 
Benutzer gewiss willkommen gewesen. XIlu die Be¬ 
deutung maie je’ fehlt im Wb., ebenso XII 20 clamar 
refi., sich beklagen’. XIVu Die Konjunktivform facha 
(vgl. auch facha ‘Gesicht*, esfachar, glacha ‘Eis’) findet 
sich weder § 88 noch § 151, sollte also hier erklärt 
werden, ebenso 34 per co que^ das man auf S. 130 
bloss als finale, nicht als kausale Konjunktion verzeichnet 
findet. — XV 25 Auf den pleonastischen Gebrauch des dever 
sollte aufmerksam gemacht werden. — XVIII 7 Darauf 
dass Polla Apulien ist, wird nicht jeder Anfänger von 
selbst verfallen. 

Wir wünschen dem Buch den schönen Erfolg, den 
es verdient. 

Podgörze (Krakau). E. Herzog. 


Giovanni Gentile, La Filosofla, in dem Sammelwerk 
Storia dci Generi letterarii italiani. Milano, Francesco Val- 
lardi. Libro primo: La fine della scolastica. S. 1—142. 8®. 

Noch ist die grosse Storia letteraria scritta da 
una societä di professori noch nicht beendigt, und schon 
tritt die Verlagshandlung Vallardi mit einem neuen Un¬ 
ternehmen vor die Oeffentlichkeit. Einer der wertvoll¬ 
sten Bände dieser Geschichte der literarischen Gattungen 
verspricht die Geschichte der italienischen Philosophie 


von Giovanni Gentile zu werden. Das erste Buch, das 
vor kurzem ausgegeben wurde und den Ansgang der 
Scholastik behandelt, sollte von keinem Danteforscher 
übersehen werden. Im ersten Kapitel: Friedrich II. and 
der Averroismus, schildert der Verf. die kulturgescbicht- 
liche Rolle, welche im 13. Jahrhundert die Philosophie 
in Italien zu spielen begann, und zeigt, wie die gebil¬ 
deten Stände, voran der grosse Kaiser, von dem arabi¬ 
schen Rationalismus ergriffen wurden. Das zweite Ka¬ 
pitel bringt eine lichtvolle Würdigung des Thomas von 
Aqnino. Um die Originalität dieses Systematikers noch 
schärfer zu umgrenzen, hätte es sich empfohlen, sein 
Verhältnis zu Albertus Magnus nach seiner Abhängig¬ 
keit und Unabhängigkeit zu beleuchten. Besonders be¬ 
achtenswert ist die feine Kritik der thomistischen Lehre 
vom Idividnationsprinzip und der Nachweis, dass der Be¬ 
griff der „commensuratio** mit dem der „materia 8ignata‘* 
innig verbunden ist, und dass es sich hier weniger om 
einen Kunstgriff handelt, als um die tiefsinnige Unter¬ 
scheidung der spiritualisierten Natur und der Natnra 
passibilis, eine Unterscheidung, die schon klar genug auf 
die moderne Grenze zwischen mechanischer und teleo¬ 
logischer Naturbetrachtung hinweist. Im dritten Kapitel 
werden die tiefgehenden Gegensätze der franziskanischen 
Mystik und besonders des Bonaventura zum Thomismas 
berausgearbeitet. Die Abhängigkeit des Bonaventnra 
von den Victorinern, speziell des „Itinerarium mentis in 
Deum* von Hugo von St. Victors „Benjamin Major“ wird 
betont. Doch vermisst man eine Darstellung der Willens- 
lehre des Bonaventura, die den Primat des Willens doch 
schon sehr stark hervorkehrt. (Vgl. W. Kahl, Die Lehre 
vom Primat des Willens bei Angustinus, Duns Scotus n. 
Descartes, Strassburger Diss. S. 69), sowie einen Hinweis 
auf die folgenschwere Doktrin von der geistigen Materie. 
Das vierte und letzte Kapitel dieses Buches ist Dante 
gewidmet. Es analysiert mit tiefdringender Klarheit 
den Symbolismus der Danteschen Dichtung, das logische 
Verhältnis von Virgil zu Beatrice, den mystischen und 
skeptischen Einschlag im Paradies, die Stellung Dantes 
zum Averroismus und den spekulativen Wert der Dante¬ 
schen Staatslehre. Wer die philosophischen Voraus¬ 
setzungen der göttlichen Komödie in ihren grossen his¬ 
torischen Zusammenhängen verfolgen will, dem können 
wir Gentiles Arbeit als einen der zuverlässigsten und 
klarsten Führer empfehlen. Man wird zwar nur die 
grossen Linien, diese aber mit seltener Sicherheit ge¬ 
zogen finden. 

Heidelberg. Karl Vossler. 


Morceanx choiais de Prosatenrs et de Portes eapi^ols, 
recaeillis et annot^s par C. Pi toll et. — Oours eldmen- 
taire (Collection publice sons la direction de M. E. M^rim^). 
Paris, Garnier Fr^res 1902. VIII und 205 S. kl. 8®. 

Der vorliegende Cours iUmentaire^ dem noch em 
Cours moyen und ein Cours suphrieur folgen sollen, 
ist vortrefflich geeignet zur Einführung in das moderne 
Spanisch, und zwar sowohl in die Umgangssprache, wie 
in die Schriftsprache. In 95 grösseren und kleineren 
Stücken bietet Pitollet, Sprichwörter, Anekdoten, Ge¬ 
spräche, Erzählungen, Schilderungen, Charakteristiken 
von Personen und Dingen, Gedichte, Briefe, sogar Han¬ 
delsbriefe, Theaterzettel, Todesanzeigen, Versteigerungs¬ 
ankündigungen, Zeitungsauszüge usw. Man findet also 
in dem Buche reiche Gelegenheit, die Ausdrücke und 
W'^endungen des gewöhnlichen Lebens, wie die-scbwung- 


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1907. Literaturblatt für germanische und romanische Philologie. Nr. 5. 


l»il 


ir>2 


volle Sprache der besten Prosaiker und Dichter kennen 
ZQ lernen. Der Verfasser, der die Vorrede seines Buches 
von Madrid datierte, also offenbar Land und Leute aus 
eigener Anschauung kennt, hat dein Text sachliche und 
sprachliche Erklärungen beigegeben, genügend um dem 
Schüler über die Hauptschwierigkeiten hinw'egzuhelfen, 
aber ohne den Gebrauch eines Wörterbuchs überflüssig 
zu machen. Die Auswahl, die die bekanntesten moder¬ 
nen spanisclien Schriftsteller und Dichter berücksichtigte, 
ist sehr geschickt. Die Morrenitx clioisis sind eine an¬ 
genehme unterhaltende Lektüre und erfüllen ihren Zweck 
vollkommen; sie können den Studierenden aufs beste em¬ 
pfohlen 'werden. 

München. A. L. Stiefel. ! 


0 Livro de Esopo. Fabulario portugues medieval publicado 
conforme a um maniiscrito do seculo XV existente na Bihliu- 
theca Palatina de Vienna de Austria pelo Dr. .1. licitc de 
Vasconcellos. Lisboa, Imprensa Nacional. 1()0(>. 16S S. 

8®. S.-A. aus der Ke,vista Lusitana, vol. VIII und IX. 

In seiner neuesten Arbeit veröffentlicht der uner- 
iiiüdliche Forscher eine Hs. der Wiener Hofbibliothek, 
die bisher in keiner Literaturgeschichte erwähnt wurde, 
trotzdem sie seit 1868 in dem Kataloge der Bibliothek 
angeführt ist. Der Hauptwert der Veröffentlichung liegt 
auf der literarhistorischen Seite; das Werk ist nämlich 
die einzige bekannte Fassung der .Esopischen Fabeln in 
der portugie.siscben Literatur des Mittelalters. Die Hand¬ 
schrift stammt aus dem 15. Jahrh., sprachliche Kenn¬ 
zeichen lassen aber annehmen, dass die ursprüngliche 
Redaktion auf das 14. zurückgehe. Die port. Fassung 
ist der des Anon^^mus Neveleti enge verwandt, geht aber, 
wie der Herausgeber nach weist, erst dur< h mehrere 
Zwischenstufen darauf zurück. Sprachlich zeigt der Text 
wenig Bemerkenswertes; nur der Wortschatz bringt einige 
sonst nicht belegte Wörter, die übrigens alle ihrer Bil¬ 
dung nach klar sind. Zu erwähnen ist etwa f/rua^ das 
sicli zum mask. grou so verhält wie duas zu dous. 
Wenig wabrscbeinlicb ist bei der Entwicklung von triticu 
zn triiyo die Zwischenstufe triidfjOj die der Herausgeber 
als möglich annimmt. 

W’ien. Adolf Zauner. 


Ktymologisclies Wörterbucli der rumänischen Sprache. 

I. Lateinisches Element mit Berücksichtigung aller roman. 
‘Sprachen von Dr. Sextil Puscariu. Heidell)erg UMKö. Carl 
^yinter's Universitiitsbuchhandlung (— Saininlung roman. 
Elementarbücher hrsg. v. Willi. Meyer-Lübke, HL Leihe, 1). 

Pu!;;carin hat die rumänische Etymologie in den 
letzten Jahren durch eine Reihe von Abhandlungen 
mächtig gefördert. Er war der geeignete Mann für die 
Abfassung eines den Iieutigen Anforderungen entsprechen¬ 
den etymologischen Wörterbuchs dieser Sprache; erbat 
^ich denn auch dieser Aufgabe in dem Buebe, dessen 
erster Teil nun vorliegt, in vorzüglicher Widse ent¬ 
ledigt. Puscariu bat nach dem Vorbilde de Ciliacs die 
lateinischen Elemente von den aus anderen Sprachen 
stammenden getrennt. Diese Scheidung ist vom Stand¬ 
punkte des Rurniiniscbeii aus ganz ungerechtfertigt; man 
kann niclit einmal sagen, dass sie den Bedürfnissen des 
t^omanisten entgegenkoinine, für den es gerade von In¬ 
teresse ist, zu wissen, welche lat. Wibter sich im Rum. 
erhalten haben und für welclie Begrifle neue, anderen 
‘Sprachen entlehnte Bezeiclinungen eingetreten sind. Alb r- 
dings muss man zugeben, dass die f^ehandliing iler nicbt- 
lat. Bestandteile den l^earbeiter in weit entlegene Sprach¬ 


gebiete führt und ganz andere Anforderungen an ihn 
stellt, und mit diesem äusseren Grunde kann man die 
Trennung entschuldigen. 

Die Vorzüge, die die bisherigen Arbeiten P.’s aus¬ 
zeichnen, sind ancli seinem Wörterbnehe eigen: besonnene 
Erwägung lässt ihn Wörter, für die bisher lat.. Ursprung 
in Anspruch genommen wurde, aussclieiden; eine seltene 
Findigkeit in etymologischen Dingen erlaubt ihm, lat. 
Etyma für andere zu .entdecken, die vor ihm anderen 
Sprachen zugewiesen wurden oder überhaupt jeder Er¬ 
klärung spotteten. Ein besonderer Vorzug des Buches 
liegt auch darin, dass der Verf. auch die rum. Dialekte 
in reichlichem Masse heranzieht, so dass das Werk zu¬ 
gleich als dakorum.-dialektisches Wörterbuch gute Dienste 
leistet. Ferner werden auch immer die Formen der an¬ 
dern rom. Sprachen zum Vergleiche beigebracht, so dass 
man immer gleich sieht, w'elche Wörter das Rum. mit 
allen rom. Sprachen und welche es nur mit einzelnen 
gemein liat. Dabei ist denn nun freilich mancherlei Un- 
gleichmässigkeit und Willkür mit unterlaufen. So be¬ 
greift man nicht recht, warum z. B. für bene, das doch 
gemeinromaniseb ist, gerade die sizilianische und die 
mailändisclie Form angeführt werden, die rätisebe aber 
nicht, so erscheint bei cald unter andern die waatlän- 
disclie Form, bei cärare die aus Dorapierre, bei coastä 
die wallonische, obwohl diese Wörter alle in der be¬ 
treffenden Mundart ganz lautgereebt entwickelt sind, so 
dass ein blosser Hinweis auf die schriftsprachliche Form 
genügt hätte. Umgekelirt fehlen manchmal Belege bei 
Wörtern, die niclit gemeinromanisch sind, deren Ver¬ 
breitung man also gerne übersehen möchte (s. u.). Bei 
der Anführung der sc.hriflsprachlicben Form zeigt sich, 
wie es billig ist, das Bestreben, nur die Erb Wörter an- 
zufübren; doch liaben sicli manche Bucliwörter einge- 
scblicben, ich bezeichne sie in der folgenden Einzel- 
bespreebung dadurch, dass icii sie in [ ] setze. 

V^on den leider recht zahlreichen Druckfehlern ver¬ 
bessere ich nur die in romanischen Wörtern vorkommen- 
deii, von den im deutschen Texte vorkommenden nur die 
wichtigeren, ebenso einige Austriazismen, die dem V’erf. 
in die Feder gekommen sind und die vielleicht manchem 
Leser niclit olmew^eiters verständlicli sind. Einige der 
vorgebracliten Etymologien habe ich schon im Ltbl. 1907, 
Sp. 74 besprochen, worauf ich also hier nnr verweise. 
Die Zahlen in der Einzelbesprecbung beziehen sich auf 
die Nummern des Wörterbuchs. 

24 das beständige e in der zweiten Silbe von ade- 
vur scheint mir eher auf eine Zusammensetzung ad-de- 
vernm hinzudeuten. 121 span, arrendar beruht kaum 
auf Kon jugationswechsel, ist vielmehr eher eine Bildung 
vom Subst. renda aus; das sard. Wort ist wohl dem 
Span, entlehnt. 154 1. 8^ oreille, 178 1. XXVIII st. 
XXXVHII. Die Etymologie baer > variu halte ich nicht 
für erwiesen. Die angenommene Doppelentwicklung von 
ir zuzugeben wird man sich schwer entscheiden, wenn 
nicht zwingende Gründe dafür spreclien. Von den 
drei dafür angeführten VV^irtern zeigt mnria auch an¬ 
derswo unregelmässige Behandlung; raer auf *cariu zu¬ 
rückzuführen, ist auch bedenklich, weil derartige Sub- 
stantivbildungen auf -in von Verbalstämmen bekanntlich 
nicht häutig sind; das herheigezogene *cuhium ist inso- 
feriie ganz verschieden, weil daneben coiicuhinm besteht. 
Es bleibt also nur baer, das zu variu hegrifliieh vor- 
tretflich stimmt, das aber eben wegen der lautlichen 
Entwicklung nicht gut dazugestellt werden kann. Auf- 


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1907. Literaturblatt für germanische und romanische Philologie. Nr. 5. 


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fällig ist auch, dass bei nicht einem der drei Wörter 
dialektische Nebenformen mit -rin angegeben werden. 

194 [span. 6a<a/Za]. 213 Auch das bearnische hueit 
verlangt eine Basis bovn (vgl. nau novem, inau movet). 
227 Näher liegt der Vergleich mit afrz. worsel, nfrz. 
morceau. 231 vgl. bearnisch bouhou ‘Maulwurf*. 246 
1. 256 1. welsch st. gallisch. 257 1. ‘Anschnitt* st. 

‘Scherzel*. 282 sp. cabriol zu streichen. 309 1. pg. ca- 
stanho, 312 1. XXVIII. 353 1. afrz. clamer, 360 1. 
CICHOREÜM. 363 Das -7 in einet wird durch die lat. 
Basis nicht erklärt; es scheint an die freilich ziemlich 
entfernten doX trex angeglichen zu sein. 387 1. slav. 
korüda, 401 u. ö. statt rom. ist natürlich streng ge¬ 
nommen zu sagen ‘in den anderen rom. Sprachen*. 404 
1. dreimal Schleh- st. Scheh-. 407 Wenn cräciun wirk¬ 
lich aus älterem *cäräciune entstanden sein sollte, so 
so kann doch das magy. karäeson keinesfalls als Beweis 
für ein früher vorhandenes car angeführt werden, denn 
in dieser Sprache hätte auch ein cräciun nicht anders 
übernommen werden können (vgl. magy. palacsinta — 
rxm, pläcintn^ kalastrom = claustrum usw.) 418 [span, 
cruentoj. 424 1. klimmen st. ‘kraxeln’. 446 auch bearn. 
küe. 447 1. COGNOSCO. 450 1. frz. coupe, 502 1. XXVII. 
520 1. das Joch. 540 Die Formen der anderen rom. 
Sprachen sind nicht vollständig aufgezählt. 548 l.DIRIGO 
.st. DIRIGO. 554 [sp. dulce\ 558 die Bemerkung wegen 
des i passt für das Afrz. nicht. 591 [sp. febrero]. 623 
[sp. pg. flor], 641 ferme^itar], 644 sp. pg. fraire 
sind dem Prov. entlehnt. 645 [sp. pg. frhnito], 552 [asp. 
frangir], 663 (sp. fuga], 672 [pg. fundo\. 678 for- 
eella dello stomaco ist in Italien weit verbreitet, vgl. 
auch norm, fourcelle^ rouchi fourquMe und gewiss noch 
anderswo. 680 l. FuRNUS FüRNiNA. 713 1. zwei¬ 
mal Kniekehle st. -kette. 716 1. ‘Eiche* st. ‘Eichel*. 
722 [sp. gente\ aber asp. yente, 748 pg. goslo, 749 
1. ‘asp.* st. ‘sp.* 757 afrz. ehre und das dazugehörige 

Zitat ist zu streichen, 795 [sp. pnngir], 802 1. eng. 
ot, 848 1. XXIX st. XXXIX. 861 sp. ensangostar 
auf exangustare zurückzuführen geht nicht wohl an: das 
Präfix stimmt nicht zur Bedeutung; es ist wohl von en- 
sanchar übertragen. 866 1. frz. injurier st. en-, 868 
Kreuzung nato -h no ist nicht sehr wahrscheinlich, da 
dieses im Vulgl. vermutlich nao lautete. 892 Metathese 
zeigt auch sp. pg. entregar, 898 Warum soll man eine 
Zwischenstufe ‘an die Schrift gewöhnen* annehmen ? Der 
Uebergang von ‘angewöhnen* zu ‘lehren, lernen* ist doch 
auch ohne das möglich. 1012 Dass mäcral ‘saure Milch* 
auf macru zurückgehe, ist sachlich nicht sehr einleuch¬ 
tend. 1022 Dass tninca auf mhidca beruhe, ist schwer 
zu glauben, wenn man vindicare vindeca daneben hält. 
Ich meine, dass man doch von manducare auszugehn 
habe, das vielleicht unter Einfluss von manus zu manu- 
care umgestaltet worden ist; aus der Kreuzung von ma- 
nänca (wie märuni) und mhiee (manico) wäre dann 
mänlnca entstanden; minca väre dann eine Reduktion 
davon. 1024 und 1025 sind zur Herstellung der al¬ 
phabetischen Ordnung zu vertauschen. 1027 Dass in 
faiä mare das Adjektiv noch die ursprüngliche Bedeu¬ 
tung (tnare ‘männlich*) habe, ist doch ganz unwahr¬ 
scheinlich, es ist einfach als ‘gross* = ‘erwachsen’ zu 
verstehen. 1031 [frz. mar ge ^ span. mdrgen\ 1065 
Der Vergleich mit dem Deutschen ist mir unverständ¬ 
lich. 1079 1. frl. statt frl. sp.; gask. mua braucht nicht 
auf *MANA zu beruhen: vgl. paa PANH 1102 füge 
hinzu ‘Mühlstein* bei den anderen rom. Sprachen. 1120 


MÜLIöREM anzusetzen sind wir nicht berechtigt; das 
Frz. und das Rät. weisen deutlich genug auf Ö; s. 
Meyer-Lübke, Einführung, S. 99. 1167 1. frz. 

1186 1. nodtin. 1273 portal aus QUARTALE ist 
lautlich nicht sehr wahrscheinlich; die Dissimilation 
hätte wohl eher das erste R treffen müssen; auch würde 
man ä in der ersten Silbe erwarten. 1293 Unter VII 
1. 'Namen lebender Wesen* st. ‘Wesennamen*. 1317 
[sp. petroso]. 1335 Eine sehr geistreiche Etymologie, 
aber eben deshalb wenig wahrscheinlich; *PLUPPEA 
hätte ^ploatpo gegeben, ist übrigens durch das Ru¬ 
mänische allein zu schwach gestützt. 1343 [sp. 

1406 tilge ‘sp.* 1422 [frz. ras/fct/s]. 1432 1.' 617 st. 

607. 1437 lim. henn. [ra/c]. 1441 Aus *rasklira wäre 

nicht ra^chirä geworden, da kli in slaw. Wörtern bleibt. 
1442 1. arczdtlau. 1452 1. red. 1459 1. sp. reirse st. 
se reir» 1466 1. Lespy-R(aymond). 1473 1. rodiba und 
sp. rubio. 1476 Mitte, 1. sp. ros^ro. 1481 [sp. rM//fr.] j 

1487 Im Sp-Pg. liegt eine i-Ableitung zugrunde. 1499 j 

‘ersteres’ und ‘letzteres* zu vei tauschen. 1503 1. it. usw. 
salto. 1509 [pg. sanidade]. 1517 tilge ‘pg.* 1527 

[sp. serpienfe]. 1534 sp. sa in der letzten Zeile zn 
streichen. 1541 sp. escamoso. 1545 Es ist eher-INO 
anzusetzen (so auch Tiktin, Elementarb. § 113). 154G 
füge hinzu ‘pg. eseano'. 1555 1. CLÖPPICARE. 1592 
füge hinzu ‘frz. sain, 1617 Brasov ist Kronstadt, was j 

vielleicht nicht jeder Leser weiss. 1681 Ich möchte i 

eher Einfluss von sugere annehmen: nach volkstümlicher 
Anschauung entstehen Nagelgeschwüre durch Saugen an 
I den Fingern. 1687 sp. subir kann auch Erbwort sein; 

eben die Bedeutungsentwicklung lässt diese Annahme zu. 
i 1690 1. XXVIII. 1718 frz. taie kann nicht zu tata ge¬ 
stellt werden; vgl. Tappolet, Verwandtschaftsnamen S. 65. 

‘ 1753 Auch hier ist wohl das Suffix mit T anzusetzen, vgl. J 
j afrz. trainer. 1764 [frz. D is/e]. 1769 sp. dürfte ein : 

I Lehnwort aus dem Frz. sein. 1771 1.‘sp* st. ‘a.-sp.* 1814 | 

unir ist im Pg. sicher Buchwort und wohl auch in den 
anderen Sprachen kaum Erbgut. 1815 [sp. cat. nngir]. ' 
1822 [sp. oracio7i\ 1824 urca aus orlcare halte icli 
für unannehmbar, weil oriri im Rom. verloren ist, so t 
t dass die Bildung sehr alt sein müsste; ferner weil dann 
vermutlich *oricare gebildet worden wäre; endlich weil * 

' die Bedeutungsentwicklung (Uebertragung von der Sonne 
I auf den Menschen) nicht befriedigt, ist doch sonst das . 

Umgekehrte zu beobachten (Jever, couclie?*), was wohl | 

: auch der Denkweise des Volkes mehr entspricht. Ich 
schlage vor, von öra ‘Ufer* auszugehn: örVeare wäre 
dann zunächst ‘ans Ufer steigen*, dann ‘steigen’ über¬ 
haupt; das Wort würde sich dann den aus dem Gebiete 
des Seewesens stammenden Ausdrücken anreihen, von r 
denen ja P. mehrere anführt. Aehnliches gilt von urlu * 

1834. 1826 [afrz. ordefter]. 1827 [frz. ordre]. 1874 j 

Zur Bedeutung ‘tüchtig’ vgl. frz. tme verte sewonce. j 

1 1878 Zur Erklärung des .j in vesmhd braucht man doch j 

nicht das Verbum herbeiziehen; vesti- konnte ja nichts | 

j anderes ergeben als ves(ti)-. 1882 sp. vierso zeigt Be- | 

I einflussung durch das Lat.; die echt erbw^örtliche Form 
ist das asp. viesso. 1903 Gegen die Etymologie vioarä^ 
i vTvula habe ich schon Litbl. 1907, Sp. 74 die spanische 
I Form eingewendet. Ich glaube nun aber, dass sie sich 
I auch vom Standpunkte der rum. Lautgeschichte wider- 
I legen lässt. Sieht man sich nach ähnlich gebauten Wör- 
I tern um, so bietet sich tribulat treerä, anderseits sta- 
I buhl st((ul, subnla sidd, zu denen sich noch *pubula 
I ptild gesellt. Eine befriedigende Erklärung dieser Dop- 


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1907. Literaturblatt für germanische und romanische Philologie. No. 5. 


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pelheit ist m. W. noch nicht gegeben worden; die 
Meyer-Lübkes R. Gr. I, § 489 ist wohl aufzugeben. Wie 
dem auch sei, auf keine Weise lässt sich eine Zwischen¬ 
stufe *r/Mra, die Pu^cariu fordert, erweisen; damit fällt 
aber die aufgestellte Etymologie. 1913 vi^el kann trotz 
der gleichen Bedeutung nicht auf vitellu beruhen, son¬ 
dern ist eine Ableitung von vTta oder mindestens davon 
beeinflu.sst. 1918 1. bearn. hume. 1920 1. vredü st. 
vreaü. 

Die Wörterverzeichnisse, die das Werk beschliessen, 
sind sehr nützlich. Im lateinischen haben mich Stich¬ 
proben viria (Nr. 343) vermissen lassen. 

Meine Besprechung ist etwas umfangreich ausge¬ 
fallen: ein Beweis dafür, wieviel Anregung die Lektüre 
des Buches bietet. Meine Ausstellungen betreffen ja nur 
nebensächliche Dinge und sind nicht geeignet, die Vor¬ 
züge des Werkes, das jedem Romanisten unentbehrlich 
sein wird, zu beeinträchtigen. 

Wien. Adolf Zauner. 


Zeitschriften u. ä. 

Neophilologische Mitteilungen 1907, 1/2: J. Poirot, Fer¬ 
dinand Brunetiere. — Artur Langfors, [In dit d’amours 
(Bibi. nat. f. fr. 1631). — J. Poirot, lieber die Bedingungen 
der Sprachentwicklung. — Besprechungen: A. Wallen- 
sköld, Brunot, Histoire de la langue franc^'aise des origines 
ä 1900. — A. W., Mauritz Boheman, pr^cis de Thistoire de 
la litterature des Felibres. — H. Suolahti, Kluge, Unser 
Deutsch. — M. W., Bohiihof, Der Nibelungen Not in 9 Er¬ 
zählungen. 

De Nieuwe Taalgids I, 1: J. H. van den Bosch, Over bet 
schrijven. — J. Koopmans, Wat .Tustus van Kffen zijn 
Spectator deed schrijven. -- C. G. N. de Vooys, De psy- 
chologiese beschouwing van de betekenisverandering. — 
Boekbeoordelingen. — Bladvullingen. 

Modern Langnage Notes XX11, 3: Sparrow, Browning’s 
Dramas, f. — Doubedout, Edgar Poe et Alfred de Müs¬ 
set. — DePerott, Beaumont and Fletchcr and the ‘Mirroiir 
of Knighthood’. — Shearin, On the Inflection of the Old- 
English Long-Stemmed Adjective. — Collester, Notes on 
the ‘New England short . — Cooper, A Glance at Words- 

worth’s Reading. I.— Reviews: Baker, Thayer, Laurence 
Sterne in Germany. — Correspondence: Sommer, A Note 
on the Prose Perceval. — 0 o 1 w e 11, The First English 
Translator of ‘Oberon*. — Gerould, The North - English 
Homily Collection. — Gerig, A Recipe for Epilepsy. — 
Bryant, Beowulf 62. — XXII, 4: Sparrow, Browning’s 
Dramas. II. — Baker, An Early English Translation of 
Miss Sara Sampson. — Gay, Studies in Middle French. — 
Meader. German selb. — Cooper, A Glance at Words- 
worth’s Reading II. — Wood, Some disputed etymologies. 

— Reviews: Hand Browne, Saintsbury, A History of En¬ 
glish Prosody. — Fitz-Gerald, Wallace, La Perfecta Ca- 
sada. — Correspondence: Tweedie, *From China to Peru*. 

— Cook, Chancer, Prol* 466. — Richards, Marlowe, 
Faustus, Scene 14. — Klein, Old Plays. — Myrick, A 
Note on a Sonnet of Stephane Mallarme. — Guerlac, Re- 
joinder to Professor Super’s Criticism. 

Publications of the Modern Langnage Association of 
America XXII, 1: Roh. Herndon Fife, Jean Paul Friedrich 
Richter and E. T. A. Hoffmann. — H. Carrington Lan¬ 
caster, The Sources and Medimval Versions of the Peace- 
Fable. — Wm. E. Bohn, The Development of John Dryden’s 
Literary Criticism. — John W. Cunliffe, Italian Proto- 
types of the Masque and Diimb Show. — Nathaniel E. 
Griff in, The Sege of Troye. 

Modem Philology IV, 4; J. M. Man ly, Literary Forms and 
the New Theory of the Origin of Species.— John W. Con- 
liffe, The Influence of Italian on Early Elizabethan Drama. 

— G. C. Taylor, The English Planctus Mariae, — Edw. 
Payson Morton, The Spenserian Stanza before 171K). — F. 
M. Warren, Some Features of Style in Early French Nar¬ 
rative Poetry (1150— 90). — Rud. Schevill, Studies in Cer¬ 
vantes. II: ‘Persiles y Sigismunda*. 

Indogermanische Forschungen XX, Anzeiger 1, 2, 3: Max 


Niedermann, Buck, Elementarbuch der oskisch-umbrisch. 
Dialekte. — Kr. Sandfeld Jensen, Tiktin, Rumänisches 
Elementarbuch. — Ders., Pa^cariu, Etymologisch. Wörter¬ 
buch der rumänischen Sprache. — H. Hirt, Die Indoger¬ 
manen, ihre Verbreitung, ihre Urheimat u. ihre Kultur. — 
XXI, 1/2: K. Brugmann, Setzung und Nichtsetzung des 
Zahlworts Eins zu Quantitätssubstantiva in den indogerman. 
Sprachen. — H. Hirt, Zur Transscriptionsmisöre. — E. 
Schwyzer, Nhd. Rahm. — W. Lehmann, Ahd. hart-, 
hartin-heuui. — W. Streitberg, Zum gotischen Perfektiv. 

Studien zur vergleichenden Literaturgeschichte VII, 2: 
E. K. Blümml, Zur Motivengeschichte des deutschen Volks¬ 
liedes. II: Die Volkslieder von der Lilie als Grabesblume. 

— L. Katona, Zum Schwank vom zögernden Dieb. — Ed. 
Stemplinger, Literarische Widersprüche. — E. Dessauer, 
Wackenroders „Herzensergiessungen eines kanstliebenden 
Klosterbruders“ in ihrem Verhältnis zu Vasari III, IV, V. — 
R. M. Werner und 0. Warnatsch, Blattfüllsel. — Be¬ 
sprechungen: Wl. Nehring, Karasek, Slavisch. Literatur¬ 
geschichte. — Fr. Brie, Schröer, Grundzüge und Haupt¬ 
typen der engl. Literaturgeschichte. — Wl. Nehring, Wes- 
selovsky. Westliche Einflüsse auf die neue russische Lite¬ 
ratur. — Al. Dreyer, Petzet, P. Heyse als Dramatiker. 

Zs. für deutsches Altertum und deutsche Literatur 48, 

3/4: Jellinek, Studien zu den älteren deutschen Gramma¬ 
tikern. 2. Die Bezeichnungen der/- und s-Laute und die 
angeblichen Geminaten nach Diphthongen. — Schröder, 
Kleinigkeiten zum König Rother. — Schönbach, Aus einem 
Marienpsalter. — Jellinek, Mittelhochdeutsche Kleinig¬ 
keiten. — Blöte, Die Arkelsche Schwanrittersage. — H. 
Fischer, Sapo, cinnabar und Verwandtes. — Gärtner, 
Handschriftliches zu Wolframs Willehalm. — Schönbach, 
Ein Bruchstück aus dem Rennewart Ulrichs von Türheim. 

— Franck, Maerlant und Reinaert. — 0. Fischer, ^Die 
sogenannten „Ratschläge für Liebende“. — Borchling, 
Schwiebuser Bruchstücke eines mhd. Cato und Facetus. — 
Schücking, Das angelsächsische Gedicht von der „Klage 
der brau“. — Rieger, Zu Neidhart von Reuental. — 
Droege, Zur Geschichte des Nioelungenliedes. — Schröder, 
Zum Text der Guten Frau. -- Graffunder, Daniels Traum¬ 
deutungen. — V. Kraus, Zu Walther 39, 23. — Land an. 
Der Auftakt bei Konrad von Würzburg.— Schröder, Zur 
Textkritik des Pantaleon.— Anzeiger: Finck, Meyer-Rin¬ 
teln, Die Schöpfung der Sprache — Petersen, Roetteken, 
Poetik I. — Mourek, Shipley, The genitive case in Anglo- 
Saxon poetry. — Ders., Pautl. Die von L. Bock aufgestell¬ 
ten Regeln über den Gebrauch des Konjunktivs im Mhd., 
untersucht an den Schriften Meister Eckarts. — L am bei, 
Wolf, Der groteske und hyperbolische Stil des mhd. Volks¬ 
epos. — Heus 1er, Kraus, Metrische Untersuchungen über 
Reinbots Georg. — Ehrismann, Wilhelm, Die Geschichte 
der handschriftlichen Ueberlieferung von Strickers Karl dem 
Grossen. — Baesecke, Urtel, Der Hugo Scheppel derGräfln 
Elisabeth von Nassau-Saarbrücken nach der Handschrift der 
Hamburger Stadtbibliothek. — Köster, Petersen, Schiller 
und die Bühne. — Walzel, .Tessen, Heinses Stellung zur 
bildenden Kunst und ihrer Aesthetik. — Ders., Sulger- 
Gebing, Wilhelm Heinse. — Ders., W. Heinses sämtliche 
Werke hrsg. von Schüddekopf Bd. 2. 6. 9. — Literatur¬ 
notizen: Hungerland, Das wissenschaftl. Studium der deut¬ 
schen Sprache u. Literatur, von Roethe; Feist, Die deutsche 
Sprache, von dems.; Nyrop, Das Leben der Wörter, von 
Franck; Dijkstra, Holländisch, von dems.; Kegel, Die Ver¬ 
breitung d. mhd. erzählenden Literatur in Mittel- u. Nieder¬ 
deutschland nachgewiesen auf Grund der Personennamen, 
von Schröder; Franz, Beiträge zur Titurelforschung, von 
Martin; Klassert, Mitteilungen aus d. Michelstädter Kirchen¬ 
bibliothek, V, dems.; Eichler, Das Nachleben d. Hans Sachs, 
von dems.; M. Müller, Wortkritik u. Sprachbereicherung in 
Adelungs Wörterbuch, von .Tellinek ; Ernst, Bettina v. Arnim 
„Die Günderode“, von 0. Gehlke; Nowack, Liebe und Ehe 
im deutschen Roman zu Rousseaus Zeiten, 1747—1774, von 
R. M. Meyer ; Beheim - Schwarzbach, Deutsche Volksreime, 
2. Aufl., von dems.; Prölss. F. Stolze und Frankfurt a. M., 
von dems.; Reuschel. Volkskundliche Streifzüge, ven Vogt; 
llalke, Einleitung in das Studium der Numismatik, 3. aufl., 
von Schröder. — Erklärung von Hatfield — Antwort von 
Walzel. — Kleine Mitteilungen: Nordhumbrisch scepen, von 
Victor; Zu Anz. XXX 145 f. (hornu?ifj), von Walde. - Per¬ 
sonalnotizen. 


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1907. Literatürblatt für germanische und romanische Philologie. Nr. 5. 


Zs, für deutsche Philologie 89. 2: Fr. Kau ff mann. Zur 
Frage nach der Altershestimmung der Dialektgrenzen unter 
Bezugnahme auf den Ohergermanisch-raetischen Limes des 
Kümerreichs. — K. Priehsch, Aus deutschen Handschriften 
der Königlich. Bibliothek zu Brüssel. (Schluss». — i\ Fu¬ 
ders, (»üntheriana. — A. Kopp, h^in Liederbuch aus dein 
.fahre lO.öO. — A. Wallner. Zwei Tristanstellen. — A. 
Kopp. Bibliographisches zu .loh. (’hr. (Üinthers tTcdichten. 

- \V. Golther. Briefe von Wilhelm und .fakob Grimm. 

— E. Petzet. Die Cohlenzer Fragmente des Lohengrin. — 
H. Gering. Zu den Hugsvinnsmal. — Besprechungen: Fr. 
Kanffmann. Codices e Vaticanis selecti. VH. Frontonis 
rcliquiae.— C. Fr. Müller, Keuters Werke, hrsg. von W. 
Seelmann. — K. Petsch, Witkowski, Das deutsche Drama 
des neunzehnten .Jahrhunderts. — H. Schröder, Holländer, 
Pretixal in Gerrnanic. 

Zh für dentHche Wortforschung IX. 1: H. Kern, Die got. 
Form des Personennamens Älphrmaus. — A. K 1 u y v e r , 
Sctmvernac als Weinname. — Gust. Wahl, Zur Geschichte 
des Wortes Notzucht.— (’hr. Bartholomae. Beiträge zur 
Etymologie der germanischen Sprachen IV. — M. Vasmer, 
Etymologien. — W. 1. eh mann. Zu an. collon-cröh, ahd. 
colltT-wurz 'nymphaea .— 0. Behaghel, Statt dass — an¬ 
statt dass. — Keinh. Steig. ,I)ie Mannigfalt* bei Goethe. 

— Eug. Borst, (ilänzendes Elend.— G. Baist, Andbahts. 

— Ders.. KarniffeL — Bich. M. Meyer, Fahnenworte. — 
Albr. Maas, Die Zusammensetzungen von ,Dichter“. — E. 
Stimmei, Nachlese zu den Wörterbüchern der Weidmanns¬ 
sprache. — F. E. Hirsch, Wiener Kundensprache dSOO). 

— Th. v. Grienberger, Thiz u. thrhein. — Herrn. W un¬ 
derlich u. Karl V. Bahder, Zum Grimmschen Wörterbuch. 

Zs. für den deutschen Unterricht 21. 2: Willy Scheel, 
Älalerische und literarische Stri’unungen. Erinnerungen an 
die Deutsche .Jahrhundert-Ausstellung zu Berlin — 

Bruno Baumgarten, Phantasie u. Temperament. Aesthet. 
und sprachpsychologische Studie. (Schluss). — Herrn. Fn- 
bcscheid, Anzeigen aus der Schillerliteratur 19OÖ/1906.— 1 
Sprechzimmer. Nr. 1: L. Nagel, a) „Andeckeln^; b) Be- 
gahlsberg; c) „TrotzdenF in Nebensätzen : d) Verkehrte .An¬ 
wendung von .,um zu“" mit dem Infinitiv. — Nr. 2: Otto 
Frömmel, Anfrage in Heft 9 des 19. .Jahrgangs dieser Zeit¬ 
schrift (S. 591»). — Nr.8: Ernst Meyer, Zu Goethes Egmont i 
IV, 2 (Ztschr. XIX. S. .529). — Nr. 4: Eb. N estle, Guck iis! 

= Kuckuck. (Zu Ztschr. XIX, S,.599). - Nr. 5: R Sprenger t, | 
Zu Chamissos „Böser Markt“. (Zu Ztschr. VH, 1). — Nr. 6: ! 
Ed. Damköhler, Die Forst (Ztschr. XX. S. 62/6 ). — Nr. 7: | 
k. Andrae, Zu einigen Gedichten. — 21, 8: Reinh. Hof- j 
mann, Justus Möser und die deutsche Sprache.— Richard J 
Wagner, Deutsches Lesebuch für sächsische (iymnasien.— j 
Heinrich GloiH, Der seelische Gehalt von Schillers Wallen¬ 
stein. — Herrn. Unbescheid. Anzeigen aus der Schiller¬ 
literatur 1905/1906. (Fortsetzg.). — Sprechzimmer. Nr. 1: ; 
Franz'Söhns, Analogien in der Dichtung. — Nr. 2: Rieh. I 
Fritzsche, Zu Zeitschrift XIX, 599. — Nr. 3: Schott, j 
Antike Parallelen zu Anekdoten aus dem Leben deutscher 
Fürsten. — Nr. 4: (). Schütte, Thibaut im 1. und 2. Auf¬ 
tritte des Prologs zur Jungfrau von Orleans.— K. Lösch¬ 
born, Sütterlin und AVaag, Deutsche Sprachlehre f, höhere 
Lehranstalten. 

Zs. des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins 22, 2: K. 

Gomelinsky, Unser Deutsch (über Kluge’s gleichnamiges 
Buch). I 

Tijdschrift voor Nederlandsche Taal- en Letterkunde | 

XXVI, 1: .Joh. Snellen. Iladwigiana. — N. van Wijk, i 
Zoogenaamde ^/-epenthesis. — A. Beets. Wmirloos. — N. 
van Wijk. Vocaalrekking v^ör r U dentaal. — D. i\ ! 
Hesseling, Irmtind de oren tra^ben .— M. van Blanken- , 
Stein, f>>(wen. — G. A. Nauta, Vondel's Zeetriomf der 
vrije Nedeilanden, vs. 28--28. — J. V erd am. Eene be- | 
teekenis van mnl. d<tc. — F. A. Stoett. .\alezing op Tijd- | 
Schrift XXV, blz. 50 vlgg. 

Noord en Zuid XXX, 1: T. 11. de Beer. H. J. Schimmel. — | 
Ders.. De overwintering door Tollens. — E. Kijpma, De 
Jaromir-i’yclus van Staring. — B. II. Pet(‘ri, lets over I 
naamvallen. — XXX, 2: X. Y. Z , Onze taal op toelatings- 
cxameiis voor Hoogere Burgerscholen. — T. II. de Beer- i 
Naschrift. — U. B., Een tijn trekje bij PotgieO-r. — T. H. . 
de Beer, De Overwintering van Tollens. — Ders., Kop- 
bliid .— Ders., Hnet over een gedieht van Tollens.— Ver- | 
scheidenbeden. , 

Taal en Letteren XVI, 10—11: B. H., ^Ir. Willem Bilder- | 


dijk.— Ders.. De naam Bilderdijk.— E. Kriiisinga. De 
oorsprung van het Afrikaans. — N. van Wijk, Een ideale 
Grthograpbie. — H. Beckering Vinck»‘rs. Vondeliana. 

Arkiv für Nordink Filologi XXHI, 8: Kr. Kaliind, Studier 
over Crvnioga*a.— Marius Kristensen. Skjaldenes sprog. 
.Nogle smabemierkninger.— Rieb. .M. Meyer, Beiträge zur 
altgermanischen Mythologie. — Evald Liden, Fornsvenska 
trldurc. — Ders.. Om nägra ortnamn. — Jön Jönsson. 
Kagnarr lodbrök og :ett hans. — Joos. J. Mikkola, (>m 
nagra ortnamn i Gardarike. — Ders.. Fornry. l‘oromom 
drrtru, t\s\. fartnadr. — .Amund B. Larsen, .Vnmälan av 
‘Beugt llesselman: Sveamälen och de svenska dialekternas 
indelning*. — J. Nordländer, Anmälan av ‘Ilärjedalcns 
ortnamn ock bygdesägner af Erik Modin*. — B. Erichsen. 
Bibliograti for 1905. 

Dant^ke Studier 1906. 6: Georg C hristensen. H. 0. Ander¬ 
sen og de danske folkeeventyr.— AxelOlrik, Riboldsvisen. 
— Kultur og folkeminder. — H)07, 1: W. P. Ker, Om de 
danske folkeviser. — Torkild Gravlund, Reerso. — Kul¬ 
tur og Folkeminder. 

Rivista menaile di letteratora tedesca. Dir. da Carlo 
Fasola. Anno 1. Nr. 1. Florenz. Sceber: Di alcune qui- 
stioni fonetiche del dialetto di Heinrich von Freiberg, se- 
condo il ( odice magliabecbiano. CI. VHI. nr. 88 della Bibliu- 
teca Nazionale di Firenze. — Bibliogratia delle opere di L. 
Uhland nelle versioni italiane dal 1S30 al 19<K). — II ( ap. 
XXX, Lib. II, del ‘Simplicissinius’ di Christoph Grimmeis 
hausen. 


Englische Studien 87, 3: S. L. Wolff, Robert Greene and 
tbe Italian Renaissance. — G. Krüger, Die partizipiale 
Gerundialfügung, ihr Wesen und ihr Ursprung. — Eugen 
Borst, Split-Intinitive. — Besprechungen: Plazidus Glog- 
ger. A Late Eigbth-Century Latin-Anglo-Saxon Glossar), 
preserved in tbe Leiden I niversitv MS. Voss. Q®. Lat. No. (j9. 
Ed. by .lohn Henry Hessels. — Ed. Eckhardt. Schückin" 
Die (irundzüge der Satzverknüpfnng im Beowulf. Teil I.— 
Erik Björkman, Palmer. The Folk and tbeir W'ordlore 
An Essay on Populär Etymologies. — Ders., Grüning. 
Schwund und Zusatz von Konsonanten in den neuenglischen 
Dialekten. — W. Franz, Hirst, A Grammar of tbe Dialect 
of Kendal (W’estmoreland) Descriptive and Historical. — 
Eduard Eckhardt. Das Beowulflied. Als Anhang Das 
Finn-Brucbstück und Die Waldhere-Bruchstücke. Bearbei¬ 
teter Te.xt und deutsche Uebei Setzung von Moritz Traut¬ 
mann.— Ders., Routh. Two Studies on the Bailad Theory 
of the Beowulf, togetber with an Introductory Sketch of 
Opinion. — Gordon Hall Gerould, Thien, Ueber die eng¬ 
lischen Marien klagen. — M. WT\v rauch, The Squyr of 
Lowe Degre A .Middle English Metrical Romance. Ed. bv 
William Edward Mead. — Konrad Meier, Shakespeares 
dramatische Werke. Uebersetzt von Schlegel und Tieck. 
revidiert von Hermann Conrad. — 0. Glöde, .\ssmaiin. 
Studien zur A. W. Scblegel schen Sbakespeare-Uebersetzuiig: 
Die Wortspiele.— Phil. Aronstein, Koeppel. Studien über 
Shakespeare s Wirkung auf zeitgenössische Dramatiker. - 
(). (ilöde, Bulwer, Harold the Last of the Saxon Kings. 
Für den Schulgebrauch bearbeitet von F. Meyer. — A. 
Kroder und 11. Fernow. Diezmann u. Albrecht’s Modern 
Er.glisb (’oniic Theatre. — O. t41i*dc, Dickens, A Christmas 
(’arol in Prose. Hrsg, von H, Heim. — A. (ireeff, Macau- 
lay, Selections. Hrsg, von August Sturmfels. — O. (Höde. 
Fulda. Unter vier Augen. Zum Uebersetzen aus dem Deut¬ 
schen in das Englische bearbeitet v. Ph. Hangen. — Ders.. 
Parliament and Orators of Britain. Ed. by J. Klapperich. 
— Verzeichnis der vom 1. Oktober 1905 bis 81. Dezember 
UK)6 bei der Redaktion eingelaufenen Druckschriften. - 
Miscellen: Plazidus (Hogger. Zum Leidener Glossar. — 
J. H. Kern. Entgegnung. — W. van der Gaaf, .Notes on 
Easter Seinilchres. — E. Koeppel, Die Engel Härut und 
.Manit in der englischen Dichtung. — Kleine Mitteilungen. 

.Aiiglia XXX. 2: Osborn Waterhouse. The development of 
English sentimental comedy in tbe eigbteenth Century. — 
W. Heuser. Fragmente von unbekannten Spielmannsliedern 
des 14 . .labrhunderts, aus Ms. Rawl. I>. 918. — Ders.. Dux 
Moraud, Einzelrollc aus einem verlorenen Drama des 14. 
Jahrhunderts.— .1. Douglas Bruce, .4 reply to Dr. Sommer 
concerning the relations of Malory's ‘.Morte D’Arthur* and 
the .Middle English romance, ‘Le Morte Arthur*, preserved 
in the Harleian Ms. 2252. — .Anna C. Paues, A newly disco- 
vered mamiscript of the Poema Morale. — K. Lu ick, Nach- 


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169 


19C>7. Literatorblatt für germanische and romanische Philologie. Nr. 5 


170 


trag zn S. 13 ff. — 0. B. Schiatter, AngIo*Saxonica. — ' 
Edmond D. Jones, The aathenticity of some English works ' 
«scribed to Wycliffe. 

Aaglia XXVI, Jahrg. 1903—1904. Supplementheft: Ueber- | 
sicht über die im Jahre 1902 auf dem Gebiete der englisch. | 
Philologie erschienenen Bücher, Schriften u. Aufsätze. Za- | 
sammengestellt von Albert Petri. 161 S. 8®. M. 4. 

Aaglia Beiblatt XVIII, 3: Holthaasen. Keller, The Anglo- 
SaxoD Weapon Names treated archaeologically and etymo- 
logically. — Ders., Grimm, Glossar zum Vespasian-Psalter ! 
and den Hymnen. — Aronstein, Becker, Die Anfnahme ' 
des Don Quijote in der englischen Literatur 1608—1770. — 
Oers., Ör^, Pastoral Poetry and Pastoral Drama. — Holt- j 
haasen. Zur altenglischen Literatur III. — Tappert, 
Kellner, A New and Complete English and German Dictio¬ 
nary by Dr. W. Thieme. I. English-German. II. German- 
English. — Neue Bücher. 


Zs. für romanische Philologie XXXI, 2: H. Suchier, Der I 
Minnesänger Chardon. — CI. Merlo, Appendice alParticolo | 
'Dei continuatori del lat. ilUecc.\ — Amos Parducci, No- | 
tizia di un Leggendario in dialetto lucchese del sec. XIV. | 
— A.Schulze, Textkritisches zum altfranzösischen Prosa- 
Brendan. — A. Horning, Zur <i-Frage im Französischen. 

— E. Langlois, Nastre, NastreU. — H. Tiktin, Zum 
istro-rumänischen Wortschatz. — Fr. Ed. Schneegans, Zu 
den Mysterienspielen. — E. Richter, Frz. bureau. — Th. 
Gärtner, IHe, diemOy dino. — H. Schuchardt, Zn faluppa. 

— Besprechungen: Fr. Beck, Vinc. Zappia, Deila questionc 
di Beatrice. — M. Friedwagner, Papabagi. Basme aro- 
mäne ^i glosar. — Ders., Gräie aromdne. — 0. Schultz- 
Gora, Anglade, Le troubadour Guiraut Riquier. 

Beihefte zur Za. für romanische Philologie 5: P. Gabr. 
Goidanich, L’origine e le forme della dittongazione ro- 
manza. Le qualitä d' accento in sillaba mediana nelle lingne 
indenropee. 218 S. Abonnementspreis M. 5.50; Einzelpreis 
M. 7. — 8: Französische Lieder aus der Florentiner Hand¬ 
schrift Strozzi-Magliabecchiana CI. VII. 1040. Versuch einer 
kritischen Ausgabe von Rud. Ad. Meyer. X, 114 S. Abon¬ 
nementspreis M. 3.30; Einzelpreis M. 4. 

Gesellschaft für Romanische Literatnr Band 9: Der Enga- 
dinische Psalter des Cbiampel. Neu berausgeg. v. J. Ulrich. 
XXXI, 440 S. 8®. M. 18. — 10: El Libro de Alixandre. 
Manuscrit Esp. 488 de la Bibliothöque Nationale de Paris. 
Fahliö par Alfred Morel - Fatio. Avec deux Facsimilös. 
XXVIII, 334 S. 8®. M. 14. — 11: Una Sacra Rappresentazione I 
io Logudorese ristampata ed illustrata per cura del Prof. Mario 
Sterzi, Pisa. XVUI, 90 S. 8®. M. 4.40. — 12: L’Estoire Joseph. 
Hrsg. V. Ernst Sass. 119 S. 8®. M. 4.80. — 13: Die Altfranz. 
Motette der Bamberger Handschrift. Nebst einem Anhang, 
enthaltend Motette aus andern deutschen Handschriften, mit i 
Anmerkungen und Glossar herausgegeben von Albert 8tim- 
ming. X^ÄVII, 233 S. M. 11. (Halle, Max Niemeyer). 

Ronania 141 (Janvier 1907): P. Meyer, Deux nouveaux 
manuscrits de TEvangile des Femmes. — Ders., Fragment | 
d’nne vie de Saint Eustache en alexandrins monorimes. — ! 

Langfors, *Li confrere d'amours*, poöme avec refrains. i 
— B. Heller, L’öpöe Symbole et gardienne de chastet^. — i 
G. Huet. Sur un Episode de ‘Tristan* d'Eilhart d’Oberg. — | 
A. Thomas, Maitre Henri Bande devant la Cour des Aides. ! 
— P. Champion, Henri Baude devant le Parlement de ! 
Paris. — J. A. Herbert, Two newly found portions of the j 
Edwardes ms. — A. Thomas, Fr. dard, nom de poisson; 
fr. seme; prov. se(p)te; L’article anouiliante de Godefroy; i 
Anc. prov./o«; fr. scieur de long. — P. Fournier, Anc.fr. ' 
domel, — E. Vey, Forösien madina. — A. Bos, I)eox re- ! 
cettes en catalan. — P. Meyer, fr. peler. — Ders., Sur [ 
la piece strophique Dieu omnipotent. — Comptes rendus: A. t 
Jeanroy, Voretzsch, Einführung in das Studium der alt- | 
fnnzosischen Literatur. — Ders., Zingarelli, Ricerche sulla 1 
j Vita et le rime di Bemart de Ventadom. — P. M., Ramiro 

I Ortiz, Amanieu des Escas c’om apela Dieu d'amors (Napoli, 

r 1906,86 S.). — P. M., Bayot, Fragments de manuscrits trou- , 

v^ aux Archives du Royaume. — A. Th., Rolland, Faune 1 

j pOpnlaire de la France VII. Les mammif^res sauvages. — i 

A. M,-F., Spill o Libre de les dones per Mestre Jaeme Koig. 
Bdicion critica con las variantes de todas las publicadas y 1 
las del ms. de la Vaticana, prologo, estndios y comentarios i 
por Roque Chabas (Barcelona und Madrid 1905, Bibliotheca i 
Hiapanica XVIII). — In der Chronique werden kurz be- i 


sprochen: A. Alge, Die Lautverhältnisse einer Patoisgruppe 
des Berner Jura. — Cb. Lachsinger, Das Molkereigerät 
in den romanischen Alpendialekten. — Aucassin et Nico¬ 
lette. Text critique par H. Suchier. 6e 6d. — H. Hessels, 
A late eighth-century Latin Anglo-Saxon Glossary in the 
Library of the Leiden University. — Li Ave Maria en rou 
mans par Huon le Roi de Cambrai, publiö par Arthur Lang¬ 
fors. — Ernst Sass, L’estoire de Joseph. — P. Aubry, 
La chanson populaire dans les textes musicaux du moyen- 
äge; La musique et les musiciens d'öglise en Normandie 
au XIII e siede, d'aprös le ‘Journal des visites pastorales 
d'Odon Rigaud*. — L. G aut hi er. Les Lombards dans les 
deux Bourgognes.— M. Michel, La chanson de Roland et 
la litt^rature chevaleresque. — N. Zingarelli, II *Guil- 
laume de Palerne* e i snoi dati di luogo e di tempo (Pa¬ 
lermo 1906. Estratto dalla Miscellanea di Archeologia de- 
dicata al Prof. A. Salinas). — Biblioth^que Nationale, dö- 
partement des manuscrits. Album de Villard de Honnecourt, 
architecte du XIII e siöcle, reproduction des 66 pages et 
dessins du ins. fr. 19093 de la Bibliothöque Nationale. — A. 
B 0 s e 11 i, Due poesie religiöse in antico francese. — W. 
Suchier, Das provenzalische Gespräch des Kaisers Hadrian 
mit dem klagen Kinde Epitus. — Le livre des s^dics des 
6tats de Böarn (texte bearnais) publik pour la societ^ histo- 
rique de Gascogne par L^on Caaier (Paris. Champion, Auch, 
Cocharaux. 18^9. Deuxi^me partie. Publ. par H. Cour- 
teanlt. 1906). — La Chanson de Roland. A Modem French 
Translation of Theodor Mttller’s Text . .. by J. Geddes. — 
J. Geddes et Rivard, Bibliographie du parier fran<;ais 
au Canada. — L. Thuasne, Francois Villon et Jean 
de Meun. (Extrait de la ‘Revue des Bibliotheques* mars- 
avril 1906).— J.-M. Filippi, Recueils de sentences et dic- 
tons usit^s en Corse avec traduction et lexique. — 0 livro 
d' Esopo. Fabulario portuguös medieval pnblicado conforme 
a um manuscrito de seculo XV existente na bibliotheca pa- 
latina de Vienna pelo Dr. J. Leite de Vasconcellos. — No¬ 
tice sur les manuscrits du ‘Liber floridus* de Lambert, eban- 
oine de Saint-Omer, par L. Delisle. — The Book of the 
Knight of La Tour-Landry ... ed ... by Thomas Wright. — 
F. W. Bourdillon, The early editions of the ‘Roman de 
la Rose*. London 1906. X, 212 S. Illustrated mono^aphs 
issued by the Bibliographical Society XIV.— Ez. Slijper, 
De Formularum Andecavensium latinitate disputatio. — Un 
opuscule de Robert du Val par Fabbfe A. Tougard. — W. 
P. Ker, Essays or. Medieval Literature. — Primera (Iro- 
nica General 6 sea Estoria de Espaüa que mandö componer 
Alfonso el Sabio y se continuaba bajo Sancho IV en 1289 
publ. por Ramon Men^ndez Pidal. — G. Paris, Esquisse 
historique de la littt rature franqaise au moyen äge. 

Revue des langnes romanes Nov.-D^c. 1906: B. Sarrieu, 
Le parier de Bagneres-de-Luchon et de sa vallee. (Forts.). 

— A. Boselli, La Passion Nostre-Dame Poemetto reli- 
gioso inedito in antico francese. — A. Cuny, Les spirantes 
palatales et velaires dans la vallee de la Meurtbe. — M. 
Grammont, La simplitication de Portografe fran^ise. — 
Besprechungen: (Trammont, Krnault, Causeries sur P^ty- 
mologie. — Ders., Roques, M^thodes ötymologiqucs. — 
Martinenche, Nueva biblioteca de autores espaüoles. — 
E. M., Bianca de los Rios de Lampörez, Tirso de Molina. 

— Martinenche, J. Hazaüas y la Rua, Los Ruüanes de 
(’ervantes. — E. M., Guides* Joanne, Espagne et Portugal. — 
Rigal, Gazier. Une suite ä Phistoire de Port-Royal — 
Ders., Bonnard. Les familiers. — E. R., Chantavoine, Les 
principes de 1789. — E. R., Faguet. Propos de Thöätre, 3e 
sörie. — E. R., Soubies, Les merabres de Pacademie des 
beaux-arts depuis la fondation de PInstitut. 2e s^rie. — 
Rigal, Cohen, Histoire de la mise en scene dans le theätre 
religieux francais du moyen-äge.— Ders., Faguet, Amours 
d’hommes de lettres. — E. R., Soubies, Almanach des spec- 
tacles, ann^e 1905. — E. R., Joran. Au tour du f^minisme. 

— .1. R., Brusewitz. La syntaxe des pronoms personnels 
dans la langue des fMibres. — J. R, Wendel, Die Entwick¬ 
lung der Nachtonvokale ans dem Lateinischen ins Altpro- 
venzalische. — J. R., L. Branchet et J. Plantadis, (yhansons 
populaires du Limousin. — J. R., J. Miret i Sans, El mös 
antig text literari escrit en catala. — J. R., Duc de la Salle 
de Roebemaure, R^cits carladeziens. — .T. R., Boheman, 
Histoire de la littörature des f^libres. — Vianey, Evers, 
Critical edition of the Discours de la vie de P. de Ronsard 
par Claude Binet. — Castets, Pletscher, Die Märchen Char¬ 
les Perranlt’s. — F. C., E. V., Orlando Furioso. — F. 


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171 


1907. Literaturblatt für germanische und romanische Philologie. Nr. 5. 


172 


Loeseth, Le Tristan et le Palamede des ms. fr. du Brit. 
Museum. — F. 0., Rivalta, Liriche del ‘dolce Stil nuovo*. 

Revue de philologie fran^aise et de litterature XXL 1: 
L. Vignon, Les patois de la region lyonnaise: le pronom 
r^gime de la 3e personne. le regime indirect — H. Yvon. 
Sur Temploi du mot ‘indCtini’ en grammaire fran<*aise, IV: 
L’article ind^tini. — A. Jeanroy, Etymologies fran<;aises: 
anc. fr. 'esiraier'; \v.'poiilv\ tvrme de jeu ; anc. h.'iaiemele\ 
*talemete\ — Emanuelli, Le parier populaire de File an- 
glo-Dormand d’Aurigny: vocabulaire.— Comptes rendus: A. 
Boselli, Le Jardrin de Paradis (A..leanroy). — A. Danzat, 
Essai de möthodologie lingiiiiitique dans le doniaine des lan- 
gues et des patois romans (A. TeiTacher) — A. Dauzat, 
Geographie phon(5tique d une r{*gion de la hasse Auvergne 
(A. Terracher). — Congres international pour Textension de 
la langue francaise (F. Baldensperger).— E. Lavisse, llis- 
toire de France, Louis XIV, de 1643 a 1685 (Y.). 

Zs. für französische Sprache and Literatur XXXL 1/3: 
H. Schneegans. Die Sprache des Alexanderromans von 
Eustache von Kent. — L. Karl, Aimeri de Narbonne und 
die Heirat Andreas II. von Ungarn mit Beatrix. — W. 
Küchler, Die Cent Nouvelles Nouvelles 11.— K. Glaser. 
Beiträge zur Geschichte der politischen Literatur Frank¬ 
reichs in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhs. — G. Baist 
und D. Behrens, Wortgeschichtliches. 

Annales du Midi 73 (Janvier 1907): J. Bedier, Uecherches 
sur le cycle de Guillaume d’Orange. I: Saint Guillaunie de 
Gellone. — S. Stronski, Recherches historiques sur quel¬ 
ques protecteurs des trouhadours (Forts.). — G. Mi Harde t, 
Un contrat de mariage gascon du XVe sit'cle. — ,1. Duca¬ 
min, A propos d’une recente Edition de G. Ader (Schluss). 

— Anglade, CrK.8cini, Manualetto provenzale; Grandgent. 
An outline of the phonology and morphology of < Hd Proven- 
(^al. — A. Jeanroy, C'ohen, Histoirc de la misc en scene 
dans le theätre religieux du moyen äge. — Ders., Fahre. 
Austorc d’Orlac, trouhadour du Viday au XIIIe siede. — 
Ders., Keller, Das Sirventes ‘Fadet joglar* des Guiraut von 
Calanso.— Ders., Wendel, Die Entwicklung der Xachton- 
vokale aus dem Lateinischen ins Altprovenzalische. 

Annales de la Soci^te Jean-Jacques Rousseau. Tome deu- 
xRme. 1906. Genf, Jullien. Leipzig, Hiersemann. 312 S. 
Gr. 8®. [Eugene Ritter, J. .1. Rousseau et Madame d’Hou- 
detot. — Andr6 Michel, Deux portraits de Rousseau. — 
Theophile Dufour, Pages inedites de J J. Rousseau. 2;me 
Serie.— Complement pour la bibliographie de rannee 1904. 

— Chronique.] 

Rassegna bibfiografica della letteratura italiana XIV. 
11/12: F. Satullo, La giovinezza di Antonio Beccadelli 
detto il Panormita (V. Rossi). — G. Garavaiii. 11 ‘Flore- 
tum* di Ugolino da Montegiorgio e i ‘Eioretti di S. Fran¬ 
cesco*. — La questione storica dei ‘Fioretti’ di S. Francesco 
e il loro posto nella storia delFGrdine (G. Grirnaldi). — F. 
Lo Parco, Petrarca e Barlaam (V. Salza). — Coinuni- 
cazioni: E. Filippini, Una miscellanea poetica del sec. 
XVIII contenente parecchie satire di Bartolommeo Dotti. — 
Cronaca. 

Bulletin Italien n® 1: Bouvy, Une nouvelle Histoire de la 
Litterature italienne. — Bibliographie: Hecker, 11 piccolo 
italiano (Preis). — Muoni, Xota per una poetica storica 
del Romanticismo (Paoli). — The Roinances of Chivalry in 
ftalian verse. Selections edited by Ford (A. M.-F.). 

il Giornale Dantesco XVl, 6: Fedele Romani. ‘Con segno 
di vittoria incoronato*. — Cel. Tibaldi, Appunti di ostetica 
dantesca. — Dom. Ronzoni. Ancora delFordinamento mo¬ 
rale deirInferno: Note ed appunti all’esame critico del p. 
Bnsnelli. — Enr. P r o t o , Del Petrarca e di alcuni suoi 
amici. — F. P. Luiso, Le ‘Chiose di Dante* e Benvenuto 
da Imola. — (iius. Baroni, I capelli e la barha nella Di- 
vina (’ommedia.— T. Bagnoli, L’allitterazione nella poesia 
di Dante. — M. Morici, Una visita clandestina alla tomba 
di Dante. — G. Brognoligo, Questioni e questioncelle.— 
G. L. Passerini, Bullettino hibliogratico. 

Bulletin hispanique n® 1: Merim6e, ‘El Ayo de su hijo*. 
comedia de Don Guillen de Castro. — Cirot, Recherches 
sur les Juifs espagnols et portugais ä Bordeaux (suite). — 
Pi tollet, Les premiers essais litt^raires de Fernän Cabal¬ 
lero. Documents inCdits. — Varietes: De la date d’une let¬ 
tre de sainte Therese (A. Morel-Fatio). — Bibliographie: 
Cuervo, Obras de Fr. Luis de Granada (Morel-Fatio). — 
Falp Plana, Lo geni Catalä; Topogratia medica de Sol- 
sona; Moss6n Verdaguer (Merim^e). 


Revista Lnsitana 9, 3/4: Seb. Dalgado. Dialecto indo-por- 
tugues do Norte. (Scliluss). — A. Gomes Pereira, Tradi- 
Cues populäres c linguagem de Villa Real. — Pedro A. de 
Azevedo, Docurnentos portugueses do mosteiro de Chellas. 
— Jost^ Aug. Tavares, Romanceiro transmontano. — .1. 
Moreira, Notas philologicas. — Miscellanea: Leite de 
VasconCellos, Redexdes ao *Livro de Esopo* ou ‘Fabulario 
Portiigues’. — Pedro A. de Azevedo, Um inedito de doilo 
Pedro Ribeiro.— A. Thomaz Pires, Inquiri(;ues. — Pedro 
A. de .4zcvedo, A rima infantil do ‘Castello de Xuiuru- 
melo* em 1729. — J. Leite de Vasconcellos, Ceivar os 
bois. — Biblicgraphia: J. Leite de Vasconcellos, Meyer- 
Lübke, Die altportugiesischen Personennamen germanischen 
Ursprungs. _ 


Literar. Zentralblatt 6: Schmidt, Petit supplöment au dic- 
tionnaire de Du (^’ange. — F. Fdch., Lanson, Voltaire. — 
7: Magnus. Goethe als Naturforscher. — Bartels, Heinrich 
Heine. — 8: K. V., Hauvette, Litterature italienne. — -tz-, 
Anthes, Die Kegelmühle; Sebmieder, Natur und Sprache. — 
9: Bugge, Die Wikinger. Bilder aus der nordischen Ver¬ 
gangenheit. — R. Much, Hirt, Die Indogermanen.— N. S., 
Maigron, Fontcnelle. — Johannes Rothes Passion. Heraus¬ 
gegeben V. A. Heinrich. — 10: -nn-, Gutjahr, Die Urkunden 
deutscher Sprache in der Kanzlei Karls IV. — W. v. S.. 
Wossidlo, Mecklenburgische Volksüberlieferungen III.— 11: 
M. K., Schmieden, Die bühnengerechten Einrichtungen der 
Schillerschen I)ramen. — 12: Haendke, Deutsche Kultur im 
Zeitalter des dreissigjährigen Krieges. — K. Bergmann, Die 
sprachliche Anschauung und Ansdrucksweise der Franzosen. 

— 18/14: Aus dem geistigen Leben und Schaffen in West¬ 
falen. — M. J. W.. Shakespeare’s Dramatische Werke, üeber- 
setzt von Schlegel und Tieck, revidiert von Hermann Con¬ 
rad — F. Vogt, Schiele. Sang und Spruch der Deutschen. 

— L. Fr.. Marlow, F., (Ludwig Hermann Wolfram) Faust 
Neu herausgegeben u. mit einer biographischen Einleitung 
vers. von 0. Neurath. — 15: M. Lederer. Plessow, Geschichte 
der Fabeldichtung in England bis zu John Gay 1726. 

SitzungHberichte der kgl. preussiseben Akademie der 
Wissenschaften 1907. IV. Berlin, G. Reimer in Komm, 
Inh.: Deutsche Kommission. Bericht von Burdach, Roethe 
u. Schmidt. — Burdach. Forschungen zur Geschichte der 
neuhochdeutschen Schriftsprache. Bericht. 

Sitzung^sbef ichte der Kgl. Bayr. Akademie der Wissen¬ 
schaften. Histor. Klasse 1907, Heft 1: Gröber u. Traube. 
Das älteste rätoromanische Sprachdenkmal (Einsidlcr Hs. 
199, Interlinearversion des 12. Jahrh.). 

Nachrichten von der Gesellschaft der Wissenschaften zn 
Göttingen 1906.4: Leo Meyer, über den Namen Göttingen. 
Jahrbuch des Freien Deutschen Hochstifts 1906. Frank¬ 
furt a. M. (1907). Druck von Gehr. Knauer. IV, 341 8. 
Gr. 8®. M. 10. Inh.: M. Rade, Lessing Ms Theolog. - 
R. Kautzscli, Die Kunst der Barockzeit in Deutschland. 

— Max Förster, Die sozialen Strömungen in der englisch. 
Literatur des 19. Jahrhs. — P. Pochhammer, Dante und 
seine Dichtung. — K. Rehorn, Goethe und der moderne 
Roman. — Aus dem Goethemuseum: Wielands Bildnis, mit¬ 
geteilt von 0. Heuer. — Ein vergessener Kritiker des 18. 
Jahrhs. (Joachim Christian Friedrich Schulz), mitget. von 
G. V. Hartraann. — Joh. llnr. Mercks „Ueberblick über die 
Geschichte der Malerei von den frühesten Anfängen bis aof 
Rubens und van Dyk“, mitget. von R. Hering. — Marie 
Rehseners Silhonetten zu (loethes Iphigenie, mitget. von 0. 
Heuer. — Mahler Müllers Iphigenie, mitget. von O. Heuer 

— Register. — Abbildungen: Wieland, nach dem Original¬ 
gemälde im Frankfurter (ioetbemuseum. — Urei Silhouetten 
Marie Rehseners zu Goethes Iphigenie. — Faksimile aus 
Maler Müllers Iphigenie. 

Rheinisches Museum 66, 1: H. Willers, Die röm. Messing- 
Industrie in Nieder-Germanien, ihre Fabrikate und ihr Aus- 
fiibrgebiet. 

Blätter für das Gymnasial-Schulweseii 4;4, 1/2: G. Stein¬ 
müller, Augenblicklicher Stand der neusprachlichen Kc- 
formbestrebungen. — A. Patin, Zu Goethes Hymne ‘Das 
Göttliche*. 

Zs. für die österreichisch. Gymnasien 57, 12: A. Fries. 
Beobachtungen zu Goethes Stil und Metrik. — A. Biel* 
schofsky, Friederike und Lili, von Alex, von Weilen. — 
U. Heilig und Ph. Lenz, Zeitschrift für deutsche Mund¬ 
arten. von Nagl. — 58, 1: J. Frank, Voltaire. — 58. 2: 
Ed. Castle, Tassoprobleme. Ein Goethe-Mosaik.— Bernt, 


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173 


1907. Literaturblatt für germanische und romanische Philologie. Nr. 5. 


174 


Panzer, Märchen, Sage und Dichtung. — Meyer-Lübke, 
Pii^cariu, Etymologisches Wörterbuch der rumän. Sprache. 
Neae Jahrbücher für das klassische Altertum, Geschichte 
a. deutsche Literatur u. t Pädagogik 10. .lahrg. 19. u. 

20. Band, 1: A. Hildebrand, Lenaus Faust. — 2: R. 
Petsch, Die Walpurgisnacht in Goethes P'aust. — 3: K. 
Thomas, Em. Geibel als Uebersetzer altklassischer Dich¬ 
tungen. 

Wochenschrift für klassisi he Philologie Nr. 4: Zauner, 
Komanische Sprachwissenschaft, von Niedermann. — Nr. 7:, 
(inerich, Andreas (4ryphius u. s. Herodes-P^pen, v. Ziehen. 

- Nr. 9: M artin, Deutsches Badelehen in vergangenen 
Tagen. — Nr. lU: Koepp, Die Römer in Deutschland. 

Neae philolog. Rundschau 1907, 3; C. Herzog, Mensch. 
Oas Tier in der Dichtung Marots. — H. .lantzen, Gering, 
Beowulf nebst dem Finnsburg-Bruchstück.— 4: .1. Keller. 
•Nausester, Denken, Sprechen und Lehren. — H. .lantzen, 
Thürnau, Die Geister in der englischen Literatur des 18. 
.lahrhs. — ö: G. Friesland, Franz, Das literarische Por¬ 
trät in P>ankreich im Zeitalter Richelieus und Mazarins. — 

H. .lantzen, Köhler, Die altenglischen I'ischnamen. 
Zentralblatt für Bibliothekswesen 24. 2; F. Mil kau. Die 
Abteilung für niederdeutsche Literatur bei der IJiiiversitäts- | 
bibliothek zu Greifswald. 

Blätter für Volksbibliotheken und Lesehallen 8. 1/2: K 
Noack, Wilhelm Heinrich Riehl als Volksschriftstcller. 
Korrespondenzblatt des Gesamtvereins der deutschen 
Geschichts- u. Altertnmsvereine 2: H. Scger, Spuren 
der römischen Kultur in Schlesien. — Kuhitschek, Das j 
römische Wien. — 55, 3: Brenner n. a.. Verbreitung der 
Bauernhansformen in Deutschland. — Schüllerus, reber 
siebenbürgisch-sächsische Volkskunde. — Hel big, Zur Stein¬ 
kreuzfrage. 

Deutsche Geschichtsblätter VIII. 8: Tille, Westdeutsch¬ 
land u. der Orient.— 4: Hans Ollberz, Die Idee der mittel¬ 
alterlichen Totentänze. 

Archiv f. Kulturgeschichte V, I: .loh. Müller, Die Haupt¬ 
wege des Nürnbergischen Handels im spätmittclalter. — 
Fr. Guntram Sch ult heiss. Der P^intluss der Romantik 
auf die Vertiefung des Nationalgefühls. * 

Mitteilungen des Vereins f. d. Geschichte Berlins BX)7, 2: j 
E. Frensdorff, Das Testament der Dichterin Anna Louise | 
Karsch. — 3: .lohanncs Leo, Das geistige Leben Berlins i 
während des Siebenjährigen Krieges (Bericht). 

Neues Archiv für die Geschichte der Stadt Heidelberg 
VH, 2: Eine Badstuben - Ordnung vom Jahre löO.B, initget. 
von Benedikt Schwarz. 

Schleswig-holsteinische Zeitschrift für Kunst u. Literatnr 

1900, 20: H. Stodte. llebhel und Bulthaupt. — M. Kohn. 
Ein verschollenes Gedicht Hebbels. 

Fuldser Geschichtshlätter V, 11 u 12: G. Richter, neuere 
Hrabanusliteratur. 

Historische Monatsblätter für die Provinz Posen \TI, 2: 

A. Pick, Ein Brief der ..Deutschen Sapplio“. — VIl, i*: A. 
Wund rack, Zur Geschichte der deutschen Ansiedlungen 
im ehemaligen Polen. 

Zs. für die Geschichte des Oherrheins 61, 1: K. Beyorle, 
Neuere Forschungen zur Wirtschaftsgeschichte d. Ostschweiz 
und der oberrheinischen Lande. — Karl Obser, Tobias 
Stimmer. 

Mitteilungen ans der lippischen Geschichte n. Landes- 
knnde IV: 0. von Meysenbug, Beiträge zur Gesehiclite | 
musikalischen und theatralischen Lehens in Detmold. 
Geschichtsblätter für Stadt und Land Magdeburg 41, 1: ‘ 
K. Setzepfand. Das Schöppenbuch von Seehansen 1490 — 
R>8L — K. V. Kauffungen, Die Korr(.spondenz des Dich¬ 
ters Georg Rollenhagen mit dem Rate der Kaiserl. freien 
Reichsstadt Mühlhausen in Thüringen vom Jahre 1590. — 

2: Curt Gebauer, Das französische Element im Theater¬ 
leben Magdeburgs während der Fremdherrschaft. I 

Mitteilungen des Vereins f. Geschichte der Stadt Meissen l 
Vll, 2: Schwabe, Aeltere dramatische Aufführungen in 
Kursachsen, mit besonderer Berücksichtigung von Meissen. 
Jahresbericht des Vereins für Geschichte der Stadt 
Nürnberg 29: A. (iebhardt, Die Erklärung dcutseher 
Ortsnamen. 

Zs. des Historischen Vereins für Steiermark IV, 1 u. 2: 

K. Lacht*r. i)ie Hausindustrie und Volkskunst in Steier- i 
mark. — K. Heissen berger. I)ie deutschen iksiedlungen | 
Siehenbürj^ens in älterer und neuerer Zeit. 

MittcilungQii der Schlesischen Gesellschaft für Volks- i 


künde 1906, 15: W. N eh ring. Die russische Volksepik. 2. 

— W. H. Vogt, Die heutigen Isländer. — H. Magnus, 
Die plastische Auffassung der (Tcbärmutter in der Volks¬ 
medizin. — K. Olbrich, Die P'reimaurer im deutschen 
Volksglauben. Nachträge. — F. Fraenkel, Aus oriental. 
Quellen. — 0. K n o o p , Aberglaube und Brauch aus der 
Prov. Posen. (Schl.) — P. Klemenz, Schics. Hirtenrufe, 
-Sprüche und -Lieder. — Heyn, Die Flurnamen von Moll¬ 
witz, Kreis Bricg. — P. Dittricli, Orts- u. Flurnamen der 
Leobschützer Gegend. — Stäsche, Bäuerliche Hoebzeits- 
bräuclie im Kirchspiel Klein-Ellguth, Kreis Oels, um Mitte 
des vorigen Jahrh. — J. Klapper, Zur Volkskunde Ober¬ 
schlesiens. — Kühnau, Der „goldene Esel“ zu Reichen¬ 
stein. H. Berger, Der Hungerturm von Priebus. — G. 
Lustig, Heiden werfen. — Paul Drechsler, Breslauer 
Küchenzettel aus dem J. 1732. — P. Klemenz, Zum Ge¬ 
brauche des Artikels vor Ortsnamen. — Fr. Graebisch, 
Ein sehles. (ledicht über die Tiroler in Zillertal. — Th. 
Siebs. Rübezahl. — A. Hellwig. Umfrage über kriminell. 
Aberglauben. — 16; Marie Brie, Der german., insbes. der 
engl. Zauberspruch. — P. Feit, Das deutsche Volksrätsel. 
Nachtrag. — Ders.. Wirtshausschilder. — M. Hel Irnich, 
Flurnamen, Familiennamen und Torsäulen in Boyadel, Kreis 
Grünherg. — P. Drechsler, Flurnamen aus dem Kreise 
Sprottau.— J. Klapper, Eselsfresser. ~ Ders., Zur Rübe- 
zahlforschiing. - K. Olbrich, Beobachtungen über den 
schles. Bauerngarten. — R. Kühnau, Umgehende Seelen. 

— Th. Siebs, Die Sprache der Tiroler in Schlesien. 

Za des Vereins für rheinische ond westfälische Volks¬ 
kunde 4, 1: Paul Sartori, Zur Volkskunde des Regierungs¬ 
bezirks Minden. IIL Tage und Festzeiten des Jahres. — 
B. Hüser, Zur (beschichte der weltl. Kindtauffeier in War- 
burg. — P. S. Kreuzberg, Kinderspiele an der unteren 
Agger. — Fassbender, Einige Burscheider Lieder und 
anderes. — H. Niessen, Die Mädchen ^der Mailchen. — 
S. Schreiber, De Wederglock (Gewitterglocke) zu Denerew. 

— Wehr hau. Zum kriminellen Aberglauben. 

Zs. für Numismatik 26, 1/2: E. Schröder, Zu den mark. 
Münznamen. 

Zs. für Ethnolog^ie ;I8, 6: W. Pessler, Das altsächsische 
Bauernhaus der Insel Rügen. 

Mitteilungen des Copernicus-Vereins für Wissenschaft 
lind Kunst Heft 14: O. Lindau, Die ehemalige Thorner 
Barbier- u. (’hirurgen-Innung. — B. Schmid, Ueber ältere 
Bauernhäuser in der Thorner Niederung. 

Zs. für Psychologie ond Physiologie der Sinnesor^ne 
44, 3: St. Witasek, Ueber Lesen und Rezitieren in ihren 
Beziehungen zum Gedächtnis. 

Zs. für Aesthetik o. allgemeine Knnstwissenschaft 2, 1: 

W. Wactzold, Kleists dramatisch. Stil.— A. Scheunert, 
Ueber Hebbels ästhetische Weltanschauung und Methoden 
ihrer Feststellung. 

Zs. der Deutschen Morgenländischeu Gesellschaft 60, 4: 

Planert, Die grammatisch. Kategorien in ihrem Verhältnis 
zur Kausalität. Eine Untersuchung am Malayischen. — C. 
llunnicus, Das syrische Alexanderlied. 

Archiv für Religionswissenschaft X, 1: B. Kahle, Som¬ 
mertag. — Alb. Ostheide, Zum Martinsfeste. — Bernh. 
Struck, Niederlegen u. Aufheben der Kinder von der Erde. 

— F. Rösiger, Der Kxamenmann von Schulpforta. 

Zs. für Kirehengeschichte XXVII, 4; Ficker, Eine Samm¬ 
lung von Abschwörungsformeln. 

Theologische Studien n. Kritiken 1907, 2: Thiele, Denk¬ 
würdigkeiten aus dem Leben des Johann Agricola von Eis¬ 
leben, von ihm selbst aufgezeichnet. 

.Monatschrift für Gottesdienst n. kirchliche Konst 12, 3: 
Smend, Zum Paul (berhardt-Juhiläum. (Mit 1 Autogramm.) 

— Anrich, Gonrad Hubert. — Nelle, Zwei Nebensonnen 
Gerhardts, Christian Keimann u. Joliann Rist. (Mit 1 Abb.) 

— Spitta, Paul (Gerhardts Lieder und die Musik. (Mit 1 
Abb.) — Budde, Paul (berhard und Ludwig Richter. (Mit 
5 Abh.)— Lascli. R. Schäfers Bilder zu den Paul Gerhardt- 
Liedern. (Mit 4 Abb.)— Mader, ,Menschliches Wesen, was 
ists gewesen*. — Spitta, „Lobet den Herren alle, die ihn 
fürchten“. — v. Lüpke, Eine Paul (berhardt-Feier auf dem 
Lande. — Günther, Paul (berhard in religionsgeschicht¬ 
licher Beleuchtung. 

Bremer Beitrüge zum Ausbau n. Umban der Kirche 1,2; 
A. Fitger. \ oltairiana. 

Die Christliche Welt 21, 10: K. Seil, Zum (bedächtnisse 
Paul Gerhardts. 1. — J. Schäferdiek, Die Entwicklung 


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175 


1907. Lit^raturblatt für germanische und romanische Philologie. Xr. 5. 


17fi 


des religiösen Xaturgcfühls in Frankreirh von Rousseau bis 
Lamartine. — 11: Paul (Gerhardts Testament. — K. Seil, 
Zum Gedächtnisse Paul (rerhardts. 2. 

Der alte Glaube 8, 23/24: W. Lang. Paul (ierhardt. — Paul 
Gerhardt im Lichte der neueren Literaturgesrhichte. 

Schriften des Vereins für Keformations^^eschichte 4: G. 
Kawerau, Paul (ierhardt. 

Protestantenblatt 40. 5 0: Kreyenbühl. Hebbels Stellung 
zur Religion und Metaphysik. — 10: P. Kirmss. Paul 
(ierhardt. — 12/13: Hebbels Glaubt- an die rnsterhlichkeit. 

Protestantische Monatshefte 11, 3: .\. Werner, Paul (ier¬ 
hardt. 

Altern. Evang.-Lnther. Kirchenzeituiig 40. 10: Paul (ier¬ 
hardt. 1. — Paul (ierhardt. in religionsgescbichtlicher He- 
leuchtung. — 11/12: Schnitzen. Paul Gerhardt 2. 3. 

Theologisches Literaturblatt 28. 9 Kl: bib. Nestle. Die 
Weimarer Ausgabe von Luthers I)< utscber Ribel. 

Der Katholik 87, 1: Goethe und das Kruzitix. 

Archiv für Strafrecht und Strafprozess 54. 1/2: H. V. 
Kantorowicz. Dante der Teilnahme am Merde schuldigV 

Hochland 4, 5: A. Counson. Hrunetiere und sein Werk. — 

4, 6: H. A. Krüger, (ioetbes «Wilhelm Meister“ und der 
Bildungsroman der Romantiker. — (i. M. Dreves, Der 
letzte Ritter der Romantik (KiebendorfT) u. sein Denkmal. 

Deutsche Rundschau 33, 5: Th. Birt. Aus der Provence. - 
A. Frey, Gottfried Keller-Briefe. — R. M. Meyer. Wilhelm 
und Caroline von Humboldt. — 83. 0: (>. Krommel, Paul 
Gerhardt. 

Deutsche Revue Januar: R. v. Gottsrhall. Eine deutsche 
Akademie für Sprache und Literatur. 

Deutschland 5. 5: .1. Benrubi, Ferd. Brunetieres Kampf 
gegen die moderne Kultur. — S. Rabmer, Heinrich von 
Kleist in seinen Briefen. — F. Kuntze, Der Krieg im 
Lichte der Sprache. 

Nord und Süd Marz: Cbr. Boek, Ilas dichterische Schaffen. 

— Ad. Kohut. Briefe Adolf Stahrs an Varnhagen V(»n Ense 
und Bettine von Arnim. — April: Fr. v. Oppeln-Broni- 
kowski. Henri Heyle (Stendhal). Ein Kämpfer gegen seine 
Zeit. 

Altprenssische Monatsschrift 44, 1: .1. Semhritzki, Max 
von Schenkendorffs Beziehungen zu Mernel. — S. .Meyer, 
Die (tesetze der Spielleute zu Mewe. Ein Beitrag zur Kul¬ 
turgeschichte Preussens Im 15. .lahrhundert. 

Süddeutsche Monatshefte 4. 1: H. Uhde-Bernays. Briefe 
von Michael Bernays an seine Freunde. — 4. 2: M. Ber¬ 
nays, Aus Briefen an Dr. Hermann Phde u. Frau. — 4, 3: 

0. Bulle. (Hosue (’arducci. 

Der Türmer 9, 0: E. Gros, Paul (ierhardt. — Fr. Baum, 
Goethe und die Arbeit. — K. Storck. Romantiker und 
Idealist. Zu Longfellows KJO. (iehurtstag. 

Das literarische Echo 9, 11: O. F. Walzel, Wilhelm von 
Humboldt. — 9, 12: (t. Witkowski. Goethe-Schriften. 

Die Nation 17: A. Bettelhei m, Eine (’harakteristik Kühnes 
von Berthold Auerbach. — 18: B. Münz, Briefe von Frau 
.leanette Strauss-Wohl an Börne. — R. M. Meyer, Die 
Philosophie der Romantik. — 21: A. von Gleichen-Russ- 
wurm, ('arlo Goldoni.— 22: S. Mehring, Zwei Klassiker 
(Dante u. Li-Tai-Pe).— O. Hauser, Die moderne deutsche 
Ballade. 

Die Heimat 17, 3: Bruhn, Johann Rist aus Wedel. 

Die Gegenwart 8: P. Friedrich, (irahhes und (ioetbes 
Faust. — 9/10: H. Hansen-Tebel. E. T. Hoffmanns Oper 
‘Undine*.— 9: T. v. Sosnosky, Wilhelm Jensens Sprache. 

Die Zukunft 23. 2. 1907: Stephan Zweig, .Artur Rimbaud 
(Fragment aus der Fänleitung zu der demnächst im Insel¬ 
verlag erscheinend. Uebersetzung von (iedichten Rimbaud s.) I 

Der Kompass 6: A. Hacke mann. Humor in den altdeut¬ 
schen Weihnachtsspielen. — 7: J. H. Albers. Die vier alt¬ 
germanischen Jahresfeste. 

Zeitung für Literatur, Kunst und Wissenschaft. Beilage 
des Hamhurgischen (’orrespondenten 4: F. P. v. Westen¬ 
holz, Der wahre Shakespearey — 0: H. K rü ger-Wess¬ 
end, Goethe in Dornburg. — R. Saudek, (Joethe und die 
(ieschlechter. i 

Sonntagsbeilage zur Vossisclien Zeitung 4: Ludwig, I 

Alfred de Vigny in seinen Briefen. — (>. Francke. W as 
haben die Engländer für die Reinhaltung ihrer Sprache ge- I 
tan :'— 8: M. Landau, (yulo (ioldoni.— 9; P. Hoffmann, i 
(Tottfried Keller und Peter lliRe. — 10: (’. Werckshagen, I 
Paul Gerhardt in Berlin. — 10/11: L. Bellermann. Ge- | 


danken über Hermann Conrads Revision der Schlegel’schen 
Shakespearc-Uehersetzung. 

Allgemeine Zeitung Beilage 24: A. Brausewetter. Lessine 
als Pilosoph. — 31: Die alten deutschen Handschriften 
Bayerns. — 32: Frhr. v. W’estenholz, Laube, Dingelstedt 
und Shakespeare. — 40: W. W^undt, Schall nach ah mun gen 
u. Lautmetapliern in der Sprache.— .1, Hofmiller, Mensch 
und Uehermensch (Bernard Shaw). — 41: P. W^ernle. Paul 
Gerhardt als läederdichter. — 42: G. Schmitz. Der fran- ' 
zösische Prosastil. — 46: L. Brosch. Carlo Goldoni. — 4H: 

H. Plenzmann. Henry W'adworth Longfellow und seine 
Stellung in der amerikan. Literatur. — 53: V. Flamini. 
Giosue (’arducci. — 54: 8. Schott, Jeannete Strauss-VVohl. 
die Freundin Börnes. 

Frankfurter Zeitung Nr. 62, zweites Morgenblatt: Aus dem 
deutschen Pseudonymen-Lexikon. 

Museum 14, 6: J. V erd am, Lodewijc van Velthem's voort- 
zetting van den Spiegel Historiael (1248—1316(. uitgegeven 
door Hemian van der Linden en W'illem de Vreese. — A. , 
E. H. Swaen. Baeske. (Rdcastle-Falstaff in der englischen 
Literatur bis zu Shakespeare. — R. C. Bo er. Die Lieder 
der Edda heraiisgcgeben von B. Sijmous u. H. Gering I. H: 
Einleitung. — K. Sneijders de Vogel, Bernitt, Lat. caput 
und capum mdist ihren WTiiisippen ira Französisclien. — .1. 

J. Salverda de Grave, Bosio. 11 Teatro dialettale vene- 
ziano e 1'()pera di Luigi Sugana.— 14,7: A. Beets, Meijer. 
Wandflingeii op Nederlandsch Taalgcbied. — A. J. Barn- 
ouw, Bonner Beiträge zur Anglistik XVII. — .T, J. Sal¬ 
verda de Grave. D'Ovidio, 11 Purgatorio e il suo prehidio. 

Nederl. Spectator UK)6, 51: Koster, Een niew boek over 
Shakespeare (van J. H. Hotsenburg). — Ders., Byron s (’ain 

De Gids Jan.: Boer. Heldensage en mythologie. — Febr.; 
Hasse Ibach, De stand der spelliiigkwestie. 

Americana Germanica V. 1: G. C. L. Schuchard t, Schwall- 
mer Haussprüche. 

Oversigt over det Kgl. Dan^ke V'idenskabemes Selskabs 
Forhandlinger 1906, No. 6: Kr. Nyrop. PRude sur les ono- 
matopoöcs. — Ders., Remarques grammaticales sur quel¬ 
ques Vers de M. Jean Richepin. 

Revue critique 3: P. L., Schön fei d, Proeve einer kritische 
Verzameling van germaansche Volks- en Personnamen, voor- 
komende iii de litteraire en monumentale overlevering der 
(irieksche en Romeinsche oudheid. — L. Pi ne au, Vedel. 
Kidderomantikeu i frensk og tysk Middelalder. — L. R.. 
Meier. Kunstlied und Volkslied in Deutschland; Kunstlieder 
im Volksmunde.— L. Roustan, Saitschick. Deutsche Skep¬ 
tiker: LichOmberg. Nietzsche: Ders., PVanzösische Skeptiker. 
Voltaire. Merirnee, Renan; Lanson, Voltaire. — 5: P. h.. 
Hrotsvithae opera. Edidit Karolus Strecker. — 6: P. Doiu. 
Kock. Svensk Ljudhistoria l. 1: Ders.. Imelmann, Layanion. 
Versuch über seine (Quellen. — 7: P\ Baldensperger, Brö 
dif. Du caractere intellectuel et moral de J.-J. Rousseau.— 

Ch. Dejob. .\rullani, Victor Hugo lirico. — V. Henry. | 

Martin und IJenhardt, W'örterbuch der P^sässischen Mund- ; 

arten. II. 5—6. — 8; Ch Dejob, Gatti, Esposizione del I 

sistema ülosotico di (iiacomo Leopardi: saggio sullo Zibal- j 

done. — Ders , .Mazzoni, Avviamento allo Studio critien • 
delle lottere italiane. 2a edizione.— 11: V. Henry, Hirt ^ 
Die Indogermanen, ihre Verbreitung, ihre Urheimat u. ihre ( 

Kultur.— H. H., Picot. Les P’ran<:ais italianisants au XVle ! 

siede. — 12: E. Bourciez. Carnoy, Le Latin d’Plspagne 
d'apres les inscriptions. 2e ed. — H. Hauvette. Dejob. 

La foi rdigieiise en Italic au XlV^e siede.— E. Bourciez. 
Brunot. Ilistoire de la langue fran<;aise. II. 

Revue de» cour.s et Conference» XV, 13: E. Faguet. 

Les poetes du XIXe siede qui continuent la tradition du 
XVHlIe sii cle. — A. Gazier, I*ierre Corneille et le ihe- 
ätre franeais. Les dernieres annees de Corneille. 1674- 
1684. — 14: A. (4 a zier. Pierre Corneille (Schluss).— 

15: H. Liehtenberger, La vi(‘ et les Oeuvres de Goethe. 

Le second‘Päiust*. — A. Gazier. Racine et le theatre fran- 
cais. — 16: PI P'aguet, Les poötes franeais du temps du 
Premier empire. Andrieux.— A. Gazier, Racine ct le the- 
ätre franeais. L'education de Racine. — 17: A. Lefranc. 

La vie et les oeuvres de Meliere. La quereile du theätre 
au XVJIe siede. — H. Lieh ten her g er, La vie et les 
Oeuvres de Goethe. Le second ‘Faust* (Forts.). — 18: A. 
Lefranc, La vie et les oeuvres de Moliere. La querelle du 
theatre au XVIle siede (P^orts.). — 19: PL Faguet, hes 
poetes du XIXe siede qui contiiiiK'ut la tradition du XVHle. 

Les ‘Contes* d’Audrieux. — A. Gazier, Racine et le theatre 


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177 


1907. Literatorblatt für germanische and romanische Philologie. Nr. 5. 


178 


fran^ais. Eveil de la vocation dramatiqae de Racine. — 20: 
E. Fagnet, Les po^tes fran^ais da XIXe si^cle qai conti- 
naent Ta tradition da XV^IIIe. Andrieox; ses com^dies. — 
A. Lefranc, La vie et les oeavres de Molidre. Laqaerelle 
da th^&tre aa XYIIe si^cle (Forts.). — A. Gazier, Racine 
et le th^Atre franCais. Les dAbats de Racine. — 21: £. 
Fagaet, Les po^tes fr. da XIXe siöcle qai continaent la 
tradition da XVIII e. Le podte Amdalt. Sa vie. — A. 
Gazier, Racine et le thAatre fr.: ‘Alexandre*. — 22: Ahel 
Lefranc, La vie et les oeavres de Moli^re. La qaerelle 
da thAAtre aa XVIIe siede. (Forts.). — 23: E. Fagaet, 
Les po^tes fran^is da XIXe si^cle qai continaent la tra¬ 
dition da XVIIIe. Arnaalt; sa vie (Forts.). — H. Lichten- 
berger, La vie et les oeavres de Goethe. Le second ‘Faast*: 
les grandes lignes de Taction. — A. Gazier, Racine et le 
tb^tre frangais. Radne en 16^6 et 1667; sa qaerelle avec 
Port-Royal. 

Revoe latine 6e annAe (1907) no. 2, 25 fAvrier: E. Fagaet, 
M. LAon Blnm (aas Anlass von Blam's Essais „En lisant*^), 
Besprechang von Gazier, Une saite A Phistoire de Port-Royal, 
TOD La Victime par F. Vanderem, J. Gallotti, L'Essai da 
Bonhear. — Gonzagae Trac, FAnelon d'aprAs sa corres- 
pondance. — Alphonse SAchA et Jales Bertant, Les gran¬ 
des premiAres romantiqaes, Chatterton d'Alfred de Vigny 
(12 fAvrier 1835). Alfred de Vigny et Marie Dorval; La 
PremiAre. 

La revae des lettres 1: G. Lemoyne, le roman aatohio- 
mphiqae, Atade. — J. DelaHire, Les oeavres de lord 
Byron. 

Mereare de France 1. 1. 1007: A. Verwey. L'orientation 
de la littAratore hollandaise. ~ Une amie de Sainte-Beave; 
lettres, entretiens et soavenirs (p. p. J. Troahat). — G. 
Grappe, Qnelqaes notes snr le Symholisme. ~ Masson- 
Forestier, Les origines de Racine. — 15. 1.: A. Morsain, 
Qnelqaes antAcAdents de Saint-Jnst Dossier disparn. (Euvres 
inconnaes. — Henry D. Davray, Le moavement littAraire 
anglo-canadien. — G. Maire, Un essai de Classification des 
Tleors da Mal* et son atUitA poor la critiqae. — 1. 2: R. 
Canado, G. Cardacci. — G. Boissy, Les spectacles de 
plein-air et le peaple — J. de Goarmond, Lettres de 
Charles Baudelaire. — 15. 2.: Quelques lettres de Baudelaire. 
— Goethe, Paralipomena (Prosafibersetzong einiger in den 
grossen Ausgaben fehlenden 'Röm. Elegien* and aes 'Tage¬ 
bachs*). — A. SAchA et J. Bertaat, Une aventuriAre des 
lettres. Mme de Villediea (1631—02). — 1. 3: Ch. Baude¬ 
laire, L'esprit et le style de M. ViJlemain (Entwarf eines 
sehr gehässigen Artikels, aus dem Nachlass des Dichters 
beraasgegeben von Jacques Crepet). ~ H. Messet, M. Al¬ 
bert Verweys et Pimagination (Entge^nng auf den Aufsatz 
*rOrientation de la littAratare hollandaise* im Mercnre vom 
1. Janaar 1007). — 15. 3: PAladan, Les trois traitAs doc- 
trinaax de Dante. 

La RcTiie de Paris 1. 1. 07: L. SAchA, Alfred et Paul de 
Hasset (SchL). 

Bsiletin de la SociAtA de PHistoire de Paris et de Püe- 
de-France 33 e annAe (1006), 4e livraison: Paal Pin son, 
Pd grand comAdien parisien au XVlIIe siede: Jean-Baptiste 
Gaignard, dit Clairval, actear de la ComAdie-Italienne (1735 
bis 1797). 

Correspondance historiqae et archAologiqne 154/155: 
Boarnon, Victor Hugo ä Gentilly en 1822. 

R«vne d’histoire diplomatique 1906, No.2: Jean Knight, 
Lamartine Ministre des affaires Atrangeres. 

La RAvolution fran^aise 14 nov. 19^: A. Mathiez, Le 
Manascrit du ‘Vieux Cordelier* (von Camille Desmonlins). — 
Bibliographie: C. Latreille, Joseph de Maistre et la Pa- 
pMitA. — 14 dAcembre: A. Aulard, Taine historen de la 
aAvolntion. La seconde Atape de la Conqaete jacohine. — 
14 Janvier 1007: A. Aalard, Taine historien de la RAvo- 
lation fran^aise, VI. La seconde Atape de la conqaete jaco¬ 
bine (suite et fin). — J. Merlant, SAnancour et la RAfor- 
me sociale. 


HAmoires de la sociAte agricole et scientiflque de la 
Hante-Loire XllI: C. Fahre, Austorc d’Orlac, troubadoor 
dn Velay aa XIII e siAcle; Atade snr sa vie et son oBUvre 
(Le Pay 1906. 20 S. 8^) 

Anaales de PEst et du Nord 1007: 1: L. Lefebvre, Le 
thAätre des jAsoites et des augnstins dans leors. collAges de 
Lille du XVI e aa XVIlIe siAcle. 

Hevae BourgoignoDDe publiAe par PUniversitA de Dijon 
1906, T. XVI, No. 3: Bihliograj^e: Louis Tiercelin, La 


Bretagne et les Pays celtiqaes. Bretons de Lettres: Le- 
conte de Lisle Atadiant; Villiers de ITsle Adam chrAtien; 
Hippolyte Lucas an Temple da Cerisier; Brizeox ä Scaer 
Roy). — H. Sucbier, Les voyelles toniqaes da Vieux- 
Franqais (E. Roy). — Gustave Cohen, Histoire de la mise 
en scAne dans le thAätre religienx franqais da Moyen-Age 
(E. Roy). — Correspondance de Montalembert et de LAon 
Cornadet 1831—1870 (H. Haaser). 

Annales du Midi 73 (Janvier 1907): J. BAdier, Rechercbes 
sar le cycle de Gaillaume d'Orange I: Saint Guillaame de 
Gellone. — S. Stronski, Rechercbes historiques sar quel¬ 
ques protectears des troabadoors (Forts.). 

Bulletin de la SociAtA ArchAolo^que et Historiqae du 
Limousin T. LVI (1906), le livraison: Franck De läge, 
Lettres inAdites de Marc-Antoine de Muret (11 lateinische, 
französische, italienische Briefe). — Camille Joahanneaud, 
Notes poor servir ä Phistoire de la masique et du thAätre 
ä Limoges au XIX. siAcle (de 1815 ä 1830. Fortsetzung 
eines Artikels in T. LV le liv. derselben Zeitschrift). 

Le MusAon VII, 4: Schrijnen, Inleiding tot de Studie der 
vergelijkende Indogermaansche taalwetenschap, von Man- 
sion. — De la Gras Serie, de la catAgorie du genre, von 
Charencey. 

Revue des bibliothAques et Archives de Belgiqne IV, 4: 
A. Bayot, Fragments de mss. troavAs aax archives gAnA- 

. rales da royaome. (Aspremont, Roman de Troie, Lancelot 
en Prose, Dictionnaire mAdical arabe — latin). 

Revue germanique 1905, no. 2: G. Monod, Michelet et 
PAllemagne. — F. Baldensperger, Lettres inAdites de 
Schenkendorf. — Kosznl, Quelques sources des romans de 
Shelley.— Gauthiot, Fondation d'une sociAtA poor PAtude 
des langues et des littAratures modernes. — No. 8: Les- 
coffier, La noit de la Saint-Jean, une oeavre inAdite de 
Henrik Ibsen. — And 1er, InterprAtation noavelle de la 
scAne de la 'Profession de foi* dans le Faast de Goethe. — 
Perdrizet, L’acadAmie celtiqae et J. Grimm d’aprAs an 
travail rAcent de M. Gaidoz. — Comptes rendus critiqaes: 
Ehrhard, Pablications sar la littAratare en Antriebe. — 
Dresch, Les dernieres pablications sarlajeune Allemagne. 

— Gschwind, Die ethisch. Neuerungen der Frilh-Romantik. 

— Rouge, Fr. Schlegel et la genAse da romantisme alle- 
mand, Erläuterungen zu Lucinde. — Piquet, Philologe ger- 
maniqae; Gauthiot, Germanique primitif; Gauthiot et 
Delconrt, Anglais; Clarac, Dialectologie alsacienne. — 
No. 4: Legouis, L’Ego'iste de George Meredith. — Jean 
Chantavoine, Goethe musicien. — La preposition of et 
Pinflnence franqaise. — Comptes rendas critiqaes: Jasse- 
rand, Hist. litt, du peaple anglais, 11; G. Smith, Eliza- 
betban critical essays; Feuillerat, Wilson, The Swisser; 
W. A. Wrigt, Ascham, English works; Collins, Sir Tho¬ 
mas More, Utopia; Farmer et Henley, Dict. of slang; 
Deroequigny, Lamb; Barry, Newman; G.-M. Merlette, 
Elisabeth Browning. — BiblioOTaphie et revae des revaes. 

— No. 4 bis. Etades sar Schifler: Ch .Schmidt, Le siear 
Giller, citoyen franqais. — Ch. Andler, Deux soarces mAdiA- 
vales de la FiancAe de Messine. — SpenlA, Schiller et No¬ 
valis. — Baldensperger, Schiller et Camille Jordan. — 
Dresch, Schiller et lajeune Allemagne.— Tibal, Schiller 
et Hebbel. — Ehrhard, Schiller et PAatriche. — No. 6: 
G. Parizet, La Revue germanique de Dollfas et Nefftzer, 
d’apres la correspondance des deux directeurs, I. — Notes 
et documents: Une lettre inAdite de Longfellow.— F. Bal¬ 
densperger, LittAratare comparAe. — 1906, no. 1: G. Pa¬ 
rizet, La Revue gormanique de Dollfus et Nefftzer, d'aprAs 
la correspondance des deux directeurs, IL — Notes et do¬ 
cuments: J. Dresch, Correspondance inAdite de Gutzkow; 
A.-K., The Modern Language Review. — Comptes rendas: 
Le centenaire de Schiller, Atade bib1iographiqae ;.Stoll, Web¬ 
ster. the period of his work as determined by bis relations 
to the drama of bis day; Glover. Beaumont et Fletcher; 
S. Lee, Chapman, Amorous Zodiacke; G. C. M. Smith, Pe- 
dantius, a Latin comedy formerly acted in Trinity coll^e, 
Cambridge; Barbeau, Une ville d’eaux anglaise au XVIUe 
siede, Bath; Locock, An examination of the Shelley mss. 
in tbe Bodleian Library; Hutchinson. Shelley; Dhaleine, 
Hawthorne; Shorthouse, Life and letters, Literary Re- 
mains. — No.2, mars-avril: H. Cordelet, La femme dans 
Poeuvre de Meredith. — Notes et documents: J. Der ocqaigny, 
Notes Atymologiqaes. — No. 3, mai-juin: W. Thomas, La 
conception de PamitiA dans Bacon et Shakspeare. — P. 
Besson, Les romans et nouvelles de Th. Storm. — Notes 

18 


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1907. Literatnrblatt für germanische und romanische Philologie. Nr. 5. 


180 


et docnments: Ch. An dl er, D’un feanx dans Poeuvre lyrique 
de Heine.— Comptes-rendus critiqnes: Piqnet, Ganthiot, 
Delcourt, Kosznl, Philologie germaniqne; Poirot et De¬ 
lacroix, Mythologie et histoire religieuse. — Bibliographie 
et revne des revnes: F. Baldensperger, Litteratnre com- 
par6e ; Aynard, Litteratnre anglaise. — No. 4, juillet-aout: 
Notes et docnments: J. Legras, Für die Mönche, histoire 
d'nn mannscrit de Heine; L. Marchand, Denx sonrces du 
Sternhaid de Tieck; L. Foulet, Pr6t6rit anglais et pr^t^rit 
franc^ais; J. Bernard, L’4nigme de Das Mädchen in der 
Fremde, de Schiller; J. Dresch, Les demi^res recherches 
sur la Jeune Allemagne. — Oomptes rendus critiqnes: Lit- 
t4rature anglaise, Histoire de Part. — Septembre: Geoffroy 
Chaucer, Les contes de Canterbury, Prologue, Conte du 
Chevalier, Conte du mennier, Conte de Pintendant, Conte du 
cnisinier. — No. 5, novembre-d6cembre: Cazamian, Pour- 
qnoi nons ne ponvons d4finir Thnmour. — J. Blum, George 
Bernhard Shaw. — Notes et docnments: Derocquigny, 
Mat^rianx ponr servir ä P6tymologie anglaise. — Comptes 
rendus critiqnes: H. Lichtenberger. J. Legras, Heine pen- 
senr; Lescoffier et Polack, Litteratnre scandinave; F. Bal¬ 
densperger, Litteratnre comparee. — 1Ö07, 1 Janvier-Fe- 
vrier: ÄI. Castelain, Shakespeare et Ben Jonson. — A. 
Vnlliod, Les sonrces de Pemotion dans Poenvre de Theodor 
Storm. — A. Kosznl, Une traduction de poete: Goethe et 
Shelley. — I. Bonge, Les dernieres pnblications relatives 
au romantisme. — J. Derocquigny, ‘Cottage* et ‘Hut*. — 
2 Mars-Avril: M. Castelain, Shakespeare et Ben Jonson. 
(Fin.) — A. Vnlliod, Les sonrces de P6motion dans Poeuvre 
de Theodor Storm. (Fin.) — C. Pi toll et, Notes snr H. Heine 
et Th. Körner. — B. Snphan, Meine Herder-Ansgabe. — 
J. Derocquigny, DiaPs point. — Comptes rendus: 
Wackemagel, Poetik, Rhetorik u. Stilistik, 3. A. — Heinrich 
von Neustadt, ed. Singer. — V. Henry (Necrolog). 

Rivista bibHo^raüca italiana XII, 8: T. Cipriani, ‘Sofo- 
nisba*, tragedia di Galeotto Del Carretto. — F. Visconti, 
II ‘Filippo^ di V. Alfieri e il ‘Don Carlos* di F. Schiller. — 
0. Morandafrasca, La com^die ä travers les siöcles jus- 
qn'ä Moli^re. — V. Spampanato, Alcnni antecendenti e 
imitazioni francesi del ‘Candelaio*. 

La Galtura XXVI, 8: G. A. Cesareo, Come si !a la critica 
di nna tragedia.— C. de Lollis, Stapfer, Etndes snr Goethe. 
6: K. Vossler, M. Porena, Dello Stile. 

Atti e memorie della r. accademia di scienze, lettere ed 
arti di Padoya, a. CCCLXV (1906-1906). Nuova Serie, 
vol. XXII, disp. 2-3: Biagio Brngi, La versione latina di 
Riccardo Pisano di nna Somma del Codice Ginstiniano in 
lingna provenzale. 


Neu erschienene Bücher. 

Fuchs, Heinr., Beiträge zur Alexandersage, Beilage zum Pro¬ 
gramm des Gymnasiums in Giessen. 22 S. 4. 

Porena, Manfr., Dello Stile: dialogo. Torino, fratelli Bocca 
(V. Bona), 1907. 16®. p. 362. L. 4. [Biblioteca letteraria, 
no. 2.] 

Trombetti, Alfr., Come si fa la critica di nn libro; con nnovi 
contributi alla dottrina della monogenesi del lingnaggio e 
alla glottologia generale comparata. Bologna, L. Beltrami 
(A. Cacciari), 1907. 8®. p. x, 199. L. 5. 

Verhandlungen des 12. Deutschen Neuphilologentages vom 
4. bis 8. Juni 1906 in München. Herausgegeben vom Vor¬ 
stande des Deutschen Neuphilologenverbandes. München. 
Erlangen, Junge. 227 S. 8®. (Von den Vorträgen sind fol¬ 
gende in grösserer Ausführlichkeit mitgeteilt: Breymann, 
Eröffnungsrede. — Schneegans, Unsere Ideale. — Sie per, 
Studium u. Examen der Neuphilologen. — Dörr, Die päda¬ 
gogisch-praktische Ausbildung der Neuphilologen. — Sak- 
mann, Charakterbilder aus Voltaires Weltgeschichte. — 
Steinmüller, Augenblicklicher Stand der neusprachlichen 
Reformbestrebungen. — Walter, Ueber die Aneignung und 
Verarbeitung des Wortschatzes. — Schick, Das Corpus Ham- 
leticum. — Becker, Metrisches bei V. Hugo. ~ Eidam, 
Ueber Cordelias Antwort (King Lear I, 1, 97—100) sowie 
über die Neubearbeitung des Schlegel-Tieck. — Herzog, 
Das mechanische Moment in der Sprachentwicklung. — G. 
de Locella, Dantes Francesca da Rimini in der Weltlite¬ 
ratur und Kunst.) 

WallensköLd, A., Le conte de la femme chaste convoitöe 
par son beau-fröre. Etüde de littörature comparee. Hel- 


singfors, Impr. de la Sociötö de Littörature finnoise. 174 S. 
4. Acta Societatis Seientiamm Fennicae. Tom. XXXIV, 
No. 1. 


Behaghel, Otto, Bewusstes u. UnbewuBStes im dichterischen 
Schaffen. Leipzig, G. Frey tag. M. l.'ÖO. 

Beitrige zur Kultur- und Universalgeschichte. Herausgeg. 
von Karl Lamprecht. I: E. Menke-Glückert, Goethe als 
Geschichtsphilosoph u. die geschichtsphilosophische Bewegung 
seiner Zeit. Leipzig, Voigtländer. VI, 146 S. 8®. 
Beiträge zur LiteraturgesAichte. Hrsg, von H. Graef. Heft 
7—22. Leipzig, Verlag für Literatur, Kunst u. Musik. 8®. 
[Inh.: 7. L. v. Strauss und Torney, Die Dorfgeschichte 
in der modernen Literatur. (40 S.) M. 0.60. — 8. C. Busse, 
Conrad Ferd. Meyer als Lyriker. (32 S.) M. 0.60. — 9. H. 
Graef, Nikolaus Lenau. (40 8.) M 0.^. — 10: Richard 
Degen, Der lutherische Charakter in Goethes „Faust*. 
(29 S.) — 11. K. Engelhard, Karl Emst Knodt. (26 S.) 
M. 0.40. — 12. Rieh. Plattensteiner, Peter Rosegger. 
(35 S.) M. 0.40. — 13: J. Burggraf, Das Erwachen und 
Werden des Dichters in Schiller. (43 S.) M. 0.60. — 14. H. 
Graef, Annette von Droste - Hülshoff. (45 S.) M. 0.60. — 

15. Th. Bieder, Friedrich Hebbel. (39 S.) M. 0.60. — 16 

H. Graef. Goethe vor und während des Tasso. M. 0.60.— 

17, M.v. Eschen, Parcival und Faust. (53 S.) M. 0.60. — 

18. Ad. Wilbrandt, Ulrich Braeker, der arme Mann im 

Tockenhurg. (26 S.) M. 0.40. — 19. H. Graef, Wilhelm 
Hauff. (27 S.) M. 0.40. — 20. W. Kirchbach, Zum Ver¬ 
ständnis altgriech. Dichtung. M. 1.20. — 21. B. Pompecki, 
Robert Reinick. (43 S.) M. 0.60. — 22. P. Friedrich, 
Friedrich Nietzsche als Lyriker. (35 S.) M. 0 60.] 

Briefe, vertraute, über Friedrich Schlegels Lucinde. (Von 
Scbleiermacher. Textrevision u. Nachwort v. Jonas Fränkel) 
163 S. kl. 8®. Jena, E. Diederiebs, 1907. M. 3. 
Castelle, Fr., Ungedruckte Dichtungen Eichendorffs. Ein 
Beitrag zur Würdigung des romantisch. Dramatikers. Diss. 
Münster 1906. 137 S. 8®. 

Demme, J., Studien über Hans Rosenblüt. Diss. Münster 
1906. 129 S. 8®. 

Dnproix, J. J., Nicolas Beets et la littörature bollandaise. 

Amsterdam, 1907. 8®, 207 pp, M. 4.75. 

Erläuterungen zu den deutschen Klassikern. 1. Bändchen: 
Goethes Hermann und Dorothea. Erläutert von H. Düntzer. 
Neunte Auflage. Besorgt von G. Ellinger.— 5/6. Bändchen: 
Schillers Räuber. Erläutert von H. Düntzer. 2. Auflage. 
Besorgt von Otto Ladendorf. Altenburg, Wartigs Verlag. 
163 und 268 S. 8®. 

Ermatinger, Emil, Die Weltanschannng des jungen Wieland. 

Frauenfeld, Huber & Co. M. 8. 

Fehse, W., Der Ursprung der Totentänze. Mit einem An¬ 
hang: Der vierzeilige oberdeutsche Totentanztext. Codex 
PalatinuB Nr. 314 B. 79a—80b. Halle, Niemeyer. 59 S. 8®. 
(Die Arbeit erscheint zugleich als Beilage zum Osterprogramm 
1907 des Victoria-Gymnasiums zu Burg b. M.). 

Franz, Ad., Drei deutsche Minoritenprediger ans dem XIII. 

und XIV. Jahrh. Freiburg i. B., Herder. XVI, 160 S. 8®. 
Frauenarbeiten, wissensdiaftliche. Hrsg, von DD. Herrn. 
Jantzen u. Gust. Thurau. I. Bd. gr. 8®. Berlin, A. Duncker. 
[3. Heft: Escberich, Mela, Germanische Weltanschauung 
in der deutschen Kunst. IV, 74 S. 1906. M. 2.50.] 
Gassner, J., Ueber Zachariäs „Fabeln und Erzählungen in 
Burchard Waldis’ Manier“. Progr. Leoben 1906. 40 S. 8®. 
Germanische Bibliothek. Dritte Abteilung. Herausgeg. 
von C. von Kraus und K. Zwierzina. Kritische Ansg^en 
altdeutscher Texte. Erster Band: Der Heilige Georg^in- 
bots von Durae. Nach sämtlichen Handschrimn herausgeg. 
von C. von Kraus. Heidelberg, Winter. LXXXVIll, 30S S. 
8®. M. 10. 

Gleichen-Russwurm, A. v., Schillers Weltanschauung und 
unsere Zeit. Berlin, Bard, Marquardt A Co. 

Goethe's sämtliche Werke. Jubiläums-Ausg. in 40 Bänden. 
Hrsg. V. Eduard v. der Hellen. 8®. Stuttgart, J. G. Cotta 
Nachf. M. 1.20. [3. Gedichte. Mit Einleitg. u. Anmerkgn. 
von Eduard v. der Hellen. 3. TI. X, 383 S. 1907. — 38. 
Schriften zur Literatur. Mit Einleitg. u. Anmerkgn. v. Osk. 
Walzel. 3. TI. 337 S. 1907.1 
Goethe’s Faust. Hrsg, von G. Witkowski. 2 Bde. Leipzig, 
M. Hesse. M. 2.40. 

Goethes Faust. Erster Teil. Edited with Introduction and 
Commentary by Jul. Goebel. New York, H. Holt and Comp. 
LXI, 884 S. 8®. 


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1907. Literaturblatt für germanische and romanische Philologie. Nr. 6. 


182 


Goethe, Maximen n. Reflexionen. Nach den Hss. des Goethe- 
nnd Schiller - Archivs. Hrsg, von Max Hecker. Weimar. 
XXXVllI, 411 S. 8®. Schriften der Goethe - Gesellschaft. 
21. Bd. 

Gräf, Hans Gerh., Goethe über seine Dichtungen. Versuch 
einer Sammlg. aller .Venssergn. des Dichters üb. seine poet. 
Werke. 2. TI.: Die dramat. Dichtgn. 3. Bd. (Des ganzen 
Werkes 5. Band.) VIII. 597 S. gr. 8®. Frankfurt a. M., 
Literar. Anstalt 1906. M. 16. 

Grimm, Deutsches Wörterbuch. 13. Bandes 6. Lief.: Wahr- 
nehmer— waldig. Bearb. von K. v. Babder. Leipzig, Hirzel. 
Lex. 8®. M. 2. 

Guta lag och Gnta saga. Jämte ordbok utgifna af H. Pipping. 
2. Haftet. Kopenhagen, Möller. 8®. Kompl. Kr. 4.50. 

Hartmann, Aug., Historische Volkslieder und Zeitgedichte 
vom 16 bis 19. Jabrh., vornehmlich ans bayrischen u. öster¬ 
reichischen Quellen. 1. Bd. München, C. H. Beck. M. 10. 

Haussmann. Jobs., Untersuchungen über Sprache nnd Stil 
des jungen Herder. Leipzig, Fock. Gr. 8®. M. 2 50. 

Hebbel, Frdr., Sämtliche Werke. Historisch-krit. Ausgabe, 
besorgt von Rieh. Maria Werner. 111. Abtlg. 8®. Berlin, 
B. Behr’s Verlag. M. 2.50. [7. Briefe. 7. Bd. 1861-1863. 
Wien — Weimar — Gmunden — Norddentscbland — Wien — 
London — Gmunden — Wilhelmstal — Wien — Gmunden — 
Baden - Wien. Nr. 699- 9J2. XII, 415 S. 1907.1 

Hebbel-Forschungen. Hrsg. v. R. M. Werner u. W. Bloch- 
Wunschmann. 8®. Berlin, B. Bebr's Verl. INr. 1: Kutscher, 
Dr, Arth., Friedrich Hebbel als Kritiker des Dramas. Seine 
Kritik u. ihre Bedeutung. XI, 229 S. 1907. M. 4. 

Hor^i^ka, A., Adalbert Stifters erste gedruckte Dichtungen 
aus dem Jahre 1830. Progr. Wien 1906. 16 8. 8®. 

Kalff, G., Geschiedenis der Nederlandscbe letterkunde. II. 
Groningen, 1907. 8®. 6, 535 pp. M. 16.25. 

Kalkar, 0., Ordbog til det seldre danske Sprog (13Ü0-1700). 
42. og 43. Heft. Kjobenhavn, 19i;7. 8®. ,Te 80 pp. M.3.75. 

Kauffmann, Friedr., Deutsche Metrik nach ihrer geschicht¬ 
lichen Entwicklung Neue Bearbeitung der aus dem Nach¬ 
lass A. F. C. Vilmars von C. W. M. Grein hrsg. „Deutschen 
Verskunst“. 2. Aufl. VIII, 254 S. gr. 8®. Marburg, N.G. 
Elwert’s Verl. 1907. M. 3.80. 

Keck eis, Gustav, Dramaturgische Probleme im Sturm und 
Drang. Bern, A. Francke. 34 S. 8®. 

Keller, Albr., Die Schwaben in der Geschichte des Volks¬ 
humors. Freiburg, Bielefeld. XVI, 388 S. 8®. M, 10. 

Kirchberg, C., Laut- und Flexionslehre der Mundart von 
Kirn a. d. Nahe, mit Berücksichtigung der näheren Um¬ 
gebung. Diss. Strassburg 1906. 60 S. 8®. 

Klint, A., Svensk-Tysk Ordbok. Stockholm, Beijers Bokför- 
lagsaktieholag. 973 S. 8®. 

Köhler, G., Das Eisass und sein Theater. Beobachtun^n 
and Betrachtungen zur Geschichte und Würdigung des El- 
sässischen Theaters. Progr. Strassburg i. E. 1906. 50 S. 4®. 

König, Eduard, Ahasver „der ewige Jude“, nach seiner ur¬ 
sprünglichen Idee und seiner literarischen Verwertung be¬ 
trachtet. 74 S. 8®. Gütersloh, C. Bertelsmann. 19 (j7. M. 1.60. 

Kühn, Alfr., Rhythmik u. Melodik Michel Beheims. V, 160 S. 
8®. Bonn, F. Cohen 1907. M. 3.60. 

Kuhlenbeck, L., Giordano Brunos Einfluss auf Goethe und 
Schiller. Vortrag. 27 S. gr. 8®. Leipzig, Th. Thomas, 
.1907. M. l. 

Linckenheld, E., Der Hexameter bei Klopstock und Voss. 
Diss. Strassburg 1906. 116 8. 8®. 

Literatur-Pasquille, deutsche. Hrsg. v. Frz. Blei. kl. 8®. 
Leipzig, J. Zeitler. [1. Stück. Knigge, Frhr. v., Doktor 
Bahrdt m. der eisernen Stirn, oder Die deutsche Union gegen 
Zimmermann. Schauspiel. 1790. 75 S. 1907. M. 2.50. — 
2. Stück. Comoedia divina m. drei Vorreden v. Pet. Hammer, 
Jean Paul u. dem Hrsg. 18(J8. 103 S. M. 2.50. — 3. Stück. 
Kotzebue, A. v., Der hyperboreeische Esel od. die heutige 
Bildung. Ein drast. Drama, u. philosoph. Lustspiel f. Jüng¬ 
linge. 1799. 44 S. 1907. M. 1.80.] 

Milrath, M., Bilder und Vergleiche in Grillparzers „Esther“. 
Progr. Prag 1906. 20 S. 8®. 

Müller, Artur, Das niederrheinische Marienlob. Berlin. Diss. 
122 8 8® 

Kägeli, Albert, Johann Martin Usteri 1763—1827. Zürich, 
^ Fäsi & Beer. XL, 283 S. 8®. 

Korges Indskrifter med de yngre Runer. Riinerne paa en 
^oTvring fra Senjen udgivne af S. Bugge og M. Olsen. Med 
antikvariske Meddedelser om Fandet af (). Nicolaissen. 
Kristiania, Broggers Bogtrykkeri. (20 S. Fol) 


Ordbok öfver Svensk Spräket ntgifven af Svenska Akademien. 
Häftet 33: Bestämning-Beta. (Schluss des 3. Bandes.) Lund, 
Gleerup. Lex. 8®. Kr. 1.50. 

Ortnamnen i Alvsborgs Län. Pä offentligt uppdrag utgivna 
av kungl. Ortnamnskomittön. Del V: Flundre Här^. Stock¬ 
holm, Aktiebolaget Lius. 73 S. Lex. 8®. 

Palaestra. Untersuchungen u. Texte ans der deutschen n. 
engl. Philologie, hrsg. von Alois Brandl, Gustav Roethe u. 
Erich Schmidt, gr. 8®. Berlin, Mayer & Müller. [LXI. 
Fr eye, Karl, Jean Pauls Flegeljahre. Materialien u. Unter- 
suchgn. V, 805 S. 1907. M. 8.60. — LXII. Homeyer, 
Fritz, Stranitzkys Drama vom „Heiligen Nepomuk“. Mit 
einem Neudruck des Textes. III, 203 S. 1907. M. 6.80.] 

Pan-Bibliothek. kl. 8®. Berlin, Pan-Verlag. III. Heine- 
Briefe. Gesammelt u. hrsg. v. Hans Daffis. 2. Bd. XIV, 
846 S. 1907. M. 4. 

Paulus, E., Zur Geschichte der Schriftsprache in Schwaben 
im achtzehnten Jahrhundert. Ein Beitrag zur neuhochdeut¬ 
schen Laut- u. Flexionslehre. Diss. Leipzig 1906. 59 S. 8®. 

Piquet, F., Pröcis de phon^tique historique de PAIlemand. 
Accompagnfe de notions de phon^tique descriptive avec deux 
figures et une carte colorite. Paris, Klincksieck. Nouvelle 
Collection ä l’usage des classes. Seconde S(*rie V. XV, 242 S. 8®. 

Pohl, J., Die drei Zaubersprttche in der Szene in Auerbachs 
Keller und ihr Vorkommen in der Faustsage. Progr. Eger 
1906. 25 S. 8®. 

Poulain, Louis, Der Ritter vom Turn von Marquart vom 
Stein. Basler Diss. 146 S. 8®. 

Priehe, U., Altdeutsche Schwertmärchen. Diss. Kiel 1906 
85 S. 8®. 

Probefahrten. Erstlingsarbeiten aus dem deutschen Seminar 
in Leipzig. Hrsg. v. Alb. K öster. gr. 8®. Leipzig, R. Voigt¬ 
länder. [10. Bd.: Masing, Osk., Serbische Trochäen. Eine 
Stiluntersuchung. III, 50 S. 1907. M. 1.80.] 

Prokosch, E., Beiträge zur Lehre vom Demonstrativpronomen 
in den altgerman. Dialekten. Diss. Leipzig 1906. 94 S. 8®. 

Quellen u. Forschungen zur Sprach- u. Kulturgeschichte 
der germanischen Völker. Hrsg von Alois Brandl, Ernst 
Martin, Erich Schmidt, gr. 8®. Strassburg, K. J. Trübner. 
[09. Heft. Zinkernagel, Frz , Die Entwicklungsgeschichte 
V. Hölderlins Hyperion. XVI, 242 S. 1907. M. 6.50.] 

Radtke, R., Der Artikel bei Wolfram von Eschenbach. Diss. 
Strassburg 1906. 82 S. 8®. 

Riemer, G. C. L., Die Adjektiva bei Wolfram von Eschen¬ 
bach stilistisch betrachtet. Der Wort- und Begriff»schatz. 
Diss. Leipzig 1906. 108 S. 8®. 

Römer, A., Das literarische Leben in Münster bis zur end¬ 
gültigen Rezeption des Humanismus. [Aus: „Aus d. geist. 
Leben u. Schaffen in Westfalen“.] 79 S. gr. 8®. Münster, 
Universitäts-Buchh. F. Coppenrath 1906. M. 2. 

Rumpler, Siegfr. Norb., Heinrich Heine. Ein Essay. 38 S. 
8®. Wien, H. Heller & Co. 1907. M. 0.50. 

Sammlung Göschen, kl. 8®. Leipzig, G. J. Göschen. Jedes 
Bändchen M. 080. [98. Dieffenbacher, J., Deutsches 
Leben im 12 u. 13. Jabrh. Realkommentar zu den Volks- 
u. Kunstepen und zum Minnesang. 1. Oeffentliches Leben. 
Mit 10 Abbildgn. 142 S. 1907. — 328. Dieffenbacher, 
J., Deutsches Leben im 12. u. 13. Jahrh. Realkommentar 
zu den Volks- u. Kunstepen u. zum Minnesang. II. Privat¬ 
leben. Mit 38 Abbildgn. 162 S. 1907.] 

Sch in düng, B., Die Murbacher Glossen. Ein Beitrag zur 
ältesten Sprachgeschichte des Oberrheins. Diss. Strassburg 
1906. 86 S. 8®. 

Scholl, E., Die flexivische Behandlung der fremden Eigen¬ 
namen in den althochdeutschen und altsächsischen Denk¬ 
mälern. Diss. Zürich' 1906. 100 S. 8®. 

Setälä, E. N., Zur Herkunft u. Chronologie der älteren ger¬ 
manischen Lehnwörter in den ostseelinnischen Sprachen. 
(Journal de la soci^tö finno - ougrienne XXIII, 1.) 50 S. 
I.ex. 8®. Helsingfors 1906. Leipzig, O. Ilarrassowitz. M. 2. 

Sulger-Gebing, Emil, Goethe und Dante. Studien zur ver¬ 
gleichend. Literaturgeschichte. Berlin, Al. Duncker. 121 S. 8®. 

Tedsen, J., Der Lautstand der Föhringisch. Mundart Kieler 
Diss. 48 8. 8®. 

Teuchert, Herrn., Laut- u. Flexionsichre der Neumärkischen 
Mundart. Berliner Diss. 56 S. 8®. 

Theatergeschichtliche Forschungen, hrsg. v. B. Litzmann. 
20. Heft. Hamburg, Voss. X, 96 S. gr. 8®. M. 3. [Inh.: 
Jacob N. Beam, Die ersten deutschen Uebersetzungen eng¬ 
lischer Lustspiele im 18. Jabrh.] 


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1907. Literatnrblatt für germaniBche and romanische Philologie. Nr. 6. 


184 


Pidrikssaga af Bern ndgivet ved H. Bertelsen. 2. Haefte. 

Kopenhagen, Möller. S. 161—320. Kr. 8.' 

Tamlirz, Karl, Poetik. I. Teil: Die Sprache der Dichtkanst. 
Der Lehre von den Tropen und Hguren desselben Ver- 
assers fünfte erweiterte Auflage). Wien, Tempsky; Leipzig, 
Freytag. 149 S. 8®. M. 2.20. 

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— Friedrich der Grosse. Wahrer Adel; Gespräche mit de 
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königliche Schriftsteller; Der Dichter und Satiriker. Tafel¬ 
gespräch in Sanssouci. — Gordons Heldentod. — Königin 
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M. Benecke and A. G. Ferrers Howells. 18mo, pp. vii--284. 
Lo., J. M. Dent. 1/0. 

Glaretie. L^o. Jean-Jacqaes Roossean et ses Amies avec 
ane prMace de fea M. Emest Legoav^. Jeanes amoars — 
Th^r^e Levassear Physiologie de Tamoor chez Ronsseaa 
— Madame de Warens — Madame d'Hondetot — Madame 
Boy de la Tour: Ronsseaa intime. 805 S. 8®. Paris, H. 
Weiter. Fr. 3.50. 

C16dat, L., Grammaire raisonn4e de la langne fran^aise. Avec 
pr^face de Gaston Paris. 8e Edition. In-18 j^sas, XVI-240 p. 
Paris, lihr. Le Sondier. 1907. fr. 3.60. 

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D’Ovidio, F., Nuovi studi Danteschi. Ugolino Pier della 
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1812 ä 1850 (th^se). Grand in-8, XVI-Ö60 p. Paris, Hachette 
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S. Lapi. 146 S. 8®. L. 2. (Inhalt: Lo spirito della poesia 
mistica nel 1200; Foro nella poesia, nelFarte e nelia vita; 
Profilo di Carlo Bini; Alfieriana; Romanticismo; Profilo di 
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Gil Vicente, Auto dafesta; obra desconhecida com nma ex- 
plica^äo previa pelo Conde de Sabugosa. Lisboa, Imprensa 
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H6mon, C., La Philosophie de M. Sully iHmdhomme. Avec 
une pr6face de M. Sully Prudhomme. In-8, XIX-469 p. Paris, 
libr. F. Alcan, 1907. fr. 7.60. 

Hinstorff, C. A., Die Archives litt6raires de FEurope und 
ihre Stellung zur deutschen Literatur. Programmbeilage 
der Elisabethenschule zu Frankfurt a. M. 68 S. 8®. ' 

Hasserl, M., Examen de trag^dies de Voltaire. Esqaisse 
litt6raire. Progr. 36 S. gr. 8®. Wien, C. Fromme. 1906. 
M. 0.80. 


Josselyn, F. M., Etades des phon^tiqae espagnole. In-8, 
197 p. avec 193 fig. Paris, libr. Weiter. 1907. fr. 10. 
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Karls des Grossen Reise nach Jerusalem u. Konstantinopel. 
Ein altfranzösisches Heldengedicht heraasgegeben von Ed. 
Koschwitz. Fünfte, verbesserte Auflage besorgt von Gustav 
Thurau. Leipzig, Reisland. XL, 129 S. 8®. Altfranzös. 
Bibliothek 2. 

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Diss. Leipzig 1906. 140 S. 8®. 

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Philologie f. Studierende, Lehrer u. Lehrerinnen. 3., verm. 
u. verb. Aufl. v. Gust. Thurau. VllI, 268 S. 8®. Marburg, 
N. G. Eiwerts Verl. 1907. M. 4. 

Kraft, Fr., Bestands Princesse Lointaine als Schullektüre. 
Progr. Worms. 62 8. 8®. 


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(1820 -1900), pnbli^es avec nne introduction bibÜographiqQe 
et litt^raire d'Alphonse Roque-Ferner, des Stüdes critiqnes 
dues ä MM. J. Charles-Brun, Paul Ginisty, Eugene Pintard, 

C. Pontier, Charles de Tourtoulon, etc., et compl6t^ par 
nne Version en prose franqaise. T. 1er: les Mati^as. Eg- 
logas. L'Estanc de FOrt, avec la notation musicale des airs 
compos^s ou rpcueillis par Langlade. In-8, LVl-381 p. avec 
musique et portrait. Montpellier, Impr. gön^rale du Midi; 
aux bureaux du *F61ibrige latin*. Lansargues (H^ranlt), M. 
Germain Langlade. 19(%. 

Lasserre, Pierre, Le Romantisme Franqais. Essai snr la 
r^volntion dans les Sentiments et dans les id^es au XUe 
siede. 643 p. Paris, Soci^tä du Mercare de France. 

Le BourdelUs, R., Michel-Ange, Vittorio Alfieri, Metastase. 
Ugo Foscolo, Verdi, Carducci, Cervantes. In-18 jfesus, 271 p. 
Paris, libr. Pedone; libr. Fontemoing. 1907. [Etades ita- 
liennes et de litt^rature 4trangere. 4e s^rie.] 

Lemaitre, J., J.-J. Rousseau. Paris, Calmann-L^vy. 8®. 
Fr. 3.60. 

Leopardi, Giac., Scritti vari inediti, dalle carte napoletane 
Firenze, succ. Le Monnier (Societä tip. fiorentina), 1906. 16*. < 
p. viiij, 545, con tavola. L. 3.60. 

Levy, E., Provenzalisches Supplement-Wörterbuch. 21. Heft 
(yegunamen — Ordenador), Bd. V, S. 385 - 512. Leipzig, 0. 
R. Keisland. 

Lühr, W., Jos^-Maria de Heredia, ein Dichter des Pamasse 
contemporain. Progr. der Realschule zu Eppendorf bei Ham¬ 
burg. 25 S. 8®. 

Maddalena, Edg, Lettere del Goldoni annotate. Venezia. 
28 S. 8®. Estratto dalla Strenna dei bambini rachitid anno 
XIX 1907. 

-, ün finto Goldoni. Venezia. 8®. S. 8. Estratto dal- 

F‘Ateneo Veneto*. Vol. I, Fase. 1. Gennaio-Febbraio 1907. 

Manzoni, Aless., Le tragedie, gFinni sacri e le odi, nella 
forma definitiva e negli abbozzi, con le varianti delle di¬ 
verse edizioni e con gli scritti illnstrativi delF Antore, a 
cura di Michele Scherillo. Precede ano Studio, sul decenmo 
delF operositä poetica del Manzoni. Milano, U. Hoepli (ü. 
Allegretti), 1907. 16®. p. clxxiiij, 640. L. 6.50. [Opere di 
Alessandro Manzoni, edizione Hoepli, vol. in.J 

Mazzoni, Guido, Lectnra Dantis: il canto XII delF Inferno, 
letto nella sala di Dante in Orsanmichele. Firenze, 6. C. 
Sansoni (G. Carnesecchi e figli), 1906. 8®. p. 84. L. 1. 

Meyer, R. A., Französische Lieder ans der Florentiner Hand¬ 
schrift Strozzi-Magliabecchiana CI. VII. 1040. Versuch einer 
kritischen Ausgabe. Teil I. Metrische and sprachl. Unter- 
suchongen. Diss. Strassbarg 1906. 41 S. 8®. [Die voll¬ 
ständige Arbeit ist in den „Beiheften zur Zs. für roman. 
Philologe“ 8 erschienen). 

Nickel, W., Sirventes und Spruchdichtong. Einleitung, poli¬ 
tische Lieder, Lob- u. Kla^lied. Diss. Berlin 1907. 56 S. 8®. 

Nicotra Toscano, G.I., La Madonna di Valverde, poema di 
Lucio Finocchiaro: conferenza. Catania, tip. G. Qalätola, 
1906. 8®. p. 48. 

Ortolani, Gins., Carlo Goldoni. Venezia, Istitato Veneto di 
Arti Grafiche. Frs. 15. 

Ottonello, M., Chi d la Matelda di Dante? Purg. canto28. 
Parma, tip. A. Zerbini, 1906. 8®. p. 11, con tavola. 

Paris, Gaston, Mdlanges Lingnistiqnes pnblids ptf Mario 
Roques. Fase. II. Langue franqaise. Paris, Socidtd Ami' 
cale Gaston Paris. S. 158—852. (Inhalt: Grammaire his- 
torique de la langue franqaise, Leqon d'onvertnre. — Histoire 
de la langue franqaise; Bericht über Brunots gleichbetiteltes 
Werk. — Phondtiqne franqaise: o fermi. — Anc. fr. »d = 
fr. mod. d. — Franqais r = d. — Ti^ signe d'interrogation. 
— La vie des mots; Bericht über Darmesteters gleichbetitel¬ 
tes Buch. — Les plus anciens mots d'emprunt du franqais; 
über Berger, Die Lehnwörter in der französischen Sprache 
ältester Zeit. 

Pell et an, Camille, Victor Hugo, homme politiqne. Collection 
Hngolienne. Paris, Socidtd d'dditions Httdraires et artisti- 
ques. 8®. fr. 3.60. 

Peters, R., Ueber die Geographie im Guerino Meschino des 
Andrea de'Ma^abotti. Diss. Halle 1906. 84 S. 8®. 

Petersen, K., Die Urteile Boileaus über die Dichter seiner 
Zeit Diss. Kiel 1906. 192 S. 8®. 

Pichon, R., Etudes sur Fhistoire de la littdrature latine dans 
les Gaules, Les Derniers Ecrivains profanes (les Panto- 
ristes; Ansone; le Querolus; Rutilius Namatianus.) In-8, IX- 
323 p. Paris, libr. Leroux. 1906. fr. 7.60. 


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189 


1907. Literatnrblatt für germanische und romanische Philologie. Nr. 5. 


190 


Pinvert, L., Sur Mferimfee ä propos d'ouvrages r^cents. In-8 
carrfe, 60 p. avec 2 portraits hors texte et mc-similö. Paris, 
libr. Ledere. 1906. [Extrait du ‘Bulletin du bibliophile*.] 

Pisani, Giuliano, La sacra fame dell’oro nella Divina Com¬ 
media. Lucca, tip. Baroni, 1906. 8®. p. 21. 

Plattner, Ph., Ausführliche Grammatik der französischen 
Sprache. Eine Darstellung des modernen französ. Sprach¬ 
gebrauchs m. Berücksichtg. der Volkssprache. IV. TI.: Er¬ 
gänzungen. Präpositionen u. Adverbien m. Einschluss der 
Negation, sowie Syntax des Adjektivs. 286 S. 8®. Frei¬ 
barg i. B., J. Bielefeld 1907. M. 4. 

- dasselbe. I. TI.: Grammatik der französ. Sprache für den 
Unterricht. 2. Aufl. XV, 464 S. 8®. Ebd. 1907. M. 6. 

Poesie di mille autori intomo a Dante Alighieri, raccolte ed 
Ordinate cronologicamente, con note storiche, bibliogratiche 
da Carlo Del Balzo. Vol. XI. Roma, Forzani e C., 1906. 

8®. p. 610. 

Popescu - Ciocanel, G., Quelques mots roumains d’origine 
arabe, turque, persane et h^brai'que. In - 8, 55 p. Paris, 
libr. Leroux. 1907. fr. 4.50. 

Pr^cicou, A., Rabelais et les Limosins. In-8, 26 p. Limoges, 
imprim. et libr. Ducourtieux et Gout. 1906. [Extrait du 
‘Bibliophile limousin*.] 

Ragg, Lonsdale, Dante and his Italy. Illust. 8vo, pp. 402 
Lo., Methuen. 12/6. 

Ranzi, Gins., 11 risorgimento politico italiano nella poesia di 
di Giosue Carducci. Ravenna, tip. di E. Lavagna e figlio, 
1906. 16®. p. 77. L. 1.25. 

Reinhäckel, R. P., Madame de Charrtere und ihre Stellung 
zur Frage der sozialen Lage der Frau. Diss. Leipzig 1906. 
106 S. 8®. 

Rime di trecentisti minori, a cura diGuglielmo Volpi. Firenze, 
G. C. Sansoni (G Carnesecchi e figli), 1907. 16®. p. viij, 
269, con facsimile e quattro tavole. L. 2.50. 

Rüuquet, .T. B., (Euvres de J. B. Rouquet, telibre cigalier, 
maitre en gai savoir. Poösies et prose en patois du Querey, 
du Langueaoe et en France. Avant-propos et lettre de F. 
Uistral, pröface du comte de Toulouse-Lautrec, in-8 carrö, 
409 p. et portrait de l’auteur. Cahors, libr. Girma. Tou¬ 
louse, libr. Privat. 1907. fr. 3.50. 

Rydberg, G., Zur Geschichte des französischen 9 . II, 5: 
Monosyllaba im Französischen. Demonstrative Composita, 
Relativa, Konjunktionen, Adverbien. Upsala, Almqvist & 
Wikseil. S. 755—1099. 8®. 

Saayedra Fajardo, D. de, El texto primitive de la Repu- 
blica literaria; publicalo M. Serrano y Sans. Madrid, Imp. 
Iberica. 4. 88 S. 2 pes. 

Sain^an, L., Les Noms romans du chien et leurs applications 
metaphoriques. In-8, 66 p. Paris, Impr. nationale. 1906. 
[Extrait des ‘M6moires de la Socifete de linguistique de Paris*, 
t. 14.] 

Salyerda de Grave, J. J., Quelques observations sur l’^vo- 
lutioD de la philologie romane depuis 1884. Discours. Leide, 
Van der Hock fr^res. 40 S. 8®. 

iSchönfelder, W., Die Wortstellung in den poetisch. Werken 
Pierre de Ronsards. Diss. Leipzig 1906. 80 S. 8®. 

Schubert, Carl, Der PÜegesohn (nourri) im französischen 
Heldenepos 54 S. gr. 8®. Marburg, N. G. Eiwerts Verl. 

, 1906. M. 1.20. 

Scoti-Bertinelli, Ugo, Sullo Stile delle commedie in prosa 
di Giovan Maria Cecchi: saggio. Cittä di Castello, Casa 
tip. ed. S. Lapi, 1906. 8®. p. 240. L. 3. 

Sichel, Julius, Die englische Literatur im .Tournal Etranger. 
Ein Beitrag zur Geschichte der literarischen Beziehungen 
zwischen England und Frankreich im 18. Jahrh. Heidel- 

^ berger Diss. 74 S. 8®. 

Spada, Dom., L’amore del Petrarca: Studio psicologico sul 
Canzoniere e La canzone Chiare fresche e dolci acque: com- 
Diento estetico e letterar io. Faenza, tip. Novelli e Castel- 
lani, 1906. 16®. p. 243. L. 2. 

Stalzer, L., Die Reichenauer Glossen der Handschrift Karl- 
rube 115. Hrsg. u. erklärt. [Aus „Sitzungsber. d. k. Akad. 

, d. Wiss.“] 172 S. gr, 8®. Wien, A. Holder, 1906. M. 4. 

Mappers. H., Dictionnaire synoptique d'ötymologie franraise 
doniiant la derivation des mots usuels class(*s sous leur ra¬ 


cine commune et en divers groupes. öe Edition. In-12, 
971 p. Paris, libr. Larousse. fr. 6. 

Steitz, Karl, Zur Textkritik der Rolandüberlieferung in den 
skandinavischen Ländern. Bonner Diss. 44 S. 8®. 

Stendhal, Correspondance infedite. Publ. avec une intro- 
duction par Prosper Merimöe, Nouv. ed. Paris, Calmann- 
Ldvy. 2 Bde. Fr. 7. 

Strowski, F., Pascal et son temps. Ire partie: De Mon¬ 
taigne k Pascal. In-16, IV-293 p. Paris, impr. et libr. 
Pion, Nourrit et Cie. 1907. [Histoire du Sentiment reli- 
gieux en France au XVII e stecle.J 

Tallentyre, S. G., The Friends of Voltaire. With Portraits. 
8vo, pp. 314. Lo., Smith. Eider. 9/—. 

Tiktin, H., Rumänisch-deutsches Wörterbuch. Auf Staats¬ 
kosten gedruckt. 9. u. 10. Liefrg. (1. Band S. 499—626). 
Lex. 8®. Bukarest 1906. Leipzig, ü. Harrassowitz. M. 1.60. 

Toscano, Antonio, Rileggendo UAssedio di Firenze: saggio 
critico SU F. D. Guerrazzi. Catania, tip. del Popolo, 1906. 
8®. p. 28. Cent. 50. 

Tronchin, H., ün mödecin du XVIII e stecle. Theodore Tron- 
chin (1709—1781) d’apr^s des documents inödits. Paris, 
Libr. Pion; Gen^ve, Libr. Kündig. (Enthält allerlei zur 
Kenntnis Voltaires und Rousseaus). 

Vandaele, H., Syntaxe des temps et des modes en fran^ais. 
('ours, fait k l’Universitö de Besannen aux 4;tudiants ötran- 
gers. ln-8, 52 p. Besannen, impr. Dodivers. 1906. 

Vernay, F., Proverbes patois, locutions patoises du Dauphinö. 
In-16, 16 p. Grenoble, libr. Drevet. 60 cent. [Biblioth^que 
litteraire du Dauphine.] 

Verrier, A. J., Le Patois cröole de File de la Röunion. In-8, 
23 p. Angers, impr. Germain et Grassin. [Extrait des ‘M6- 
moires de la Sociötö nationale d’agriculture, Sciences et arts 
d’Angers*. 1906.] 

Waldmann, A., Die begriffliche Entwicklung des lat. 8upei% 
stipra und sursum im Französischen. Mit Berücksichtigung 
der übrigen romanischen Sprachen. Leipz. Diss. 106 S. 8®. 

Weber, E., Sully Prudhomme, analy^se de quelques unes de 
ses po^sies. Progr Franz. Gymnasium Berlin. 16 S. 4®. 

Wolter, Konr., Alfred de Müsset im Urteile George Sands. 
Berlin, Weidmann. M. 3. 


Literarische Mitteilungen, Personal¬ 
nachrichten etc. 

Cand. phil. Harald Ling an der Hochschule zu Gothen¬ 
burg (Schweden) bereitet eine Arbeit über die Sprache des 
Dichters Paul Fleming vor, die demnächst druekfertig sein wird. 

Herr Otto Strack arbeitet an einer Geschichte der deut¬ 
schen Schimpfworte. 

Die 49. Versammlung deutscher Philologen und Schul¬ 
männer findet laut vorläufiger Anzeige von Montag den 23. 
bis Freitag den 27. September in Basel statt. 

Prof. A. L. Stiefel in München wurde von der philo¬ 
sophischen Fakultät der Universität Giessen zum Doktor h. c. 
ernannt. ♦ 

J. J. Salverda de Grave wurde zum ord. Professor 
der roman Philologie an der Universität Groningen ernannt, 
als Nachfolger van Hamels. 

t am 16. Februar zu Bologna Giosuö Carducci. 
t am 16. Februar in Kiel der Romanist Oberbibliothekar 
Dr. Richard Schröder, im 46. Lebensjahre. 

t am 17. Februar in Marburg der ord. Professor der vergl. 
Sprachforschung Dr. Ferd. Justi, 70 Jahre alt. 

t zu Paris am 16. März Edmond Bi re, 76 Jahre alt. 
t Mitte April zu Groningen der Professor der romanisch. 
Philologie Dr. A. G. van Hamei. 

t am 15. April zu Dresden der Professor für Literatur¬ 
geschichte an der Technischen Hochschule Dr. Ad. Stern, 
71 Jahre alt. 


Druckfehler: Sp. 104, Z. 15 v. o. 1. 1905 statt 1895. 


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191 


1907. Literatnrblatt für germaniscbe nnd romanische Philologie. Nr. 6. 


192 


«, p.«.«... Literarische Anzeigen. 


B«UAv«febOhr«n uMh UmfMf 
M. IS, 16 n. 18. 


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Leipzig 

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Band XXI—XXV. 


Verlag von 0. R. Reisland in Leipzig. 

Soeben erschien: 

Altfranzösisches Übungsbuch. 

som 

Gebrauch bei Vorlesungen und Seminartibungen. 

_ HerautgAfeben von 

W. Foerster nnd E. Kosohwlts. 

Mit zwei Steindrucktafeln. 

Dritte Auflage besorgt von Wendelin Foerster. 
1907. 8 V 2 Bogen gr. M. 4.—, geb. M. 4.80_ 


Verlag von O. R. REISLAND in Leipzig, s 


Soeben erschien; 

Lehrbndi der fiesdiidite der Neueren Philosophie. { 

Von Dr. Harald HöfiTdlnur. 

Professor der Philosophie an der Universität in Kopenhagen. ? 

1907. 18V, Bogen, gr. 8 ®. M. 4.60, geb. M. 5.20. \ 

Inhalt. 

Einleitung. Die Philosophie der Renaissance. A. Die Entdeckung des natürlichen Menschen, a. Pom- I 
ponazzi. Machiavelli. Montaigne; b. Vives. Melanchthon. Althusius. Grotius; c. Bodin. Cherbury. Böhme; d. Ramas. 
Sancbez. Bacon. B. Das neue Weltbild, a. Nikolaus Cusanus; b. Telesio; c. Kopernikus; d. Bruno. C. Die nene 
Wissenschaft, a. Leonardo; b. Kepler; c. Galilei. Die grossen Systeme, a. Descartes; b. Hobbes; c.^ Spinoza; d. Leibniz. j 
Die englische Erfahmn^philosophie. a. Locke; b. Newton; c. Berkeley; d. Shaftesbury; e. Hume; f. Smith. DieAnf- 
klärnngsphilosophie in Frankreich u. Deutschland. A. Die französische Aufklärungsphilosophic und Rousseau 
a. Voltaire und die Enzyklopädisten; b. Rousseau. B. Die deutsche Aufklärungsphilosophie und Lessing, a Die 
deutsche Aufklärung, b. Lessing. Immanuel Kant und die kritische Philosophie. A. Die theoretischen Probleme, 
a. Die Entwickelung der Kant’schen Erkenntnistheorie; erste Periode. 1755—1769; ß. zweite Periode. 1769—1781; b. Kritik 
der reinen Vernunft; a. subjektive Deduktion; ß, objektive Deduktion; c. Erscheinung und Ding an sich; d. Kritik der speku¬ 
lativen Philosophie. B. Das ethisch-religiöse Problem, a. Die Entwickelungsgeschichte der Kant'schen Ethik; b. die 
definitive Ethik Kant’s; c. das religiöse Problem; d. spekulative Ideen auf biologischer und ästhetischer Grundlage. (’ 
Gegner und erster Fortsetzer, a. Hamann. Herder. Jacobi; b. Reinhold. Maimon. Schiller. Die Philosophie der 
Romantik. A. Die spekulativen Systeme, a. Fichte; b. Schelling; c. Hegel. B. Kritische Romantiker, a. Schleier¬ 
macher; b. Schopenhauer; c. Kierkegaard. C. Unterströmung der kritischen Philosophie in der romantischen ! 
Periode, a. Fries; b. Herbart; c. Beneke. D. Uebergang von Romantik zum Positivismns. a. Die Auflösung der j 
Hegel’schen Schule; b. Feuerbach. Der Positivisrnns. A. Die französische Philosophie im 19. Jahrhundert vor j 
Comte. (Die autoritäre, die psychologische und die soziale Schule.) B. Auguste Comte. C. Die englische Philosophie 
im 19. Jahrhundert vor Stuart Mill. D. John Stuart Mill. E. Die Entwicklungsphilosophie, a. Charles Dar ^ 
win; b. Herbert Spencer. F. Der Positivismus in Deutschland und in Italien, a. Dühring; b. Ardigö. Neue Be¬ 
arbeitungen des Daseinsproblems auf realistischer Grundlage. Einleitung. (Der neue Materialismus). A. Der neut 
Idealismus in Deutschland, a. Lotze; b. Hartmann; c. Fechner; d. Wundt. B. Der neue Idealismus in England 
und Frankreich, a. Bradley; b. Fouillöe. Nene Bearbeitungen der Probleme der Erkenntnis und der Wertuo?. 

I. Das Erkenntnisproblem. A. Der deutsche Neukantianismus. B. Der französische Kritizismus und die Diskontinuitats- < 
Philosophie, C. Oekonomisch-biologische Erkenntnistheorie, a. Maxwell. Mach; b. Avenarius; c. W. James. II. Das ^yer- 
tungsproblem. a. Guyau^ b. Nietzsche; c. Eucken; d. W. James. Chronologie der Hauptwerke. Sach-und Namenregister, j 


Preisermässigung. 

statt far M. »9.20 für M. 12.50 liefere ich, solange der dazu bestimmte Vorrat reicht: 

M. Tullii Ciceronis Opera quae supersunt omnia ex recensione I. C. Orellii. Editio altera emen- 
datior. Curaverunt 1. Casp. Orellius, I. 6. Baiterus, Carolus Halmius. 

A. Textns. 4 Bände in 5 Teilen. 2. Auflage. 1845—61. M. 48.20. 

Vol. I. Libri rhetorici. Editio II. 1845. M. 8.—. 

Vol. II. (2 Teile.) Orationes ad Codices ex magna parte aut primum aut iterum collatos emendarunt I. fl- 
Baiterus et C. Halmius. 2 vol. 1854—57. M. 18.80. Einzeln i\ M. 9.40. 

Vol. 111. Epistolae. Accedit historia critica epistolarum Ciceronis. Editio II. 1845. M. 8.—. 

Vol. ly. Libri qui ad philosophiam et ad rem piihlicam spectant. Ex libris manuscriptis partim primum partini 
iterum excussis emendaverunt I. G. Baiterus et C. Halmius. Accedunt fragmenta I. C. Orellii secundis 
curis recognita. 1801. M. 13.40. 

B. Scholia. M. Tullii Ciceronis scholiastae. C. Marius Victorinus, Riiflniis, C. lulius Victor, Boethius, Favonins. 
Eulogius, Asconius Pedianus, scholia Bobiensia, scholiasta (ironovianus. Ediderunt Io. C. Orellius et 
Georgius Baiterus. 2 vol. M. 24.—. 

C. Onomasticon. Gnomasticon Tullianum continens M. Tullii Ciceronis vitam, historiam literarum, indicem geo- 
graphicum et historicum, indicem graecolatinum, fastos cousulares. Curaverunt lo. C. Orellius et Io. Georgias 
Baiterus. 3 vol. M. 27.—. 

^ Die 5 Teile Text apart statt M. 48.20 für M. 8.—. Die Exemplare sind neu, aber etwas stockfleckig. 

Verantwortlicher Redakteur Prof. Dr. FritzNeumannin Heidelberg. — Druck v. G. Otto’s Hof-Huchdruckerei in Darmstadi 

Ausgegeben am 18. Mal 1907. 

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GERMANISCHE UND ROMANISCHE PHILOLOGIE. 


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OB der UBlToreltit Hoidolborf. 


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XXVI11. Jahrgang. 

lllilllllll^lSBIEiDDQBIIIIIlim 

1907. 

Pfeiffer, Die diebtertoohe Perfönliohkeit Keld* 
kBfte TOB ReoeathBl «PaBier). 

Z c g e I, Die Verbreitung der mbd. enäblenden Lite- 
ratar in MUtvl - nad Niederdeauehland naohge- 
trlaeea auf Orond der PenonennameD (Helm). 

Dia Carolina and ihre Vorgingerlnnen. Hi: 

Hraf. von J. Knhier a. W. Sebeel (B h r i s m a n n). 

Sebvelieriiebea Idiotikon (P f leide rer). 

Klaeb, TergL Wörterbneh der KSiner o. moael- 
frinUeeb-lnxeabergitehen Mundart (Horn). 

Ludwig, Das Urteil'über Sohiller im 19. Jahrb. 
(Hatfield). 

Ostermann, Lautlebre des germanisehen Wort- 
•obatses in der ron Morton heransgegebenen 
Hs. der Anorsn-Biwis (Jordan). 

Williams, A grammatloal inrestigation of tbe 
Old Kentiab i^ossoa (Jordan). 

Zsllor, Das Sooroebt Ton Oldron, nach der Hs. 
Troyes <S n o b i e r). 

Lintilbac, Ls tbdktrs adrlenx da mojen kga 
(Seb nmaobert. 

Keller, Das Slrrentes *Fa4et Joglar* dM Oulraat 
eon Cslanso (Sobnlti-Gora). 

Fred. Mistral, Mes Origines (H e nn 1 oke). 

Bl bliograph le. 

Lit. Mittellnngsn, Personalaaebrieb- 
t e n o. s. w. 


C. Pfeiffer, Die dichterieche Persönlichkeit Neidharts | 
TOB Renenthal. Eine Studie. Paderborn, F. Schöningh, 
IftÄ. rv, 98 S. Mk. 1.50. 

Der Verfasser wünscht, wie das Vorwort besagt, 
mit seiner Schrift nicht die Wissenschaft zn fördern, 
■ooderD einem weiteren Publikum den Menschen und 
Dichter in Neidhard zn zeigen, den die neuere Forsclmng 
iber der Verfolgung formaler Probleme vernachlässigt 
habe. Er schildert zu diesem Zwecke unter Anfnbrung 
zahlreicher Stellen ans den Liedern das äussere und 
innere Leben Neidhards und druckt schliesslich 34 Lieder 
nach Haupts Rezension im Originaltexte ab, dessen Ver- 
atändnis die Uebersetznng der schwierigeren Wörter in 
Anmerkungen bewirken will. 

Der Philologe von Fach darf sich über den auf¬ 
richtigen Anteil freuen, den der Verf. an der Sache 
nimmt und kann seinem Versuche die Allgemeinheit leb¬ 
hafter für unsere alte Dichtung zn interessieren nur 
nD<m Erfolg wünsohea. Er stellt auch gerne fest, dass 
der Verf. gröbere Entgleisungen vermieden hat, muss 
aber freilich auch anssprechen, dass seiner Zeichnung 
die Tiefe und das wahre Leben fehlen. Hierfür war 
Bchon nicht günstig, dass der Verf. die formalen Fragen 
ganz bei Seite Hess, die auch für seinen Zweck wichtiger 
gewesen wären, als er wohl annehmen mochte. Es wird 
mit möglich sein, lediglich ans dem Stofflichen heraus 
das Innenleben eines Künstlers zu schildern, das seine 
feinsten Aenssemngen gerade immer in der Form finden 
muss, das Wort im weitesten und höchsten Sinne ge¬ 
nommen. Es fehlt auch durchaus der weitere literar- 
^schicbtliche Hintergimnd, von dem allein die Indivi¬ 
dualität des Dichters sich scharf abheben könnte. Der i 
Verf. bat die Schwierigkeiten seiner Aufgabe angen- | 
scheinlich unterschätzt. Es gilt eben auch von der Er- j 
forschung der altdeutschen Dichtung, dass sie nicht mit | 
schwerbängenden Zweigen über den Zaun reicht, die nur 
daraof harren, dass ein Vorbeispazierender sie schüttle. 
Aach hier wird nur derjenige wahrhaft ernten können, 
aar der goldene Früchte zn Markte bringen, der siebs 
wurher selber mit Säen und Pflanzen, mit Hacken and 
Gntben hat saner wenlea lassen. 

Frankfurt a. M. Friedrich Panzer. 


Ernst Kegel, Die Verbreitung der mltteihochdeat- 
sehen ««rzählenden Literatur in Mittel- und Nieder- 
dentschland naohgewiesen auf Grand der Personen¬ 
namen (= Uermaea, ausgewählte Arbeiten aus dem ger¬ 
manischen Seminar zn Halle, herau^eg. von Philipp Strauch, 
ni). Halle, M. Niemeyer, 1905. X, 140 S. 

Eine fleissige Arbeit für welche die zahlreichen Ur- 
kondenpnblikationen des rod. nnd nd. Gebietes bis zur 
Elbe ansgeschöpft sind. Die Zusammenstellung der ein¬ 
schlägigen Namen ist schon an sich wertvoll für die 
Geschichte der deutschen Namengebung: ihre Verwert¬ 
barkeit für literarhistorische Schlüsse ist natürlich un¬ 
gleich. Kegel, der mit grosser Voi'sicht verfährt, kommt 
zn dem Resultat, ans den Namen lasse sich erkennen, 
dass von der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts ab bis 
ins 15. Jahrhundert von der hochdeutschen höfischen 
Literatur Hartmanns Erec and Iwein, Wolframs Parzival 
und Willehalm, Wirnts Wigalois, Rudolfs Wilhelm von 
Orlens, die Rosengarten- und Lanrindichtnng, endlich Eil- 
harts Tristan im md. und nd. Gebiet gelesen worden 
seien. Zahlreich sind namentlich die Belege ans den 
Rheinlanden and ans Westfalen, ihnen schliessen sich 
die ans Thüringen und Sachsen an. Die Arbeit bringt 
im wesentlichen eine Bestätignng dessen, was wir auf 
Grund anderer Kriterien über die Verbreitung der hoch¬ 
deutschen höfischen Literatur in diesen Gebieten bereits 
wussten, für manches ergibt sich aber aus ihr auch weitere 
Ergänzung nnd genauere zeitliche Präzisierung; be¬ 
sonders wichtig scheint mir der Nachweis, dass Wolfram 
in Niederdentscliland weit bekannter war, als man bisher 
annahm. 

Mit der anfgewendeten Mühe stehen diese literar¬ 
historischen Resultate von K.’s Arbeit freilich in keinem 
rechten Verhältnis, desto mehr ist anznerkennen, dass 
der Verf. sich nicht im Bestreben möglichst viel posi¬ 
tive« zu bieten zn weitergehenden — aber onsicheKen —^ 
Schlüssen hat verleiten lassen. 

Zu den Ausführungen über den Namen Iwan hätte 
auf die Bilder im Hessenhof in Schmalkalden hinge- 
wiesen werden können, welche dieselbe Namensform 
zeigen und ausserdem erkennen lassen, dass ihnen wahr¬ 
scheinlich eine von Hartmanns und Chrestiens Gedichten 


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1907. Literaturblatt lür germanische und romanische Philologie. Nr. 6. 


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verschiedene Quelle zu Grunde liegt (vergl. P. Weber, 
die Iweinbilder aus dem 13. Jalirhuiidert im Hessenhof 
in Schm., S. 12). 

Irrig ist die Angabe, dass im Verzeichnis altdeutscher 
Hss. aus Deutschordensarchiven (Zeitschr. f. d. Alt. XIII, 
569 ff.) kein Denkmal höfischer Dichtung aufgeführt werde; 
es werden uns vielmehr ausdrücklich genannt der welsche ' 
Gast und der Stricker, ausserdem mehrmals ein Buch 
Buland^ unter welchem natürlich nicht Konrads Rolands* 
lied sondern höchstwahrscheinlich ebenfalls ein Denkmal 
höfischer Dichtung, des Strickers Karl, zu verstehen 
sein wird. 

Giessen. Karl Helm. 


Die Carolina und ihre Vorgängerinnen. III. Band. Die 
Bambergische Halsgerichtsoranung in niederdeutscher üeber- 
setzung Hermann Barkhusens 1510 zusammen mit einer Aus¬ 
wahl der strafrechtlichen Artikel des Lübischen Rechts, her- 
ausgeg. von J. Köhler und Willy Scheel. Halle a. S. Buch¬ 
handlung des Waisenhauses. 1904. XV, 140 S. 8®. M. 3.80. 

Der III. Band des grossen Carolina-Werkes von 
Köhler und Scheel enthält die niederdeutsche Ueber- 
setzung der Bamberger Halsgerichtsordnung, die den 
II. Band bildete (vgl. Lit.-ßlatt 1904, 274). Die den 
Philologen zunächst interessierenden Fragen, Verfasser 
und Sprache, waren schon im II. Bd. (§ 10, S. LXXXII 
- LXXXIV) behandelt worden, hier wird auf beide 
Punkte nur kurz eingegangen (S. XIV f.). Uebersetzer 
ist der bekannte Rostocker Verleger Hermann Bark¬ 
busen, der als Drucker und Uebersetzer des Reineke Vos 
in der Literaturgeschichte eine so wichtige und vielum¬ 
strittene Stelle einniramt. Erschienen ist der Druck an 
Pfingsten 1510, also bloss drei Jahre nach dem hoch¬ 
deutschen Original. Die Uebersetzung ist, wie die Her¬ 
ausgeber in den beiden Einleitungen hervorheben, ziem¬ 
lich genau und auch ziemlich fehlerlos. Ebenda wird 
aufmerksam gemacht auf die zweigliedrigen Formeln, 
die oft an Stelle eines einzigen hochdeutschen Wortes 
treten, indem neben den hochdeutschen Ausdruck ein 
synonymer niederdeutscher gesetzt wird. Diese Doppel¬ 
formen haben nach den Herausgebern einen praktischen 
Zweck, nämlich den hochdeutschen Terminus durch den da¬ 
nebengesetzten niederdeutschen verständlicher zu machen. 
Sie sollen indess wohl auch einen stilistischen Schmuck 
bilden, mit dem der Uebersetzer und Verleger sein Buch noch 
feiner herausputzen wollte: der einfache Stil Schwarzen¬ 
bergs (vgl. zu diesem Scheel, Schwarzenberg S. 298 f.), 
des Verfassers der Bamberger Halsgerichtsordnung, wurde 
dem Ungeschmack der Zeit entsprechend manieriert (zu 
solchen mundartlichen Synonymen formein s. Drescher, 
Arigo S. 197, dazu Zs. f. d. Philologie 35, 109). Dass 
wirklich nicht das praktische Bedürfnis allein massgebend 
war, beweisen Wortpaare, in denen das niederdeutsche 
Wort, also das dem Leser bekannte, vorausgeht wie 
frönen edder gerichtesdener Art. 260; oder wenn bald 
das hochdeutsche, bald das niederdeutsche Wort voraus¬ 
geht wie mördfacht edder veste Art. 248 Ueberschrift, 
dagegen im Text umgekehrt vesie offte mörtachte : oder 
wenn gar beide Worte niederdeutsch sind wie düfte ofte 
deverye für hd. diebstal Art. 183, qwycke edder heeste 
für hd. vihe Art. 141. — Das Werk ist für die nieder¬ 
deutsche Uebersetzungsliteratur im allgemeinen, besonders 
aber auch für den Uebergang der hochdeutschen Rechts¬ 
sprache ins Niederdeutsche von grosser Wichtigkeit. 

Heidelberg. Gustav Ehrismann. 


Schweizerisches Idiotikon. Wörterbuch der 
schweizerdentschen Sprache, gesammelt auf Veranstal¬ 
tung der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich unter Rei- 
hülie aus allen Kreisen des Schweizervolkes. Herausgegeben 
mit Unterstützung des Bundes und der Kantone. (Begonnen 
von F. Staub und L. Tobler). Frauenfeld, Verlag von J. 
Huber. 

Nachdem in diesen Blättern schon wiederholt auf 
den reichen Inhalt und die hohe wissenschaftliche Be¬ 
deutung des Schweiz. Idiotikons hingewiesen worden ist, 
soll heute hauptsächlich über den derzeitigen Stand dieses 
monumentalen Werkes berichtet werden. — Als Fr. Staub 
und L. Tobler an die Verarbeitung des ihnen von überall¬ 
her überaus reichlich zufliessenden Materials gingen, da 
dachten sie in einem Werk von 4 Bänden zu durch¬ 
schnittlich 100 Bogen den ungeheuren Reichtum der 
schweizerdeutschen Mundarten sammeln zu können. Und 
noch im Jahr 1889, zu einer Zeit, wo der 2. Band noch 
nicht fertig vorlag, spricht A. Socin („Das Schweiz. 
Idiotikon und die wissensch. Bedeutung der Mundart*, 
im Archiv f. d. Stud. d. neueren Sprachen 83, 111 ff., 
321 ff.) von 6 Bänden mit zusammen über 10000 Seiten, 
die nötig sein werden, und fügt in immer noch zu opti¬ 
mistischer Berechnung hinzu; „vor dem Ende dieses 
Jahrhunderts wird es schwerlich beendet sein“. Seither 
ist in fast 20 Jahre langer ununterbrochener und müh¬ 
samer Arbeit das Werk um 3 Bände gefördert worden, 
und wenn es gut geht, ist jetzt etwas über die Hälfte 
des gewaltigen Materials bewältigt. Wie kommt das? 
Es haben sich nicht etwa die Begründer vor 30 Jahren 
so gewaltig verrechnet; nach dem Material, das ihnen 
vorlag, war ihre Berechnung wohl richtig. Jetzt aber 
hat die Sachlage sich hauptsächlich nach 2 RichtaDg:eii 
geändert, indem einmal durch das Erscheinen der ein¬ 
zelnen Teile des Werkes das Interesse für die Sache 
ein so lebhaftes (hat doch das Idiotikon mehr als 3mal 
so viel Abonnenten als z. B. das schwäb. Wörterbuch 
von Fischer!) und die Sammeltätigkeit immer von neuem 
s ostark angeregt wurde, dass heute das Material auf 
mehr als das Doppelte seines früheren Umfangs an^e- 
wachsen ist. Dann ist das Programm im Lauf der Zeit 
auch erweitert worden: die Begründer wollten eher so 
etwas wie eine Schweiz. Idiotismensammlnng scbaffei 
mit Ausschluss des Sprachgutes, das die Mundart mit 
der Büchersprache teilt; ganz allmählich, unter Ver¬ 
meidung eines schroffen Bruches mit den älteren 6e- 
pflogenheiten, hat die Redaktion ihre Grundsätze etwas 
geändert und nicht nur „Echtes“, Idiotismen, aufge¬ 
nommen, sondern auch das, was die Mundart mit der 
Büchersprache gemeinsam hat (oder hatte), und das ist 
ein guter Teil des Sprachschatzes eines Volkes. Mit 
andern Worten: das „Schweizerische Idiotikon“ ist zu 
einem „Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache“ ge¬ 
worden! — Es sind bis jetzt erschienen: I. Bd. 1881, 
1344 Spalten, enthaltend die Buchstaben AEJ Oü F (V); 
II. Bd. 1885, 1840 Sp., mit GH; III. Bd. 1895, 1574 
Sp., mit JK(C, Ch)L; IV. Bd. 1901, 2038 Sp., mit 
M N B (P) bis Bu-; V. Bd. 1905, 1318 Sp., mit Bl- usw. 
Q; und vom VI. Bd. Bogen 1—58 (R—Rum). An der Aus¬ 
arbeitung waren beteiligt F. Staub und L. Tobler (Bd. 1— 
III), R. Schoch (II—V), A. Bachmann (der jetzige Leiter) 
und H. Bruppacher (von Bd. III an), E. Schwyzer (von 
Bd.IV an), E. Hoffmann-Krayer (Bd. IV), und neuerdings 
(beim VI. Bd.) H. Blattner und J. Vetsch. Ich unterlasse 
es, auf mehreres einzugehen; es ist eine überreiche Fülle 
von Stoff, wie ähnliches nur in Schmellers und Fischers 


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1907. Literaturblatt für germaniBche uud romanische Philologie. Nr. 6. 


Wörterböcbern zu finden ist. Um aus den letzten Bänden 
nur 2 Beispiele berauszugreifen ; der Artikel Brot (des¬ 
sen Material F. Staub 18H8 in dem Schriftchen „Das 
Brot im Spiegel schweizerdeutsclier Volkssprache und 
Sitte“ benützt hat, um die Oeffentlichkeit einen Blick 
in die Reichhaltigkeit der gesammelten Schätze tun zu 
lassen), füllt im V. Bd. die Spalten 923—941, und die 
ff. Spalten bis 990 bringen etwa 270 Komposs. mit Brot\ 
im VI. Bd. nimmt das Adj. recht die Sp. 198—217, 
da" Subst. Becht die von 238—275 ein! 

Es ist beabsichtigt, im Bd. VI den Buchstaben R 
vollends zu behandeln, in Bd. VII und VIII S — gewiss 
nicht zu viel Raum, man denke nur an scÄ-, ä/>-, 8t~\ 
— in Bd. IX den Schluss des Alphabets; ein letzter 
X. Bd. soll Nachträge und ein Register zum ganzen 
Wörterbuch bringen. Für diese letzten noch ausstehen¬ 
den Teile soll dem von den Bearbeitern der bisherigen 
Teile gewiss oft empfundenen Mangel einer grammati¬ 
kalischen Fundamentierung des Wörterbuchs, wie sie 
z. B. das schwäb. Wörterbuch in Fischers Geographie 
der schwäb. Mundart besitzt, dadurch ahgeholfen werden, 
dass mit Bundesunterstützung unter Leitung der Re¬ 
daktion eine systematische Aufnahme der lautlich-gram¬ 
matikalischen Verhältnisse der schweizerdeutschen Mund¬ 
arten in Angriff genommen wird, zugleich als Vorarbeit 
für die umfassende Darstellung der schweizerdeutschen 
(irammatik, die seiner Zeit an das Wörterbuch sich an- 
schliessen soll. Man staunt über die Grossartigkeit dieser 
Pläne wie über die Unternehmungslust und Opferfreudig¬ 
keit aller Beteiligten, der Herausgeber, der Verlags¬ 
handlung wie der übrigen Mitarbeiter, insbesondere der 
Behörden, besonders wenn man bedenkt, dass zu gleicher 
Zeit in demselben Land mit derselben Energie das ‘Glos- 
saire des Patois de la Suisse romande’ seit Jahren vor¬ 
bereitet wird ! 

Zum Schluss sei noch darauf aufmerksam gemacht, 
dass die Verlagshandlung „durch Eröffnung einer neuen 
Subskription Gelegenheit zu bequemer, lieferungsweiser 
Ervi'erbung“ gibt. Der mir vorliegende Prospekt meldet: 
«Hie Hefte (ä 10 Druckbogen zu 2 M.) werden den 
neuen Abonnenten in zweimonatlichen Zwi?>chenräumen 
zugestellt werden, also im doppelten Tempo des Er¬ 
scheinens ganz neuer Lieferungen, deren jetzt jährlich 
drei ausgegeben werden, so dass ... die jährliche Aus¬ 
gabe für die Anschaffung des W’erkes sich . . . auf den 
bescheidenen Betrag von 12 M. beläuft“. 

Tübingen. \V. Pfleiderer. 

Gustav Risch, Vergleichendes Wörterbach der Nösner 
(siebenbürgischen) und moselfränkisch - Inxembnrgi- 
sehen Mundart nebst siebenhürgisch-nicderrheiniscliem Orts¬ 
und Familiennamenverzeiclinis sowie einer Karte zur Orien¬ 
tierung über die Urheimat der Siebenbürger Deutschen. 
Hermannstadt, W. K rafft 1905. (ir. 8®. 274 S. | Forsch¬ 
ungen zur Volkskunde der Deutschen in Sieben¬ 
bürgen, hrsg. im Aufträge des Vereins für siebenbürgische 
Landeskunde von A. Schullerus, Heft l.J 

Die Zugehörigkeit der siebenbürgisch-deutschen Mund¬ 
art zum Mittelfränkischen haben schon, ohne Beachtung 
zu finden, der Siebenbürger Vosgien und der Luxem¬ 
burger de Feiler 1769 erkannt. Der letztere sagt (vgl. 
Kisch, EiiiL): „Les Saxons ä Histritz et aux environs en 
Transylvanie parlent allemand, mais leur langage propre 
*^8t rallemand de Luxembourg. L’etonnemeiit de ces 
•Saxons, ainsi que le piien, fut extreme, quand nous de- 
couvriuies l’identit^ de ces laiigues.“ Bewiesen wurde 
der ZuBammenhang von Marienburg 1845 und Keintzel 


1887. Dass die Nösner (Bistritzer) Mundart znm süd¬ 
lichen Zweig des Mittelfränkischen, d. h. zum Mosel- 
fränkischen gehört, hat dann Kisch in Paul-Braune’s 
Beiträgen XVII (1893) nachgewiesen, und zwar auf 
Grund der zuverlässigsten, der lautlichen Kriterien. 
Diesen Beweis stützt nun das vorliegende W^örterbuch 
durch eine Vergleichung des Nösner und moselfränkischen 
Wortschatzes. Auch die Orts- und Familiennamen sind 
herangezogen mit dem Ergebnis, dass sie lichts bieten, 
„was uns zwänge, die auf Grund lautlicher Kriterien 
gefundene Urheimat ausserhalb des Mosellandes zu 
suchen.“ 

Das vorliegende Heft leitet in erfreulicher Weise 
die „Forschungen zur Volkskunde der Deutschen in Sieben¬ 
bürgen“ ein. Wir wünschen dem Unternehmen erspriess- 
lichen Fortgang. Möge die sprachlich-volkskundliche 
Forschung die Siebenbürger Deutschen iin Kampf um 
die Erhaltung ihres Volkstums stärken I 

Giessen. Wilhelm Horn. 


A. Ludwig, Das Urteil über Schiller im neunzehnten 

Jahrhundert. Eine Revision seines Prozesses. Bonn. 

Fr. Cohen. 1905. 118 S. 2 M. 

Verf. gibt in dieser eingehenden^ von der Gesell- 
Sichaft für Literatur und Kunst in Bonn gekrönten Preis¬ 
schrift historischen Bericht über die Schwankungen in 
der allgemeinen Würdigung Schillers, besonders als Dra¬ 
matiker. Der Rationalismus hatte kaum Sinn für S.s 
Ideal ästhetischer Bildung des Einzelnen zur liarmoni- 
schen Persönlichkeit, doch eine gleichsam herumtappemle 
und stets stärker werdende Anerkennung lässt sich auch 
in diesem Kreise wahrnehmen. Die Tendenz der Ro¬ 
mantik war 8. entschieden feindlich. Die Schlegels 
führten eine Art Kryptopropaganda gegen ihn, Tieck 
hat förmlich den Stab gebrochen, indem er behauptete, 
S. habe die reine Kunstform durch „lyrische“ Dramen 
zerstört. 1815— 1825 wurde weniger über 8. gehandelt: 
er wmrde Goethe entgegengestellt und Geringschätzung 
wurde zur Mode. 

Mit der Julirevolution von 1830 tritt das liberale 
Bürgertum gegen die reaktionäre Romantik auf. Die 
Aesthetik musste dem politischen Ideale weichen, nur 
Männer der Tat sollten geschildert werden. Goethes 
Herausgabe seiner Korrespondenz mit 8. hat aber viel 
für dessen Ansehen getan. Auch trugen Bettinas Ver¬ 
ehrungen, Eckermanns Gespräche, Humboldts „Vor¬ 
erinnerung“ (ein Versuch, die ganze Persönlichkeit S.s 
darznstellen) und Karoline von Wolzogens Biographie 
dazu bei. Für die dreissiger Jahre möchte eine Ver¬ 
schmelzung Schillersclier Gesinnung mit Goethescher Form 
den Wünschen des jungen Deutschlands am besten ent¬ 
sprochen haben — das Volk aber fand in 8. sein Ideal. 
Seine Popularität näherte sieb in dieser Zeit ihrem (Tipfel. 

Die 40er und nächstfolgenden Jahre waren eine 
politische Zeit: literaiische Interessen traten in den 
Hintergrund. Das Interesse an S. trägt ein liberales 
Gepräge, nnfreundliche Urteile über ilin kommen aus 
den Kreisen der ()rtl)odoxie. Gerviiiiis’ bedeutendes 
Werk wirkte durch das Vor wiegen des Tadels eher un¬ 
günstig als günstig. Der Blick der Kritiker wurde 
duich die Betrachtung von Shakespeare als alleingiltigem 
Urdramatiker getrübt. Das Jahr 1848 machte keine 
Epoche in der Würdigung S.s. 

1859 kam das Schillerjahr. Eine Epoche bildete 
Hayms Aufsatz „Schiller au seinem huudei tsten Geburts- 


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1907. Literatnrblatt für germanische und romanische Philologie. Nr. 0. 


200 1 


tage.“ Haym wollte S.s. Entwickelung verstehen; er 
taxierte richtiger Shakespeares Einfluss; er setzte aus¬ 
einander, wie hei S. ein physiologischer Realismus einer 
historischen und moralischen Wirklichkeit Platz ge¬ 
räumt hatte; S.s. eigene Zeitepoche sei verantwortlich 
gewesen für seine Flucht aus der Gegenwart. Das grosse 
Schillerfest war in erster Linie ein politisches (was be¬ 
sonders auch in den „politischen“ Vereinigten Staaten 
der gerechten Würdigung S.s Eintrag getan hat. Rez.), 
eine Manifestation der liberalen Partei. Jakob Grimms 
Berliner Rede wird aber hervorgehoben: er feierte S. 
als Klassiker der Schriftsprache und verlangte eine 
kritische Ausgabe von Goethe und Schiller. 

Auf die Hochflut folgte eine Ebbe. Dem Zeitalter 
Bismarcks wurden das Rhetorische und Weltflüchtige 
bei S. immer fremder. Die künstlerische Würdigung litt 
auch unter den didaktischen Bestrebungen des Schul¬ 
betriebs. Ludwigs Shakespeare-Studien (ersch. 1871) 
brachten die allerschärfste Kritik auf dem dramatischen 
Gebiet. 

Die „grosse Franzoseninvasion“ drohte, S. von der 
Bühne zu verdrängen. Die Goethe-Philologie Hess ver¬ 
hältnismässig die Beschäftigung mit ihm stocken. Die 
schon stark von Schopenhauer beeinflusste Jugend fand 
in Wagners Musikdrama ein neues Bühnenideal. Wirt¬ 
schaftliche Kämpfe und naturwissenschaftliche Theorien 
führten zu einer Huldigung der „Wirklichkeit“, die 
meistens eine hässliche Wirklichkeit kennzeichnete. 
Nietzsches Schlagwort über S. („der Moraltrompeter von 
Säkkingen“) fand einen Nachklang bei dem jüngeren 
Geschlecht. 

Und doch zeigt die jetzige Wirkung von Ss. Dramen, 
sowie das Interesse an der Säkularfeier, dass diese 
starken Angriffe nicht gefährlich waren. Die modernste 
literarhistorische Wissenschaft hat sehr viel zu einer 
gerechten Würdigung beigetragen und hat S. seinem 
Volk, und zwar als Sohn seiner eignen Zeit, viel näher 
gebracht. Bei der Selbstentfaltung haben die grossen 
Klassiker die Aufgabe, unter dem deutschen Volke Per¬ 
sönlichkeiten, gegenüber der verflachenden Massenkultur, 
zu bilden. S. ergreift, berührt und bewegt den Ein¬ 
zelnen unmittelbar. Klingende, hoffnungsvolle Worte 
machen den Schluss zu diesem durchaus brauchbaren, 
mit tiefer Kenntnis seines Gegenstandes durchdrungenen 
Studium. 

Calvin Thomas’ in New-York erschienene tüchtige 
Darstellung von S.s Leben und Werken bedürfte auch 
in dieser deutschen Abhandlung Aufmerksamkeit und 
Anerkennung. Auf S. 96 sollte man Herinan Grimm, 
nicht „Hermann“ lesen. 

James Taft Hatfield. 


Hermann Ostermann, Lautlehre des germanischen 
Wortschatzes in der von Morton heransgegebenen 
Handschrift der Ancren Riwle. 

Irene Williams, A grammatical Investigation of the 
Old Kentish Glosses. 

(Bonner Beiträge zur Anglistik herausgegeben von Prof. L)r. 
M. Trautmann. Heft XIX. Sammelheft, S. l ff. u. 92 ff *. 
Bonn, P. Hausteins Verlag 1905. M. 7.) 

Es war eine verdienstvolle Aufgabe, die Ancren 
Riwle, das wichtige frühinittelenglische Denkmal, von 

* Dasselbe Heft enthält auch zwei Aufsätze des Heraus¬ 
gebers M. Trautmann: ‘Alte und neue Antworten auf alteng¬ 
lische Rätsel* (S. 167 ff.) und ‘Hasu* (Bedeutung und Etymo- 
lügiej S. 216 218. 


dem bis jetzt leider erst eine Hs. vollständig veröffent¬ 
licht ist, einer sprachlichen Untersuchung zu unter¬ 
werfen. Ostermanns Lautlehre, die den germanischen, 
d. h. englischen und skandinavischen Wortschatz des von 
Morton herausgegebenen Textes behandelt (Hs. Cotton 
Nero A XIV vom Anfang des 13. Jahrh.), darf als gründ¬ 
liche und sachkundige Arbeit bezeichnet werden. Ich 
habe sie zur Interpretation mit Vorteil benutzt. 

Eine prinzipielle Frage des Vokalismus betrifft die 
Dehnung kurzer Vokale in offener Silbe. Morsbach ME. 
Gramm. § 98 ist geneigt, aus der Schreibung ea für« 
in offener Tonsilbe in Hss. aus dem Anfang des 13. Jahrh. 
(Katherine-Gruppe, Ancren-Riwle, vgl. Morsbach § 64 
an. 1) auf Dehnung des x zu schliessen, erhebt aber 
diese Vermutung nicht zur Gewissheit, da ea gelegent¬ 
lich auch in geschlossener Silbe bei sicherer Kürze vor¬ 
komme. Stodte in seiner Diss. über die Sprache und 
Heimat der Katherine-Gruppe (Göttingen 1896) entschei- | 
det sich gegen die Dehnung, und für diese Texte wohl ^ 
mit Recht. Ebenso nimmt nun auch Ostermann für die 
Ancren Riwle noch Kürze an. — Doch scheint mir in 
der A. R. ein Kriterium mit einiger Wahrscheinlichkeit 
für beginnende Dehnung des » — und damit wohl auch 
anderer Vokale, a, o — in offener Silbe zu sprechen. 
Während die Schreibung ea für a? in der Katherine- 
Gruppe auch in geschlossener Silbe für sichere Kürze 
vorkommt, begegnet sie in der A. R. fast immer nur ; 
in offener Silbe, wie aus Ostermann’s Behegen §3,4 
hervorgeht, vgl. besonders steave 292, 1 gegen stff 
290, 6, 18 (§ 3, 1). Die einzige Ausnahme eax 128,2, 
384, 18 fällt dagegen nicht sehr ins Gewicht, da hier 
ein ae. neben xx begegnendes eax in traditioneller Schrei¬ 
bung bewahrt sein kann. — Dehnung des o vor Nasal 
in offener Silbe erschliesst Morsbach a. a. o. § 64 an. I 
aus der Schreibung gen. ‘Wohnung’416,3,418,11, 

das er auf an. vani ‘Gewohnheit* zurückföhrt. Oster¬ 
mann S. 30 gibt dagegen an. väni ‘dwelling* als Quelle 
an, bleibt aber für dieses den Beleg schuldig; ich kann 
es weder bei Vigfusson noch bei Fritzner Anden. 

An Einzelheiten habe ich zu Ostermanns Aufstel¬ 
lungen nur wenig anzumerken: 

S. 33 read(e)liche ‘schnell, readily* 344, 11, 422, ü 
gehört wohl eher zu ae. {ge)r£de ‘ready* (*raidja-) als 
zu rxd ‘Rat*, rxdliöe adv. ‘klug, geschickt*. — S. 41, 

§ 16, 1. In all den Fällen, wo ae. ea vor r -f- Kons, 
gegenüber sonstigem e als a erscheint, dürfte vorher¬ 
gehendes w bezw. auf das r folgendes w {ar[e]we) die 
Ursache sein, ebenso wie ae. x nach w zxi a wird (§ 3, 5). 

— S. 56. Unter der Gruppe § 34, III vermisse ich 
den Opt. Praet. iseie 242, 21, 424, 21 = ae. angl. 
srge oder nicht strengws. gesxge» — S. 85, § 48, 2. 
Unter stininih. / wäre auch to weaued ‘wafted away 
148, 18, untreawed 424, 25 (ae. wxfan) zu nennen ge¬ 
wesen. In utfweawed ist das zweite w wohl Fehlschrei¬ 
bung unter Einfluss des ersten. — S. 90, § 53. Zu 
füge hinzu häuflg belegtes edcene neben edsene (ae. angl. 
ep[ge]scne) ‘offenbar’, c dürfte französische Schreibung 
sein. — S. 24, Z. 2 v. u. 1. an. pykkr. 

Aus seinen Aufstellungen die Folgerungen für den 
Dialekt der Hs. zu ziehen, hat Ostermann unterlassen; viel¬ 
leicht hat er absichtlich Zurückhaltung geübt, da das Ver¬ 
hältnis sämtlicher Hss. noch ni< ht festgestellt ist^ — Mors- 

‘ Zu einer nordwestniittelländischen Hs. vergl. die Diss. 
von Mühe ‘Ueher den im Ms. Cotton Titus D XVIIT enthal¬ 
tenen Text der A. K * Gott. 1901. 


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liK)7. Literatorblatt für gemaiiische and romanische Philologie. Nr. 6. 


202 


bach ME. Gramm. § 3 an. 2, S. 10 versetzt den Morton- 
scheu Text in den ‘mittleren Süden*, also, da er ihn von der 
‘Katherine-Gmppe* trennt, anf sächsisches Gebiet (vgl. 
ib. § 9). Sweet in seinem First Middle English Primer 
8 . 1 nennt den Dialekt der A. R. zwar geographisch 
eine Fortsetzung des Alt westsächsischen, fügt jedoch hin- i 
in: in its soands it is a mixed dialect, showing streng j 
Midland inflaence. Und nenerdings will Henser Angl, i 
30, NF. 18, S. 113 ff. die Grundform der me. Ancren- 
Riwle-Hss. ins Südmercische verlegen. In der von 
* Morton gedruckten Hs. findet er eine etwas südlichere 
Varietät derselben Dialektform’. ~ Dass nun, wenig¬ 
stens vom ae. Standpunkt ans betrachtet, die von Mor¬ 
ton beransgegehene Hs. an gl i sehe Züge anfweist, wird 
durch Ostermanns Arbeit (die Henser noch nicht berück¬ 
sichtigt) bestätigt, a vor Nasal erscheint fast ausnahms¬ 
los als 0 . Wg. d (angl. S, ws. g) wird meistens e ge¬ 
schrieben ^ während für wg. ai H- i die Schreibungen 
e und ea (letztere auf f deutend) ziemlich gleichmässig 
begegnen, beide Laute waren also anscheinend geschieden. 
Es fehlt die Brechung des a vor l + Kons., sowie meist 
der t-Umlant von Bo. Es begegnen Fälle anglischer Eb¬ 
nung. In all diesen Zügen geht die von Morton heraus- 
gegebene Hs. mit der sogen. ‘Katherine-Gruppe’ zusam¬ 
men, welche nach Mörsbach (und Stodte Diss.) zwar dem 
Norden des ‘mittleren Südens* angehört, aber auf altmer- 
ciseber Grundlage beruht. Während jedoch die Kath.-Gr. 
vor f -f Kons, a hat (ausser bei dehnenden Gruppen, 

8 . Stodte § 16), zeigt Morton’s Text der A. R. hier meist 
e, und gegenüber e nach Palatalen in der Kath.-Gruppe 
'jeuen)f erscheint in der A. R. meist südlicheres i (giuen), 
gegenüber o vor A und A + Kons, der Katb.-Gr. in der 
A.R.ei (achte : eihtey. Soweit sich bei unserer jetzigen 
Kenntnis mittelenglischer Dialekte und vor einer Gesamt- 
ODtersuebung der Ancren-Riwle-Handschriften urteilen 
lässt, wird man sagen dürfen, dass der Mortonsche Text 
der A. R^ nicht sächsischem Sprachgebiet angehört — 
tlso nicht etwa nach Dorsetshire zu verlegen ist, — 
sondern einen südmercischen oder doch jedenfalls einen 
Uebergangsdialekt zwischen Sächsisch und Mercisch dar- 
itellt 

Die in demselben Heft folgende Arbeit von Irene 
Williams gibt eine Laut- und Formenlehre zu den 
Kentischen Glossen, welche zuerst Zupitza Zfd A. 21, 1 ff. 
ond 22, 233 ff., dann Wright-Wülker, Anglosaxon and 
Old English Vocabularies S. 55 ff. herausgaben, und die 
Kluge und Sweet in ihre Lesebücher anfnahmen. Die 
Grundlage der Glossen, die zum Teil sehr schwer zu 
entziffern sind, bilden in der Hauptsache Sprüche Salo- 
monis. — üeber die Entstehungszeit äussert sich die 
Verfasserin der vorliegenden Studie nicht. Zupitza und 
Wnlker datieren sie nach dem Charakter der Schrift in 
die erste Hälfte des 9. Jahrhunderts, während Bülbring 
Ae. Elementaibnch S. 11 sie ans Ende des 10. Jahrhs. 
versetzt; für letztere Ansicht könnten vereinzelte spät- 
wesis. ‘nnfeste* y und beginnende Zerrüttung der Nominal- 
fleiion (Nom. gefe statt gfifu) sprechen. 

Die Untersuchung von Fräulein Williams erweist sich 

* Aus den wenigen Beispielen für fa-Schreibung (0. S. 88) 
scheidet readliehe aus, das wahrscheinlich ai + • hat; ob ewead 
'schlecht* wg. a hat, ist fraglich. 

• Die Hs. Cleopatra C VI der A. R. stimmt auch in diesen 
Funkten mit der Kath.-Gr. überein, sowie auch im a-Umlant 
von e, der in Hs. Nero viel seltener ist. Vgl. Irene Williams 
Angl 28, 800 ff. 


als sorgfältig und wohlüberlegt. Meine Anmerkungen 
betreffen nur folgende Einzelheiten: 

§ 6 farlBton deserant hat doch nicht wg. fl! — 
§ 8 uftgeriaenu indecens hat kurzes i; Verf. bat es 
wohl mit ungeriaende verwechselt, s. Bosworth-Toller. 
— § 80 ägene hat nicht ursprüngliches i in der Mittel¬ 
silbe, die t-Stufe heisst tlgen, vgl. Sievers Gram. § 128, 2. 
Ob in licetere (Hs. lecetere), zu IJcettan, die zweite Sillbe 
ursprüngliches t hat, ist mindestens unsicher trotz ahd. 
l%hhizan^ vgl. Braune Ahd. Gram. § 68 an. 1, Wilmanns 
D. Gr. II § an. Die Intensivendung -ettan geht doch 
i. a. anf ^-aijan zurück, gremettan allerdings kann 
von einem Abstraktum anf ~itja abgeleitet sein, vgl. ahd. 
greunz Kluge Stammbild. § 214. In ahd. gremizBn 
scheint übrigens Verf. S. 164 seltsamerweise eine Grund¬ 
form *gremi zu erkennen, ‘which gives grim\ — § 100. 
Zur Erklärung der Schreibung sei für sl «ei auf Scherer 
ZGddSpr.*^ S. 127 und Braune Ahd. Gram. § 169 an. 3 
verwiesen. Die Schreibung sei, die auch im Ahd. (neben 
skl) begegnet, wird hier daraus erklärt, dass durch Assi¬ 
milation an 8 stimmloses l entstand, dessen Explosiv- 
geräusch durch c, k ausgedrückt wird. Diese Erklärung 
dürfte derjenigen Bülbriugs Angl. Beibl. 9, 104 n. El. B. 
§ 507 an. vorznziehen sein. — § 113, S. 138. grnor- 
niendum 1129 ist vielleicht nicht lediglich Fehlschreibung 
für gnom-t sondern drückt das Schwanken des Schreibers 
zwischen der angl. (und kent.?) Form grorn- und der 
Wests, gnom- aus. — § 165 (u. 276). byrtne urse ist 
doch nicht ein irrtümlich statt des Gen. gesetzter Nom., 
sondern Gen. eines Nom. hyren (jö), der auch sonst be¬ 
zeugt ist. — § 188. d![f\ioslri€ Acc. Plur. gehört nicht 
zum /fl-Stamm diosfre, sondern zu älostrig; in § 95 
war die Form richtig erklärt. 

Statt 0 - und fl-Stamm wäre nunmehr wohl besser 
vom urgermanischen Standjiunkt ans und Ö-Stamm zu 
sagen. Bedenklich ist ‘westgerm. *maist€P» (§ 30). 

Heidelberg. Richard Jordan. 


H. Zeller, Dr. jnr., Das Seerecht von OlAron nach der 
Handchrift Troyes (1886). Diplomatischer Abdruck nebst 
deutscher Uebersetzung, Einleitung, Glossar n. einer Hand¬ 
schriftenprobe. [Sammlung älterer Seereebtsqueilen, hrsg. v. 
H. Zeller. Heft l.] Mainz, Diemer. VI, 43 S. 8*^. 

Die Rolesd’OlAron nehmen durch ihr Alter (13. Jahr¬ 
hundert) und durch ihren Einfluss, der sich über das 
ganze Abendland und bis in die moderne Zeit erstreckt, 
in der Geschichte des Seerechts eine hervorragende Stel¬ 
lung ein. Zuletzt bat Kiesselbach, in den Hansischen 
Geschichtsblättern 1906 S. 1, gründlich über sie ge¬ 
bandelt, und einen Text der Bodleyana sowie eine vlä- 
mische Uebersetzung zum Abdruck gebracht. 

Zeller beschränkt sich auf den diplomatischen Ab¬ 
druck der Handschrift von Troyes aus der zweiten Hälfte 
des 14. Jahrhs. Beigegeben ist eine Beschreibung der 
Handschrift, eine Seite in Faksimile und eine deutsche 
Uebersetzung ihres Textes. Es ist nun zu bedauern, 
dass Zeller gerade diese Handschrift seinem Abdruck 
zu Grunde gelegt hat. Denn, was ihm entgangen ist, 
der Text der selben Handschrift war bereits 1902 von 
zwei französischen Gelehrten, Louis-Lucas und Gran, 
in Bd. 26 der Nouvelle revue historique de droit fran- 
qais et Atranger abgedrnckt worden. Vergleicht man 
die beiden Texte, so findet man geringe Abweichungen. 
So ist von Louis in der Ueberschrift in p{re)mierem{ent) 
die letzte Klammer hinter statt vor das t gesetzt. In 
§10 hat L. ra(m)poit und neue, Z. offenbar richtig 


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1907. Literatnrblatt fttr germanische and romanische Philologie. Nr. 6. 


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röpoii und veue^ in § 23 L. sest^ Z. lest; L. ein sinn¬ 
loses eff, das hei Z. felilt; L. balingue^ Z. balinguie. 
Von Z.’s Berichtigungen sind einige überflüssig, wie mist 
für mest (mittit) § 14, amene für amenee § 23. Die 
Abkürzung //fi^ § 8 ist von Louis richtig in present auf¬ 
gelöst, während Z. dafür prent schreibt und Aenderung 
in sinnloses pris vorschlägt. 

Die üebersetzung zeugt von Sorgfalt und von Sprach- 
kenntnis; indessen ist es fraglich, ob es sich empfahl, 
von dem allerlei Fehler enthaltenden Text* einer ein¬ 
zelnen Handschrift eine Üebersetzung anznfertigen. Nicht 
richtig übersetzt ist de sauuer la le plus tost que il 
poutTont § 3: es bedeutet: „es (das Schiff) so bald als 
möglich zu retten“, par aventure (= zufällig) in § 8 
ist mit „wegen dem Ereignis“ nicht gut wiedergegeben; 
es gehört zum folgenden Satz, partir heisst oft „Teil 
haben, wo „mitteilen“ übersetzt ist. 

Der Herausgeber hofft, später eine kritische Aus¬ 
gabe der Röles d^Olöron liefern zu können. Die Ge¬ 
nauigkeit, mit der er den vorliegenden Text wieder¬ 
gegeben und übersetzt hat, lässt auch von dieser grösseren 
Arbeit Gutes erwarten. 

Halle a. S. Hermann Suchier. 


Uistoire generale da th^ätre en France. I. Le tfUiitre 
sirifux du mo^en dge. Par Eugene Lintilhac. Paris, Flam- 
marion. 389 S. fr. 3.50. 

Das unter dem Obertitel erscheinende Gesamtwerk 
ist, wie die Vorrede des vorliegenden ersten Bandes ver¬ 
kündet, auf 10 Bände berechnet und soll bis auf die 
Neuzeit durchgeführt werden. Der zu behandelnde Stoff 
wird auf diese 10 Bände so verteilt werden, wie er die 
„icvolution des genres“ am besten hervortreten lässt. Es 
kommt dem Verfasser darauf an, ein anschauliches Bild 
von der Entwicklung des ganzen franz. Dramas zu 
geben; es brauchen nicht alle Einzelheiten Berücksich¬ 
tigung zu finden, denn es handelt sich hier nicht um die 
Herstellung eines „röpertoire“ (S. 259), sondern eines 
„ouvrage de vulgarisation“. Dementsprechend wird das 
wissenschaftliche Element diskret zurücktreten, und die 
Uhr nur gezogen werden, um die Zeit anzugeben, nicht 
um die Uhr selbst zu zeigen (Sainte-Beuve). 

Der erste Band ist G. Paris gewidmet, welcher 
seinen Inhalt z. T. noch kennen gelernt und gut ge¬ 
heissen hat. 

Das Grundthema auch schon dieses ersten Bandes 
heisst: Entwicklung. Von Petit de Julleville und vor 
allem von L. Gautier ist als Tendenz der Entwicklung 
des liturgischen Dramas dessen allmähliche Verwelt¬ 
lichung festgestellt worden. Einen gleichen Entwick¬ 
lungsprozess versucht nun L. im ganzen ernsten Drama 
des Mittelalters anfzuweisen. Das profane Element ist 
ihm die Brücke zwischen gleichzeitigen und einander 
folgenden dramatischen Gattungen. Vielleicht, sagt er, 
ist die com^die ganz aus dem fruchtbaren Chaos des re¬ 
ligiösen Theaters hervorgegangen (S. 333). Der Band 
gipfelt und endet mit den Worten „Le drame sacr6 peut 
mouiir: il a donn6 naissance au drame bourgeois“. 

Die Einleitung ist dem liturgischen Drama gewid¬ 
met. Das erste Kapitel gibt die Einteilung des zu be¬ 
handelnden Stoffes, sowie einige Notizen über die mystöres 
niimes, die Vorbereitungen zu einer Mysterienaufführung, 
die Pei*sonen der Spieler, die Confrörie de la Passion 

‘ In § 8 ist vor sermt nicht ei zu ergänzen, eher eist. 
In § 13 ist en ton pays in en «a pays zu ändern usw. 


und schliesslich über die Inszenierung und die Auffühning 
selber. 

EHe folgenden Kapitel (von S. 85 an) bringen die 
Behandlung des eigentlichen Themas. L. unterscheidet 
zwischen dem drame biblique und dem drame hagio- 
graphiqne; ersteres zerfällt in die mystöres 6trangers ä 
la vie de Jösus und die mystöres sur la vie de J. (Dieses 
Kapitel bedarf der Korrektur nach E.Roy: „Le Mystere 
de la Passion en France usw.“ Paris 1903)*. — Das 
drame hagiogi*aphique enthält ebenfalls zwei Unterab¬ 
teilungen: Die Marien-Mirakel und die übrigen Heiligen- 
Mirakel. Die ersteren sind die dem Verf. interessanteste 
Gruppe des ganzen ernsten Dramas des Mittelalters; 
denn in ihnen erscheint die Entwicklung des religiösen 
Dramas in der Richtung auf das profane Drama am 
deutlichsten (S. 59). Bei ihnen verweilt er denn auch 
besonders lange und gibt von jedem einzelnen eine aus¬ 
führliche Analyse. Er zerlegt sie in 3 Gruppen, je nach 
der Dosis Weltlichkeit, die sie enthalten. Die zweite 
Gruppe, die der Heiligen-Mirakel, ist ihm die uninteres¬ 
santeste, weshalb er sie sehr summarisch behandelt. - 
Zuletzt wird das drame profane besprochen, nämlich die 
Griselidis, das Orleans-, das Troja-Mysterium und sechs 
kleinere Dramen aus der ersten Hälfte des 16. Jabrh., 
welche das Ziel der genannten Entwicklung bilden; sie 
tragen z. T. den Titel Moralitö. 

Aus dieser gedrängten Inhaltsangabe geht schon 
hervor, dass dem Verf. das Entwicklun&rsprinzip auch zum 
Einteilungsprinzip geworden ist. An sich ist hiergegen 
gewiss nichts einzuwenden; aber es ist nicht immer ge¬ 
nügend betont worden, dass die aufgestellte Reihe doch 
weiter nichts ist als eine eigene Konstruktion, und dass 
in der Wirklichkeit nur ein Nebeneinander, nicht aber ein 
Nacheinander besteht. 

Mit seiner Behauptung, dass das weltliche Elemeni 
im ernsten Drama des Mittelalters immer mehr anwächst, 
hat der Verfasser fraglos recht; und sein Verspeh dieses 
Drama unter solchem Gesichtspunkte darznstellen, ist in¬ 
teressant und wertvoll. Vielleicht dürften wir aber 
wünschen, dass er die Uhr der Wissenschaft doch etwas 
häufiger gezogen und uns etwa in Anmerkungen einiges 
Statist. Material mitgeteilt hätte über das quantitatife 
Verhältnis weltlicher Szenen zu religiösen Szenen durch 
die verschiedenen literarischen Epochen hindurch. 

Will nun L. vermittelst des weltlichen Elements 
ein ursächliches Verhältnis herstellen zwischen den ver¬ 
schiedenen Gattungen des „theätre mödi^val“, so betritt 
er damit einen, wenn auch nicht ganz unbegangenen, 
so doch weit schwierigeren Weg. Doch ist in dieser 
Hinsicht der vorliegende erste Band so sehr zugeschnit¬ 
ten auf seine Fortsetzung, dass ein -abschliessendes Ur¬ 
teil über ihn noch nicht statthaft erscheint. 

Eins aber lässt sich schon jetzt konstatieren: über 
seinem „weltlichen Element“ hat L. einen Hauptzweck 
seines Buches zu sehr vernachlässigt. Es soll der „vul¬ 
garisation ** dienen; dann muss es aber auch dem Leser 
wirklich ein vollständiges Bild des mittelalterlich-ro¬ 
mantischen Theaters geben; und das tut es nicht. L. 
sagt selber: Das Mysterium ist nicht Literatur und bat 
es nicht sein wollen; gleichwohl aber behandelt er es 
als solche. Gerade in einem derartigen Werke müsste 
mehr eingegangen werden auf das eigentliche Wesen des 
Mysteriums und dessen Wert für die Zeitgenossen. Der 

‘ Vgl. auch den Art. von Jeanroy im Journal des 
vants, 8ept 1906. 


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1907. Literatnrblatt für germanische und romanische Philologie. No. 6. 


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Verf. hat zu wenig gebracht über die konkrete Auf¬ 
führung des mittelalterlichen Schauspiels, er hat zu wenig 
gebracht ferner über das religiöse Moment im Mysterium 
und das lokalpatriotische im Heiligen-Mirakel; Mysterium 
wie Mirakel sind ihm gar zu sehr mir Brutkästen^ für 
das „weltliche Element“ geworden. Nicht bloss der Zu¬ 
sammenhang zwischen den Einzelgattungen des Dramas, 
aucli der Zusammenhang zwischen dem ganzen mittel¬ 
alterlichen Theater und den übrigen Kulturerscheinungen 
der Zeit müsste dargelegt werden. G. Paris, der dem 
Verf. doch sonst vorbildlich war (z. B. hinsichtlich der 
Deutung des Wortes mystere s. S. 24*4), hätte es ihm 
auch hier sein müssen mit seinen Ausführungen in „La 
po^sie du moyen äge“ S. 29 if. 

Im einzelnen sind noch einige Bemerkungen zu machen. 

S. 83 : Nicht S. Peters, sondern S. Pauls Kopf macht 
nach der Enthauptung noch drei Sprünge. 

S. 138: Lat. Bühnen-AnWeisungen dürfen an sich 
nicht als Beweis für hohes Alter oder gar für lat. Ori¬ 
ginal des Textes gelten; in älteren Werken begegnen sie 
allerdings häufiger als in jüngeren, aber wie sogar schon 
im liturgischen Drama franz. B.-A. Vorkommen (s. S. 46), 
80 finden wir umgekehrt lat. B.-A. in relativ späten 
Mysterien resp. Mirakeln; und gerade nachgetragene B-A. 
sind manchmal lat. dort, wo die ursprünglichen franz. 
abgefasst sind (z. B. das Stultus loquitur in der Passion 
de Troyes u. ähnl. häufig in den grossen Mysterien). 

S. 141 u. 333*: Schon Creizenach I, 188 ist darauf 
bingewiesen, dass der bekannte Proces de Paradis zu- 
zückznführen ist auf Bonaventura resp. den hlg. Bern¬ 
hard. 

S. 335: Die bibliogr. Angaben sind unvollständig. 
Es fehlen z. B. die Ausgaben des Troja-Myst. v. Stengel, 
Marburg 1883; der Incarnation et Nativite (Rouen) von 
Le Verdien, Rouen 1885; sowie einer Reihe von Heiligen- 
Mirakeln (S. Quentin, S. Laurentius, S. Bernhard und 
mehrerer provenzalischer Mirakel). 

Doch genug der Ausstellungen. Dasjenige, worauf 
der Verf. besonderes Gewicht gelegt hat: die Behandlung 
der literarischen Seite, verdient volle Anerkennung. Das 
Urteil, welches er über die einzelnen Mysterien und 
Mirakel abgibt, ist wohl durchdacht und zeugt von gutem 
Geschmack. Ebenso kann man sich mit der Auswahl 
der besprochenen Stoffe durchaus einverstanden erklären. 
Auch die zahlreichen Textproben sind glücklich gewählt; 
es werden sowohl viele recht charakteristische, z. T. 
recht würzige Zitate, als auch eine Menge literarisch 
wirklich wertvoller Stellen mitgeteilt. Lateinische und 
schwierigere altfranz. Texte sind in Fussnoten übersetzt. 
Nur sind leider Texte wie Uebersetzungen nicht immer 
ganz fehlerfrei. 

Kiel. Fr. Schumacher. 

Wilhelm Keller, Das Sirventes ‘Fadet Joglar* des 
Guiraut von Calanso. Versuch eines kritischen Textes 
mit Einleitung, Anmerkungen, Glossar u. Indices. Züricher 
Dissert. Erlangen. Fr. .lunge 190;'). 142 S. gr. 8°. 

Wenn richtige und schwielige Denkmale, mögen 
sie auch, wie das vorliegende, nur von geringem Um¬ 
fange sein, gut herausgegeben, d. h. nach jeder Richtung 
hin durchforscht und von allen Seiten beleuchtet werden, 
so erwächst daraus der Wissenschaft oft grösserer Ge¬ 
winn als aus so manchen hypothesenreichen Büchern und 
nicht ohne wirkliches Vergnügen folgt man der müh¬ 
samen Bohrarbeit des gewissenhaften Kommentators, 
selbst an den Punkten, w^o sie nicht von Erfolg ge¬ 


krönt ist. W. Keller hat sich mit einer erneuten, gründ¬ 
lichen Edition des ‘Fadet joglar*, welches Gedicht bisher 
in einer unzureichenden und dazu nicht leicht zugäng¬ 
lichen Ausgabe vorlag, durchaus vorteilliaft eingeführt, 
und angesichts dieser verdienstlichen Arbeit kann man 
nur wünschen, dass er nns bald, wie er beabsichtigt, eine 
Gesamtausgabe der Werke des Guiraut de Calanso vorlege. 

In der Einleitung erfahren wir zunächst, wie der 
kritische Text auf Grund der beiden Handschriften D 
und K, welche uns das Gedicht überliefern, hergestellt 
ist. Der Herausgeber folgt der Fassung von D als der 
besseren und meint wohl mit Recht bezüglich der Verse 
187—9, 226—8, 241—3, dass hier eher Lücken in R 
als Interpolationen in D vorliegen. Bei denjenigen 
Stellen allerdings, welche die Anspielungen auf die epi¬ 
schen Stoffe enthalten, konnte mehrfach ein Entscheid 
nicht getroffen werden, so dass denn in diesen Fällen 
ein Fragezeichen oder eine Konjektur im Texte er¬ 
scheint. Hauptsächlich aus diesem Grunde sind über 
dem letzteren fortlaufend die beiden Handschriften diplo¬ 
matisch (abgesehen von der Auflösung der Abkürzungen) 
nebeneinander abgedruckt worden. Man kann das ganze 
Verfahren nur billigen. Aber K. bleibt hierbei nicht 
stehen, sondern sucht auch die ursprüngliche sprachliche 
Gestalt herzustellen. So lange wie die anderen Gedichte 
Calanso’s einen Anhalt dafür bieten, mag die Sache noch 
allenfalls gehen, obwohl schon hier, wie K. keineswegs 
verkennt, der Bedenken genug obwalten, wo aber jene 
Anhaltspunkte versagen, und das ist oft gimng der Fall, 
muss doch die Wortgestalt einer der beiden Handschriften 
— Herausgeber entscheidet sich hier für R — gewählt 
werden, so dass denn in der Gew^andung neben halb¬ 
wegs Gesichertem, doch wieder Ungesichertes zu stehen 
kommt. 

Des Weiteren wird in der Einleitung über die Gat¬ 
tung und metrische Form gehandelt. K. weist darauf 
hin, dass Guiraut selbst sein Gedicht sirventes nennt, 
und sucht in beachtenswerten Ausführungen über die 
eigentliche Natur des Sirventes den Gebrauch dieser Be¬ 
zeichnung für Guiraut's Gedicht zu erklären. Nicht 
glücklich ausgefallen ist nur der kleine Abschnitt auf 
S. 16, wo gefragt wird, ob die Benennung sirventes 
jofflaresc auf ‘Fadet joglar auzuwenden sei. Da K. 
mit mir (diese Zeitschrift XII, 237) und Zenker, Fol- 
quet de Romans S. 35 ff. der Meinung ist, dass man 
unter sirventes joglar esc nicht Gedichte zu verstehen 
habe, welche von Trobadors für Joglars, im Interesse 
derselben verfasst wären, so musste obige Frage einfach 
verneint werden, ohne dass ein erneuter Deutungsversuch 
des genannten Ausdruckes nötig war, zu welchem übrigens 
K. selbst kein rechtes Vertrauen zu haben scheint. 

Nachdem das Verhältnis von Calanso’s Gedicht zu 
demjenigen Cabreira’s eine gute Kennzeichnung erfahren 
hat, wird des Näheren der Inhal- betrachtet. Dabei 
kommt K. zu dem Ergebnisse, dass man der Meinung 
von Birch-Hirschfeld und anderen, dass die Anspielungen 
unseres Gedichtes sich meistens auf Dichtungen französi¬ 
schen Ursprunges bezögen, vielfach nicht beitreten könne, 
sowie dass überhaupt keine einzige Anspielung mit Be¬ 
stimmtheit direkt auf ein uns überliefertes oder sonst 
bekanntes Werk sich beziehen lasse. In dem ersteren 
Punkte scheint mir Verf. ein wenig zu weit zu gehen 
und stellt S. 35 etwas als Resultat hin, was doch, ge¬ 
nau genommen, auf subjektive Auffassung liinausläuft. 
Nur noch ein paar Kleinigkeiten zu diesem Abschnitte. 


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1907. Literatnrblatt für gennanlBche und romanische Philologie. Nr. 6. 


206 


Auf S. 27 Anm. 3 konnte auch des Ensmhamm des 
Amant Gnilhem de' Marsan gedacht werden, weil auch 
hier Anspielungen anf Sagenstoffe begegnen (Bartsch, 
Prov. Lesebuch S, 134—5). Wenn es S. 29 heisst, 
dass man nicht sorgfältig genug auf die Namensformen 
Rücksicht genommen habe, so ist man etwas erstaunt, 
im Folgenden zu lesen, dass sich auf Grund von Namens- 
formen fast keine Indizien ergehen. Der Passus in den 
Leys welchen K. mit dem Alexanderroman ed. 

Michelant nicht hat vergleichen können (S. 33 Anm. 4) 
kann sich schwerlich auf diesen beziehen, da dort, so 
weit ich sehe, von dem betreffenden Gegenstände nicht 
die Rede ist. Die Form Apolaine ist nicht unproven- 
zalisch (S. 36 Anm. 2), nur dass sie ebensowenig wie 
die nordfranzösische, eine ganz volkstümliche Entwicke¬ 
lung zeigt. 

Schliesslich behandelt E. die Frage der Datierung 
und kommt auf Grund sorgfältiger Erwägungen zu dem 
Schlüsse, dass die Entstehung unseres Gedichtes in das 
äusserste Ende des 12. Jahrhunderts falle. Bei dieser 
Gelegenheit wird auch die Abfassungszeit von Guirant’s 
de Cabreira 'Cabra joglar* von Neuem berührt und mit 
Stimming als das letzte Viertel des 12. Jahrhunderts be¬ 
zeichnet; es deckt sich dies fast ganz mit dem von G. 
Paris in den *Melanges Löonce Couture* Bemerkten: On 
peui Sans hisiter le rapparier au» tnngi demiires 
annies du douzüme siicle^ 

Was den Text angeht, so weist er an vielen Stellen 
gegenüber Bartsch das Richtige oder wenigstens An¬ 
nehmbarere anf. Die sehr reichlichen und ausführlichen 
Anmerkungen lassen nur selten im Zweifel, wie Heraus¬ 
geber verstanden wissen will, und bringen auch in einige 
Anspielungen Licht, welche trotz G. Paris und P. Meyer 
im Dunkel geblieben waren. Dass bei alledem noch 
eine ganze Reihe von Anspielungen keine oder keine 
befi*iedigende Deutung finden konnte — sie sind der 
Uebersicht halber auf S. 40 — 1 zusammengestellt — 
das wird schon in Anbetracht der vielen grauenhaften 
Namenentstellungen Niemanden überraschen. Folgendes 
möchte ich im Einzelnen bemerken: Die Interpretation 
von V. 10 HO sai lo cart nämlich von der ganzen Joglar- 
kunst und Joglarwissenscbaft* scheint mir gewagt; ich 
würde das non von D (= no *n) in den Text setzen und 
verstehen: Ich weiss nicht den vierten Teil von dem, was 
Guiraut (de Cabreira) vorgebraeht hat, aber den einen 
Teil, d. h. das, was ich weiss, werde ich dir sagen. An der 
in der Anmerkung aus G. Riquier angezogenen Stelle 
ist jedenfalls no*n zu schreiben. — V. 5 Komma hinter 
partir, — Zu V. 22—3 erwartete man eine Anmerkung, 
die nicht nur besagte, dass sapchas aus dem Vorher¬ 
gehenden herauszunehmen ist, sondern auch anf die eigen¬ 
tümliche Verbindung sapchas bavastels hin wies; Aehn- 
liches gilt von V. 58. — W’ie erklärt sich ein ne 
(Hs. D) in V. 42? — In der Anmerkung zu artifici 
(V. 55) wird S. 79 auf ^tienne de Bourbon, Anecdotes 
p. 279 verwiesen; es muss heissen: n^ oder § 279. 
Wenn es in Anm. 1 weiter lautet: *Lecoy fdgt im Text 
bei, dass darunter Masken zu verstehen seien, während 
in der Table artißsi = farces jouies par eux (jong- 
leuns) steht’, so ist das insofern nicht zutreffend als in 
der Table von artifisi nicht die Rede ist, sondern unter 
Jongleurs zunächst nur mit Bezug anf die schon ange¬ 
führte Stelle (S. 231) masques des Jongleurs gesagt 
wird und es dann allerdings heisst: farces jouies par 
eux, aber mit Verweis auf S. 232, also mit Bezug anf 


eine andere Stelle, wo es sich um eine Posse handelt, 
die ein Joglar einer Frau spielt. — Ob die Chevavx 
fugs so bekannt sind, wie K. auf S. 79 meint, ist doch 
zweifelhaft, und zwei erläuternde Worte wären wohl 
am platze gewesen. — In V. 62 haben beide Hand¬ 
schriften de simier; K. schreibt [sei] de simier, allein 
es erscheint fraglich, ob der schon von Bartsch vorge¬ 
schlagene Zusatz nötig ist, und ob nicht die gelehrte 
Form simi eingewirkt hat, mithin ein dreisilbiger simier 
auzunehmen ist, vgl. jüRol (Snchier, Dkm. S. 155 V. 1108) 
zu jüli. — Die S. 81 angeführte Stelle aus Server! de 
Girona steht nicht Suchier, Dkm. p. 265, 303, sondern 
266, 364 und pregatz ist Druckfehler für presais, wie 
übrigens S. 79 grannire für grunnire und S. 126 Vai 
für lai, — Bei der ans MG. citierten Stelle fehlt geu 
vor trag, ausserdem muss gemäss der angewandten Ci- 
tiermethode ein Punkt nach bo stehen. — Dass wir 
eine Form ort, die von horridum käme, im Provenzali- 
schen hätten (S. 84), muss gegenüber Körting beschrit¬ 
ten werden^, denn dieses hat nur o>re ergeben, fern. 
orreza^. — Zu der Form espaordir (V. 96) wäre eiie 
Anmerkung angebracht gewesen, in welcher etwa auf 
endir, grondir verwiesen wurde, wovon S. 79 die Bede 
war. — Wenn S. 93 die Vermutung von Bartsch be¬ 
rücksichtigt wird, dass in del ray Flavis (: Paris) kein 
Eigenname vorliege, sondern das Adjektiv flavus, wozu 
nebenbei bemerkt das Homerische als Epitheton 

des Menelaus stimmen würde, so wäre auch zu sagen 
gewesen einmal, dass ßavis eine Form flavius zur Basis 
verlangt und ferner, dass Guiraut dem Reime zu Liebe 
den Accent verlegt sowie einen Flexionsfehler gemacht 
habe. — Für issir der beiden Handschriften (V. 114) 
war es nicht nötig eissir in den Text zu setzen, da 
issir auch sonst in gut provenzalischen Texten (Janfie, 
Flamenca) begegnet. — Die Vermutung Holland’s, dass 
in V. 119 der schnelle Assahel gemeint sei, hat in der 
Tat viel für sich, allein wenn K. die von Bartsch vor¬ 
genommene Aenderung des guerir der beiden Hand¬ 
schriften ln guerir billigt, so war doch wenigstens zq 
sagen, dass guerir in dem hier verlangten Sinne von 
'einholen*, 'erreichen* sonst wohl schwerlich bekannt ist. 
Darf man vielleicht an seguir denken? — In V. 138 
würde ich der Hs. R folgen und com Oalias li saup 
mentir schreiben, während D lo s, m. hat, denn be¬ 
gegnet sonst mentir mit dem Akkus, der Person? — 
Recht dankenswert ist die zu V. 140—1 beigebraehte 
Stelle aus Ozil de Cadartz^ (MG. 756 Str. 6), da ein 
Zusammenhang wohl gewiss vorhanden ist; wenigper scheint 
mir letzteres der Fall zu sein bei einem ans A. de Mamelh 
MG. 212 (nicht 22) angeführten Passus, wo zwar von 
lop, aber nicht von devi die Rede ist. Ob übrigens an 
beiden Stellen derjenige Sinn vorliegt, welchen K. sn 
erkennen geneigt ist — der Text wird nicht in zurecht¬ 
gemachter Gestalt vorgelegt —, darüber Hesse sich noch 
reden, doch würde das hier zu weit führen. — Die 
Verse ans Uc de Pena, welche sich auf Lanselot be¬ 
ziehen und auf die K. zuerst aufmerksam macht, sind 
S. 106 nicht genau so wiedergegeben wie sie bei Appel, 
Ined. 456, 2, V. 25 ff. stehen: Komma nach coman, 


* Auch das ort bei R. de Vaqueiras (MW. I, 379 V. 9) 
kann nieht daher stammen. 

* Ebensowenig existiert eine weibliche Adjektivform orde^ 
sowie ein Substantiv orreza, von denen Körting redet 

* Ist etwa absichtlich Cadortz geschrieben? Jedenfalls 
muss es im Texte U für di heissen und mit MG. 757: pel rupoi^ 


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1907. Literatnrblatt fflr germaiiisohe and romanische Philologie. Nr. 0. 


910 


schreibe ta für la and adregz für a dregz\ allerdings 
ist der Tenor dieser Verse auch so noch nicht ganz 
durchsichtig (wie passt das l in si'l der l. Zeile, und 
was soll das lo in der letzten Zeile?), was einer Be¬ 
merkung wert war, indessen ist so viel wohl ersichtlich, 
dass die Anspielung sich, entgegen der Meinung von K., 
nicht anf Chrestien’s Karrenroman gründen kann, ln 
derselben Anmerkung wird eine andere in Betracht kom¬ 
mende Stelle nach der ersten Ausgabe der Flamenca an¬ 
geführt: IJu% dis del Bel desconogut E Vuvire del 
rermeil escut Que Lyras irobet a VuisseL Warum 
ist hier das ly reut der Hs. als Eigenname aufgefasst? 
Schreibt doch Förster, Karrenritter S. LII unter Ver¬ 
weis anf V. 5557 ff. ganz richtig Vyras (s. speziell die 
Form hira V. 5592) und daher denn auch P. Meyer in 
der 2. Ausgabe der Flamenca V. 681 ebenfalls so ^ — 
Das nt von R in V. 150 ist sprachlich kaum gerecht¬ 
fertigt; man schreibe si mit D. — Picolet als Zauberer 
(s. Anm. zu V. 170—2) begegnet nach Langlois, Table 
des noms propres ^. . . auch in den *£nfances Vivien*. 
Warum soll übrigens die Form trair (V. 153), welches 
Verb doch an dieser Stelle offenbar zu Schaden bringen*, 
überw&ltigen heisst, eine Freiheit von Calanso darstellen 
(S. 118)? Sie kann ja nur so lauten, und auch escrir 
(V. 9) kann man nicht als Freiheit ansprechen, s. Levy, 
S.-W. unter esrriure. Dagegen wäre ein -ir statt -tru 
im Nominativ der Nomina agentia, also etwa ein escri- 
mir statt escrimire beispiellos, s. Wendel, Die Entwick¬ 
lung der Nachtonvokale ans dem Lateinischen ins Alt- 
provenzalisclie S. 111. — Nos (= tto's) der Hs. D 
(V. 213) in non zu ändern lag keine Nötigung vor. — 
Semikolon nach defenir V. 219. — Die ungefähre 
Wiedergabe des Sinnes von V. 235—43, welche in der 
Anmerkung erfolgt, kann nicht recht befriedigen. Non 
querelhar Ja del unar dürfte nicht heissen: ‘so zanke 
wenigstens nicht, um doch an seinen Hof zu kommen, 
sondern eher: ‘so zanke nicht darüber, dass du hingehst 
d. b. hingegangen bist* (wenn du dort nicht den erhoff¬ 
ten Beifall erwirbst, s. V. 240); dabei ist es nicht nötig, 
das corillar, welches D V. 238 und 241 gegenüber 
qerelhar in R (V. 238) aufweist, zu Gunsten des letzteren 
bei Seite zu schieben, denn jenes Verb lässt sich halten 
18 . Lex. Rom. unter cornlhar), nur dass mit R not für 
non zu schreiben wäre. Dass al melhor in V. 240 und 
243 heissen könne ‘aufs beste’, erscheint mir sehr zweifel¬ 
haft; es wird schwerlich etwas anderes bedeuten als 
dem Besten*, und es kann sich beidemal auf den König 
selbst beziehen. Allerdings stimmt an der zweiten Stelle 
nicht besonders dazu, aber vielleicht hat man 
mtzir zu sclireiben. Bemerkt konnte noch werden, 
dass die drei Schlussverse, welche D allein überliefert, 
etwas sonderbar anmuten, da sie sich im Sinne mit den 
drei voraafgehenden Zeilen so nahe berühren, dass sie 
fast refrainartig wirken. 

Königsberg. Schultz-Gora. 


Frederi Mistral, a) Monn Espelido, — Memöri e Ra- 
conte. 8*. 347 8. 

Ders., b) Mes Origines. — Mömoires et r^cits, traduction 
du proven^al. 8*. 367 S. je 3 fr. 50 c. 

Ders., c) Edition comprenant les denx textes en regard, 
1 vol. in 8®. avec deux portraits en taille-douce. lO fr. 
Paris, Libr. Pion, et Bibi, des Ann. pol. et litt. 1906. 

Wer di e schlichte, aber herzerfrenende Erzählung 

* Meyer führt yras im Glossar nicht anf, woran Cbaba- 
neau, dem Förster 1. c. entgangen war. mit Recht in der R. d. 
L r. XLV, 11 Anstoss nimmt. 


Mistrals ans seiner Jugendzeit in der ersten Auflage der 
Isclo d’Or, Avignon 1876. Prefäci p. II—XXXI ge¬ 
lesen hatte, die in den Discours e dicho de F. Mistral, 
publicacioun d6n flourege prouvengau, Avignon 1906 
p. l—8 wieder abgedruckt wurden, ferner die in ver¬ 
schiedenen Nummern des Armana prouvengau zerstreuten 
selbstbiographischen Beiträge, hat vor einigen Jahren 
die Nachricht mit Freuden begrüsst, dass der greise 
Meister von Maiano seine Müsse mit der Abfassang seiner 
Jagendgeschichte ausfüllte. Im ersten Halbjahre 1906 
brachte nun das Pariser Familienblatt „les Annales poli- 
tiques et littöraires^ das Werk ziemlich vollständig in 
der vom Dichter selbst gefertigten französischen Üeber- 
tragung. Den vollen Genuss bereitete aber erst das 
Lesen der Erzählungen in dem ursprünglichen proven- 
zaliscben Text, wie er in den oben angeführten Aus¬ 
gaben a) und c) vorliegt. 

In diesem Werke macht uns M. nicht nur mit den 
Ereignissen seiner eigenen Jugendzeit bekannt, sondern 
auch mit seiner engeren provenzalischen Heimat, ihren 
Sitten, der Eigenart des Volkes, wie sie in verschiedenen 
Typen ausgeprägt war, dem ehrwürdigen Vater, dem 
immer heiteren Grossvater n. a. m. Sehr interessant 
ist natürlich der geistige Werdegang des Knaben und 
Jünglings, und literarisch wertvoll sind M.’s Mitteilungen 
über seine dichterische Entwickelung und die der proven¬ 
zalischen Wiedergeburt. Mit dem Berichte von der Ver¬ 
öffentlichung der „Mireio" endigt die Espelido, jedoch 
werden noch einige Ausflüge des jungen Dichters mit 
seinen Freunden erzählt, und im letzten Kapitel, dem 
„Zechgelage von Trinquetaille**, wird Alphons Daudet als 
ächter Provenzale und begeisterter Feliber geschildert. 

Das prächtige Buch wird jeden Leser auf das höchste 
befriedigen. 

Bremen. 0. Hennicke. 


Zeitschriften u. ä. 


Archiv für dos Stadium der ueaeren Sprachen a. Lite¬ 
raturen CXVIII, 1/2: E. K. Blümml, Volksliedmiszellen III. 

— R. Steig. Zu Grimms Märchen. — Er. Vollmer, Drei 
Briefe von S. T. Ooleridge aus Deutschland. Mit einer Skizze 
von S. T. Coleridges Tour durch den Harz. — P. To Ido, 
DairAlpbabetum narrationnm. — L. Jordan, Studien zur 
fränkischen Sagengeschichte. IV. — G. Haag, Ein Mund- 
artenstreifzug von der Isfere zum Po. — S. Skutsch-Dorff. 
Das waaal des Maspilli. — E. Sievers, Vierheber oder 
Zweiheber? Gegenfragen statt einer Antwort. — H. Brad- 
ley, The Etymolog of the verö to mix, — F. Lieber¬ 
mann, Outlaw und Danelaw. — Ders., Ags. innanburg- 
wäre. — G. Herzfeld, Deutsches Theater in London vor 
100 Jahren. — W. Horn, Zu Smith De recta et emendata 
linguae anglicae scriptione 1568. — A. Bertuch. Mistrals 
Busspsalm. — H. Sabersky, Zu Pancugolo. — G. Mana- 
corda, Le Misaulus d'Ulricb von Hutten et ses sources. ~ 
Ders., Zu einer im 16. Jahrhundert verbreiteten Anekdote. 

— Sitzungen der Berliner Gesellschaft für das Studium der 
neueren Sprachen. — Beurteilungen u. kurze Anzeigen: R. 
M. Meyer, Tore Torbiörnsson, Die vergl. Sprachwissenschaft 
in ihrem Werte für die allgemeine Bildung und den Unter¬ 
richt. — E. Kröger, Brecht, Die Verfasser der Epistolae 
obscurorum virorum. — H. Hermann, Graf, Rabel Vam- 
hagen u. die Romantik. — R. M. Meyer, W. Müller, Sämt¬ 
liche Gedichte. Herausgegeben von J. T. Hatfield. — Ders., 
Paszkowski, Lesebuch zur Einführung in d. Kenntnis Deutsch¬ 
lands und seines geistigen Lebens. — Ders.. Sigwalt, Mor- 
ceaux choisis de Httörature allemande. — H. Grossmann, 
Schücking, Die (^mndzüge der Satzverknüpfung im Beowulf. 

— L. Jordan, Imelmann, Lagamon. — M. Weyrauch, 
König Horn. Eine me. Romanze aus dem 13. Jahrhundert. 
Ins Deutsche übertragen von H. Lindemann.— E. Kröger, 
Siburg, Schicksal und Willensfreiheit bei Shakespeare. Dar- 

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211 


1907. Literatnrblatt fttr ^germanische und romanische Philologie. Nr. 0. 


212 


gelegt am Macbeth. — Ders., W. Shakespeares Werke. 
Uebersetzt von A. W. Schlegel und L. Tieck. Hrsg, und 
mit Einleitungen versehen von W. Occhelhäuser. 38. Aufi. 
revidiert von H. Conrad. — G. Herzfeld, Eichler, John 
Hookham Frere. — F. S. Delmer, John Ruskin Gesammelte 
Werke. Uebersetzt v. W. Scbölermann, H. Jahn. A. Henscbke, 
A. V. Przychowski, Ch. Broicber. Bd. I — XV. — K. Fischer, 

H. G. Wells, Kipps; A. Conan Doyle. The return of Sherlok 
Holmes; M. Hewlett, The fool errant; Hall Caine, The pro- 
digal son; R. Hicbens, The black spaniel and other stories. 
W. Horn, Lounsbury, The Standard of pronunciation in 
English. — W. Spletstösser, Krueger, Englisches Unter¬ 
richtswerk 2: Grammatik. 8. Lesebuch; Degenhardt, Lehr¬ 
gang der englischen Sprache; Hamburger, English lessons; 
Heine, Einführung in die englische Conversation; Borgmann, 
Leitfaden für den englischen Anfangsunterricht; Thiergen, 
Lehrbuch der englischen Sprache; Döhler, Grammatik; El- 
linger und Butler, Lehrbuch der englischen Sprache; Pünjer 
und Hodgkinson, Lehr- und Lesebuch der englisch. Sprache; 
Swoboda und Kaiser, Lehrbuch der englischen Sprache; 
Haberlands Unterrichtsbriefe; Onians, An advanced English 
Syntax; Franz, Orthographie, Lautgebung und Wortbildung 
in den Werken Shakespeares. — G. Steffens, Voretzsch, 
Einführung in das Studium der alt.französischen Literatur. 

J. V i s i n g, Zenker. Boeve-Amlethus. — E. ßrugger, 
Hagen, Wolfram und Kiot. — H. Jarnik, Die Werke des 
Maistre Francois Villon. Mit Einleitung und Anmerkungen 
herausgegeben von M. v. Wurzbach. — E. Mackel, Choix 
de Po6sies francaises. Sammlung französ. Gedichte von Th. 
Engwer. — K. Sachs, Jean Finot, Frangais et Anglais.— 

S. Gräfenberg, Pedro de Mugica y Ortiz de Zärate, Eco 
de Madrid. Achte, völlig neu geschriebene Auflage. — K. 
Voss 1er, Mario Rossi, Contro la stilistica. — Verzeichnis 
der von Anfang Dez. 1906 bis Mitte März 1907 bei der Redak¬ 
tion eingelaufenen Druckschriften [mit kurzen Anzeigen von: 

A Längfors, Un dit d’amour (in Neuphilolog. Mitteilungen, 
1907, No. 1/2). — P. Passy, Petite phonötique comparee 
des principales langnes europöennes. —- H. Breul, The tea- 
ching of modern foreign languages and the training of 
teachers. 3. edition. — J. N. Be am. Die ersten deutschen 
Uebersetzungen englischer Lustspiele im 18. Jahrhundert. 

— Jobs. Leo, Job. G. Sulzer u. die Entstehung seiner all¬ 
gemeinen Theorie der schönen Künste. — F. Martin, Die 
produktiven Abstraktsuftixe des Mittelenglischen. — The 
Pearl, a M. E. poem, edited by Ch. G. Osgood. — A. A. 
Kern, The ancestry of Chaucer. — L. R. Wilson, Uhaucer’s 
relative constructions. — G. L. Marsh, Sources and ana- 
logues of The tiower and the leaf. — S. Schütte, Die Liebe 
in der englischen und schottischen Volksballade. — Early 
sixteenth Century lyrics ed. by F. M. Padelford. — Sup- 
poses and Jocasta, ed. by J. W. Uunliffe. — G. Crabbe, 
Poems, vol. III, ed. by A. W. Ward. — M. Förster, Die 
sozialen Strömungen in der englisch. Literatur des 19. Jahr¬ 
hunderts. — S. Saenger, Thomas Carlyle—Goethe. — K. 
Breul, A new German and English dictionary. — A. S. 
Cook. The higher study of English. — The king’s Eng¬ 
lish, 2nd edition. — James Fleming, The art of reading 
and speaking. 7th impression. — A. Bo seil i, La Passion 
Nostre Dame (in Revue des langues romanes. 19(16, XLIX, 6). 

— A. Cuny. Les spirantes palatales et völaires dans la 
vallöe de la Meurthe (ebenda). — Bibliotheca Romanica, 
No. 28—81. — C. Salvioni, Gli esempi romanzi nel nuovo 
Thesaurus lingua* latime. — J. Stalzer, Die Reichenauer 
Glossen der Handschrift Karlsruhe 115, hrsg. und erklärt. 

— Annales de la Soeiöte J.-J. Rousseau. Tome deu- 
xieme. — L. Sehe mann. Die Gobineau-Sammlung der kais. 
Universitäts- und Landesbibliothek zu Strassburg. — A. 
Bayot, Fragments de Manuscrits trouves aux Archives gene¬ 
rales du Rovaume. — La Treselegante, Delicieiise, 
Melliflue et tresplaisante Ilystoire du tresnoble, 
Victorieux et excellentissime roy Perceforest, etc. — Le 
Cönte du Craizu, publie ... p. L. Gauchat. — A. Coun- | 
son, Dante en France. — P. Sakmann, Die Probleme der I 
historischen Methodik u. der Geschichtsphilos(»phie bei Vol- i 
taire. — P. Vouga, Essai sur Torigine des habitants du I 
Val de Travers.— M. Walter, Der französ. Klassenunter¬ 
richt auf der Unterstufe. 2. verm. Auflage. — (L Paris, 
Melanges linguisthiues, publi»'‘s p. 31. Roques. Fase. II. — 
M. Hohem an, Precis de l'histoire de la litt^ratnre des Fe- 
lihres. Traduit p. Chr. Lange.— B. Schädel, Un art po6- 
tiqiie catalan du 16e siede. — K. Voss 1er, Die göttliche 


Komödie. Entwicklungsgeschichte und Erklärung. 1. Band. 

I. Teil. — J. Luchaire, Essai sur U^volution intellectuelle 
de ITtalie de 1815 ä 1880.1 

Die Neueren Sprachen XV, 1: A. Rambeau, Aus u. über 
Amerika. 1. — A. Curtius, Französische Lektüre für die 
Mittelstufe der höheren Mädchenschule. — Berichte: 31. 
Goldschmidt, Neuphilolog. Vorlesungen an den prenss. 
Universitäten vom Sommersemester 1901 bis zum Winter¬ 
semester 1905/06. inkl. (IV.) — J. Bathe, Der dritte fran¬ 
zösische Fortbildungskursus für Lehrer höherer Schulen zu 
Frankfurt a. M. — Besprechungen; Georg Weitzenböck. 
Jules Sandeau, Mademoiselle de la Seigliere (Schmidt): Al- 
phonse Daudet, Ausgewählte Erzählungen (Schindler); der¬ 
selbe, Onze Recits tires des Lettres de mon moulin et des 
Contes du lundi (Wyehgram u. Dansac); A. Mühlan. Mon¬ 
teurs de nos jours; Frangois Tulou, Enfants c^lebres (Dann- 
heisser). — Willibald Klatt, A. Mohrbutter, Ililfsbuch für 
den französischen Aufsatz. — S. Cliarl6ty, Th. Engwer. 
Choix de poösies frangaises; Albert Monod, Hjstoire de 
France; Geethe, Faust (Schropp); Georges Pelissier, Etudes 
de littcrature et de morale contemporaines; L. Herberich. 
Romanciers du XIXe si^‘cle. — K. Beckmann, Edwin 
Goadby, The Flngland of Shakespeare (Hallbauer); T. 11.S. 
Escott, England, its People, Polity and Pursuits (Hallbaner); 
Edward Channing, The United States, their Origin and 
Growth (Pöronne); Jane G. Austin. New-England Novels 
(Opitz). — Gust. Herberich, K. Weinhold, Kleine mittel¬ 
hochdeutsche Grammatik.— Sebald Sch warz, Max Banner. 
Wie helfe ich meinem Schulkinde? — Vermischtes; W. 
Grote, Hat sich die englische Rasse merklich verändert? 

— W. V., Nachklänge vom Münchener Neuphilologentag. 
III. — G. Panconcelli-Calzia, Experimentalphonetische 
Rundschau. — M. Krummacher, Those—as. — XV, 2: 
A. Rambeau, Aus und über Amerika. 1. (Schluss.) — G. 
Steinmüller, Augenblicklicher Stand der neusprachlichen 
Reformhestrebungen. — K. Breul, The Use of the Phono¬ 
graph in the Tcaching of Modern Languages. — Berichte: 
M. Gold Schmidt, Neuphilologische Vorlesungen an den 
preussischen Universitäten vom Sommersemester 1901 bis 
zum Wintersemester 1905/06 inkl. (V.) — Karl Rudolph, 
Neusprachlich. Verein Barmen-Elberfeld. — Besprechungen: 
H. Felise, Gg. Weitzenböck, Lehrbuch der französischen 
Sprache. — Th. Lindemann, Arnold Schröer, Grundzüge 
und Haupttypen der englischen Literaturgeschichte. — Ang. 
Sturm fei 8, Th. H. S. Escott, Social Transformations of 
the Victorian Age (Ernst Regel); Phil. .Aronstein, Englische 
Pailamentsreden. — 0. Thier gen, L. von Zedlitz, First 
Steps in English Poetry. — W. V., Ernst A. Meyer, Deutsche 
Gespräche. 

Modern Langnage Notes XXII, 6: Gerber. All of thefive 
tictitious Italian Editions of Writings of Machiavelli and 
three of those of Pietro Aretino printed by John Wolfe of 
London (1584—1589). II: Recapitulation and Completion oi 
the Arguments. — Adams, The Authorship of two Seven- 
teenth Century Plays.— Warren, The Council of Remire- 
mont. — Osgood. Milton’s ‘Sphere of Fortune*. — Mose¬ 
miller, Etymologies frangaises. — Kerl in, Scott's Ivanhoe 
and Sydney’s Arcadia. — Cook, Various Notes: Carlvle. 
Sartor Resartus; Cliaucer. Pari. Foules, 853; Beowulf. 1408ff. 

— Buchanan, Notes on Calderon: The Vera Tassis Edi¬ 
tion; The Text of La Vida es Sueüo. — Pearce, Miscel- 
laneous Notes. — .lenkins, Three Notes to A. Daudet's 
Stories. — Bright, Residual Ens. — Morton, Mr. William 

J. Craig (1843—11)06). — Reviews: Whitman, Jordan. Pie 
altenglisch. Säugetiernamen.— Harry, Plessow, Geschichte 
der Fabeldichtung in England bis zu John Gay (1726). — 
Correspondence: Cutting. A language of the Philippines. 

— Kittredge. The Etymology of bore.— Klaeber. Beo¬ 
wulf 62. — Schlutter, Errata. 

The Modern Language Review IT. 3: Perey Simpson. 
‘Tanquam Explorator. .Tonson’s Method in the‘Discoveries’. 

— H. J. Chaytor, An Anglo-Norman Calendar. — J. P- 
Wickersbam Crawford. Notes on three Sonnets attribiited 
to Francisco de Figueroa. — A. B. Young, Shelley and 
Peacock. — R. A. Williams. The Phonetical Explanations 
of Vcrner's Law. — Reviews: Nino Tamassia. S. Fran¬ 
cesco e la sua leggenda; 0.(4. Coulton, From St. Francis 
to Dante: A Translation of all that is of primary interest 
in tbe cbronicle of the Franciscan Salimbene: The Little 
Flowers of the (Oorious Messer St. Francis and of bis Friars. 
Done into English by W. Heywood with an Introduction 


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213 


1907. Literaturblatt ftlr germanische und romanische Philologie. Nr. 6. 


214 


by A. G. Ferrers Howell (Ragg.). — Wiese, Altitalienisch. 
Elementarbach (A. J. Butler). - Bibliothec.a Hispanica XIV: 
Libro de los engahos & los osayamientos de las mageres. 
Poblicalo Adolfo Bonilla y San Martin. (James Fitzmaarice* 
Kelly). — .T. Puyol y Alonso, El Arcipreste de Hita. 
Estadio critico (J. Fitzmaurice - Kelly). — Discours de la 
Tic de Pierre de Ronsard. Par Claude Binet. Critical Edi¬ 
tion by Helene M. Evers; Ronsard and la Pl^iade. With 
seiections from their Poetry and some Translations in the 
Original Metres. By George Wyndham (A. Tilley). — La 
Sylvie du Sieur Mairet. Trag^die-Com^die-Pastorale. P. p. 
Jale Marsan. Soci^td des Textes Frangais Modernes (A. 
Tilley). — Charleton M. Lewis. The Principles of English 
Verse (Thom. B. Rudmose-Brown). — Thomas R. Louns- 
bory, The First Editors of Shakespeare (Pope and Theo¬ 
bald). The Story of the First Shakespearean Controversy 
and of the earliest attempt at establishing a Critical Text 
of Shakespeare (A. R. Waller). — George Crabbe, Poems. 
Edited by Ad. W. Ward (R. Huchon). - Albert Eich 1er, 
John Hoobham Frere. Sein Leben und seine Werke und 
sein Einfluss auf Lord Byron; R. Dyboski, Tennysons Sprache 
und Stil (A. B. Young). — Friedrich Schlegel. 1794—1802. 
Seine prosaischen Jugendsebriften. Her aasgegeben von J. 
Minor; L Rouge, Frdddric Schlegel et la Gendse du Roman- 
tisme allemand; Ders., Erläuterungen zu Friedr. Schlegels 
'Lncinde*; J. W. Scholl, Fr. Schlegel and Goethe 1790—1802. 
A Stody in Early German Romanticism; M. Joachimi, Die 
WeHanscbanuiig der deutschen Romantik (J. G. Robertson). 
— Old German LoVe Songs. Translated from the Minne- 
singen of the Twelfth to the Fourteenth Centuries. By Fr. 
C. Nicholson (F. E. Sandbacb). — J. N. Be am. Die ersten 
dentschen Uebersetzungen englischer Lustspiele im acht- 
rehnten Jahrhundert (Jessic Crosland). — A. B. W., The 
Complcte Works of Oliver Goldsmith. Ed. by Austin Dob- 
8on. — A. T., Davies, French Romanticism and the Press. 
The Globe. — G. C. M. S., A Tragedie of Abrahams Sacri- 
fice. Written in French by Theodore Beza and translated 
into English by Arthur Golding. Ed. by M. W. Wallace. 
Zi. für vergleichende Literatnrgeechichte N. F. Bd. XYU, 
Heft 1/2: Mart. Wolf, Avellanedas Don Quijote, sein Ver¬ 
hältnis zu Cervantes und seine Bearbeitung anreb Le Sage. 

Rud. Asmus, Schiller und Julian. — R. Brachmann, 
Yavanikft. — Besprechungen: J. Volkelt, System d. Aesthe- 
tik. Bespr. v. K. Brachmann. — H. Dinger, Dramaturgie 
als Wissenschaft. Bespr. von Schumacher. — G. A. Bor¬ 
ge se, Storia della Critica Romantica in Italia. Bespr. v. 
RWeitnauer.— A. Lüderitz, Die Liebestheorie der Pro- 
fenzalen bei den Minnesingern der Stauferzeit. Bespr. von 
F. Michel — A. Bayot, Le roman de Gillion de Traze- 
gnies. Bespr. von F. Ed. Schneegans. — W. Bolin, Pierre 
oayle, sein Leben und seine Schriften. Bespr. von Ph. Aug. 
Becker. — M. v. Waldberg, Der empfindsame Roman in 
Frankreich. Bespr. von Ph. Aug. Becker. — R. Hantig¬ 
ton Fletcher, Ibe Arthurian Material in the Cbronicles 
especially those of Great Britain and France. Bespr. von 
H- Imelman. — Supposes and Jocasta edited by J. W. Cun- 
life. Bespr. von W. Wetz. — E. Kraus, Abwehr. 

Zi. ffir franzds. n. engl. Unterricht VI, 2: Roeth, lieber 
die Bildungsaufgabe und das Bildungsziel des neusprachl. 
Cnterrichts am Gymnasium. — Mangold, Der neueste 
Streit Becker - Schneegans über Moliere's „Subjektivismus^^. 
— Brückner, Ein Besuch im Heimatlande von Borns. — 
Bayne, The Poetry of Robert Bums II: The twa Dogs.— 
Mitteilungen: Krueger, Welches ist der Wert der Gram¬ 
matik und wie muss sie betrieben werden? — Clodius, 
Der Beginn des fremdspF.achlichen Unterrichts in unseren 
Schulen. — Baumann. Berichtigung. — ürbat, Erwide- 
ning. — Spies, Antwort des Rezensenten. — Literatur- 
berichte u. Anzeigen: Winkler. Baumann, Sprachpsycho¬ 
logie u. Sprachunterricht. — Arndt, Leo Berg, Der üeber- 
mensch in der modernen Literatur; Eraest SeilTi^re, Apollon 
ou Dionysos. — Sotteck, Neue Tauebnitzbände. — Jan- 
tzen, Schulbibliothek französischer und englischer Prosa¬ 
schriften, hrsg. von Bahlsen und Hengesbach: Badke, The 
l'ounties of England by Ch. H. Mason; Schladebach, J. K. 
Jerome, Fact and Fiction; Fahrenberg, The Growth of Great 
Britain by Sir J. R. Seely; Köhler, English History in Bio- 
paphies; Meyer, Here ward the Wake by Charles Kings- 
ley; Weidmannsche Sammlung französischer und englischer 
'Schriftsteller, hrsg. von Bahlsen u. Hengesbach: Bockmann, 
Thomas Carlyle, Eine Auswahl aus seinen Werken; Thier¬ 


gen, Macanlay, Five ^eeches on Parliamentary Reform. — 
Kaluza, Der kleine Toussaint-Langenscheidt: Englisch.— 
Kaluza, G. Thurau, BücherschaUi — Zeitschriftenschau. 


The Journal fof English and Germanic Philology VI, 3: 
E. Voss, Thomas Murner's Von Doctor Martino Luters 
Leren und Predigen. — G. L. Marsh, The Authorship of 
‘The Flower and the Leaf*. — M. 0. Stewart, Traces of 
Thompson's ‘Seasons* in Klopstock's Earlier Works. — W. 
Y. Durand, A Comedy on Marriage and some Eearly 
Anti-Masques, March 5, 1565. — L. Hudson Holt, Ghau- 
cer’s ‘Lac of Stedfastnesse*. — M. Krug Genthe, Heinrich 
von Kleist und Wilhelmine von Zenge. — Reviews: Ashley 
H. Tborndike, Robertson, Did Shakspere write Titus An- 
dronicus? — G. T. Flom, Hellquist, Studier in 1600-TaletB 
Svenska. — E. W. Bo wen, Brigbt, The Gospel of St. Mat¬ 
thew in West-Saxon, The Gospel of 8t. John in West-Saxon. 

— J. Taft Hatfield, Deutsches Liederbuch für Amerika¬ 
nische Studenten. — P. G. Gr um mann, Thiergen, Metho¬ 
dik des neusprachlicben Unterrichts. -- K. Gjerset, Flom, 
Björnsterne Björnson's Synnöve Solbakken. — H. Collitz, 
Gall6e, Vorstudien zu einem altniederdeutschen Wörter¬ 
buch. — Lane Oooper, Haney, A Bibliography of Samüel 
Taylor Coleridge. — G. 0. Curme, Willmanns, Deutsche 
Grammatik. — H. S. V. Jones, Schofield, English Litera- 
ture from the Norman Conquest to Chaucer. — H. Jantzen, 
Paul, Analecta Germanica. — Neil C. Brooks, Klapper, 
Das St. Galler Spiel von der Kindheit Jesu. — Amalia v. 
Ende, Recent German Fiction. 

Enphorion XIV, 1: Rieh. M. Meyer, „VollständigkeitEine 
methodologische Skizze. — R. Pissin, Zur Methodik der 
psychologischen Stiluntersuchung.— Berah. Seuffert, Mit¬ 
teilungen aus Wielands Jünglingsalter. 2. Verhältnis zu 
schwäbischen Dichtern. — Felix v. Kozlowski, Zum Ver¬ 
hältnis zwischen Friedr. Heinr. Jacobi, Nicolai und Wieland 
mit einem Briefe Jacobis an Gleim aus dem Jahre 1773. — 
Bernh. Luther, Das Problem in Goethes „Stella“.— Erich 
Eckertz, Die Verfasser zweier antiromantischer Satiren 
aus dem Jahre 1803, der „Aesthetischen Prügelei“ und der 
„Ansichten der Literatur und Kunst unseres Zeitalters.“ — 
Paul Czygan, Neue Beiträge zu Max von Schenkendorfs 
Leben. Denken und Dichten. II. — Gustav Widmann, 
Griseldis in der deutschen Literatur des 19. Jahrhunderts. 
Ein Beitrag zur Behandlung eines mittelalterlichen Stoffes 
in der neuesten Zeit. III. Dramatische Bearbeitungen. — 
Rezensionen u. Referate: Georg Baesecke, Niemann, Die 
Dialogliteratur der Reformationszeit.— Arth. Kopp, Fried- 
läuder. Das deutsche Lied im 18. Jahrh. — B. Seuffert, 
Krükl, Leben und Werke des elsässiscben Schriftstellers 
Anton von Klein. — J. Minor, Weber, Hamann n. Kant. 

— Rob. Petsch, Lessing, Grillparzer und das neue Druna. 

— Richard M. Meyer, Lothar, Das deutsche Drama der 
Gegenwart. — Ders., Böckel, Psychologie der Volksdich¬ 
tung. — F. Spina, Zibrt, Bibliographie <5esk6 historie. — 
Alfr. Rosenbaum, Bibliographie. 

Zs. für deutsche WortforschnniT Beiheft zum IX. Bande: 
C. Schumann, Der Wortschatz von Lübeck. Probe plan- 
mässiger Durchforschung eines mundartlich. Sprachgebietes. 

Rivista mensile di letteratora tedesca I, 2: C. Höfer, 
Cicognini e Sbarra nelle tradnzioni tedesche del secentista 
Kaspar Stieler. — Mameli e Körner. Proposta di uno Stu¬ 
dio comparativo dei due poeti e bibliografia delle opere tra- 
dotte del Körner. — Dei caratteri gotici e latini usati nelle 
pubblicazioni tedesche e delF uso delle maiuscole nei sostan- 
tivL — Supplemente alla bibliografia Ublandese. 

Rorrespondensblatt des Vereins f. niederdeutsche Sprach¬ 
forschung 1906, 5: Roeth e, Hennig. — E. Wad st ein, 
Polttkker, — J. Bernhardt, Penn — Pfenning. — 0. Han¬ 
se h i 1 d , Mit Colnischer Münte betalen, — 0. Schütte, 
Harsch; Gepse. — W. Gebert, Zu harsch und göps. — C. 
R. Schnitger, Begriesmulen. - J. F. Voigt, Meedeland. — 
0. Hauscbild, Lilien- und Rosenstrassen.— 0. Schütte, 
Dat Ei is entufei .— £. Damköhler, swel, — H. Carstens, 
Knud Laward mid de rugn Hacken. — Ders., Katerlück. 

— Ders., Brandsolt und Branddür. — C. R. Schnitger, 
krüdsch. — 0. Schütte, Moderliken alleen, — E. Dam¬ 
köhler, Sperling. — 0. Schütte, Sperling\m Braunschweigi¬ 
schen. — C. R. Schnitger, Subbein — spiekern. — H. Car¬ 
stens, Sindjen] Krücken und Ofenstiele. — Stahlmann, 
Slvdcwiichter. — C. R. .Schnitger, För Manchester weg eten, 

— Hille, Plinken, — H. Carstens, Maifeld, — Ders., 


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215 


1907. Literatnrblatt für germanische nnd romanische Philologie. Nr. 6. 216 


V<ier un moer. — Ders., pultem. — Ders., Binnermeenten. 
— Ders., Knutschen» — Ders., Görps. — Ders , Tru- 
schüUi, — C. Walther, Moderselc. — H. Schönhoff, 
Münzen im Eraslande um 1850. — H. Carstens, Slöpen- 
driewer u. Slötendriewer. — A. Beets, Busche. — E. Dam- 
köhler, huha. — C. Walther, Sparling, — 1908, 0: E. 
Schröder, Rosenstrasse. — C. Walther, Opentlik. — 
Hauschild, liden{t). — F. Frensdorff, Anfrage. — C 
Wa.\ther, Kronensohn. — Ders., Paduck .— Ders., Mndd. 
bundestvyes. — P. Feit, Karnöjfelspiel. — E. Schröder, 
Zu den emsländischen Münznamen aus 1850. — K. Wehr- 
han, Dat Ei is entivei. — Ders.. Staken. — Hauschild, 
Zu puttje bi puWje. — R. Block, zedaisch. — P. Feit, 
huha. 

Noord en Zuid XXX, 3: H. II. J. Maas. De raadselachtig- 
heid van Examen-Verslagen. — J. Monsma, Geluwe. — 
P. Q., Den spijker op den kop slaan. — B. H Peter i, Vol- 
mondig. — J. L, van Dalen, De voorwaardelijke wijs. — 
T. H. de Beer, De Overwintering van Tollens. — C. .T. 
Vierhout, Een en ander over Jacob Geel en Beets. — B. 
H. P., Mögen van. 


Englische Studien 38, 1; 0. B. Schlutter, Zum Wortschatz 
des Regius und Eadwine Psalters. — R. Jordan, Zu den 
reduplizierten Präterita: northumbrisch speoft, heoft. — E. 
Ekwall, Weiteres zur Geschichte der stimmhaften inter¬ 
dentalen Spirans im Englischen. — E. C. Morris. The alle- 
gory in Middleton’s ‘A Game at Chesse*. — Besprechungen: 
E. Ekwall, Franz, Die treibenden Kräfte im Werden der 
englischen Sprache. — R. Jordan, Kellum, The language 
of the Northumbrian gloss to the Gospel of St. Luke. — 
A. Schröer, Luick, Studien zur engl. Lautgeschichte. — 
E. Björkman, Neumann, Die Orthographie der Paston Let- 
ters von 1422—1461. — A. Schröer, Wülker, Geschichte 
der engl. Literatur 2. Aufl. 1. — E. Eckhardt, Die alt- 
engl. Dialoge von Salomo und Saturn. Hrsg, von A. von 
Vincenti. — E. Köppel, Schotield, Engl. Literature from 
the Norman conquest to Chaucer. —■ H. Spies, Ker, Es¬ 
says on medieval literature. — Fr. Brie, Emmerig, ‘The 
Bataile of Agyncourt* im Lichte geschichtlicher Quellen¬ 
werke. — F. Henderson, Macmillan, George Buchanan.— 
J. H 0 0 p s , Shakespeare. Complete dramatic and poetic 
Works. Ed. from the text of the early Quartos and the 
first Folio by W. Allan Neilson. — H. Richter, Eichler, 
John Hookham Frere, sein Leben und seine Werke, sein 
Einfiuss auf Lord Byron. — 0. Glöde, Knobbe, Die Faust- 
Idee in Lord Byrons Dichtungen.— C. S. Northup, Brook- 
field, Mrs. Brookfield and her Circle. — M. Todhunter, 
Trevelyan, The Poetry and Philosophy af George Meredith. 
— E. Köppel, Jay, Robert Buchanan. Some Account of 
bis Life, his Life’s Work, and his Literary Friendships. — 
Ders., Fyfe, Arthur Wing Pinero. — 0. E. L es sing, Binns, 
Walt, Whiman. — F. Kratz, Neueste Literatur. — O. 
Glöde. Klint, Svensk-Tysk Ordbok. — Ders., Naubert. 
Land und Leute in England.— A. Kr oder u. Fr. Kriete, 
Chrestomathien von De Beer, Irving, Gesenius. Bube, Kriete, 
Mensch. — A. Schröer, Schatzmann, Vorträge über die 
Aussprache der englischen Schriftzeichen. — Miscellen: H. 
Willert, Zum me.Tpomedon*.— R. Petsch, Zu Marlowe. 
Shakespeare und Schiller. — F. H. Schwarz. Voltaire und 
Nicolas Kowe. — E. Borst, The World (Death) an Inn. — 
0. Bobsin. Entgegnung. — H. .lantzen. Krwidernng. — 
0. B. Schlutter. Berichtigung zu Engl. Stud. 37, 177. 

Anglia Beibl. XVHl, 4: Schröer, Angelsächs. Paläographie. 
Die Schrift der Angelsachsen, mit bes. Rücksicht auf die 
Denkmäler der Volkssprache. Teil 1: Einleitung. Teil II: 
Dreizehn Tafeln nebst Transskriptionen von W. Keller. — 
31 iddendorff, Bonner Beiträge zur Anglistik XIVC XVII, 
XIX, XXL — Ders., Imelmann, La 3 anK)n, Versuch über 
seine Quellen. — Aron stein, Thürnau, Die Geister in der 
englischen Literatur des 18 Jahrhunderts. Ein Beitrag zur 
(reschichte der Romantik. ~ Kruisinga. 3Ioorman, An 
Introduction to Shakespeare. -- J. H. Wagner, Jarfhlaith. 
White Poppies. — Riegel. Pünjer und Heine, Lehr- und 
Lesebuch der Englischen Sprache für Handelsschulen. — 
Lincke, Velhagen u. Klasings Sammlung französischer u. 
englischer Schulausgaben. 1. English Authors 94; Reform¬ 
ausgaben mit fremdsprachl. Anmerkungen 8. — 6: Koeppcl, 
Saintsbury. A History of Criticism and Literary Taste in 
Europe. Vol. 111: Modern Criticism. — Ders., Aronstein, 
Ben Jonson. — Jost, Hesse, Perfektive und Imperfektive 


Aktionsart im Altenglischen. — Schott. Bagster-Collins 
The Teaching of German in Secondary Schools. - Haastert. 
On English Trade. — Riegel, Oliver, Unterrichtsbrieft- 
zum Selbststudium neuerer Sprachen. Englisch. — Mit¬ 
teilungen: Horniman, That Fast Miss Blount (J. H. W i 


Zs. f. romanische Philologie XXXI, 3: L. Sain^an. Notei 
d’etymologie romane, 3e sörie. — A. Philippide, RamaL 
Etymologien. — B. Wiese, Eine Sammlung alter Italien 
Drucke auf der Ratsschulbibliothek in Zwickau. — A. L 
Stiefel, Notizen zur Bibliographie u. Geschichte des span. 
Dramas. — Besprechungen: J. Huber, Wendel, Die Km 
Wicklung der Nachtonvokale aus dem Lat. im Altproven 
zalischen.— E. Herzog. Bökemann, Franz. Euphemismus: 
Rydberg, Zur Geschichte des französ. e. II, 4. — Ders. 
Romanische Forschungen XV. — Berichtigungen von K. 
Ettmayer und A. Parducci. 

Revue des langnes romanes L, Janvier-Fevrier 1907: S. 
Stronski, Notes sur quelques troubadours et protecteurs 
des troubadours. — G. Bertoni, Per la storia del cod. H 
(Vat. 3207). — A. Vidal, Comptes des Clavaires de Mon- 
tagnac (Schl.). — A Langfors, Remarques sur le poemf 
des Poignes d’enfer. — J. Ulrich, Mots intöressants on rares 
fournis par les Epitres du Nouveau Testament de Bilron 
(Forts.).— Comptes rendus: Roque-Ferrier, Poesieslu- 
guedociennes d’A. Langlade. — J. R., Herzog, Neufram^^ 
Dialekttexte. — F. C., Boselli, Aucassin e Nicoletta.- 
Ders., Boselli, Due poesie religiöse in antico fvancese.- 
Ders., Boselli. Testi dialettali Parmensi. — Ders.. Sep? 
Pro auspicatissimo adventu Napolim Umberti primi; Per u 
nascita di s. a. r. Umberto di Savoia. — Ders., Leftwiob 
Ravenel. La vie de seint P^dmund le Rei. — Ders.. Par 
ducci, Rugetto da Luca? — E. R., Joannides, La Comedie 
Fram^aise en 1906. 

Romanische Forschungen XX, 2: H. Bertoni, (Jatako 
dei codici spagnuoli della Biblioteca Estense in Modena.- 
Karl W. Gruber. Die Hauptquellen des Corpus-, Epinaler 
und Erfurter Glossares. — Wolfgang v. Wurzbach, ler- 
vantes-Studien.— J. Haas, Die Stellung des Adiektivs im 
Neufranzösischen. — A. Gassner, Die Sprache desKonb 
Denis von Portugal. — Holle, P]ine neue Bedeutung von 
span, cada und ein eigenartiger Gebrauch von span. cm>- 

— R. Schevill, On the infiuence of Spanisli literature üjkd 
E nglish in the P'.arly 17th Century. — Alb. Barth, Jakib 
Ulrich t* — Ders., Jakob Ulrichs Schriften (1879~li^^) 

Stndi medievali II, 2: A. Oldrini, L’ultimo favolista 
dievalc. P'rate Bono Stoppani da Como e le sue Fahulu 
mijstice decluratae. - A. Belloni, Per una iscrizione vol- 
gare antica e per uno storiografo del Seicento. — F. Nt- 
vati, Di un vocabolo oscuro nelFiscrizione veronose tif' 
Vescovo Oberto (992—1008). — G. Bertoni. Notiziasi' 
r iscrizione ferrarese. — C. P a s c a 1,' Misoginia 
vale (due carmi medievali contro le donne). — Ders.l’at’ 
carmi mediev. attribuiti ad Ovidio. — R. Sabbadim 
Postille alle ‘Epistole inedite di Lovato*. — R. Nlenend^'i 
Pidal, Serranilla de la Zarzuela.-- A. Sepulcri. Le ^ornl^ 
volgari di/>ro e composti.— A. Ferretto, Doenmenti iß- 
torno ai trovatori Percivalle e Simone Doria (Continua .- 
Bullettino bibliografico. — f Niccolö Anziani (cenno ne 
crologico). 

Zs. für fk’anzösische Sprache und Literatur XXXI, 2.4 
E. Herzog, Memoires de la Societö n^o-philologique all*'- 
siiigfors. — Ders., Brunot. Histoire de la langue fr. 11- 
E. Stengel, G. Paris, Esquisse historique de la litteratnrt^ 
fr. au moyen äge. — Ders., Le Troubadour Elias Barj'ls 
p. p. St. Stronski.— l)ers., W. Keller, Das Sirventes‘Fadel 
joglar’ des Guiraut von Calanso. — D. Behrens. Bavm 
Fragments de manuscrits trouves aux Archives du Royaunu. 

— I)er8.. G. de Marolles, Langage et termes de venerie.- 
Ders., Nicolin. Les expressions figurees d’origine cyn^t^*- 
tique en fr. — Ders., Rockel, Goupil. Eine semasiologisrhe 
Untersuchung. — Ders., Lemme, Die Syntax des Demon¬ 
strativpronomens im Französischen. — Ders., Bulletin dn 
Dictionnaire general de la langue wallonne. — H. L rtel. 
Guerlin de (Juer. Atlas dialectologique de Normandie.— K 
Glaser, Baur, 3Iaurice Sceve et la Renaissance lyonnaise. 

— W. Martini, J. de Zangroniz, Montaigne, Amyot et 
Saliat. — W. Kücbler, Steinweg, Corneille. Kompositions- 
studien zum Cid. Horace. ('inna. Polyeucte. — Ders., M 
Freiherr von Waldberg. Der empfindsame Roman in Frank¬ 
reich. — Ders., A. Franz, Das lit. Porträt in Frankreich 


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1907. Literatnrblatt fflr germanische and romanische Philologie. Nr. 6. 


21B 


im Zeitalter Richelieos o. Mazarins. — Ders., H. Massis, 
Comment Emile Zola composait ses romans. — J. Haas, 
Broneti^re, Honor^ de Balzac. — Ph. Wagner, Passy, 
Petite phon^tiqne compar^e des princ^ales langnes enro- 
p^nnes. — £. Uhlemann, Schwend, Znm französ. Unter¬ 
richt an Oberklassen. 

Revae d’histoire littdraire de la France 14, 1: Alb. Col- 
lignon, Note snr Tonomastiqne de La Bmydre. — Isaac 
Roney, Snr qnelqnes errenrs de date da *JoarnaI d'nn 
Poete’. — Marcel Dache min, Trois noaveaax fraraents 
Mtomphes da manoscrit ori^nal des ^Mdmoires d^Outre- 
Tombe*. — H. Boivin, Les dossiers de Pabhd Des Fon- 
taines aoz archives de la Bastille (1724—1744). — M. 
Breaillac, Hoffmann en France. Etnde de littdratnre com- 
par^ (Schlw).— H. Monin, Etnde critiqne sor le texte 
des *Lettre8 d'exil* d'Edgar Qninet. — Loais Gazier, Une 
lettre inddite de Montesqoien. — L. Foalet, Un empront 
de Ronsard ä Rabelais. — Edm. Estdre. Sainte-Beave et 
Alired de V^y. Notes aatographes recaeülies snr an exem- 
plaire des 'Destin^es*. — P. B.. Yingt lettres inddites de 
Tabbd J.-B. Da Bos. — Comptes rendos: Q. Lanson, Alb. 
Cassagne, La thdorie de Part ponr Part.— H. Hanvette, 
Alb. Coonson, Dante en France. — Et. Richardot, Ob. 
UrlmiD, Bossnet et Mlle. de Manldon. — Jean des Cog- 
nets, Lettres de Charles Bandelaire; E. Crdpet, Etnde 
biogmphiqne de Charles Bandelaire; Alb. Cassagne, Versi- 
fielen et mdtriqne de Cb. Bandelaire. — Joach. Merlant, 
Fengire, Lamennais avant Pessai snr Pindiffdrence. 

Aaiales dn Midi 74, Avril 1007: J. Bddier, Recherches snr 
le cycle de Gaillanme d'Orange (Forts.). — Dr. Dejeanne, 
Ale^ jonglenr gascon dn Xlle sidcle. — S. Stronski, 
Snr deox passages dn moine de Montandon et de Torcafol. 

- 0. Bertoni, Le mannscrit prov. D et son histoire. — 
A. Jeanroy, Pardneei, Rngetto da Lncca? 

11 Gionalo Oantesco XV, 1: E. Proto, La Lonza dantesca. 

- Nino Qnarta, Per nna nnova interpretazione della can- 
2one‘Chiare, fresche e dolci acqne*. — Stan. Prato, La 
pma dei snicidi nella ’Divina Commedia* e la tradizione 
popolare. Saggio critico comparativo. — Recensioni: C. Ri- 
ralta, Domenico Spada, L'amore del Petrarca (stndio psi- 
cologico snl Canzoniere) e la Canzone ‘Chiare, fresche e dolci 
wjoe* (commento estetico e letterario). — G. Brognoligo, 
L Pia^ Le anime al passo d'Acheronte e la volta 
n ‘(ttrio*. — Ders., B. G. Lo Casto, Per il disegno delPIn- 
lemo dantesco. — Ders., G. Castelli, Una vendetta di Dante. 

- Oers., G. Bolognini, SnlPanno di nascita di Cangrande 
I della SÖkla. — Ders., G. Farolfi, La tragica e leggen- 
dsria storia di Frsüncesca da Rimini nella letteratnra ita- 
hsoa. — Ders., A. S. Pavanello, Come Dante chiama Vir- 
gilio. 


Utorar. Zontralblatt 16: -bh-, Kristnisaga. Hrsg, von B. 
Kible. — M. K., Kind, Edward Yonng in Gennany. — Bode, 
<ioethes Gedanken. 17: -tz-, Beowulf nebst dem Finnsbnrg- 
Bmehstfick, hrsg. von F. Holthansen. — Vorländer, Kant, 
Schüler, Goethe. — H. Kr.-W., Brunner, Studien und Bei- 
Wge zn Gottfried Kellers Lyrik. — 18: W., Vossler, Die 
^iöttliche Komödie. Entwicklungsgeschichte n. Erklärung. 

~ Helene Richter, The Letters of William Blake. Ed. by 
^bibald G. B. Russell; The Life of William Blake by 
Alexander Gilchrist, ed. by W. Graham Robertson; William 
Blake, Aasgewählte Dichtungen übertragen von Adolf Knob- 
hach. — -bh-, Kock, Svensk Irindbistoria. Första delen. 
Hiftet 1. — .W. V., Johannson, Phonetics of the New High 
German langnage. 

ätsche Literaterseitang 4: O. Beckers, Das Spiel von 
<leD zehn Jungfrauen und das Katharinenspiel, bespr. von 
J. Zeidler. — E. Krnisinga, Grammar of the Dialect of 
West Somerset, von A. Schröer. — A. Bessert. La legende 
clKvaleresqne de Tristan et Isent. von E. Wechssler. — 5: | 
N. Friedland, üeber das Verhältnis von Herders „Erstem 
krituchen Wäldchenzu Lessings Laokoon, von H. Lambel. 

“7 R. H. Fletcher, The Arthnrian Material in the Chro- 
nicles especially those of Great Britain and France, von F. 
Brie. —' 6: A. Kr ans. Die alte böhmische Geschichte in 
<l«r dentseben Literatur, von M. Marko. — W. B1 a k e , 
hyrical Poems, ed. by Sampson and Raleigh, v. H. Richter. 

— 0. Rydberg, Zur Geschichte des französischen 9. II, 

B n. 4, von A. Zauner. — G. Linck, Goethes Verhältnis 
*nr Hineralom und Geognosie, von S. Kalischer. — 7: H. 1 
Zscbhold, Des Nikolaus von Landau Sermone als Quelle ! 


für die Predigt Meister Eekharts, von Deutsch. ~ J. De¬ 
ro cqnigny, Charles Lamb, von E. Sieper. — A. Sacer- 
dote, Land u. Leute in Italien; Italienisch, von K. Vossler. 

— 8: L. Meyer, Entwickelnnff des Naturgefühls bei Goethe; 
A. Kutscher, Naturgefüm in Goethes Lyrik, von M. 
Morris. — L. Sainöan. La cröation mötaphorique en fran- 
^ais et en roman, von A. Zauner.— E. Stemplinger, Das 
Fortleben der Horazischen Lyrik seit der Renaissance, von 
F. Vollmer. — 9: H. Petrieh, Paul Gerhardt, seine Lieder 
u. seine Zei^ bespr. v. W. Nelle. — F. Panzer, Dentsche 
Heldensage im Breien, von R. Much. — A. Köster, Die 
Ethik Pascals, von Ph. A. Becker. — 10: B. Delbrück, 
Synkretismns, von G. Neckel. — P. F. Bernitt, Lat. capwi 
und *capum im Französ.. von E. Herzog. — C. Hessler, 
Hessische Landes- und Volkskunde I, 2, von E. H. Meyer. 

— 11: Goethes Werke, Jubiläums-Ausgabe, hrsg. von E. 
V. d. Hellen, 2, 14—16, Ä, 86/87, von R. M. Meyer. — R. 
Ackermann, Shelley, von H. Richter. — 12: H. Meyer, 
Die Brüder Contessa, von R. M. Werner. — K. Stjern- 
krautz, Tegnör, von F. Wilhelm. — M. Massen, Föneion 
et M“« Gnyon, von Ph. A. Becker. — 18; Tb. Vogel, Zur 
sittlichen Würdigung Goethes, von M. Morris. — A. Biel- 
sohowsky, Friederike u. Lili, v. A. Baumeister. — Gnt- 

i ahr. Die Urkunden deutscher ^racbe in der Kanzlei 
^arls IV., von R. Salomon. — W. Schumann, Die Homo¬ 
nyms der engl. Sprache, von E Krnisinga. 
Sitiangnbericbte der Preussisehen Akademie der Wiaeen- 
sehaften 1907. Philos.-Histor. Klasse 15: Zimmer, Ueber 
den Einschlag aus den Knlturzuständen der vorkeltischen 
Bewohner Irlands in dem in den Erzählungen der alten 
nordirischen Heldensage vorliegenden Kultnrbild aus dem 
alten Irland. « 

SitBungzberiebte der kais. Akademie der Wizsensebaften 
in Wien. Philos.-histor. Klasse. Band CLV, Nr. ö: Anton 
E. Schönbach, Stadien zur Geschichte der altdeutschen 
Pred^. 8. Stück: Ueber Leben, Bildung und Persönlich¬ 
keit Bertholds von Regensbarg. 2. 106 8. 8®. 

Neue pbilologizcbe Rundsebau 1907, 7: L. Heitkamp, L. 
Hirzel, Ueber Schillers Beziehungen zum Altertum. — Fries, 
Lotsch, Ueber Laut- und Schallnachahmung in der franz. 
Sprache. — 0. F. E m e r s o n , An outline history of the 
Englisb language. — 8: Er. Meyer. Brunetiöre, Histoire 
de la littöratnre fr. classiqne 1515—1830. — Gr. Sarrazin, 
Aus Shakespeare's Meisterwerkstatt. Stilgescbichtl Unter¬ 
suchungen. — H. Schmidt, Schatzmann, Zehn Vorträge 
über die Aussprache der englischen Schriftzekhen. 
Mitteilungen aoz der Stadtbibliothek in Bremen I, 1: H. 
S e e d 0 r f, Zwei Hochzeitsgedichte ans dem Anfänge des 
XVn.Jahrhs.; gereimte Stücke aus einer mnd. Handschrift. 
Korrezpoudensblatt des Oezamtvereins der deutschen 
Gezchichto- und Altertnmsvereine Nr. 8: Schullerns, 
Siebenbürgisch-sächsische Volkskunde. — K. Hel big, Be¬ 
richt zur Steinkrenzfrage 1905/'. 

Mitteilungen des Anthropologisch. Vereins in Schleswig- 
Holstein H. 18: J. Mestorf, Die Sage vom Oldenburger 
Horn und Verwandtes. 

Hessenland Nr. 7: W. Schorf, Beiträge zur Schwälmer 
Namenkunde. 

Ditfzesanarehiv von Schwaben Nr. 11: Bck., Vieh-Beseg¬ 
nungen im Oberamtsbezirk Waldsee. 

Mitteilungen des Vereins f. s&chsische Volkskunde IV, 5: 
R. Freitag, Sächsische Krieger- und Kriegspoesie aus dem 
Jahre 1866 — R. Korn, Die Necknamen der Kinder. 

Der alte Qlanbe 8, 26: Freybe, Karfreitag u. Ostern nach 
dem altsächsischen Heliand. 2) Ostern. 

Protestantenblatt 40, 14: Stubbe, Johann Rist. 

Stimmen ans Maria-Laach 1907,3: A. Baumgartner, Bo- 
jardo und Ariosto. 

Zs. für Aesthetik n. allgemeine Knnstwissenschaft 2, 2: 

K. Wize, Ueber den Zusammenhang von Spiel, Kunst und 
Sprache. — J. Cohn, Die Anschaulichkeit der dichterischen 
Sprache. — K. Borinski, Dante u. Michelangelos „Jüngstes 
Gericht“. 

Deutsche Rundschau 33, 7: E. von Bojanowski, Anna 
Amalie, Herzogin von Sachsen-Weimar Zu ihrem lOOjähr. 
Todest^e. — Th. Birt, Aus der Provence. (Schl.). 
Dentsche Revue April: R. Börnste in, (kethes Meteorologie. 
AllipBmeine Zeitung Beilage 75: A. Kissner, Znm Jubiläum 
eines Dichtwerkes. Ariost's Orlando furioso. 

Zeitnu für Literatur, Kunst und Wissenschaft. Beilage 
des Hamburg. Correspondenten 7: K. E. Knodt, Goethes 


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219 


1907. Literaturblatt für germanische und romanische Philologie. Nr. 6. 


920 


literarische Anschauungen. — 8: Lenau und Sophie Löwen¬ 
thal. 

Masenm 14/8: J. Koopmans, Knüttel, Het geestelijk lied 
in de Nederlanden voor de Kerkhervorming. — A. Verwey, 
Ackermann, Percy Bysshe Shelley, der Mann, der Dichter 
und seine Werke. — J. J. Salverda de Grave. Reraus, 
Die kirchlichen und speziell wissenschaftlichen romanischen 
Lehnworte Chaucers. 

Oversigt over det Kgl. Danske Videnskabernes Selskabs 
Forhandlinger 1907, 2: Kr. Nyrop, Note sur une Ballade 
de Villon. 

Revue critique 14: P. Doin, Passy, Petite phonetique com- 
paree. — Ders., Köhler, Die altenglischen Fischnamen. — | 
A. Jeanroy, Thomas, Les dernieres lec^ons de Marcel Schwoh 
sur Fran(;ois Villon. — L. R., Lachevre, Les Satires de Boi- ; 
leau comment^es par lui-meme et publiöes avec des notes. 

— 15: L. Pineau, Kahle. Kristnisaga. — L. R.. Maigron, ’ 
Fontenelle. — L. R., G. Ancey et K. A. Eustache, .loseph | 
Autran. — h. Baldensperger, Maynial, La vie et Toeuvre 1 
de Guy de 3Iaupassant. — L. R., Wackernagel, Poetik, Rhe- i 
torik und Stilistik. 3. Aufi. — 16: L. Pineau, Chants et ! 
Chansons du Nivernais recueillis et classes par A. Millien. | 

— C. (\, Henderson, Robert Burns' Poems. — 17: E. Bour- | 
ciez, Schuchardt, Baskisch und Romanisch zu de Askues , 
baskischem Wörterbuch.— Ders., Dauzat, Essai de metho- 
dologie lingnistique dans le domaine des langues et des I 
patois romans; Göographie phonetique d une region de la ^ 
Basse-Auvergne. — 18: A. Jeanroy, Michel, La chanson ' 
de Roland et la litt^rature chevaleresque.— Ders., G. 
Paris, Esquisse historique de la litt^rature franc^aise au 
moyen age. — H. Hauvette, Santi, 11 Canzoniere di Dante 
Alighieri. IL — Ch. Basti de, Thomas Heywood, The 
Royall King and Loyal Subject. Ed. K. W. Tibbals; Went- 
worth Smith, The Hector of Germanie. Ed. H. W. Payne. 

— C. C., Melville, Victorian Novelists. — E. Bourciez, 
Rydherg, Zur Geschichte des französischen a. II, 4: Mono- 
syllaba im Französischen; die Entwicklung des lat. ego .— 
Ders., Plattner, Ausführliche Grammatik der französischen 
Sprache III. Teil: Das Pronomen und die Zahlwörter. 

P.»: E. Bourciez, Herzog, Neufranzösische Dialekttexte mit 
grammatischer Einleitung und Wörterverzeichnis. — Ch. 
Basti de, Plessow. Geschichte der Fabehiiehtung in Eng¬ 
land bis zu John Gay. — E. Bourciez, Dutens, Etüde sur 
la simplitication de TOrthographe.— Ders., Bergmann, Die 
sprachliche Anschauung und Ausdrucksweise der Franzosen. 

Revue des conrs et Conferences XV, 24: A. Gazier, Ra- j 
eine et le thöatre fran(;ais: 'Andromaque*. — E. Faguet, 
Les poetes franc^^ais du XIXe si^cle qui continuent la tra- | 
dition du XVIIIe. Arnault; ses amis, son tour d’esprit; 
ses Oeuvres. — 25: E. Faguet, Les poetes fr. du XIXe | 
siede qui continuent la tradition du XVIlle. Arnault 
(suite); ses ‘Epigrammes’ et ses ‘Fahles*. — A. G a z i e r , 
Racine et le theatre fr.: La querelle d’‘Andromaque*. Les 
‘Plaideurs*. — 26: E. Faguet, Poetes fran<;ais du XIXe 
siede qui continuent la tradition du XVTlle. Arnault 
(Forts.): ses fahles. — A. Gazier, Racine et le theatre 
franejais: La reprösentation de 'Britannicus*. 

Revue des etudes historiques 11K)7, Janvier - Fevrier: P. 
Marmottan, La comtesse d’Albany h Florence sous Tem- 
pire. — Comptes rendus: G. Paris, Esquisse historique de 
la littörature franeaise au Moyen Age. — Ch. Dejob, La 
foi religieuse en Italie au XiVe siede. — R. Le Brun, 
Corneille devant trois siedes. 

Revue politique et litteraire 6. 10.: Mlle. Menant, Lettres 
de Mme. Le Pesant de Hoisguilbert k Bernardin de Saint- 
Pierre. (Forts, in der Nummer vom 13. 10.). — 27. 10: P. 
Arbelet, Stendhal a-t-il dödie k Napoleon son histoire de 
la PeintureV — 3. IL: J. Nointel, Les lettres.» Oeuvres et 
idöes: une bibliographie de Guy de Maupassant.— 10. IL: 
Ders., La religion de Huysmans. — 17. IL: Ders., Le 
roman aristocratique. — H. Houssaye, ‘La Garde meurt 
et ne se rend pas*: histoire d’un mot historique. — 1. 12: 

L. Tolstoi, Shakespeare. — A. Poizat, Le repertoire et 
la Comedie franraise. — .1. Nointel, ‘Le roman de la co- 
mödienne*, par Paul Flat. — 15. 12.: ,1. Merl an t, Les idees 
de Taiiteur d'Obermann sur le romantisme et la litterature. 

— 22. 12.: .T. Nointel, ‘Mes origines’ par F. Mistral. 

Revue des deux mondes 1. 10.: R. Pichon, La litterature 

gallü-romaine et les origines de Tesprit franeais. — C. Bel- 
laigue, Le grand opera franeais. — F. Bruneti^^re, 
L'Orient dans la littörature fram^aise. - 15. 10.: R. Dou* 


mic, Les lettres du Saint Franijois de Sales. — 1. 11.: F. 
Bruneti^re, Tristan et Iseut. — 15. 11.: Le Marquis de 
Sögur, Mme. Du Deffand et sa famille. — 1. 12.: F.Bru- 
neti^re, Les philosophes et la soeiöt^ fran(;aise. — 15.12.: 
H. Bremond, La religion de George Eliot. — R. Dou- 
mic, Le theatre deliquescent. — T. de Wyzewa, Un vo^a- 
geur ecossais au XVII e siede. 

Revue de Paris 1. 11.: Ferd. Bru not, La simplitication de 
l’orthographe (Forts, in der Nummer vom 15. 11.). — L 
S6ch6, La ‘Marraine’ d’Alfred de Müsset (Mme. Jouleri, 
nöe Caroline d’Alton-Sh^e).— 15.11.: Gust. Simon, Victor 
Hugo, le duc et la duchesse d’Orleans. — 1. 12.: L. Seche. 
Alfred et Paul de Müsset. 

Mercure de France 1. 10.: R. Cor, M. Anatole France etla 
pensee contemporaine. — R. Martinau, Quelques lettres 
de G. S. Trebutien. — 15. 10: H. Albert, Le retlet d Kna 
Goethe et Weimar en ISOt*. — Forts, des Artikels von Cor. 

— L. Seche, Les camarades d’Alfred de Müsset (Alfred 
Tattet, Ulric Guttinguer). — 1. 11.: R. de Marmande 
La litt(‘rature franc-aise au pays de Jacques Cartier. — L 
S6ch6, Les camarades d’Alfred de Müsset (le prince Bel- 
giojoso, Roger de Beauvoir). — X.. Tallemant des Reaex. 

— 15. 11.: P. A r b e 1 e t, Cominent Stendhal ecrivit son 
histoire de la peinture en Italie. — A. Symons, William 
Morris. — P. G. La Chesnais, La poösie franeaise an 
XIXe siöcle jugöe par un Danois. — l. 12.: Ed. Maynisl. 
Le proces en Separation de George Sand. — 15. 12.: XX. 
Une amie de Sainte-Beuve, lettres, entretiens et Souvenir? 

— 1.4. 1907: F. Jammes, Charles Gu6rin. 1874-r.0( 
(kurzer Nekrolog). — E. Barth61emy. Hugo et l’esthetiqut 
de Guernesey (aus Anlass von P. Stapfer, V. Hugo k Gner- 
nesey, Souvenirs personnels). — P. Dufay, Le portrait, le 
huste et l’epitaphe de Ronsard au musöe de Blois. — 15.1. 
G. Latreille, Lamennais ä La Chesnaie. — J. Bainville. 
Rousseau et le Romantisme fran(;ais. 

La Nouvelle Revue 1. 12.: G. Touchard, L’intoRrancere 
ligieuse au XVII e siede. 

L’Ermitage 15. Oct.: A. Symons, Nathaniel Hawthome.- 
Papiers inedits de Jacques Casanova de Seingalt: corre- 
spondance et oeuvres diverses. — 15. Oct. und 15. .Nov.: .1. 
Morias, A propos de quelques poetes (Schl). — 15. Nov.: 
A. Ruyters, Du sentiment de l’exotisme. 

Le Correspondant 10. Oct.: V. Du Bled, Les salons litt^* 
raires de Paris au XIXe siede (Schluss). — 25. Oct and 
10. Nov.: Ch. de Lomönie, La mission de Chateaubriand.i 
Berlin (janvier-avril 1821), avec une correspondance inÄ 

— 10. Nov.: Ed. Rod. Taine et ses critiques. — 25. Nov 
F61. Pascal, Du romantisme k l’anarchie. — 25. Dez.: E 
Lamy, Brunetiöre. — P^ladan, Le peuple dans la littf 
rature dramatique. 

Bulletin du bibliophile et du biblioth^caire 15. Oct 1 

Lefranc, Pascal et Dalibray. — L.-G. PPlissier, 
de divers 6crivains franeais (von Sainte-Beuve, Victor CWa 
u. a.). — 15. Dez.: E. Courbet, Les derniers öditeon 
Montaigne.— Le vicomte de Spoelberch de Lovenjool. 
A propos des lettres de H. de Balzac. 

L’Amateur ü’Hutogrnphes et de doeuments historiqQ^ 
Nov.: Edmond About sur son roman ‘Maitre Pierre’. — Le 
conte de Lisle et sa pension imperiale. — Dez.: Mirabeaa 
bibliophile. — Müsset 5 Stendhal. 

Bullettin de la commissiou archeologlqne de Narbonne 
IX, 1: A. Sabarthes, Etüde sur la toponomastiqae de 
l’Aude. 

Revue du Traditionnisme franeais et Strenger 1906, Dez 
De Beaurepaire-Froment, Bibliographie des chantspo 
pulaires framjais. 

Bulletin du parier franpais an Canada V, 5/6: Lexique 
canadien-francais. — Lexicologie franco-canadienne. 

Rivista bibliograflea italiana XII, 7: E. V., Orlando furios^ 
di Ludovico Ariosto da Ferrara secondo le stampe del MDXXl 
MDXXr, MDXXXI. — A. Pilot, Un altro poeta venete 
del’500. — F. J. Giuffr^, Per un poeta dimenticato. " 
8: P. Savj-Lopez, Trovatori e poeti. — G. A. Scartaz* 
zini, Dantologia. — A. Melli, Appunti e note intorno a 
‘La Friista Letteraria’ di Giuseppe Baretti. 

La Cnltura XXVI, 7: G. Barini, Per il centenario del Gol- 
doni. — C. De Lollis, Hauvette, Litterature italienne.^ 
8: G. Volpi, Dejob. La foi religieuse en Italie au XDe 
siede. — A Galletti, Ackermann. Shelley. 

Biilletti del Centre excursioniata de Catalnnya 141. H- 
143: V. Bosch, Balls antics del Pallars superior y inferior. 


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221 


1907. Literatnrblatt für germanische and romanische Philologie. Nr. 6. 


222 


— J, Uaspons y Camarasa y J. Mas6 y Gonla, El 
Ball de les Gitanes en el Valles. 

Cultora espanola V: A. Farinelli, Apnntes sobre Calderon 
y la masica en Alemania. — R. Men^ndez Pidal, Cata- 
lof^o del romancero jodio-espafiol. 

ReTisto de archivos, bibliotecae y mnseos 1906, Nov.-Dez.: 
M. Goyri de Mz. Pidal, Romances que deben bascarse en 
la tradicibn oral 


Neu erschienene Bücher. 

Beiträge. Münchener, zar romanischen a. englischen Philo¬ 
logie. Hrsg. V. H. Breymann n. J. Schick, gr. 8® Leipzig. 
A Deichert Nach!. [^9. Heft: ^ tum fall, Dr. Balth., Das 
Märchen von Amor und Psyche in seinem Fortleben in der 
französischen, italienischen u. spanischen Literatur bis zum 
18. Jahrh. XVI, 205 S. 1907. M. 5.] 

Kdwardes. M., Summary of the Literatures of Modern En- 
rope (England, France, Germany, Spain. Italy) from the ori- 
gins to 1400. London, Dent. 7 s. 6 d. net. 

Lucchetti, P., L'unitä d'origine del linguaggio, del prof. Al¬ 
frede Trombetti: errori e deficenze. Cremona. Tip. E. Foroni. 
110 S. 8®. 

>prachen und Mundarten. Sonderabdruck aus dem „Geo¬ 
graphischen Lexikon der Schweiz“. Nenenbnrg, Attinger. 
1907 38 S. 8®. (Von A. Bachmann, L, Gauchat, 0. Sal- 
vioni, R P.). 


Altnordische Saga-Bibliothek. 12: Clari Saga. Hrsg. 

Ton G. Cederschiöld. Halle. Xiemeyer. XXXVllI, 75 S. 8®. 
Aüsfeld, Fr., Die deutsche anakreontische Dichtung des 18. 
Jahrbanderts, ihre Beziehungen zur französischen und zur 
antiken Lvrik. Materialien u. Studien. Strassburg, Trübner. 
QF. 101. * VITI, 165 S. 8®. M. 4. 
ßaldensperger, F., Bibliographie critique de Goethe en 
France. Paris, libr. Ilachette et Cie. 1907. Jn-8, lX-252 p. 
Bebel’s. Heinr., Schwänke. Zum ersten Male in vollständ. 
Febertragung hrsg. v. A. Wesselski. 2 Bde. München, G. 
Möller. M. 27. 

Bergrannn, E.. Die ethischen Probleme in den Jugend- 
sc&iften der Jungdeutschen (1833—1835). Diss. Leipzig 
m. 131 S. 8®. 

Beta. Ed., Untersuchungen zur Metrik des mittelniederdeut¬ 
schen Valentin und Namelos. Leipziger Diss. 70 S. 8®. 
Booardi, C., Enrico Heine nella letteratura italiana avanti la 
'Kivelazione* di T. Massarani. Livorno, Giusti. VIII. 150 S. 

L. 2. 

Brasse, E., Die Familiennamen in M.-Gladbach u. Umgegend 
bis znm Schluss des 16. Jahrhunderts. Progr. M.-Gladbach 
1907. 58 S. 8®. 

Brühl, H. Jos., Eine Studie üb. Franz v. Sonnenberg, nebst 
e. Answahl aus seinen Werken. Münster, Alphonsns-Buchb. 

M. 1.80. 

Oansk Ordbog for folket. Ved B. T Dahl og II. Hammer. 

17. Hefte. Krig —Kiep. Kopenhagen, Gyldendal. Gr. 8®. 

30 Oere. 

Bünnings, E.. Schillers Verhältnis zur griechisch.Tragödie. 

Brogr. Schwelm 1907. 16 8. 4®. 

Beile, Ghold., Freimaurerlieder als Quellen zu Schillers Lied 
.An die Freude“. Leipzig, A. Weigel. M. 3. ! 

Fkkehard’s Waltharius. Hrsg. v. K. "Strecker. XVI, 1()9 S. 

B* Berlin, Weidmann, 19t»7. M. 2 40. 

^'oethe’s sämtliche Werke. .Tubiläums-Ausg in 40 Bänden. 
Hrsg, von Eduard v. der Hellen. 8®. Stuttgart, .1. (L Cotta 
Nachf. Jeder Bd. M. 1 20. [26. 27. Italienische Reise. Mit 
Einleitg. u. Anmerkgn. v. Ludw. Geiger. 2 Tie. LV, 382 ' 

0. m s.i 

l'oethe. .1. W., 1/ltalia alla fine del secolo XVIII nel Viag- 
«io e Delle altre opere di J. W. (ioethe. Traduzione inte¬ 
grale della Italienische Reise con note e con la scorta dei 
principali vi^giatori stranieri. 11 Trentino (a cura di) E. 
Zaniboni. Napoli, Ricciardi 43 S. 8®. L. 1.50. 

Ijroth, Klans, Briefe an die Familie Konrad Ferdinand Lange. 
Von Ernst und Luise Sieper. [Aus: „Festschr. z. 12. deut¬ 
schen Neuphilologen tag 1906“.] 52 S. Lex. 8®. Erlangen, | 
F. Junge, 1906. M. 2. ^ 

'inlhoff. F., Der deutsche Ritterorden in der deutschen Dich- 
tong des Mittelalters. Progr. Zaborze O.-S. 1907. 24 S. 4®. 
Handwerck, H., Gellerts älteste Fabeln 11. Progr. Marburg | 
^1907. 27 S. 4®. 

Hauschild, Q. R., Das Verhältnis von Goethe's „Romeo u. 1 


.Fulia“ zu Sbakespeare's gleichnamiger Tragödie. Progr. 
57 S. Lex. 8®. Frankfurt a. M., Gebr. Knauer, 1907. M. 2. 
Heinrich, Traug., Zur Aussprache der Stosslaute in der neu- 
hocbdentschen Schriftsprache. (Ein Beitrag zur Aussprach- 
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Eisenach 1907. 26 S. 4®. 

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Diss. Göttingen 1906. 66 S. 8®. 

Huber, P. Mich., 0. S. B., Zur Georgslegende. [Aus: „Fest¬ 
schrift zum 12. deutschen Neuphilologentag 1906“.] 60 S. 
Lex. 8®. Erlangen. F. Junge. 1906. M. 2. 

Jacobsen, R., Carel van Mander (1546—1606), dichter en 
prozaschrijver. Rotterdam. 5 Fl. 

Jahresberichte f. neuere deutsche Literaturgeschichte. Mit 
besond. ünterstützg. v. Erich Schmidt hrsg. v. Jul. Elias, 
Max Osbom. Wilh. Fabian, Kurt Jahn. Ludw. Kraehe, Frz. 
Deibel. 14. Bd. (J. 1903.) II Heft. Text. S. 417-792. 
Lex. 8®. Berlin. B. BehEs Verl 1906. M. 24. — 15. Bd. 
(J. 1904.) I. Bibliographie. Bearb. v. Osc. Amstein. VI 8. 
u. 270 8p. Lex. 8®. Berlin, B. Behr’s Verl. 1907. M. 8. 
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Hannover. Uppsala Universitets ärsskrift. Uppsala, Akadem. 
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Berlin, B. Behr’s Verl. [Nr. 138: La Roche, Sophie v.. 
Gosch ich te des Fräuleins v. Sternheim. Hrsg, von Kuno 
Ridderhoff. XXXIX, 345 S. 1907. M. 6 ] 

Martin, E., Der Versbau des Heliand and der as. Genesis. 

Strassburg, Trübner QF 1(X). VIII. 80 S. 8®. M. 2.40. 
Mayer, Ohr. A., Die Flexion von Nomen und Verbum in 
Willirams altbochdentscher Paraphrase des hohen Liedes. 
Progr. Cöln 1907. 16 S. 4®. 

Neudrucke deutscher Literaturwerke des 16. u. 17. Jahrh. 
8®. Halle, M. Niemeyer. Jede Nr.—.60. [215. Schwarzen¬ 
berg, Job. V., Trostspmeh um abgestorbene Freunde. Hrsg. 
V. Willy Scheel. XVI, 58 S. 1907.] 

Noreen, A., Vart sprak. Nysvensk grammatik. Första bandet. 

9. Häftet. Lund, Gleerup. Gr. 8®. Kr. 1.75. 

Novalis, Schriften. Hrsg, von J. Minor. (Buchausstattung 
von E. R. Weiss.) 4 Bde LXXXIII, 289; 316. 389 u. 314 S. 
m. 3 Bildnissen u. 1 Fksm. 8®. Jena, E. Diederichs, 1907. 
M. 12. 

Paulus. 0., (^ethe als Erzieher. Progr. (Dassel. 26 S. 4®. 
Prehn, A.. Agnes Beraauer in der deutschen Dichtung. 
Progr. Nordhansen. 27 S. 4®. 

Reuter. Ernst. Neuhochdeutsche Beiträge zur westgerraan. 

Konsonantengemination. Freiburger Diss. 86 8. 8®. 
Ridderhoff. K., Sophie von La Roche und Wieland. Zum 
hundertjährigen Todestag der Dichterin (18. Februar 1807). 
Progr. Hamburg, Johannenm. 42 S. 8®. 

Rieser, Ferd.. Des Knaben Wunderhorn und seine Quellen. 
Einleitung und allgemeiner Teil. Heidelberg. Diss. 57 S. 
8®. (Die Diss. bildet den ersten Teil einer grösseren Arbeit, 
die Spätjahr 1907 über das?elhe Thema erscheinen soll. Ver¬ 
lag von Fr. W. Ruhfns in Dortmund). 

Schooneveldt, C.. Over de navolging der klassiek. Fransche 
tragedie in Nederlandsche treurspelen der achttiende eeuw. 
Doetinchem. 2 F. 

Schrempf, Christoph, (ioethes Lehensanschanung in ihrer ge¬ 
schichtlichen Entwicklung. Teil 2: (loethes Lehrjahre in 
Weimar 1775—86. Stuttgart, F. Frommann. VI, 332 S. 
M. 4. 

Simond, C , Schiller (1750-1805). La Vie de Schiller. LTlom- 
me. L’(Euvre. Schiller et son temps. In-16, 80 p. avec 
grav. et portraits hors texte. Paris, impr. Larousse. 75 cent. 
[Bibliothöque Larousse.] 

Stadler, E.. Ueher das Verhältnis der Handschriften D und 
G von Wolframs Parzival. Strasshurger Diss. 175 8. 8®. 
Steinert, W.. Das Farbenempfinden L. Tiecks. Ein Beitrag 
zur Geschichte des Naturgefühls in der deutschen Dichtung. 
Bonner Diss. 118 S. 8®. 

Teutonia. Arbeiten zur germanischen Philologie herausgeg. 
von W. UhL 7. Heft: Th. Abeling, Das Nibelungenlied 


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223 


1HÜ7. Literaturbiall für germanische und romanische Philologie. Nr. B. 


224 


und seine Literatur. Leipzig, Ed. Avenarius. VI, 258 S. 
M. 8. (Unttr der Presse für die gleiche Sammlung: W. Uhl, 
Winiliod; J. H Senger, Der bildliche Ausdruck in den 
Werken Heinrich v. Kleits; El. Haakb, Die Naturbetrach¬ 
tung bei den mhd. Lyrikern; E K. Blümml, Tugendhafter 
Jungfrauen und Jungengesellen Zeitvertreiber. Ein Lieder¬ 
buch des 17. Jahrhunderts). 

Tschersig, H., Das Gasei in der deutschen Dichtung und 
das (rasel bei Platen. Leipzig, Quelle & Meyer. M. 8. 

Untersuchu ngen zur neueren .-Sprach- u. Literaturgeschichte. 
Hrsg, von Prof. Dr. Osk. F. Walzel. 8®. Bern, A. Francke. 
[11. Heft: Keckeis, Dr. Gust., Dramaturgische Probleme 
im Sturm und Drang. 185 S. 1907. M. 2.80.] 

Veröffentlichungen des schwäbischen Schillervereins. Im 
Auftrag des Vorstandes hrsg. von Otto Güntter. gr. 8°. 
Stuttgart, J. G. Cotta Nachf. [2. Bd. Schillerbuch. Mar- 
bacher. II. Hrsg v. Otto Güntter. VII, 423 S. mit Ab- 
bildgn., l Taf. u. 1 Fksm. 1907. M. 7.50.] 


Alicia's Diary. With Shakespeare Criticisms. Cr. 8vo. Lo., 
E. Stock. 10/6. 

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XIV, 170 S. 8®. L. 3. 

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berg 1907. 66 S. 8®. 

Berbner, W., Untersuchungen zu dem altenglischen „Scrift- 
böc“. Diss. Bonn 1907. 35 S. 8®. 

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French and English langnages. compiled from the dictionaries, 
of the French Academy. Bescherelle. Littr^, Beaujean, Bour- 
guignon, Worcester, Webster, Ogilvie. Johnson, Cooley etc., 
and from the most recent works on arte and Sciences. New 
edition, revised and corrected, with a Supplement by J. Mc 
Laui/hlin. French English Paris, libr. Garnier fr^res. Grand 
in-8 ä 3 col., XXX-1080 p. 

Clifton, E. C. et A. Grimaux, Nouveau Dictionnaire an- 
glais-frangais et franc^ais-anglais, compos^ sur un plan nou¬ 
veau, d'apr^s les traveaux d’Ogilvie. de Worcester, de Web¬ 
ster, de Latham, de Johnson, de C'OoIey. etc., de l’Acadömie 
fran^aise de Bescherelle, de Littr6, etc., et les ouvrages 
sp^ciaux les plus r6cents. Nouvelle edition, revue et corri- 
g^e avec un Supplement par J. Mc Laughlin. Anglais-fran- 
<;ais. Paris, libr. Garnier freres. (iranil in-8 ä 3 col., 1066 p. 

Early English Printed Books in the University Library. Cam¬ 
bridge, 147.1—1640. Vol. 4. Indexes. 8vo, pp. 478. Cam¬ 
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ford, Clarendon Press, 1906. Cr. 8vo, XU u. 356 S. 3 s. 6 d. 
[Bd. II soll die Geschichte des Dramas illustrieren, Bd III 
die Literatur von Milton bis Tennyson und Browning.] 

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Edit. by the late Very Rev. J. Canon O’Hanlon. With Me- 
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